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	<title>OpenMindJournal &#187; Neurowissenschaften</title>
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	<description>Das Online-Journal für Bewusstsein, Lebenspraxis und Change</description>
	<lastBuildDate>Thu, 17 May 2012 11:01:36 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Potential für einen guten Start ins Alter</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 13:29:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was die Hirnforschung zum Thema Altern zu sagen weiss Die Ergebnisse der Hirnforschung aus den letzten Dekaden sind noch nicht sehr tief in unser Alltagsbewusstsein eingedrungen. Das zu ändern wäre für die individuelle wie gesellschaftliche Entwicklung wertvoll. Denn so, wie wir heute leben, werden wir morgen altern. Während Sie diesen Artikel lesen, werden Sie möglicherweise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Was die Hirnforschung zum Thema Altern zu sagen weiss</h3>
<div id="attachment_4705" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/112030_web_R_K_B_by_Jerzy_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4703]"><img class=" wp-image-4705 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/112030_web_R_K_B_by_Jerzy_pixelio.de_-300x300.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Jerzy / pixelio.de</p></div>
<p>Die Ergebnisse der Hirnforschung aus den letzten Dekaden sind noch nicht sehr tief in unser Alltagsbewusstsein eingedrungen. Das zu ändern wäre für die individuelle wie gesellschaftliche Entwicklung wertvoll. Denn so, wie wir heute leben, werden wir morgen altern.</p>
<p>Während Sie diesen Artikel lesen, werden Sie möglicherweise etwas lernen. Die Schaltstellen zwischen den Synapsen in Ihrem Gehirn werden auf spezifische und individuelle Weise partiell aktiviert, partiell deaktiviert: Es verändert sich die Funktion der neuronalen Schaltkreise in Ihrem Gehirn. Vielleicht gefallen Ihnen dieser Artikel oder diese Zeitschrift so sehr, dass Sie das Heft nach der Lektüre an einen Freund verleihen. Je nachdem, wie nachhaltig Sie von den hier entfalteten Themen angesprochen sind, kann es sein, dass Ihr <em>Info3</em>–Heft Ihnen nach ein paar Tagen fehlt: Dies könnte bedeuten, dass die Inhalte sich noch nicht in Ihr Langzeitgedächtnis eingeprägt haben, Ihre Bindung an das Informationsmedium, das Sie in den Händen halten, jedoch so groß ist, dass Sie einmal gemachte Erfahrungen wiederholen wollen – für das Lernen und die Entwicklung Ihres Gehirns die besten Voraussetzungen.</p>
<h4>Unser Gehirn hat das Potenzial, unser Leben zu verändern – und umgekehrt</h4>
<p>Wirklich gelernt haben Sie etwas erst, wenn es Ihr Langzeitgedächtnis verändert: „Eine Änderung der synaptischen Koppelungen ruft somit eine Änderung der Erregungsmuster und damit der Funktion des Netzwerks hervor. Diese Änderung kann flüchtig oder lang anhaltend sein. Im ersteren Fall ist sie rein physiologisch, im letzteren Fall immer strukturell, d.h. dass bestehende Synapsen umgebaut werden, bzw. neue Synapsen entstehen und alte verschwinden.“ Das ist die neurophysiologische bzw. molekularbiologische Grundlage des Lernens und der Bildung des Gedächtnisses, deren Erforschung der amerikanische Neurowissenschaftler und Nobelpreisträger Eric Kandel seine wissenschaftliche Laufbahn gewidmet hat. „Wir sind, wer wir sind, aufgrund dessen, was wir lernen und erinnern. Erinnerung ist der Kleber, der unser mentales Leben zusammenbindet und uns Kontinuität verleiht“, formuliert Kandel in dem preisgekrönten Dokumentarfilm <em>Auf der Suche nach dem Gedächtnis</em> der Filmemacherin Petra Seeger. Bei dieser Erinnerungs-Bildung, die auch Steiner schon als wesentlich für unsere Ich-Identität ansah, spielen molekularbiologische Prozesse eine entscheidende Rolle.</p>
<p>Die Ergebnisse der Forschungen Kandels sind im deutschsprachigen Raum nicht allein durch die Übersetzung seiner spannend zu lesenden Wissenschaftsbiografie, die den gleichen Titel trägt wie die Dokumentation Seegers, einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden, sondern vor allem auch durch die Publikationen von Gerald Hüther und Joachim Bauer. Die Forschungsergebnisse der Hirnforschung aus den letzten Dekaden sind bahnbrechend in mehrfacher Perspektive:</p>
<p>Erstens: „Inzwischen hat sich herausgestellt, dass das Gehirn auch im Erwachsenenalter noch in hohem Maß strukturell formbar ist. Zwar können sich Nervenzellen nach der Geburt nicht mehr teilen (bis auf wenige Ausnahmen), sie sind jedoch zeitlebens in der Lage, ihre komplexen Verschaltungen an neue Nutzungsbedingen anzupassen“, so Gerald Hüther in der <em>Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn</em>. Diese Erkenntnis der Neuroplastizität unseres Gehirns beinhaltet – zweitens – ein radikales Umdenken in Bezug auf unser Verständnis des Verhältnisses von (genetischer) Veranlagung und Umwelt: Gene sind keine Datenspeicher, die uns qua Geburt mitgegeben wurden und seither unser Leben – neben der Umwelt – maßgeblich prägen, sondern es sind flexibel regulierbare Systeme, deren Wirksamkeit im Zusammenspiel mit der Umwelt situativ entfaltet oder gehemmt werden. „Die meisten Gene des Körpers werden reguliert. Nur sehr wenige Gene sind auf einer bestimmten Stufe andauernd und unverändert aktiv“, so Joachim Bauer. Gene sind, wie Joachim Bauer im Rekurs auf den Genforscher Jens Reich ins Bild setzt, ein Konzertflügel, der die vielfältigsten Klangsymphonien hervorbringen kann, je nachdem, wie auf ihm gespielt wird. Dies bedeutet – drittens –, dass Erfahrung, Gedächtnis und Lernen abhängig sind von unseren sozialen Beziehungen. Forschungsergebnisse von der Entdeckung der Spiegelneuronen über die Erforschung der frühkindlichen Entwicklung sowie der erwachsenen Beziehungsstile zeigen, „dass das menschliche Erleben, auch das Lernen, persönliche Beziehungen braucht“. Verschiedene Studien haben Bauer zufolge erwiesen, „dass ein hohes Ausmaß liebevoller Zuwendung nach der Geburt […] eine nachhaltige Prägung des biologischen Stresssystems der Nachkommen zur Folge“ hat: Das Stressgen CRH werde im späteren Leben deutlich weniger stark aktiviert, wenn Kinder die Möglichkeit hatten, eine sichere Bindung zu ihrer Mutter oder einer anderen nahen Bezugsperson aufzubauen. Emotional sicher gebundene Kinder sind weniger ängstlich und bewältigen Lernaufgaben leichter. „Bindungen und soziale Unterstützung haben sich als einer der wichtigsten Schutzfaktoren gegenüber extremen Ausschlägen der biologischen Stressreaktion erwiesen.“ Im Gegenzug sind Bauer zufolge die meisten großen Volkskrankheiten – wie beispielsweise Bluthochdruck – Folgen einer Fehlregulation der Genaktivität, also sozial bedingte Maladaptionen der Funktionsweisen des Gehirns: Psychosozialer Stress und angelernte Verhaltensmuster aus der Kindheit sorgen für Fehlregulierungen der Genaktivität, die dauerhaft krank machen. „Bei den meisten großen Volkskrankheiten haben wir eine Situation, wo gesundheitsschädliche, durch Lebensstile verursachte Signale so lange Gene regulieren bzw. fehlregulieren, bis eine Gesundheitsstörung eingetreten ist.“</p>
<h4>Unser Gehirn ist ein soziales Organ</h4>
<p>Die Forscher sind sich darüber einig, dass – wie Bauer formuliert – „Faktoren, die Gene steuern und Gesundheit beeinflussen können, zu einem wesentlichen Teil aus dem Bereich zwischenmenschlicher Beziehungen kommen“. Bereits in den 90er Jahren spricht der amerikanische Mediziner Leon Eisenberg von der „sozialen Konstruktion des menschlichen Gehirns“. Kurz und bündig nennt Gerald Hüther das Gehirn ein „Sozialorgan“. „Wir selbst wirken durch die Gestaltung unserer zwischenmenschlichen Beziehungen entscheidend daran mit, was sich biologisch in uns abspielt“, so Bauer: „Aus dem, was wir über die biologische Bedeutung sozialer Beziehungen heute wissen, ergibt sich eine Dimension der Verantwortung.“ Mit Hüther gesprochen, stehen wir in der Verantwortung, „die gegenwärtig herrschenden Verhältnisse so zu verändern, dass sie die Ausbildung immer menschlicherer Gehirne ermöglichen“. Denn auch darin sind sich die Forscher einig: Selbst ungünstige frühe soziale Bedingungen müssen, obgleich sie nachweislich ihre Spuren hinterlassen, in neurophysiologischer Hinsicht kein lebenslanges Schicksal mehr sein. In einer bahnbrechenden Engführung von Neurophysiologie und Psychoanalyse versteht Kandel psychologische Therapieverfahren als Bereitstellung eines emotional tragenden Umfeldes, in dem neue Erfahrungen und damit Lernprozesse – begriffen als hirnphysiologische Veränderungen – möglich sind.</p>
