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	<title>OpenMindJournal &#187; Ökologie</title>
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	<description>Das Online-Journal für Bewusstsein, Lebenspraxis und Change</description>
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		<title>Novum: Gesellschaft braucht weniger Straßen</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 14:14:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
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		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Verkehrsplanung reagiert auf Stagnieren der Mobilität Karlsruhe (pte) — Die Zeit des ständigen Ausbaus des Straßennetzes ist vorbei, denn künftig ist eher der Rückbau bestehender Verkehrsinfrastruktur ein Thema. Die demografische Entwicklung und der Klimaschutz werden den Verkehr deutlich verändern, betonen Experten anlässlich der Jahrestagung der deutschen verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft DVWG, die unter dem Motto »Strukturwandel und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Verkehrsplanung reagiert auf Stagnieren der Mobilität</h2>
<div id="attachment_4870" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/560866_web_R_by_Andreas-Dengs-www.photofreaks.ws_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4867]"><img class=" wp-image-4870 " title="Leere Autobahn: Mobilität stark im Wandel, zeigen Experten " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/560866_web_R_by_Andreas-Dengs-www.photofreaks.ws_pixelio.de_-300x200.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Andreas Dengs, www.photofreaks.ws / pixelio.de</p></div>
<p>Karlsruhe (pte) — Die Zeit des ständigen Ausbaus des Straßennetzes ist vorbei, denn künftig ist eher der Rückbau bestehender Verkehrsinfrastruktur ein Thema. Die demografische Entwicklung und der Klimaschutz werden den Verkehr deutlich verändern, betonen Experten anlässlich der Jahrestagung der deutschen verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft <a href="http://dvwg.de" target="_blank" rel="external nofollow">DVWG</a>, die unter dem Motto »Strukturwandel und Strategien für die Mobilität 2030″ steht.</p>
<h4>Weniger Autokilometer</h4>
<p>»Die Planung von Verkehrsinfrastruktur muss um Jahrzehnte vorausdenken«, legt Peter Vortisch, Leiter des Instituts für Verkehrswesen am Karlsruher Institut für Technologie (<a href="http://www.ifv.kit.edu" target="_blank" rel="external nofollow">KIT</a>), im pressetext-Interview dar. Große Strukturmaßnahmen benötigen rund zehn Jahre für Diskussion und Planung und weitere fünf bis zehn Baujahre. »Zwar hat sich das Mobilitätsverhalten schon bisher über die Lebensabschnitte stets geändert, denn mit 20, 50 und 80 Jahren bewegt man sich jeweils deutlich anders. Während der Ausgleich von Geburten– und Sterbezahlen stets die Waage hielt, ist das nun erstmals nicht mehr der Fall.«</p>
<p>Die neue Situation stellt Annahmen zur Mobilität auf den Kopf. »Erstmals steigt die täglich zurückgelegte Strecke nicht mehr und hat sich in den vergangenen Jahren in Deutschland bei rund 40 Kilometern pro Kopf eingependelt. Zwar nehmen die Kfz-Anmeldungen weiter zu, doch gefahren wird weniger«, erklärt Vortisch. Am radikalsten ist der Umbruch bei den unter 30-Jährigen, wo das Auto an Stellenwert verliert. Die Grundthese, dass stets neue Straßen und Autobahnen nötig sind, gilt somit nicht mehr.</p>
<h4>Autobahn-Rückbau als Option</h4>
<p>Der Klimawandel und die begrenzte Erdöl-Verfügbarkeit erfordern zusätzlich ein Hinterfragen bisheriger Mobilitätskonzepte. Elektromobilität bietet hier eine Lösung, sofern sie mit Strom aus zusätzlichen erneuerbaren Energiequellen gespeist wird. »Mobilität und Energie werden künftig noch enger verknüpft sein, zumal Autoakkus ideale Speicher für in der Nacht erzeugten Windstrom wären«, legt der Karlsruher Verkehrsexperte dar. Deutschland droht seinen Anschluss an die Elektromobilität jedoch zu verpassen, wie aktuelle Studien zeigen.</p>
<p>Für die Infrastruktur wird der Trend jedenfalls Folgen haben, betont Vortisch »Bei manchen Teilabschnitten von Autobahnen ist ein Rückbau zu überlegen, andere geplante Projekte wie etwa die zweite Rheinbrücke in Karlsruhe sind stark in Diskussion gekommen.« Eindeutig sei weiterhin der Trend in Richtung der Stadt der kurzen Wege. »In der Autobegeisterungsphase trennte man in der Stadtplanung die Bereiche für Wohnen, Arbeit und Freizeit. Man ist davon abgekommen — nicht nur aufgrund der Stau– und Klimaproblematik: Längst herrscht auch Konsens darüber, dass eine lebenswerte Stadt nutzungsgemischt gestaltet ist«, so der Experte.</p>
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		<title>Artenvielfalt für Produktivität von Pflanzen nötig</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/05/04/artenvielfalt-fur-produktivitat-von-pflanzen-notig/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 08:32:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
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		<description><![CDATA[Verlust so gefährlich wie Klimawandel und Umweltverschmutzung Bellingham/Göttingen (pte) — Der Verlust von Arten wirkt sich für viele Dienstleistungen der Natur ähnlich drastisch aus wie der Klimawandel oder die Umweltverschmutzung. Das berichten Forscher aus den USA, Kanada und Schweden in der Zeitschrift »Nature«. »Manche glauben, der Wandel der Biodiversität sei im Vergleich mit anderen Umweltproblemen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Verlust so gefährlich wie Klimawandel und Umweltverschmutzung</h2>
<div id="attachment_4794" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/579780_web_R_K_B_by_Salih-Ucar_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4790]"><img class=" wp-image-4794 " title="Blatt: Pflanzen hängen empfindlich von Zahl der Arten ab" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/579780_web_R_K_B_by_Salih-Ucar_pixelio.de_-300x200.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Salih Ucar / pixelio.de</p></div>
<p>Bellingham/Göttingen (pte) — Der Verlust von Arten wirkt sich für viele Dienstleistungen der Natur ähnlich drastisch aus wie der Klimawandel oder die Umweltverschmutzung. Das berichten Forscher aus den USA, Kanada und Schweden in der Zeitschrift »Nature«. »Manche glauben, der Wandel der Biodiversität sei im Vergleich mit anderen Umweltproblemen harmlos. Tatsächlich gefährdet der Artenverlust die Pflanzenproduktion aber gleich stark wie die globale Erwärmung«, sagt Studienleiter David Hooper von der <a href="http://wwu.edu" target="_blank" rel="external nofollow">Western Washington University</a>.</p>
<h4>Zersetzer und Wachstum</h4>
<p>Die Wissenschaftler durchforsteten 192 Studien, die den Einfluss verschiedener Umweltgefahren auf das Wachstum der Pflanzen sowie auf die Zersetzung abgestorbener Biomasse durch Bakterien und Pilze untersuchten. Das Ergebnis: Verschwindet jede fünfte Art im Ökosystem, sind die Auswirkungen auf die Pflanzenwelt vernachlässigbar. Liegt die Verlustrate bei 21 bis 40 Prozent, hemmt dies allerdings das Pflanzenwachstum um fünf bis zehn Prozent, ähnlich wie die Folgen des Klimawandels oder des Verlustes der Ozonschicht. Noch höherer Artenverlust entspricht gar den Folgen einer Giftmüll-Deponie in Wäldern.</p>
<h4>Vielfalt gleich wichtig wie Vielzahl</h4>
