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	<title>OpenMindJournal &#187; Schamanismus</title>
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	<description>Das Online-Journal für Bewusstsein, Lebenspraxis und Change</description>
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		<title>48 Stunden tanzen</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 18:27:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Schamanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Spirit]]></category>

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		<description><![CDATA[Indianer kennen den Sonnentanz, Stadtschamanen die Wave. Mit Elementen von Beidem wird in Somerset zwei Tage lang getanzt. «Ich hatte einen Traum, ich sah mich inmitten von weiss gekleideten Menschen in einem Zelt auf einem Feld irgendwo in Somerset tanzen. Dann bin ich aufgewacht und habe mich hier, in einem Zelt auf einem Feld irgendwo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4181" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4ad7fa1153258_s.jpg" rel="lightbox[4179]"><img class=" wp-image-4181 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4ad7fa1153258_s-300x210.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / szene 1 © walter dannehl</p></div>
<p><em>Indianer kennen den Sonnentanz, Stadtschamanen die Wave. Mit Elementen von Beidem wird in Somerset zwei Tage lang getanzt.</em></p>
<p>«Ich hatte einen Traum, ich sah mich inmitten von weiss gekleideten Menschen in einem Zelt auf einem Feld irgendwo in Somerset tanzen. Dann bin ich aufgewacht und habe mich hier, in einem Zelt auf einem Feld irgendwo in Somerset inmitten weiss gekleideter Menschen, tanzend, wiedergefunden», sagt Ya’Acov Darling Kahn, der die Zeremonie zusammen mit seiner Frau Susannah leitet. Zu diesen Worten wache ich auf.</p>
<p>Ya’Acov ruft uns nach kurzen zwei Stunden Schlaf wieder zum Tanz. Wir rollen unsere Schlafsachen zur Seite und beginnen, uns wieder zur Musik tanzend durchs Zelt zu bewegen. Erst den «Tänzer» in mir erweckend, meine ureigene, oft verschüttete Instanz, um ihr die Führung meines physischen Körpers zu übergeben. Die Herausforderung annehmen, im Tanzen ganz authentisch, ganz mich zu sein, nichts wegzulassen und auch nichts hinzuzufügen, einfach tanzen, genau das bewegen, was grad da ist. Meinem inneren Tänzer vertrauen, mich der Musik überlassen.</p>
<p>Wir sind vor 36 Stunden in einer langen Prozession weiss gekleideter Tänzer und Tänzerinnen durch die Felder und Hügel zum grossen Zelt, zum Summer Long Dance, gezogen. Ein bewusster Übergang vom Alltag zur Zeremonie, durch die schweigende Prozession und durch den bewussten Kleiderwechsel vom bunten Alltag in das feierliche Weiss.</p>
<p>Weiss steht auch als Symbol der Einheit und der Leere, aus der wir kommen und in die wir zurückkehren werden. Seitdem tanzen wir hier durch die 21 Stationen des Mandalas der «School of Movement Medicine». Ya’Acov hat dieses Mandala in einer Vision im Amazonasbecken erhalten und es ins Zentrum der School of Movement Medicine gestellt.</p>
<p>Die Stationen des Mandalas sind Anhaltspunkte, die in jedem Menschen eine andere Resonanz haben können. Sie umfassen das weibliche und männliche Prinzip, Yin und Yang, die Himmelsrichtungen und Elemente, Körper, Herz und Geist, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die Erfüllung, gegenseitige Verbindung und die Bewusstwerdung; das Selbst, die Andern, die Gemeinschaft und die Umwelt, die Vorfahren und Ahnen und die göttliche Quelle sind weitere Bereiche. Im Zentrum steht das grosse Mysterium, die Vereinigung von männlichem und weiblichem Prinzip, aus dem wir alle geboren sind.</p>
<p>Das Mandala ist wie viele andere «Systeme» eine Geschichte oder Landkarte, die Orientierung bieten kann auf dem Weg im grossen Unbekannten. Es beinhaltet alle Movement Medicine Teachings und kann sehr vielfältig ausgelegt werden. Susannah und Ya’Acov erinnern uns daran, die «Landkarten» nicht zu verwechseln mit der «Landschaft», in der wir uns bewegen.</p>