<p>Die neueren Erkenntnisse der Neurophysiologie, die den Einfluss unseres Verhaltens und sozialer Faktoren betonen, sind gerade auch im Hinblick auf mögliche Ursachen der Demenz interessant. Hier scheint erwiesen zu sein, dass die Ablagerung von „Plaques“ nicht notwendig mit der Entstehung der Alzheimer-Demenz korreliert, es mithin nicht einfach organische Schädigungen sind, die die Entwicklung einer Demenz bedingen. Joachim Bauer legt in verschiedene Publikationen dar, wie psychosoziale Faktoren das Entstehen einer Demenz begünstigen, so dass wir heute zumindest von einem multifaktoriellen Ansatz ausgehen müssen. Machen wir uns begreiflich, dass die Strukturen unseres Gehirns, seine Flexibilität und Leistungsstärke in Bezug auf Lernen und Gedächtnisbildung einerseits und unser Erleben – und das umfasst auch unser Erleben von der Kontinuität und Kohärenz unserer selbst – wesentlich von unseren zeitlebens geführten sozialen Beziehungen geprägt werden. Dann stellt die inflationäre Verbreitung der Demenz uns allen die Frage, was soziale Gesundheit oder Gesundheit im Sozialen bedeutet, wie wir sie etablieren, pflegen und erhalten können. Das Scheitern im Zwischenmenschlichen, ob beruflich oder privat, scheint eines der größten Probleme unserer Zeit darzustellen, eine Kultur der Beziehungen mehr denn je vonnöten zu sein. Die immens gewachsene Zahl der demenziellen Erkrankungen, aber auch anderer Erkrankungen, wie Burnout und Depression – mit autoritären Erziehungsstilen, einem Mangel an Kreativität, sozialer Plastizität und persönlichen Spielräumen in einen Zusammenhang zu stellen, liegt nah.</p>
<p>Die gute Botschaft ist, dass es immer noch Neuland zu erobern gibt: Dieses große Abenteuer liegt auf dem Weg vom Ich zum Du und findet in unseren Köpfen statt. Keine leichte Einsicht, aber eine, die unser Verhältnis zueinander und zu uns selbst nachhaltig verändern könnte.</p>
<p><em>Literatur:</em></p>
<p>Joachim Bauer: <em>Das Gedächtnis des Körpers. Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern.</em>Piper 2004.</p>
<p>Joachim Bauer: <em>Psychobiologie der Alzheimer-Krankheit: Wirklichkeitskonstruktion und Beziehungsgestaltung. </em>In: Thure von Uexküll u.a.: <em>Integrierte Medizin. Modell und klinische Praxis.</em>Schattauer 2002.</p>
<p>Gerald Hüther: <em>Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn.</em> Vandenhoeck &amp; Ruprecht 2001.</p>
<p>Eric Kandel: <em>Auf der Suche nach dem Gedächtnis. Die Entstehung einer Wissenschaft des Geistes.</em>Pantheon 2006.</p>
<p>Eric Kandel: <em>Psychiatrie, Psychoanalyse und die neue Biologie des Geistes.</em> Suhrkamp 2006.</p>
<p>Petra Seeger: <em>Auf der Suche nach dem Gedächtnis – Der Hirnforscher Eric Kandel.</em> DVD, ISBN 9783898485203, 16,34 € .</p>
<p> </p>
<p>Dieser Artikel erschien erstmals im Magazin Info3, <a href="http://www.info3.de/c5-style/index.php/magazin/info3/archiv/2011/oktober/potential-fuer-einen-guten-start-ins-alter/" target="_blank" rel="external nofollow">Ausgabe Oktober 2011</a></p>
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		<title>Kunstinteressierte sind weniger krank</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 12:48:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gehirn verändert sich positiv — Leidensfähigkeit nimmt zu Rom/Würzburg (pte) — Menschen, die sich für Kunst und Kultur interessieren, kommen besser über einen Schlaganfall hinweg, behauptet Ercole Vellone von der School of Nursing der Universität Rom. In einer Studie, an der 192 Schlaganfall-Patienten teilgenommen haben, sieht Vellone Belege dafür, dass sich Kunstinteressierte schneller erholen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Gehirn verändert sich positiv — Leidensfähigkeit nimmt zu</h2>
<div id="attachment_4685" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/20120326001.jpeg" rel="lightbox[4683]"><img class=" wp-image-4685 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/20120326001.jpeg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Mona Lisa: Kunst hilft, Krankheiten zu überwinden (Foto: pixelio.de, Marco Görlich)</p></div>
<p>Rom/Würzburg (pte) — Menschen, die sich für Kunst und Kultur interessieren, kommen besser über einen Schlaganfall hinweg, behauptet Ercole Vellone von der School of Nursing der <a href="http://bit.ly/GLuPPK" target="_blank" rel="external nofollow">Universität Rom</a>. In einer Studie, an der 192 Schlaganfall-Patienten teilgenommen haben, sieht Vellone Belege dafür, dass sich Kunstinteressierte schneller erholen und besser fühlen als andere.</p>
<p>Kulturbanausen haben hingegen weniger Energie nach einem Schlaganfall. Die Interviewten waren im Schnitt 70 Jahre alt. Die Forscher befragten sie nach ihrem Interesse an Kunst, Musik und Theater. »Unabhängig von der Schwere des Schlaganfalls können wir den Unterschied belegen. Wir gehen davon aus, dass sich das Gehirn positiv verändert, wenn sich Menschen mit Kunst beschäftigen — so dass es sich auch strukturell besser erholt«, sagt Vellone.</p>
<h4>Ähnliche Ergebnisse in Deutschland</h4>
<p>Andrea Kübler vom Institut für Psychologie der <a href="http://psychologie.uni-wuerzburg.de" target="_blank" rel="external nofollow">Universität Würzburg</a> hat Ähnliches festgestellt. »Wir haben anhand von ALS-Patienten gesehen, dass Menschen mit einer höheren Schulbildung eine Krankheit besser bewältigen können«, sagt Kübler im pressetext-Gespräch.</p>
<p>In ihrer Studie »Depression und Lebensqualitat bei Patienten mit amyotropher Lateralsklerose« stellten Kübler und ihr Team ebenfalls fest, dass Patienten, die sich sozial unterstützt fühlen, besser zurecht kommen. Die ALS-Erkrankten waren genau wie die Schlaganfallspatienten glücklicher, weniger ängstlich oder depressiv und fühlten sich ruhiger. Zudem waren ihre Gedächnisleistungen besser und sie konnten leichter kommunizieren.</p>
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		<title>Zweiter interdisziplinärer Kongress zur Meditations– und Bewusstseinsforschung</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/01/06/zweiter-interdisziplinarer-kongress-zur-meditations-und-bewusstseinsforschung/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 20:27:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Meditationstechnologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Zeitbombe Stress und Burn-out: Meditation als neue Resilienz-Strategie einer erschöpften Gesellschaft Berlin/Düsseldorf (humannews) – Die Zahlen sind alarmierend: Etwa jede vierte Führungskraft weist Anzeichen starker vitaler Erschöpfung auf.1, 45 Prozent der Lehrkräfte leiden unter kognitiver Überbeanspruchung und glauben, nicht bis zum Erreichen des Pensionsalters arbeiten zu können 2, 86 Prozent der deutschen Unternehmen betrachten die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Zeitbombe Stress und Burn-out: Meditation als neue Resilienz-Strategie einer erschöpften Gesellschaft</h2>
<div id="attachment_4233" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/dreamstimefree_11456647.jpg" rel="lightbox[4231]"><img class=" wp-image-4233 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/dreamstimefree_11456647-300x211.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">© Melinda Nagy | Dreamstime.com</p></div>