<p>»Artenverlust wirkt sich auf zwei zentrale Mechanismen der Ökologie aus: Auf Komplementarität und Redundanz«, erklärt Teja Tscharntke, Agrarökologe an der <a href="http://www.agroecology.uni-goettingen.de" target="_blank" rel="external nofollow">Universität Göttingen</a>, im pressetext-Interview. Die meisten Aufgaben der Natur erfordern nicht nur viele Individuen, sondern auch viele Arten, da jede Spezies einen anderen Job erfüllt. »Pflanzen wurzeln etwa in unterschiedlicher Tiefe oder zeigen andere Blattbedeckung. Je unterschiedlicher die Arten, umso produktiver ist das Ökosystem, da Nährstoffe der einzelnen Bodenschichten oder das Sonnenlicht besser genutzt werden.«</p>
<p>Ebenso bevorzugen auch Zersetzer völlig unterschiedliche Laubtypen oder Bienenarten verschiedene Blumenhöhen und –arten. Welche Folgen der Verlust komplementär arbeitender Individuen hat, sieht man in der Landwirtschaft besonders deutlich, wie Tscharntke darlegt. »Schädlinge wie etwa Getreideblattläuse haben eine Vielzahl von Gegenspielern wie etwa Marienkäfer, Schwebfliegen oder Schlupfwespen, die jeweils auf andere Teile der Population reagieren. Fallen diese Räuber weg, kann man den wirtschaftlichen Schaden kalkulieren.«</p>
<h4>Doppelung als Versicherung</h4>
<p>Weit schwieriger zu erforschen, jedoch ähnlich folgenreich ist die mit dem Artenschwund abhanden kommende Redundanz. »Zur Erfüllung jeder ökologischen Funktion sind meist nur wenige Arten nötig, die anderen spielen scheinbar keine Rolle. Das täuscht jedoch — denn auch wenn Arten dasselbe tun, kommen sie minimal anders mit kleinräumigen Veränderungen der Umwelt in Raum und Zeit zurecht«, sagt der Göttinger Biodiversitätsforscher. Dass jede einzelne Pflanzenart einer Blumenwiese seine Funktion hat, konnte Tscharntke mit seinem Team unlängst nachweisen.</p>
<h4>Warnsignal an Politik</h4>
<p>Die Studienautoren deuten ihre Ergebnisse als Warnsignal an die Politik, dass der Verlust der Biodiversität dieselbe Beachtung verdient wie andere Umweltprobleme. Die soeben erfolgte Gründung des UN-Biodiversitätsrates <a href="http://ipbes.net" target="_blank" rel="external nofollow">IPBES </a>mit Sitz in Bonn soll hier zur Bewusstseinsschärfung beitragen. Der Erhalt der Biodiversität berührt letztlich auch die Ernährungsfrage, ruft Tscharntke in Erinnerung. »70 Prozent der wichtigsten Nutzpflanzen und ein Drittel der weltweiten Nahrungsproduktion werden von der natürlichen Bestäubungsleistung beeinflusst.«</p>
<p>Abstract zur Originalstudie unter <a href="http://bit.ly/IGkwPF" rel="external nofollow">http://bit.ly/IGkwPF</a></p>
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		<title>Altmodisch und erfahren</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/02/27/altmodisch-und-erfahren/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 15:37:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Co-Kreation]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversorgung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie eine Lebensmittelkooperative aus den 80er Jahren bis heute floriert. Seit achtundzwanzig Jahren gibt es die Bremer Lebensmittel­kooperative »Maiskolben«. Sie bringt Stadt und Land näher zusammen und erfreut sich auch heute noch regen Zuspruchs: der Anteil junger Leute steigt, und die vegane Fraktion wächst. Tomaten setzen ist gar nicht so einfach. Sieben Mitglieder der Lebensmittelkooperative [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Wie eine Lebensmittelkooperative aus den 80er Jahren bis heute floriert.</h2>
<div id="attachment_4543" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/image1_hires.jpg" rel="lightbox[4541]"><img class=" wp-image-4543 " title="Kooperative Maiskolben in Bremen" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/image1_hires-300x199.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">© Foto: www.sebastian-burger.de</p></div>
<p><em>Seit achtundzwanzig Jahren gibt es die Bremer Lebensmittel­kooperative »Maiskolben«. Sie bringt Stadt und Land näher zusammen und erfreut sich auch heute noch regen Zuspruchs: der Anteil junger Leute steigt, und die vegane Fraktion wächst.</em></p>
<p>Tomaten setzen ist gar nicht so einfach. Sieben Mitglieder der Lebensmittelkooperative »Maiskolben« aus Bremen verabreden sich zu einem Pflanzeinsatz zwanzig Kilometer vor den Toren der Stadt. Für alle ist es das erste Mal. »Ich bin seit zehn Jahren im Maiskolben, hatte es aber zuvor nie in den Salatgarten zu Beate geschafft«, gibt eine von ihnen zu. Der »Salatgarten« ist der Demeter-Feingemüsebetrieb von Beate Hübener-Schröder, und der Tag in ihrem Gewächshaus wird für alle lehrreich werden.</p>
<p>Die Schwindelfreien klettern auf hohe Leitern und binden Strippen an die Metalldrähte, die unter dem Dach des Kaltgewächshauses entlangführen. Am Boden graben die anderen. Alle halbe Meter heben sie ein Pflanzloch aus, in jedes kommt eine Schaufel Mischkompost, der zum einmaligen Geschmack der Tomaten beiträgt. Bea­te ist Betriebsleiterin für biologisch-dynamischen Landbau. Sie erklärt die Arbeitsschritte, informiert über Tomatenzucht und serviert Kuchen und Suppe. Vierhundert Pflanzen haben die sieben Leute am Abend eingesetzt. Zum Abschluss wickeln sie den Haupttrieb der vorgezogenen Pflänzchen die Strippen hinauf. »Hübsch sieht es aus, dieses Geflecht«, freuen sich die Laien. Besonders genossen hat es der kleine Theo, der stundenlang über die Furchen krabbelte. Sein Mund ist mit Erde beschmiert.</p>
<p>»Ohne diese jährliche Pflanzhilfe könnte ich die gewünschte Menge an Tomaten für den Maiskolben gar nicht produzieren«, sagt Beate. Ihre Tomaten sind von Juli bis November im Laden der Verkaufsschlager. Und auch die anderen Läden, die sie beliefert, verlangen nach den Tomaten. »Meine Haferwurzeln hingegen blieben ewig liegen«, wundert sich die Gärtnerin, die jedes Jahr ein anderes »altes« Gemüse anpflanzt. »Es dauerte lange, bis die Leute im Maiskolben sie annahmen, obwohl sie besser schmecken als Schwarzwurzeln.« An die Speisemelde hat sich Dörte Fichtner, Lehrerin und Lerntrainerin und erst seit einem halben Jahr Coop-Mitglied, schon gewöhnt. Sie stapelt sie inzwischen statt Spinat in ihre Lasagne und findet den Geschmack würziger. Insgesamt liefert Beate über zwanzig Sorten Feingemüse, zwanzig Sorten Salat und fünfundzwanzig verschiedene Kräuter an den Maiskolben. »Ich habe immer im Hinterkopf, dass der Maiskolben eine gute Rundumversorgung braucht.«</p>
<p>Der Maiskolben legt seit jeher Wert auf den Kontakt mit den Produzentinnen und Produzenten auf dem Land. Früher wurde noch viel mehr hinausgefahren und geholfen. 1993 pachtete der Maiskolben sogar einmal eine Kuh. Doch die Zeiten des großen Engagements sind vorbei. Heute klappen gemeinsame Landpartien eher selten. Neben Beates Tomatenaktion im Mai findet im Oktober das Sauerkrautfest beim zweiten Direktproduzenten des Maiskolbens statt, dem Demeterhof von Antje, Volker und Axel Bielenberg. »Wir haben sechzig Welsh-Black stehen, robuste Fleischrinder, für die wir selbst Futter anbauen«, erklärt Axel Bielenberg. Außerdem wird dort Gemüse gezogen. Familie Bielenberg beliefert die Coop bereits seit elf Jahren mit Kartoffeln, Eiern, Fleisch und Grobgemüse, wie Möhren, Lauch, Sellerie, Steckrüben und verschiedenen Kohlsorten. Beim Sauerkrautfest dürfen alle, die zum Helfen gekommen sind, nebenbei auch ihr eigenes Kraut schneiden und einlegen. Ein paar Wochen darauf gelangen Tüten mit fertigem Sauerkraut in den Maiskolben. Wer fürs Selbermachen keine Zeit hatte, kann das Gesäuerte dann fertig kaufen. »Wir beliefern auch andere Läden und Marktstände. An den Maiskolben könnten wir weit mehr abgeben«, meint Bauer Axel.</p>
