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	<title>OpenMindJournal &#187; Nahrungsmittel</title>
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	<description>Das Online-Journal für Bewusstsein, Lebenspraxis und Change</description>
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		<title>Nachhaltigkeit– Langfristiges Engagement zahlt sich aus</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 18:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrungsmittel]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Eiern, Obst und Gemüse ist der Nachhaltigkeitsaspekt besonders wichtig Köln (humannews) — Dass sich Nachhaltigkeitsengagement lohnt, ist längst kein Geheimnis mehr. Das Thema ist bei Unternehmen sowie bei den Konsumenten präsent. Die aktuelle CSR-Tracker-Erhebung des IFH Köln zeigt nun, dass vor allem dauerhaft angelegtes Engagement Früchte trägt. Die Nachhaltigkeitsgewinner der ersten Erhebung konnten ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Bei Eiern, Obst und Gemüse ist der Nachhaltigkeitsaspekt besonders wichtig</h2>
<div id="attachment_3923" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4c8ba1c2ac6e4_xs.jpg" rel="lightbox[3920]"><img class="size-medium wp-image-3923 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4c8ba1c2ac6e4_xs-300x199.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / frühstück © Peter Smola</p></div>
<p>Köln (humannews) — Dass sich Nachhaltigkeitsengagement lohnt, ist längst kein Geheimnis mehr. Das Thema ist bei Unternehmen sowie bei den Konsumenten präsent. Die aktuelle CSR-Tracker-Erhebung des IFH Köln zeigt nun, dass vor allem dauerhaft angelegtes Engagement Früchte trägt. Die Nachhaltigkeitsgewinner der ersten Erhebung konnten ihr gutes Ergebnis überwiegend halten.</p>
<p>Das IFH Köln befragt halbjährlich 3.000 Konsumenten zur Einschätzung von 48 Einzelhändlern in Sachen Corporate Social Responsibility. Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt dabei weiter an Bedeutung. Neun von zehn Befragten können mit dem Begriff etwas anfangen und über die Hälfte räumt ein, dass die Themen Bio und Umwelt ihr Einkaufsverhalten verändert haben. Beim Einkauf von Lebensmitteln achten Konsumenten vor allem bei Eiern, Obst, Gemüse und Fleisch auf die Herkunft der Produkte. Die hohe Relevanz ökologischer Aspekte bei Eiern und Gemüse, kann mit der erhöhten Sensibilität der Verbraucher aufgrund von Lebensmittelskandalen wie EHEC oder Dioxin zusammenhängen. Außerdem ist auffällig, dass Konsumenten vor allem bei Produktgruppen auf Nachhaltigkeit achten, bei denen eine nachhaltige Herstellung gut vorstellbar ist. »Das bedeutet, dass den Konsumenten bei weniger transparenten Produkten wie beispielsweise Süßwaren, der Vorteil und Unterschied nachhaltiger Produktion stärker erläutert werden muss, um einen echten Mehrwert zu generieren«, erklärt Bettina Willmann, Bereichsleiterin Forschung &amp; Konzepte am IFH Köln.</p>
<p><strong>Supermärkte können punkten   </strong></p>
<p>Die Aufschlüsselung der CSR-Tracker-Ergebnisse nach Branchen zeigt: der Do-it-yourself Branche und dem Lebensmitteleinzelhandel wird deutlich mehr Nachhaltigkeit zugeschrieben als Drogerie– oder Modeunternehmen. Im Bereich Lebensmittel können vor allem Supermärkte punkten. Hier zeigen die verstärkten Nachhaltigkeitsbemühungen der Vollsortimenter offenbar Wirkung. Alnatura, Edeka und Rewe konnten ihr gutes Ergebnis aus der ersten Erhebung teilweise sogar noch einmal verbessern. Bettina Willmann, die den CSR-Tracker am IFH Köln verantwortet, überrascht die auffällige Konstanz der Ergebnisse nicht. »Nachhaltigkeit ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Markenimages und kann genau wie andere Teile des Markenkerns nicht kurzfristig verändert werden«, erklärt sie.</p>
<p><strong>Über den CSR-Tracker</strong></p>