<p>Berlin/Düsseldorf (humannews) – Die Zahlen sind alarmierend: Etwa jede vierte Führungskraft weist Anzeichen starker vitaler Erschöpfung auf.<sup class='footnote'><a href="#fn-4231-1" id='fnref-4231-1'>1</a></sup>, 45 Prozent der Lehrkräfte leiden unter kognitiver Überbeanspruchung und glauben, nicht bis zum Erreichen des Pensionsalters arbeiten zu können <sup class='footnote'><a href="#fn-4231-2" id='fnref-4231-2'>2</a></sup>, 86 Prozent der deutschen Unternehmen betrachten die Zunahme psychischer Erkrankungen als ernsthaftes Problem <sup class='footnote'><a href="#fn-4231-3" id='fnref-4231-3'>3</a></sup>. Der Kongress Meditation &amp; Wissenschaft 2012, der vom 16. bis 17. November 2012 in Berlin stattfindet, zeigt auf, wie Meditation als gesundheitsförderndes Korrektiv den Stress– und Erschöpfungssyndromen der Leistungsgesellschaft entgegenwirken und im Zuge eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements die Basis für neue Resilienz-Strategien legen kann. Veranstaltet wird der Kongress von der Oberberg Stiftung, Berlin, und der Identity Foundation, Düsseldorf.</p>
<h4>Bessere Stressresistenz und Leistungsfähigkeit durch Meditation: Empirische Grundlagenstudien und Best Practices<strong><br />
</strong></h4>
<p>»Unsere Studien zeigen, dass regelmäßige Meditation die Fähigkeit verbessert, mit Druck, hohen Belastungen und herausfordernden Situationen besser umzugehen. 73 Prozent der Meditierenden verspüren beispielsweise ein besseres Selbstgefühl« <sup class='footnote'><a href="#fn-4231-4" id='fnref-4231-4'>4</a></sup>, so Prof. Dr. Dieter Vaitl, Direktor des Bender Institute of Neuroimaging der Universität Gießen und Vorsitzender des wissenschaftlichen Kuratoriums des Kongresses.</p>
<p>Der Kongress wird die Bedeutung von Meditation für unser gesellschaftliches Wertesystem in den Kontexten des Bildungssystems (Schule, Hochschule, Pädagogik) und der Arbeitswelt (Wirtschaftswelt, Berufsleben, Burn-out-Prophylaxe) beleuchten. Übersichtsvorträge skizzieren den aktuellen Forschungsstand. Anhand von Projekten und Best Practices werden die Wirkungszusammenhänge von Meditation in den beschriebenen Anwendungsgebieten empirisch nachprüfbar dargestellt.</p>
<p>Dabei werden folgende Fragen konkretisiert und beantwortet:</p>
<ul>
<li>Wie wird Meditation in den Schulunterricht integriert und schafft so bessere Rahmenbedingungen für Schüler und Lehrer?</li>
<li>Welche Bedeutung hat Meditation im aktiven Berufsleben? (z.B. in Medizin, Therapie, Pflege, Führung, Bildungswesen)</li>
<li>Welche Wirkung hat Meditation in der Arbeitswelt? (Förderung von Kreativität, Konzentration, Leistungs– und Entscheidungsfähigkeit sowie gesundheitlicher Balance)</li>
<li>Welche Bedeutung hat Meditation in der Prävention?</li>
<li>Welche Risiken können durch intensive Meditationspraxis entstehen?</li>
<li>Welche diagnostischen und therapeutischen Kompetenzen sind bei der Vermittlung von Meditationsverfahren geboten? (Qualitätssicherung bei der Ausbildung von Meditationslehrern)</li>
</ul>
<p><em>Informationen zur Anmeldung und zu den Details des Programms</em><br />
<em>unter: </em><em><a title="Opens external link in new window" href="http://www.meditation-wissenschaft.org/" target="_blank" rel="external nofollow">www.meditation-wissenschaft.org</a></em></p>
<p><em>Veranstalter: Die Identity Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung für Philosophie und Wissenschaftsförderung, deren Schwerpunkt auf Forschungen zum Selbstverständnis von Personen, Gruppen und Institutionen liegt. Sie konzentriert sich auf Einzelprojekte in sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kontexten. Die Stiftung wurde 1998 vom Gründer der Kommunikationsagentur Pleon Kohtes Klewes Paul J. Kohtes und seiner Frau Margret ins Leben gerufen. <a title="Opens external link in new window" href="http://www.identity-foundation.de/" target="_blank" rel="external nofollow">www.identity-foundation.de</a></em></p>
<p><em>Die gemeinnützige Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt – ehemals Deutsche Suchtstiftung Matthias Gottschaldt – ist benannt nach dem Gründer der Oberbergkliniken, Prof. Dr. Matthias Gottschaldt. Sie wurde 1998 von seiner Frau Dr. Edda Gottschaldt ins Leben gerufen. Ihre Vision ist die Förderung einer Integralen Heilkunst. Die Stiftung schlägt eine Brücke von der Pathogenese zur Salutogenese, von der Selbsttranszendenz zu Wachstum und Verbundenheit. <a title="Opens external link in new window" href="http://www.oberberg-stiftung.de/" target="_blank" rel="external nofollow">www.oberberg-stiftung.de</a></em></p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-4231-1'>Studie des Instituts für angewandte Innovationsforschung an der Ruhr-Universität Bochum (2011), <a href="http://www.iai-bochum.de/aktuelles/presse/321-jeder-vierte-manager-ist-burn-out-kandidat-thomas-kley-im-gespraech-mit-financial-times-deutschland.html" target="_blank" rel="external nofollow">http://www.iai-bochum.de/aktuelles/presse/321-jeder-vierte-manager-ist-burn-out-kandidat-thomas-kley-im-gespraech-mit-financial-times-deutschland.html</a> <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-4231-1">↩</a></span></li>
<li id='fn-4231-2'>Studie der DAK und der Leuphana Universität Lüneburg (2011), <a href="http://www.gemeinsam-gesunde-schule-entwickeln.de/tl_files/Dateien/Studien/DAK-Leuphana-Studie_Lehrergesundheit.pdf" target="_blank" rel="external nofollow">http://www.gemeinsam-gesunde-schule-entwickeln.de/tl_files/Dateien/Studien/DAK-Leuphana-Studie_Lehrergesundheit.pdf</a> <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-4231-2">↩</a></span></li>
<li id='fn-4231-3'>Studie der IG Metall (2011), <a href="http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/internet/style.xsl/ig-metall-umfrage-betriebsraete-bestaetigen-steigenden-8560.htm" target="_blank" rel="external nofollow">http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/internet/style.xsl/ig-metall-umfrage-betriebsraete-bestaetigen-steigenden-8560.htm</a> <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-4231-3">↩</a></span></li>
<li id='fn-4231-4'>Bender Institute of Neuroimaging (2010) <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-4231-4">↩</a></span></li>
</ol>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Sinneseindrücke brauchen richtiges Timing</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/12/19/sinneseindrucke-brauchen-richtiges-timing/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 21:03:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mind]]></category>
		<category><![CDATA[Neurowissenschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[Gehirn schließt von Korrelation auf kausale Beziehung Tübingen (pte) — Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts (MPI) für biologische Kybernetik, des Bernstein Zentrums Tübingen, der Universitäten Oxford und Bielefeld haben untersucht, wie das Gehirn die Informationen mehrerer Sinne zusammenführt. Das Ergebnis: Das menschliche Gehirn nutzt die Korrelation zwischen den zeitlichen Veränderungen der Signale, um herauszufiltern, welche Signale zusammengehören. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Gehirn schließt von Korrelation auf kausale Beziehung</h2>
<div id="attachment_4081" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4b5a105621273_s.jpg" rel="lightbox[4079]"><img class=" wp-image-4081 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4b5a105621273_s-300x199.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / weitweg © Jonathan Willmann</p></div>
<p>Tübingen (pte) — Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts (MPI) <a href="http://kyb.mpg.de" target="_blank" rel="external nofollow">für biologische Kybernetik</a>, des <a href="http://bccn-tuebingen.de" target="_blank" rel="external nofollow">Bernstein Zentrums Tübingen</a>, der Universitäten Oxford und Bielefeld haben untersucht, wie das Gehirn die Informationen mehrerer Sinne zusammenführt. Das Ergebnis: Das menschliche Gehirn nutzt die Korrelation zwischen den zeitlichen Veränderungen der Signale, um herauszufiltern, welche Signale zusammengehören.</p>
