<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:series="http://unfoldingneurons.com/"
	>

<channel>
	<title>OpenMindJournal &#187; Mann-Sein</title>
	<atom:link href="http://www.openmindjournal.com/category/gemeinsam/mann-sein/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.openmindjournal.com</link>
	<description>Das Online-Journal für Bewusstsein, Lebenspraxis und Change</description>
	<lastBuildDate>Thu, 17 May 2012 11:01:36 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>George-Clooney-Blick löst Misstrauen aus</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/05/17/george-clooney-blick-loest-misstrauen-aus/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2012/05/17/george-clooney-blick-loest-misstrauen-aus/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 May 2012 11:01:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>
		<category><![CDATA[Mann-Sein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=4892</guid>
		<description><![CDATA[Frauen nicht an Typen mit halbgeöffneten Augen interessiert Chicago/Wien (pte) — Den Blick von George Clooney und Antonio Banderas sollten Nachahmer nicht überstrapazieren: Die Augenstellung mit halbgeschlossenen Lidern – bisweilen als »Schlafzimmerblick« tituliert – hinterlässt bei Frauen eher verdächtigen Eindruck statt Romantik, berichten Forscher der University of Michigan in der Zeitschrift »Personality and Invididual Differences«. Um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Frauen nicht an Typen mit halbgeöffneten Augen interessiert</h2>
<div id="attachment_4894" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/dreamstime_xs_23091078.jpg" rel="lightbox[4892]"><img class=" wp-image-4894 " title="Schlafzimmerblick: Geht meist in die Hose, warnen Forscher " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/dreamstime_xs_23091078-300x193.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: © Sbukley | Dreamstime.com</p></div>
<p>Chicago/Wien (pte) — Den Blick von George Clooney und Antonio Banderas sollten Nachahmer nicht überstrapazieren: Die Augenstellung mit halbgeschlossenen Lidern – bisweilen als »Schlafzimmerblick« tituliert – hinterlässt bei Frauen eher verdächtigen Eindruck statt Romantik, berichten Forscher der <a href="http://umich.edu" target="_blank" rel="external nofollow">University of Michigan</a> in der Zeitschrift »Personality and Invididual Differences«. Um attraktiv zu wirken, sollten Männer eher mit offenen Augen durchs Leben gehen, raten die Forscher.</p>
<h4>Wichtigster Aspekt der Wahrnehmung</h4>
<p>»Augen haben in der Wahrnehmung durch andere eine zentrale und universelle Bedeutung. Sie sind für die Einschätzung einer Person noch wichtiger als die Körperbewegung«, erklärt der Wiener Sozialpsychologe Arnd Florack auf pressetext-Anfrage. Tatsächlich weiß die Forschung viel über die Wirkung etwa der großen Augen, die Naivität, Ehrlichkeit und Verletzlichkeit übermitteln – das sogenannte »Kindchenschema«. Die Pupillen deuten auf Stimmung, Extrovertiertheit sowie auch sexuelle Erregung und Wachsamkeit – und sind bei Frauen größer als bei Männern.</p>
<h4>Verdächtig statt betörend</h4>
<p>Über den Einfluss der Augenlider ist bisher wenig bekannt – was die US-Forscher nun nachholen wollten. Sie präparierten am Computer Portraitfotos von 30-jährigen Männern, die in einer Abwandlung mit offenen, in der anderen mit halbgeschlossenen Augen dargestellt waren, sich sonst jedoch nicht unterschieden. Die an der Studie teilnehmenden Frauen sollten jeweils die Attraktivität angeben sowie beantworten, ob sie mit ihm eine kurze oder längere Beziehung eingehen würden, ihn als Vater des eigenen Kindes wollten oder ihm als Reisebegleiter der eigenen Schwester vertrauen würden.</p>
<p>Offene Augen schnitten im Versuch stets besser ab als halbgeschlossene. Den Clooney-Blick stuften die Probandinnen eher als billige Anmache für kurzfristige Flirts ein und waren kaum bereit, mit dem so dargestellten eine kürzere oder längere Beziehung einzugehen: 71 Prozent bevorzugten eindeutig den Mann mit offenen Augen als Ehepartner oder Reisebegleiter und stuften ihn auch als attraktiver ein. »Der Schlafzimmerblick könnte auf sexuelle Reife deuten, da große Augen als jugendlicher gelten. Die Technik muss jedoch vorsichtig eingesetzt werden, da man zugleich Vertrauenswürdigkeit einbüßt«, sagt Studienleiter Daniel Kruger.</p>
<h4>Blick regt zur Nachahmung an</h4>
<p>Der Blick verändert jedoch nicht bloß die Einschätzung einer Person durch andere, sondern auch deren Verhalten. »Unwillkürlich folgen Menschen, jedoch auch Tiere der Blickrichtung anderer. Es gibt keine Möglichkeit, diesen Mechanismus zu unterbinden, wobei er bei sozial Orientierten besonders stark ausgeprägt ist«, berichtet Florack über sein laufendes Forschungsprojekt an der <a href="http://ppcms.univie.ac.at" target="_blank" rel="external nofollow">Universität Wien</a>. Ein weiterer beobachteter Effekt: Neutrale Dinge, auf die andere Menschen schauen, werden automatisch positiver beurteilt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2012/05/17/george-clooney-blick-loest-misstrauen-aus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Frau und Mann: Zu 90 Prozent verschieden</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/01/12/frau-und-mann-zu-90-prozent-verschieden/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2012/01/12/frau-und-mann-zu-90-prozent-verschieden/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 16:50:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Frau-Sein]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>
		<category><![CDATA[Mann-Sein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=4288</guid>
		<description><![CDATA[Studien-Neuauswertung zeigt zwei völlig andere Persönlichkeiten Turin/Wien (pte) — Männer und Frauen unterscheiden sich in ihrer Persönlichkeit deutlich stärker als bisher angenommen wurde. Das zeigen Forscher der Universitäten Turin und Manchester in der Zeitschrift »Plos One«. Sie unterzogen frühere Studien, die eine hohe Übereinstimmung der Geschlechter ergeben hatten, einer genaueren Überprüfung und konnten sie wiederlegen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Studien-Neuauswertung zeigt zwei völlig andere Persönlichkeiten</h2>
<div id="attachment_4292" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/dreamstime_xs_8612225.jpg" rel="lightbox[4288]"><img class=" wp-image-4292 " title="Mann und Frau: Komplett andere Persönlichkeiten" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/dreamstime_xs_8612225-300x200.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">© Konstantin Sutyagin | Dreamstime.com</p></div>
<p>Turin/Wien (pte) — Männer und Frauen unterscheiden sich in ihrer Persönlichkeit deutlich stärker als bisher angenommen wurde. Das zeigen Forscher der Universitäten Turin und Manchester in der Zeitschrift »Plos One«. Sie unterzogen frühere Studien, die eine hohe Übereinstimmung der Geschlechter ergeben hatten, einer genaueren Überprüfung und konnten sie wiederlegen. »Mars und Venus« teilen in ihrer gesamten Persönlichkeit bloß zehn Prozent, so ihre Erkenntnis, die in der Genderdebatte wohl noch einigen Staub aufwirbeln wird.</p>
<h4>Genauere Analyse zeigt Unterschiede</h4>
<p>Konkret nahmen die Forscher um Marco Del Giudice Daten aus dem Jahr 1993 erneut unter die Lupe, bei denen 10.000 Probanden auf ihre Selbsteinschätzung befragt worden waren. Eine Auswertung von 2005 hatte daraus die fünf Hauptdimensionen der Persönlichkeitspsychologie untersucht: Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit. Die Übereinstimmung der Geschlechter betrug damals 78 Prozent — was die damalige Studienautorin Janet Hyde zur Grundlage ihrer »Gender similarities hypothesis« machte, die später oft zitiert wurde.</p>
<p>Der Nachteil dieser früheren Auswertung: In den bloß fünf Persönlichkeitsgruppen sind sehr unterschiedliche Eigenschaften vereint, die sich rechnerisch teils gegenseitig aufheben und somit das Persönlichkeitsrelief verwischen. Nun analysierte Del Giudice die Daten von 1993 in 15 statt fünf Kategorien — und lieferte ein komplett anderes Bild: Frauen besitzen signifikant mehr Wärme und Zuneigung, bauen eher Vertrauen auf, reagieren emotionaler und sind sensibler und fürsorglicher als Männer, die ihrerseits emotional stabiler, dominanter, reservierter und wachsamer sind und dabei mehr auf Nützlichkeit und Regeln achten.</p>
<h4>Tabubruch für Genderdebatte</h4>
<p>90 Prozent der Eigenschaften sind geschlechtstypisch, während sich die verbleibenden zehn Prozent der Gemeinsamkeiten etwa auf Perfektionismus oder Lebendigkeit beziehen. Ein Ergebnis, das Fachexperten nicht überrascht. »Besonders in den 70er– und 80er-Jahren führte die Wissenschaft alle Geschlechtsunterschiede auf Erziehung und Gesellschaft zurück. Seit zehn Jahren gibt es jedoch eine Trendwende weg von dieser ideologischen Prägung«, berichtet der Psychiater Raphael Bonelli von der <a href="http://sfu.ac.at" target="_blank" rel="external nofollow">Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien</a> im pressetext-Interview.</p>
