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	<title>OpenMindJournal &#187; Nachhaltigkeit</title>
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	<description>Das Online-Journal für Bewusstsein, Lebenspraxis und Change</description>
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		<title>Novum: Gesellschaft braucht weniger Straßen</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 14:14:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
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		<description><![CDATA[Verkehrsplanung reagiert auf Stagnieren der Mobilität Karlsruhe (pte) — Die Zeit des ständigen Ausbaus des Straßennetzes ist vorbei, denn künftig ist eher der Rückbau bestehender Verkehrsinfrastruktur ein Thema. Die demografische Entwicklung und der Klimaschutz werden den Verkehr deutlich verändern, betonen Experten anlässlich der Jahrestagung der deutschen verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft DVWG, die unter dem Motto »Strukturwandel und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Verkehrsplanung reagiert auf Stagnieren der Mobilität</h2>
<div id="attachment_4870" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/560866_web_R_by_Andreas-Dengs-www.photofreaks.ws_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4867]"><img class=" wp-image-4870 " title="Leere Autobahn: Mobilität stark im Wandel, zeigen Experten " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/560866_web_R_by_Andreas-Dengs-www.photofreaks.ws_pixelio.de_-300x200.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Andreas Dengs, www.photofreaks.ws / pixelio.de</p></div>
<p>Karlsruhe (pte) — Die Zeit des ständigen Ausbaus des Straßennetzes ist vorbei, denn künftig ist eher der Rückbau bestehender Verkehrsinfrastruktur ein Thema. Die demografische Entwicklung und der Klimaschutz werden den Verkehr deutlich verändern, betonen Experten anlässlich der Jahrestagung der deutschen verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft <a href="http://dvwg.de" target="_blank" rel="external nofollow">DVWG</a>, die unter dem Motto »Strukturwandel und Strategien für die Mobilität 2030″ steht.</p>
<h4>Weniger Autokilometer</h4>
<p>»Die Planung von Verkehrsinfrastruktur muss um Jahrzehnte vorausdenken«, legt Peter Vortisch, Leiter des Instituts für Verkehrswesen am Karlsruher Institut für Technologie (<a href="http://www.ifv.kit.edu" target="_blank" rel="external nofollow">KIT</a>), im pressetext-Interview dar. Große Strukturmaßnahmen benötigen rund zehn Jahre für Diskussion und Planung und weitere fünf bis zehn Baujahre. »Zwar hat sich das Mobilitätsverhalten schon bisher über die Lebensabschnitte stets geändert, denn mit 20, 50 und 80 Jahren bewegt man sich jeweils deutlich anders. Während der Ausgleich von Geburten– und Sterbezahlen stets die Waage hielt, ist das nun erstmals nicht mehr der Fall.«</p>
<p>Die neue Situation stellt Annahmen zur Mobilität auf den Kopf. »Erstmals steigt die täglich zurückgelegte Strecke nicht mehr und hat sich in den vergangenen Jahren in Deutschland bei rund 40 Kilometern pro Kopf eingependelt. Zwar nehmen die Kfz-Anmeldungen weiter zu, doch gefahren wird weniger«, erklärt Vortisch. Am radikalsten ist der Umbruch bei den unter 30-Jährigen, wo das Auto an Stellenwert verliert. Die Grundthese, dass stets neue Straßen und Autobahnen nötig sind, gilt somit nicht mehr.</p>
<h4>Autobahn-Rückbau als Option</h4>
<p>Der Klimawandel und die begrenzte Erdöl-Verfügbarkeit erfordern zusätzlich ein Hinterfragen bisheriger Mobilitätskonzepte. Elektromobilität bietet hier eine Lösung, sofern sie mit Strom aus zusätzlichen erneuerbaren Energiequellen gespeist wird. »Mobilität und Energie werden künftig noch enger verknüpft sein, zumal Autoakkus ideale Speicher für in der Nacht erzeugten Windstrom wären«, legt der Karlsruher Verkehrsexperte dar. Deutschland droht seinen Anschluss an die Elektromobilität jedoch zu verpassen, wie aktuelle Studien zeigen.</p>
<p>Für die Infrastruktur wird der Trend jedenfalls Folgen haben, betont Vortisch »Bei manchen Teilabschnitten von Autobahnen ist ein Rückbau zu überlegen, andere geplante Projekte wie etwa die zweite Rheinbrücke in Karlsruhe sind stark in Diskussion gekommen.« Eindeutig sei weiterhin der Trend in Richtung der Stadt der kurzen Wege. »In der Autobegeisterungsphase trennte man in der Stadtplanung die Bereiche für Wohnen, Arbeit und Freizeit. Man ist davon abgekommen — nicht nur aufgrund der Stau– und Klimaproblematik: Längst herrscht auch Konsens darüber, dass eine lebenswerte Stadt nutzungsgemischt gestaltet ist«, so der Experte.</p>
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		<title>Artenvielfalt für Produktivität von Pflanzen nötig</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/05/04/artenvielfalt-fur-produktivitat-von-pflanzen-notig/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 08:32:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
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		<description><![CDATA[Verlust so gefährlich wie Klimawandel und Umweltverschmutzung Bellingham/Göttingen (pte) — Der Verlust von Arten wirkt sich für viele Dienstleistungen der Natur ähnlich drastisch aus wie der Klimawandel oder die Umweltverschmutzung. Das berichten Forscher aus den USA, Kanada und Schweden in der Zeitschrift »Nature«. »Manche glauben, der Wandel der Biodiversität sei im Vergleich mit anderen Umweltproblemen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Verlust so gefährlich wie Klimawandel und Umweltverschmutzung</h2>
<div id="attachment_4794" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/579780_web_R_K_B_by_Salih-Ucar_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4790]"><img class=" wp-image-4794 " title="Blatt: Pflanzen hängen empfindlich von Zahl der Arten ab" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/579780_web_R_K_B_by_Salih-Ucar_pixelio.de_-300x200.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Salih Ucar / pixelio.de</p></div>