<p>Der CSR-Tracker (CSR=Corporate Social Responsibility) ist eine regelmäßige halbjährlich Messung der Wahrnehmung von Einzelhändlern aus Sicht von n=3.000 Verbrauchern. Dabei werden die Händler in sechs Dimensionen des CSR beurteilt: Aufrichtigkeit der öffentlichen Information, Fairness im Wettbewerb, Verantwortung gegenüber Gesellschaft &amp; Kultur, Engagement für den Erhalt der Umwelt, Mitarbeiter-Behandlung sowie soziale &amp; ökologische Werte im Produktangebot. Neben dem Lebensmittelmitteleinzelhandel werden Drogerien, Baumärkte, Textil– und Versandhändler sowie sonstige Händler abgefragt.</p>
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		<title>Hälfte aller Lebensmittel landet auf dem Müll</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/09/07/halfte-aller-lebensmittel-landet-auf-dem-mull/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 07:26:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
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		<description><![CDATA[Köln (pte) — Wir werfen genauso viele Lebensmittel weg wie wir essen. Das zeigt der demnächst anlaufende Kinofilm »Taste The Waste« sowie das bei Kiepenheuer &#38; Witsch erschienene Begleitbuch »Die Essensvernichter« . Im pressetext-Interview berichtet der Filmemacher Valentin Thurn, was falsch läuft und wie es besser gehen könnte. »Die Zerstörung genießbarer Lebensmittel wirkt sich gravierend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2866" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/09/ap4dbff678c579c_small.png" rel="lightbox[2863]"><img class="size-medium wp-image-2866 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/09/ap4dbff678c579c_small-300x169.png" alt="" width="200" height="113" /></a><p class="wp-caption-text">aboutpixel.de / einkaufen © mr.nico</p></div>
<p>Köln (pte) — Wir werfen genauso viele Lebensmittel weg wie wir essen. Das zeigt der demnächst anlaufende Kinofilm <a href="http://tastethewaste.com/" rel="external nofollow" target="_blank">»Taste The Waste«</a> sowie das bei Kiepenheuer &amp; Witsch erschienene Begleitbuch <a href="http://essensvernichter.de/" rel="external nofollow" target="_blank">»Die Essensvernichter«</a> . Im pressetext-Interview berichtet der Filmemacher Valentin Thurn, was falsch läuft und wie es besser gehen könnte. »Die Zerstörung genießbarer Lebensmittel wirkt sich gravierend auf das Klima und die Welternährung aus. Dennoch weiß niemand über das Problem Bescheid.«</p>
<h4>Wegwerf-Wahnsinn</h4>
<p>Essen macht zehn Prozent vom Haushaltsmüll aus. »Das bedeutet jedoch, dass jede fünfte Lebensmittel-Einkaufstüte ungebraucht im Mistkübel verschwindet — weit mehr als man denkt«, so Thurn. Global wird jedes dritte Lebensmittel ungenutzt vernichtet, zeigen Statistiken der UN-Ernährungsorganisation FAO. In Industrieländern ist dieser Anteil höher und beträgt laut Schätzungen aus Schweden und den USA zwischen 40 und 60 Prozent. »Deutschland vernichtet 20 Mio. Tonnen und die EU 90 Mio. Tonnen Lebensmittel pro Jahr — eine Größenordnung, die schier unvorstellbar ist.«</p>
<p>Unvorstellbar sind auch die Verluste, die diese Essensvernichtung mit sich bringt, spitzen sich doch Probleme wie hohe Lebensmittelpreise, Hungersnöte, Energie– und Wasserknappheit sowie Überfischung dadurch erheblich zu. Folgen hat die Verschwendung auch für das Klima: 31 Prozent der Treibhausemissionen gehen auf die Landwirtschaft zurück, rechnet Thurn vor. »Die vernichteten Lebensmittel sind an zehn Prozent aller Ausstöße schuld, was ähnlich viel wie der gesamte Transportsektor ist. Würde man die Essensabfälle bloß auf die Hälfte reduzieren, wäre der Klimaschutzeffekt so wie bei der Stilllegung jedes zweiten Autos.«</p>
<h4>Herzkartoffel bleiben im Acker</h4>