<p>Den ersten Tabubruch hat im Jahr 2000 Simon Baron-Cohen von der Universität Cambridge geliefert. In Experimenten mit Neugeborenen zeigte er, dass Frauen von Geburt an eindeutig empathischer, Männer hingegen systematischer veranlagt sind. In kognitiven Leistungstests sind Frauen verbal klar überlegen, während Männer bei der räumlichen Vorstellung die Nase vorne haben. »Dass sich Unterschiede auch in Merkmalen der Persönlichkeit zeigen, überrascht nicht. Sehr wahrscheinlich liefern auch zahlreiche andere Studien bei kritischer Durchleuchtung dasselbe Ergebnis«, vermutet Bonelli.</p>
<h4>Evolution spielt mit</h4>
<p>Aus Sicht der Anthropologie und Evolution sind die aktuellen Resultate laut dem Wiener Psychiater keine Überraschung. »Die Persönlichkeit der Frau hilft ihr dabei, Familie und Partnerschaft aufzubauen und Kinder zu erziehen, während Männer die evolutionsbiologisch besseren Voraussetzungen für Nesterrichtung, Schutz vor Feinden und Essensbeschaffung mitbringen.« Nicht nur der Geist, sondern auch der Körper bestimmt das psychische Erleben mit, betont der Experte.</p>
<p>Artikel unter: <a href="http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0029265" rel="external nofollow" target="_blank">http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0029265</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2012/01/12/frau-und-mann-zu-90-prozent-verschieden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wenn Mann nicht kann</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/12/20/wenn-mann-nicht-kann/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2011/12/20/wenn-mann-nicht-kann/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 18:46:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>
		<category><![CDATA[Mann-Sein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=4106</guid>
		<description><![CDATA[Therapie bei Impotenz Die Tantralehrerin Advaita Maria Bach ist davon überzeugt, dass das heimliche Volksleiden »Impotenz« viel zu wenig Öffentlichkeit bekommt – und die Menschen nicht besonders gut informiert werden. Sie schaut auf die Ursachen in der Erziehung und empfiehlt eine körperorientierte Therapie Durch meine Arbeit als Tantra-Lehrerin  (seit 1982) komme ich bei meinen männlichen Klienten sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Therapie bei Impotenz</h2>
<p><em>Die Tantralehrerin Advaita Maria Bach ist davon überzeugt, dass das heimliche Volksleiden »Impotenz« viel zu wenig Öffentlichkeit bekommt – und die Menschen nicht besonders gut informiert werden. Sie schaut auf die Ursachen in der Erziehung und empfiehlt eine körperorientierte Therapie</em></p>
<div id="attachment_4109" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4ad728325a39e_s.jpg" rel="lightbox[4106]"><img class=" wp-image-4109 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4ad728325a39e_s-300x233.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / wo ist er? © Thomas Pieruschek</p></div>
<p>Durch meine Arbeit als Tantra-Lehrerin  (seit 1982) komme ich bei meinen männlichen Klienten sehr viel häufiger in Kontakt mit diesem oft verschwiegenen Thema, als mir lieb ist.  Auch in meinem Privatleben wurde ich mehrfach konfrontiert entweder mit Praecox (vorschneller Samenerguß) oder Erektionsschwierigkeiten.</p>
<p>Durch die Beschäftigung mit Wilhelm Reich, Alexander Lowen, also den Grundlagen der Bioenergetik und deren Anwendung, einem eigenen lebendigen Liebesleben und anhand vieler Klientengeschichten habe ich  in 25 Jahren folgendes Bild über die so genannte Impotenz des Mannes entwickelt:</p>
<h4>Ursachen</h4>
<p>Die Ursachen können unter Umständen, je nach Biografie, sehr früh im Leben des Säuglings, Kleinkindes angelegt werden. Bei der Sauberkeitserziehung  entstehen oft schon die Grundlagen für eine gestörte, gehemmte oder sogar schwer traumatisierte Sexualität. Falls die Mutter oder Pflegeperson selbst sexuell unterdrückt ist, weil sie repressiv erzogen wurde, unter Umständen sogar einen geheimen Ekel vor den Exkrementen des Säuglings hat, dann wird sie dazu tendieren, das Kind schnell zu versorgen, oder auch ein wenig ruppig und hart anzufassen.</p>
<p>Wenn dann noch die ersten genitalen Entdeckungen des Kindes dazu kommen, die sie unterbinden will, indem sie seine Hand wegstößt oder heftig »Bah, bah, das macht  man nicht« in herrischem Ton sagt,  dann wird das Kind, das zu Beginn seines Lebens noch sehr offen und sensibel ist, sich aber nicht ausdrücken kann, zum Beispiel selbst Ekel entwickeln vor dem eigenen Körper, vor den eigenen lustvollen Impulsen, vor Kot und Urin, und sogar vor der Berührung durch eine Frau. Diese Entwicklung ist langwierig und sehr unterschwellig, oft dem erwachsenen Mann nicht mehr bewusst.</p>
<p>Auch wenn die Mutter gefühlskalt ist, teilt sich die Kälte den Genitalien mit bei der Berührung. Ist die Mutter vielleicht  sogar verborgen aggressiv, dann kommt die Angst dazu, die ein solches Verhalten bei einem wehrlosen kleinen Wesen erzeugt. Die Erfahrungen der ersten vier Lebensjahre werden im Stammhirn zu Urimpulsen. Im Grundes sind nur zwei Reaktionen bei unangenehmen Erfahrungen oder Gefahr möglich: Flucht oder Angriff. Beides ist für das Kleinkind nicht möglich, deshalb bleibt ihm nur die Kontraktion der kleinen Muskeln, das Anhalten des Atems und natürlich Schreien – was ihm aber unter Umständen auch abgewöhnt wird mit diversen Sanktionen. Zum Beispiel haben Generationen von Müttern nicht auf das Schreien ihrer Kinder gehört, weil man das Kind so »verwöhnen“ würde. Bis jetzt stimmt das für beide Geschlechter, Mädchen wie Buben.</p>
<h4>Erziehung zur Sauberkeit</h4>
<p>Bei den kleinen Jungen kommt ein wesentlicher Faktor dazu: sie werden im Allgemeinen später sauber als die kleinen Mädchen. Da gibt es dann eine Menge Motivation für den Kleinen, der Mama nicht mehr so viel Arbeit zu machen. Bevor der Kleine vom Schließmuskel her dazu in der Lage ist, verkrampft er den ganzen Urogenitaltrakt, damit Mama sich freut. Er wird gelobt und geliebt! Alle Muskeln im Beckenboden, die Peniswurzel, der Anus, sogar auch Bauch und Zwerchfell werden angespannt. Durch die chronische Muskelanspannung wird die Atmung automatisch flacher, deswegen werden dann auch Krachmachen, Beweglichkeit und sexuelle Impulse mit eingeschränkt. Das kam zumindest einer sehr großen Anzahl sexuell unterdrückter oder missbrauchter Mütter sehr entgegen: Fertig ist der brave, saubere und anständige kleine Bub. Das passte doch wunderbar ins Erziehungskonzept!</p>
<blockquote><p>Instabile Erektion nagt am Grundgefühl der Männlichkeit</p></blockquote>
<h4>Onanie in der Pubertät</h4>
<p>Wegen seines sehr hohen Testosteronspiegels kann der Heranwachsende nicht anders, als ab und zu oder auch häufiger zu masturbieren. Die Mutter erwischt ihn oder macht Bemerkungen wegen seiner befleckten Bettwäsche. Im schlimmsten Fall verhöhnt sie ihn wegen seiner nächtlichen Abenteuer. Fertig ist der Praecox – Mann, der schon vorher prädestiniert war wegen seiner Sauberkeitserziehung. Der inzwischen chronisch verspannte Beckenboden und die Peniswurzel erlauben nur noch eine sehr geringe Erregung. Ein so vorprogrammierter Mann wird Schwierigkeiten haben, überhaupt zu erigieren oder er ergießt seinen Samen innerhalb von fünf bis zehn Minuten.</p>
<p>Das hat dann zur Folge, daß er keine Frau befriedigen kann, die selbst halbwegs gesund ist und orgasmusfähig. Sie denkt, es hängt an ihrer mangelnden Schönheit. Sie entwickelt Minderwertigkeitsgefühle, verachtet ihn, weil er sie als Spucknapf benutzt hat und weiß nicht so recht, wie sie mit der Situation umgehen soll. Vielleicht behauptet sie, es mache ihr nichts aus. Das mag auch stimmen, wenn das alles ein Mal oder ab und zu vorkommt. Aber, wenn sich das häuft, wird sie frustriert und streitlustig. Es macht ihr nur wirklich nichts aus auf die Dauer, wenn sie selbst sexuelle Schwierigkeiten hat und mit ihm einen unbewussten Nichtangriffspakt geschlossen hat.</p>
<p>Sein Selbstwertgefühl ist schon im Keller, wiederholte schlechte Erfahrungen mit keiner, einer instabilen oder sehr kurzen Erektion nagen am Grundgefühl seiner Männlichkeit. Entweder er spaltet diese Tatsachen ab, kaschiert sie, indem er zum Beispiel sich daran gewöhnt, die Partnerin manuell oder oral zu befriedigen oder er kompensiert mit Höchstleistungen in anderen Lebensbereichen. Je nach eigenem Entwicklungsstand spielt die Partnerin mit oder lässt sich scheiden oder erträgt es, weil sie es im schlimmsten Fall nicht besser kennt.</p>
<h4>Traumatisierte Väter oder Mütter</h4>
<p>Zumindest in der Mutter– und Großmuttergeneration der heute Fünfzigjährigen gab es noch viele Frauen, die in den Kriegswirren auch vergewaltigt worden waren und sehr viel ohne Mann bewältigen mussten. Diese Frauen waren schwer traumatisiert, aber sie setzten Stein auf Stein fürs neue Häuschen – therapiert wurden sie so gut wie nie. Außerdem gab es noch kein Angebot für sexuelle Schwierigkeiten. Diese Frauen übertrugen oft ihren Männerhass auf den kleinen Jungen. All das kann natürlich auch in Friedenszeiten geschehen, wenn eine Mutter ihrerseits einen cholerischen Vater hatte, der sie im schlimmsten Fall missbraucht und geschlagen hat. Der Männerhass kann sich in abwertenden, demütigenden Äußerungen entladen, die es dem jungen Mann nicht gerade leicht machen, dennoch ein Selbstwertgefühl als Mann zu entwickeln. Vom Vater erhält er meistens auch keine Unterstützung. Das verschlechtert die Chancen auf ein emotional gesundes, sexuell befriedigendes Liebes– und Beziehungsleben. Im komplizierten Zusammenspiel der physischen und psychischen Startbedingungen ha er eine schlechte Karte gezogen.</p>