<p>Bellingham/Göttingen (pte) — Der Verlust von Arten wirkt sich für viele Dienstleistungen der Natur ähnlich drastisch aus wie der Klimawandel oder die Umweltverschmutzung. Das berichten Forscher aus den USA, Kanada und Schweden in der Zeitschrift »Nature«. »Manche glauben, der Wandel der Biodiversität sei im Vergleich mit anderen Umweltproblemen harmlos. Tatsächlich gefährdet der Artenverlust die Pflanzenproduktion aber gleich stark wie die globale Erwärmung«, sagt Studienleiter David Hooper von der <a href="http://wwu.edu" target="_blank" rel="external nofollow">Western Washington University</a>.</p>
<h4>Zersetzer und Wachstum</h4>
<p>Die Wissenschaftler durchforsteten 192 Studien, die den Einfluss verschiedener Umweltgefahren auf das Wachstum der Pflanzen sowie auf die Zersetzung abgestorbener Biomasse durch Bakterien und Pilze untersuchten. Das Ergebnis: Verschwindet jede fünfte Art im Ökosystem, sind die Auswirkungen auf die Pflanzenwelt vernachlässigbar. Liegt die Verlustrate bei 21 bis 40 Prozent, hemmt dies allerdings das Pflanzenwachstum um fünf bis zehn Prozent, ähnlich wie die Folgen des Klimawandels oder des Verlustes der Ozonschicht. Noch höherer Artenverlust entspricht gar den Folgen einer Giftmüll-Deponie in Wäldern.</p>
<h4>Vielfalt gleich wichtig wie Vielzahl</h4>
<p>»Artenverlust wirkt sich auf zwei zentrale Mechanismen der Ökologie aus: Auf Komplementarität und Redundanz«, erklärt Teja Tscharntke, Agrarökologe an der <a href="http://www.agroecology.uni-goettingen.de" target="_blank" rel="external nofollow">Universität Göttingen</a>, im pressetext-Interview. Die meisten Aufgaben der Natur erfordern nicht nur viele Individuen, sondern auch viele Arten, da jede Spezies einen anderen Job erfüllt. »Pflanzen wurzeln etwa in unterschiedlicher Tiefe oder zeigen andere Blattbedeckung. Je unterschiedlicher die Arten, umso produktiver ist das Ökosystem, da Nährstoffe der einzelnen Bodenschichten oder das Sonnenlicht besser genutzt werden.«</p>
<p>Ebenso bevorzugen auch Zersetzer völlig unterschiedliche Laubtypen oder Bienenarten verschiedene Blumenhöhen und –arten. Welche Folgen der Verlust komplementär arbeitender Individuen hat, sieht man in der Landwirtschaft besonders deutlich, wie Tscharntke darlegt. »Schädlinge wie etwa Getreideblattläuse haben eine Vielzahl von Gegenspielern wie etwa Marienkäfer, Schwebfliegen oder Schlupfwespen, die jeweils auf andere Teile der Population reagieren. Fallen diese Räuber weg, kann man den wirtschaftlichen Schaden kalkulieren.«</p>
<h4>Doppelung als Versicherung</h4>
<p>Weit schwieriger zu erforschen, jedoch ähnlich folgenreich ist die mit dem Artenschwund abhanden kommende Redundanz. »Zur Erfüllung jeder ökologischen Funktion sind meist nur wenige Arten nötig, die anderen spielen scheinbar keine Rolle. Das täuscht jedoch — denn auch wenn Arten dasselbe tun, kommen sie minimal anders mit kleinräumigen Veränderungen der Umwelt in Raum und Zeit zurecht«, sagt der Göttinger Biodiversitätsforscher. Dass jede einzelne Pflanzenart einer Blumenwiese seine Funktion hat, konnte Tscharntke mit seinem Team unlängst nachweisen.</p>
<h4>Warnsignal an Politik</h4>
<p>Die Studienautoren deuten ihre Ergebnisse als Warnsignal an die Politik, dass der Verlust der Biodiversität dieselbe Beachtung verdient wie andere Umweltprobleme. Die soeben erfolgte Gründung des UN-Biodiversitätsrates <a href="http://ipbes.net" target="_blank" rel="external nofollow">IPBES </a>mit Sitz in Bonn soll hier zur Bewusstseinsschärfung beitragen. Der Erhalt der Biodiversität berührt letztlich auch die Ernährungsfrage, ruft Tscharntke in Erinnerung. »70 Prozent der wichtigsten Nutzpflanzen und ein Drittel der weltweiten Nahrungsproduktion werden von der natürlichen Bestäubungsleistung beeinflusst.«</p>
<p>Abstract zur Originalstudie unter <a href="http://bit.ly/IGkwPF" rel="external nofollow">http://bit.ly/IGkwPF</a></p>
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		<title>Agrartechniker verwandeln Pferdemist in Strom</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/02/27/agrartechniker-verwandeln-pferdemist-in-strom/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 13:45:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Biogas-Rohstoff reduziert CO2-Emissionen um eine Mio. Tonnen Hohenheim (pte) — Forscher der Universität Hohenheim haben einen Kniff entdeckt, wie große Mengen Pferdemist in Biogasanlagen zur Energieerzeugung genutzt werden können. »Kleine Mengen von Pferdemist werden bereits verarbeitet. Unser Ziel ist es, in Zukunft einige Biogasanlagen allein mit Pferdemist zu betreiben«, sagt Hans Oechsner von der Landesanstalt für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Biogas-Rohstoff reduziert CO2-Emissionen um eine Mio. Tonnen</h2>
<div id="attachment_4539" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/42905_web_R_by_Uwe-Steinbrich_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4536]"><img class=" wp-image-4539 " title="42905_web_R_by_Uwe Steinbrich_pixelio.de" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/42905_web_R_by_Uwe-Steinbrich_pixelio.de_-300x200.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Uwe Steinbrich / pixelio.de</p></div>
<p>Hohenheim (pte) — Forscher der <a href="http://uni-hohenheim.de" target="_blank" rel="external nofollow">Universität Hohenheim</a> haben einen Kniff entdeckt, wie große Mengen Pferdemist in Biogasanlagen zur Energieerzeugung genutzt werden können. »Kleine Mengen von Pferdemist werden bereits verarbeitet. Unser Ziel ist es, in Zukunft einige Biogasanlagen allein mit Pferdemist zu betreiben«, sagt Hans Oechsner von der Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie der Universität Hohenheim gegenüber pressetext.</p>
<h4>400 Mio. Liter Heizöl sparen</h4>