<p>Wo so viel verloren geht, unterscheidet sich von Lebensmittel zu Lebensmittel. Bei Kartoffeln etwa werden bis zu 50 Prozent gleich im Acker gelassen — »aus kosmetischen Gründen. Da der Konsument einen visuellen Perfektionswahn hat, wollen die Supermärkte nur genormte Kartoffeln, nicht zu große, zu kleine oder solche mit Herzform«, so Thurn. Brot ist ein Paradebeispiel für die Vernichtung beim Händler. Zehn bis 20 Prozent der Bäckerproduktion landet in der Tonne. »Man will die ganze Angebotspalette bis Ladenschluss bieten. Der Ausschuss schmerzt zwar, doch wenn ein Kunde zur Konkurrenz überläuft, tut das noch mehr weh.«</p>
<h4>Gegenmittel: Pizza backen</h4>
<p>Eine Hauptschuld liegt bei den Konsumenten, der durch den Umgang mit seinen gekauften Lebensmitteln dem Essensmüllberg noch die Spitze aufsetzt. Thurn hütet sich jedoch vor Bösewicht-Aussagen. »Der Wurm steckt im System. Um den Markt zu ändern, müssen alle Akteure zusammenwirken.« Was der Einzelne tun kann, ist etwa ein bewussterer Einkauf mit Einkaufszettel — besser dreimal statt nur einmal pro Woche und besser gute Qualität statt Überschuss. »Günstig ist auch, die leckeren Resterezepte von Pizza bis Mehlspeisen wieder zu entdecken. Selbst zu kochen kostet zwar etwas mehr Zeit, bringt jedoch den verlorenen Genuss zurück«, so Thurn.</p>
<p>Der Spielraum der Supermärkte ist angesichts des Wettbewerbs eng, gibt der Filmemacher zu. »Diskutiert die Gesellschaft jedoch offen darüber, dass Produkte unterschiedlich aussehen können, so kann man das dem Konsument auch entsprechend kommunizieren.« In England hat ein derartiger <a href="http://wrap.org.uk/" rel="external nofollow" target="_blank">Aktionsplan</a> dazu geführt, dass schon jeder Supermarkt ein Konzept zur Müllvermeidung besitzt.</p>
<h4>Haltbarkeit besser kennzeichnen</h4>
<p>Doch auch die Politik ist gefordert. »In Deutschland fehlen Zahlen zum Essensmüll noch völlig. Zudem wäre es ratsam, besser zwischen Verbrauchsdatum und Mindesthaltbarkeit zu unterscheiden. Bei Fisch und Fleisch ist das aufgedruckte Datum ein Muss. Warum aber Mineralwasser vor zehn Jahren 18 Monate, nun aber nur noch sechs Monate lange halten soll, ist jedoch völlig uneinsichtig«, betont der »Taste the Waste«-Regisseur. Da sich Menschen bei der Beurteilung der Genießbarkeit immer weniger auf ihre Sinne verlassen, sei auch eine entsprechende Unterscheidbarkeit dieses Datums eine gute Maßnahme.</p>
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		<title>Nahrungsmittel im Überschuss</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/05/18/nahrungsmittel-ueberschuss/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 May 2011 08:12:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
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		<category><![CDATA[Nahrungsmittel]]></category>

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		<description><![CDATA[1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel werden pro Jahr entsorgt Nach Angaben der UNO wird jedes Jahr rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel vergeudet. In einem kürzlich veröffentlichten Bericht der UNO-Ernährungs– und Landwirtschaftsorganisation (FAO) in Rom, heisst es: „Es ist effektiver, den Verlust von Nahrungsmitteln zu verringern, als die Produktion von Lebensmitteln zu steigern, um eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel werden pro Jahr entsorgt</h2>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/05/dreamstime_5884507.jpg" target="_blank" rel="lightbox[1747]"><img class="alignright size-full wp-image-1748" style="margin-left: 10px;" title="© Aaneela | Dreamstime.com" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/05/dreamstime_5884507.jpg" alt="" width="200" /></a>Nach Angaben der UNO wird jedes Jahr rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel vergeudet. In einem kürzlich veröffentlichten Bericht der UNO-Ernährungs– und Landwirtschaftsorganisation (FAO) in Rom, heisst es: „Es ist effektiver, den Verlust von Nahrungsmitteln zu verringern, als die Produktion von Lebensmitteln zu steigern, um eine wachsende Weltbevölkerung zu ernähren“.</p>