<p>In Supportgruppen von jeweils vier Tänzern und Tänzerinnen unterstützen wir uns gegenseitig. Zu gewissen Zeiten wechseln wir uns ab, einer tanzt und einer «bezeugt» des anderen Tanzes. In meinem ureigenen Tanz, meinem Gebet, gesehen und bezeugt zu werden, ist eine neue Inspiration für mich. Keine Wertung, kein Austausch darüber, nur einfach sehen, gesehen werden.</p>
<p>Im Zentrum des Zeltes steht ein junger Baum, und an den vier Seiten sind die Altäre der Elemente Erde, Luft, Feuer und Wasser in den Himmelsrichtungen angeordnet. Der Baum wird im Anschluss an die Zeremonie in der Nähe des Tanzes, an einem geeigneten Ort, gepflanzt werden. So hinterlässt jeder Long Dance seinen Baum. Wie bei indianischen Sonnentänzen ist auch hier ein Baum im Zentrum. Neu für mich ist dabei, dass nicht nur vorhandene Ressourcen genutzt, sondern dass neue geschaffen werden.</p>
<p>Dies ist für mich auch sinnbildlich für diese Tanzzeremonie, die Susannah und Ya’Acov auf dem Hintergrund ihrer reichen Erfahrungen zusammen kreiert haben. Die beiden hatten, bevor sie ihre eigene Schule gründeten, eine 18-jährige Lehrzeit bei Gabrielle Roth und deren Fünf Rhythmen, eine Richtung, die sie von 1996–2006 für Europa vertreten haben. Davor und daneben haben sie beim Deer Tribe und bei verschiedenen Schamanen und spirituellen Lehrern gelernt. Susannahs Hintergrund liegt in der Anthropologie und in der Gestalt-Therapie. Ihre Art zu lehren ist voller Energie, Klarheit, Sensibilität und wird getragen von ihrer ansteckenden Liebe für den Tanz. Sie widmet sich speziell auch der Musik und der Stimme, was in ihren Workshops sehr zum Tragen kommt. Ya’Acovs Hintergrund liegt in der visuellen Kommunikation und Fotografie, und ihn trägt eine lebenslange Faszination für den Schamanismus. Seine Lehre ist eine Mischung aus Warmherzigkeit und Humor, seine Spezialität ein gut geführter, fokussierter Tanz der dünnen Kante des Unbekannten entlang. Er arbeitet und lernt mit Schamanen aus Südamerika, Lappland und Asien.</p>
<p>Die beiden Tanzlehrer bieten Workshops in der Schweiz, ganz Europa, Israel, Südafrika und Australien an. Der Summer Long Dance ist eine lang gehegte Vision von Ya’Acov, die sie 2009 zum ersten Mal Wirklichkeit werden liessen. Diese Zeremonie unterscheidet sich von den Workshops schon dadurch, dass sie als Non-Profit-Anlass organisiert wird. Die Tänzer zahlen lediglich für die Kosten, welche die Durchführung der Zeremonie verursacht. Sämtliche professionell Beteiligten wie Susannah und Ya’Acov, die DJs und Musiker, das gesamte Betreuungs– und Supportteam arbeiten ehrenamtlich. Ein allfälliger Überschuss geht vollumfänglich an «Survival International», eine Institution, die sich für das Überleben indigener Völker einsetzt. Die Teilnehmer sind aufgerufen, vorab zu Hause in ihrem Umfeld Fundraising zu betreiben und Geld zu sammeln für «Survival International» oder zugunsten einer selbst gewählten Institution, sodass die Zeremonie auch da Ressourcen schafft, die über den Anlass hinausweisen.</p>
<p>Wir tanzen zu den Elementen, zu Körper, Herz und Geist, zum Selbst, zu den Anderen, zu der Gemeinschaft, für und mit den Ahnen und vor allem aus Freude am Leben, aus Liebe. Wir tanzen für uns alleine, zu zweit, in grösseren Gruppen. Nach einem Tanz lasse ich mich zurücksinken in die Supportgruppe, kehre heim, integriere die neuen Erfahrungen dieses Tanzes, um dann wieder aufzutauchen und erneut in dem Meer der Tänzer zu baden.</p>
<p>Es sind Begegnungen in Augen-Blicken, in Körpergesten, im Gleichklang oder auch im Widerstand. Begegnungen, die flüchtig oder länger sind, immer aber mit lebendigen, pulsierenden Menschen. Meine eigene Lebendigkeit wird angesprochen, in den Bewegungen tauchen immer mehr Aspekte aus meinem Unterbewussten auf, von denen ich irgendwann glaubte, sie wegsperren zu müssen. Mein «innerer Tänzer» trägt diese Elemente durch den Tanz an die Oberfläche, und durch das Bezeugen werde ich darin gesehen. Ich darf mit allem, was ich bin, tanzen und darf damit anderen begegnen. Darin erlebe ich grosse Heilung, da wird Bewegung zur Medizin.<br />