<p>Deutschlands Rösser könnten 400 Mio. Liter Heizöl sparen. »Pferdemist ist in Ballungsgebieten durchaus ein Problem, er kann nicht richtig entsorgt werden«, sagt Oechsner. Als Dünger ließ er sich bislang nur eingeschränkt verwenden. Biogasanlagen verkraften ihn zurzeit nur in geringen Mengen. Die Forscher haben nun herausgefunden, dass man bei optimaler Vergärung jährlich etwa 400 Mio. Kubikmeter Methan erzeugen könnte. Damit ließen sich über 400 Mio. Liter Heizöl einsparen.</p>
<p>Vorteil für die Umwelt: Die CO2-Emissionen könnten sich um eine Mio. Tonnen reduzieren. Die Nachfrage nach Bioenergie aus Energiepflanzen steigt in der Bundesrepublik seit Jahren. Die Folge: Anbauflächen werden langsam knapp und die Landwirte bewirtschaften sie immer intensiver. Gleichzeitig leben auf Deutschlands Reiterhöfen rund 550.000 Pferde. Zusammen produzieren sie jährlich rund 4,5 Mio. Tonnen Mist. »Wenn das alles in Biogasanlagen vergärt wird, bräuchten wir 80.000 Hektar Ackerland weniger für den Anbau von Energiepflanzen.«</p>
<h4>Querstromzerspaner notwendig</h4>
<p>»Pferdemist findet bisher kaum Verwendung«, sagt Oechsner weiter. »Er eignet sich nur bedingt als Dünger und muss deshalb oft kostenpflichtig entsorgt werden.« Das Problem am Pferdemist sei die große Menge Stroh darin. »Sie bewirkt, dass der Mist in der Biogasanlage auf der übrigen Biomasse schwimmt«, erklärt der Agrartechniker. Die Vorbehandlung erledigt ein Querstromzerspaner, eine Maschine, die normalerweise bei der Abfallverwertung eingesetzt wird.</p>
<p>»Das ist im Prinzip ein großer Küchenmixer«, so Matthias Mönch-Tegeder von der Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie. »Nach dem Mixen haben wir mundgerechte Stückchen für die Mikroorganismen in der Biogasanlage.« Die Oberfläche des Pferdemistes vergrößert sich und verbindet sich gut mit dem übrigen Gärsubstrat im Fermenter. Eine positive Nebenwirkung: Der vergärte Pferdemist aus der Biogasanlage ist ein hervorragender Dünger.</p>
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		<title>Schweden bekommt urbanes Gewächshaus</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/02/16/schweden-bekommt-urbanes-gewachshaus/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 23:09:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Plantagon: Konstruktion in Linköping soll bis 2014 fertig sein Stockholm (pte) — Die südschwedische Stadt Linköping wird Heimat eines urbanen Gewächshauses. Dieses wird erbaut vom Unternehmen Plantagon, das sich klimafreundlichen Landwirtschaftslösungen der Zukunft verschrieben hat. Das 55 Meter hohe Hybrid-System soll erstes Experimentierfeld für die weitgehend automatisierte Aufzucht und Ernte von Gemüse dienen. Dabei könnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Plantagon: Konstruktion in Linköping soll bis 2014 fertig sein</h2>
<div id="attachment_4499" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/20120215020.jpeg" rel="lightbox[4496]"><img class=" wp-image-4499 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/20120215020.jpeg" alt="" width="200" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Plantagon: Vertikales Gewächshaus entsteht in Linköping (Foto: Plantagon)</p></div>
<p>Stockholm (pte) — Die südschwedische Stadt Linköping wird Heimat eines urbanen Gewächshauses. Dieses wird erbaut vom Unternehmen <a href="http://plantagon.com" target="_blank" rel="external nofollow">Plantagon</a>, das sich klimafreundlichen Landwirtschaftslösungen der Zukunft verschrieben hat. Das 55 Meter hohe Hybrid-System soll erstes Experimentierfeld für die weitgehend automatisierte Aufzucht und Ernte von Gemüse dienen. Dabei könnte es sogar ohne zusätzlicher Energieversorgung auskommen.</p>
<h4>Individuelle Standortlösungen</h4>
<p>Der vor wenigen Tagen erfolgte Spatenstich gab den Startschuss zum Greenhouse-Projekt in der siebtgrößten Stadt des Landes. Wie die PR-Managerin des Unternehmens, Carin Balf Arbman, gegenüber pressetext mitteilt, laufen die Vorbereitungen für den Bau auf Hochtouren. In spätestens anderthalb Jahren könnte die Errichtung starten, man hofft jedoch, dass die Baustelle noch in diesem Jahr eröffnet wird. Mit der Fertigstellung wird in zwei bis drei Jahren gerechent, 2014 ist damit ein realistischer Termin.</p>
<p>Das Pflanzenhaus ist eine auf den Standort individuell abgestimmte Lösung. Linköping ist als Industriestandort in beträchtlichem Maße auf das örtliche Gaskraftwerk angewiesen. Dessen Abwärme und Kohlendioxid-Ausstoß soll sich das Gewächshaus zunutze machen. Auch die Form der Plantagon-Bauwerke variiert, um je nach Klimazone eine optimale Sonneneinstrahlung zu gewährleisten. Neben symbiotischen Anlagen wie dieser will man in Zukunft auch alleinstehende Glashäuser errichten.</p>
<h4>500 Tonnen jährlich</h4>
<p>Die Aufzucht der Setzlinge soll hauptsächlich von Maschinen übernommen werden. Die Zeit von der Pflanzung bis zur Ernte soll für normales Grüngemüse wie Salat rund 35 Tage in Anspruch nehmen. Im Laufe der Zeit werden die Pflanzenbehälter von den oberen Stockwerken nach unten transferiert. Dort werden sie geleert, anfallender organischer Müll wird zur Biogaserzeugung genutzt, wobei die prognostizierten Abfallmengen laut Arbman als gering eingeschätzt werden.</p>
<p>Der Personalbedarf für den Betrieb des Projektes hängt jeweils von der Größe eines solchen Pflanzenhauses und der Verwertung der Erzeugnisse ab, die sowohl lokal als Nahrungsmittel verkauft oder auch für industrielle Zwecke verwendet werden können. In Linköping rechnet man mit zwei bis fünf notwendigen Arbeitskräften. Plantagon prognostitziert eine Produktion von 500 Tonnen an Nahrungsmitteln im Jahr. Wegen des hohen Interesses aus Asien und aus Gründen der Nahrhaftigkeit wird man im Rahmen des schwedischen Pilotprojekts auf fernöstliche Pflanzenarten setzen.</p>
<h4>LEDs gegen langen Winter</h4>
