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	<title>OpenMindJournal &#187; Konsum</title>
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	<description>Das Online-Journal für Bewusstsein, Kultur und Change</description>
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		<title>Reise der Zukunft bildet Touristen</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 22:20:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konsum]]></category>

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		<description><![CDATA[Persönliche Bereicherung und lebenslanges Lernen als Motor Corvallis/Wien (pte) — Reisen, um sich zu bilden: Geht es nach US-Tourismusforschern, wird dieses Konzept in den kommenden zehn Jahren global einen deutlichen Aufschwung erleben. Während das Ende des 20. Jahrhunderts im Tourismus vom hedonistischen Eskapismus bestimmt war — also Strände, Erlebnis und Wohlfühlen — so wird bald [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2>Persönliche Bereicherung und lebenslanges Lernen als Motor</h2>
<div id="attachment_4415" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/273427_web_R_B_by_RainerSturm_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4412]"><img class=" wp-image-4415 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/273427_web_R_B_by_RainerSturm_pixelio.de_-300x192.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Museum: Tourismus wird Bildungsinstitution (Bildquellenangabe: RainerSturm / pixelio.de)</p></div>
<p>Corvallis/Wien (pte) — Reisen, um sich zu bilden: Geht es nach US-Tourismusforschern, wird dieses Konzept in den kommenden zehn Jahren global einen deutlichen Aufschwung erleben. Während das Ende des 20. Jahrhunderts im Tourismus vom hedonistischen Eskapismus bestimmt war — also Strände, Erlebnis und Wohlfühlen — so wird bald der Aspekt des Dazulernens in den Vordergrund treten, berichten Experten der <a href="http://oregonstate.edu" target="_blank" rel="external nofollow">Oregon State University</a> in den »Annals of Tourism Research«. Hierzulande signalisieren Trendforscher allerdings Skepsis.</p>
<h4>Bildung statt Sandstrand</h4>
<p>Die freie Zeit steigt, das Reisen ist deutlich billiger geworden und Angebote zur intellektuellen Beschäftigung vielfältiger, argumentieren die US-Wissenschaftler. Den Trend zum lebenslangen Lernen greift die Tourismusindustrie noch kaum auf — sollte sie aber, da Aspekte wie Aneignen einer neuen Weltsicht oder Entwickeln neuer Wertschätzung immer beliebter werden. »Einmal selbst dort gewesen zu sein« und persönliche Erfahrung werden wichtiger und sind oft Beginn eines langfristigen Interesses für ein Thema, so die Forscher.</p>
<p>Freilich braucht es dazu Konzepte, bei denen Touristen selbst aktiviert und beteiligt werden, da ein Fakten-Abspulen zum Füllen von Wissenslücken kaum mit Erfolg rechnen dürfe. Dabei ist die Idee der Reise als Lernerfahrung nicht neu: Schon im 18. Jahrhundert bereiste Europas Oberschicht den Kontinent, um sich in Kunst, Kultur, Sprache, Geschichte, Wissenschaft bis hin zu Fechten und Tanzen zu bilden.</p>
<h4>Megatrend oder Nische?</h4>
<p>Schon im laufenden Jahrzehnt wird sich der Trend zur Erholung als Lern– und Bildungschance in der Reise-, Freizeit– und Tourismusindustrie deutlich abzeichnen, glauben die Forscher, und die Frage nach Wissen und Verstehen durch Reisen werde den Tourismus im 21. Jahrhundert dominieren. »Auf keinen Fall«, widerspricht jedoch Peter Zellmann, Leiter des <a href="http://freizeitforschung.at" target="_blank" rel="external nofollow">Instituts für Freizeit– und Tourismusforschung</a>, im pressetext-Interview. »Bildungsreisen bleiben eine Nische, wenngleich ihre Bedeutung steigen dürfte. Touristen suchen weiterhin vor allem Erholung.«</p>
<p>Zellmann sieht Wunschdenken hinter der US-Studie. »Ähnlich wie bisherige Alternativen zum Skitourismus im Alpenraum, Selbstfindungsurlaube im Kloster oder nachhaltiger Öko-Tourismus bleibt das Reisen mit erzieherischer Grundlage ein Minderheitenprogramm.« Zentrale Trends bleiben weiterhin Erholung, Aktivsein, Erleben und Inszenierung — »wobei auch Bildungsreisen inszeniert werden können«, wie Zellmann bemerkt. Dass Bildung und Erholung zu Unrecht als Gegensätze bezeichnet werden, beklagen auch die US-Autoren als noch zu überwindende Hürde.</p>
<p>Originalartikel unter <a href="http://ir.library.oregonstate.edu/xmlui/handle/1957/27259" rel="external nofollow" target="_blank">http://ir.library.oregonstate.edu/xmlui/handle/1957/27259</a></p>
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		<title>Nachhaltigkeit– Langfristiges Engagement zahlt sich aus</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/12/04/nachhaltigkeit-langfristiges-engagement-zahlt-sich-aus/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 18:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrungsmittel]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Eiern, Obst und Gemüse ist der Nachhaltigkeitsaspekt besonders wichtig Köln (humannews) — Dass sich Nachhaltigkeitsengagement lohnt, ist längst kein Geheimnis mehr. Das Thema ist bei Unternehmen sowie bei den Konsumenten präsent. Die aktuelle CSR-Tracker-Erhebung des IFH Köln zeigt nun, dass vor allem dauerhaft angelegtes Engagement Früchte trägt. Die Nachhaltigkeitsgewinner der ersten Erhebung konnten ihr [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2>Bei Eiern, Obst und Gemüse ist der Nachhaltigkeitsaspekt besonders wichtig</h2>
<div id="attachment_3923" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4c8ba1c2ac6e4_xs.jpg" rel="lightbox[3920]"><img class="size-medium wp-image-3923 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4c8ba1c2ac6e4_xs-300x199.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / frühstück © Peter Smola</p></div>
<p>Köln (humannews) — Dass sich Nachhaltigkeitsengagement lohnt, ist längst kein Geheimnis mehr. Das Thema ist bei Unternehmen sowie bei den Konsumenten präsent. Die aktuelle CSR-Tracker-Erhebung des IFH Köln zeigt nun, dass vor allem dauerhaft angelegtes Engagement Früchte trägt. Die Nachhaltigkeitsgewinner der ersten Erhebung konnten ihr gutes Ergebnis überwiegend halten.</p>