<p>Ein weiteres Szenario besteht aus einer allein erziehenden, vielleicht auch noch frustrierten Mutter, die den Kleinen als Ersatzmann dressiert. Er muss auf irgendeine Weise für alles hinhalten, wofür eigentlich der erwachsene Mann da sein sollte. Vielleicht sogar sexuell!</p>
<h4>Therapie mit Körperarbeit</h4>
<p>Ob eine Geschichte schwerer oder leichter ist, wird sich nach Aufdeckung der Ursachen in genauer Relation abbilden zu den Beschwerden, die Mann hatte, bevor er zur Therapie kam. Wie lange die dauern wird, kann man am Anfang schwer sagen, weil der Erfolg von vielen Faktoren abhängig ist: in der Körpertherapie hängt es sehr stark von der Mitarbeit des Klienten auch zwischen den Sitzungen oder den Seminaren ab, wie schnell sich zum Beispiel der Beckenboden lockern kann. Erotische Spannung muss eine Weile gehalten werden können – am besten mit Genuss, nicht aus Pflicht oder weil sich der Mann als Befriedigungsesel der Frau fühlt. Dafür müssen die entsprechenden Muskeln einen guten Tonus haben. Das lässt sich trainieren. Das Tantra bietet viele Übungen dafür an. Die Massage als Therapie wird meistens überschätzt. Als äußerst hilfreich haben sich in meiner Praxis verschiedene Tiefenatmungstechniken wie das holotrope Atmen oder auch das Rebirthing erwiesen – zur Aufdeckung emotionaler und sexueller Blockaden. Zum Trainieren der sexuellen Muskeln empfehlen sich tantrische Methoden.</p>
<p>Meiner Erfahrung nach lassen sich sexuelle Blockaden mit Gesprächstherapie nicht lösen. Dem genitalen Stau, laut Reich am Boden einer jeden Neurose, ist nur mit Körperarbeit, sprich Bioenergetik, beizukommen. Selbstverständlich braucht es aber auch einen emphatischen Therapeuten, des zusätzlichen Gesprächs und der Spiegelung der Widerstände. Tantrische Übungen und Yoga helfen zusätzlich, können aber die Therapie alleine auch nicht leisten – dafür wurden diese Methoden nicht erschaffen. Dazu sollten noch andere Methoden angewendet werden, die helfen, verdrängte Inhalte ans Licht zu bringen. Unter anderem ist auch Focussing, Hakomi und Gestalt von Nutzen.</p>
<h4>Erfüllte Sexualität</h4>
<p>Wenn alles zusammen passt: Therapeut und Klient, die Methoden, die Bereitschaft, für eine gesunde Sexualität zu tun, was nötig ist – dann kann das Werk gelingen. Mich wundert es allerdings in meiner Praxis immer wieder, wie lange Menschen damit warten, an ihren sexuellen Schwierigkeiten zu arbeiten – hängen doch viel andere Faktoren eines gelungenen, glücklichen Lebens davon ab. Oft kommen Menschen zu mir, die schon viele Jahre Therapie hinter sich haben. Dann soll die Kleinigkeit mit dem Sex schnell noch nachgeliefert werden. Der umgekehrte Weg wäre kürzer – und Mann hätte mehr Jahre mit befriedigender Sexualität. All die anderen Aspekte:</p>
<p>Selbstwertgefühl, Auftreten, Gesundheit – reihen sich in der Geschichte des erworbenen sexuellen Frusts von alleine auf, wie die Perlen an einer Kette. Vor allem ein gehemmter und blockierter Mann hat es sehr schwer mit seinem Ego: daß er überhaupt eine Therapie aufsucht. Aber vielleicht ist er ja auch nicht richtig informiert. Meiner Einschätzung nach gehört es mit zu den schwierigsten Aufgaben, genitale Störungen stabil zu beheben. Eine erfüllte Sexualität beinhaltet Erlebensdimensionen, die vielen Menschen verschlossen bleiben, die das Thema nicht wichtig genug nehmen.</p>
<p>Dieser Artikel erschien erstmals im Magazin <a href="http://www.connection.de/artikel/gesundheit-heilung/therapie-bei-impotenz.html" target="_blank" rel="external nofollow">connection</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2011/12/20/wenn-mann-nicht-kann/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Väter haben hohen Einfluss auf Intelligenz</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/09/07/vater-haben-hohen-einfluss-auf-intelligenz/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2011/09/07/vater-haben-hohen-einfluss-auf-intelligenz/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 07:51:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufwachsen]]></category>
		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Elternschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>
		<category><![CDATA[Mann-Sein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=2869</guid>
		<description><![CDATA[Psychologin: Engagement des Vaters bestimmt die Identitätsbildung Montreal/Wien (pte) — Für die Entwicklung eines Kindes macht es einen großen Unterschied, ob ein Vater anwesend ist oder nicht. Denn besonders die Intelligenz, das Verhalten und das emotionale Wohlbefinden werden durch ihn geprägt, berichten Forscher der Concordia University im »Canadian Journal of Behaviour Science«. Die Psychologin Sandra [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Psychologin: Engagement des Vaters bestimmt die Identitätsbildung</h2>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/09/flickr_513380302_43e76dd693_b.jpg" rel="lightbox[2869]"><img class="alignright size-full wp-image-2871" style="margin-left: 10px;" title="FlickrCC @ kumasi" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/09/flickr_513380302_43e76dd693_b.jpg" alt="" width="200" /></a>Montreal/Wien (pte) — Für die Entwicklung eines Kindes macht es einen großen Unterschied, ob ein Vater anwesend ist oder nicht. Denn besonders die Intelligenz, das Verhalten und das emotionale Wohlbefinden werden durch ihn geprägt, berichten Forscher der <a href="http://crdh.concordia.ca/" rel="external nofollow">Concordia University</a> im »Canadian Journal of Behaviour Science«. Die Psychologin <a href="http://familien-psychologie.info/" rel="external nofollow">Sandra Velasquez</a> , Autorin des Erziehungsbuches »Die Brücke zu dir«, erklärt gegenüber pressetext, was einen guten Vater ausmacht.</p>
<h4>Grenzen und Struktur</h4>
<p>Die kanadischen Wissenschaftler untersuchten 176 Kinder zwischen drei und fünf Jahren und wiederholten dies sechs Jahre später durch Intelligenztests und Befragungen der Mütter und Lehrer. »Ist der Vater in der frühen Kindheit und vor der Pubertät anwesend, so zeigen Kinder weniger Verhaltensprobleme und höhere Intelligenz. Das gilt sogar für sozial benachteiligte Familien«, berichtet die Studienleiterin Erin Pougnet. Den Vater beschreibt sie als »Grenzen– und Strukturgeber«, von dem ein Kind vor allem das Problemlösen sowie das Meistern von Traurigkeit, sozialem Rückzug und Angst lernt.</p>
<p>Velasquez hält nicht nur die Anwesenheit des Vaters für entscheidend, sondern auch, dass er ein guter Vater ist. Das gelingt, wenn der Vater gesundes Selbstvertrauen hat, seine Stärken und Grenzen kennt und diese ehrlich vertritt. Die Wiener Psychologin rät weiters, die Persönlichkeit des Kindes zu kennen und sich über dessen altersmäßige Bedürfnisse zu informieren. Entscheidend ist jedoch auch, wie Vater und Mutter miteinander umgehen. »Eltern sollten sich unbedingt mit Respekt begegnen, egal wie die Beziehung läuft. Denn hier lernen die Kinder am meisten über sich und das andere Geschlecht.«</p>
<h4>Erster Mann im Leben</h4>
<p>Schließlich wirkt ein Vater auf Töchter anders als auf Söhne. »Mädchen bilden mit Hilfe des Vaters ihren Selbstwert als zukünftige Frauen. Ihre Beziehung zu ihm ist die erste zu einem Mann und hat somit Modellfunktion«, so Velasquez. Für Burschen sind Väter direkte Identitätsstifter. »Söhne schauen zuerst bei ihm ab, was einen Mann ausmacht, wie er Probleme löst und Frauen behandelt. Jungen brauchen spielerisches Raufen ohne Gewalt, um die eigene Kraft zu spüren und Grenzen zu lernen. Gehen sie mit dem Vater zelten oder wandern, erfahren sie Zugehörigkeit, während Buben ohne Vater später oft Gangs suchen.«</p>
<p>Ob der Vater bei den Kindern lebt oder nicht, ist weniger wichtig als seine aktive Rolle in der Erziehung, so die kanadischen Autorinnen. Von der Politik fordern die Experten Maßnahmen, um den Kontakt zwischen Vater und Kind sicherzustellen und zu verbessern — »etwa durch mehr Papamonate oder durch Elternschulungen, die die Rolle des Vaters aufwerten«, erklärt Pougnet.</p>
<p><em>Vollständige Studie unter: <a href="http://psycnet.apa.org/journals/cbs/43/3/173.pdf" rel="external nofollow">http://psycnet.apa.org/journals/cbs/43/3/173.pdf</a></em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2011/09/07/vater-haben-hohen-einfluss-auf-intelligenz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Integrale Beziehungen</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/08/22/integrale-beziehungen/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2011/08/22/integrale-beziehungen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 12:31:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Editors Choice]]></category>
		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Frau-Sein]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>
		<category><![CDATA[Mann-Sein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=2488</guid>
