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	<title>OpenMindJournal &#187; Yves E. Patak</title>
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	<description>Das Online-Journal für Bewusstsein, Lebenspraxis und Change</description>
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		<title>Achtsamkeit und die iPhone-Generation</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 10:54:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yves Patak</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In meinem letzten Newsletter musste ich mir echt auf die Zunge beißen, um nicht mit den Worten „Alles neu macht der Mai“ zu beginnen – vor allem, nachdem ich mich hinterfragte, ob er wirklich alles neu macht. Klar, die Natur zeigt Tendenzen der Wiederauferstehung aus der Winterstarre, es grünt so grün, dass selbst Spanien neidisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4830" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/415170_web_R_K_by_Stefan-Ddorf_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4828]"><img class=" wp-image-4830 " title="Strandhandy" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/415170_web_R_K_by_Stefan-Ddorf_pixelio.de_-300x225.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Stefan Ddorf / pixelio.de</p></div>
<p>In meinem letzten Newsletter musste ich mir echt auf die Zunge beißen, um nicht mit den Worten „Alles neu macht der Mai“ zu beginnen – vor allem, nachdem ich mich hinterfragte, ob er wirklich alles neu macht. Klar, die Natur zeigt Tendenzen der Wiederauferstehung aus der Winterstarre, es grünt so grün, dass selbst Spanien neidisch wird — doch wie steht es mit uns selbst? Sind wir — im Vergleich zum Mai letzten Jahres — neue Menschen? Haben wir unsere Zellen regeneriert, unsere alteingesessenen Meinungen revidiert, unsere Vorurteile eliminiert — und uns insgesamt neu erfunden? Und noch eine Etage tiefer: nehmen wir uns überhaupt die Zeit, über solche Dinge nachzudenken, oder schreit gerade das nächste App danach, heruntergeladen zu werden?</p>
<p>In unserem Leben läuft vieles, oh so vieles, nach ganz bestimmten Mustern ab. Wir leben einen Grossteil unseres Menschenlebens auf Autopilot. Ich denke oft an das unvergessliche Bild von Gary Larson, wo die Amöben-Frau den Amöben-Mann ankeift: „Reiz und Reaktion, Reiz und Reaktion — <em>denkst</em> du eigentlich jemals?!“</p>
<p>Herrlich lustig — aber eine gute Frage. Denken wir überhaupt? Oder andersrum, warum schaffen es die meisten von uns nicht, mit dem Denken jemals aufzuhören, wenn wir doch diejenigen sind, die unser Gehirn — als Eigentümer! — kontrollieren sollen könnten? Ich verweise auf das geflügelte Zitat weiter unten: „Der Verstand ist ein ausgezeichneter Diener, aber ein miserabler Meister.“</p>
<p>Denken Sie einmal für 17 Sekunden darüber nach. (Hallo? Ich sagte nicht, Sie sollen darüber nachgrübeln, warum ausgerechnet 17 Sekunden, sondern darüber, ob <em>Sie</em> der Meister Ihres Lebens und Denkens sind — oder ist’s gar ihr Ego?)</p>
<p>Lassen Sie sich inspirieren und zum Nachdenken animieren – von Menschen, Büchern, dem Leben und dem Universum. Wir sitzen alle im gleichen Zug, doch wir entscheiden, wohin wir blicken und in welchem Abteil wir sitzen. Metaphysisch, aber wahr.</p>
<h4>Gib acht!</h4>
<p>„Gib acht!“ hat nicht immer mit dem zu tun, was Mutti uns als Kind unzählige Male zugerufen hat. Achtsamkeit ist — in unserer westlichen Welt fast vergessen — ein Heilmittel erster Klasse. Einst ein östliches, für viele von uns abstraktes Zen-Prinzip, schleicht sich diese unglaublich starke Lebenshaltung allmählich sogar in die westliche Psychotherapie ein. Wie das geht? Vereinfacht gesagt:</p>
<p>„Wenn ich Spaghetti esse, esse ich Spaghetti.“</p>
<p>„Wenn ich vom Badezimmer in die Stube gehe, gehe ich vom Badezimmer in die Stube.“</p>
<p>Will heißen: ich tue immer gerade das — und NUR das! — was ich gerade tue und richte meine Aufmerksamkeit darauf. Schluss mit Multi-Tasking und unseren verheerenden Ideen von „alles gleichzeitig“, um Zeit zu sparen, die wir dann blödsinnig mit Smartphone, Facebook, TV und Klatschblättern vergeuden.</p>
<p>Kürzlich sah ich ein Teenager-Mädchen an der Bushaltestelle stehen, ein echter Prototyp: Zigarette im Mundwinkel, Kopfhörer über den Ohren, Mütze tief über die Augen gezogen, iPhone in der linken, Red Bull in der rechten Hand, Zeitung unter den Arm geklemmt. <em>Das</em>, liebe Menschen der westlichen Kultur, ist das absolute Gegenteil von Achtsamkeit! Dieses Mädchen ist das (inzwischen überall wuchernde) Beispiel des Vor-sich-selbst-Davonlaufens.</p>
<p>Achtsamkeit (auf Neudeutsch auch „Mindfulness“ genannt) hat die magische Eigenschaft, unsere gesamte Wahrnehmung des Lebens — und damit das Leben schlechthin — zu verändern. Wenn Sie also die Gelegenheit ergreifen möchten, zu leben, und zwar im JETZT, von Moment zu Moment, statt zwischen Vergangenheit und Zukunft hin und her zu hetzen — suchen Sie sich einen Achtsamkeitslehrer, einen Guru, einen achtsamen Freund, einen Hypnosetherapeuten oder einen Meditations-Profi, und tauchen Sie ein in die wunderbare Welt der Achtsamkeit.</p>