<p>Das IFH Köln befragt halbjährlich 3.000 Konsumenten zur Einschätzung von 48 Einzelhändlern in Sachen Corporate Social Responsibility. Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt dabei weiter an Bedeutung. Neun von zehn Befragten können mit dem Begriff etwas anfangen und über die Hälfte räumt ein, dass die Themen Bio und Umwelt ihr Einkaufsverhalten verändert haben. Beim Einkauf von Lebensmitteln achten Konsumenten vor allem bei Eiern, Obst, Gemüse und Fleisch auf die Herkunft der Produkte. Die hohe Relevanz ökologischer Aspekte bei Eiern und Gemüse, kann mit der erhöhten Sensibilität der Verbraucher aufgrund von Lebensmittelskandalen wie EHEC oder Dioxin zusammenhängen. Außerdem ist auffällig, dass Konsumenten vor allem bei Produktgruppen auf Nachhaltigkeit achten, bei denen eine nachhaltige Herstellung gut vorstellbar ist. »Das bedeutet, dass den Konsumenten bei weniger transparenten Produkten wie beispielsweise Süßwaren, der Vorteil und Unterschied nachhaltiger Produktion stärker erläutert werden muss, um einen echten Mehrwert zu generieren«, erklärt Bettina Willmann, Bereichsleiterin Forschung &amp; Konzepte am IFH Köln.</p>
<p><strong>Supermärkte können punkten   </strong></p>
<p>Die Aufschlüsselung der CSR-Tracker-Ergebnisse nach Branchen zeigt: der Do-it-yourself Branche und dem Lebensmitteleinzelhandel wird deutlich mehr Nachhaltigkeit zugeschrieben als Drogerie– oder Modeunternehmen. Im Bereich Lebensmittel können vor allem Supermärkte punkten. Hier zeigen die verstärkten Nachhaltigkeitsbemühungen der Vollsortimenter offenbar Wirkung. Alnatura, Edeka und Rewe konnten ihr gutes Ergebnis aus der ersten Erhebung teilweise sogar noch einmal verbessern. Bettina Willmann, die den CSR-Tracker am IFH Köln verantwortet, überrascht die auffällige Konstanz der Ergebnisse nicht. »Nachhaltigkeit ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Markenimages und kann genau wie andere Teile des Markenkerns nicht kurzfristig verändert werden«, erklärt sie.</p>
<p><strong>Über den CSR-Tracker</strong></p>
<p>Der CSR-Tracker (CSR=Corporate Social Responsibility) ist eine regelmäßige halbjährlich Messung der Wahrnehmung von Einzelhändlern aus Sicht von n=3.000 Verbrauchern. Dabei werden die Händler in sechs Dimensionen des CSR beurteilt: Aufrichtigkeit der öffentlichen Information, Fairness im Wettbewerb, Verantwortung gegenüber Gesellschaft &amp; Kultur, Engagement für den Erhalt der Umwelt, Mitarbeiter-Behandlung sowie soziale &amp; ökologische Werte im Produktangebot. Neben dem Lebensmittelmitteleinzelhandel werden Drogerien, Baumärkte, Textil– und Versandhändler sowie sonstige Händler abgefragt.</p>
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		<title>Schmieren und Salben hilft allenthalben</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/11/01/schmieren-und-salben-hilft-allenthalben/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 12:17:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Evelyne Moehr</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Naturkosmetik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie sagt man so schön? „Wahre Schönheit kommt von innen.“ Experimente der Universität von Wisconsin in Madison zeigten, dass ein guter Charakter attraktiv wirkt, ein schlechter hingegen hässlich macht. Die Ergebnisse zeigten, dass Schönheit weit über äussere Merkmale hinaus geht und dass bei der Partnerwahl auch innere Werte wie Kooperationsbereitschaft, Verlässlichkeit und Intelligenz zählen. Somit [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2>Wie sagt man so schön? „Wahre Schönheit kommt von innen.“</h2>
<div id="attachment_3473" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/ap4ad6d0f5ba65a_s.jpg" rel="lightbox[3444]"><img class="size-medium wp-image-3473 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/ap4ad6d0f5ba65a_s-300x174.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / AlgenMaske 1 © Sven Schneider</p></div>
<p>Experimente der Universität von Wisconsin in Madison zeigten, dass ein guter Charakter attraktiv wirkt, ein schlechter hingegen hässlich macht. Die Ergebnisse zeigten, dass Schönheit weit über äussere Merkmale hinaus geht und dass bei der Partnerwahl auch innere Werte wie Kooperationsbereitschaft, Verlässlichkeit und Intelligenz zählen. Somit kam man in Madison zum Schluss: „Wer seine Attraktivität erhöhen möchte, sollte sich darauf konzentrieren, ein wertvoller, sozialer Partner zu werden.“</p>
<p>Nun gut, ein kleines Bisschen kann man ja auch noch von aussen nachhelfen… Und warum hier nicht gleich drei (oder noch mehr) Fliegen mit einer Klappe schlagen, wie zum Beispiel die schöne Silvia Huwyler?</p>
<p>Silvia suchte sich vor ungefähr neun Jahren einen sinnvollen Nebenverdienst und stiess so per Zufall auf die Naturkosmetik-Produkte von Martina Gebhardt. Gebhardt’s Grundsatz „weniger ist mehr“ passte zu ihrer Lebensphilosophie, ebenso die Tatsache, dass für diese Produkte keine Tierversuche gemacht wurden und sämtliche Rohstoffe aus biologischer Produktion oder aus Wildwuchs stammten.</p>
<p>So entstand aus einem Bauchgefühl heraus ein klitzekleiner <a href="http://www.mondfalter.ch" target="_blank" rel="external nofollow">Online-Shop</a> mit der Idee, Menschen, welche sich mit tier– und naturfreundlichen sowie fair produzierten Produkten pflegen und verwöhnen wollen, bedienen zu können. Ihr Bauchgefühl erwies sich als richtig, denn der Shop ist in den vergangenen Jahren gewachsen und wurde deshalb laufend mit rein pflanzlichen Linien erweitert.</p>
<p>Silvia Huwyler steht voll und ganz hinter der Philosophie. Umweltschutz, Tierschutz, Ethik und ökologisches Verhalten prägen ihr Leben. Nach fünfzehn Jahren Vegetarismus lebt sie nun seit gut zwei Jahren vegan – verzichtet also auf sämtliche Produkte, die in irgend einer Art und Weise vom Tier stammen – und hat konsequenterweise vergangenen Sommer auch noch die letzten Produkte, welche Bestandteile von Woll– und Bienenwachs beinhalteten, aus ihrem Sortiment genommen.</p>