<p>Mit dem skandinavischen Winter, der sich mit zunehmender Nähe zum Polarkreis über ein halbes Jahr erstrecken kann, stellt sich den Erbauern eine weitere Herausforderung. Mit dem ersten Greenhouse möchte man auch austesten, wie man in der kalten Jahreszeit ausreichende Lichtzufuhr für die Pflanzen sicherstellen kann. Spezielle LED-Lampen sollen in Zeiten andauernder Dämmerung aushelfen, erklärt die Pressesprecherin abschließend.</p>
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		<title>Wasserreinigungs-Anlage arbeitet selbstversorgend</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/02/13/wasserreinigungs-anlage-arbeitet-selbstversorgend/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 11:19:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Biogasanlage sorgt für Wärme und Strom San Leandro (pte) — Die kalifornische Pasteurization Technology Group (PTG) hat eine Anlage zur Wasserreinigung entwickelt, die auf den Einsatz von Chemikalien verzichtet und sich selbst zu 90 Prozent mit Strom versorgen soll. Dabei wird auf die Zugabe chemischer Stoffe verzichtet und das Pasteurisierungsverfahren angewandt. Trinkwasserexperte Christian Schröder vom Unternehmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Biogasanlage sorgt für Wärme und Strom</h2>
<div id="attachment_4481" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/Pasteurization-Technology-Group-system_2-fixed.jpg" rel="lightbox[4479]"><img class=" wp-image-4481 " title="Pasteurization Technology Group System" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/Pasteurization-Technology-Group-system_2-fixed-300x224.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Reinigung: Aufbereitungsanlage versorgt sich mit Strom aus Biogas (Foto: PTG)</p></div>
<p>San Leandro (pte) — Die kalifornische Pasteurization Technology Group (<a href="http://pastechgroup.com" target="_blank" rel="external nofollow">PTG</a>) hat eine Anlage zur Wasserreinigung entwickelt, die auf den Einsatz von Chemikalien verzichtet und sich selbst zu 90 Prozent mit Strom versorgen soll. Dabei wird auf die Zugabe chemischer Stoffe verzichtet und das Pasteurisierungsverfahren angewandt. Trinkwasserexperte Christian Schröder vom Unternehmen <a href="http://ekoplan.com" target="_blank" rel="external nofollow">EKOplan</a> begutachtet das Konzept im Interview mit pressetext.</p>
<h4>Selbstversorgung über Biogas</h4>
<p>Die organischen Abfälle im Schmutzwasser werden in einer Biogasanlage verwertet, die Teil der Anlage ist. Diese liefert nicht nur bis zu 90 Prozent des für den Betrieb notwendigen Stroms, sondern auch Abwärme. Um Keime aus dem lebenswichtigen Nass zu eliminieren, wird dieses auf 180 Grad Fahrenheit (rund 82,2 Grad Celsius) erwärmt. Am Ende des Prozesses soll das Wasser sauber genug sein, um industriell verarbeitet zu werden. Die PTG hat ihr System bereits an zwei Partner verkauft, einen Snackhersteller und ein Unternehmen aus dem Obstanbau.</p>
<h4>Einsatz von vielen Kriterien abhängig</h4>
<p>»Es gibt mehrere Ansätze, die in diese Richtung gehen«, erklärt Schröder gegenüber pressetext. Wie gut die Anlage aus Kalifornien funktioniert, möchte er jedoch nicht beurteilen. »Es kommt immer darauf an, unter welchen Bedingungen eine solche Anlage eingesetzt wird.« Diese umfassen unter anderem die Menge und die Zusammensetzung des zu reinigenden Abwassers. Während viele Organismen eine Temperatur von 82 Grad nicht überleben, gibt es durchaus Keime, die auch darüber hinaus standhalten. »Nicht umsonst gibt es die Empfehlung, keimverseuchtes Wasser bis zum Siedepunkt zu erhitzen.«</p>
<h4>Konventionelle Anlagen werden sparsamer</h4>
<p>Auch hinsichtlich der Energieeffizienz ist Schröder vorsichtig mit einer Bewertung. »Man muss sehen, wieviel Strom man wirklich in diese Anlage stecken muss und auch, wieviel sauberes Wasser zur Rückspülung aufgewendet werden muss.« Konventionelle, kommunale Kläranlagen älterer Bauart haben einen relativ hohen Energiebedarf, so der Fachmann. Jedoch wird über Faultürme ein Teil davon rückgewonnen.</p>
<p>Neue Systeme hingegen arbeiten deutlich sparsamer und werden öfters auch mit Blockheizkraftwerken ergänzt. Als Alternative können auch Pflanzenkläranlagen eingesetzt werden, die allerdings einen wesentlich größeren Flächenbedarf haben.</p>
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		</item>
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		<title>Wie man Scheiße zu Gold macht</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/01/22/wie-man-scheisse-zu-gold-macht/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 12:54:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=4335</guid>
		<description><![CDATA[Jochen Schilk fragte den Abwasserexperten Ralf Otterpohl, wie unsere Ausscheidungen den Boden verbessern können. Ralf, du forschst an der Technischen Universität Hamburg-Harburg auch zur Frage, inwieweit heute vermeintliche Problem­abfälle wie Urin und Fäkalien für den Humusaufbau Verwendung finden könnten. Produzieren wir die Alternativen für Kunstdünger etwa tagtäglich im eigenen Körper? Fast den gesamten Stickstoff, den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Jochen Schilk fragte den Abwasserexperten Ralf Otterpohl, wie unsere Ausscheidungen den Boden verbessern können.</em></strong></p>
<div id="attachment_4339" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/image1.jpg" rel="lightbox[4335]"><img class=" wp-image-4339   " title="Ralf Otterphl" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/image1.jpg" alt="" width="150" /></a><p class="wp-caption-text">© Foto: Steffen Hidde</p></div>
<p><em>Ralf, du forschst an der Technischen Universität Hamburg-Harburg auch zur Frage, inwieweit heute vermeintliche Problem­abfälle wie Urin und Fäkalien für den Humusaufbau Verwendung finden könnten. Produzieren wir die Alternativen für Kunstdünger etwa tagtäglich im eigenen Körper?</em></p>