<h4>Einheitliche Korrelation</h4>
<p>»Wenn man jemandem zuhört und zugleich sieht, wie derjenige seine Lippen bewegt, kommt der Ton intensiver im Gehirn an«, erklärt MPI-Forscher Cesare Parise gegenüber pressetext. Wenn Ton und Bewegung Sekunden verschoben sind, bringt das Gehirn beide dennoch in eine Korrelation — nur wird das Ereignis nicht so intensiv wahrgenommen. Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass das Gehirn einfach die Gleichzeitigkeit der Sinneseindrücke registriert.</p>
<p>Tatsächlich bildet die Ähnlichkeit der zeitlichen Strukturen der Sinnessignale für das Gehirn eine Grundlage bei der Entscheidung, ob die Signale verschiedener Sinne eine gemeinsame Ursache haben. Das Forscherteam hat die Rolle der Signalkorrelation bei der gemeinsamen Verarbeitung der Eindrücke verschiedener Sinne untersucht.</p>
<div id="attachment_4084" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/20111219019.jpeg" rel="lightbox[4079]"><img class=" wp-image-4084 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/20111219019.jpeg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Test: Studienteilnehmerin beim Experiment (Foto: Jochen Kopp/Cesare Parise)</p></div>
<h4>Tests mit Tönen und Bildern</h4>
<p>Die Forscher ließen Studienteilnehmer bei Experimenten eine Abfolge von Tönen und Bildeinblendungen lokalisieren. Die Studienteilnehmer saßen vor einer großen Leinwand, von der aus akustische Reize als Abfolge von einzelnen Klickgeräuschen und Sehreize als Abfolge aufblitzender Flecken aus verschiedenen Richtungen im Raum eingespielt wurden.</p>
<p>Bei einem Teil der Versuche wurden nur Seh– oder nur Hörreize präsentiert. Bei anderen Versuchen wurden beide Reize in Kombination abgespielt. Bei den Kombinationsversuchen waren außerdem die Abfolgen der Seh– und Hörreize teilweise miteinander zeitlich abgestimmt, teilweise nicht. Die Studienteilnehmer hatten jeweils die Aufgabe, die Reizquelle zu lokalisieren.</p>
<h4>Zusammenspiel von Reizen wichtig</h4>
<p>Die Angaben der Testpersonen waren präziser, wenn die Geräusch– und Bildabfolgen zusammen statt einzeln präsentiert wurden. Waren die Reize nicht miteinander korreliert, war die Präzision nur unwesentlich erhöht. Die Präzision war am höchsten, wenn die Geräusch– und Bildabfolgen miteinander korrelierten, dann erreichte die Leistung der Studienteilnehmer fast das theoretische Maximum.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen die Signale mehrerer Sinne nur dann optimal miteinander kombinieren, wenn diese zeitlich korrelieren. Das Gehirn nutzt also die Korrelation zwischen den Sinnessignalen, um auf eine gemeinsame Ursache zu schließen. Den Forschern zufolge hat das Gehirn damit eine effiziente Fähigkeit entwickelt, sich durch die Umgebungsreize des Alltagslebens zu bahnen.</p>
<p>»Dadurch können wir beispielsweise bei einer lauten Cocktailparty zuordnen, welche Person mit welcher Stimme spricht«, sagt Parise. »Unsere Augen und Ohren nehmen ständig Sinnesinformationen auf, und unser Gehirn gibt allem einen Sinn, indem es Bilder und Geräusche mit ähnlichen zeitlichen Strukturen zusammenführt.«</p>
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		<title>Beten verbindet Felder</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 13:31:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Quantenphysik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie kann morphische Resonanz unsere Wahrnehmung der Welt erweitern? Auf dem Weg zu einer lebenswerten Post-Kollaps-Gesellschaft ist die Kraft der Vision das stärkste Werkzeug des Menschen. Wir laden herausragende Visionärinnen und Visionäre ein, Oya ihre zukunftsweisenden Gedanken zu schenken. Von alters her lässt ein starker und weitverbreiteter Glaube an die Wirksamkeit des Gebets, für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Wie kann morphische Resonanz unsere Wahrnehmung der Welt erweitern?</h2>
<p><em>Auf dem Weg zu einer lebenswerten Post-Kollaps-Gesellschaft ist die Kraft der Vision das stärkste Werkzeug des Menschen. Wir laden herausragende Visionärinnen und Visionäre ein, Oya ihre zukunftsweisenden Gedanken zu schenken.</em></p>
<div id="attachment_4027" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4e56b8861ae78_s.jpg" rel="lightbox[4014]"><img class="size-medium wp-image-4027 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4e56b8861ae78_s-300x199.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / good morning sunshine! © Stefan Zimmer</p></div>
<p>Von alters her lässt ein starker und weitverbreiteter Glaube an die Wirksamkeit des Gebets, für die Lebenden wie die Toten, vermuten, dass das Bewusstsein nicht auf den physischen Körper beschränkt ist. Weisheitstraditionen aus aller Welt überliefern nicht nur, dass Gebete auf eine wie auch immer geartete Weise den Ahnen helfen oder Hilfe von diesen erwirken, sondern auch die physischen Umstände der Lebenden beeinflussen können.</p>
<p>Wenn Gebete Auswirkungen auf die physische Welt haben, so sollten diese auch messbar und naturwissenschaftlich erforschbar sein. Der Mediziner Larry Dossey führt in seinem Buch »Heilende Worte« eine Fülle interessanter Experimente auf, deren Ergebnisse an der vorherrschenden materialistischen Weltsicht rütteln. Mehr als die Hälfte von 131 kontrollierten Experimenten zur Heilkraft des Gebets hatten statistisch signifikante Ergebnisse. Zu den bekanntesten zählt eine mit 393 Patienten an der kardiologischen Abteilung des San Francisco General Hospital durchgeführte Doppelblindstudie. Für 192 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Patienten wurde in Gebetsgruppen von zu Hause aus gebetet, für die anderen nicht. Jene, für die gebetet worden war, erholten sich schneller, und die Sterblichkeitsrate war geringer.</p>
<p>Um solche Ergebnisse über die Wirksamkeit des Gebets deuten zu können, müssen die Naturwissenschaften ihre Grundannahmen über das Wesen von Kausalität revidieren. Dazu ist eine andere Kausalkraft als die Mechanik elektrochemischer Interaktionen vonnöten. Die gegenwärtige Standardsicht ist jedoch rein mechanistisch, trotz des Geredes über Chaos– und Komplexitätstheorie. Selbst wenn diese Theorien mit Hilfe ausgefeilter Computermodelle auf die Lebenswissenschaften angewendet werden, so erklären sie die Welt nach wie vor anhand mechanischer, auf bekannten physischen und chemischen Prozessen basierender Kausalkräfte. Empirische Studien über das Gebet, ebenso wie die umfangreichen Forschungen zu Telepathie, Hellsichtigkeit und Psychokinese, bringen solche mechanistischen Weltbilder ins Wanken.</p>
<h4>Ganzheitliche Wissenschaft und mentale Felder</h4>
<p>Unter ganzheitlichen Denkern gibt es jene, die einen Holismus anstreben, der nicht mit der uns bekannten Naturwissenschaft in Konflikt gerät; anstatt die Möglichkeit der Existenz anderer Kausalkräfte zu erforschen, versuchen sie mit Hilfe von Computertechnik und elaborierten Rechenmodellen, diesen Holismus anhand von Komplexität und Selbstorganisation der konventionellen Kräfte zu erklären. Die Eigenschaften lebendiger Systeme unterscheiden sich hier nicht wesentlich von denen physikalischer und chemischer Wechselwirkungen.</p>
<p>Dann gibt es jene Minderheit, zu der auch ich mich zähle, die der Meinung ist, dass es weit mehr als die uns bekannten chemischen, physikalischen und mathematischen Modelle gibt. Ich bin der Ansicht, in der Natur wirken noch ganz andere Kausalkräfte, die auch ganz andere Wirkungen als die allgemein anerkannten erzielen – und diese müssen wir berücksichtigen, wenn wir unsere Erfahrung der Welt und die Welt selbst verstehen wollen. Solche anderen Kausalfaktoren wirken etwa bei paranormalen Phänomenen, bei Gebeten und Heilungserlebnissen. Meine gesamte Theorie der morphischen Resonanz beruht darauf, dass es in der Natur mehr gibt als die für gewöhnlich akzeptierten physikalischen Kräfte. Und diese anderen Kräfte sind zentral für die Organisation des Lebens und des Bewusstseins.</p>