<p>Übrigens: wenn Sie diesen Artikel in knapp 15 Sekunden überflogen haben und gleich zum nächsten hetzen, wissen Sie zumindest bereits, was Achtsamkeit <em>nicht</em> ist… :)</p>
<div></div>
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		<title>Die Innere Kälte</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/02/27/die-innere-kalte/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 13:11:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yves Patak</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
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		<description><![CDATA[Während die Kältewelle unbarmherzig über Europa und auch unsere Schweiz hinweg rollte, machte ich mir Gedanken zu jener ‚Kälte der anderen Art‘, die mir in meiner Praxis immer wieder begegnet. Ich spreche von der inneren Kälte, unter der so viele Menschen zu leiden scheinen. Damit ist nicht die Kälte gemeint, die den ‚eiskalten Killer‘ im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_2315.jpg" rel="lightbox[4530]"><img class="alignright  wp-image-4532" style="margin-left: 10px;" title="Die innere Kälte - (cc) Heinz Robert" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_2315-300x193.jpg" alt="" width="200" height="129" /></a>Während die Kältewelle unbarmherzig über Europa und auch unsere Schweiz hinweg rollte, machte ich mir Gedanken zu jener ‚Kälte der anderen Art‘, die mir in meiner Praxis immer wieder begegnet. Ich spreche von der <em>inneren</em> Kälte, unter der so viele Menschen zu leiden scheinen. Damit ist nicht die Kälte gemeint, die den ‚eiskalten Killer‘ im Krimi auszeichnet, sondern die Kälte, die der Betroffene empfindet, weil er nicht genug Seelenwärme bekommt. Manchmal erscheint es mir, als litte fast jeder Mensch unter einer Einsamkeit, die weder Internet-Partnerbörsen noch Facebook mildern können.</p>
<p>Wir sprechen hier vom Ur-Mangel im tiefsten Sinn: dem Gefühl der fehlenden Liebe, Zuwendung, Bewunderung, Anerkennung etc. Offenbar neigt der Mensch zu der Illusion, dass er einsam und allein auf dem Planeten Erde durch die Kälte des Universums kreist, ziellos, sinnlos, ungeliebt, unverstanden.</p>
<p>Lassen Sie uns ein wenig darüber philosophieren, wie wichtig es ist, diese schmerzliche Illusionen zu durchbrechen, um glücklich und gesund zu werden. Ich denke dabei auch an ein augenzwinkerndes ‚Spirituelles Manuskript‘, das mir vor Jahren in die Hände gelangte. Der Essay endete mit dem Satz:</p>
<p><em>„Jeder Mensch wird jederzeit begleitet, beschützt und geliebt. Alles andere ist Illusion.“</em></p>
<p>Man kann auf solche Sätze mit Skepsis reagieren oder mit Zynismus — oder sich mal überlegen, ob etwas daran sein könnte. Wissen wir es denn besser?</p>
<p>Doch lassen Sie uns eintauchen in die Thematik der Seelenkälte — bis uns allen so richtig warm ums Herz wird!</p>
<h4>Die Illusion der Einsamkeit</h4>
<p>Wenn Ärzte Krankheiten begegnen, suchen sie nach Ursachen. Logisch. Genau genommen suchen ja alle Menschen nach Ursachen, weil etwas in uns automatisch annimmt, dass die Ursache zur Lösung führen wird. Doch schon der großartige Psychiater Steve de Shazer bemerkte, dass man das Problem nicht immer kennen muss, um eine Lösung zu finden.</p>
<p>Was mich bei Krankheiten und Problemen immer wieder besonders interessiert, ist der „gemeinsame Nenner“, den man zur Gesundung eventuell nutzen könnte. Einer dieser Nenner erscheint mir besonders interessant: Fast jeder meiner Kunden empfindet sich in seiner Krankheit irgendwie allein. Abgetrennt, losgelöst, ungerecht bestraft. „Warum ich?“ fragen sie. Die Botschaft zwischen den Zeilen ist: „Ich bin allein in meinem Kummer. Ich trage dieses schreckliche Schicksal allein. Es grenzt mich von allen anderen aus. Ich bin nicht mehr dabei.“</p>
<p>Das Gefühl des Allein-Dastehens verbindet die Opfer aller möglichen Krankheiten — ob psychisch oder körperlich — wie ein unsichtbares Band. Diese Erkenntnis hat wahrscheinlich zur Idee der Selbsthilfegruppe geführt. In diesen nützt den Mitgliedern nicht nur das Wissen der anderen, sondern vor allem auch die Erkenntnis: „Ich bin nicht allein mit meinem Problem!“ Diese Erkenntnis tut gut, auch wenn sie logisch betrachtet auch nicht zur Lösung beiträgt. Aber wo ist der Mensch schon logisch?</p>
<p>Hier beginnt jedoch in meinen Augen ein wichtiger Faktor des Heilungsprozesses: Der Betroffene sollte erkennen, dass er erstens nur einer von unzähligen Betroffenen einer bestimmten Situation ist, und zweitens viele seiner Schicksalsgenossen täglich beweisen, dass es einen möglichen Ausweg gibt. Einen <em>inneren</em> oder einen <em>äußeren</em>.</p>
<p>Die meisten Menschen sehen nur den äußeren. Und hier liegt die Wurzel des ‚Sackgassen-Syndroms‘ — jenes schrecklichen Gefühls, dass ‚es einfach nicht mehr weitergeht‘. Dabei braucht man sich bloß einmal umzudrehen. Den Blickwinkel zu ändern.</p>
<p>Bereit dafür?</p>
<h4>Die Illusion des Unlösbaren</h4>