<p>Somit ist der <a href="http://www.mondfalter.ch" target="_blank" rel="external nofollow">Online-Shop</a> nun der erste und einzige rein vegane Online-Naturkosmetikshop der Schweiz und beliefert neu sogar nun auch unsere lieben Nachbarn in Österreich und Deutschland.</p>
<p>Fazit: Mit Naturkosmetik erweist Du nicht nur der Umwelt einen riesigen Dienst und tust gleichzeitig etwas für die Tierrechte sondern wirst gleichzeitig sowohl innerlich wie auch äusserlich wunderplunderschön!</p>
<p>Noch Fragen?</p>
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		<title>Hälfte aller Lebensmittel landet auf dem Müll</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/09/07/halfte-aller-lebensmittel-landet-auf-dem-mull/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 07:26:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrungsmittel]]></category>

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		<description><![CDATA[Köln (pte) — Wir werfen genauso viele Lebensmittel weg wie wir essen. Das zeigt der demnächst anlaufende Kinofilm »Taste The Waste« sowie das bei Kiepenheuer &#38; Witsch erschienene Begleitbuch »Die Essensvernichter« . Im pressetext-Interview berichtet der Filmemacher Valentin Thurn, was falsch läuft und wie es besser gehen könnte. »Die Zerstörung genießbarer Lebensmittel wirkt sich gravierend [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2866" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/09/ap4dbff678c579c_small.png" rel="lightbox[2863]"><img class="size-medium wp-image-2866 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/09/ap4dbff678c579c_small-300x169.png" alt="" width="200" height="113" /></a><p class="wp-caption-text">aboutpixel.de / einkaufen © mr.nico</p></div>
<p>Köln (pte) — Wir werfen genauso viele Lebensmittel weg wie wir essen. Das zeigt der demnächst anlaufende Kinofilm <a href="http://tastethewaste.com/" rel="external nofollow" target="_blank">»Taste The Waste«</a> sowie das bei Kiepenheuer &amp; Witsch erschienene Begleitbuch <a href="http://essensvernichter.de/" rel="external nofollow" target="_blank">»Die Essensvernichter«</a> . Im pressetext-Interview berichtet der Filmemacher Valentin Thurn, was falsch läuft und wie es besser gehen könnte. »Die Zerstörung genießbarer Lebensmittel wirkt sich gravierend auf das Klima und die Welternährung aus. Dennoch weiß niemand über das Problem Bescheid.«</p>
<h4>Wegwerf-Wahnsinn</h4>
<p>Essen macht zehn Prozent vom Haushaltsmüll aus. »Das bedeutet jedoch, dass jede fünfte Lebensmittel-Einkaufstüte ungebraucht im Mistkübel verschwindet — weit mehr als man denkt«, so Thurn. Global wird jedes dritte Lebensmittel ungenutzt vernichtet, zeigen Statistiken der UN-Ernährungsorganisation FAO. In Industrieländern ist dieser Anteil höher und beträgt laut Schätzungen aus Schweden und den USA zwischen 40 und 60 Prozent. »Deutschland vernichtet 20 Mio. Tonnen und die EU 90 Mio. Tonnen Lebensmittel pro Jahr — eine Größenordnung, die schier unvorstellbar ist.«</p>
<p>Unvorstellbar sind auch die Verluste, die diese Essensvernichtung mit sich bringt, spitzen sich doch Probleme wie hohe Lebensmittelpreise, Hungersnöte, Energie– und Wasserknappheit sowie Überfischung dadurch erheblich zu. Folgen hat die Verschwendung auch für das Klima: 31 Prozent der Treibhausemissionen gehen auf die Landwirtschaft zurück, rechnet Thurn vor. »Die vernichteten Lebensmittel sind an zehn Prozent aller Ausstöße schuld, was ähnlich viel wie der gesamte Transportsektor ist. Würde man die Essensabfälle bloß auf die Hälfte reduzieren, wäre der Klimaschutzeffekt so wie bei der Stilllegung jedes zweiten Autos.«</p>
<h4>Herzkartoffel bleiben im Acker</h4>
<p>Wo so viel verloren geht, unterscheidet sich von Lebensmittel zu Lebensmittel. Bei Kartoffeln etwa werden bis zu 50 Prozent gleich im Acker gelassen — »aus kosmetischen Gründen. Da der Konsument einen visuellen Perfektionswahn hat, wollen die Supermärkte nur genormte Kartoffeln, nicht zu große, zu kleine oder solche mit Herzform«, so Thurn. Brot ist ein Paradebeispiel für die Vernichtung beim Händler. Zehn bis 20 Prozent der Bäckerproduktion landet in der Tonne. »Man will die ganze Angebotspalette bis Ladenschluss bieten. Der Ausschuss schmerzt zwar, doch wenn ein Kunde zur Konkurrenz überläuft, tut das noch mehr weh.«</p>
<h4>Gegenmittel: Pizza backen</h4>
<p>Eine Hauptschuld liegt bei den Konsumenten, der durch den Umgang mit seinen gekauften Lebensmitteln dem Essensmüllberg noch die Spitze aufsetzt. Thurn hütet sich jedoch vor Bösewicht-Aussagen. »Der Wurm steckt im System. Um den Markt zu ändern, müssen alle Akteure zusammenwirken.« Was der Einzelne tun kann, ist etwa ein bewussterer Einkauf mit Einkaufszettel — besser dreimal statt nur einmal pro Woche und besser gute Qualität statt Überschuss. »Günstig ist auch, die leckeren Resterezepte von Pizza bis Mehlspeisen wieder zu entdecken. Selbst zu kochen kostet zwar etwas mehr Zeit, bringt jedoch den verlorenen Genuss zurück«, so Thurn.</p>
<p>Der Spielraum der Supermärkte ist angesichts des Wettbewerbs eng, gibt der Filmemacher zu. »Diskutiert die Gesellschaft jedoch offen darüber, dass Produkte unterschiedlich aussehen können, so kann man das dem Konsument auch entsprechend kommunizieren.« In England hat ein derartiger <a href="http://wrap.org.uk/" rel="external nofollow" target="_blank">Aktionsplan</a> dazu geführt, dass schon jeder Supermarkt ein Konzept zur Müllvermeidung besitzt.</p>
<h4>Haltbarkeit besser kennzeichnen</h4>
<p>Doch auch die Politik ist gefordert. »In Deutschland fehlen Zahlen zum Essensmüll noch völlig. Zudem wäre es ratsam, besser zwischen Verbrauchsdatum und Mindesthaltbarkeit zu unterscheiden. Bei Fisch und Fleisch ist das aufgedruckte Datum ein Muss. Warum aber Mineralwasser vor zehn Jahren 18 Monate, nun aber nur noch sechs Monate lange halten soll, ist jedoch völlig uneinsichtig«, betont der »Taste the Waste«-Regisseur. Da sich Menschen bei der Beurteilung der Genießbarkeit immer weniger auf ihre Sinne verlassen, sei auch eine entsprechende Unterscheidbarkeit dieses Datums eine gute Maßnahme.</p>
