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	<title>OpenMindJournal &#187; Integral/Evolutionär</title>
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	<description>Das Online-Journal für Bewusstsein, Kultur und Change</description>
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		<title>Weltrevolution der Seele</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Feb 2013 12:23:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anthroposophie]]></category>
		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Integral/Evolutionär]]></category>
		<category><![CDATA[Spirit]]></category>

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		<description><![CDATA[Inter-Spirituelle Begegnung in Berlin Die Rosenkreuzer organisierten eine inter-Spirituelle Begegnung in Berlin mit Anthroposophen und Integralen Philosophen. Unter der Überschrift „Weltrevolution der Seele” fand am 2. Dezember 2012 in der Berliner Urania eine Veranstaltung statt, die einen Gesprächs-, Übungs– und Begegnungsraum für spirituell Suchende eröffnete. Organisiert wurde die Zusammenkunft von der „Stiftung Rosenkreuz zur Förderung hermetischen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2013/02/Mechanistische-Welt-Rom-716x694.jpg" rel="lightbox[5586]"><img class="alignright  wp-image-5587" style="margin-left: 10px;" alt="Mechanistische-Welt-Rom-716x694" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2013/02/Mechanistische-Welt-Rom-716x694-300x290.jpg" width="200" /></a>Inter-Spirituelle Begegnung in Berlin</h2>
<p><b>Die Rosenkreuzer organisierten eine inter-Spirituelle Begegnung in Berlin mit Anthroposophen und Integralen Philosophen.</b></p>
<p>Unter der Überschrift „Weltrevolution der Seele” fand am 2. Dezember 2012 in der Berliner Urania eine Veranstaltung statt, die einen Gesprächs-, Übungs– und Begegnungsraum für spirituell Suchende eröffnete. Organisiert wurde die Zusammenkunft von der „<a href="http://stiftung-rosenkreuz.org/veranstaltungen/alle/" rel="external nofollow">Stiftung Rosenkreuz </a>zur Förderung hermetischen und gnostischen Gedankenguts”. Es war somit kein Zufall, dass für das von den Veranstaltern gewählte Motto ein gleichnamiges Buch Peter Sloterdijks Pate stand, das sich mit gnostisch-hermetischen Denkweisen seit der Spätantike beschäftigt und das vergessene Potenzial abendländischer Esoterik ans Tageslicht rückt.</p>
<p>Die sich jeweils dem Rosenkreuzertum, der Anthroposophie und der Integralen Bewegung um Ken Wilber verbunden fühlenden Referenten Gunter Friedrich, Sebastian Gronbach und Matthias Ruff schilderten eindrucksvoll ihren inneren Entwicklungsgang, dessen Hintergrund die unterschiedlichen, aber auch viele Gemeinsamkeiten aufweisenden esoterisch-philosophischen Schulungswege bilden. Die Vorträge wurden immer wieder durch Wahrnehmungsübungen und kleinere Gesprächszusammenhänge unterbrochen, was der Veranstaltung ein unkonventionelles, ja erfrischendes Gepräge verlieh.</p>
<p>Religionswissenschaftlich Interessierte hätten sicher noch mehr über die historische Entwicklung und die ideellen Besonderheiten dieser drei spirituellen Richtungen erfahren wollen (von denen das im 17. Jahrhundert erstmals in Erscheinung getretene Rosenkreuzertum das organisations– und ideengeschichtlich am wenigsten zu fassende Phänomen darstellt) – aber dies war in der Kürze der Zeit kaum möglich. Stattdessen konnten die Teilnehmer etwas aus diesem Treffen mitnehmen, was keine noch so detaillierte Darstellung zu vermitteln imstande gewesen wäre: die Erfahrung, mit weltoffenen Menschen verschiedener Orientierungen und unterschiedlichen Alters – darunter einem türkischen Sufi-Meister, einem kurdischen Rosenkreuzer und einer erst 18-jährigen, esoterisch vollkommen unbelasteten Schülerin – in einen Dialog zu treten, der von echtem Interesse am Denken und Erfahren des Anderen gespeist war. – Eine Fortsetzung solcher „interdisziplinären” Zusammenkünfte wäre gerade für Berlin eine Bereicherung.</p>
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		<title>Gott als Zukunft</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jul 2012 10:21:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils Solanki</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Integral/Evolutionär]]></category>