<p>Jedes Jahr gehen den Angaben zufolge 1,3 Milliarden Tonnen Nahrungsmittel verloren. Das ist mehr als die Hälfte der weltweiten Getreideernte pro Jahr. Obst und Gemüse sind demnach jene Nahrungsmittel, die am häufigsten verschwendet werden.</p>
<h4>Konsumenten sollten Einkauf besser planen</h4>
<p>Dem Bericht zufolge ist die Verschwendung von Lebensmitteln in Industrie– und Entwicklungsländern mit 670 Millionen zu 630 Millionen Tonnen etwa gleich groß, hat aber unterschiedliche Gründe. In Industriestaaten seien die Verluste insbesondere auf das Verhalten der Verbraucher zurückzuführen, die „vollkommen essbare Lebensmittel wegwerfen“ würden. Konsumenten scheitern daran, ihren Lebensmitteleinkauf ordentlich zu planen: Es wird gekauft, nicht konsumiert, und wenn das Ablaufdatum erreicht wird, wirft man die Nahrung weg.</p>
<p>Zudem werden Menschen reicher Länder dazu verleitet, mehr zu kaufen, als sie benötigten. „Zahl zwei, nimm drei“-Angebote sind ein Zeichen dieser Mentalität. Jeder Verbraucher in Europa und Nordamerika wirft demnach im Schnitt jährlich zwischen 95 und 115 Kilogramm Nahrungsmittel weg. Insgesamt ist das in etwa die Menge, die in Afrika südlich der Sahara an Lebensmitteln produziert wird.</p>
<h4>Aussehen wird von Handel überbewertet</h4>
<p>Während die Rohstoffe in den Entwicklungsländern hauptsächlich beim Transport zwischen Ernte und Verkauf verloren gehen, sind in den wohlhabenden Regionen der Welt überwiegend Händler und Konsumenten dafür verantwortlich, dass viele Lebensmittel auf dem Müll landen. Den Qualitätsstandards von Supermärkten etwa fallen laut FAO viele Lebensmittel zum Opfer, die eigentlich gut sind, jedoch Schönheitsfehler haben – und das obwohl Umfragen zeigen, dass Konsumenten sie sehr wohl kaufen würden. Im Handel aussortierte aber genießbare Waren sollten zudem nicht weggeworfen, sondern etwa an Wohltätigkeitsorganisationen weitergegeben werden.</p>
<h4>Schlechte Infrastruktur in armen Ländern</h4>
<p>In Entwicklungsländern gingen Nahrungsmittel vor allem wegen Missernten und schlechter Infrastruktur sowohl bei der Ernte als auch beim Transport verloren. Die FAO ruft sowohl den privaten wie auch den öffentlichen Sektor dazu auf, mehr in Infrastruktur, Transport, Verarbeitung und Verpackung zu investieren. Die Lieferkette müsste in armen Ländern verbessert oder verkürzt werden. Ideal sei, wenn die Lebensmittel direkt bei Kleinbauern gekauft werden. Nahrung weggeworfen wird in armen Ländern freilich viel weniger, pro Konsument seien es in Subsahara-Afrika und in Süd– wie Südostasien jährlich sechs bis elf Kilo.</p>
<h4>Nahrung auf dem Müll trotz weltweitem Hunger</h4>
<p>Die Menge an vergeudeten Lebensmitteln scheint besonders hoch, wenn man sich vor Augen hält, dass trotz spürbarer Fortschritte in Südasien und Lateinamerika in der Welt mehr Menschen als vor 20 Jahren hungern. Nach Angaben der Deutschen Welthungerhilfe aus dem Jahr 2010 sei seit 1990 die Zahl der Hungernden nochmals um 75 auf 925 Millionen gestiegen.</p>
<p>Bereits im März 2011 hatte die FAO auch auf die „potenziell katastrophalen“ Auswirkungen der schleppenden Aktionen gegen den Klimawandel auf die Nahrungsgüterproduktion aufmerksam gemacht.</p>
<h4>Konsequenzen auf sichere Ernährung durch den Klimawandel</h4>
<p>“Zur Zeit kümmert sich die Welt vor allem um kurzfristige Klimaauswirkungen wie etwa extreme Unwetter”, sagte Alexander Müller, der als Direktor bei der FAO für natürliche Ressourcen zuständig ist. Das sei auch absolut notwendig, aber „schleichende“ Folgen bringen größere Veränderungen mit sich und werden zur Gefahr für die landwirtschaftlich wichtigen Ökosysteme.</p>
<p>Das könnte laut Müller verheerende Konsequenzen für die Nahrungssicherheit in den Jahren 2050 bis 2100 haben. Sich mit Langzeitfolgen auseinanderzusetzen, wenn diese schon eingetreten sind, mache nicht viel Sinn. Vielmehr müssten die Bauern in den Entwicklungsländern bereits heute unterstützt werden, um ihre Landwirtschaft auf veränderte Bedingungen einzustellen und widerstandsfähiger zu machen.</p>