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		<title>Nahrungsmittel im Überschuss</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/05/18/nahrungsmittel-ueberschuss/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 May 2011 08:12:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrungsmittel]]></category>

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		<description><![CDATA[1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel werden pro Jahr entsorgt Nach Angaben der UNO wird jedes Jahr rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel vergeudet. In einem kürzlich veröffentlichten Bericht der UNO-Ernährungs– und Landwirtschaftsorganisation (FAO) in Rom, heisst es: „Es ist effektiver, den Verlust von Nahrungsmitteln zu verringern, als die Produktion von Lebensmitteln zu steigern, um eine [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2>1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel werden pro Jahr entsorgt</h2>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/05/dreamstime_5884507.jpg" target="_blank" rel="lightbox[1747]"><img class="alignright size-full wp-image-1748" style="margin-left: 10px;" title="© Aaneela | Dreamstime.com" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/05/dreamstime_5884507.jpg" alt="" width="200" /></a>Nach Angaben der UNO wird jedes Jahr rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel vergeudet. In einem kürzlich veröffentlichten Bericht der UNO-Ernährungs– und Landwirtschaftsorganisation (FAO) in Rom, heisst es: „Es ist effektiver, den Verlust von Nahrungsmitteln zu verringern, als die Produktion von Lebensmitteln zu steigern, um eine wachsende Weltbevölkerung zu ernähren“.</p>
<p>Jedes Jahr gehen den Angaben zufolge 1,3 Milliarden Tonnen Nahrungsmittel verloren. Das ist mehr als die Hälfte der weltweiten Getreideernte pro Jahr. Obst und Gemüse sind demnach jene Nahrungsmittel, die am häufigsten verschwendet werden.</p>
<h4>Konsumenten sollten Einkauf besser planen</h4>
<p>Dem Bericht zufolge ist die Verschwendung von Lebensmitteln in Industrie– und Entwicklungsländern mit 670 Millionen zu 630 Millionen Tonnen etwa gleich groß, hat aber unterschiedliche Gründe. In Industriestaaten seien die Verluste insbesondere auf das Verhalten der Verbraucher zurückzuführen, die „vollkommen essbare Lebensmittel wegwerfen“ würden. Konsumenten scheitern daran, ihren Lebensmitteleinkauf ordentlich zu planen: Es wird gekauft, nicht konsumiert, und wenn das Ablaufdatum erreicht wird, wirft man die Nahrung weg.</p>
<p>Zudem werden Menschen reicher Länder dazu verleitet, mehr zu kaufen, als sie benötigten. „Zahl zwei, nimm drei“-Angebote sind ein Zeichen dieser Mentalität. Jeder Verbraucher in Europa und Nordamerika wirft demnach im Schnitt jährlich zwischen 95 und 115 Kilogramm Nahrungsmittel weg. Insgesamt ist das in etwa die Menge, die in Afrika südlich der Sahara an Lebensmitteln produziert wird.</p>
<h4>Aussehen wird von Handel überbewertet</h4>
<p>Während die Rohstoffe in den Entwicklungsländern hauptsächlich beim Transport zwischen Ernte und Verkauf verloren gehen, sind in den wohlhabenden Regionen der Welt überwiegend Händler und Konsumenten dafür verantwortlich, dass viele Lebensmittel auf dem Müll landen. Den Qualitätsstandards von Supermärkten etwa fallen laut FAO viele Lebensmittel zum Opfer, die eigentlich gut sind, jedoch Schönheitsfehler haben – und das obwohl Umfragen zeigen, dass Konsumenten sie sehr wohl kaufen würden. Im Handel aussortierte aber genießbare Waren sollten zudem nicht weggeworfen, sondern etwa an Wohltätigkeitsorganisationen weitergegeben werden.</p>
<h4>Schlechte Infrastruktur in armen Ländern</h4>
<p>In Entwicklungsländern gingen Nahrungsmittel vor allem wegen Missernten und schlechter Infrastruktur sowohl bei der Ernte als auch beim Transport verloren. Die FAO ruft sowohl den privaten wie auch den öffentlichen Sektor dazu auf, mehr in Infrastruktur, Transport, Verarbeitung und Verpackung zu investieren. Die Lieferkette müsste in armen Ländern verbessert oder verkürzt werden. Ideal sei, wenn die Lebensmittel direkt bei Kleinbauern gekauft werden. Nahrung weggeworfen wird in armen Ländern freilich viel weniger, pro Konsument seien es in Subsahara-Afrika und in Süd– wie Südostasien jährlich sechs bis elf Kilo.</p>
<h4>Nahrung auf dem Müll trotz weltweitem Hunger</h4>
<p>Die Menge an vergeudeten Lebensmitteln scheint besonders hoch, wenn man sich vor Augen hält, dass trotz spürbarer Fortschritte in Südasien und Lateinamerika in der Welt mehr Menschen als vor 20 Jahren hungern. Nach Angaben der Deutschen Welthungerhilfe aus dem Jahr 2010 sei seit 1990 die Zahl der Hungernden nochmals um 75 auf 925 Millionen gestiegen.</p>
<p>Bereits im März 2011 hatte die FAO auch auf die „potenziell katastrophalen“ Auswirkungen der schleppenden Aktionen gegen den Klimawandel auf die Nahrungsgüterproduktion aufmerksam gemacht.</p>
<h4>Konsequenzen auf sichere Ernährung durch den Klimawandel</h4>
<p>“Zur Zeit kümmert sich die Welt vor allem um kurzfristige Klimaauswirkungen wie etwa extreme Unwetter”, sagte Alexander Müller, der als Direktor bei der FAO für natürliche Ressourcen zuständig ist. Das sei auch absolut notwendig, aber „schleichende“ Folgen bringen größere Veränderungen mit sich und werden zur Gefahr für die landwirtschaftlich wichtigen Ökosysteme.</p>
<p>Das könnte laut Müller verheerende Konsequenzen für die Nahrungssicherheit in den Jahren 2050 bis 2100 haben. Sich mit Langzeitfolgen auseinanderzusetzen, wenn diese schon eingetreten sind, mache nicht viel Sinn. Vielmehr müssten die Bauern in den Entwicklungsländern bereits heute unterstützt werden, um ihre Landwirtschaft auf veränderte Bedingungen einzustellen und widerstandsfähiger zu machen.</p>
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		</item>