		<category><![CDATA[Spirit]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Theologe John Haught ist der Ansicht, der beste Name für Gott – dazu ein Name, der in den biblischen Erzählungen gegründet ist – sei Die Zukunft. Die Idee, dass Gott seinen Ort in der Zukunft hat, ist schwieriger zu verstehen als die Vorstellung, dass in der Vergangenheit oder Gegenwart anwesend ist. Durch Geschichtsbücher, unsere eigene persönliche Geschichte und unser Gedächtnis können wir uns [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/07/Impulse003_08_Sanguin_xx-xx_G2.jpg" rel="lightbox[5116]"><img class="alignright  wp-image-5120" style="margin-left: 10px;" title="Gott als Zukunft" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/07/Impulse003_08_Sanguin_xx-xx_G2.jpg" alt="" width="200" /></a>Der Theologe John Haught ist der Ansicht, der beste Name für Gott – dazu ein Name, der in den biblischen Erzählungen gegründet ist – sei Die Zukunft. Die Idee, dass Gott seinen Ort in der Zukunft hat, ist schwieriger zu verstehen als die Vorstellung, dass in der Vergangenheit oder Gegenwart anwesend ist. Durch Geschichtsbücher, unsere eigene persönliche Geschichte und unser Gedächtnis können wir uns der Realität der Vergangenheit vergewissern. Sie ist das, was sich bereits ereignet hat. Auch die Gegenwart ist für uns kein Problem. Wir können sie nicht leugnen, obwohl unsere offenkundige Unfähigkeit, voll und ganz darin anwesend zu sein, sie oft verstellt, woran uns Eckhart Tolle und andere Gurus des „Jetzt“ immer wieder erinnern. Die Gegenwart ist dieser Augenblick, wir können sie erfahren, indem wir tief einatmen, unseren geschwätzigen Geist anhalten und in unserer Erfahrung gegenwärtig werden. Sie ist das, was jetzt gerade geschieht.</p>
<p>Aber dieser Augenblick überschneidet sich immer mit einer Zukunft, die beständig im Prozess des Ankommens ist. Da, gerade ist sie wieder angekommen. Aber wir tun uns schwer, der Zukunft einen vollen, existenziellen Status zuzuschreiben, denn per definitionem existiert die Zukunft noch nicht. Die Zukunft liegt immer gerade außerhalb unserer Reichweite und ist doch immer im Prozess des Ankommens.</p>
<p>Das biblische Buch der Offenbarung bezeichnet Gott als Alpha, den Anfang, und als Omega, das Ende. Wir neigen immer dazu, Gott eher als Alpha zu sehen – als Schöpfer. Aber wir denken nicht viel darüber nach, inwiefern Gott als Omega anwesend ist – als Ende. Die fundamentalistische Religion denkt wohl an Gott als Omega, aber für deren Anhänger bedeutet es, dass Gott eine vorherbestimmte Endzeit festgesetzt hat, in der „Er“ die Geschichte zu einem abrupten, gewaltsamen Ende führt. Dieses Denken reduziert Vergangenheit und Gegenwart auf wenig mehr als ein Zwischenstadium. Sie sind einfach das, was sich ereignet, während wir herumsitzen und auf die richtige Action – die apokalyptische Action – warten. Aber diese Denkweise verkleinert die Rolle der Geschichte und die Rolle, die wir bei der Gestaltung der Zukunft spielen.</p>
<h4>Die Gegenwart der Zukunft</h4>
<p>Teilhard de Chardin, katholischer Priester und Paläontologe, war ein fortschrittlicher Denker, der sowohl die Evolution als auch die Zukunft ernst nahm. Er stellte die Frage: „Wer gibt uns einen Gott für die Evolution?“ Er suchte nach einer Gottesvorstellung, die der Naturwissenschaft, insbesondere der Wissenschaft von der Evolution den gebührenden Platz einräumt. Wer der Evolution, speziell der bewussten Evolution innerhalb der menschlichen Spezies, diesen Platz gewährt, schreibt uns die Fähigkeit zu, Entscheidungen zu treffen, die wirklich etwas bewegen. Wir warten nicht darauf, dass irgendein Himmelsgott einseitig eingreift und eine vorherbestimmte Zukunft herbeiführt. Wir selbst sind in der Lage, die Zukunft auf bewusste Weise mit zu erschaffen. Gleichzeitig behaupten wir als Christen, dass die Realität, die wir „Gott“ nennen, die Freiheit hat, unsere Entscheidungen ganz ohne Zwangsausübung zu beeinflussen. Teilhard de Chardin stellte sich einen kosmischen Christus vor, der den Omega-Punkt bildet, nicht bloß das Alpha. Der Omega-Punkt ist die verheißungsvolle Gegenwart der Zukunft, auf die hin die gesamte Schöpfung zusammenfließt, und im Prozess dieses Zusammenfließens entwickelt sich die Schöpfung auch in Bezug auf Intelligenz, Liebe und Kreativität immer weiter.</p>
<p>Teilhard stellt sich Gott als ein göttliches Milieu vor, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft umfasst und sich darin andeutungsweise ausdrückt. Gott ist gegenwärtig in der Vergangenheit als der/das Eine, aus dem das Universum entsteht. Das ist der Gott, von dem die großen Schriften der Weltreligionen sowie die alten Stammesmythen und Legenden der Urvölker Zeugnis ablegen. Je konservativer jemand in seiner Theologie ist, desto größer ist die Tendenz, das, was wir über Gott wissen können, ausschließlich in diesen historischen Erzählungen zu lokalisieren, oder gar innerhalb der Tradition, die sich um diese Erzählungen herum organisiert. Wenn wir unser Wissen um Gott vorzugsweise aus der Vergangenheit beziehen, blicken wir, wo es um die Offenbarung der Wahrheit geht, rückw.rtsgewandt auf die Schrift, auf die Tradition und auf die historische Gründergestalt – in unserem Fall Jesus von Nazareth.</p>