<p>Wie oben erwähnt, ist das Gefühl, einsam und hilflos in einer ausweglosen Situation zu stecken oft überwältigend. So überwältigend, dass man dabei völlig vergisst, dass es keine wirklichen Probleme gibt, sondern nur <em>Situationen</em>. Diese sind neutral. <em>Wir</em> allein geben ihnen ihren emotionalen Wert!</p>
<p>Denken wir zum Beispiel an Stephen Hawking — den genialen Astrophysiker, der seit Jahrzehnten völlig gelähmt und sprachunfähig im Rollstuhl sitzt und (theoretisch) schon längst tot sein müsste. Stephen Hawking ist allem Anschein nach – trotz seines ‚schrecklichen Schicksals’ – ein glücklicher, aktiver Mensch! Er ist das lebendige Beispiel, dass es in unserem Leben nie die <em>Situation</em> ist, die uns Leid bringt, sondern unsere <em>Einstellung</em> dazu.</p>
<p>Sobald der Mensch leidet, vergisst er meistens sehr schnell, dass es stets <em>zwei</em> Wege gibt: Die Lösung im Innen — oder die Lösung im Außen. Doch warum laufen wir wie die Halbblinden immer wieder gegen dieselbe Wand? Weil unser Ego die Lösung ‚im Innen’ als unattraktiv taxiert und unseren Blick deshalb stur auf die ‚echte Lösung’, sprich, die Lösung im Außen richtet. Und schon sitzen wir in der Falle.</p>
<p>Wenn ich einsam bin, kann ich entweder in die Welt hinaus und neue Freunde, eine Partnerin, einen Ehemann suchen — oder ich lerne, die Einsamkeit als bereichernden Zustand zu erleben. Mal ehrlich: klingt das für Sie nach einer echten Alternative? Falls nicht, dann hat soeben Ihr Ego wieder zugeschlagen!</p>
<p>Einige Leser mögen jetzt sagen: „Ja, wenn‘s mit der Lösung im Innen doch so einfach wäre!“</p>
<p>Moment mal: es hat nie jemand behauptet, das Leben wäre einfach! Es steht auch nirgends geschrieben, dass es einfach sein <em>soll!</em> Das Leben ist eine Kunst, die gelernt werden will. Manchmal geht‘s um den Kampf. Manchmal um die Akzeptanz — so wie im altbekannten Gelassenheitsgebet so treffend beschrieben:</p>
<blockquote><p><strong><em>„Herr, gib mir die </em></strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gelassenheit" rel="external nofollow"><strong><em>Gelassenheit</em></strong></a><strong><em>, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den </em></strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mut_(Tugend)" rel="external nofollow"><strong><em>Mut</em></strong></a><strong><em>, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die </em></strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weisheit" rel="external nofollow"><strong><em>Weisheit</em></strong></a><strong><em>, das eine vom anderen zu unterscheiden!“</em></strong></p></blockquote>
<p>Der beste Moment, diese Weisheit zu beherzigen, ist wie immer — jetzt!</p>
<p>Der Winter ist nicht einfach nur eine ‚kalte Jahreszeit’. Wie schon die alten Chinesen so weise beobachteten, können wir lernen, mit der Natur in Harmonie die verschiedenen Lebensphasen zu durchleben. Im Winter zieht sich alles zurück. Viele Tiere halten Winterschlaf, die körperliche Aktivität wird gedrosselt, und in der Stille unter der Schneedecke ergibt sich Raum, um nachzudenken. Im Winter können wir uns die Zeit nehmen, zu erkennen, welche Probleme wir im Außen und welche im Innen lösen sollten — und packen sie im Frühling, wenn die Sonne uns neue Kraft schenkt, mit Mut und Tatkraft an!</p>
<h4>Blick aus dem Universum</h4>
<p>Eine kleine mentale Hilfe ist die „Reise ins Universum“. Nehmen wir an, Sie haben ein Problem, ein seelisches oder körperliches. Sie sind verzweifelt, finden keine Lösung, sind überzeugt, der ärmste, vom Schicksal am meisten gebeutelte Mensch zu sein.</p>
<p>Schließen Sie die Augen. Schweben Sie im Geist zwei Meter über sich selbst und betrachten Sie sich in Ihrem Leid. Fühlen Sie, wie es etwas weniger weh tut, wenn man (mental) Distanz gewinnt. Nun schweben Sie noch höher, 100 Meter über sich selbst und tun das Gleiche. Sieh an — Sie und Ihre Probleme sind schon ziemlich geschrumpft! Und nun geniessen Sie eine wunderbar schwerelose Reise ins Universum. Irgendwann sehen Sie unsere Erde als kleinen blauen Punkt. Sie wissen, dass es auf diesem blauen Punkt ein paar Milliarden Mikroben (Menschen) gibt, von denen Sie eine sind. Nur eine. Sie sind nicht einmal mehr sichtbar! Und Sie machen sich bewusst, dass diese Mensch-Mikroben, über die vier Milliarden Jahre Erdenzeit gesehen, nur eine knappe Hundertstelsekunde auf diesem blauen Punkt existieren.</p>
<p>Fühlen Sie bewusst, wie unbeschreiblich unwichtig und kurzlebig wir — vom Universum aus gesehen — sind. Reden Sie sich einmal ganz fest ein, dass nur Ihr Bewusstsein unendlich und ewig ist. Denn vielleicht stimmt es sogar dann, wenn Sie es nicht glauben.</p>
<p>Und nun werfen Sie nochmals einen Blick auf Ihr Problem. Fühlen Sie, wie unendlich klein und unwichtig es eigentlich ist — auch wenn Sie da unten auf der Erde das Gefühl hatten, es sei das Ende der Welt!</p>
<p>Wiederholen Sie diese Übung täglich beim Zähneputzen, und in einer Woche geht es Ihnen besser. Und ganz allmählich schmeckt Ihr Problem nach dem, was es immer schon war: nach einer Situation. Nicht mehr und nicht weniger.</p>