<p>»Sie schmecken wie Frucht und Gemüse zugleich«, schwärmt eine Kundin im Laden und steckt sich eine kugelrunde Tomate in den Mund. »Sie sind knackig und haben die ideale Größe für den schnellen Biss.« Dörte Fichtner öffnet gerade eine Kiste mit Paprika. Sie wartet auf ihre Mithelferin, denn alleine ist ein Ladendienst kaum zu schaffen. Die Ware, die vorher von den Lieferantinnen und Lieferanten im Laden abgestellt wurde, muss durchgezählt werden. Dann wird der Preis ausgerechnet, das ist der Lieferpreis plus ein kleiner Aufpreis für eventuelle Verluste. Alles wird ordnungsgemäß aufgeschrieben und aufgestellt. »Nur viermal die Woche ist unser Laden für ein paar Stunden zur Warenverteilung geöffnet. Da ist manchmal die Hölle los«, meint Lehrerin Fichtner. »Es hat Mühe gekostet, mich auf die wenigen Öffnungszeiten einzustellen. Dann folgte aber sehr schnell, dass ich gar nichts mehr im Supermarkt kaufte.« Da alles selbst gemacht wird, ist es hier billiger als in anderen Bioläden.</p>
<h4>Genuss ohne Gewinn</h4>
<p>Im Maiskolben wird die Ware bezahlt wie in normalen Geschäften, das Geld wird aber direkt weitergereicht in die Hände der Bäuerinnen und Bauern – der Maiskolben macht keinen Gewinn. Sieben Kleingruppen bilden den Kern der Coop, auf sie sind alle Mitglieder verteilt. Wer »aktiv« ist, und das sind die meisten, übernimmt regelmäßig Laden– und Putzdienste. Wer zu viel Stress hat, kann für eine Weile »passiv« werden und zahlt dafür etwas mehr. Es gibt sogar eine Art Dienstplan, eine Liste mit Öffnungszeiten und Putzterminen, die per E-Mail verschickt wird. Der Plan liegt auch vor Ort aus. »Einige haben keinen Computer, sie holen sich die Infos im Laden ab.« Dörte Fichtner hilft außerdem regelmäßig beim Auspackdienst. »Während wir die über den Großhandel bestellten Trockenprodukte auspacken, unterhalten wir uns über Koch­rezepte. Das Kommunikative ist das Beste, das macht für mich den größten Reiz des Ladens aus.«</p>
<p>Der Maiskolben zog ein Jahr nach Gründung 1983 in einen Eckladen in der Bremer Neustadt. Selbstorganisation war von Anfang an für alle das Hauptkriterium. Früher gehörten die Räume zu einer Metzgerei, die alten Fenster und hübschen Kacheln wurden nie ersetzt. Ein kunstvolles Buntglasschild mit dem Namenszug »Maiskolben« hängt im Schaufenster. Ist es der vegetarisch-veganen Fraktion unangenehm, dass es an diesem Ort früher nur Fleisch gab und heute noch ein Kühlschrank mit Fleischwaren gefüllt ist? »Hier ist alles säuberlich getrennt. Wir haben auch einen Kühlschrank für vegane Produkte und zwei für Milchprodukte«, erzählt Dörte. Aus den Fleischer­ladenzeiten stammt der kühle Tiefkeller. In den beiden oberen Verkaufsräumen stehen Regale mit Trockenprodukten, daneben vier Kühlschränke und eine Käsetheke, im mittleren Keller ein Gefrierschrank. Der Tiefkeller dient der Kühlung von Gemüse und Obst. Dörtes Dienst ist beendet, sie schleppt die Kisten hinunter. Die Kunst der Kühlpflege hat sie wie alle irgendwann gelernt. Je nach Gemüse muss unterschiedlich feucht abgedeckt werden. Wie, steht auf diversen Schildern an der Wand.<br />
<strong></strong></p>
<h4>Alles wirkt chaotisch und klappt doch</h4>
<p>Gärtnerin Beate und die Bielenbergs kommen einmal im Jahr zur Hauptversammlung oder auf eine der monatlichen Mitgliederversammlungen. Dort wird erzählt, was gut und was schlecht läuft. Zur Versammlung schicken alle Kleingruppen Delegierte. Beate Hübener-Schröder erwähnt auf einer Versammlung, dass sie den Maiskolben schon seit fünfundzwanzig Jahren beliefert. »Wie wäre es im Herbst mit einem Fest bei mir draußen zur Feier unserer Zusammenarbeit?« Beates Vorschlag wird angenommen. Eine Liste wird aufgehängt, damit sich einträgt, wer kommen möchte. Bis zum Tag vor dem Termin stehen darauf nur drei Personen. »Bis zuletzt wusste Beate nicht, wieviele sie erwarten kann und ob auch alle etwas zu Essen mitbringen«, erzählt ein Uraltmitglied. Schließlich erschienen die Mitglieder doch zahlreich. Das sei typisch für den Maiskolben: »Alles wirkt erstmal chaotisch, dann klappt es doch.«</p>
<p>»Das Fest bei Beate war wunderschön«, schwärmt Dörte Fichtner. »Erst stürzten wir uns auf das Kuchenbuffet im Gewächshaus, dann bin ich noch durch den gigantischen Tomatenwald geschlichen. Wieder roch es nach Tomaten und Dung. Später aßen wir auf der Wiese vor Beates Blumenbeet, viele hatten etwas zu essen mitgebracht. Dann erklärte sie uns, wie sie ihr Gemüse anbaut. Ich war erstaunt, dass sie für all unser Gemüse nur einen halben Hektar bewirtschaftet.« Abends zündeten die Gäste aus der Stadt ein Lagerfeuer an, und einige machten Musik. Manche hatten zum Übernachten Zelte mitgebracht.</p>
<p>Beate könnte von den achtzig Hektar des schwiegerelterlichen Hofs mehr für ihren Salatgarten nutzen, schafft es aber zeitlich nicht. »Eines Tages könnte hier auf dem Hof meines Mannes ein echter CSA-Hof entstehen.« Noch wird der Großteil konventionell bewirtschaftet, die Ställe sind verpachtet. »Aber für die Zeit, wenn mein Mann in Rente geht, habe ich schon einen Interessenten. Ich will dann noch ein paar Jahre mit ihm im CSA-System mitmachen. Wenn es klappt, bis zu meiner eigenen Rente«, sagt die 53-Jährige. Sie ließ sich in den vergangenen Jahren von vielen Gemeinschaftshöfen nach dem Modell der »Community Supported Agriculture« im In– und Ausland inspirieren. »Zwischendurch war ich mit meinem kleinen Salatgarten regelrecht verzweifelt, weil ich mich mit der Gemüsewirtschaft so allein fühlte und auf keinen grünen Zweig kam. Seit ich 2001 in die Lehrtätigkeit der freien Ausbildung für biologisch-dynamischen Landbau geraten bin, geht es mir ein wenig besser.« Eine komplette staatliche Ausbildung für biologischen Landbau gibt es in Deutschland noch nicht. Die vom Demeter-Verband durchgeführte Ausbildung mit staatlich anerkanntem Betriebsleiterinnen-Status läuft zur Zeit nur in Zusammenarbeit mit den Niederlanden. Bisher ließ sich niemand vom Maiskolben zur Biobäuerin oder zum Biobauern ausbilden. Dafür gingen im vergangenen Sommer Schulpraktikantinnen aus dem Maiskolbenumfeld für ein paar Wochen in den Salatgarten.</p>
<p>Könnte sich der Maiskolben mit CSA auf eine von Verbauchern und Produzenten gemeinschaftlich getragene Bewirtschaftung einstellen? Das wurde noch nicht diskutiert, und eine Entscheidung wird auf sich warten lassen. Denn eine Konflikt­linie im Laden läuft entlang der Entscheidungsstrukturen. Seit ein paar Jahren gilt das Konsensprinzip. Und das ist vielen zu langwierig. Warum, so steht in einem Protokoll zu lesen, wird alles rauf und runter besprochen, nur um später erneut diskutiert zu werden?</p>
<p>Dennoch werden Regionalität und Produktpalette bald wieder Thema sein. Auf der vergangenen Jahreshauptversammlung bemängelte die Person, die die Bilanzen ausrechnet, dass immer weniger Frischware aus Direktbezug im Laden umverteilt wird. Der Rest kommt vom Bio­­großhandel. ­Darin sind sechs landwirtschaftliche Betriebe aus der Umgebung Bremens organisiert, insofern ist auch diese Ware regional – ein Grundprinzip des Maiskolbens. Über den Großhandel kann allerdings auch überregionale Ware bestellt werden, wie Zitrusfrüchte oder Auberginen im Winter.<br />