<p>Wir können Gott auch in der Gegenwart finden. Das Universum taucht in einem immerwährenden Prozess jeden Augenblick aufs Neue aus dem Nichts auf. Erfolgreiche Bücher wie Jetzt. Die Kraft der Gegenwart sind bei den postmodernen Menschen sehr beliebt, die sich als „spirituell, aber nicht religiös“ bezeichnen. Was nichts anderes bedeutet, als dass sie kein besonderes Interesse daran haben, in vergangene Zeiten zurückzublicken, wenn sie das Heilige erfahren wollen. Sie suchen eher nach der Befreiung von Vergangenheit und Zukunft in der Stille des „zeitlosen“ Jetzt. Wenn wir ganz im Augenblick sind, befreien wir unseren Geist von der Tyrannei des Gedankenprozesses und unserer Sorge um die Zukunft. Die Meditation hilft uns, in diesen Bewusstseinszustand einzutreten, bei dem es einzig darum geht, in der Gegenwart anwesend zu sein. Wir entwickeln eine Wahrnehmung des Heiligen, indem wir das, was sich gerade jetzt und jetzt und jetzt ereignet, aufmerksam wahrnehmen und wertschätzen.</p>
<blockquote><p>Gott muss in der Zukunft auf eine Weise anwesend sein, die zwar Einfluss auf die Evolution des Kosmos ausübt, aber nicht direkt eingreift.</p></blockquote>
<p>Kann Gott aber auch als einer erscheinen, der in der unerprobten und unbestimmten Zukunft gegenwärtig ist? Die Bibel scheint von der Ansicht zu zeugen, dass sich Gott tatsächlich gerade da aufhält – nicht so sehr „da oben“, sondern da, „vor“ uns. Ich werde gleich die Argumente dafür anführen. Fürs Erste müssen wir bedenken, was auf dem Spiel steht. Wir behaupten, dass Gott irgendwie in einer Zukunft gegenwärtig ist, die noch nicht existiert. Darüber hinaus behaupten wir, Gott sei in dieser Zukunft auf eine Weise gegenwärtig, die den freien Willen und die evolutionäre Kreativität der Menschen würdigt – wenn man voraussetzt, dass wir in personalisierter Form den evolutionären Impuls des Universums darstellen. Mit anderen Worten: Schon aus Prinzip und aufgrund der Würde des freien Willens kann uns keine Zukunft aufgezwungen werden. Gott muss in der Zukunft auf eine Weise anwesend sein, die zwar Einfluss auf die Evolution des Kosmos ausübt, aber nicht störend eingreift.</p>
<h4>Eine Feuersäule in der Nacht und eine Wolke am Tag</h4>
<p>Zunächst möchte ich diese Gedanken mit einem neuen Verständnis der Bibel verbinden. Es gibt zahllose Geschichten, in denen Gott sein Volk durch die Verheißung einer besseren Zukunft weiterzieht – eine Zukunft, für deren Verwirklichung sein Volk wichtig ist. Die Legende von der Befreiung der Hebräer aus der ägyptischen Gefangenschaft stellt sich Gott so vor, dass er vorausgeht und führt. Gott ist die Anwesenheit der Zukunft, die Moses in einem brennenden Dornbusch erscheint. Die Zukunft besteht im Geist Gottes als eine Welt, die von Sklaverei und der Art von Leiden, das die Hebräer erfahren, frei ist. Diese Idee „kommt“ zu Moses als eine Möglichkeit, die noch nicht in seinen Gedanken erschienen ist. Als Moses dann Gott, der es mit dem Pharao aufnehmen will, nach seinem Namen fragt, kann der göttliche Name folgendermaßen übersetzt werden: „Ich bin der ich bin“ oder „Ich werde der sein der ich sein werde“ – der Eine, der sowohl Gegenwart als auch Zukunft ist.</p>
<blockquote><p>Die Zukunft ist immer jenseits von uns – so wie „Gott“ es ist – und kommt doch ständig mit dem Angebot neuen Lebens auf uns zu.</p></blockquote>
<p>Diese Gegenwart kommt in Moses Bewusstsein mit der Aufforderung, die Hebräer zu befreien. Die Idee „kam“ zu Moses. Woher kam sie? Die Geschichte sagt, dass sie von Gott kam, der im Reich der zukünftigen Möglichkeiten weilt, die bisher von den Menschen noch nicht erwogen wurden. Moses will wissen, wie um alles in der Welt er es wagen kann, sich dem Pharao von Ägypten entgegenzustellen? Gott bittet Moses einfach, in das Mögliche zu vertrauen. Und nach einer Reihe von Auseinandersetzungen mit dem Pharao und den tödlichen Plagen können die Hebräer flüchten. Die Legende dieser Flucht beschreibt, dass Gott ihnen als eine Feuersäule in der Nacht und eine Wolke am Tag vorausging, damit sie Tag und Nacht in die zukünftige Verheißung der Freiheit wandern konnten.</p>
<p>In der Bibel herrscht immer die Vorstellung von Gott als einem, der den Menschen voraus ist, der aus der Zukunft in eine Zukunft führt, die kein Mensch je für möglich gehalten hätte. Im Normalfall waren die Lebensumstände so, dass die Gegenwart sehr öde war und niemand, der seinen Verstand beieinanderhatte, tiefer in sie eindringen wollte. Die Spiritualität des Jetzt zu verabsolutieren wäre absurd gewesen. Wenn man den Stiefel der Geschichte brutal im Nacken spürt, würde ein Verweilen in der Gegenwart heißen, einen gebrochenen Hals zu riskieren. Die Hoffnung auf die Zukunft war notwendig, und Gott wird immer so dargestellt, dass er genau das tut – denen, die sich die Mühe geben, zu hören, begegnet er als Anwesenheit einer besseren Zukunft im Hier und Jetzt.</p>