<p>Die innere Ruhe, die mit dieser gefühlten Erkenntnis eintritt, erlaubt uns in der Folge, uns um die konkreten Veränderungsmöglichkeiten zu kümmern – Hypnose, EFT, EMDR, Meditation, systemisches Aufstellen, um nur einige zu nennen – um auch die innerlichen ‚Rest-Probleme’ aufzulösen.</p>
<p>Das Leben ist eine Reise, die wie alle anderen Reisen Schritt für Schritt abläuft. Soeben haben Sie einen weiteren Schritt getan!</p>
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		<title>Lust auf Heldentum?</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/01/15/lust-auf-heldentum/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 14:03:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yves Patak</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lassen Sie uns heute über Helden reden! Um dorthin zu kommen, erlauben Sie mir einen kleinen einleitenden Umweg. Wenn ich mir die Magazine in einem größeren Kiosk betrachte, komme ich immer wieder ins Staunen. Da berichten doch sage und schreibe Hunderte von Zeitschriften tagtäglich über die gleichen Themen: Wer ist die Schönste im Land (mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4299" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/ap4b2e4a7e90c0c_s.jpg" rel="lightbox[4296]"><img class=" wp-image-4299 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/ap4b2e4a7e90c0c_s-300x176.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / Flügelwesen! © Daniel Werner</p></div>
<p>Lassen Sie uns heute über Helden reden! Um dorthin zu kommen, erlauben Sie mir einen kleinen einleitenden Umweg.</p>
<p>Wenn ich mir die Magazine in einem größeren Kiosk betrachte, komme ich immer wieder ins Staunen. Da berichten doch sage und schreibe Hunderte von Zeitschriften tagtäglich über die gleichen Themen: Wer ist die Schönste im Land (mit oder ohne Botox), wer hat mit wem eine Affäre und wem schlägt dies auf den Magen, welche Pille macht ‚natürlich und ganzheitlich‘ (und ohne jeden Aufwand) gesund, welches Auto macht den Mann noch männlicher, welche Klamotten die Frau noch unwiderstehlicher. Ergänzend informieren uns die Medien freundlicherweise darüber, wo gerade eine Katastrophe stattfindet und wie viele Menschen dabei den Tod finden.</p>
<p>Die Interessen der Menschen sind, wie es scheint, ziemlich beschränkt. Wir haben offenbar nichts dagegen, wenn uns derselbe Fraß in tausend Mikrowellengeräten neu aufgewärmt wird.</p>
<p>Da juckt es mich doch immer wieder unter den Fingernägeln, diese ‚Lieblingsthemen‘ der Menschheit mit der Fackel der Erkenntnis zu beleuchten. Was steckt <em>hinter</em> dem Wunsch nach Schönheit, Berühmtheit, Prestige, Gesundheit und dem Wissen, dass es anderen schlechter geht als uns?</p>
<p>Jetzt wird‘s spannend! Dahinter steckt nämlich immer nur die Sehnsucht nach einem ganz bestimmten <em>Gefühl</em>. Nach dem Gefühl, geliebt zu sein. In Sicherheit zu sein. Am Leben zu sein. Die Paparazzi-Fotos und Regenbogenpresse-Artikel dienen dazu, dieses Gefühl in unserer rechten Hirnhälfte auszulösen — genau wie eine Droge dies tut. Dass wir hier von einer Sucht sprechen, lässt sich an den Auflagen besagter Magazine ablesen.</p>
<p>Seien wir ehrlich: wir möchten <em>HELDEN</em> sein! Cool, stark, beliebt, begehrt, unsterblich. Das Problem scheint nur, dass wir ein ziemlich verzerrtes, klischee-beladenes Bild des Helden haben. Tatsächlich schlummert in jedem von uns ein ‚Held‘ — wir brauchen bloß aufzuhören, diesen Helden mit dem ‚ganz normalen Wahnsinn‘ des heutigen Lebens zu narkotisieren!</p>
<p>Hören wir also auf, unsere Heldenfantasien auf andere zu projizieren — und leben diese Rolle selber, Als <em>Helden des Alltags!</em></p>
<p>Lassen Sie sich in den folgenden Artikeln einmal mehr die Augen öffnen. Denn die Reise des Helden beginnt jetzt…</p>
<h4>From Zero to Hero</h4>
<p>Wenn ich nicht gerade schreibe, besteht mein Alltag daraus, Menschen zu helfen, ihren roten Faden zu finden und seelischen Müll auf den Komposthaufen zu werfen. Warum gefällt mir das? Weil diese Tätigkeit meine eigene Entwicklung widerspiegelt. „Wie oben, so unten“, sprach schon der mystische Hermes Trismegistos. Wie innen, so außen kann man ergänzen. Was ich innerlich für Quantensprünge mache ermöglicht mir, das Gelernte meinen KlientInnen weiterzugeben. Ob etwas nichts als ein Kalenderspruch oder eine tiefe Weisheit ist entscheidet sich dadurch, ob jemand die Botschaft wirklich verinnerlicht hat — und sie auch lebt.</p>
<p>Ich sehe mich heute in der privilegierten Position, dass ich genau das tue, was ich mir wünschte: Als ganzheitlicher Lebensberater und Autor verbringe ich meine Lebensstunden damit, das zu tun, was Spaß macht, was ‚fließt‘. Und genau dieses Lebensgefühl versuche ich, in jenen Menschen zu wecken, die zwischendurch die (oben erwähnten) Magazine weglegen, den Fernseher ausschalten und sich überlegen, ob sie nicht der Held ihres eigenen Lebens sein wollen, statt nur davon zu träumen. Denn hier liegt die Grenze zwischen Macht und Ohnmacht. <em>Hier</em> stellen wir die Weiche zwischen Opferrolle und Heldentum.</p>