		<description><![CDATA[Der Blick auf den Zustand unserer Liebesbeziehungen durch eine Integrale Brille erlaubt uns zu verstehen, warum fast die Hälfte der erwachsenen US-Bevölkerung heutzutage alleine lebt (in der EU nur etwa 30%, Anm. d. Red.). Es erklärt auch, warum viele Paare Schwierigkeiten in ihren Beziehungen haben, warum zwei Drittel der Scheidungen/Trennungen von Frauen initiiert werden, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2500" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/08/ap4b7af1c9430c7_medium.png" rel="lightbox[2488]"><img class="size-full wp-image-2500" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/08/ap4b7af1c9430c7_medium.png" alt="" width="200" height="113" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: aboutpixel.de / BOOOAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHH © Christian Wöller</p></div>
<p>Der Blick auf den Zustand unserer Liebesbeziehungen durch eine Integrale Brille erlaubt uns zu verstehen, warum fast die Hälfte der erwachsenen US-Bevölkerung heutzutage alleine lebt (in der EU nur etwa 30%, Anm. d. Red.). Es erklärt auch, warum viele Paare Schwierigkeiten in ihren Beziehungen haben, warum zwei Drittel der Scheidungen/Trennungen von Frauen initiiert werden, die lieber Single sein wollen als mit einem Beziehungsdeppen, warum viele Singles keinen neuen Partner finden, und – die guten Nachrichten – welche Entwicklungsebene und Beziehungsvision notwendig ist, damit Männer und Fauen<sup class='footnote'><a href="#fn-2488-1" id='fnref-2488-1'>1</a></sup> in verbindlichen »Integralen« Beziehungen/Ehen eine nachhaltige und friedvolle Zukunft für die Menschheit ko-kreieren können.</p>
<p>Hier ein breiter Überblick über das Modell der Integralen Beziehungen, welches uns es erlauben soll, zukünftige Konversationen in einen grösseren Kontext zu stellen.</p>
<p>Wir beginnen unsere Erkundungen in der Unterscheidung zwischen biologischem Geschlecht, angelernten Geschlechterrollen und femininen/maskulinen Polaritäten von Männern und Frauen. Dies erlaubt uns Ihre grundlegende sexuelle Fantasie zu verstehen, erfolgreiche männliche Schützer und Versorger mit Status und Wohlstand anzulocken, Seine primäre Fantasie, der Anziehung einer physisch attraktiven und gesunden Frau, die ihn in seiner Berufung unterstützt (oder diese mit ihm teilt), sowie das Verständnis Ihrer primären emotionalen Reaktion auf Beziehungskonflikte mit Angst und seiner mit Scham. Diese Differenzierung bietet auch einen Hinweis auf die sozialen Erwartungen und Kompatibilität eines Paares, und wie sie die entgegengesetzte feminine und maskuline Polung von Agenz, Kommunion, aufsteigend (Eros) und absteigend (Agape) in ihrer gesunden Form balancieren und harmonisieren können, um sexuelle Anziehung und Synergie generieren zu können.</p>
<p>Als nächstes berücksichtigt das Modell der Integralen Beziehungen mehrere Intelligenzen, Kompetenzen, Werte, Interessen, Leidenschaften und emotionale Bedürfnisse (Entwicklungslinien) die zwischen Paaren kompatibel sein müssen um eine tiefere Herzens– und Seelenverbindung zu entwickeln, und ihre Beziehung gedeihen zu lassen.</p>
<p>Für ein integrales Verständnis von Beziehungsdynamiken zwischen Männern und Frauen sind ihre individuelle Entwicklung in vier Linien entscheidend:</p>
<ol>
<li>Bewusstsein (acht Ebenen von archaisch bis transpersonal),</li>
<li>Spirituell (fünf Ebenen von grobstofflich bis non-dual),</li>
<li>Sexuell (fünf Ebenen von unterdrückt bis transzendent),</li>
<li>Sein Anima-Komplex (fünf Ebenen von der Frau als Mutter zu gleichwertige Partner) und ihr Animus-Komplex (fünf Ebenen von Männer als fremde Aussenstehende zu gleichwertige Partner).</li>
</ol>
<p>Das Verständnis der Entwicklungsebene jedes Partners in diesen vier Linien ist vorrangig für deren Fähigkeit sich als Gegenüber und gleichwertig zu begegnen.</p>
<p>Weiters müssen wir uns den verschiedenen Zuständen/Phasen bewusst sein, die romantische partnerschaftliche Beziehungen typischerweise durchlaufen (Lust, Verliebtheit, Romanze, Konflikt, Unsicherheit, Vereinbarung, Verbindlichkeit und Wiederverpflichtung). Dies zu wissen erlaubt uns cool zu bleiben, wenn die diversen Liebeshormone, die unsere Fähigkeit zur rationalen Partnerwahl beeinträchtigen, einschiessen und uns die Arbeit in schwierigen Zeiten noch schwieriger machen. Wir beachten auch Persönlichkeitstypen, die uns einerseits helfen Verhaltensmuster zu verstehen und andererseits unsere primäre und sekundäre Art und Weise wie wir Liebe geben und nehmen – entweder durch Wörter, Zeit, Geschenke, Service oder Berührung.</p>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/08/integralrelationships_quadrants.png" target="_blank" rel="lightbox[2488]"><img class="alignright size-full wp-image-2489" style="margin-left: 10px;" title="Quadranten der Integralen Beziehung" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/08/integralrelationships_quadrants.png" alt="" width="200" /></a>Sind wir uns einmal dieser Bausteine des Integralen Beziehungsmodells gewahr, können wir diese integrieren, indem wir Ken Wilber’s Einsicht verwenden, dass jeder Mensch einen inneren Verstand (1) und einen äusseren Körper (2) hat, und gleichzeitig ganz als ein Individuum ist (3) als auch ein Teil eines grösseren Kollektives (4). Diese vier Dimensionen können als vier Quadranten gezeigt werden, als das individuelle »Ich« oben links, dem individuellen »Es« oben rechts, und deren kollektive Erweiterung/Verbindung in den betreffenden unteren Quadranten.</p>
<p><img class="size-full wp-image-2490 alignright" style="margin-left: 10px;" title="8 Formen von Liebe" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/08/integralrelationships_8forms_of_love.png" alt="" width="300" /></p>
<p>Wenn wir realisieren, dass Beziehungen immer durch die unteren kollektiven Quadranten geformt werden, erlaubt uns das acht Formen von Liebe zu identifizieren (Nicht-Liebe, Freundschaft, Verliebtheit, Hingabe, romantische Liebe, vernarrte Liebe, kameradschaftliche Liebe, und Integrale Liebe) die Liebende fühlen können und in Art und Grad ko-kreieren, wenn eine Resonanz in ihrem (UL) kollektiv Inneren (was Intimität hervorbringt), (UR) kollektiv Äusseren (was Leidenschaft erzeugt) und/oder unbewussten Dimensionen (die verschiedene Formen von Abhängigkeit generieren, von Ko-Abhängigkeit zur wechselseitigen Verbundenheit allen Seins) erfahren wird.</p>
<p>Da die Landkarte nie das eigentliche Territorium ist – was wir speziell in Erinnerung halten sollten, wenn es zur romantischen Liebe kommt – empfiehlt das Integrale Beziehungsmodell rücksichtsvolle und mitfühlende Beobachtungen, Dialoge und Erfahrungen um die Entwicklungsebene des Bewusstseins, der Spiritualität, Sexualität und des Anima/Animus-Komplex jedes Partners zu bestimmen, wenn man sich dieser innigsten und verletzbaren Form von menschlicher Verbindung verpflichtet. Die Kombination dieser Einsichten und Erfahrungen mit der Anzahl der Perspektiven (1., 2., 3. 4. Person usw.) die jeder Partner einnehmen kann, erlaubt uns dies ihre individuelle kosmische Adresse zu definieren, welche Hinweise bietet auf Typ, Qualität und Nachhaltigkeit der Liebesbeziehung, die wir höchstwahrscheinlich entwickeln können. Die Liebenden können dann entscheiden ihre derzeitige Beziehung zu verbessern (wenn beide Partner willens und fähig dazu sind) oder sie mit Mitgefühl zu beenden, um einen integralen Ansatz zu entwickeln einen kompatibleren Partner zu finden/anzuziehen.</p>
<p><em>Übersetzung von <a href="http://www.openmindjournal.com/redaktion/">Heinz Robert</a>.</em></p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-2488-1'>Diese Aussage beabsichtigt nicht die Diskriminierung von Schwulen und Lesben. Deren Welt ist dem Autor nur nicht bekannt. Die meisten Prinzipien, die hier aufgezeigt werden können für deren Beziehungen genauso zutreffen. <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2488-1">↩</a></span></li>
</ol>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2011/08/22/integrale-beziehungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mutige Väter sind die glücklichsten</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/07/06/mutige-vater-sind-die-glucklichsten/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2011/07/06/mutige-vater-sind-die-glucklichsten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 18:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Elternschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>
		<category><![CDATA[Mann-Sein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=2149</guid>
		<description><![CDATA[Vereinbarkeit Kinder und Beruf: Wünsche noch fernab der Realität Wien (pte) — Frischgebackene Väter, die sich durch längerfristige Änderungen im Beruf mehr Zeit für die Familie nehmen, sind mit ihrem Leben und der Arbeit am meisten zufrieden. Das zeigen Experten vom Institut für Familienforschung an der Universität Wien im Sammelband »Papa geht arbeiten«. »Sowohl Männer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Vereinbarkeit Kinder und Beruf: Wünsche noch fernab der Realität</h2>
<div id="attachment_2151" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/07/ap4ad85426a09f2_small.jpg" rel="lightbox[2149]"><img class="size-medium wp-image-2151 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/07/ap4ad85426a09f2_small-300x226.jpg" alt="" width="200" height="151" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: aboutpixel.de / Flying kid © Peter Smola</p></div>