<p>Die Quelle der Hoffnung ist nicht die tiefe Akzeptanz der gegenwärtigen Bedingungen. Es ist die Ahnung einer neuen Zukunft im Hier und Jetzt, die dem jüdischen Volk ermöglicht, weiterzugehen. Durch irgendein Geheimnis kommt die Idee in den Geist Moses, dass die derzeitigen Umstände der Unterdrückung nicht Gottes Wille in Bezug auf das hebräische Volk sind – und er nimmt diese Möglichkeit so tief in sich auf, dass er Verantwortung für ihre Verwirklichung übernimmt. Wenn es irgendein Wunder in der Bibel gibt, dann ist es das – diese Dynamik der Zukunft, die kommt, um dem Einzelnen mit neuen Möglichkeiten zu begegnen, und dass diese Menschen von dieser Möglichkeit so transformiert werden, dass sie aufstehen und sich dazu verpflichten, dass die Verwirklichung der Zukunft in ihnen und durch sie hervorgebracht wird. Gott kommt zum Volk Gottes aus der Zukunft und öffnet Raum, um neue Möglichkeiten durch bewusste Entscheidung zu erkennen und umzusetzen. Moses hat die Freiheit, es abzulehnen, nach dieser Ahnung einer anderen Zukunft zu handeln, und das trifft für uns alle zu.</p>
<h4>Die verborgene Ganzheit</h4>
<p>Doch wie kann Gott in der Zukunft und als die Zukunft so anwesend sein, dass er nicht unseren freien Willen überw.ltigt und diese Zukunft nicht einseitig vorherbestimmt? Kann uns die Naturwissenschaft hier helfen? Schließlich müssen sich, wenn denn die Evolution ihren eigenen Gott haben soll, Analogien im Bereich der Naturwissenschaften finden lassen. Es zeigt sich, dass wir eine gewisse Hilfestellung bei dem Phänomen finden, das die Naturwissenschaft einfach als „Information“ bezeichnet. In unserem Zusammenhang bezieht sich Information auf die Fähigkeit des Universums, aus einer niedrigeren Ordnung eine höhere Ordnung hervorzubringen. Es gibt eine Kraft neben Materie und Energie – der Physiker David Bohm spricht von einer „verborgenen Ganzheit“ –, die die Wirklichkeit durchdringt und der eine Tendenz innewohnt, aus einer relativen Unordnung Kohärenz, Integrität und Komplexität hervorzubringen. Die Naturwissenschaften würdigen dieses Mysterium mit Begriffen wie Neuheit, Selbstorganisation und Autopoiesis. Neuheit bedeutet, dass zwei Teile beim Zusammenkommen ein Ganzes ergeben, das nicht nur größer als die Summe seiner Teile ist, sondern auch auf unvorhersehbare Weise neu und komplexer. Selbstorganisation besagt, dass ein System, wenn es unter Druck gerät, in eine höhere Ordnung durchbrechen kann. Autopoiesis bezeichnet die Fähigkeit eines Organismus, sich selbst zu erneuern und zu verändern. Aber verwechseln wir nicht Beschreibung mit Erklärung. Die Naturwissenschaft hat Begriffe dafür, aber die „Information“ bleibt ein Geheimnis.</p>
<blockquote><p>Das Leben scheint einfach zu wissen, wie leben funktioniert.</p></blockquote>
<p>Das Leben scheint einfach zu wissen, wie leben funktioniert. Aus der Materie entsteht Leben, aus dem Leben entsteht Geist, aus dem Geist entstehen selbstbewusste Wahrnehmung, durch die ein ganzes Universum sich selbst erkennen kann, Entscheidung in Verantwortung sowie Anstrengung für eine ersehnte Zukunft. Hartgesottene Materialisten behaupten, diese komplexeren Ebenen hätten sich einfach aus den einfachsten Formen entwickelt. Der Lehm habe sich irgendwie selbst hochgezogen, wie sich Schnürsenkel (engl. bootstraps) am Stiefel hochziehen, und gelernt, Atomphysik zu betreiben. Diese sogenannte Bootstrapping-Theorie setzt ein ordnendes oder strukturierendes Informationsfeld voraus, das die Wirklichkeit in Richtung größerer Einheit und Unterschiedlichkeit und größeren Bewusstseins beeinflusst, indem es sie nach oben und nach vorn zieht. Diese Vorstellung beinhaltet nicht nur den Eros-Drang des evolutionären Impulses. Es gehört auch ein verheißungsvoller Sog aus der Zukunft dazu. Die Information existiert als Bereich höherer oder größerer Möglichkeit, die den evolutionären Prozess beeinflusst, aber nicht in ihn eingreift. Wir tun uns schwer, das zu begreifen, denn wir haben gelernt, nur Vergangenheit und Gegenwart als „wirklich real“ anzusehen. Wir sind von historischen Kausalitäten durchtränkt. Alles, was wir um uns her sehen, muss durch irgendein Ereignis in der Vergangenheit verursacht worden sein. Ein großer Teil unseres Lebens ist ja tatsächlich eng an die Vergangenheit gebunden. Aber ist es absolut „verursacht“ durch die Vergangenheit? Vielleicht nicht. Sehen wir uns unsere Sprache an. Wir fragen uns, was die Zukunft „bereithält“. Diese Metapher des Haltens zeigt uns die Zukunft als Behältnis unermesslicher Möglichkeiten. Sie ist nicht vorherbestimmt, sondern kommt zu uns in der Intuition, in einem flüchtigen Blick, durch unerwartete Gelegenheiten und Umstände, die sich uns „schenken“. Wenn wir dafür offen sind, entdecken wir in ihnen eine unsichtbare, unberührbare und doch machtvolle Kreativität für die Umgestaltung nicht nur unseres eigenen Lebens, sondern tatsächlich auch der Zukunft der Erde. Die Zukunft ist immer jenseits von uns – so wie „Gott“ es ist – und kommt doch ständig mit dem Angebot neuen Lebens auf uns zu.</p>