<p>Fast den gesamten Stickstoff, den der Mensch umsetzt, scheidet er als Urin aus, beim Phosphor ist es ungefähr die Hälfte. Auch andere Makronährstoffe für Pflanzen, wie Kalium, Schwefel, Kalzium oder Magnesium, sind in Böden oft knapp, während sie in unterschiedlichen Mengen in menschlichen Exkrementen zu finden sind. Fäkalien sind allerdings nicht Fäkalien. Ein gesunder Mensch, der sich gesund und vollwertig ernährt, hat die ganze Palette der hochwertigen Stoffe in seinem Kot, besonders dann, wenn er keine Pharmazeutika einnimmt. Wenn wir Fäkalien nutzen wollen, sollten wir also diejenigen von gesundheitsbewussten Menschen nehmen.</p>
<p><em>Ihr macht euch auch Gedanken, wie man ganze Städte und ihr Umland alternativ abwassertechnisch ent– und versorgen kann. Bedingt die Nutzung von Exkrementen also, dass sämtliche Einwohner Alternativen für ihren Pharmaka-Konsum finden müssen?<br />
</em><br />
Der momentan zu beobachtende Bewusstseinswandel kann sehr schnell dazu führen, dass die Dinge, die für uns heute normal sind – wie das Einnehmen von Pillen – innerhalb weniger Jahre als absurd erscheinen.  Wir können bereits heute einsammeln, was sauber ist. Wir entwickeln ein flexibles Toilettensystem für den Einsatz in Stadt und Land.<br />
Im Moment arbeiten wir an unserem ­Institut experimentell mit einfachen Campingtoiletten. Die betreiben wir nicht mit der dafür vorgesehenen Chemie, sondern mit der Mikrobenmischung zur milchsauren Vergärung des Terra-Preta-Pioniers Jürgen Reckin. Man könnte auch einfach Sauerkrautlake verwenden. Mit der richtigen Milchsäure-Bakterienmischung, über die wir derzeit forschen, kann man im Prinzip in jeder Wohnung, auch in der Stadt, Exkremente geruchsfrei und hygienisch einsammeln. Deshalb entwickeln wir eine alltagstaugliche Toilette, mit der das möglich sein wird. Wofür man noch eine Lösung finden müsste, ist der Transport ins Umland, weil in der Stadt üblicherweise ­wenig Platz für Kompostierung ist.</p>
<div id="attachment_4337" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/Composting_toilet_zoom.jpg" rel="lightbox[4335]"><img class=" wp-image-4337 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/Composting_toilet_zoom-224x300.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Komposttoilette, Bildquelle: Wikipedia</p></div>
<p><em>Es heißt immer, man solle Kompost aus menschlichen Ausscheidungen nicht zum Düngen von Nahrungspflanzen verwenden.<br />
</em><br />
Etwa zehn Jahre sollte man warten, bis man auf einem Fäkalien-Kompost Lebensmittel anbaut. Die Stoffe aus den ­Fäkalien und dem Abwasser gehen in die Pflanzen, die sich unter anderem von Mi­kroorganismen ernähren. Unsere Forschungen und die Literatur sagen das gleiche: Die Pflanze nimmt Stoffe auf, die im Wasser gelöst sind, ebenso wie pathogene Keime, die sich in Blättern konzentrieren können, weil das Wasser verdunstet und diese Stoffe sich anreichern.<br />
Zehn Jahre hört sich nach viel Zeit an, ist es aber im Grund nicht. Nach etwa zwei bis drei Monaten richtiger Wurmkompostierung im Sommer könnte man diesen Kompost in den Boden einbringen und dort zum Beispiel zunächst Holz für eine Brennholzplantage anpflanzen. In Haushalten fallen aber ohnehin viel größere Mengen an Küchenabfällen an, die Exkremente machen nur ein Drittel der Abfälle aus, und mit Gartengrünschnitt ist ihr Anteil noch niedriger.</p>
<p><em>Wie ist die Gesetzeslage in Deutschland zum Betrieb von Komposttoiletten?<br />
</em><br />
Die Sache ist zweischneidig: Einerseits ist die Abfallverordnung mit dem Gebot zur Wiederverwertung sehr fortschrittlich. Im Abwasserbereich gelten diese Gesetze eigentlich auch, werden aber dort durch widersprüchliche Gesetze konterkariert. Vorgeschrieben ist, dass man eine Spültoi­lette hat, aber zugleich verbietet es kein Gesetz, eine Terra-Preta-Toilette danebenzustellen. Von daher ist alles möglich. Solange die Exkremente als Wertstoffe gesammelt werden, bewege ich mich innerhalb des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und bin also nach Abwassergesetzen gar nicht belangbar. Abwasser werden sie erst, wenn der Entsorgungswille da ist und sie in ein Abwassersystem eingebracht werden. In einigen Bundesländern gibt es allerdings extrem ­restriktive Gesetzgebungen zum Abwasser.</p>
<p><em>Ist der Bedarf für Terra-Preta-Sanitation in anderen Weltgegenden größer?<br />
</em><br />
Zwei Milliarden Menschen haben nur Gruben, und in vielen Gegenden gibt es zwar Spültoiletten, aber keinerlei Abwasseraufbereitung. Grundwasser wird so in einem unglaublichen Maß verseucht, Millionen Menschen sterben. Wer in solchen Ländern Komposttoiletten einführt, kann lebensrettend wirken. Die Entwicklung wird aber nur vorwärtsgehen, wenn wir diese Systeme vorantreiben. Mein Institut gehört zu weltweit sehr wenigen, die sich überhaupt mit dem Thema beschäftigen, denn es gibt kaum Forschungsgelder für Produkte, deren Export kaum Profit verspricht.<br />
Bodenverbesserung ist aber auch bei uns extrem wichtig, und wir sollten besser sofort damit anfangen. Die globale Fremdversorgung kann sehr schnell in sich zusammenfallen. Sollten wir uns einmal von relativ wenig Land ernähren müssen, ist ­jedes Gramm Humus wichtig.</p>
<p><strong><em><br />
Innovative Abwasserkonzepte:<br />
</em></strong><em>www.otterwasser.de, www.tuhh.de/aww</em></p>
<p>Dieser Beitrag erschien erstmals im Magazin OYA — anders denken. anders leben, <a href="http://www.oya-online.de/article/read/588-Wie_man_Scheisse_zu_Gold_macht.html" target="_blank" rel="external nofollow">Ausgabe 12/2011</a></p>
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		<title>Biogasproduktion lässt sich bedarfsgerecht steuern</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/01/22/biogasproduktion-lasst-sich-bedarfsgerecht-steuern/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 11:46:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Einstufige Feststoffvergärung mit dynamischer Beregnung flexibler Gülzow-Prüzen (pte) — Sauter Biogas hat ein Biogasverfahren entwickelt, das kurz vor der Markteinführung von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) analysiert wird. Die Wissenschaftler wollen nachweisen, dass mit dem Verfahren die Gasproduktion bedarfsgerecht gesteuert werden kann. Die Bundesregierung ist wegen der Energiewende an dem Verfahren interessiert. Fit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Einstufige Feststoffvergärung mit dynamischer Beregnung flexibler</h2>