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		<title>Kaffee: Bohne bestimmt Ökobilanz</title>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 22:03:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachhaltigkeits-Labels wichtiger als Zubereitungsart Foto: aboutpixel.de / Coffee © Birgit Franik St. Gallen (pte/11.05.2011) — Wie sehr eine Tasse Kaffee die Umwelt belastet, hängt mehr von der gewählten Kaffeesorte als von der Zubereitungsform ab. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs– und Forschungsanstalt (Empa). »Wer seinen Kaffee möglichst umweltschonend brauen will, sollte beim Kaffeekauf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Nachhaltigkeits-Labels wichtiger als Zubereitungsart</h2>
<p class="alignright bildhinweis" style="width: 200px;"><img class="size-medium wp-image-1636" style="margin-left: 10px;"  title="aboutpixel.de / Coffee © Birgit Franik" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/05/ap4d6601701ada4_small-300x200.jpg" alt="" width="200" /><br />Foto: <a href="http://www.aboutpixel.de" rel="nofollow external">aboutpixel.de</a> / Coffee © Birgit Franik</p>
<p>St. Gallen (pte/11.05.2011) — Wie sehr eine Tasse Kaffee die Umwelt belastet, hängt mehr von der gewählten Kaffeesorte als von der Zubereitungsform ab. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs– und Forschungsanstalt (<a href="http://www.empa.ch" target="_blank" rel="external nofollow">Empa</a>). »Wer seinen Kaffee möglichst umweltschonend brauen will, sollte beim Kaffeekauf auf Nachhaltigkeitslabels achten. Ob er sich für Kapsel-, Vollautomat– oder Filterkaffee entscheidet, ist zweitrangig«, so Studienleiter Roland Hischier im pressetext-Interview.</p>
<p><strong>Plantage belastet Umwelt am meisten</strong><br />
Hischier erstellte eine vereinfachte Ökobilanz gängiger Kaffeesorten. Berücksicht wurden dabei der Material– und Energieaufwand für die Verpackung und frühere Studien zu Filter– und Löskaffee. Für die ökologische Bewertung des Kaffeeanbaus griff der Forscher auf eine brasilianische Analyse von 56 Kaffeeplantagen zurück. Für den Fall, dass die Hersteller die verwendete Kaffeesorte ihres Produkts nicht anführten, wurden Durchschnitts– und Extremwerte ermittelt.</p>
<p>Von der Produktionsweise des Kaffees hängt es eindeutig am meisten ab, wie er sich auf die Umwelt auswirkt. »Die Plantagen setzen Dünger und Pestizide sehr unterschiedlich ein, was auch für den Energieverbrauch etwa für Traktoren und Maschinen gilt. Teils sind etwa elektrische Trockner in Verwendung, teils trocknet man mit der Sonne.« Entsprechend variierte in Hischiers Studie der Anteil der landwirtschaftlichen Produktion an der gesamten Ökobilanz zwischen 70 und einem Prozent.</p>
<p><strong>Kaffeemenge entscheidet</strong><br />
»Insgesamt kann man sagen, dass die Öko-Beurteilung von Kaffee zuerst von der Sorte abhängt. Wie sich einzelne Zubereitungsarten auswirken, hängt deshalb sehr davon ab, welche Kaffeemenge jeweils für eine Tasse nötig ist«, fasst Hischier zusammen. Löskaffee schneidet am besten ab, sofern der gesamte zubereitete Kaffee auch getrunken wird. Vollautomaten punkten dadurch, dass die Maschine gut auf den tatsächlichen Bedarf eingestellt werden kann.</p>
<p>Dank des geschlossenen Systems kommen Kapselsysteme bereits mit sechs bis neun Gramm Kaffee pro Tasse statt acht bis zwölf Gramm bei Vollautomaten aus. Allerdings fällt hier ein zusätzlicher Aufwand für die Verpackung an, der im Schnitt ein Viertel der Umweltbelastung ausmacht. »Einzel verpackte und schwere Kunststoffkapseln sind ungünstiger als Aluminiumkapseln, allerdings nur sofern letztere nach Gebrauch rezykliert werden«, so der Empa-Forscher.</p>
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