<blockquote><p>Der Omega-Punkt ist die verheißungsvolle Gegenwart der Zukunft, auf die hin die gesamte Schöpfung zusammenfließt.</p></blockquote>
<p><em>Dieser Artikel erschien erstmals im Magazin EnlightenNext Impuls, <a href="http://www.enlightennext.de/2012/03/15/enlightennext-impulse-nr-3/" target="_blank" rel="external nofollow">Ausgabe Frühling 2012</a></em></p>
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		<title>Die Versöhnung von Aufklärung und Spiritualität</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/02/15/die-versohnung-von-aufklarung-und-spiritualitat/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 22:57:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Editors Choice]]></category>
		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltspiritualität]]></category>

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		<description><![CDATA[In meiner Arbeit für Demokratie und Menschenrechte/Kinderrechte begegne ich immer wieder wunderbaren Menschen, die einen engagierten „Spirit“ verkörpern, ohne einen Begriff für die eigene Tiefe zu haben, aus der sie ihre Kraft schöpfen. Sie folgen in ihrem Denken, Fühlen und Handeln einer Menschlichkeit, die die Grenzen des eigenen Ichs transzendiert und sich der Welt als [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4485" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/Martina-Taylor_pixelio.png" rel="lightbox[4483]"><img class=" wp-image-4485 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/Martina-Taylor_pixelio-300x201.png" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: Martina Taylor / pixelio.de</p></div>
<p>In meiner Arbeit für Demokratie und Menschenrechte/Kinderrechte begegne ich immer wieder wunderbaren Menschen, die einen engagierten „Spirit“ verkörpern, ohne einen Begriff für die eigene Tiefe zu haben, aus der sie ihre Kraft schöpfen. Sie folgen in ihrem Denken, Fühlen und Handeln einer Menschlichkeit, die die Grenzen des eigenen Ichs transzendiert und sich der Welt als Ganzem verantwortlich fühlt. Und sie bringen mehr Wahres, Schönes und Gutes in die Welt.</p>
<p>Selbst würden sie sich jedoch nicht als „spirituell“ bezeichnen, und der Grund dafür liegt meines Erachtens darin, dass wir gesellschaftlich keinen Begriff und keine anerkannte Praxis einer aufgeklärten und zeitgemäßen Spiritualität haben. Viele Menschen mit weltzentrischem oder menschenrechtlichen Bewusstsein, die wissenschaftlich fundiert und sozial engagiert sind, verbinden Spiritualität (oder Religion als institutionalisierte Form von Spiritualität) mit einem naiven magischen oder mythischen Kindheitsglauben, der historisch und biografisch einer Zeit vor der Aufklärung oder dem eigenen Mündigwerden entstammt. In diesem (Miss)Verständnis werden Spiritualität und Religion mit der unhinterfragten und oft dogmatischen Übernahme religiöser Überlieferungen verbunden oder gar gleichgesetzt.</p>
<p>Dazu passt auch ein Begriff von  Spiritualität als einer denkfeindlichen New Age und Esoterik Bewegung, mit der sie als aufgeklärte Geister verständlicherweise nichts zu tun haben wollen.</p>
<p>Vor allem für diese Menschen haben wir (Michael Habecker und Sonja Student) unser Buch <em><a href="http://tao-cinema.de/out/pictures/wysiwigpro/presse/PM_Wissen_Weisheit_Wirklichkeit_final.pdf" target="_blank" rel="external nofollow">„Wissen, Weisheit, Wirklichkeit. Perspektiven einer aufgeklärten Spiritualität“</a></em> geschrieben: Die Hauptthese ist, dass Aufklärung und Spiritualität keine unversöhnlichen Gegensätze sind, sondern sich sinnvoll als Wissenschaft der äußeren und inneren Welt ergänzen. Geist und Materie sind nicht aufeinander reduzierbar, sie sind die inneren und äußeren Seiten der EINEN Wirklichkeit und können durch die Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften erforscht werden. In jeder Wissenschaft gibt es geeignete Praktiken und Methoden, durch die die Realitäten in diesen Bereichen hervorgebracht und entdeckt werden können. Mystik oder Spiritualität gehören