<div id="attachment_4330" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/FNR510_Grafik_Biogas_300dpi_rgb.jpg" rel="lightbox[4329]"><img class=" wp-image-4330 " title="Schema einer landwirtschaftlichen Biogasanlage" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/FNR510_Grafik_Biogas_300dpi_rgb-300x250.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Kreislauf einer Biogasanlage (Foto: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe)</p></div>
<p>Gülzow-Prüzen (pte) — <a href="http://sauter-biogas.de" target="_blank" rel="external nofollow">Sauter Biogas</a> hat ein Biogasverfahren entwickelt, das kurz vor der Markteinführung von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (<a href="http://www.hawk-hhg.de" target="_blank" rel="external nofollow">HAWK</a>) analysiert wird. Die Wissenschaftler wollen nachweisen, dass mit dem Verfahren die Gasproduktion bedarfsgerecht gesteuert werden kann. Die Bundesregierung ist wegen der Energiewende an dem Verfahren interessiert.</p>
<h4>Fit für Energiewende</h4>
<p>Die prozesstechnischen und biologischen Vorgänge werden geprüft, die Wirtschaftlichkeit der Anlage wird errechnet. Projektpartner ist das <a href="http://www.atb-potsdam.de" target="_blank" rel="external nofollow">Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim</a>. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz <a href="http://bmelv.de/" rel="external nofollow" target="_blank">http://bmelv.de</a>über dessen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (<a href="http://www.fnr.de" target="_blank" rel="external nofollow">FNR</a>), gefördert. »Diese Anlage funktioniert über Beregnung und ohne Rühren. Die Anlage ist effizient, einfach und flexibel, es wurde aber nie wissenschaftlich untersucht«, sagt FNR-Sprecher Detlef Riese gegenüber pressetext.</p>
<p>Bislang existieren sieben Anlagen, die nach dem »Sauter-Verfahren« arbeiten. Mit den Anlagen lassen sich faserreiche, relativ trockene und schwer abbaubare Rohstoffe wie Grasschnitt, Festmist, Landschaftspflegematerial bis hin zu verholzten Stoffen vergären. Genauso gut geeignet sind aber auch flüssige Substrate wie Gülle. Die Beregnung der Biomasse erfolgt mittels des flüssigen Substrats, das unten aus dem Fermenter entnommen, nach oben gepumpt, dabei erwärmt und mittels beweglicher Düsen gezielt auf die Feststoffschicht appliziert wird.</p>
<h4>Kontinuierliche Vergärung</h4>
<p>Die Bewässerung verhindert die Verfestigung der Feststoffe, transportiert Stoffwechselprodukte und Mikroorganismen und gleicht Stoffkonzentrationen aus. Abgebaute Biomasse wird in gelöster Form oder als feine Partikel durch die Beregnung nach unten transportiert und ausgetragen. Bei Feststoffsuspensionen mit sehr geringem Dichteunterschied und hohem Trockensubstanzgehalt kann dem Austrag eine fest-zu-flüssig-Trennung folgen, um Fermenterbrühe zurückzugewinnen.</p>
<p>Im Gegensatz zu anderen Feststoffvergärungsverfahren handelt es sich bei dem Ansatz von Sauter um eine kontinuierliche Vergärung. Die Biomasse wird nicht absatzweise, sondern laufend zugeführt und entnommen. Über Verteilung, Druck und Umlaufrate der Besprühung mit der Fermenterbrühe ist es außerdem möglich, die Biogasproduktion nachfragegerecht zu steuern.</p>
<p>Die Kreiselpumpentechnik ist störungsarm, Einbauten im Fermenter, etwa die bei der Nassvergärung benötigte Rührtechnik, entfallen ganz. Beim Einsatz der Substrate, aber auch bei der Wahl von Behältermaterial und –geometrie, können Bauherren und Betreiber sehr flexibel entscheiden. Dank dieser Eigenschaften ist die Technik nicht zuletzt potenziell gut geeignet für Schwellen– und Entwicklungsländer.</p>
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		<title>Rettet die Glühlampe</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 01:46:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kaltes oder warmes Licht ist mehr als eine Frage des Geschmacks. Der amtlich befohlene Siegeszug des kalten Lichts bedroht unsere Gesundheit. Durch die Aktivitäten der Lichtindustrie wurde die Glühlampe in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter verdrängt. Zunächst verschwand das warme Licht aus allen öffentlichen Bereichen, nur die Privathaushalte blieben vom Lichtwandel noch verschont. Das «Ersatzlicht» [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Kaltes oder warmes Licht ist mehr als eine Frage des Geschmacks. Der amtlich befohlene Siegeszug des kalten Lichts bedroht unsere Gesundheit.</em></p>
<div id="attachment_4227" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/ap4ad53dcc0bfab_xs.jpg" rel="lightbox[4215]"><img class=" wp-image-4227 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/ap4ad53dcc0bfab_xs-300x199.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / Besser Wohnen © canjac</p></div>
<p>Durch die Aktivitäten der Lichtindustrie wurde die Glühlampe in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter verdrängt. Zunächst verschwand das warme Licht aus allen öffentlichen Bereichen, nur die Privathaushalte blieben vom Lichtwandel noch verschont. Das «Ersatzlicht» für diese stille Revolution der künstlichen Beleuchtung war die Quecksilberdampf-Lampe, vielen besser bekannt als Neonröhre. Interessant an dieser umgangssprachlichen Bezeichnung ist, wie geflissentlich die Benennung des wichtigsten Inhaltsstoffes vermieden wird: Quecksilber. Auch bei der Kompakt-Leuchtstofflampe, der sogenannten Energiesparlampe, fehlt das Quecksilber im Namen, obwohl es hier genauso für die Lichterzeugung verantwortlich ist.<br />