Die Regeln sind einfach: Wer tanzt, tanzt, wer ruhen will, der ruht. Jeder zu seiner Zeit. Wir sind 150 Tänzer und Tänzerinnen aus aller Welt, die Verständigung erfolgt meist ohne Worte, durch Körpersprache im Tanz, und wo nötig in geflüstertem Englisch.<br />
Ein Healingteam, das von Osteopathie über Massagen bis Geistheilung alles anbietet, unterstützt uns im Tanz, was auch rege genutzt wird, sind die meisten von uns Tanzenden ja keine zwanzig mehr. Die im Zelt spielenden Musiker und die DJs, die uns begleiten, faszinieren mich sehr durch die Fähigkeit, die Bedürfnisse der Tanzenden intuitiv aufzunehmen und umzusetzen. Die Musik gründet in den Fünf Rhythmen, wirkt jedoch befreiter. Auch Kirtan, ein hinduistischer Wechselgesang, findet Platz in der Zeremonie, wird zum Tanz, und Tanzen wird wieder zum Beten.</p>
<p>Die kollektive Absicht des Long Dances besteht darin, im gemeinsamen Tanz, in Gebet und Gesang, unsere Dankbarkeit für das Leben und all das, was wir erhalten, auszudrücken. Die tiefste Art, seine Dankbarkeit zu zeigen, liegt darin, ganz authentisch zu sein und es zu wagen, seine Träume, sein Selbst, die Beziehung zu seinen Liebsten, die Gemeinschaft des Lebens auf der Erde, die Ahnen und das grosse Mysterium zu tanzen.</p>
<p>Zu Beginn der Zeremonie haben wir unsere individuelle Absicht, unsere Ausrichtung für den Long Dance ausgesprochen. Die Ziele waren sehr vielfältig. Manchen ging es um die Heilung der Erde, um Glück und Freude für alle Wesen, bei anderen waren es mehr persönliche Themen wie Gesundheit, emotionale Heilung oder Heilung von Verwandten. Meine persönliche Absicht war es, vergessene Aspekte von mir wieder in mein Leben zu integrieren, Aspekte, die den Übergang vom Single-Dasein ins Familienleben nicht mitgemacht hatten. Im Laufe des Tanzes habe ich zu einer Lebendigkeit zurückgefunden, die mir altvertraut ist und in der ich mich wieder ausdehnen kann. Ich erlebte eine tiefe Zufriedenheit in mir und eine Verbundenheit mit allen Mittänzern. Ich freue mich darauf, dieses Gefühl nach Hause zu tragen und mit meiner Familie zu teilen.</p>
<p>Im Zelt wird es hell und wieder dunkel und wieder hell, wir tanzen, und die Zeit hat ihre Bedeutung genauso verloren wie Hunger oder Müdigkeit.</p>
<p>Hier bin ich und ich tanze. Here I am. I have a dream.</p>
<p><em>Weitere Infos: <a href="http://www.schoolofmovementmedicine.com" target="_blank" rel="external nofollow">www.schoolofmovementmedicine.com</a></em></p>
<p><em>Dieser Artikel erschien erstmals im Magzin Spuren, <a href="http://www.spuren.ch/archiv/archiv_comments/1120_0_90_0_C/" target="_blank" rel="external nofollow">Nr. 101 Herbst 2011</a></em></p>
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		<title>Zurück zu den Wurzeln</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 18:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unter einem Schamanen stellt man sich gerne einen Menschen aus einem der Naturvölker vor. Jemand aus einem fernen Land, der, so wie sein Stamm, noch ganz in Einklang mit der Natur lebt und mit magisch anmutenden Methoden Kranke heilt. Bei uns in Europa gibt es sowas ja nicht. Oder doch? Vor der Christianisierung herrschten auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4102" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4ecd67e11e25e_s.jpg" rel="lightbox[4099]"><img class=" wp-image-4102 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4ecd67e11e25e_s-300x225.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / Summer Camping © Herr Jäschke</p></div>
<p>Unter einem Schamanen stellt man sich gerne einen Menschen aus einem der Naturvölker vor. Jemand aus einem fernen Land, der, so wie sein Stamm, noch ganz in Einklang mit der Natur lebt und mit magisch anmutenden Methoden Kranke heilt. Bei uns in Europa gibt es sowas ja nicht. Oder doch? Vor der Christianisierung herrschten auch in Europa animistische und polytheistische Weltbilder vor. Die Kelten und Germanen hatten eine Vielzahl von Göttern und eine Anderswelt mit Naturgeistern. Sie hatten Priester, Seher und Heiler — darunter oft Frauen in hohen Ämtern. Man betete in heiligen Hainen oder errichtete Kultplätze an Kraftorten. Weise Männer und Frauen kannten die Heilpflanzen und behandelten Krankheiten mit magischen Zeremonien. Eine durch und durch schamanische Gesellschaft also.</p>