<strong></strong></p>
<h4>Wie regional, wie saisonal?</h4>
<p>Vor vielen Jahren wurde ausführlich diskutiert, wieviele Produkte aus Übersee akzeptiert werden. Der Kompromiss: Pro Woche darf jedes Mitglied vier überregionale Lebensmittel ordern. Außerdem sollen wegen der Kinder und der Vitamine immer Bananen und Zitronen vorrätig sein. Zur Erleichterung der anstehenden Diskussionen brachte jemand die Technik der Handzeichen ins Spiel. Gesten statt Worte ist da das Prinzip. Zur Einführung gab es vor einer Mitgliederversammlung schon mal einen »Wedelworkshop«. Vielen sind die Handzeichen fremd, sie finden sie überflüssig.</p>
<p>Trotz aller Konflikte geht der Maiskolben nicht baden. Warum, das kann niemand so genau sagen. Von den Allerersten ist niemand mehr da, die Mitgliederzahl ist beständig im Fluss. Nur zwei, drei Leute beteiligen sich seit über zwanzig Jahren am Maiskolben. Vielleicht reizt gerade das: Wer mag, wird nett aufgenommen und kann jederzeit neue Ideen einbringen. Wer nicht mehr mag, kann sich ohne Drama verabschieden. Das Ergebnis: Viele kommen, viele gehen. Das Wissen bleibt.</p>
<p><em>Dieser Artikel erschien erstmals im Magazin OYA — anders denken. anders leben, <a href="http://www.oya-online.de/article/read/598-Altmodisch_und_erfahren.html" target="_blank" rel="external nofollow">Ausgabe 12/2012</a></em></p>
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		<title>Agrartechniker verwandeln Pferdemist in Strom</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/02/27/agrartechniker-verwandeln-pferdemist-in-strom/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 13:45:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Biogas-Rohstoff reduziert CO2-Emissionen um eine Mio. Tonnen Hohenheim (pte) — Forscher der Universität Hohenheim haben einen Kniff entdeckt, wie große Mengen Pferdemist in Biogasanlagen zur Energieerzeugung genutzt werden können. »Kleine Mengen von Pferdemist werden bereits verarbeitet. Unser Ziel ist es, in Zukunft einige Biogasanlagen allein mit Pferdemist zu betreiben«, sagt Hans Oechsner von der Landesanstalt für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Biogas-Rohstoff reduziert CO2-Emissionen um eine Mio. Tonnen</h2>
<div id="attachment_4539" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/42905_web_R_by_Uwe-Steinbrich_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4536]"><img class=" wp-image-4539 " title="42905_web_R_by_Uwe Steinbrich_pixelio.de" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/42905_web_R_by_Uwe-Steinbrich_pixelio.de_-300x200.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Uwe Steinbrich / pixelio.de</p></div>
<p>Hohenheim (pte) — Forscher der <a href="http://uni-hohenheim.de" target="_blank" rel="external nofollow">Universität Hohenheim</a> haben einen Kniff entdeckt, wie große Mengen Pferdemist in Biogasanlagen zur Energieerzeugung genutzt werden können. »Kleine Mengen von Pferdemist werden bereits verarbeitet. Unser Ziel ist es, in Zukunft einige Biogasanlagen allein mit Pferdemist zu betreiben«, sagt Hans Oechsner von der Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie der Universität Hohenheim gegenüber pressetext.</p>
<h4>400 Mio. Liter Heizöl sparen</h4>
<p>Deutschlands Rösser könnten 400 Mio. Liter Heizöl sparen. »Pferdemist ist in Ballungsgebieten durchaus ein Problem, er kann nicht richtig entsorgt werden«, sagt Oechsner. Als Dünger ließ er sich bislang nur eingeschränkt verwenden. Biogasanlagen verkraften ihn zurzeit nur in geringen Mengen. Die Forscher haben nun herausgefunden, dass man bei optimaler Vergärung jährlich etwa 400 Mio. Kubikmeter Methan erzeugen könnte. Damit ließen sich über 400 Mio. Liter Heizöl einsparen.</p>
<p>Vorteil für die Umwelt: Die CO2-Emissionen könnten sich um eine Mio. Tonnen reduzieren. Die Nachfrage nach Bioenergie aus Energiepflanzen steigt in der Bundesrepublik seit Jahren. Die Folge: Anbauflächen werden langsam knapp und die Landwirte bewirtschaften sie immer intensiver. Gleichzeitig leben auf Deutschlands Reiterhöfen rund 550.000 Pferde. Zusammen produzieren sie jährlich rund 4,5 Mio. Tonnen Mist. »Wenn das alles in Biogasanlagen vergärt wird, bräuchten wir 80.000 Hektar Ackerland weniger für den Anbau von Energiepflanzen.«</p>
<h4>Querstromzerspaner notwendig</h4>
<p>»Pferdemist findet bisher kaum Verwendung«, sagt Oechsner weiter. »Er eignet sich nur bedingt als Dünger und muss deshalb oft kostenpflichtig entsorgt werden.« Das Problem am Pferdemist sei die große Menge Stroh darin. »Sie bewirkt, dass der Mist in der Biogasanlage auf der übrigen Biomasse schwimmt«, erklärt der Agrartechniker. Die Vorbehandlung erledigt ein Querstromzerspaner, eine Maschine, die normalerweise bei der Abfallverwertung eingesetzt wird.</p>
<p>»Das ist im Prinzip ein großer Küchenmixer«, so Matthias Mönch-Tegeder von der Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie. »Nach dem Mixen haben wir mundgerechte Stückchen für die Mikroorganismen in der Biogasanlage.« Die Oberfläche des Pferdemistes vergrößert sich und verbindet sich gut mit dem übrigen Gärsubstrat im Fermenter. Eine positive Nebenwirkung: Der vergärte Pferdemist aus der Biogasanlage ist ein hervorragender Dünger.</p>
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		<title>Schweden bekommt urbanes Gewächshaus</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/02/16/schweden-bekommt-urbanes-gewachshaus/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 23:09:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Plantagon: Konstruktion in Linköping soll bis 2014 fertig sein Stockholm (pte) — Die südschwedische Stadt Linköping wird Heimat eines urbanen Gewächshauses. Dieses wird erbaut vom Unternehmen Plantagon, das sich klimafreundlichen Landwirtschaftslösungen der Zukunft verschrieben hat. Das 55 Meter hohe Hybrid-System soll erstes Experimentierfeld für die weitgehend automatisierte Aufzucht und Ernte von Gemüse dienen. Dabei könnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Plantagon: Konstruktion in Linköping soll bis 2014 fertig sein</h2>
<div id="attachment_4499" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/20120215020.jpeg" rel="lightbox[4496]"><img class=" wp-image-4499 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/20120215020.jpeg" alt="" width="200" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Plantagon: Vertikales Gewächshaus entsteht in Linköping (Foto: Plantagon)</p></div>
<p>Stockholm (pte) — Die südschwedische Stadt Linköping wird Heimat eines urbanen Gewächshauses. Dieses wird erbaut vom Unternehmen <a href="http://plantagon.com" target="_blank" rel="external nofollow">Plantagon</a>, das sich klimafreundlichen Landwirtschaftslösungen der Zukunft verschrieben hat. Das 55 Meter hohe Hybrid-System soll erstes Experimentierfeld für die weitgehend automatisierte Aufzucht und Ernte von Gemüse dienen. Dabei könnte es sogar ohne zusätzlicher Energieversorgung auskommen.</p>
<h4>Individuelle Standortlösungen</h4>