<p>Wien (pte) — Frischgebackene Väter, die sich durch längerfristige Änderungen im Beruf mehr Zeit für die Familie nehmen, sind mit ihrem Leben und der Arbeit am meisten zufrieden. Das zeigen Experten vom Institut für Familienforschung an der <a href="http://www.oif.ac.at" target="_blank" rel="external nofollow">Universität Wien</a> im Sammelband »Papa geht arbeiten«. »Sowohl Männer als auch Frauen wünschen, dass sich der Vater nach der Geburt des Kindes bei Kinderbetreuung und Hausarbeit einbringt. Interviews mit Vätern von Kindern unter drei Jahren zeigen, dass diese Forderung meist noch nicht der beruflichen Realität entspricht«, so Studienleiter Olaf Kapella gegenüber pressetext.</p>
<h4>Klassiker, Zögernde und Mutige</h4>
<p>Drei Vätertypen gibt es laut den Forschern. Der »Klassiker«, dem 36 Prozent der befragten Männer entsprechen, hat meist bereits Kinder und reagiert oft eher distanziert auf eine weitere Schwangerschaft. Er bringt sich jedoch öfters in die Betreuung der Kinder ein als Vertreter der »Zögerlichen«, die mit 43 Prozent die größte Gruppe bilden. Letztere verändern nur kurzfristig rund um die Geburt ihr Berufsleben, haben jedoch den größten Leidensdruck. Belastend ist vor allem die Frage der Vereinbarkeit sowie die Verantwortung hinsichtlich Finanzen und Erziehung.</p>
<p>Nur jeder fünfte Vater stellt sein Erwerbsverhalten anlässlich des jüngsten Kindes längerfristig um. Da dies noch unüblich ist, gelten sie für die Forscher als »Mutige«. »In der Praxis sind diese Veränderungen weniger Überstunden, weniger Arbeit am Wochenende oder weniger Dienstreisen, um früher nach Hause zu kommen«, berichtet Kapella. Die Umstellung findet somit im kleinen Rahmen statt — während eine mehrmonatige Auszeit im Rahmen der Väterkarenz erst sieben Prozent der befragten Väter gewählt haben.</p>
<h4>Hohe Hürde Leistungsdenken</h4>
<p>Überrascht wurden die Forscher, als sich die »Mutigen« in der Auswertung als zufriedenste Gruppe erwiesen. »Der Schritt zur Veränderung aufgrund der Bevorzugung der Familie ist zwar oft ein Wagnis, doch die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben und sogar mit dem Beruf ist in dieser Gruppe die höchste. Scheinbar lösen die Mutigen das Problem der Vereinbarkeit am erfolgreichsten.« Das ist im Einklang mit früheren Studien, denen zufolge eine Karenz die Sterblichkeit von Vätern senkt.</p>
<p>Mutig sind Väter jedoch eher beim ersten Kind, während bei weiterem Nachwuchs die finanzielle Frage in den Vordergrund rückt. Denn trotz gegenteiliger Beteuerungen erschwert die Wirtschaft mutige Entscheidungen. »Zwar berichten die meisten, ihre Arbeitgeber und Kollegen seien verständnisvoll für die Bedürfnisse junger Väter. Flexiblere Lösungen bleiben aber Ausnahmen. Viele sagen, dass ihre Arbeitssituation keine Veränderungen zulässt.« Eine Begründung, die für Kapella jedoch auch aus persönlicher Haltung entspringt. »Ein Kürzertreten wird durch die Selbstdefinition allein durch Leistung verhindert, die man Burschen noch immer von Klein auf vermittelt.«</p>
<h4>Gemeinsame Entscheidung stärken</h4>
<p>Immerhin sind heute die meisten Väter bei der Geburt dabei und möchten das Kind beim Aufwachsen erleben. Kinderbetreuung übernehmen Väter vor allem im gemeinsamen Spiel, beim Baden und Zubettbringen. Im Haushalt scheinen traditionelle Rollen jedoch fast unverändert. Zwar übernimmt der Mann zunehmend Aufgaben wie Einkaufen oder das Begleiten in den Kindergarten und retour, Wäsche oder Putzarbeit bleibt jedoch Frauensache. »Das ist dann verständlich, wenn nur der Vater voll erwerbstätig ist«, so Kapella.</p>
<p>Paare bekommen meist weniger Kinder, als sie sich ursprünglich wünschen. Das hängt laut den Forschern damit zusammen, dass für viele zunächst Beruf, Wohnraum und Umgebung stimmen müssen, bevor sie die Entscheidung zum Kind wagen. Ein Faktor sei jedoch auch der Rückfall in traditionelle Rollen beim ersten Kind, so Kapella. »Wünschenswert wäre, dass Mann und Frau die Zeit mit dem Kind selbst nach ihrem Ermessen aufteilen — und dass dies mehr akzeptiert wird. Frei wird die Entscheidung jedoch erst, wenn man die Rückkehr der Frau ins Erwerbsleben leichter macht.«</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2011/07/06/mutige-vater-sind-die-glucklichsten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>40 Jahre Frauenstimmrecht in der Schweiz</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/06/07/40-jahre-frauenstimmrecht-in-der-schweiz/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2011/06/07/40-jahre-frauenstimmrecht-in-der-schweiz/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 20:26:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Frau-Sein]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>
		<category><![CDATA[Mann-Sein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=2002</guid>
		<description><![CDATA[Anlass für Gedanken zur Mann-Frau-Thematik aus integraler Sicht Eine der fünf Säulen der integralen Landkarte von Ken Wilber sind Typologien. Damit meint er Aspekte, die sich praktisch auf jeder Entwicklungsstufe und in jedem Zustand zeigen können. Es sind horizontale, nicht-hierarchische Aspekte des Bewusstseins. Bedeutungsvoll dabei ist, dass typologische Veränderungen keine Transformation darstellen; denn Transformation ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Anlass für Gedanken zur Mann-Frau-Thematik aus integraler Sicht</h2>
<div id="attachment_2004" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/06/ap4ad7724ca691f_small.jpg" rel="lightbox[2002]"><img class="size-thumbnail wp-image-2004" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/06/ap4ad7724ca691f_small-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: aboutpixel.de / Wählerisch 1 © Simon Ledermann</p></div>
<p>Eine der fünf Säulen der integralen Landkarte von Ken Wilber sind Typologien. Damit meint er Aspekte, die sich praktisch auf jeder Entwicklungsstufe und in jedem Zustand zeigen können. Es sind horizontale, nicht-hierarchische Aspekte des Bewusstseins. Bedeutungsvoll dabei ist, dass typologische Veränderungen keine Transformation darstellen; denn Transformation ist eine Veränderung hin zu etwas, das es vorher so noch nicht gab. Beispiele von Typologien sind die 4 Temperamente, die 9 Gesichter der Seele des Enneagramm, die 12 Tierkreiszeichen – oder der meist genannte Aspekt – das Geschlecht männlich-weiblich.</p>
<p>In der Schweiz ist das Frauenstimmrecht auf nationaler Ebene gerade 40 Jahre alt. Am 7. Februar 1971 wurde es eingeführt; der heutige Tag, der 6. Juni, ist der Jahrestag der ersten eidgenössischen Abstimmung mit Beteiligung der Frauen. Und – wer hätte die Voraussage gewagt – 2011 besteht die Mehrheit des Bundesrates aus Frauen!</p>
<p>Zweifelsfrei ist das ein riesiger Fortschritt, und er wurde nur möglich dank einem jahrelangen beharrlichen Kampf mutiger Frauen. Wir Männer hätten diesen Schritt von uns aus nicht gemacht, obwohl er längst fällig war. Und nun, da er (nach und nach) vollzogen wird, sind wir gefordert, unsere männliche Rolle neu zu finden.</p>
<p>Doch da ist etwas, was zumeist nicht oder zu wenig bedacht wird: die Differenzierung zwischen einem weiblichen/männlichen Körper und weiblichen/männlichen Qualitäten. Wer hier genauer hinschaut wird feststellen, dass der gesellschaftliche Fortschritt im Wesentlichen auf Veränderungen beruht, die (noch) nicht Ausdruck einer Transformation hin zu einer nächsten Entwicklungsstufe sind. Vielleicht steckt eine Taktik dahinter oder einfach ein gesellschaftlicher Druck, doch nicht ein inneres verändertes Bewusstsein. Wohl sind heute mehr Menschen mit weiblichem Körper in Domänen vorgedrungen, die vormals Männer besetzt hielten, doch das Gleichgewicht weiblich-männlicher Qualitäten hinkt hinten nach. Was viel damit zu tun hat, dass eine Frau ohne das Überbetonen ihrer Yang-Seite noch immer schlechte Chancen hat, in hohe gesellschaftliche Positionen (Wirtschaft, Forschung, Politik) aufzusteigen. Und doch ist genau das notwendig: Frauen, die – ohne ihre männliche Seite zu verleugnen – sicher und bestimmt ihre weiblichen Qualitäten in Führungspositionen hinein tragen. Wo das authentisch geschieht, unterstützt es zudem die Männer darin, ihrer eigenen weiblichen Seite mehr Raum zu geben und trotzdem (oder gerade deshalb) „ganze Männer“ zu sein.</p>
<p>Es kann keine Entwicklungsstufe übersprungen werden. Die Postmoderne mit ihrer kämpferischen Seite für die Rechte der Frauen als Reaktion auf die patriarchalische Tradition und die männerdominierte Moderne muss sein und musste sein. Frauen, die sich abschotten und von Männern nichts mehr wissen wollen; Männergruppen schliesslich, die Ähnliches tun. Es ist eine ganz wichtige Zeit der Selbstfindung als Frau, als Mann; als Frauen, als Männer. Und es ist die Zeit, das Weibliche und Männliche in sich selber ins Gleichgewicht zu bringen.</p>
<p>Dann, und erst dann, wird schliesslich eine Transformation möglich, welche die Geschlechterfrage aus einer gänzlich neuen Perspektive angeht: die integrale Sichtweise, der die Verbundenheit von Allem mit Allem zugrunde liegt; die auf Kooperation basiert und nicht auf Konkurrenzierung; die aus innerem Antrieb Respekt und Wertschätzung empfindet für das eigene und das andere Geschlecht.</p>