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		<title>Kaffee: Bohne bestimmt Ökobilanz</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/05/12/kaffee-bohne-bestimmt-okobilanz/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 22:03:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
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		<category><![CDATA[Nahrungsmittel]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachhaltigkeits-Labels wichtiger als Zubereitungsart Foto: aboutpixel.de / Coffee © Birgit Franik St. Gallen (pte/11.05.2011) — Wie sehr eine Tasse Kaffee die Umwelt belastet, hängt mehr von der gewählten Kaffeesorte als von der Zubereitungsform ab. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs– und Forschungsanstalt (Empa). »Wer seinen Kaffee möglichst umweltschonend brauen will, sollte beim Kaffeekauf [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2>Nachhaltigkeits-Labels wichtiger als Zubereitungsart</h2>
<p class="alignright bildhinweis" style="width: 200px;"><img class="size-medium wp-image-1636" style="margin-left: 10px;"  title="aboutpixel.de / Coffee © Birgit Franik" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/05/ap4d6601701ada4_small-300x200.jpg" alt="" width="200" /><br />Foto: <a href="http://www.aboutpixel.de" rel="nofollow external">aboutpixel.de</a> / Coffee © Birgit Franik</p>
<p>St. Gallen (pte/11.05.2011) — Wie sehr eine Tasse Kaffee die Umwelt belastet, hängt mehr von der gewählten Kaffeesorte als von der Zubereitungsform ab. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs– und Forschungsanstalt (<a href="http://www.empa.ch" target="_blank" rel="external nofollow">Empa</a>). »Wer seinen Kaffee möglichst umweltschonend brauen will, sollte beim Kaffeekauf auf Nachhaltigkeitslabels achten. Ob er sich für Kapsel-, Vollautomat– oder Filterkaffee entscheidet, ist zweitrangig«, so Studienleiter Roland Hischier im pressetext-Interview.</p>
<p><strong>Plantage belastet Umwelt am meisten</strong><br />
Hischier erstellte eine vereinfachte Ökobilanz gängiger Kaffeesorten. Berücksicht wurden dabei der Material– und Energieaufwand für die Verpackung und frühere Studien zu Filter– und Löskaffee. Für die ökologische Bewertung des Kaffeeanbaus griff der Forscher auf eine brasilianische Analyse von 56 Kaffeeplantagen zurück. Für den Fall, dass die Hersteller die verwendete Kaffeesorte ihres Produkts nicht anführten, wurden Durchschnitts– und Extremwerte ermittelt.</p>
<p>Von der Produktionsweise des Kaffees hängt es eindeutig am meisten ab, wie er sich auf die Umwelt auswirkt. »Die Plantagen setzen Dünger und Pestizide sehr unterschiedlich ein, was auch für den Energieverbrauch etwa für Traktoren und Maschinen gilt. Teils sind etwa elektrische Trockner in Verwendung, teils trocknet man mit der Sonne.« Entsprechend variierte in Hischiers Studie der Anteil der landwirtschaftlichen Produktion an der gesamten Ökobilanz zwischen 70 und einem Prozent.</p>
<p><strong>Kaffeemenge entscheidet</strong><br />
»Insgesamt kann man sagen, dass die Öko-Beurteilung von Kaffee zuerst von der Sorte abhängt. Wie sich einzelne Zubereitungsarten auswirken, hängt deshalb sehr davon ab, welche Kaffeemenge jeweils für eine Tasse nötig ist«, fasst Hischier zusammen. Löskaffee schneidet am besten ab, sofern der gesamte zubereitete Kaffee auch getrunken wird. Vollautomaten punkten dadurch, dass die Maschine gut auf den tatsächlichen Bedarf eingestellt werden kann.</p>
<p>Dank des geschlossenen Systems kommen Kapselsysteme bereits mit sechs bis neun Gramm Kaffee pro Tasse statt acht bis zwölf Gramm bei Vollautomaten aus. Allerdings fällt hier ein zusätzlicher Aufwand für die Verpackung an, der im Schnitt ein Viertel der Umweltbelastung ausmacht. »Einzel verpackte und schwere Kunststoffkapseln sind ungünstiger als Aluminiumkapseln, allerdings nur sofern letztere nach Gebrauch rezykliert werden«, so der Empa-Forscher.</p>
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		<title>Zu gut um es wegzuwerfen</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/04/20/plastik-zu-gut-um-es-wegzuwerfen/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 09:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>

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		<description><![CDATA[Foto: aboutpixel.de / Bälle © Christian Bitsch Seit den 1930er Jahren, als das Produkt zum ersten Mal auf den Markt kam, gab es eine Plastikzahnbürste in jedem amerikanischen Badezimmer. Aber wenn du einer der wachsenden Zahl von Menschen bist, die ihr Leben frei von Plastik machen wollen, kannst du nun eine hölzerne Zahnbürste mir Eberborsten, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p class="alignright bildhinweis" style="width: 240px;"><img class="size-full wp-image-813 alignright" style="margin-left: 10px;"  title="aboutpixel.de / Bälle © Christian Bitsch" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/03/ap4ad8657a0ec2a_small.jpg" alt="" width="240" height="180" /><br />Foto: <a href="http://www.aboutpixel.de" rel="nofollow external">aboutpixel.de</a> / Bälle © Christian Bitsch</p>
<p>Seit den 1930er Jahren, als das Produkt zum ersten Mal auf den Markt kam, gab es eine Plastikzahnbürste in jedem amerikanischen Badezimmer. Aber wenn du einer der wachsenden Zahl von Menschen bist, die ihr Leben frei von Plastik machen wollen, kannst du nun eine hölzerne Zahnbürste mir Eberborsten, gemeinsam mit anderen solchen Zurück-in-die-Zukunft-Produkten kaufen, wie Pausenbrotverpackung aus Stoff, metallene Aufbewahrungsbehälter und Fliegenklatschen aus Leder.</p>
<p>Die Notwendigkeit Plastik zu vermeiden ist verständlich, Berichte über giftiges Spielzeug oder Babyflaschen, Seevögel ersticken an Flaschenverschlusskappen und weite Flecken der Ozeane sind mit langlebigen Kunststoffen verschmutzt. Zahllose Blogger schreiben strebsam, dass sie – vergeblich, wie viele herausfinden – Plastik aus ihrem Leben verbannen wollen. „Plastik zu eliminieren ist eine der grünsten Aktionen, die du machen kannst um deinen Öko-Fussabdruck zu verringern,“ schrieb einer, während er in einer kürzlich durchgeführten Online-Herausforderung teilnahm, wo es darum ging Plastik-frei zu sein.</p>