in den Bereich der Geisteswissenschaften wie z.B. auch die Phänomenologie, der Entwicklungs-Strukturalismus oder die Hermeneutik. In der Mystik oder Spiritualität gehen wir den Inhalten unseres Bewusstseins auf den Grund und erforschen das, was allen unseren Wahrnehmungen zugrunde liegt und damit von letztendlicher Bedeutung sein kann. Dieser (auch wissenschaftlichen) Fragestellung gehen Menschen schon seit den Anfängen ihrer Geschichte nach, quer durch alle Weltkulturen: Gibt es in einer äußeren und inneren Welt ständiger Veränderungen etwas, das nicht den Veränderungen von Zeit und Raum unterworfen ist?. Dazu haben sie unterschiedliche Praktiken entwickelt wie Kontemplation, Meditation und Gebet. Viele von ihnen haben die Ergebnisse ihrer Praxis auf der Basis eigener und gemeinsamer Erfahrungen ausgetauscht, und daraus sind Landkarten des Bewusstseins entstanden. Sie geben anderen SucherInnen eine Orientierung auf ihrem spirituellen Weg, der immer gleichzeitig auch ein Weg geisteswissenschaftlicher Erkenntnis ist. ForscherInnen spiritueller Zustände und Phänomene oder der spirituellen Entwicklung wie William James, Evelyn Underhill, Jack Engler oder James Fowler haben verschiedene Landkarten des spirituellen Bewusstseins verglichen und dabei sowohl Universalismen als auch Differenzen verschiedener Traditionen festgestellt.</p>
<h4>Mystik als Wissenschaft des geistlichen Lebens</h4>
<p>In diesem Sinne schreibt Evelyn Underhill in ihrem Buch über Mystik: „„Mystik ist die Wissenschaft oder Kunst des geistlichen Lebens.“ Mystik ist ein forschender Erfahrungsweg, als eine innerliche und experimentelle Untersuchung – und Erfahrung – des menschlichen Bewusstseins in dem Bemühen, den eigenen Wahrnehmungshorizont in die Unendlichkeit zu erweitern und damit eins zu werden. Erst in dieser direkten Erforschung und Erfahrung kann sich GEIST als SEIN und WERDEN enthüllen, als Zunahme von Bewusstheit, Komplexität und Liebe/Inklusion. Damit erfüllt Spiritualität oder Mystik als Wissenschaft des geistlichen Lebens die Kriterien von Wissenschaft: Injunktion (als Verfahrensvorschrift zur „Daten“gewinnung), Praxis (als konkrete experimentelle Durchführung) und Verifikation mit gemeinschaftlicher Überprüfung (Bestätigung oder Zurückweisung der gewonnenen Erkenntnisse in einem wissenschaftlichen Diskurs).</p>
<p>Mystik oder Spiritualität als innere Wissenschaft klingt vielleicht für einige zunächst fremd, weil in der öffentlichen Wahrnehmung oft die unausgesprochene Gleichung Wissenschaft = Naturwissenschaft gilt. Worum es dabei geht ist die Erforschung einer so genannten nondualen und paradoxen Wirklichkeit, die sich dem rationalen und linearen Denken entzieht und nur auf der Grundlage direkter spiritueller Erfahrung „lebendig gedacht“ werden können. Mystik als Erfahrung und Erforschung dieser Letztendlichkeit, die kein Ende hat, heißt in einem integralen Kontext immer auch: Die absolute Wirklichkeit des ewigen Jetzt im gelebten Augenblick jenseits der Zeit zu erfahren und zu bezeugen <em>und gleichzeitig</em> die relativen Wahrheiten in der manifesten Welt – unserer Innenwelt, der Mitwelt und der Außenwelt – forschend zu erkunden. In diesem Sinne sind äußere und innere Wissenschaft immer ein Prozess einer ständigen Fortschreitens der Aufklärung und der zunehmenden Bewusstheit des GEISTES über sich selbst.</p>
<h4>Aufwachen, Aufwachsen, Aufräumen, Auftreten</h4>
<p>Eine aufgeklärte Spiritualität unterscheidet zwischen dem Weg des Erwachens zur letztendlichen Wirklichkeit als dem Seinsgrund, den wir klassisch auch als Erleuchtungsweg bezeichnen, und dem Weg des Aufwachsens oder des Erwachsenen-Werdens durch die Entwicklungsstrukturen. Die innere Entwicklung des menschlichen Bewusstseins über Stufen mit Namen wie egozentrisch, ethnozentrisch, weltzentrisch und kosmozentrisch wurde von bekannten Entwicklungsforschern wie Piaget, Kohlberg, Gebser, Kegan, Graves, Loevinger oder Cook-Greuter in den verschiedenen Entwicklungslinien untersucht. Entwicklung durch diese Strukturen führt uns zu immer mehr Perspektiven, Fülle und Inklusion. Eine wesentliche Erkenntnis dieser Forschungen ist: Wir interpretieren unsere spirituellen Erfahrungen, die wir auf allen Entwicklungsebenen haben können, immer aus der Weltsicht der eigenen Entwicklungsebene. Keine spirituelle Erfahrung kommt daher aus dem Nirgendwo, und ist daher auch nicht absolut zu setzen, sondern erfährt immer auch eine Interpretation durch den Menschen, der oder die sie hat. Das erklärt, dass wir spirituell erleuchtet sein können, d.h. zum Grund des Seins erwacht, und dennoch rassistisch und ethnozentrisch denken, fühlen und handeln können, wie es z.B. viele Zen-Mönche im faschistischen