<p>Was ist denn ein Held? Ein Superman mit übernatürlichen Kräften? Jemand, der Präsident wird? Im Krieg mehr Menschen niedermetzelt als seine Mitstreiter? Nein. Der wahre Held ist derjenige, der sich aktiv aus seiner (Opfer-)Rolle hinausentwickelt, hinaus-kämpft. Und das, liebe Leserinnen und Leser, kann jeder. Wenn er sich aktiv dazu entscheidet. <em>From Zero to Hero,</em> wie die Amerikaner so schön sagen.</p>
<p>Wenn Sie diese Zeilen lesen, ist ein Teil Ihrer selbst aufmerksam und wissbegierig. Wer möchte denn schon kein Held sein? Klar: diejenigen, die schon aufgegeben haben. Falls diese Menschen sich in meine Praxis verirren, haben sie Pech: als Starthilfe gebe ich diesen Opfer-Muffeln ganz gerne einen Tritt in den Hintern, bevor wir uns um die eigentliche Entwicklung kümmern. Konsumhaltung ist out. Entwicklung ist eine <em>aktive</em> Sache! Selbst die Raupe im Kokon entwickelt sich aktiv zum Schmetterling.</p>
<p>Damit wären wir bei der wohl treffendsten Eigenschaft des Helden: er ist <em>aktiv</em>. Haben Sie jemals einen Roman gelesen, einen Film gesehen, in dem der Held passiv alles erduldet, nichts tut bis zum bitteren Ende? Sicher nicht. Selbst der Anti-Held in Komödien wächst schließlich über sich selbst hinaus, indem er etwas tut.</p>
<p>Eine allein erziehende Mutter mit drei Kindern und einem Job ist per se eine Heldin. Sie ist gezwungenermaßen aktiv. Sobald sie sich in die Passivität fallen lässt, geht ihr Schiff mit Mann und Maus (und den drei Kindern) unter.</p>
<p>Aktivität muss nicht körperlich sein. Einer meiner persönlichen Helden zum Beispiel ist Stephen Hawking. Der weltberühmte Astrophysiker, heute 69jährig, ist ein schwerst behinderter Mann. Eigentlich müsste er aufgrund seiner unheilbaren Krankheit (ALS) seit über vierzig Jahren tot sein. Seit 1968 ist er an den Rollstuhl gebunden, seit 1985 kann er nur noch über einen Sprachcomputer (den er mit der Pupille steuert) kommunizieren. Obwohl er körperlich komplett bewegungsunfähig ist, gibt es für ihn scheinbar keine Grenzen. An seinem 60. Geburtstag machte er einen Ausflug mit einem Heißluftballon, er unternahm ausgedehnte Reisen nach Israel und China und hat 2007 sogar ein paar Runden in absoluter Schwerelosigkeit im Kennedy Space Center verbracht.</p>
<p>Fazit: im Geist ist dieser Mann so aktiv, dass er dort ganze Universen aus der Wiege hebt. Und — Wunder aller Wunder — er scheint glücklich zu sein!</p>
<p>Heldentum beginnt mit einfachen Sätzen. Banalen Prinzipien.</p>
<p><em>„Der Glaube kann Berge versetzen.“</em></p>
<p><em>„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“</em></p>
<p><em>„Yes, we can!“</em></p>
<p>Die Kunst des glücklichen und erfüllten Lebens ist es, der ständig meckernden, unkenden, miesepetrigen linken Hirnhälfte mal „Stop!“ zuzurufen — und einen Blick auf diejenigen Helden zu werfen, die über sich selbst hinausgewachsen sind. Diese Helden stehen nicht einfach blöd herum, um die Geschichtsbücher zu schmücken: diese Helden wollen uns etwas sagen, uns <em>wachrütteln!</em></p>
<p>Schwer zu glauben, aber in jedem von uns steckt ein Münchhausen, der sich selbst an den Haaren aus dem Sumpf herausziehen kann.</p>
<h4>Bereit für etwas Hühnerhaut?</h4>
<blockquote><p>»Vor der Diagnose meiner Krankheit hat mich das Leben ziemlich gelangweilt.  Alles schien mir sinnlos.  Doch seit der Verkündung meiner Diagnose,  die ein Todesurteil darstellte, erkannte ich plötzlich,  dass es viele lohnenswerte Dinge gab, die ich tun konnte,  wenn ich weiterleben würde«.</p>
<p>(Stephen Hawking)</p></blockquote>
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		<title>Sekundärer Krankheitsgewinn</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/06/19/sekundarer-krankheitsgewinn/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 10:46:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yves Patak</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Oberflächlich gesehen möchte jeder Mensch gesund sein. Doch wenden wir uns dem kranken Menschen zu, erkennen wir oft einen erstaunlichen Widerstand gegen jeden Gesundheitsprozess. Inzwischen kennt jedermann die banalsten Grundsätze für ein gesünderes Leben: mehr Bewegung, optimalere Ernährung, weniger Rauchen, weniger Alkohol, weniger Fernsehen, sich umgeben mit positiven Menschen und Dingen… Diejenigen, die davon profitieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2067" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/06/ap4ad77fef043b5_small.jpg" rel="lightbox[2066]"><img class="size-thumbnail wp-image-2067" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/06/ap4ad77fef043b5_small-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: aboutpixel.de / DieJahreVergehen © Sven Schneider</p></div>
<p>Oberflächlich gesehen möchte jeder Mensch gesund sein. Doch wenden wir uns dem kranken Menschen zu, erkennen wir oft einen erstaunlichen Widerstand gegen jeden Gesundheitsprozess. Inzwischen kennt jedermann die banalsten Grundsätze für ein gesünderes Leben: mehr Bewegung, optimalere Ernährung, weniger Rauchen, weniger Alkohol, weniger Fernsehen, sich umgeben mit positiven Menschen und Dingen… Diejenigen, die davon profitieren könnten, sträuben sich häufig mit Händen und Füssen gegen jeden „Gesundheits-Tipp“. Wieder begegnen wir dem „inneren Schweinehund“, wir hören Ausreden wie „keine Zeit, keine Lust, keine Energie, ich glaube nicht an die Methode, bei Onkel Walter hat‘s auch nicht genützt, Tante Monika wurde trotz zwei Päckchen Marlboro täglich 90 Jahre alt“, etc.</p>