Wenn es nach dem Willen der EU ginge, müsste das starke Gift Quecksilber einerseits so schnell wie möglich aus allen Produkten verbannt werden (ROHS-Richtlinie), andererseits gilt jedoch eine Ausnahmeregelung für alle quecksilberhaltigen Leuchtmittel, sofern sie bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten. Anstatt nun konsequenterweise sämtliche quecksilberhaltigen Leuchtmittel zu verbieten, hat sich die Politik dazu entschlossen, die Glühlampe auch noch im letzten verbliebenen Bereich aus dem Verkehr zu ziehen, in dem sie sich noch halten konnte: in unserem privaten häuslichen Umfeld.</p>
<h4>Lichtdiktatur!</h4>
<p>Will man diesen grotesken Eingriff in die Entscheidungsfreiheit und Privatsphäre der Menschen verstehen, muss man eine strenge Unterscheidung treffen zwischen politisch-industriellen Interessen einerseits und demokratisch-gesundheitspolitischen Aspekten andererseits. Die Entscheidung der EU-Politik setzt sich über die demokratischen Interessen ihrer Bürger hinweg, obwohl die Verbraucher seit der Verfügbarkeit der Kompakt-Leuchtstofflampe mehr als 25 Jahre lang mit ihrem Kaufverhalten abstimmten: Über 80% der Verbraucher entschieden sich immer wieder für die Glühlampe.</p>
<p>Das sogenannte Glühlampenverbot erscheint vor diesem Hintergrund wie die Durchsetzung einer Lichtdiktatur: Unter dem Deckmantel von Klima-Argumenten wurde eine Entscheidung getroffen, die heute der Lichtindustrie und den Energieversorgern grössere Gewinne verspricht, die mittel– bis langfristig jedoch unsere Umwelt und Gesundheit gefährdet.</p>
<h4>Fortschritt für die Umwelt?</h4>
<p>Unsere moderne Zivilisation wäre ohne Kunstlicht undenkbar. Doch muss es wirklich das billigste Licht sein, gegebenenfalls auf Kosten der Gesundheit? Laut Angaben von Osram (Daten von 2008) werden weltweit 2,35% der Primärenergie für die Beleuchtung aufgewendet, davon entfallen circa 20% auf private Haushalte. Es geht also um 0,5% der Primärenergie, die beim flächendeckenden Einsatz von Energiesparlampen auf maximal die Hälfte gesenkt werden könnte.</p>
<p>Laut Informationen von Osram werden nur 50% der gewerblich genutzten Quecksilberdampf-Entladungslampen und nur 10% der von Privathaushalten verwendeten quecksilberhaltigen Leuchtmittel der vorgeschriebenen Sondermüllentsorgung zugeführt. Der Rest landet im normalen Müll, das enthaltene Quecksilber damit in der Atmosphäre. Man überlässt es derzeit noch der freien Entscheidung der Verbraucher, ob sie ein extrem toxisches Schwermetall wie Quecksilber sachgerecht entsorgen wollen oder nicht.</p>
<h4>Fortschritt Lebensqualität?</h4>
<p>Der moderne Mensch verbringt über 90% seiner Lebenszeit in geschlossenen Räumen, die überwiegend mit Kunstlicht beleuchtet sind. Es ist daher wichtig, ein besonderes Augenmerk auf die biologische Qualität von Kunstlicht zu richten, wenn man langfristige Nachteile für die Gesundheit vermeiden will. Quecksilberlicht weist eine gänzlich andere Spektralverteilung auf als natürliche Lichtquellen (siehe Abbildung). Eine Quecksilberdampf-Leuchtstofflampe kann niemals ein wirklich warmes Licht erzeugen, sondern immer nur ein unvollständiges Trugbild, das auf die eingeschränkten Eigenschaften des menschlichen Auges zugeschnitten wurde.</p>
<p>Ausserdem fehlt diesem Licht der langwellige Bereich jenseits 640 nm fast gänzlich, obwohl das menschliche Auge bis 780 nm empfindlich ist. Infolgedessen sieht menschliche Haut in diesem Licht eher fahl und ungesund aus, gleiches gilt für satte Rot– und Brauntöne sowie für Holzfarben, zum Beispiel von Inneneinrichtungen. Achten Sie doch beim nächsten Besuch eines Berggasthofes (oder notfalls der nächsten Beiz) auf das fahle Licht, das die so gerühmten Energiesparlampen hier neuerdings verbreiten. Eine ehemals urgemütliche Inneneinrichtung hat ihre Natürlichkeit verloren, und wir erkennen dies, obwohl uns die Lichtindustrie stets beteuert, wie qualitativ hochwertig und dem Glühlampenlicht gleichwertig das Licht ihrer modernen Kompakt-Leuchtstofflampen doch sei.</p>
<h4>Kunstlicht und Gesundheit</h4>
<p>Während unser Organismus im Laufe der Evolution über Millionen von Jahren die Gelegenheit hatte, seine Reaktionen auf Lichtquellen mit natürlicher Spektralverteilung optimal anzupassen, stellt das diskontinuierliche, synthetische Spektrum moderner Lichtquellen eine besondere Herausforderung für unsere vegetativen und hormonellen Regulationsmechanismen dar. Synthetische Lichtquellen wie die Kompakt-Leuchtstofflampe verleiten unseren Körper zu Fehlregulationen, die langfristig erhebliche Gesundheitsschäden nach sich ziehen können. Quecksilberlicht birgt aufgrund des hohen Gehaltes an energiereicher blauer Strahlung hauptsächlich drei Risiken: Erzeugung beziehungsweise Verstärkung von systemischem Stress mit allen möglichen Folgeerkrankungen; Störung der circadianen Regenerationszyklen und damit erhöhtes Krebsrisiko; Gefahr von Augenschäden durch erhöhten oxidativen Stress und verminderte Durchblutung der Netzhaut.</p>
<p>Dieser Artikel erschien erstmalig im Magazin Spuren, <a href="http://www.spuren.ch/archiv/archiv_comments/993_0_83_0_C/" target="_blank" rel="external nofollow">Ausgabe 97</a></p>
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		<title>Sonnenenergie für WM-Stadien in Brasilien</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/12/02/sonnenenergie-fur-wm-stadien-in-brasilien/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 16:14:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Zürcher Firma, die auf Grossprojekte spezialisiert ist, erhielt den Auftrag, anlässlich der Fussball-WM 2014, Solaranlagen auf Stadiondächern in Brasilien zu planen. Die Zürcher Energiebüro AG war bisher nur in der Schweiz und im benachbarten Ausland tätig, mit diesem Auftrag betritt die Firma Neuland. In der Schweiz wurden bereits auf dem Dach des Zürcher Letzigrund [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3907" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4ad82fd603f65_xs.jpg" rel="lightbox[3905]"><img class="size-medium wp-image-3907 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4ad82fd603f65_xs-300x207.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / Flutlicht 2 © Bernd Boscolo</p></div>