Japan während des 2. Weltkrieges taten. Weiterhin  können wir trotz Aufwachen und Entwicklung unsere eigenen Schatten weiter auf andere projizieren, wenn wir unsere Psyche nicht „aufräumen“: durch psychodynamische Methodiken, die Licht in das Dunkel des Unbewussten bringen und Verdrängtes aufklären und Abgespaltenes wieder in unser Bewusstsein bringen und so erst Transformation ermöglichen. Dazu gehören auch „weiße“ Schatten, d.h. noch nicht entwickelte Potenziale, die wir auf andere projizieren, anstatt sie selbst zu leben und als einzigartige Selbste auf die Bühne der Welt zu bringen. Nur so können wir der Welt das geben, was ohne uns nicht verwirklicht werden kann. Letzteres ist mit dem „Auftreten“ gemeint. Aufwachen (spirituelles Erwachen), Aufwachsen (psychologische Entwicklung), Aufräumen (psychodynamische Arbeit) und Auftreten (in der Welt wirken) sind im Rahmen einer aufgeklärten Spiritualität ebenso unverzichtbar wie unersetzlich.</p>
<h4>Integrale Spiritualität erlöst Antagonismen</h4>
<p>Mit dem Angebot der Versöhnung von Wissen, Weisheit und Wirklichkeit (er)löst integrale Spiritualität viele Antagonismen auf: z.B. die zwischen Wissenschaft und Spiritualität, die mich selbst viele Jahre geplagt hat. Als ich meine spirituelle Suche begann, konnte ich viele Beispiele geistfeindlicher und schlicht dummer Esoterik nicht mit meinem kritischen Verstand und dem forschenden Geist verbinden. Es schien mir unerklärlich, wie Menschen, die sonst beruflich und persönlich kompetent ihr Leben meisterten, in spirituellen Kontexten auf prärationale Erklärungsmuster regredierten. Die Unterscheidung zwischen Entwicklungsstrukturen (Aufwachsen) und veränderten Bewusstseinzuständen (Aufwachen) hat mir sehr geholfen bei der Bewertung meiner eigenen Erfahrungen und der Beobachtung verschiedenster esoterischer oder spiritueller „Szenen“ oder der Auswahl von spirituellen LehrerInnen. Die Abneigung, die ich heute von vielen Fachkollegen gegen eine simplizistische Esoterik höre, kann ich aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen bedauere dennoch, wie oft dabei das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird. Wenn prärationale Strukturen, eine mythisch-absolutistische oder magische Spiritualität pauschal abgelehnt werden, anstatt zu differenzieren, geht jegliche auch transpersonale Spiritualität dabei mit über Bord. Damit schneiden wir uns nicht nur von unserer eigenen tiefsten Quelle ab, von dem, was wir letztendlich über unser kleines persönliches Ich sind. Wir leugnen auch unseren eigenen Entwicklungsweg, den auch unsere Nachkommen und Kinder immer wieder durch die Entwicklungsebenen gehen müssen. Mit diesem tragischen doppelten Irrtum entfremden wir uns von einem wesentlichen Teil unseres SElNS– und WERDENS-Potenzials, und verleugnen unsere eigene Geschichte und Herkunft. Ich persönlich glaube, dass gerade engagierte Menschen diese Verankerung im Seinsgrund brauchen, um sich nicht in den Aufs und Abs der relativen sich entwickelnden Welt zu erschöpfen.</p>
<h4>Die Demokratisierung der Erleuchtung</h4>
<p>Aufgeklärte Spiritualität als Erfahrungsweg und zugleich Geisteswissenschaft steht uns heute – zumindest in den westlichen modernen und postmodernen Gesellschaften – zur Verfügung. Dieser Weg kann von allen beschritten werden, die den Mut und die Demut haben, das zu finden, was von letztendlicher Bedeutung ist und es zeitgemäß zu verwirklichen, mit einer tiefen Menschlichkeit, die alle fühlenden Wesen einschließt und den ganzen Kosmos umfasst. Eine integrale Spiritualität bedeutet mehr Perspektiven, mehr Menschlichkeit und Mitgefühl, mehr Inklusion, mehr Forschergeist als auf den früheren Ebenen der Entwicklung. Diese Form der Spiritualität macht uns nicht abhängig von unhinterfragten Autoritäten, aber sie erkennt Autoritäten an, die nicht auf Macht, sondern auf Kompetenz und Entwicklung beruhen. Sie ist das Geburtsrecht eines jeden Menschen von Anfang an. Jedes Kind und jeder Erwachsene sollte entgegenkommende gesellschaftliche Verhältnisse vorfinden, damit er oder sie dieses Geburtsrecht wahrnehmen kann. Und jeder, der dieses Geburtsrecht schon erkannt und für sich verwirklicht hat, sollte dazu beitragen, dass andere das auch können – heute und in Zukunft. In diesem Sinne ist Spiritualität ein Menschenrecht, ein Recht auf Verwirklichung der eigenen Potenziale, verbunden mit der Pflicht zu Solidarität und Hilfe. Die Würde des Menschen, wie sie in unseren westlichen Verfassungen und in den universellen Menschenrechten als Errungenschaft menschlicher Zivilisation gegen Barbarei und Grausamkeit früherer Entwicklungsstufen festgeschrieben wurden, hat damit auch eine innerliche und spirituelle Dimension. Niemand muss religiös oder spirituell sein, aber alle sollten dabei unterstützt werden, diese Dimension ihres Menschseins in Freiheit und Verantwortung zu verwirklichen – zum eigenen Wohl und zum Wohl aller fühlenden Wesen.</p>