<p>Was sich dabei hintergründig (und hinterhältig) abspielt, ist oft der — bewusste oder unbewusste — <em>sekundäre Krankheitsgewinn</em>. Dieser vermeintliche Gewinn zeigt sich dem Kranken, indem die Umwelt auf sein Leiden reagiert, und zwar mit Mitleid, Verständnis, tätlicher und finanzieller Unterstützung. Wenn wir krank sind, werden wir geschont, unserer Verantwortung enthoben, wir dürfen uns aus dem Stress des menschlichen Lebens „ausklinken“.</p>
<p>Ein hübsches Beispiel aus der Praxis: die alte Frau, die ihr vom Rheuma verbogenes Knie liebevoll tätschelt und zu ihm spricht: „Heute tust du aber wieder mal ganz besonders weh, du böses, böses Knie!“ In ihrer Stimme hört man etwas wie Liebe. Warum? Nun, dieses Knie fesselt ihre zwei Kinder seit Jahren an ihr Krankenbett und an ihr Leben. Es ist <em>die</em> Versicherung gegen Einsamkeit.</p>
<p>Ein altes spirituelles Gesetz besagt: „In jedem Guten ist auch Schlechtes, in jedem Schlechten auch Gutes.“ Man prüfe für sich, ob das eigene Leiden, ob körperlich oder seelisch, auch „Vorteile“ bringt, die uns im (offiziell ungewünschten) Leiden festzementieren. Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung!</p>
<p> </p>
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		<title>Sorge dich nicht – lebe!</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 10:36:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yves Patak</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Yves E. Patak]]></category>

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		<description><![CDATA[Sorgen sind der Sand im Getriebe des Enthusiasmus und des menschlichen Lebens. Mit dem Buch „Sorge dich nicht — lebe!“ landete Dale Carneghie im Jahr 1948 einen riesigen Hit. Er beschreibt unser „täglich Gift“, sprich: das zwanghafte und oh so menschliche Sich-Sorgen. Wir sind auf diesem Planeten wahrscheinlich die einzige Spezies mit diesem fragwürdigen Talent. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sorgen sind der Sand im Getriebe des Enthusiasmus und des menschlichen Lebens. Mit dem Buch „Sorge dich nicht — lebe!“ landete Dale Carneghie im Jahr 1948 einen riesigen Hit. Er beschreibt unser „täglich Gift“, sprich: das zwanghafte und oh so menschliche Sich-Sorgen. Wir sind auf diesem Planeten wahrscheinlich die einzige Spezies mit diesem fragwürdigen Talent.</p>
<p>Carnegie erzählt in seinem Buch von einem über 400jährigen, umgestürzten Baumriesen, den man in Amerika heute noch bewundern kann. Dieser Baum hatte offenbar etliche Blitzschläge und heftigste Stürme überlebt. Was ihn umgebracht hatte waren — Käfer! Diese Winzlinge hatten ihn ganz langsam, jedoch unaufhaltsam ausgehöhlt. Was hat das mit uns zu tun? Nun, unsere Sorgen sind wie diese Käfer: sie nagen und nagen so lange an uns, bis uns die Lebensfreude abhanden kommt, bis wir krank, hohl und innerlich tot sind. Deshalb sollte es zum Grundwissen jedes Menschen gehören, wie man sich effektiv vor Sorgen schützen kann. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass rückblickend 95% der schrecklichen Dinge, die wir erwarten, gar nicht eingetroffen sind? Und wussten Sie, dass 36% aller Schweizer bereits einmal an einer Depression litten? Dass 17% bereits von einem Arzt eine klinische Depression attestiert bekamen?</p>
<p>Sorgen machen krank — zuerst die Seele, oft folgt auch der Körper. Es gehört zu unserer Selbsterhaltungsaufgabe, uns um unsere „Käfer“ zu kümmern, bevor sie uns aushöhlen.</p>
<p>Lesen Sie also wieder mal den alten Klassiker  „Sorge dich nicht — lebe!“ oder lernen Sie EFT, TAT, Selbsthypnose, Meditation… denn sobald wir unsere Sorgen als Sondermüll beseitigt haben, erfüllt uns die „göttliche Kraft“, der <em>Enthusiasmus!</em></p>
<p> </p>
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		<title>Frühjahrsmüdigkeit…?</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 10:32:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yves Patak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Yves E. Patak]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch vor einem Monat hiess es „alles neu macht der Mai.“ Was bedeutet, dass wir im Juni wieder selber anpacken müssen, wenn unser Leben so sonnig werden soll wie dieser Sommer. Ja, Sie haben richtig gelesen: es geht immer noch darum, die Dinge aktiv in die eigene Hand zu nehmen, statt passiv darauf zu warten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2058" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/06/ap4ad6d80d2aeb4_small.jpg" rel="lightbox[2055]"><img class="size-thumbnail wp-image-2058" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/06/ap4ad6d80d2aeb4_small-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: aboutpixel.de / Winterschlaf © Simon Ledermann</p></div>