<p>Aus integraler Sicht, so meine ich, sehen wir einander nicht mehr in erster Linie als Frauen und Männer, sondern als Menschen: Unterschiedliche Menschen, zusammen unterwegs, aufeinander angewiesen, Teil der Natur, ausgerichtet auf das Wohl des Ganzen.</p>
<p>Zwei Menschen, die ich kenne und schätze und die zum Thema Mann-Frau wunderbare Arbeit leisten, sind Cordula Maers-Frei und Sebastian Gronbach. (<a href="http://www.openmindjournal.com/2011/04/11/erwachen-als-mann-und-frau/">Erwachen als Mann und Frau</a>, Anm. d. Redaktion)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2011/06/07/40-jahre-frauenstimmrecht-in-der-schweiz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wann ist ein Mann ein Mann?</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/04/01/wann-ist-ein-mann-ein-mann/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2011/04/01/wann-ist-ein-mann-ein-mann/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 15:39:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Editors Choice]]></category>
		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>
		<category><![CDATA[Mann-Sein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=1015</guid>
		<description><![CDATA[Plädoyer für eine integrale Sicht auf die „Manns-Bilder“ Was ist für Sie ein echter Mann? Einer der verschwitzt und Testosteron verströmend gerade vom Überlebenstraining kommt, wenn er gleichberechtigt den Kinderwagen mit dem Einkauf schiebt, oder eben 24h Non-Stop für den Weltfrieden meditiert hat? Oder sollte er am besten alles machen und können? Für alle jene, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1020" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/04/ap4ad8383de9115_small.jpg" rel="lightbox[1015]"><img class="size-thumbnail wp-image-1020" style="margin-left: 10px;" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/04/ap4ad8383de9115_small-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: aboutpixel.de / stimmen © jonathan spielbrink</p></div>
<h2>Plädoyer für eine integrale Sicht auf die „Manns-Bilder“</h2>
<p>Was ist für Sie ein echter Mann? Einer der verschwitzt und Testosteron verströmend gerade vom Überlebenstraining kommt, wenn er gleichberechtigt den Kinderwagen mit dem Einkauf schiebt, oder eben 24h Non-Stop für den Weltfrieden meditiert hat?</p>
<p>Oder sollte er am besten alles machen und können?</p>
<p>Für alle jene, die gerade nicht der Held des Jahrtausends sind, haben wir uns viele nette und manche nicht so freundliche Bezeichnungen ausgedacht: Macho, Softie, Adrenalin-Junkie, Sexmaniac, Warmduscher, Muttersöhnchen, Frauenversteher, der Metrosexuelle Mann usw …</p>
<p>Wir alle kennen alle möglichen Stereotypen und Schubladen, in die Männer gesteckt werden können. Wir alle tun es manchmal und gerade deswegen wissen wir auch, dass dies niemals wirklich beschreibt, welchen Mann (und Mensch) wir vor uns haben!</p>
<p>Menschen (und somit auch die Männer!) sind immer komplex, vielschichtig und vor allem immer in Bewegung. Schon unser Hausverstand und die einfache Beobachtung des Lebens zeigen uns, dass alles sich ständig verändert und weiterentwickelt. Nicht immer sehen wir in dieser Veränderung auch eine wirkliche Entwicklung, aber wenn wir ein paar Schritte zurücktreten und unsere persönlichen Vorurteile mal auf wohlverdienten Kurzurlaub schicken, können wir sehen, dass eine solche Bewegung stattfindet, wir uns als Menschen wirklich weiterentwickeln und immer mehr Möglichkeiten in unser Leben integrieren.</p>
<p><strong>Altes Wissen um die menschliche Entwicklung</strong><br />
In allen alten Kulturen finden wir Traditionen, die uns über die Entwicklung des Menschen hin zu seinem Potential informieren und uns meist (wie beim Chakren System) gleich auch noch eine Landkarte für die Reise in die Hand drücken.</p>
<p>Menschen haben offenbar immer darüber Bescheid gewusst und es ist auch wenig verblüffend, wenn wir uns bewusst werden, dass dieser Prozess ständig um uns herum präsent ist. Alles was lebt, von Pflanzen über den Menschen bis hin zu komplexen Systemen (wie Städte und Organisationen) durchläuft verschiedene Wachstumsstadien. Jedes neugeborene Baby beginnt zuerst zu krabbeln, bevor es sich in das Abenteuer des Gehens stürzt. Wenn dabei alles gut geht, kann es sich später noch zum Marathonläufer oder Kunsttänzer entwickeln.</p>
<p>Während es bei kleinen Kindern noch offensichtlich ist – der Lernprozess ist Teil jedes Moments — ist es bei Erwachsenen nicht immer so augenscheinlich. Der Prozess selbst hört aber, genau wie in der Natur, nie auf und ein Baum wächst solange er lebt immer weiter, auch wenn wir es nicht mehr bemerken</p>
<p>Wenn wir von unterschiedlichen Entwicklungsstufen sprechen, ist es aber wichtig zu erwähnen, dass die Einteilungen keine grundsätzliche Bewertung in „besser“ oder „schlechter“ sind, sondern einfach die Stufen jeder Entwicklung bezeichnen. Der Eichelsamen ist nicht besser oder schlechter als die Eiche selbst, hat sich aber auf dem Weg zum Baum augenscheinlich weiterentwickelt und dabei viele verschiedene Stufen durchlaufen.</p>
<p>Wie schon erwähnt, findet diese Entwicklung in jedem Menschen ganz persönlich und individuell statt, darüberhinaus geschehen Veränderungen aber auch kollektiv. In einer Kultur oder Gesellschaft existieren immer alle Entwicklungsstufen gleichzeitig, aber jene Stufe die gerade in den meisten Menschen am präsentesten ist, bildet den kulturellen Schwerpunkt.</p>
<p>Wir leben inmitten einer Zeit, in der diese Entwicklungen und Veränderungen mit einer nie dagewesenen Rasanz über uns hereinbrechen. Teilweise verschieben sich Werte und Rollenbilder spürbar innerhalb nur eines Jahrzehnts, während früher Jahrhunderte ohne grosse Veränderungen vergingen.</p>
<p>Dieser integrale Blick auf das Mensch-Sein kann uns auch dabei helfen, wenn wir uns der manchmal so kompliziert erscheinenden Frage der Geschlechterrollen widmen. In diesem Artikel soll es aber erstmal nur um das sogenannte „starke Geschlecht“ gehen. Und mit der ersten und wohl verbreitesten Schublade vom „starken Mann“ haben wir auch schon den Einstieg in unsere Reise durch die verschiedenen „Manns-Bilder“ gefunden.</p>
<p>Ich skizziere im Folgenden die Entwicklung der männlichen Rollenbilder anhand des Chakra-Systems und verweise parallel dazu auf das integrale Modell<sup class='footnote'><a href="#fn-1015-1" id='fnref-1015-1'>1</a></sup> (wie von Ken Wilber in Anlehnung an Jean Gebser formuliert).</p>
<p><strong>Wurzelchakra – Rot – Die archaisch– magische Ebene „Der Mann als Krieger“</strong><br />
Am Beginn unserer Entwicklung steht eine Ebene, die unsere Eingangsfrage mit einem Augenzwinkern sofort beantwortet. Hier ist ein Mann noch ein richtiger Mann! Und zwar einer, der sich seiner physischen Kraft und Dominanz bewusst ist und folglich hauptsächlich seinen Instinkten und Trieben folgt. Es geht um Überleben, Reproduktion und das in einem Umfeld, das nicht von Regeln und Moralvorstellungen geprägt ist, sondern den sprichwörtlichen Dschungel unserer Vorfahren repräsentiert, in dem das Recht des Stärkeren galt.</p>
<p>Ein Mann ist hier der Archetyp des Kriegers. Dieser Krieger bezieht seine Stärke aus der Beziehung zu seinem Körper, der an der Wurzel auch die stärkste Ausprägung der Geschlechtlichkeit hat. Die Frage, ob ich ein Mann bin, ist nicht philosophisch, sondern ein biologisches Faktum. Ein kurzer Blick genügt schliesslich …</p>
<p>Der sexuelle Ausdruck des Kriegers ist sehr energetisch und vital und somit ist das Bild der Frau auch stark auf den körperlichen Aspekt der Fortpflanzung limitiert.</p>
<p>In modernen Kulturen wie der unseren, bekommen solche „roten“ und instinktiven Energien nur mehr sehr wenig Raum und wir finden sie dann häufig in ritualisierter Form auf Sportplätzen, bei Boxkämpfen oder aber auch in den Ghettos der Grossstädte. Verschieden Aktivitäten wie Kampfkunst, Einzelsportarten und Überlebenstraining in der Natur können uns heute wieder Zugänge zu dieser archaischen Kraft verschaffen, ohne dass man sich aus der Zivilisation verabschieden muss.</p>
<p>Das Geschenk aus dieser Ebene besteht aus einer körperlichen Vitalität und Präsenz, die gerade die instinktiven Aspekte unseres Nervensystems wieder in mehr Ruhe und Stabilität bringen können, während ungesunde Fixierungen hier in ungezügelte Aggression und (auch sexuelle) Gewalt ausarten.</p>
<p><strong>Sakralchakra – Orange – Die mythologische Ebene „Der Mann als Herrscher“</strong><br />
Durch die Zunahme der Weltbevölkerung wurde auch die Notwendigkeit nach neuen Strukuren des Zusammenlebens notwendig. Männer begannen ihre Dominanz gegenüber Frauen zu institutionalisieren und führten das Patriarchat als eine „von Gott gewollte“ Ordnung ein.</p>
<p>Die mythologische Ebene versucht durch die Bildung von Moral, Sitte und gesellschaftlichen Konventionen den Herausforderungen des menschlichen Lebens Herr zu werden. Wobei dies oftmals in die „Herrschaft von Gottes Gnaden“ führte. Das Patriarchat ermöglichte Männern, erworbene Macht an den Sohn vererben zu können, und so entstand der Archetyp des Königs. Dieser König ist sich im besten Fall seiner Rolle und Aufgabe bewusst und widmet sich ihr mit Integrität und Demut, da er weiss, dass seine Macht nur von einer höheren Instanz geliehen ist.</p>