<p>Der vor wenigen Tagen erfolgte Spatenstich gab den Startschuss zum Greenhouse-Projekt in der siebtgrößten Stadt des Landes. Wie die PR-Managerin des Unternehmens, Carin Balf Arbman, gegenüber pressetext mitteilt, laufen die Vorbereitungen für den Bau auf Hochtouren. In spätestens anderthalb Jahren könnte die Errichtung starten, man hofft jedoch, dass die Baustelle noch in diesem Jahr eröffnet wird. Mit der Fertigstellung wird in zwei bis drei Jahren gerechent, 2014 ist damit ein realistischer Termin.</p>
<p>Das Pflanzenhaus ist eine auf den Standort individuell abgestimmte Lösung. Linköping ist als Industriestandort in beträchtlichem Maße auf das örtliche Gaskraftwerk angewiesen. Dessen Abwärme und Kohlendioxid-Ausstoß soll sich das Gewächshaus zunutze machen. Auch die Form der Plantagon-Bauwerke variiert, um je nach Klimazone eine optimale Sonneneinstrahlung zu gewährleisten. Neben symbiotischen Anlagen wie dieser will man in Zukunft auch alleinstehende Glashäuser errichten.</p>
<h4>500 Tonnen jährlich</h4>
<p>Die Aufzucht der Setzlinge soll hauptsächlich von Maschinen übernommen werden. Die Zeit von der Pflanzung bis zur Ernte soll für normales Grüngemüse wie Salat rund 35 Tage in Anspruch nehmen. Im Laufe der Zeit werden die Pflanzenbehälter von den oberen Stockwerken nach unten transferiert. Dort werden sie geleert, anfallender organischer Müll wird zur Biogaserzeugung genutzt, wobei die prognostizierten Abfallmengen laut Arbman als gering eingeschätzt werden.</p>
<p>Der Personalbedarf für den Betrieb des Projektes hängt jeweils von der Größe eines solchen Pflanzenhauses und der Verwertung der Erzeugnisse ab, die sowohl lokal als Nahrungsmittel verkauft oder auch für industrielle Zwecke verwendet werden können. In Linköping rechnet man mit zwei bis fünf notwendigen Arbeitskräften. Plantagon prognostitziert eine Produktion von 500 Tonnen an Nahrungsmitteln im Jahr. Wegen des hohen Interesses aus Asien und aus Gründen der Nahrhaftigkeit wird man im Rahmen des schwedischen Pilotprojekts auf fernöstliche Pflanzenarten setzen.</p>
<h4>LEDs gegen langen Winter</h4>
<p>Mit dem skandinavischen Winter, der sich mit zunehmender Nähe zum Polarkreis über ein halbes Jahr erstrecken kann, stellt sich den Erbauern eine weitere Herausforderung. Mit dem ersten Greenhouse möchte man auch austesten, wie man in der kalten Jahreszeit ausreichende Lichtzufuhr für die Pflanzen sicherstellen kann. Spezielle LED-Lampen sollen in Zeiten andauernder Dämmerung aushelfen, erklärt die Pressesprecherin abschließend.</p>
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		<title>Wasserreinigungs-Anlage arbeitet selbstversorgend</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/02/13/wasserreinigungs-anlage-arbeitet-selbstversorgend/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 11:19:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Biogasanlage sorgt für Wärme und Strom San Leandro (pte) — Die kalifornische Pasteurization Technology Group (PTG) hat eine Anlage zur Wasserreinigung entwickelt, die auf den Einsatz von Chemikalien verzichtet und sich selbst zu 90 Prozent mit Strom versorgen soll. Dabei wird auf die Zugabe chemischer Stoffe verzichtet und das Pasteurisierungsverfahren angewandt. Trinkwasserexperte Christian Schröder vom Unternehmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Biogasanlage sorgt für Wärme und Strom</h2>
<div id="attachment_4481" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/Pasteurization-Technology-Group-system_2-fixed.jpg" rel="lightbox[4479]"><img class=" wp-image-4481 " title="Pasteurization Technology Group System" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/Pasteurization-Technology-Group-system_2-fixed-300x224.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Reinigung: Aufbereitungsanlage versorgt sich mit Strom aus Biogas (Foto: PTG)</p></div>
<p>San Leandro (pte) — Die kalifornische Pasteurization Technology Group (<a href="http://pastechgroup.com" target="_blank" rel="external nofollow">PTG</a>) hat eine Anlage zur Wasserreinigung entwickelt, die auf den Einsatz von Chemikalien verzichtet und sich selbst zu 90 Prozent mit Strom versorgen soll. Dabei wird auf die Zugabe chemischer Stoffe verzichtet und das Pasteurisierungsverfahren angewandt. Trinkwasserexperte Christian Schröder vom Unternehmen <a href="http://ekoplan.com" target="_blank" rel="external nofollow">EKOplan</a> begutachtet das Konzept im Interview mit pressetext.</p>
<h4>Selbstversorgung über Biogas</h4>
<p>Die organischen Abfälle im Schmutzwasser werden in einer Biogasanlage verwertet, die Teil der Anlage ist. Diese liefert nicht nur bis zu 90 Prozent des für den Betrieb notwendigen Stroms, sondern auch Abwärme. Um Keime aus dem lebenswichtigen Nass zu eliminieren, wird dieses auf 180 Grad Fahrenheit (rund 82,2 Grad Celsius) erwärmt. Am Ende des Prozesses soll das Wasser sauber genug sein, um industriell verarbeitet zu werden. Die PTG hat ihr System bereits an zwei Partner verkauft, einen Snackhersteller und ein Unternehmen aus dem Obstanbau.</p>
<h4>Einsatz von vielen Kriterien abhängig</h4>
<p>»Es gibt mehrere Ansätze, die in diese Richtung gehen«, erklärt Schröder gegenüber pressetext. Wie gut die Anlage aus Kalifornien funktioniert, möchte er jedoch nicht beurteilen. »Es kommt immer darauf an, unter welchen Bedingungen eine solche Anlage eingesetzt wird.« Diese umfassen unter anderem die Menge und die Zusammensetzung des zu reinigenden Abwassers. Während viele Organismen eine Temperatur von 82 Grad nicht überleben, gibt es durchaus Keime, die auch darüber hinaus standhalten. »Nicht umsonst gibt es die Empfehlung, keimverseuchtes Wasser bis zum Siedepunkt zu erhitzen.«</p>
<h4>Konventionelle Anlagen werden sparsamer</h4>
<p>Auch hinsichtlich der Energieeffizienz ist Schröder vorsichtig mit einer Bewertung. »Man muss sehen, wieviel Strom man wirklich in diese Anlage stecken muss und auch, wieviel sauberes Wasser zur Rückspülung aufgewendet werden muss.« Konventionelle, kommunale Kläranlagen älterer Bauart haben einen relativ hohen Energiebedarf, so der Fachmann. Jedoch wird über Faultürme ein Teil davon rückgewonnen.</p>
<p>Neue Systeme hingegen arbeiten deutlich sparsamer und werden öfters auch mit Blockheizkraftwerken ergänzt. Als Alternative können auch Pflanzenkläranlagen eingesetzt werden, die allerdings einen wesentlich größeren Flächenbedarf haben.</p>
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		<title>Wie man Scheiße zu Gold macht</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/01/22/wie-man-scheisse-zu-gold-macht/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 12:54:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Jochen Schilk fragte den Abwasserexperten Ralf Otterpohl, wie unsere Ausscheidungen den Boden verbessern können. Ralf, du forschst an der Technischen Universität Hamburg-Harburg auch zur Frage, inwieweit heute vermeintliche Problem­abfälle wie Urin und Fäkalien für den Humusaufbau Verwendung finden könnten. Produzieren wir die Alternativen für Kunstdünger etwa tagtäglich im eigenen Körper? Fast den gesamten Stickstoff, den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Jochen Schilk fragte den Abwasserexperten Ralf Otterpohl, wie unsere Ausscheidungen den Boden verbessern können.</em></strong></p>