<p>Noch vor einem Monat hiess es „alles neu macht der Mai.“ Was bedeutet, dass wir im Juni wieder selber anpacken müssen, wenn unser Leben so sonnig werden soll wie dieser Sommer.</p>
<p>Ja, Sie haben richtig gelesen: es geht <em>immer</em> noch darum, die Dinge aktiv in die eigene Hand zu nehmen, statt passiv darauf zu warten, dass Wunder geschehen. Oder hat der Mai Ihr Leben tatsächlich ohne Ihr Zutun verändert?</p>
<p>Das eigentlich Merkwürdige ist die Tatsache, dass unzählige Menschen sich abrackern, damit ihnen der damit erworbene Wohlstand ein Leben mit allen Bequemlichkeiten bringen möge. Wie man so schön sagt: „Für unsere Bequemlichkeit ist uns nichts zu anstrengend.“ Die anderen suhlen sich a priori in der Passivität oder Opferrolle.</p>
<p>Das Stichwort dieses Editorials heisst somit <em>Bequemlichkeit</em>. Niemand hat die Bequemlichkeit und ihre Problematik treffender formuliert als Khalil Gibran in seinem Werk „Der Prophet“:</p>
<p><em>„Oder habt ihr nur Bequemlichkeit und das Verlangen nach Bequemlichkeit, dem verstohlenen Ding, das euer Haus als Gast betritt, dann zum Wirt und schliesslich zum Herrn wird? Ja, und sie wird zum Bezähmer, und mit Haken und Geisseln macht sie Marionetten aus euren höheren Wünschen. Obwohl ihre Hände aus Seide sind, ist ihr Herz aus Eisen. Sie wiegt euch in den Schlaf, nur um neben eurem Bett zu stehen und sich über die Würde des Fleisches lustig zu machen. Sie verspottet euren gesunden Verstand und legt ihn in Distelwolle wie ein zerbrechliches Gefäss. Wahrhaftig, das Verlangen nach Bequemlichkeit tötet die Leidenschaft der Seele und folgt dann grinsend ihrem Leichenzug.“</em></p>
<p>Man lasse sich diesen Auszug auf der Zunge zergehen, wenn man — ermattet in der Hängematte liegend — nicht so genau weiss, ob man ein Opfer der Frühjahrsmüdigkeit ist — oder der eigenen Bequemlichkeit!</p>
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		<title>Sucht und Suche</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/02/20/sucht-und-suche/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Feb 2011 19:01:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yves Patak</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Body]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Yves E. Patak]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon manch einem ist aufgefallen, wie verwandt die Begriffe Sucht und Suche sich anhören. Im Praxis-Alltag erscheint es gar oft, als wäre jeder Mensch süchtig — nur der Stoff steht zur Auswahl. Zigaretten, Alkohol und Drogen sind für viele Zeitgenossen unersetzliche Begleiter, während die vermeintlich suchtfreien Mitbürger mit dem Finger auf die armen Sünder zeigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-343" title="Maske" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/02/ap4ad664191bb5d_small-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></p>
<p>Schon manch einem ist aufgefallen, wie verwandt die Begriffe <em>Sucht</em> und <em>Suche</em> sich anhören. Im Praxis-Alltag erscheint es gar oft, als wäre jeder Mensch süchtig — nur der <em>Stoff</em> steht zur Auswahl. Zigaretten, Alkohol und Drogen sind für viele Zeitgenossen unersetzliche Begleiter, während die vermeintlich suchtfreien Mitbürger mit dem Finger auf die <em>armen Sünder</em> zeigen können. Doch wenn wir die anderen <em>Suchtstoffe</em> mal ins Visier nehmen, machen viele der <em>Suchtfreien</em> auf einmal lange Gesichter: Fernsehen, Nachrichten hören, Ess-Sucht, Genuss-Sucht, Arbeits-Sucht, Klatsch-Sucht, Jammer-Sucht, Ablenkungs-Sucht… liegt all diesen Süchten letztlich einfach eine Sehn-Sucht zugrunde?  Und wenn ja, nach was sehnen wir uns denn?</p>
<p>Die Legende berichtet vom alten Indianer, der sich in die Großstadt verliert und nach einigen Stunden ganz entgeistert spricht:</p>
<blockquote><p>„Ihr Stadtmenschen tragt alle starre Masken statt eurer wahren Gesichter, und alle rennt ihr herum, als hättet ihr etwas verloren. Wonach sucht ihr denn alle?“</p></blockquote>
<p>Der erste (und eminent wichtige) Schritt zum Thema Sucht ist also, die eigene Sucht ehrlich anzuerkennen. Denn bis auf ein paar wenige Erleuchtete sind wir alle Süchtige.</p>
<p>Die zweite Erkenntnis ist die Tatsache, dass wir nicht nach einem bestimmten Ding, einem Objekt, einem Menschen suchen — sondern nach einem Gefühl — und dieses kann uns ein stellvertretendes Objekt/Symbol nur für begrenzte Zeit vorgaukeln, bis die Seifenblase der Illusion platzt und wir rastlos (und süchtig) weitersuchen müssen.</p>
<p>Die dritte und wesentlichste Erkenntnis: wenn wir uns nicht um unsere Sucht kümmern, kümmert sie sich um uns! Wenn wir den <em>Mangel in uns</em> nicht erkennen (wollen), dann läuft das gleiche Programm tagtäglich ab, versklavt uns, und wir rennen der sprichwörtlichen Mohrrübe nach wie die Esel.</p>