<p>Im Gegensatz zu positivem Denken, das sich nur um das eigene Bewusstsein und die eigenen Wünsche und Bedürfnisse dreht, rufen wir im Gebet eine höhere Macht an, sie möge ein bestimmtes Ergebnis für uns oder andere Lebende oder Tote herbeiführen. Einem mechanischen Weltbild zufolge können die Gedanken in unserem Kopf unmöglich Auswirkungen auf räumlich entfernte Dinge oder Wesen haben. Demzufolge verursachen sie bestenfalls elektrochemische Störungen, die zwar mit hochsensiblen Geräten messbar, aber bereits in einigen Zentimetern Entfernung kaum noch feststellbar sind. Die mechanistische Naturwissenschaft schließt nämlich kategorisch aus, dass die Gedanken in meinem Kopf, ob in Form von positivem Denken oder Gebeten, über Entfernungen hinweg Einfluss auf die Welt ausüben können.</p>
<p>Wie aber ließe sich das Gebet in ein naturwissenschaftliches Weltbild einfügen? Der Schlüssel zum Verständnis des Gebets als wissenschaftlichem Phänomen liegt meiner Ansicht nach darin, dass wir uns von der Vorstellung verabschieden, das Bewusstsein befände sich im Gehirn, isoliert im Inneren unseres Schädels, ohne die Außenwelt beeinflussen zu können. Ich betrachte das Bewusstsein dem gegenüber als Feld. Mentale Felder bilden meiner Meinung nach die Grundlage habitueller Denkmuster. Mentale Felder übersteigen, durchdringen und überlappen elektromagnetische Gehirnmuster. So können mentale Felder über unser Gehirn Auswirkungen auf unseren Körper haben, sind jedoch weit über die Grenzen unseres Gehirns hinaus wirksam.<br />
Akzeptieren wir, dass sich das Bewusstsein durch mentale Felder über große Entfernungen hinweg ausdehnen kann, so verfügen wir über ein Verbindungsmedium, über das die Kraft des Gebets seine Wirksamkeit entfalten kann. Wir haben es dann nicht mehr mit einem rein mechanischen, neuronalen System zu tun. Ein mentales Feld ist ein Medium, das eine Reihe von nicht-lokalen Verbindungen mit geliebten und vertrauten Menschen, Tieren und Orten, ja, mit dem Rest der Welt ermöglicht. Diese erweiterten mentalen Felder schaffen einen Rahmen, innerhalb dessen Gebete ihre nicht-lokale Wirkung entfalten könnten.</p>
<h4>Nicht-lokales Bewusstsein</h4>
<p>Dies ergibt noch keine ausformulierte naturwissenschaftliche Theorie des Gebets – ganz im Gegenteil, es ist sogar hochspekulativ. Für mich liegt es jedoch auf der Hand, dass wir eine Theorie eines solchen »erweiterten Bewusstseins« brauchen. Die vorherrschende Sicht eines im Schädel eingeschlossenen »begrenzten Bewusstseins«, wurde im 17. Jahrhundert durch Descartes aufgebracht. Dieses Modell, das unser Bewusstsein von unserer Umgebung abschottet und in eine kleine Gehirnregion verbannt, widerspricht unserer unmittelbaren Erfahrung. Wenn Sie diese Seite lesen, so erfahren Sie sie als außerhalb ihres Schädels gelegen, nicht als Produkt ihres Gehirns. Zu behaupten, diese und alle anderen unserer Wahrnehmungen befänden sich nur in unserem Gehirn, ist eine Theorie, keine Erfahrung.</p>
<p>Allerdings sollte man sich das erweiterte Bewusstsein nicht als undifferenziertes, amorphes Feld vorstellen. Ein Sprung vom »begrenzten Bewusstsein« zu einem grenzenlosen, universellen Bewusstsein erscheint mir in wissenschaftlicher Hinsicht wenig hilfreich. Ich betrachte morphische Felder trotz ihrer erweiterten und nicht-lokalen Wirkung als Teil unseres individuellen wie kollektiven Bewusstseins, halte jedoch nichts davon, sie mit einem ultimativen universellen Bewusstsein gleichzusetzen: Morphische Felder sind nicht Gott. Sie sind insofern nicht-lokal, als sie sich – ähnlich wie Gravitationsfelder – über enorme Entfernungen hinweg ausdehnen können. Würde ich etwa von meinem Haus in London für jemanden in Australien beten, so würde sich die Information über das morphische Feld fortsetzen und dem Gebet Wirksamkeit verleihen. Damit eine mentale Verbindung über morphische Felder entsteht, muss es meiner Ansicht nach etwas geben, das mich mit der anderen Person verbindet. Erst wenn zwei Menschen in Kontakt kommen und eine mentale Verbindung aufbauen, die beispielsweise als Zuneigung, Liebe oder Hass erfahren wird, werden ihre morphischen Felder Teil eines größeren, umfassenderen Felds. Wenn sie dann voneinander scheiden, dehnt sich ihr Teil des morphischen Felds gewissermaßen elastisch aus, so dass eine »mentale Spannung« oder Verbindung zwischen ihnen aufrecht erhalten bleibt.</p>
<h4>Verschachtelte morphische Felder</h4>
<p>Morphische Felder sind in verschachtelten Hierarchien organisiert. So befinden sich beispielsweise die morphischen Felder, die die Atome in unserem Körper umgeben, innerhalb von morphischen Feldern höherer Ordnungen, etwa jenen von Molekülen, Organellen, Zellen, Organen und Gliedmaßen, die alle innerhalb des zum gesamten Körper gehörenden morphischen Felds existieren. Das Körperfeld ist wiederum Teil des Feldes, das sich aus den Beziehungen, die eine Familie ergeben, zusammensetzt, welches wieder Teil eines größeren gesellschaftlichen Zusammenhangs ist. Gesellschaften sind in Ökosysteme und Ökosysteme wiederum in das planetare System »Gaia« eingebettet. Diese Reihe verschachtelter morphischer Felder lässt sich so lange weiterdenken, bis sie, jenseits der Beschränkungen des planetaren Systems, des Sonnensystems und der Galaxis, das gesamte Universum einschließt.</p>
<p>Selbst bei Einsteins raumzeitlichem Gravitationsfeld handelt es sich um ein universelles, kosmisches Feld, das alles zusammenhält und vernetzt und so erst ein Universum, ein »in eins Gekehrtes« ermöglicht. Es wirkt ähnlich wie die Weltseele oder anima mundi der neuplatonischen Philosophie. Es umschließt den gesamten Kosmos und umfasst Ebenen über Ebenen von morphischen Feldern in wieder anderen Feldern, in die wir alle eingebettet sind. Das menschliche Leben ist somit in viel größere Organisationsfelder eingebunden. Inwiefern diese bewusst sind, bleibt nach wie vor spekulativ. Ich gehe jedoch davon aus, dass Felder höherer Ordnungen nicht über weniger, sondern eher über mehr Bewusstsein verfügen als wir selbst, nicht etwa weil sie größer sind, sondern schlichtweg deshalb, weil sie umfassender und komplexer sind und mehr Möglichkeiten in sich vereinen.</p>
<p>Auf diese Weise lässt sich ein Kosmos beschreiben, dem von der allerkleinsten bis zur allergrößten Ebene Intelligenz innewohnt. In einem solchen Kosmos ging das Bewusstsein nicht aus unbewusster Materie hervor, sondern: Am Anfang war die bewusste Intelligenz. Begeben wir uns auf die Suche nach dem Wesen des Bewusstseins, so sollten wir uns vielleicht weniger mit Atomen und Quanten beschäftigen – obwohl vermutlich auch diese über eine Art von Bewusstsein verfügen –, sondern eher mit Sonnensystemen, Galaxien und dem ganzen Kosmos. Vermutlich birgt die gesamte kosmische Ordnung all diese verschiedenen Ebenen von Kreativität, Intelligenz und Bewusstsein. Ähnliche Lehren finden sich auch in allen mir bekannten Weisheits­traditionen.</p>
<p><em>Dieser Artikel erschien erstmals im Magazin OYA, anders denken, anders leben, <a href="http://www.oya-online.de/article/read/558-Beten_verbindet_Felder.html" target="_blank" rel="external nofollow">Ausgabe 11/2011</a>. Bearbeitete Fassung eines erstmals in Noetic Sciences Review (Sommer 1994) erschienenen Artikels.</em></p>
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		<title>Begeisterung steuert Hirnentwicklung</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 22:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Forscher: Emotionaler Bezug zu Lerninhalten nötig Göttingen/London (pte) — Unser Gehirn verändert sich das ganze Leben lang durch neue Erfahrungen. Speziell dann, wenn die Motivation zum Lernen stimmt, vermehren und verbinden sich die grauen Zellen in jenen Regionen, die jeweils am meisten beansprucht werden. Diese These vertritt der Hirnforscher Gerald Hüther von der Universität Göttingen im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Forscher: Emotionaler Bezug zu Lerninhalten nötig</h2>