<p>Ist das wahr? Plastik vermeiden scheint der Schlüssel zur Ethik zum leichten Leben zu sein, aber die Umweltrealität ist komplexer.</p>
<p>Ursprünglich war Plastik bejubelt für sein Potenzial um den starken ökologischen Fussabdruck der Menschheit zu reduzieren. Die ersten Kunststoffe wurden als Ersatz für den nachlassenden Nachschub an Elfenbein und Schildpatt erfunden. Als der amerikaner John Wesley Hyatt 1869 Zelluloid patentieren lies, versprach seine Firma, dass das neue künstliche Material, benutzt in Schmuck, Kämmen, Knöpfen und anderen Gegenständen, den Elefanten und Schildkröten eine „Verschnaufpause“ bringen würde, weil es „nicht mehr länger notwendig ist die Erde zu plündern, auf der Suche nach Substanzen die konstant knapper werden.“ Bakelite, das erste wirklich synthetische Plastik wurde ein paar Dekaden später entwickelt um Schellack zu ersetzen, denn es bestand grosser Bedarf an elektrischem Isolationsmaterial. Die Lackschildlaus, die das klebrige Harz produzierte, konnte nicht mit der schnellen Elektrifizierung mithalten.</p>
<p>Heute wird Plastik als der Fluch der Natur gesehen. Aber ein allgemeiner Widerwillen gegen Plastik kann unser Denken über die Kompromisse trüben, wenn wir Plastik mit anderen Materialien ersetzen. Nimm Plastiksäcke, das Symbol für alle bösen Plastikdinge. Sie verstopfen die Abwasserkanäle, verheddern sich in Recycling-Geräten, verschmutzen Parks und Strände und bedrohen die Tierwelt auf Land und im Meer. Eine kürzliche Expedition, die die Plastikverunreinigung im Südatlantik erforschte, berichtete, dass das Schiff an einem Standort bei Brasilien Probleme hatte den Anker zu setzten, weil der Meeresgrund mit Plastiksäcken überzogen war.</p>
<p>Solche Probleme haben die Verbannung von Plastiksäcken rund um die Welt, und in mehr als ein Dutzend amerikanischen Städten angeheizt. Unglücklicherweise, wie die Plastikindustrie unaufhörlich klar macht, führen die Verbote zu einem grossen Anstieg der Nutzung von Papiersäcken, die wiederum ökologische Schattenseiten hat. Aber das grössere Problem ist nicht woraus die Säcke gemacht sind, sondern wofür sie gemacht sind. Beide sind absurderweise für den kurzen einmaligen Weg vom Geschäft zur Haustür konzipiert.</p>
<p>In anderen Worten, Kunststoffe sind nicht notwendigerweise schlecht für die Umwelt; das Problem ist die Art wie wir sie herstellen und benutzen.</p>
<p>Es wird geschätzt, dass aus der Hälfte der <a href="http://rstb.royalsocietypublishing.org/content/364/1526/2115.full" target="_blank" rel="external nofollow">fast 273 Milliarden Kilo</a> jährlich produzierten Plastiks, Einwegprodukte gemacht werden. Manche sind unbestreitbar wertvoll, wie Einmalspritzen, die ein wichtiger Verbündeter bei der Bekämpfung der Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie H.I.V. waren, und sogar Wasserflaschen aus Plastik, die nach Katastrophen wie dem japanischen Tsunami bedeutungsvoll sind um Leben zu retten. Doch viele Plastikmaterialien, wie die Säcke, Trinkhalme, Verpackung und Feuerzeuge, die häufig bei Strandreinigungsarbeiten gefunden werden, sind wesentlich vorgefertigter Müll mit einem hohen Preis für die Umwelt.</p>
<p>Und es gibt noch andere Kosten. Das Verwenden von Plastik für so kurzlebige Annehmlichkeiten hat zur Verminderung unserer Sicht auf die Familie der Materialien beigetragen, die einst hohes Ansehen hatten. Plastik wurde ein Synonym für billig und wertlos, während tatsächlich die Kette der Kohlenwasserstoffe eigentlich als die wertvollsten Substanzen dieses Planeten gesehen werden sollten. Wenn wir den wahren Wert von Plastik verstehen würden, würden wir aufhören es in so banalen Wegwerfartikeln zu vergeuden und würden bessere Verwendung für dieses vielseitige Material finden.</p>
<p>In einer Welt mit fast 7 Milliarden Seelen, Tendenz steigend, können wir uns selbst nicht nur von Holz, Erz und Stein ernähren, bekleiden oder behausen; wir brauchen Plastik. Und in einer Ära, in der wir um unseren CO2-Ausstoss besorgt sind, können wir es begrüssen, dass diese leichten Kunststoffe bei der Herstellung und beim Transport weniger Energie verbrauchen als viele andere Materialien. Kunststoffe machen auch viele grüne Technologien möglich, wie Solarmodule, leichtere Autos und Flugzeuge die weniger Treibstoff verbrennen. Die „unnatürlichen“ synthetischen Stoffe, intelligent eingesetzt, könnten sich als die besten Verbündeten der Natur erweisen.</p>
<p>Wir können nicht darauf hoffen, dass sich die Verheissungen für Plastik im 21sten Jahrhundert bewahrheiten, wenn wir bei den verschwenderischen Gewohnheiten der Plastikproduktion und Konsumation des 20sten Jahrhunderts bleiben. Wir haben die Technologie um besseres, sichereres Plastik herzustellen – geschmiedet aus erneuerbaren Ressourcen anstatt begrenzter fossiler Brennstoffe, und unter Verwendung von Chemikalien, die dem Planeten und unserer Gesundheit minimalen bis keinen Schaden zufügen. Wir haben die öffentlichen Mittel um bessere Recyclingsysteme zu bauen und um Unternehmen für die Produkte, die sie auf den Markt bringen, verantwortlich zu halten. Und wir können uns ein Beispiel an den Plastic Purgern nehmen, wie wir unnötiges Plastik aus unserem Leben streichen.</p>
<p>Wir müssen Plastik überdenken. Die Eberborstenzahnbürste ist nicht unsere einzige Alternative.</p>
<p><em>Veröffentlichung dieses Artikels mit Genehmigung der Autorin. Übersetzung von Heinz Robert.</em></p>
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		<title>Killer Jeans</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/04/06/killer-jeans/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 10:37:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