<div id="attachment_4339" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/image1.jpg" rel="lightbox[4335]"><img class=" wp-image-4339   " title="Ralf Otterphl" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/image1.jpg" alt="" width="150" /></a><p class="wp-caption-text">© Foto: Steffen Hidde</p></div>
<p><em>Ralf, du forschst an der Technischen Universität Hamburg-Harburg auch zur Frage, inwieweit heute vermeintliche Problem­abfälle wie Urin und Fäkalien für den Humusaufbau Verwendung finden könnten. Produzieren wir die Alternativen für Kunstdünger etwa tagtäglich im eigenen Körper?</em></p>
<p>Fast den gesamten Stickstoff, den der Mensch umsetzt, scheidet er als Urin aus, beim Phosphor ist es ungefähr die Hälfte. Auch andere Makronährstoffe für Pflanzen, wie Kalium, Schwefel, Kalzium oder Magnesium, sind in Böden oft knapp, während sie in unterschiedlichen Mengen in menschlichen Exkrementen zu finden sind. Fäkalien sind allerdings nicht Fäkalien. Ein gesunder Mensch, der sich gesund und vollwertig ernährt, hat die ganze Palette der hochwertigen Stoffe in seinem Kot, besonders dann, wenn er keine Pharmazeutika einnimmt. Wenn wir Fäkalien nutzen wollen, sollten wir also diejenigen von gesundheitsbewussten Menschen nehmen.</p>
<p><em>Ihr macht euch auch Gedanken, wie man ganze Städte und ihr Umland alternativ abwassertechnisch ent– und versorgen kann. Bedingt die Nutzung von Exkrementen also, dass sämtliche Einwohner Alternativen für ihren Pharmaka-Konsum finden müssen?<br />
</em><br />
Der momentan zu beobachtende Bewusstseinswandel kann sehr schnell dazu führen, dass die Dinge, die für uns heute normal sind – wie das Einnehmen von Pillen – innerhalb weniger Jahre als absurd erscheinen.  Wir können bereits heute einsammeln, was sauber ist. Wir entwickeln ein flexibles Toilettensystem für den Einsatz in Stadt und Land.<br />
Im Moment arbeiten wir an unserem ­Institut experimentell mit einfachen Campingtoiletten. Die betreiben wir nicht mit der dafür vorgesehenen Chemie, sondern mit der Mikrobenmischung zur milchsauren Vergärung des Terra-Preta-Pioniers Jürgen Reckin. Man könnte auch einfach Sauerkrautlake verwenden. Mit der richtigen Milchsäure-Bakterienmischung, über die wir derzeit forschen, kann man im Prinzip in jeder Wohnung, auch in der Stadt, Exkremente geruchsfrei und hygienisch einsammeln. Deshalb entwickeln wir eine alltagstaugliche Toilette, mit der das möglich sein wird. Wofür man noch eine Lösung finden müsste, ist der Transport ins Umland, weil in der Stadt üblicherweise ­wenig Platz für Kompostierung ist.</p>
<div id="attachment_4337" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/Composting_toilet_zoom.jpg" rel="lightbox[4335]"><img class=" wp-image-4337 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/Composting_toilet_zoom-224x300.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Komposttoilette, Bildquelle: Wikipedia</p></div>
<p><em>Es heißt immer, man solle Kompost aus menschlichen Ausscheidungen nicht zum Düngen von Nahrungspflanzen verwenden.<br />
</em><br />
Etwa zehn Jahre sollte man warten, bis man auf einem Fäkalien-Kompost Lebensmittel anbaut. Die Stoffe aus den ­Fäkalien und dem Abwasser gehen in die Pflanzen, die sich unter anderem von Mi­kroorganismen ernähren. Unsere Forschungen und die Literatur sagen das gleiche: Die Pflanze nimmt Stoffe auf, die im Wasser gelöst sind, ebenso wie pathogene Keime, die sich in Blättern konzentrieren können, weil das Wasser verdunstet und diese Stoffe sich anreichern.<br />
Zehn Jahre hört sich nach viel Zeit an, ist es aber im Grund nicht. Nach etwa zwei bis drei Monaten richtiger Wurmkompostierung im Sommer könnte man diesen Kompost in den Boden einbringen und dort zum Beispiel zunächst Holz für eine Brennholzplantage anpflanzen. In Haushalten fallen aber ohnehin viel größere Mengen an Küchenabfällen an, die Exkremente machen nur ein Drittel der Abfälle aus, und mit Gartengrünschnitt ist ihr Anteil noch niedriger.</p>
<p><em>Wie ist die Gesetzeslage in Deutschland zum Betrieb von Komposttoiletten?<br />
</em><br />
Die Sache ist zweischneidig: Einerseits ist die Abfallverordnung mit dem Gebot zur Wiederverwertung sehr fortschrittlich. Im Abwasserbereich gelten diese Gesetze eigentlich auch, werden aber dort durch widersprüchliche Gesetze konterkariert. Vorgeschrieben ist, dass man eine Spültoi­lette hat, aber zugleich verbietet es kein Gesetz, eine Terra-Preta-Toilette danebenzustellen. Von daher ist alles möglich. Solange die Exkremente als Wertstoffe gesammelt werden, bewege ich mich innerhalb des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und bin also nach Abwassergesetzen gar nicht belangbar. Abwasser werden sie erst, wenn der Entsorgungswille da ist und sie in ein Abwassersystem eingebracht werden. In einigen Bundesländern gibt es allerdings extrem ­restriktive Gesetzgebungen zum Abwasser.</p>
<p><em>Ist der Bedarf für Terra-Preta-Sanitation in anderen Weltgegenden größer?<br />
</em><br />
Zwei Milliarden Menschen haben nur Gruben, und in vielen Gegenden gibt es zwar Spültoiletten, aber keinerlei Abwasseraufbereitung. Grundwasser wird so in einem unglaublichen Maß verseucht, Millionen Menschen sterben. Wer in solchen Ländern Komposttoiletten einführt, kann lebensrettend wirken. Die Entwicklung wird aber nur vorwärtsgehen, wenn wir diese Systeme vorantreiben. Mein Institut gehört zu weltweit sehr wenigen, die sich überhaupt mit dem Thema beschäftigen, denn es gibt kaum Forschungsgelder für Produkte, deren Export kaum Profit verspricht.<br />
Bodenverbesserung ist aber auch bei uns extrem wichtig, und wir sollten besser sofort damit anfangen. Die globale Fremdversorgung kann sehr schnell in sich zusammenfallen. Sollten wir uns einmal von relativ wenig Land ernähren müssen, ist ­jedes Gramm Humus wichtig.</p>
<p><strong><em><br />
Innovative Abwasserkonzepte:<br />
</em></strong><em>www.otterwasser.de, www.tuhh.de/aww</em></p>
<p>Dieser Beitrag erschien erstmals im Magazin OYA — anders denken. anders leben, <a href="http://www.oya-online.de/article/read/588-Wie_man_Scheisse_zu_Gold_macht.html" target="_blank" rel="external nofollow">Ausgabe 12/2011</a></p>
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		<item>
		<title>Biogasproduktion lässt sich bedarfsgerecht steuern</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/01/22/biogasproduktion-lasst-sich-bedarfsgerecht-steuern/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 11:46:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Einstufige Feststoffvergärung mit dynamischer Beregnung flexibler Gülzow-Prüzen (pte) — Sauter Biogas hat ein Biogasverfahren entwickelt, das kurz vor der Markteinführung von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) analysiert wird. Die Wissenschaftler wollen nachweisen, dass mit dem Verfahren die Gasproduktion bedarfsgerecht gesteuert werden kann. Die Bundesregierung ist wegen der Energiewende an dem Verfahren interessiert. Fit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Einstufige Feststoffvergärung mit dynamischer Beregnung flexibler</h2>
<div id="attachment_4330" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/FNR510_Grafik_Biogas_300dpi_rgb.jpg" rel="lightbox[4329]"><img class=" wp-image-4330 " title="Schema einer landwirtschaftlichen Biogasanlage" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/FNR510_Grafik_Biogas_300dpi_rgb-300x250.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Kreislauf einer Biogasanlage (Foto: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe)</p></div>