<div id="attachment_3993" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/taxi_in_london.jpeg" rel="lightbox[3990]"><img class="size-full wp-image-3993 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/taxi_in_london.jpeg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Taxifahrer in London: Straßenmerken lässt das Gehirn wachsen (Foto: Flickr/Mole)</p></div>
<p>Göttingen/London (pte) — Unser Gehirn verändert sich das ganze Leben lang durch neue Erfahrungen. Speziell dann, wenn die Motivation zum Lernen stimmt, vermehren und verbinden sich die grauen Zellen in jenen Regionen, die jeweils am meisten beansprucht werden. Diese These vertritt der Hirnforscher Gerald Hüther von der <a href="http://psychiatrie-uni-goettingen.de" target="_blank" rel="external nofollow">Universität Göttingen</a> im Interview. »Es kommt immer darauf an, welche Bedeutung das Lernen für den Menschen hat — egal wie alt er ist«, betont der Experte.</p>
<h4>Motivierte Daumen</h4>
<p>Die Gehirnregion für die Daumensteuerung ist bei Jugendlichen in den vergangenen Jahren sprunghaft angewachsen, zeigen englische Studien. Bei täglich gezieltem Daumentraining über mehrere Stunden allein wäre dies laut Hüther kaum in diesem Ausmaß zu beobachten. »Treibender Faktor ist die Begeisterung, mit der Jugendliche mit anderen über SMS kommunizieren. Das Gehirn ist kein Muskel, den man beliebig zwingen und belehren kann, sondern braucht für die Weiterentwicklung die richtige emotionale Anregung.«</p>
<p>Die Bedeutung von Lerninhalten oder dem Lernen selbst macht sich laut dem Göttinger Forscher durch die Aktivierung der Emotionszentren im Mittelhirn bemerkbar. »Bei dem Kribbeln, das man dabei verspürt, werden im Gehirn Neuroplastische Botenstoffe ausgeschüttet — Dopamin oder Peptidhormone wie etwa Endorphine. Diese sind Weichmacher, die das Gehirn dort verformbar machen, wo es gebraucht wird«, so der Experte. Je deutlicher Menschen in ihrer Ausbildung ein Berufsziel vor Augen haben, desto eher meistern sie demnach die Hürden auf dem Weg dorthin.</p>
<h4>Taxifahrer-Gehirn</h4>
<p>Einen aktuellen Hinweis dafür liefert eine Studie an Londoner Taxifahrern. Schon seit Jahren weiß man, dass bei dieser Berufsgruppe der Hippocampus vergrößert ist — eine für das Gedächtnis und 3D-Bewegung zuständige Gehirnregion. Nun bestätigten Kernspin-Tests bei Taxifahrer-Kandidaten vor und nach dem mehrjährigen Kurs, dass diese Veränderung erst beim geforderten Einprägen der 25.000 Straßen geschieht, berichtet Eleanor Maguire vom <a href="http://fil.ion.ucl.ac.uk" target="_blank" rel="external nofollow">University College London</a> in der Zeitschrift »Current Biology«.</p>
<p>Hüther sieht seine These darin bestätigt, dass das Hippocampus-Wachstum nur bei den Taxi-Aspiranten eintrat, die die Prüfung bestanden. »Offensichtlich gelingt nur jenen die Umstrukturierung des Gehirns, die sich tatsächlich für diesen Beruf begeistern«, so der Forscher. Allerdings verabsäumte die Studie, den Faktor Motivation gesondert zu untersuchen. »Die Gescheiterten gaben teils an, dass sie nicht genug Zeit oder Geld zum Lernen hatten, während anderen die Prüfung einfach zu schwer war«, so die britische Studienleiterin Maguire gegenüber pressetext.</p>
<h4>Ziel gibt Rückenwind</h4>
<p>Entscheidend dürfte der Rückenwind an Motivation jedoch besonders für den Schulunterricht sein. »Bildung gelingt dort, wo Lehrer das Interesse der Schüler für Lerninhalte wecken, einen leistungsorientierten Teamgeist entstehen lassen und auch emotional betroffen machen. Schüler müssen herausfinden, was ein Thema für sie selbst bedeutet«, erklärt Hüther. In den meisten Schulen bestehe hier derzeit noch enormer Aufholbedarf.</p>
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		<title>Gehirn schützt Körper vor Überanstrengung</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/12/08/gehirn-schutzt-korper-vor-uberanstrengung/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 22:44:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Forscher können nachweisen, wie Muskelermüdung im Kopf entsteht Zürich (pte) — Bei Muskelermüdung spielt das Gehirn eine wichtige Rolle. Forscher der Universität Zürich haben einen Mechanismus aufgedeckt, der bei ermüdenden Aufgaben eine Reduktion der Muskelleistung bewirkt. »So wird dafür gesorgt, dass die eigenen physiologischen Grenzen nicht überschritten werden. Der Körper wird vor Überlastung geschützt, damit bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Forscher können nachweisen, wie Muskelermüdung im Kopf entsteht</h2>
<div id="attachment_3981" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/Versuch_im_Labor.jpeg" rel="lightbox[3978]"><img class="size-full wp-image-3981 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/Versuch_im_Labor.jpeg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Versuch im Labor: Fahrrad-Ergometer zur Messung der Hirnaktivität (Foto: uzh.ch)</p></div>
<p>Zürich (pte) — Bei Muskelermüdung spielt das Gehirn eine wichtige Rolle. Forscher der <a href="http://uzh.ch" target="_blank" rel="external nofollow">Universität Zürich</a> haben einen Mechanismus aufgedeckt, der bei ermüdenden Aufgaben eine Reduktion der Muskelleistung bewirkt. »So wird dafür gesorgt, dass die eigenen physiologischen Grenzen nicht überschritten werden. Der Körper wird vor Überlastung geschützt, damit bei Todesgefahren Reservekapazitäten übrig bleiben«, sagt Studienleiter Kai Lutz im pressetext-Gespräch.</p>
<h4>Empirischer Beweis erbracht</h4>
<p>Die Wissenschaftler waren bereits theoretisch davon ausgegangen, dass Muskelermüdung und Änderungen der Interaktion zwischen neuronalen Strukturen zusammenhängen. Mit ihrer Studie konnten sie diesen Mechanismus nun erstmals empirisch nachweisen. Die Forschenden konnten zeigen, dass im Verlauf einer ermüdenden Aufgabe Nervenimpulse aus dem Muskel — ganz ähnlich wie Schmerzinformationen — das primäre motorische Areal hemmen.</p>
<p>Nachweisen konnten sie dieses Phänomen anhand von Messungen, bei denen Probanden ermüdende Oberschenkelkontraktionen wiederholt haben. Ermüdungsbedingte Hemmprozesse fielen signifikant schwächer aus. Im zweiten Schritt wurden mit Hilfe einer funktionellen Magnetresonanztomographie jene Hirnregionen lokalisiert, welche kurz vor dem Abbruch einer kraftfordernden Aufgabe einen Aktivitätsanstieg verzeichnen.</p>
<h4>Kommunikation wird intensiver</h4>
<p>Es sind der Thalamus und der insuläre Kortex. Das sind Hirnareale, die auch Informationen analysieren, welche dem Organismus eine Bedrohung vermitteln, wie beispielsweise Schmerz oder Hunger. Im letzten Schritt konnten die Forscher nachweisen, dass die hemmenden Einflüsse auf die motorische Aktivität tatsächlich via insulären Kortex vermittelt werden. Bei Tests mit dem Fahrradergometer konnten sie beweisen, dass die Kommunikation zwischen dem insulären Kortex und dem primären motorischen Areal mit fortschreitender Ermüdung intensiver wurde.</p>
<p>»Dies kann als Beleg dafür gelten, dass das gefundene neuronale System nicht nur das Gehirn informiert, sondern auch tatsächlich regulierend auf die motorische Aktivität einwirkt«, so Doktorandlin Lea Hilty. Neuropsychologe Lutz verweist auf das neue Forschungsfeld, das sich mit diesen Ergebnissen nun eröffnet: »Die Erkenntnisse sind ein wichtiger Schritt bei der Aufdeckung der Rolle, die das Gehirn bei der Muskelermüdung spielt. Auf Basis dieser Arbeiten wird es nicht nur möglich, Strategien zur Optimierung muskulärer Leistung zu entwickeln, sondern auch gezielt nach Gründen für reduzierte muskuläre Leistungsfähigkeit bei verschiedenen Krankheiten zu forschen.«</p>