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		<description><![CDATA[Foto: aboutpixel.de / Mach mal Pause. © Jan Gropp Luxuslabels und Billigmarken lassen weiter sandstrahlen Ungeachtet der zum Teil tödlichen Folgen für die ArbeiterInnen wenden viele Unternehmen die Sandstrahltechnik weiterhin an. Anlässlich des morgigen Weltgesundheitstags fordert die Clean Clothes Campaign von Modefirmen darum einen sofortigen Produktionsstopp von sandgestrahlten Jeans. Eine Firmenübersicht auf www.evb.ch/sandstrahlen zeigt den [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p class="alignright bildhinweis" style="width: 150px;"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/04/ap4ad89cc53cdd1_small.jpg" target="_blank" rel="lightbox[1052]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1054" style="margin-left: 10px;"  title="aboutpixel.de / Mach mal Pause. © Jan Gropp" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/04/ap4ad89cc53cdd1_small-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><br />Foto: <a href="http://www.aboutpixel.de" rel="nofollow external">aboutpixel.de</a> / Mach mal Pause. © Jan Gropp</p>
<h2>Luxuslabels und Billigmarken lassen weiter sandstrahlen</h2>
<p>Ungeachtet der zum Teil tödlichen Folgen für die ArbeiterInnen wenden viele Unternehmen die Sandstrahltechnik weiterhin an. Anlässlich des morgigen Weltgesundheitstags fordert die Clean Clothes Campaign von Modefirmen darum einen sofortigen Produktionsstopp von sandgestrahlten Jeans. Eine Firmenübersicht auf <a href="www.evb.ch/sandstrahlen" target="_blank">www.evb.ch/sandstrahlen</a> zeigt den KonsumentInnen, welche Firmen sich in dieser Frage wie verhalten.</p>
<p>Vintage-Jeans werden mit der Sandstrahltechnik auf alt getrimmt – mit tödlichen Nebenwirkungen für die Arbeiter, die innert kürzester Zeit an der unheilbaren Lungenkrankheit Silikose erkranken. Die Clean Clothes Campaign macht seit Herbst 2010 Druck auf die dafür verantwortlichen Hersteller. Über 20 Markenfirmen haben inzwischen öffentlich ein Sandstrahlverbot für ihre Jeansprodukte erlassen, darunter bekannte Namen wie Benetton, C&amp;A, Coop, Esprit, Jack&amp;Jones, H&amp;M, Levis, Mango, Manor, Migros, Replay oder Vero Moda.</p>
<p>Die meisten Luxusmarken zeigen sich jedoch unbeeindruckt von den CCC-Forderungen. Einzig Gucci hat reagiert, ein Sandstrahlverbot erlassen und in Zusammenarbeit mit lokalen Gewerkschaften eine Untersuchung eingeleitet. Armani, Dolce&amp;Gabbana, Roberto Cavalli und Versace hüllen sich weiter in Schweigen, ebenso die Billigkette Orsay. Die Trendmarke New Yorker, mit 842 Filialen in 31 Ländern vertreten, will gar an der tödlichen Technik festhalten. «Es ist beschämend, dass Unternehmen wie New Yorker das Leben der ArbeiterInnen mit diesem Modetrend wissentlich aufs Spiel setzen und dass Luxusmarken wie Armani die Forderung völlig ignorieren.» empört sich Christa Luginbühl von der Erklärung von Bern / Clean Clothes Campaign. Und sie fordert: «Alle Firmen müssen jetzt ein lückenloses Verbot durchsetzen. Und sie müssen endlich Verantwortung für die vielen schon erkrankten ArbeiterInnen übernehmen.»</p>
<p>Aufgrund des immensen Produktionstempos und den körperlichen Anforderungen werden meist junge Männer, oft Wanderarbeiter, als Sandstrahler angestellt. Die ersten in der Türkei bekannt gewordenen Todesfälle betrafen zwei Jugendliche, die im Alter von 13 und 14 Jahren als Sandstrahler anfingen und mit 18, respektive 19 Jahren an Silikose starben. Alleine in der Türkei sind über 1200 Erkrankungs– und 46 Todesfälle bekannt. In Bangladesch boomt die Jeansindustrie und die Situation ist ähnlich dramatisch wie in der Türkei. CCC-Partner schätzen, dass es dort bereits mehrere hundert Kleinfabriken gibt, die Jeans behandeln.</p>
<p>Um Jeans-KäuferInnen eine Orientierungshilfe zu geben, zeigt die CCC unter www.evb.ch/sandstrahlen wie sich welche Markenfirma zur Sandstrahltechnik positioniert. Und sie ruft KonsumentInnen auf, in den Läden diesbezüglich nachzufragen und nur Produkte zu kaufen, die nicht sandgestrahlt wurden. Zudem lanciert die CCC anlässlich des Weltgesundheitstages eine <a href="http://www.evb.ch/p19165.html" rel="external nofollow">Online-Protestaktion</a> gegen die Ignoranten unter den Firmen.</p>
<p><strong>Mehr:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.evb.ch/p19167.html" rel="external nofollow">Liste der Unternehmen</a></li>
</ul>
<p><strong>«Tödliche Jeans» – ein Informations-Video für Konsumierende</strong><br />
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		<title>Von Lohas und Bobos</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/03/12/von-lohas-und-bobos/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2011 09:11:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>

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		<description><![CDATA[Foto: aboutpixel.de / brauch ich, brauch ich nicht © Konstantin Bratsios Seit dem letzten Jahr veröffentlicht die Arbeiterkammer Österreich im Internet sogenannte Working Papers zur Verbraucherpolitik. Im neusten, das im Januar erschien, geht es um nachhaltigen Konsum. Der Umweltschutzexperte Thomas Jakl schreibt darin, »um Nachhaltigkeit werden wir alle auf diesem Planeten nicht herumkommen.« Zudem meint [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p class="alignright bildhinweis" style="width: 300px;"><img class="alignnone size-medium wp-image-622"  title="aboutpixel.de / brauch ich, brauch ich nicht © Konstantin Bratsios" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/03/ap4b5de4b792776_small-300x169.png" alt="" width="300" height="169" /><br />Foto: <a href="http://www.aboutpixel.de" rel="nofollow external">aboutpixel.de</a> / brauch ich, brauch ich nicht © Konstantin Bratsios</p>
<p>Seit dem letzten Jahr veröffentlicht die Arbeiterkammer Österreich im Internet sogenannte <em>Working Papers</em> zur Verbraucherpolitik. Im neusten, das im Januar erschien, geht es um nachhaltigen Konsum. Der Umweltschutzexperte Thomas Jakl schreibt darin, »um Nachhaltigkeit werden wir alle auf diesem Planeten nicht herumkommen.« Zudem meint er, dass sich wirklich nachhaltiger Konsum nicht mit Öko– und Bio-Etiketten zufriedengibt, sondern jedes Produkt und jede Dienstleistung kritisch hinterfragt.</p>