<p>Gülzow-Prüzen (pte) — <a href="http://sauter-biogas.de" target="_blank" rel="external nofollow">Sauter Biogas</a> hat ein Biogasverfahren entwickelt, das kurz vor der Markteinführung von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (<a href="http://www.hawk-hhg.de" target="_blank" rel="external nofollow">HAWK</a>) analysiert wird. Die Wissenschaftler wollen nachweisen, dass mit dem Verfahren die Gasproduktion bedarfsgerecht gesteuert werden kann. Die Bundesregierung ist wegen der Energiewende an dem Verfahren interessiert.</p>
<h4>Fit für Energiewende</h4>
<p>Die prozesstechnischen und biologischen Vorgänge werden geprüft, die Wirtschaftlichkeit der Anlage wird errechnet. Projektpartner ist das <a href="http://www.atb-potsdam.de" target="_blank" rel="external nofollow">Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim</a>. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz <a href="http://bmelv.de/" rel="external nofollow" target="_blank">http://bmelv.de</a>über dessen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (<a href="http://www.fnr.de" target="_blank" rel="external nofollow">FNR</a>), gefördert. »Diese Anlage funktioniert über Beregnung und ohne Rühren. Die Anlage ist effizient, einfach und flexibel, es wurde aber nie wissenschaftlich untersucht«, sagt FNR-Sprecher Detlef Riese gegenüber pressetext.</p>
<p>Bislang existieren sieben Anlagen, die nach dem »Sauter-Verfahren« arbeiten. Mit den Anlagen lassen sich faserreiche, relativ trockene und schwer abbaubare Rohstoffe wie Grasschnitt, Festmist, Landschaftspflegematerial bis hin zu verholzten Stoffen vergären. Genauso gut geeignet sind aber auch flüssige Substrate wie Gülle. Die Beregnung der Biomasse erfolgt mittels des flüssigen Substrats, das unten aus dem Fermenter entnommen, nach oben gepumpt, dabei erwärmt und mittels beweglicher Düsen gezielt auf die Feststoffschicht appliziert wird.</p>
<h4>Kontinuierliche Vergärung</h4>
<p>Die Bewässerung verhindert die Verfestigung der Feststoffe, transportiert Stoffwechselprodukte und Mikroorganismen und gleicht Stoffkonzentrationen aus. Abgebaute Biomasse wird in gelöster Form oder als feine Partikel durch die Beregnung nach unten transportiert und ausgetragen. Bei Feststoffsuspensionen mit sehr geringem Dichteunterschied und hohem Trockensubstanzgehalt kann dem Austrag eine fest-zu-flüssig-Trennung folgen, um Fermenterbrühe zurückzugewinnen.</p>
<p>Im Gegensatz zu anderen Feststoffvergärungsverfahren handelt es sich bei dem Ansatz von Sauter um eine kontinuierliche Vergärung. Die Biomasse wird nicht absatzweise, sondern laufend zugeführt und entnommen. Über Verteilung, Druck und Umlaufrate der Besprühung mit der Fermenterbrühe ist es außerdem möglich, die Biogasproduktion nachfragegerecht zu steuern.</p>
<p>Die Kreiselpumpentechnik ist störungsarm, Einbauten im Fermenter, etwa die bei der Nassvergärung benötigte Rührtechnik, entfallen ganz. Beim Einsatz der Substrate, aber auch bei der Wahl von Behältermaterial und –geometrie, können Bauherren und Betreiber sehr flexibel entscheiden. Dank dieser Eigenschaften ist die Technik nicht zuletzt potenziell gut geeignet für Schwellen– und Entwicklungsländer.</p>
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		<item>
		<title>Rettet die Glühlampe</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/01/01/rettet-die-gluhlampe/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 01:46:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Kaltes oder warmes Licht ist mehr als eine Frage des Geschmacks. Der amtlich befohlene Siegeszug des kalten Lichts bedroht unsere Gesundheit. Durch die Aktivitäten der Lichtindustrie wurde die Glühlampe in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter verdrängt. Zunächst verschwand das warme Licht aus allen öffentlichen Bereichen, nur die Privathaushalte blieben vom Lichtwandel noch verschont. Das «Ersatzlicht» [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Kaltes oder warmes Licht ist mehr als eine Frage des Geschmacks. Der amtlich befohlene Siegeszug des kalten Lichts bedroht unsere Gesundheit.</em></p>
<div id="attachment_4227" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/ap4ad53dcc0bfab_xs.jpg" rel="lightbox[4215]"><img class=" wp-image-4227 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/ap4ad53dcc0bfab_xs-300x199.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / Besser Wohnen © canjac</p></div>
<p>Durch die Aktivitäten der Lichtindustrie wurde die Glühlampe in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter verdrängt. Zunächst verschwand das warme Licht aus allen öffentlichen Bereichen, nur die Privathaushalte blieben vom Lichtwandel noch verschont. Das «Ersatzlicht» für diese stille Revolution der künstlichen Beleuchtung war die Quecksilberdampf-Lampe, vielen besser bekannt als Neonröhre. Interessant an dieser umgangssprachlichen Bezeichnung ist, wie geflissentlich die Benennung des wichtigsten Inhaltsstoffes vermieden wird: Quecksilber. Auch bei der Kompakt-Leuchtstofflampe, der sogenannten Energiesparlampe, fehlt das Quecksilber im Namen, obwohl es hier genauso für die Lichterzeugung verantwortlich ist.<br />
Wenn es nach dem Willen der EU ginge, müsste das starke Gift Quecksilber einerseits so schnell wie möglich aus allen Produkten verbannt werden (ROHS-Richtlinie), andererseits gilt jedoch eine Ausnahmeregelung für alle quecksilberhaltigen Leuchtmittel, sofern sie bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten. Anstatt nun konsequenterweise sämtliche quecksilberhaltigen Leuchtmittel zu verbieten, hat sich die Politik dazu entschlossen, die Glühlampe auch noch im letzten verbliebenen Bereich aus dem Verkehr zu ziehen, in dem sie sich noch halten konnte: in unserem privaten häuslichen Umfeld.</p>
<h4>Lichtdiktatur!</h4>
<p>Will man diesen grotesken Eingriff in die Entscheidungsfreiheit und Privatsphäre der Menschen verstehen, muss man eine strenge Unterscheidung treffen zwischen politisch-industriellen Interessen einerseits und demokratisch-gesundheitspolitischen Aspekten andererseits. Die Entscheidung der EU-Politik setzt sich über die demokratischen Interessen ihrer Bürger hinweg, obwohl die Verbraucher seit der Verfügbarkeit der Kompakt-Leuchtstofflampe mehr als 25 Jahre lang mit ihrem Kaufverhalten abstimmten: Über 80% der Verbraucher entschieden sich immer wieder für die Glühlampe.</p>
<p>Das sogenannte Glühlampenverbot erscheint vor diesem Hintergrund wie die Durchsetzung einer Lichtdiktatur: Unter dem Deckmantel von Klima-Argumenten wurde eine Entscheidung getroffen, die heute der Lichtindustrie und den Energieversorgern grössere Gewinne verspricht, die mittel– bis langfristig jedoch unsere Umwelt und Gesundheit gefährdet.</p>
<h4>Fortschritt für die Umwelt?</h4>
<p>Unsere moderne Zivilisation wäre ohne Kunstlicht undenkbar. Doch muss es wirklich das billigste Licht sein, gegebenenfalls auf Kosten der Gesundheit? Laut Angaben von Osram (Daten von 2008) werden weltweit 2,35% der Primärenergie für die Beleuchtung aufgewendet, davon entfallen circa 20% auf private Haushalte. Es geht also um 0,5% der Primärenergie, die beim flächendeckenden Einsatz von Energiesparlampen auf maximal die Hälfte gesenkt werden könnte.</p>