<p>Es gibt etliche Wege, die eigene Sucht zu entlarven und zu erkennen, wonach wir tatsächlich suchen. Die Reise der Erkenntnis führt früher oder später stets in die geheimnisvolle Welt der rechten Hirnhemisphäre. Es gibt verschiedene Schlüssel zu diesem Reich. Die Hypnosetherapie ist einer der angenehmsten und spannendsten Wege dorthin. Andere Therapieformen, die erstaunlich gute Resultate zeigen, sind EFT (Emotional Freedom Technique), Rituale und bewusste Achtsamkeit.</p>
<p>Wie Eckhart Tolle in seinen Büchern sehr weise bemerkt, ist die Wurzel all unserer Süchte die Illusion, die unserem Ego entstammt. Dieses viel zitierte Ego zu enttarnen ist unglaublich schwierig, da ausgerechnet unsere ach-so-kluge linke Hirnhemisphäre die Domäne des Ego zu sein scheint. Was dazu führt, dass dem Ego unsere volle Intelligenz zur Verfügung steht, um uns immer wieder weiszumachen, dass dem nicht so ist. In diesem Paradox liegt die Wurzel des Übels: es ist, als versuchte man durch intelligentes Nachdenken zu beweisen, dass man gar nicht denkt. Wie der Forscher, der mit dem Meterband in der Hand die Schneetemperatur im Garten messen will, benutzen wir schlicht und einfach das falsche Instrument.</p>
<p>Wie überlisten wir das Ego? Ist das überhaupt möglich? Die Antwort lautet ja. Nichts ist für unser Ego bedrohlicher als Bewusstheit und der jetzige Moment. Das Ego zu bekämpfen ist zwecklos, denn allem, was wir bekämpfen, geben wir Kraft. Von diesem uralten kosmischen Gesetz stammt auch der Spruch „mal den Teufel nicht an die Wand.“ Das Ego kann man genau so wenig bekämpfen wie unsere Süchte, solange wir uns des eigenen Egos nicht bewusst sind. Wer mit reinem Willen aufhört zu rauchen oder zu trinken, wird oftmals zu einem <em>trockenen Raucher oder Trinker</em>. Die Sucht bleibt, nur lauert sie im Hintergrund und wartet auf ihre Chance, wieder aufzutauchen, oder einer Ersatz-Sucht Platz zu machen.</p>
<p>Was hat das nun mit den vorhin erwähnten Hirnhemisphären zu tun? Natürlich ist die Einteilung der Hirnhemisphären in Links (Sprache, Lesen, Rechnen, Logik) und Rechts (Gefühl, Intuition, Kunst, Kreativität, Bildersprache, Träume, ganzheitliche Zusammenhänge) eine grobe Vereinfachung. Dennoch fällt immer wieder auf, wie viele Menschen beim Psychiater oder Psychologen eine monate– bis jahrelange Therapie durchmachen, die oft betrüblich wenig Verbesserungen in das Gefühlsleben bringt. Wie in der ziemlich ironischen Anekdote von dem Patienten, der nach zehn Jahren Therapie feststellt: „Ich bin mein Problem zwar nicht los, aber ich kann jetzt besser damit umgehen.“</p>
<p>Warum dauert es mit den klassischen Psychotherapien oft so lange, bis sich (wenn überhaupt) der Erfolg einstellt? Weil die linke Hirnhälfte des Psychiaters mit der linken Gehirnhälfte des Patienten kommuniziert, während das Ego grinsend daneben sitzt und dem Patienten zuflüstert, dass er allen Grund hat, traurig zu sein, sich ungeliebt oder verloren zu fühlen, dass das Leben wirklich keinen Sinn hat, dass er es nie schaffen wird etc.  Das soll keinesfalls ein Angriff gegen die moderne Psychologie oder Psychiatrie sein. Doch die aktuell ca. 270 Richtungen der Psychotherapie alleine sind Beweis genug, dass in dieser Domäne noch keiner den Stein der Weisen gefunden hat. Auf guten Spuren sind meiner Meinung nach diejenigen Therapeuten, welche die Kraft der bewussten Achtsamkeit (auch als <em>awareness</em> bekannt) in ihr Schaffen integrieren.</p>
<p>Somit ist die Formel eigentlich ganz einfach: durch Erkenntnisse und Techniken, die sich vorwiegend mit der rechten Hirnhemisphäre und damit mit unseren Gefühlen befassen, werden wir uns der Ego-Wurzel bewusst – und unsere vermeintlichen Probleme lösen sich auf.</p>
<p>Und jetzt wird’s spannend: was sagt nun IHRE innere Stimme zu diesen Ansätzen? Wenn sich Widerstand bemerkbar macht, ein ungutes Gefühl, Gedanken wie „das klingt mir zu theoretisch“, „ich habe keine Zeit für solch spirituelle Wege“, „ich glaube nicht daran“, „meine Probleme sind zu tief sitzend“ etc., dann sind Sie bereits wieder Ihrem Ego zum Opfer gefallen – und müssen so lange mit Ihren (Sehn-)Süchten leben, bis der Groschen fällt. Bis Ihr Bewusst-Sein erkennt, dass es Zeit wird, das Leben in die eigene Hand zu nehmen und <em>aufzuwachen</em>.</p>
<p>Die gute Nachricht dabei ist: dieser Moment der Bewusstheit kommt irgendwann bei jedem – spätestens beim Loslassen von unserem irdischen Dasein. Denn das Mensch-Sein beinhaltet ein angeborenes Programm zur Entwicklung und Entfaltung, was dazu führt, dass jeder früher oder später bewusster wird. Dass jedem irgendwann bewusst wird, dass der Weg tatsächlich das Ziel ist, ganz egal, wie unattraktiv das Ego diesen Gedanken findet. Das Bewusstwerden erlöst uns von der Suche nach dem eingebildeten <em>Ziel Glück</em>, und damit von der Sucht.</p>
<p>Und noch ein Schmankerl: Der Weg zur <em>Erleuchtung</em> kann sogar Spaß machen, wenn man es richtig anpackt! (Mehr dazu auch in meinen <a href="http://www.yvespatak.ch/Buecher.html" target="_blank" rel="external nofollow">Büchern</a> <em>Null Bock auf Karma</em> und <em>Dialogue with the Devil</em>).</p>
<p>Ich wünsche Ihnen auf dem Weg Kraft, Freude und Erfolg!</p>
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