<p>Eine Zürcher Firma, die auf Grossprojekte spezialisiert ist, erhielt den Auftrag, anlässlich der Fussball-WM 2014, Solaranlagen auf Stadiondächern in Brasilien zu planen.</p>
<p>Die Zürcher Energiebüro AG war bisher nur in der Schweiz und im benachbarten Ausland tätig, mit diesem Auftrag betritt die Firma Neuland. In der Schweiz wurden bereits auf dem Dach des Zürcher Letzigrund Stadion, des Berner Stade de Suisse, auf dem St.Jakob-Park in Basel sowie auf zwei Stadien in St. Gallen derartige Anlagen realisiert.</p>
<p>Ein Baukonsortium brasilianischer Fachleute aus dem Metall– und Fassadenbau hatte sich ein Bild von den Anlagen in der Schweiz gemacht und waren von der Arbeit der Zürcher überzeugt. Wieviele Stadien die Firma letztendlich mit Solaranlagen ausstatten wird ist noch nicht festgelegt. Der Geschäftsführer Christian Meier geht laut einem Zeitungsartikel von einem Auftrag für vier bis sechs Stadien aus.</p>
<p>Die Konkurrenz im Solarwettbewerb ist gross und um solche Aufträge wie in Brasilien buhlen mitunter weltweite Unternehmen wie die britische BP, die japanische Sharp oder die chinesische Trina Solar. Für den Chef des Energiebüros ist der Zuschlag sehr aufregend und einmalig, denn Schweizer Ingenieure gelten nicht als preiswert, haben allerdings Erfahrung auf Dächern.</p>
<p>Weitere Grossanlagen werden demnächst wahrscheinlich in den Schweizer Bergen umgesetzt, denn es gibt erste Bestrebungen Solarpanele auf vorhandene Lawinenschutzanlagen zu montieren. Ohne einen Quadratmeter Boden zu verbauen könnten so 4500 Megawattstunden elektrischer Energie pro Jahr produziert werden, was dem Bedarf von etwa 1200 Haushalten entspricht. Eine Testanlage läuft bereits auf dem Jungfraujoch.</p>
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		<title>Traubenkerne als Streusalz-Alternative im Test</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/12/02/traubenkerne-als-streusalz-alternative-im-test/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 13:18:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ökologisches Produkt kommt mit 70 Prozent weniger Salz aus Zürich (pte) — Reste aus der Weinherstellung könnten sich als ökologische Alternative zu Streusalz etablieren. Das behaupten Vertreter der Bthi Holding, die am heutigen Mittwoch in Zürich das Produkt »SnowFree« vorgestellt haben. Ihr Wein-Salz-Gemisch kann den Salzanteil herkömmlicher Streumittel um bis zu 70 Prozent reduzieren, fördert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Ökologisches Produkt kommt mit 70 Prozent weniger Salz aus</h2>
<div id="attachment_3901" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4ad4d5354aa20_xs.jpg" rel="lightbox[3899]"><img class="size-medium wp-image-3901  " title="Salzstreuung: Weinreste-Alternative derzeit im Test" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4ad4d5354aa20_xs-300x200.jpg" alt="" width="200" height="133" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / Streuwagenhinterherfahrer © Lucian Binder</p></div>
<p>Zürich (pte) — Reste aus der Weinherstellung könnten sich als ökologische Alternative zu Streusalz etablieren. Das behaupten Vertreter der <a href="http://bthiholding.com" target="_blank" rel="external nofollow">Bthi Holding</a>, die am heutigen Mittwoch in Zürich das Produkt »SnowFree« vorgestellt haben. Ihr Wein-Salz-Gemisch kann den Salzanteil herkömmlicher Streumittel um bis zu 70 Prozent reduzieren, fördert den Schmelzprozess über mehrere Wochen und verspricht billig und biologisch abbaubar zu sein. Getestet wird die Innovation bereits in einer Region in Frankreich.</p>
<h4>Wärme des Weins</h4>
<p>Die Idee zum Produkt kam beim Betrachten der winterlichen Weinfelder in Bordeaux. Auf diesen schmilzt der Schnee viel schneller als auf angrenzenden Wiesen, berichtet Bthi-Gründer Florent Théotiste im pressetext-Interview. »Zurück geht das auf einen exothermischen Effekt. Weinreste und in abgeschwächter Form auch Maisspindeln sowie Reste der Raps– und Olivenölpresse sorgen für Wärmefreisetzung«, so der Erfinder. Deutlich höher sei die Wirkung, wenn man einem Gemisch aus Weinfleisch und –kernen Salz zufügt. »Die Kerne sind gegenüber dem Salz resistent und nehmen dieses in ihre Poren auf.«</p>
<p>Grundprinzip von SnowFree ist die Optimierung des Schmelzvorgangs. Die verwendete Schlempe oder Melasse als organische Basis wirkt als Bindemittel für Salz und hält die 0,5 bis drei Millimeter Körnchen des Granulats zusammen. Als Streumittel eingesetzt, setzt das Granulat den Angaben des Herstellers zufolge jeweils nur die Salzmenge frei, die für die Erreichung der Temperatur der Überführung vom Fest– in den Flüssigzustand nötig ist. »Tests zur Haftung der Autoreifen verliefen bisher positiv. Zudem können die biologisch abbaubaren Abfälle als Dünger eingesetzt werden«, erklärt Theotiste.</p>
<h4>Erster Einsatz in Frankreich</h4>
<p>Im ostfranzösischen Department Saône-et-Loire wird die Streusalz-Alternative in diesem Winter getestet, vorerst für die Schneeräumung auf Parkplätzen. Theotiste zufolge hat auch ein Schweizer Kanton bisher starkes Interesse für eine Bestellung gezeigt. »2012 werden wir bereits einige Tausend Tonnen zur Verfügung stellen können. Unser Ziel ist, unser Produkt künftig neben den Kommunen auch Supermärkten oder Tankstellen anzubieten«, so der Experte. Neue Partner soll eine soeben gestartete Tournee durch Europa und Nordamerika liefern.</p>
<p>Demoversion-Kurzvideo zu SnowFree (auf französisch):</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/jDk9WsoR_Vw?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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