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		<title>Gehirn– Aufmerksamkeit und Bewusstsein getrennt</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 22:50:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Primär-Sehrinde ist Eingang zur visuellen Verarbeitung in Großhirnrinde Tübingen (pte) — Aufmerksamkeit und Bewusstsein sind zwei grundlegend verschiedene Prozesse im Gehirn. Das haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik zusammen mit japanischen Kollegen aus einer Reihe von Verhaltensbeobachtungen geschlossen. Sie liefern den ersten experimentellen Nachweis, dass die primäre Sehrinde nur durch Aufmerksamkeit, nicht aber durch das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Primär-Sehrinde ist Eingang zur visuellen Verarbeitung in Großhirnrinde</h2>
<div id="attachment_3623" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/dreamstime_xs_19001492.jpg" rel="lightbox[3620]"><img class="size-medium wp-image-3623 " title="-" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/dreamstime_xs_19001492-300x200.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Gehirn: Forscher untersuchen Informationsverarbeitung — Bildquelle: © Asierfotografik | Dreamstime.com</p></div>
<p>Tübingen (pte) — Aufmerksamkeit und Bewusstsein sind zwei grundlegend verschiedene Prozesse im Gehirn. Das haben Wissenschaftler des <a href="http://kyb.mpg.de" target="_blank" rel="external nofollow">Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik</a> zusammen mit japanischen Kollegen aus einer Reihe von Verhaltensbeobachtungen geschlossen. Sie liefern den ersten experimentellen Nachweis, dass die primäre Sehrinde nur durch Aufmerksamkeit, nicht aber durch das Bewusstsein aktiviert wird. Die primäre Sehrinde ist der Eingangsbereich zur visuellen Informationsverarbeitung in der Großhirnrinde.</p>
<h4>Nervenzellen agieren nie gleich</h4>
<p>Dieses Ergebnis bekräftigt die Hypothese, dass Nervenzellen unterschiedlich auf Aufmerksamkeit und Bewusstsein reagieren. »Es geht um die genaue Erforschung des Gehirns«, erklärt Masataka Watanabe von der <a href="http://www.u-tokyo.ac.jp" target="_blank" rel="external nofollow">University of Tokyo</a> gegenüber pressetext. Bei der funktionellen Magnetresonanztomografie wird die Aktivität verschiedener Hirnbereiche über den Sauerstoffgehalt des Blutes gemessen und bildlich dargestellt.</p>
<p>Gastwissenschaftler Watanabe, Forscher des Max-Planck-Instituts und weitere Experten des Riken Brain Science Institute haben nun genauer untersucht, was die Aktivität im Eingangsbereich der Sehrinde beeinflusst. »Wir wussten aus früheren Experimenten, dass visuelles Bewusstsein ohne Aufmerksamkeit möglich ist und Aufmerksamkeit ohne Bewusstsein«, sagt Watanabe. Die Ergebnisse der Experimente erstaunten die Wissenschaftler. »Ich war selbst überrascht über die Befunde, sie haben mich dazu gebracht umzudenken«, so Watanabe.</p>
<h4>Reaktionsunterschiede bedürfen Erforschung</h4>
<p>Die Ergebnisse der Experimente könnten sogar Auswirkungen auf Philosophie und Psychologie haben: Bisher gehen viele Wissenschaftler davon aus, dass das Bewusstsein Teil aller anderen Gehirnbereiche und untrennbar mit anderen geistigen Funktionen verknüpft ist. Darauf deuteten auch frühere Experimente hin. Dies muss jedoch nach den neuen Ergebnissen in Frage gestellt werden.</p>
<p>»Dies ist das erste Experiment, bei dem Reaktionsunterschiede in der primären Sehrinde zwischen Bewusstsein und Aufmerksamkeit festgestellt wurden. Erstmals wird der Schluss nahe gelegt, dass Aufmerksamkeit und Bewusstsein die Aktivität der Nervenzellen zumindest teilweise getrennt voneinander anregen. Die Ergebnisse müssen in Folgestudien mit anderen Reizen, Messmethoden und Arten noch abgesichert werden.«</p>
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		<title>Spirituelles Wachstum durch bidirektionale Kausalität</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/08/18/spirituelles-wachstum-durch-bidirektionale-kausalitat/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 22:18:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit dem ersten Auftreten des Behaviorismus gab es einen ständig und schnell ansteigenden Trend, die materielle Welt als übergeordnet und die Welt des Bewusstseins als nebensächlich (und dadurch ohne die Fähigkeit von Kausalzusammenhängen) zu interpretieren. Andererseits haben die Weisheitstraditionen üblicherweise daran festgehalten, dass die immaterielle Welt des Geistes elementar ist. Einige der grössten Intellektuellen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/08/Causation.png" target="_blank" rel="lightbox[2464]"><img class="size-medium wp-image-2466 alignright" title="Kausalität" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/08/Causation-294x300.png" alt="" width="250" height="255" /></a>Seit dem ersten Auftreten des Behaviorismus gab es einen ständig und schnell ansteigenden Trend, die materielle Welt als übergeordnet und die Welt des Bewusstseins als nebensächlich (und dadurch ohne die Fähigkeit von Kausalzusammenhängen) zu interpretieren. Andererseits haben die Weisheitstraditionen üblicherweise daran festgehalten, dass die immaterielle Welt des Geistes elementar ist. Einige der grössten Intellektuellen und spirituelle Persönlichkeiten haben um das Verständnis gerungen, wie die mentalen und materiellen Welten zusammenhängen. In der Philosophie wird dies allgemein das Geist-Körper-Problem bezeichnet.</p>
<p>Als die Wissenschaft über die Zeitalter fortgeschritten ist und wiederholt die Ungenauigkeit vieler Glaubenssysteme, die von den weltweiten Weisheitstraditionen gehalten wurden, demonstrierte, war es nur natürlich zu vermuten, dass die Vorstellung, die Welt würde aus so etwas unfassbarem wie reinem Bewusstsein bestehen, genauso unrichtig ist. Die Gemeinschaft der neurowissenschaftlichen Verhaltensforscher reduzieren meist alle mentalen Phänomene und <em>Bewusstsein selbst</em> zu neurologischen Funktionen. Sie geben dem Gehirn wörtlich die ganze Autorität und bestreiten den Einfluss des Bewusstseins, das dem Gehirn <em>innewohnt</em>. Durch das erbitterte Festsaugen an solch einer Interpretation machte ich die Erfahrung, dass die inhärente Fähigkeit unser Gehirn zur entwickeln unterernährt bleibt und zahllose Menschen hoffnungslos und frustriert hinterlässt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn diese Menschen entweder keinen Zugang zu geeigneter psychiatrischer Behandlung haben, oder nicht gut auf Medikamente reagieren, die typischerweise in deren Umständen verabreicht werden.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-2470" style="margin-left: 10px;" title="iStockphoto © Linda Bucklin" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/08/iStock_000011091853XSmall.png" alt="" width="200" />Über die letzten 20 Jahre hat die Wissenschaft herausgefunden wie tief das menschliche Gehirn von Erfahrungen und der Umwelt beeinflusst wird, und nicht nur im frühen Leben sondern über die ganze Lebenspanne. Dieses neue Verständnis der Fähigkeit des Hirn sich zu verändern und zu entwickeln, oft als <em>Neuroplastizität</em> bezeichnet, bietet neue Erkenntnisse zu persönlicher Entwicklung, die einst unmöglich erschienen. Laut Sharon Begley (2007) ist bei der bestmöglichen Nutzung der Gehirnplastizität durch vorsätzliches Bewusstseinstraining, »nicht lediglich die Absenz von psychischen Erkrankungen das Ziel, worauf anscheinend alle psychiatrischen und psychologischen Therapien heutzutage abzielen, sondern <em>die dauerhafte Präsenz von robuster mentaler und emotionaler Gesundheit</em>« (S. 221). Die Erforschung der Neuroplastizität zeigt klar, dass bestimmte Arten des Mentaltrainings einen Einfluss darauf haben wie unser Gehirns operiert, was stark impliziert, dass unser emotionales und mentales Wohlbefinden tatsächlich durch mentale Disziplin kultiviert werden kann; etwa durch die Entwicklung von Gewahrsein und die Evolution von Bewusstsein.</p>
<p>Belege zeigen klar: <em>Unsere individuellen emotionalen Sollwerte können auf höhere Levels des Wohlbefindens verlagert werden</em>. Andererseits behandelt konventionelle Psychiatrie typischerweise Symptome von mentalem und emotionalem Beschwerden durch Psychopharmakologie, ohne notwendigerweise die tieferen, kausalen Probleme hinter diesen Beschwerden zu adressieren.</p>