<p>Laut Informationen von Osram werden nur 50% der gewerblich genutzten Quecksilberdampf-Entladungslampen und nur 10% der von Privathaushalten verwendeten quecksilberhaltigen Leuchtmittel der vorgeschriebenen Sondermüllentsorgung zugeführt. Der Rest landet im normalen Müll, das enthaltene Quecksilber damit in der Atmosphäre. Man überlässt es derzeit noch der freien Entscheidung der Verbraucher, ob sie ein extrem toxisches Schwermetall wie Quecksilber sachgerecht entsorgen wollen oder nicht.</p>
<h4>Fortschritt Lebensqualität?</h4>
<p>Der moderne Mensch verbringt über 90% seiner Lebenszeit in geschlossenen Räumen, die überwiegend mit Kunstlicht beleuchtet sind. Es ist daher wichtig, ein besonderes Augenmerk auf die biologische Qualität von Kunstlicht zu richten, wenn man langfristige Nachteile für die Gesundheit vermeiden will. Quecksilberlicht weist eine gänzlich andere Spektralverteilung auf als natürliche Lichtquellen (siehe Abbildung). Eine Quecksilberdampf-Leuchtstofflampe kann niemals ein wirklich warmes Licht erzeugen, sondern immer nur ein unvollständiges Trugbild, das auf die eingeschränkten Eigenschaften des menschlichen Auges zugeschnitten wurde.</p>
<p>Ausserdem fehlt diesem Licht der langwellige Bereich jenseits 640 nm fast gänzlich, obwohl das menschliche Auge bis 780 nm empfindlich ist. Infolgedessen sieht menschliche Haut in diesem Licht eher fahl und ungesund aus, gleiches gilt für satte Rot– und Brauntöne sowie für Holzfarben, zum Beispiel von Inneneinrichtungen. Achten Sie doch beim nächsten Besuch eines Berggasthofes (oder notfalls der nächsten Beiz) auf das fahle Licht, das die so gerühmten Energiesparlampen hier neuerdings verbreiten. Eine ehemals urgemütliche Inneneinrichtung hat ihre Natürlichkeit verloren, und wir erkennen dies, obwohl uns die Lichtindustrie stets beteuert, wie qualitativ hochwertig und dem Glühlampenlicht gleichwertig das Licht ihrer modernen Kompakt-Leuchtstofflampen doch sei.</p>
<h4>Kunstlicht und Gesundheit</h4>
<p>Während unser Organismus im Laufe der Evolution über Millionen von Jahren die Gelegenheit hatte, seine Reaktionen auf Lichtquellen mit natürlicher Spektralverteilung optimal anzupassen, stellt das diskontinuierliche, synthetische Spektrum moderner Lichtquellen eine besondere Herausforderung für unsere vegetativen und hormonellen Regulationsmechanismen dar. Synthetische Lichtquellen wie die Kompakt-Leuchtstofflampe verleiten unseren Körper zu Fehlregulationen, die langfristig erhebliche Gesundheitsschäden nach sich ziehen können. Quecksilberlicht birgt aufgrund des hohen Gehaltes an energiereicher blauer Strahlung hauptsächlich drei Risiken: Erzeugung beziehungsweise Verstärkung von systemischem Stress mit allen möglichen Folgeerkrankungen; Störung der circadianen Regenerationszyklen und damit erhöhtes Krebsrisiko; Gefahr von Augenschäden durch erhöhten oxidativen Stress und verminderte Durchblutung der Netzhaut.</p>
<p>Dieser Artikel erschien erstmalig im Magazin Spuren, <a href="http://www.spuren.ch/archiv/archiv_comments/993_0_83_0_C/" target="_blank" rel="external nofollow">Ausgabe 97</a></p>
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		<title>Streichbare Solarzellen entwickelt</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 23:02:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Forschungserfolge in den USA und Kanada gelungen Notre Dame/Toronto (pte) — Forscher der University of Notre Dame haben eine Farbe entwickelt, die über leitfähigen Untergrund Strom aus Sonnenlicht erzeugen kann. Diese ist günstig herzustellen und ohne Spezial-Equipment auftragbar und soll eine Alternative zu Silizium-basierten Solarmodulen bieten. Auch in Kanada wird an einer ähnlichen Technologie gearbeitet. Saudi-Arabische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Forschungserfolge in den USA und Kanada gelungen</h2>
<div id="attachment_4161" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/20111222017.jpeg" rel="lightbox[4158]"><img class="size-full wp-image-4161 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/20111222017.jpeg" alt="" width="270" height="253" /></a><p class="wp-caption-text">Sun-Believable: Farbe verwandelt Untergrund in Solarzelle (Foto: nd.edu)</p></div>
<p>Notre Dame/Toronto (pte) — Forscher der <a href="http://nd.edu" target="_blank" rel="external nofollow">University of Notre Dame</a> haben eine Farbe entwickelt, die über leitfähigen Untergrund Strom aus Sonnenlicht erzeugen kann. Diese ist günstig herzustellen und ohne Spezial-Equipment auftragbar und soll eine Alternative zu Silizium-basierten Solarmodulen bieten. Auch in Kanada wird an einer ähnlichen Technologie gearbeitet. Saudi-Arabische Interessenten sprechen bereits von einem »Game Changer« in Sachen Energiegewinnung und fördern das Projekt der <a href="http://utoronto.ca" target="_blank" rel="external nofollow">University of Toronto</a> mit zehn Mio. Dollar.</p>
<h4>Nanopartikel als Schlüssel</h4>
<p>Das Geheimnis der Solarfarbe aus Notre Dame liegt in stromerzeugenden Nanopartikeln, sogenannten »Quantum Dots«. Diese bestehen aus Titandioxid und sind zur Verbesserung des Stromflusses entweder mit Cadmiumsulfid oder Cadmiumselenid umhüllt. Sie sind integriert in einen streichbaren Stoffverbund.</p>
<p>»Wir wollten über die Siliziumtechnologie hinauskommen«, sagt Prashant Kamat, Biochemiker am Nano-Wissenschafts– und Technologie-Institut der kanadischen Universität. Er ist Leiter des »Sun-Believable«-Projektes.</p>
<h4>Effizienzgrad noch steigerungsbedürftig</h4>
<p>Die entwickelte Paste wurde bereits erfolgreich getestet. Nach dem Auftragen auf ein durchsichtiges, leitfähiges Material konnte damit Energie erzeugt werden. »Der höchste von uns bisher erreichte Effizienzgrad beträgt einen Prozent und liegt damit klar hinter den zehn bis 15 Prozent kommerzieller Silizium-Solarzellen«, schildert der Forscher gegenüber ScienceDaily.</p>
<p>»Die Farbe kann günstig in großen Mengen hergestellt werden. Wenn es uns gelingt, die Energieausbeute etwas zu steigern, könnten wir zukünftig einen wichtigen Beitrag zur Deckung des Strombedarfs leisten.« Die Forschung unter wird vom US-Energieministerium finanziert.</p>
<h4>Kanadisches Projekt erhält Finanzspritze</h4>
<p>An streichbarer Photovoltaik-Technologie forscht auch Ted Sargent von der University of Toronto. Auch er setzt auf Quantum Dots. Diese werden zu einem kalkulierten Preis von 15 bis 20 Dollar pro Quadratmeter Streichfläche auf Glas-Wafern verteilt. Dem Vernehmen nach konnte hiermit bereits eine Stromausbeute von sechs Prozent realisiert werden. Die Nanopartikel sollen massenhaft hergestellt und an verschiedensten Oberflächen angebracht werden können.</p>
<p>Das Projekt erhielt kürzlich ein Backing in der Höhe von zehn Mio. Dollar (ca. 7,65 Mio. Euro) im Rahmen einer fünfjährigen Kooperation mit der König-Abdullah-Universität für Wissenschaft und Technologie in Thuwal. Die Zusammenarbeit läuft bereits seit 2008.</p>
<p>Dort sprechen Interessenten von einem »Game Changer« und erwarben die Lizenzrechte für die Nutzung der Technologie in 38 nordafrikanischen und asiatischen Ländern, darunter Indien, sowie Russland. Konkrete Pläne für kommerzielle Umsetzungen gibt es noch keine, da man auch hier noch den Fortschritt der Entwicklung abwarten muss.</p>
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