<p>Diese Ebene wird auch als mythologische Bewusstseinsstufe bezeichnet, da hier die grossen Heldenmythen der Menschheit entstanden sind, die Struktur, Autorität und das jeweilige Wertebild der Kultur vermitteln sollten. Da die Mythen aber als sprichwörtliche Wahrheit verstanden wurden, entstanden Bilder wie jenes von Gott als bärtigen, weisshaarigen Mann im Himmel. Diese Mythen halten sich selbst in unseren modernen Gesellschaften noch recht hartnäckig und bilden für viele Arten von Fundamentalismus den Nährboden.</p>
<p>Ein wahrer Mann ist somit ein guter, aufrechter, gottesfürchtiger Mann, der Familie (und hier kann man je nach Bedarf „Stamm, Vaterland, Verein, Religion etc…“ einsetzen) achtet, ehrt und beschützt und am besten auch noch ein wenig Heldentum verkörpert!</p>
<p>Wenn in der Moderne wenig für diese Ebene angeboten wird, wenden sich junge Männer auf der Suche nach Orientierung vielfach Organisationen zu, die klare Regeln und Werte vorgeben, wie z.B. Sportvereine, religiösen Gruppen, Militär, Gangs usw.</p>
<p>Die Qualität Führung übernehmen zu können und sich dabei an höheren Werten zu orientieren, ist das Geschenk aus dieser Ebene. Allerdings ist die Geschichte auch voller Beispiele, wo dies in unkontrollierten Fanatismus und Unterdrückung ausgeartet ist.</p>
<p><strong>Solar Plexus – Gelb — Die rationelle , individualistische Ebene „Der Mann als Macher“</strong><br />
Möchten wir einem klassischen Bild des Mannes auf dieser Ebene begegnen, sollten wir einen kleinen Abstecher in die Chefetagen der grossen Konzerne oder in die Wall Street machen. Hier begegnen wir einem aufgeklärten Mann der sich selbst darüber definiert, was er leistet und was er tut (oder wie hoch sein Kontostand ist), oder auch wieviel Freiheit und Individualität er in seinem Leben spürt.</p>
<p>Die rationelle Ebene hat vor allem durch die westliche Aufklärung und durch den zunehmenden Einfluss von Wissenschaft und der Industrialisierung ihren Auftritt auf der Weltbühne bekommen.</p>
<p>Plötzlich war es nicht mehr so wichtig, wieviel ich mit meiner Muskelmasse selbst bewerkstelligen kann, durch Geschick und Kalkül kann ich ja andere für mich arbeiten lassen und dabei noch viel mehr erreichen.</p>
<p>Der Mann befreit sich hier aus der mythologischen Umklammerung und wird selbst zum höchsten Gut. Der individuelle Mann ist geboren und strebt immer nach dem Höchsten und scheut keine Auseinandersetzung, sei es mit einem Konkurrenten im Geschäft, einem technischem Problem oder dem höchstmöglichen Gipfel in den Bergen.</p>
<p>Ein wahrer Mann definiert sich hier durch das, was er tut, wieviel Erfolg (an der Börse, beim Sport, bei Frauen …) er hat und wieviel Anerkennung er damit erntet.</p>
<p>Die biologische Vormachtstellung gegenüber Frauen beginnt mit diesem Weltbild auch ins Wanken zu geraten und Frauen können sich mit messbaren Leistungen ihren ebenbürtigen Platz erkämpfen, allerdings oft auf Kosten ihrer Weiblichkeit in einer sehr von Konkurrenz und Kampf geprägten Welt.</p>
<p>Die positiven Aspekte die wir aus dieser Ebenen mitnehmen können sind Durchsetzungskraft, Erfinder-Geist und die Macher-Qualität, die etwas umsetzen und manifestieren kann. Auf der anderen Seite starren wir mitten in die Fratze des Turbokapitalismus mit seiner Ablehnung jeglicher innerer Werte und der rücksichtslosen Ausbeutung von Ressourcen.</p>
<p><strong>Herzchakra – Grün – Die pluralistische Ebene der Gleichberechtigung „Der Mann als Friedensstifter“</strong><br />
Das ist wahrscheinlich das bekannteste Bild eines Mannes in unserer postmodernen Kultur. Ein Mann der in Babypause geht, das Auto teilt und die Konten trennt. Hier treffen wir zum ersten Mal auf einen Mann, der lernt, seine Gefühlswelt in seinen Interessensbereich mit einzubeziehen und man(n) könnte sagen:“ Ein wahrer Mann ist, was er spürt und fühlt“.</p>
<p>Es ist die Ebene, die in den 60er Jahren unsere Kultur mit Musik, Kunst und Slogans zur Gleichberechtigung und Weltfrieden revolutioniert hat. Die wichtigsten Werte in einer sehr feminin orientierten Stufe bewegen sich um Egalität in allen Bereichen, das Teilen von Erfahrungen und das Ablehnen von Hierarchien und aller Unterschiede (seien sie nun biologisch oder sozial geprägt).</p>
<p>Als Gegenpol zu dem trockenen Flachland des rationellen Weltbildes, gibt es hier eine wahre Rennaissance von Ästhetik, Kultur und der Erforschung der inneren Welten.</p>
<p>In der Beziehung zwischen Mann und Frau werden vor allem das Verbindende und Gleichwertige hervorgehoben und alle Unterschiede als Hindernisse für den Frieden und die Harmonie zwischen den Geschlechtern angesehen. In extremen Formen sind die Polaritäten nur Ausdruck sozial konditionierter Ideen und somit Männlichkeit etwas von dem es sich zu befreien gilt.</p>
<p>Bei vielen Männern trägt das zu einer Verwirrung im Bezug zur eigenen Männlichkeit bei und führt bei manchen zu einer regelrecht dogmatischen Ablehnung von jeglicher maskuliner Energie , da sie diese nur mit den unterdrückerischen und gewalttätigen Aspekten der vorhergehenden Stufen verbinden. Daraus ergeben sich oft Spannungen mit den eigenen biologischen Instinkten und in den Momenten, in denen das Leben konkrete Entscheidungen oder Durchsetzungsvermögen einfordert.</p>
<p>Auf der anderen Seite sind sich wahrscheinlich alle Leser dieses Artikels einig, dass all diese Werte nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken wären und sie für uns in relativ kurzer Zeit absolut selbstverständlich geworden sind.</p>
<p><strong>Halschakra – Blau — Die Integrale Ebene „Der Mann als integriertes Wesen“</strong><br />
Der bisweilen letzte kollektive Schritt in der menschlichen Entwicklung wird oft als Sprung bezeichnet, da er ein neues Bewusstsein ermöglicht. Während die vorhergehenden Stufen oftmals untereinander im Clinch liegen, kann die integrale Ebene erstmals alle anderen Stufen klar wahrnehmen und ihre positiven Qualitäten aber auch ihre Schattenseiten anerkennen und integrieren.</p>
<p>Mit diesem Sprung erleben wir auch eine Rückkehr und verstärktes Interesse an der Polarität der Geschlechter und allen Unterschiedlichkeiten die das Mensch-Sein mit sich bringt. In der Aussenwelt zeigt sich das in unserem Informationszeitalter und all den Möglichkeiten von Austausch und Vernetzung, die durch die Globalisierung und neue Technologien möglich geworden sind. Um in einer derart komplexen Welt navigieren zu können, benötigt es ein flexibles Bewusstsein, das sowohl systemisch als auch vernetzt denken und agieren kann.</p>
<p>Der Mann dieser Zeit ist interessiert, so viele verschiedene Qualitäten wie möglich in sich selbst zu integrieren, um dem Leben immer in der bestmöglichen Art begegnen zu können. Er möchte dem Leben keine starre Vorstellung aufzwingen, sondern reagiert aus einem reichen inneren Erfahrungsschatz. Das heisst, der Mann kann genauso zuhören und sich einfühlen, wie auch — wenn notwendig — die Führung übernehmen, er weiss um seinen Platz im Universum und kann — wenn notwendig — auch kraftvoll Hand anlegen.</p>
<p>Die Frau wird nicht mehr nur als gleichwertig wahrgenommen, sondern als ebenbürtig aber doch anders und daher auch als wieder mehr in ihrer Weiblichkeit anziehend und attraktiv. Anziehend ist nicht nur das Gleiche, sondern auch das Unterschiedliche, das in einer freudigen Art wertgeschätzt werden kann. Das gemeinsame Lernen reift an den Reibungen der Unterschiede.</p>
<p><strong>Wozu das Ganze? Der mögliche Nutzen dieser Betrachtung</strong><br />
Vielleicht sind ja dem einen oder anderen bereits beim Lesen persönliche Reaktionen zu den einzelnen Ebenen aufgefallen. Es kann bereichernd und lustvoll sein, sich den Spiegel der verschiedenen Stufen vorzuhalten und sich zu fragen: “Wie geht es mir mit dieser Energie?“ „Kann ich die positiven Qualitäten und auch die Schattenseiten in mir erkennen?“ „Wo spüre ich Anziehung und was stösst mich eher ab?“</p>
<p>All dies kann zu einer spannenden Erfahrungsreise durch meine eigene Entwicklung führen, die mich auf versteckte Potentiale, verstaubte Winkel und mögliche Ressourcen für meine Zukunft aufmerksam macht. Wie überall ist aber auch dabei eine gewisse Achtsamkeit angebracht.</p>
<p>Die Gefahr, die sich als möglicher Schatten der integralen Ebene abzeichnet, ist der Druck an sich selbst oder andere, nun zum Helden aller Ebenen werden zu müssen oder Männer wiederum in verfeinerte und neu beschriftete Schubladen zu pressen.Frei nach dem Motto: “Du solltest dich jetzt wirklich mal um deine gelbe Ebene kümmern, sonst wird das nie was mit dem neuen Job!“ (Der Kreativität „wohlwollender“ Kommentare aus dem Freundeskreis sind dadurch keine Grenzen mehr gesetzt!)</p>
<p>Der Blick auf die „Manns-Bilder“ wird uns aber allen zugute kommen, wenn wir daraus mehr Mitgefühl, Verständnis und Klarheit in unserem Denken und Handeln ableiten lernen.</p>
<p><strong>Für eine zeitgemässe Form von Initiation</strong><br />
Ein weiterer Aspekt, der dadurch an Klarheit gewinnt, ist der legitime Ruf nach einer zeitgemässen Initiation für junge Männer in einer komplexen Welt.</p>