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		<title>Evolutionäre Erleuchtung</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 20:32:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils Solanki</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Integral/Evolutionär]]></category>
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		<description><![CDATA[Andrew Cohen präsentiert in seinem Buch »Evolutionary Enlightenment« eine neue Perspektive auf sprituelle Erleuchtung für Menschen im 21. Jahrhundert. Der Wille zur Existenz »Vor dem Anbeginn gab es keine Zeit, keine Form und keinen Raum. Nur absolute Leere. Vor dem Anbeginn gab es nichts… aber du warst da.« Mit dieser Einleitung holt Andrew Cohen den [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/1590792092/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=heinzrobert-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1590792092" rel="external nofollow"><img class="alignright size-medium wp-image-3919" title="ee" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ee-198x300.png" alt="" width="198" height="300" /></a><br />
<em>Andrew Cohen präsentiert in seinem Buch »<a href="http://www.amazon.de/gp/product/1590792092/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=heinzrobert-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1590792092" rel="external nofollow">Evolutionary Enlightenment</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=heinzrobert-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=1590792092" alt="" width="1" height="1" border="0" />« eine neue Perspektive auf sprituelle Erleuchtung für Menschen im 21. Jahrhundert.</em></p>
<h3>Der Wille zur Existenz</h3>
<p>»Vor dem Anbeginn gab es keine Zeit, keine Form und keinen Raum. Nur absolute Leere. Vor dem Anbeginn gab es nichts… aber du warst da.« Mit dieser Einleitung holt Andrew Cohen den Leser gleich zurück an den Ort, bevor die Zeit existiert hat. Zurück in dem Nicht-Raum der »traditionellen« Erleuchtung, in die Dimension des Seins, zu diesem tiefsten Teil des Selbsts. In diesen ersten vier Kapiteln erfährt der Leser, wenn er oder sie den Mut dazu hat, wie in dieser eigenen Tiefe das Bedürfnis zu Existieren entsteht.</p>
<p>Mit diesem fast unvorstellbaren Schritt vom Sein zum Werden entsteht eine neue Dimension des Absoluten, das Werden. Diese Kraft, den Cohen den »evolutionären Impuls« nennt, hat nur eine Richtung: In die Zukunft, hin zu mehr Komplexität und Bewusstsein. Von Licht, zu Energie, zu Materie, zu Leben, zu Kultur, zur eigenen, und das ist der eigentliche Fokus des Buchs, kollektiven Bewusstwerdung.</p>
<p>Andrew Cohen führt den Leser auf verschiedenen Wegen zur Realisation, dass der Impuls nicht nur eine treibende Kraft der Entwicklung im Äusseren des Universums ist, er kann von Menschen auf drei Ebenen wahrgenommen werden. Auf der biologischen Ebene als sexueller Impuls, auf der Ebene des Mental-Emotionalen als kreativer Impuls und auf der Ebene des Bewusstseins als spiritueller Impuls.</p>
<h3>Der spirituelle Impuls</h3>
<p>Der Kern seiner Lehre ist die Erkenntnis, dass der nächste Schritt der kulturellen Entwicklung als moderne und postmoderne Menschen die Überwindung der Getrenntheit, oder Ego, ist. Denn nur wer wirklich frei sein will kann sich einem höheren Teil seines oder ihres Selbsts, dem spirituellen Impuls, zuwenden und bewusster werden.</p>
<p>Dieser Impuls braucht uns Menschen, das Resultat der eigenen 13.7 Milliarden Jahre alten Entwicklung, um sich selbst bewusst zu werden. Cohen zeigt dem Leser die eigene Innenperspektive des sich entwickelnden Kosmos und zeigt den Weg zur sprituellen Entwicklung über die Grundsätze der Evolutionären Erleuchtung, die 5 Tenets.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Dieses Buch lege ich allen ans Herzen, die ein erleuchtetes Leben leben möchten. Oder wie es Deepak Chopra Ausdrückt: »Andrew Cohen hat mich davon überzeugt, dass es nie eine bessere Zeit gab um erleuchtet zu sein.«</p>
<h3>Buchwettbewerb</h3>
<p>Wir verlosen 3 handsignierte Exemplare von »Evolutionary Enlightenment«. <a href="http://www.openmindjournal.com/schreiben/schreib-und-gewinn/#evolution">Zur Teilnahme.</a></p>
<p><em>Das Buch liegt zur Zeit nur in englischer Sprache vor. Mehr Informationen unter <a href="http://www.evolutionaryenlightenment.com" rel="external nofollow">www.evolutionaryenlightenment.com</a></em></p>
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