<p>Längst sind Bio– und Ökoangebote keine Nischenprodukte mehr, sondern haben den Weg in die Aktionsregale der Handelsketten geschafft. Das ist aber bei Weitem nicht genug, erläutert Thomas Jakl, Biologe im österreichischen Umweltministerium in seinem <em>AK-Working Paper </em>zu nachhaltigem Konsum. Für Massnahmen der besseren Umweltverträglichkeit von Energieversorgung, Infrastruktur und Wirtschaft sei zwar die Politik verantwortlich, »aber ich möchte den einzelnen Konsumenten und die Konsumentin nicht aus ihrer Verantwurtung entlassen«, sagt Jakl.</p>
<p>In seinem Diskussionspapier teilt Jakl die nachhaltigen Verbraucher in die <em>Lohas</em> und die <em>Bobos</em> auf. Die Lohas leben den <em>Lifestyle of Health and Sustainability</em>, achten auf Umwelt und Gesundheit. Sie kaufen ökologisch und ethisch korrekt ein, und denken über ihr Verhalten als Verbraucher nach.</p>
<p>Die Bobos jedoch, die Bourgeoise Bohemiens, wollen zwar umweltbewusst leben, konsumieren allerdings unreflektiert und trendgesteuert, erklärt Thomas Jakl. Ihnen gehe es mehr ums Anderssein und Schicksein, um elegante Produkte und Individualität. Es gehe aber nicht so sehr um eine Identifikation mit der Umwelt und der Ökosphäre, sondern sei eine hedonistisch-genießerische Lebensweise.</p>
<p>Die Bobos leben eine sehr oberflächliche Nachhaltigkeit, kritisiert der Umweltexperte: »Wenn man denkt, ich habe ein grosses Auto, aber es ist ein Hybridsystem und ich fhre Biosprit, dann hat man sich zwar einige Deckmäntelchen umgehängt, aber richtig umweltfreundlich wird das trotzdem nicht. Die Kurzstreckenfahrt bleibt eine unsinnige Fahrt, auch wenn ich ein Hybridauto habe, das mit Biosprit betrieben wird. Oder wenn ich mit einen Karibikurlaub im Nachhinein grün behübsche, weil ich ein CO2-Kompensationsprojekt unterstütze, dann hat das etwas Zynisches.«</p>
<p>Nachhaltiges Leben klingt nach einer kostspieligen Lebensweise und scheint eine Frage des Einkommens zu sein. Thomas Jakl widerspricht dem: »Die Untersuchungen zeigen, dass die Menschen, die sehr preisbewusst kaufen müssen, weil sie einkommenschwach sind, viel näher am Nachhaltigkeitsideal sind als die Wohlhabenden. Es ist eigentlich ein Wohlstandsproblem, wenn man ausreichend finanzielle Mittel hat, seine Lebensentscheidungen so zu treffen, dass sie umweltgerecht sind.«</p>
<p>Wenn man nachhaltig einkaufen möchte, gilt es jedenfalls eigenständig mitzudenken und sich nicht auf die Etiketten zu verlassen, rät Jakl:« Natürlich macht man schon sehr vieles richtig, wenn man nach Produkten aus biologischem Anbau greift, aber auch da muss man ein bisschen überlegen. Wenn ich Bio-Weintrauben im Winter kaufe, können die nicht wirklich aus der Nachbarschaft kommen, sondern sie müssen von weit her kommen und entsprechend behandelt werden. Ein bisschen nachdenken hilft sehr viel.«</p>
<p><a href="http://wien.arbeiterkammer.at/bilder/d144/Working_Paper.pdf" target="_blank" rel="external nofollow">AK-Working Paper: Wenn aus Lohas Bobos werden (PDF)</a></p>
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		<title>Karotten statt Peitsche</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/03/11/karotten-statt-peitsche/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 13:16:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Konstruktiver Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[carrotmob]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Bewegung die sich von San Francisco auf die ganze Welt ausbreitet ist Carrotmob, wo Geschäfte und Unternehmen für ihr Engagement für soziale Verantwortung mit einem Buycott belohnt werden.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p class="alignright bildhinweis" style="width: 300px;"><img class="alignnone size-medium wp-image-602"  title="aboutpixel.de / Karübenhase 1 © Bernd Boscolo" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/03/ap4b1ae9ec18a2f_small-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" /><br />Foto: <a href="http://www.aboutpixel.de" rel="nofollow external">aboutpixel.de</a> / Karübenhase 1 © Bernd Boscolo</p>
<p>Eine Bewegung die sich von San Francisco auf die ganze Welt ausbreitet ist <a href="http://carrotmob.org/" target="_blank" rel="external nofollow">Carrotmob</a>, wo Geschäfte und Unternehmen für ihr Engagement für soziale Verantwortung mit einem <a href="#wikipopFrame" class="wikipopLink" onclick="setFrameSrc('<em>Buycott</em>', '');"><em>Buycott</em></a> belohnt werden. Im Gegensatz zu einem Boykott, wo Konsumenten dazu aufgerufen werden nicht bei einem bestimmten Unternehmen einzukaufen, was manchmal passiert, wenn dieses Unternehmen gegen grundsätzliche ethnische Regeln verstösst oder bekannt wird, dass es die Umwelt schädigt. Wie etwa zuletzt nach dem Unfall auf der Ölplattform im Golf von Mexiko, wo Umweltaktivisten zum Boykott von BP aufgerufen haben.</p>
<p>Der Name der Gruppe, Carrotmob, kommt von dem Ansatz, den sie nutzt um Unternehmen zu sozialen und ökologischen Verbesserungen zu locken. Der Mob an Menschen, die willens sind das Unternehmen finanziell zu unterstützen, ist die Karrote, die benutzt wird um die Firma zu Veränderungen zu ermutigen. Gründer von Carrotmob, Brent Schulkin, sagt: »Wir glauben, dass wir Unternehmen zu positiven Veränderungen bringen können, indem wir ihnen Profit anbieten, die Ausgaben des Mobs und Kundentreue. Es ist ein positives Modell, wo es keine Gegner gibt und jeder gewinnt.«</p>
<p>Das System der freien Marktwirtschaft wird hier intelligent ausgenutzt und letztendlich haben alles etwas davon: Die Konsumenten haben ihren Spass, der »gemobbte« Unternehmer in den zwei Stunden, die so ein Mob dauert, etwa den vierfachen Tagesumsatz, und alle Interessengruppen gewinnen durch die Umsetzung von umwelt– oder sozialrelevanten Massnahmen.</p>
<p>Hoffen wir, dass sich diese Art des konstruktiven Aktivismus weiter verbreitet und grössere Kreise zieht.</p>
<iframe style="background:#000000;" src="http://player.vimeo.com/video/925729?title=1&amp;byline=1&amp;portrait=1&amp;color=00adef&amp;autoplay=0&amp;loop=0" width="400" height="300" frameborder="0"></iframe>
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