<p>Dann kam das Christentum. Für eine Religion, die sich der Nächstenliebe verpflichtet nennt, ging es in der Missionierung ausgesprochen brutal vor. Heiden, die sich nicht bekehren lassen wollten, wurden in vielen Fällen getötet, andere durch Androhung von Gewalt zur Konvertierung gezwungen. Gleichzeitig wurden vorchristliche Glaubensrichtungen wie die keltischen und germanischen verteufelt. Heidnische Götter wurden zu Dämonen oder christlichen Heiligen. Die heilige Brigitte zum Beispiel geht auf die keltische Lichtgöttin Brigid zurück, der gehörnte, bocksfüßige Teufel entstammt dem griechischen Pan und dem keltischen Cernunnos.</p>
<p>Einige der alten Bräuche blieben trotz Christianisierung erhalten oder wurden in die Kirchenfeste integriert. Was, zum Beispiel, hat Christi Geburt mit einem Tannenbaum zu tun und seine Kreuzigung und Auferstehung mit einem Hasen und Eiern? Zu Beginn des Frühlings, wenn überall die Natur wieder erwacht, feierte man ein Fruchtbarkeitsfest; die rammelnden Hasen ebenso wie das Ei sind alte Fruchtbarkeitssymbole. Auch Erntedank geht auf heidnische Bräuche zurück.</p>
<h4>Alles nur Aberglaube?</h4>
<p>Die Missionare des Christentum erklärten alte Bauernweisheiten und Heilmethoden als Aberglaube und versuchten, die Geschichte so darzustellen, als habe erst das Christentum das Licht des Wissens nach Europa gebracht. Ich erinnere mich noch deutlich wie in meiner Schulzeit einer der Religionslehrer verächtlich sagte: »Ohne das Christentum würden wir heute vielleicht noch die Sonne anbeten.« Er irrte sich: Bei den Kelten und Germanen gab es eine Vielzahl von Göttern, und die Sonne wurde als lebensspendend verehrt, aber nicht als Gott angebetet. Außerdem wäre es vielleicht nicht das Schlechteste, wenn wir die Natur, wie es unsere Vorfahren taten, immer noch als beseelt oder gar als etwas Göttliches betrachten würden. Wer die Erde als Mutter verehrt, wird sie nicht ausbeuten und zerstören, so wie es die christliche Kultur Jahrhunderte lang tat, und die folgende industrielle Kultur noch mehr.</p>
<h4>Spirituelle Vertiefung</h4>
<p>Enttäuscht, dass die christlichen Kirchen keineswegs eine Religion der Menschenliebe vertreten, sinken ihre Mitgliederzahlen in Deutschland seit Jahren kontinuierlich. Viele Menschen bleiben nur noch pro forma darin oder um ihre Verwandten nicht zu brüskieren. Religiöse Erfüllung sucht man heute eher woanders. Oft im Buddhismus, oft aber auch in einer Rückbesinnung auf vorchristliche religiöse Bräuche. Man trifft sich in kleinen, lose organisierten Gruppen zu den Jahreskreisfesten oder lässt sich von außereuropäischen Schamanen ermutigen, die eigenen Wurzeln zu finden. Wie viele solche Neu-Heiden es gibt, weiß keiner, denn sie sind nirgends registriert, die Gruppen sind offen und ohne klare Hierarchie. Dabei mischen sich oft Praktiken indianischer oder asiatischer Herkunft mit solchen europäischen Ursprungs, und manche Naturliebhaber oder ökologisch Aktive schließen sich an, weil ihre politischen Aktivitäten oder wirtschaftliche Einsichten nach einer spirituellen Vertiefung verlangen.</p>
<p>Nach den mehr als tausend Jahren der christlichen Herrschaft wird Europa sicherlich nicht vom Islam bekehrt oder unterwandert, sondern immer mehr Menschen wenden sich ihren vorchristlichen Wurzeln zu. Oft leitet sie dabei die Einsicht, dass eine vertiefte Liebe zur Natur sich nicht nur in klugen Reden äußern sollte, sondern auch in einer Alltagspraxis, und dass diese, wenn sie denn eine schamanische sein soll, nicht erst importiert werden muss.</p>
<p><em>Dieser Artikel erschien erstmals als Editorial im Magazin <a href="http://www.connection.de/magazintexte/schamanismus/editorial-schamanismus-8.html" target="_blank" rel="external nofollow">connection Schamanismus 8</a></em></p>
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