<p>Der herkömmliche Schwerpunkt liegt also scheinbar auf der Manipulation der Neurotransmitter um Symptome zu mildern, und verbannt die Menschen, die an solchen Beschwerden leiden, in die Rolle des Opfers der Hirnchemie und Psychologie, und verurteilen sie für den Rest ihres Leben zur Abhängigkeit von Psychopharmaka ohne Hoffnung auf zukünftige Befreiung. Mehr noch, manche Medikamente bedürfen oft noch <em>zusätzliche</em> Medikamente um ungewünschten Nebeneffekten entgegenzuwirken.</p>
<p>Bevor ich weiter gehe erlauben Sie mir ganz klar zu sein: <em>Ich bin nicht gegen Psychopharmaka, Psychiatrie oder die Verwendung von Medikamenten.</em> Die Entwicklung und der Nutzen solcher Medikamente hat stark zur Welt beigetragen in der wir leben, und hatte mehr als einmal einen positiven Einfluss auf mein eigenes Wohlbefinden. Während der Einsatz von Psychopharmaka ist oft notwendig in der kurzzeitigen Behandlung von Symptomen (und in einigen Fällen wird es auch in Langzeitbehandlungen notwendig sein), bietet es an sich recht limitiertes Potenzial darin, in Langzeitbehandlungen <em>dem Gehirn neue und gesunde neurologische Gewohnheiten anzutrainieren</em>. Andererseits ist die Kultivierung von bewusster Wahrnehmung durch Meditation und Achtsamkeit für solche Langzeitbehandlungen ein geeignetes Mittel.</p>
<h4>Bidirektionale Kausalität</h4>
<p>Eine spirituelle Interpretation von kontemplativer Neurowissenschaft stimmt mit der grundsätzlichen Sichtweise überein, dass Biologie eine Rolle in kausalen Zusammenhängen spielt. Viele der Gedanken und Gefühle, die wir in unserem Alltag erfahren, sind tatsächlich das Resultat von gewohnten neuralen Prozessen. Wie auch immer, die spirituelle Sicht auf kontemplative Neurowissenschaft sieht Kausalitäten zwischen dem Gehirn und dem Verstand nicht nur als unidirektional, sondern <em>bidirektional</em>. Somit anerkennt diese Ansicht die Kapazität des Bewusstseins, das Gehirn zu beeinflussen und zu verändern, besonders wenn es <em>systematisch und konsistent über längere Zeit trainiert wird</em>.</p>
<p>In dem wir der Welt des Bewusstseins seine eigene Realität einräumen, bietet die spirituelle Sicht der kontemplativen Neurowissenschaft eine wissenschaftliche Weltschau, mit der Fähigkeit radikaler Veränderung desses, was wir glauben, dass es für unser Leben und die Leben von zukünftigen Generation möglich ist.</p>
<p><em>Referenzen</em></p>
<p>Austin, James H. (2006). <em>Zen-Brain Reflections</em>. Cambridge, MA: MIT Press.</p>
<p>Baer, R. A., Smith, G. T., Allen, K. B. (2004). Assessments of mindfulness by self-report: TheKentucky inventory of mindfulness skills. <em>Assessment</em>, 11(3), 191–206.</p>
<p>Barnhofer, T., Duggan, D., Crane, C., Hepburn, S., Fennell, M., &amp; Williams, J. (2007, May 7). Effects of meditation on frontal alpha-asymmetry in previously suicidal individuals. <em>Neuroreport</em>, 18(7), 709–712.</p>
<p>Begley, Sharon. (2007). <em>Train Your Mind Change Your Brain: How a New Science Reveals Our Extraordinary Potential to Transform Ourselves</em>. New York: Mind and<em> </em>Life.</p>
<p>Davidson, R. J., Kabat-Zinn, J., et al. (2003). Alterations in brain and immune function produced by mindfulness meditation. <em>Psychosomatic Medicine</em>, 65, 564–570.</p>
<p>Goleman, Daniel. (2003). <em>Destructive Emotions: How Can We Overcome Them?</em> New York: Bantam Dell.</p>
<p>Lazar, S., Bush, G., Gollub, R., Fricchione, G., Khalsa, G., &amp; Benson, H. (2000, May 15). Functional brain mapping of the relaxation response and meditation. <em>Neuroreport</em>, 11(7), 1581–1585.</p>
<p>Lazar, Sara W., Kerr, Catherine E., Wasserman, Rachel H., Gray, Jeremy R., Greve, Douglas N., Treadway, Michael T., McGarvey, M., Quinn, Brian T., Dusek, Jeffery A.,</p>
<p>Benson, H., Rauch, Scott L., Moore, Christopher I., Fischl, B. (2005, November 28). Meditation experience is associated with increased cortical thickness. <em>Neuroreport</em>, 16 (17), 1893–1897.</p>
<p>Lutz, A., Greischar, L., Rawlings, N. B., Ricard, M., Davidson, R. J. (2004). Long-term meditators self-induce high-amplitude synchrony during mental practice. Proceedings of the <em>National Academy of Sciences</em>, 101, 16369–16373.</p>
<p>Siegel, Daniel J. (2007). <em>The Mindful Brain: Reflection and Attunement in the Cultivation of Well-Being</em>. New York: W. W. Norton.</p>
<p><em>Erschien im Original auf <a href="http://www.iawakeblog.com" target="_blank" rel="external nofollow">www.iawakeblog.com</a>. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors. Übersetzt von <a href="http://www.openmindjournal.com/redaktion/" target="_blank">Heinz Robert</a>.</em></p>
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		<title>Lernen durch feine Details</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 13:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<h2>Menschliches Gehirn lernt durch feine Details</h2>
<h4>Nicht viel sondern detailreiches Wissen macht Menschen zu Experten</h4>
<p class="alignright bildhinweis" style="width: 200px;"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/05/ap4ad71488f28b0_small.jpg" target="_blank" rel="lightbox[1722]"><img class="size-medium wp-image-1723" style="margin-left: 10px;"  title="aboutpixel.de / LeseStoff © Sven Schneider" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/05/ap4ad71488f28b0_small-300x199.jpg" alt="" width="200" /></a><br />Foto: <a href="http://www.aboutpixel.de" rel="nofollow external">aboutpixel.de</a> / LeseStoff © Sven Schneider</p>
<p>Berlin (pte) — Experte auf einem Gebiet wird man nicht etwa durch die Verarbeitung von immer mehr Wissen, sondern durch die Fähigkeit, Feinheiten zu unterscheiden. Das haben Wissenschaftler der Charité — Universitätsmedizin Berlin, des Bernstein Zentrums Berlin, des Exzellenzclusters NeuroCure und der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg ermittelt. Sie konnten auch orten, welche Gehirnregionen aktiv sind, wenn man seine Wahrnehmung schult.</p>
<p>Warum erkennen Weinkenner beim ersten Schluck die Eigenschaften einer Traube? Wie können Künstler auch winzige Farbabweichungen erkennen? Und warum können Blinde feinste Oberflächenstrukturen erfühlen? »Lange Zeit hat man gedacht, dass bestimmte Menschen mehr Informationen aufnehmen können — jetzt weiß man: Es kommt offensichtlich auf die Verarbeitung an«, sagt Johannes Faber, Sprecher des <a href="http://www.bccn-berlin.de" target="_blank" rel="external nofollow">Bernstein Zentrums Berlin</a> in einem Gespräch mit pressetext.</p>
<h4>Lernvorgang findet auf Wahrnehmungsebene statt</h4>
<p>Die Forscher haben am Beispiel visueller Reize untersucht, wie sich die Hirnaktivität im Laufe eines Lernprozesses verändert. Dafür maßen sie Änderungen der Nervenzellaktivität im Gehirn mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie. »Die große Frage war: Kann der Experte mehr Informationen herausziehen und verarbeiten? Oder verarbeitet er die Information bessern?«, erklärt Faber.</p>
<p>»Die fMRT-Messungen zeigten deutlich, dass die Aktivität im Sehzentrum während des gesamten Lernvorgangs gleich blieb«, erklärte John-Dylan Haynes, Leiter der Studie. Eine Region im präfrontalen Kortex, wo anspruchsvollere Aufgaben verarbeitet werden, wurde stetig aktiver. Daraus schlossen die Forscher, dass der Lernvorgang auf der Ebene der Entscheidungsfindung stattfindet.</p>
<p>»Wenn sich unsere Wahrnehmung beim Lernen schärft, dann liegt dies nicht so sehr daran, dass mehr Information das Gehirn erreicht«, folgerte Professor Haynes. Stattdessen lernen Menschen, mit der gegebenen Information immer mehr anzufangen. Menschen sehen nach und nach in Bildern Details, die uns zu Beginn nicht bewusst sind. »Wie schnell die Details wahrgenommen werden, ist von Mensch zu Mensch und von Aufgabe zu Aufgabe unterschiedlich«, sagt Faber.</p>
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