<p>Jede Ebene hat ihre eigenen Rituale und Formen gefunden, um den Übergang vom Kind zum Mann zu ermöglichen. In der modernen Kultur mit der Ablehnung jeglicher Traditionen ist aber genau da ein seltsames Vakuum entstanden, das sehr oft in Verwirrung und Orientierungslosigkeit bei Jungen an der Schwelle zum Mann-Sein mündet. Darüber hinaus sind junge Menschen durch unsere mediale Vernetzung schon sehr früh mit machtvollen Instrumenten (wie etwa Internet, Handys, Social Networks, etc..) ausgestattet.</p>
<p>Eine zeitgemässe Initiation müsste daher all diese verschiedenen Ebenen der männlichen Erfahrungswelt miteinbeziehen und auch anerkennen, dass selbst die Mentoren dabei ständig neuen Herausforderung unterworfen sind.</p>
<p>Wir können unsere Jugend nur in etwas initiieren, worin wir uns selbst auskennen, aber wir können sie zu einem offenen und verantwortungsvollen Geist anregen, der sich an die nachhaltigen Werten des Vergangenen erinnert, um damit noch besser in die Zukunft navigieren zu können.</p>
<p><em>Die im Artikel verwendeten Begriffe von Mann/Frau und männlich/weiblich beziehen sich nicht nur auf das biologische Geschlecht, sondern weisen auf die grundlegende Polarität der Schöpfung hin, die in jedem Mensch unabhängig von seinem Geschlecht angelegt ist. Dadurch kann sich eine Frau genauso von den beschriebenen männlichen Aspekten angesprochen fühlen.</em></p>
<p>Ein Audio-Interview zum Thema mit Khushru Gregor Steinmaurer finden Sie auch auf der Seite <a href="http://mann-sein.ch/2010/12/12/folge-28-gregor-khushru-steinmaurer-der-weg-des-mannes-durch-die-ebenen/" target="_blank" rel="external nofollow">www.mann-sein.ch</a></p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-1015-1'>Der im Artikel verwendete Begriff <em>Integral</em> und <em>Integrales Bewusstsein</em> lehnt sich hier vor allem an die von <em>Ken Wilber</em> und anderen propagierte <em>Integrale Philosophie</em> an. Weitere Infos zu Integraler Philosophie und Ken Wilber z.B. unter: <a href="http://www.integrallife.com" rel="external nofollow">www.integrallife.com</a></p>
<p>Die hier verwendeten Begriffe der Entwicklungsstufen wurden das erste Mal in dieser Form vom deutschen Philosophen und Pionier der Bewusstseinsforschung <em>Jean Gebser</em> beschrieben.</p>
<p>Das <em>System der Chakren</em> hat seinen Ursprung im tantrischen Hinduismus aus Indien und beschreibt eine Landkarte der subtilen Energiezentren und Bewusstseinsstufen der menschlichen Erfahrung. <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-1015-1">↩</a></span></li>
</ol>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2011/04/01/wann-ist-ein-mann-ein-mann/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Manifest für Bewusste Männer</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/03/12/manifest-fur-bewusste-manner/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2011/03/12/manifest-fur-bewusste-manner/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Mar 2011 15:14:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mann-Sein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=636</guid>
		<description><![CDATA[Foto: aboutpixel.de / Sommertag © jack simanzik Vor einiger Zeit veröffentlichten Arjuna Ardagh und Gay Hendricks auf Facebook ein Manifesto for Conscious Men, das dort und auch auf anderen Plattformen und in diversen Blogs einige Wellen erzeugt hat. Es gab viele Stimmen, die dieses Manifest als wichtig und wertvoll betrachteten und andere, die es als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="alignright bildhinweis" style="width: 450px;"><img class="alignnone size-full wp-image-641"  title="aboutpixel.de / Sommertag © jack simanzik" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/03/ap4ae9fa4e942a5_small.jpg" alt="" width="450" height="299" /><br />Foto: <a href="http://www.aboutpixel.de" rel="nofollow external">aboutpixel.de</a> / Sommertag © jack simanzik</p>
<p>Vor einiger Zeit veröffentlichten <a href="http://arjunaardagh.wordpress.com/" target="_blank" rel="external nofollow">Arjuna Ardagh</a> und <a href="http://www.hendricks.com/blogs/gay" target="_blank" rel="external nofollow">Gay Hendricks</a> auf Facebook ein <a href="http://www.facebook.com/consciousmen?v=app_4949752878" target="_blank" rel="external nofollow">Manifesto for Conscious Men</a>, das dort und auch auf anderen Plattformen und in diversen Blogs einige Wellen erzeugt hat. Es gab viele Stimmen, die dieses Manifest als wichtig und wertvoll betrachteten und andere, die es als Armutszeugnis für die Männer und einen Kniefall vor dem Feminismus bezeichneten.</p>
<p>Ich habe das Manifest im Einverständnis von Arjuna ins Deutsche übersetzt und auch auf <a href="http://www.facebook.com/notes/mann-seinch/manifest-fur-bewusste-manner-version-2-deutsche-ubersetzung/139132536140233" target="_blank" rel="external nofollow">Facebook</a> veröffentlicht. Hier findest du das <a href="http://mann-sein.ch/downloads/Manifest_fuer_Bewusste_Maenner.pdf" target="_blank" rel="external nofollow">Dokument als PDF</a>.</p>
<p>Was ist deine Sichtweise als Mann darauf? Kannst du dieses Manifest so unterzeichnen, oder was hält dich davon ab, deine Stimme dafür zu geben?<br />
Und du als Frau, fühlst du dich gesehen, oder missverstanden? Findest du es gut, wenn dir ein Mann diese Worte aus ehrlichem Herzen sagt, während er dir tief in die Augen schaut?<br />
Hinterlasse deine Sichtweise als Kommentar oder gehe auf <a href="http://www.facebook.com/notes/mann-seinch/manifest-fur-bewusste-manner-version-2-deutsche-ubersetzung/139132536140233" target="_blank" rel="external nofollow">Facebook</a> und schliesse dich dort der Diskussion an.</p>
<h2>Manifest für Bewusste Männer</h2>
<p>(Version 2)</p>
<p><em>Original von Arjuna Ardagh and Gay Hendricks</em><br />
<em>Übersetzung von Heinz Robert</em></p>
<p>Liebe Frau,</p>
<p>• Ich komme heute zu dir als ein Mann, der sich <em>dazu verpflichtet</em> hat, in jeder Hinsicht <em>bewusster zu werden</em>. Ich fühle tiefe Liebe, grossen Respekt und <em>wachsendes Gefühl der Verehrung</em> für die Geschenke des Femininen. Ich fühle auch tiefe Traurigkeit über die destruktiven Taten des unbewussten Maskulinen in der Vergangenheit und der Gegenwart. Ich entschuldige mich für diese Taten und möchte dies wiedergutmachen, um eine neue Ära der Ko-Kreation mit dir herbeizuführen.</p>
<p>• Indem ich bewusster werde, wird mir auch das Spiel von maskulinen und femininen Energien in mir, in dir und in allem Leben, immer bewusster. Ich weiss, dass wir alle Zugang zum gesamten Spektrum dieser Energien haben. Ich spüre auch ein wachsendes Erwachen zu den Dimensionen jenseits der Dualitäten, frei und offen wie der Himmel.</p>
<p>• Ich verpflichte mich eine <em>Maskulinität</em> anzunehmen und ihr zu dienen, <em>die uns als ebenbürtig ehrt und zelebriert</em>. Ich weiss, um dich wahrlich als multi-dimensionale Frau zu ehren, muss ich voll präsent in mir ruhen und den <em>Geschenken, die ich mit dir teilen kann, gewahr sein</em>. Wir können zusammen grosse Wunder vollbringen, wenn wir uns in bewusster Weise gegenseitig nähren, wenn wir uns gegenseitig mit Wertschätzung und Respekt begegnen, und in Verehrung der Göttlichkeit, die durch maskuline und feminine Energie ausgedrückt wird.</p>
<p>• Ich anerkenne, dass die <em>Religionen der vergangenen zig-tausend Jahre</em> hauptsächlich von Männern gegründet und verbreitet wurden. Wir haben oft so gehandelt, als wenn wir das letzte Wort über Gott und das spirituelle Leben haben, obwohl wir nur über die maskuline Ausdrucksweise dieser Dinge bescheid wussten. Als Resultat haben wir tieffühligere, verbindende und inklusivere Spiritualitäten unterdrückt. Ich verpflichte mich nun, dass ich auch die <em>Spiritualität des göttlichen Femininen</em> verehre.</p>
<p>• Ich verehre deine tiefe Verbindung zur Erde. Als Männer war die Beziehung zu unserem Planeten und seine Ressourcen oft motiviert von Konkurrenzdenken, Aneignung und Dominanz. Wir haben missverständlich angenommen, dass Expansion und vor Übergriffen schützen würde, und in diesem Prozess schändeten wir die Heiligkeit der Erde und brachten deren natürlichen Rhythmus durcheinander. Ich verpflichte mich, deinem Feingefühl zuzuhören, das <em>unseren Planeten heilen und zum gedeihen bringen</em> kann.</p>
<p>• Ich ehre deine Intuition und deine <em>tiefgreifende Fähigkeit zum Fühlen</em>. Als Männer haben wir oft Fühlen und Intuition abgewertet, zu Gunsten einer Sichtweise, die von Daten und Logik dominiert war. Dieser Weg schien notwendig gewesen zu sein, um die Menschheit über Aberglaube und Animalismus hinwegzubewegen, doch dabei haben wir viel vom Herzen des Lebens verloren. Ich verpflichte mich die Künste des Fühlens, der Intuition und der Weisheit des femininen Herzens zu respektieren, sodass wir diese zusammen in eine <em>ausgeglichene Sichtweise des Lebens</em> integrieren, die alle Weisheiten ehrt und inkludiert.</p>
<p>• Ich ehre die <em>Schönheit und Integrität deines Körpers</em>. Wenn wir uns gegenseitig durch unsere Körper mit Achtsamkeit und Hingabe nähren, sind da keine Grenzen zur <em>Liebe, die wir generieren können</em>. Ich fühle Trauer darüber, dass Männer deine Schönheit in Prostitution und Pornographie ausgenutzt haben. Im Griff der Lust fehlte uns oft die Fähigkeit anständig nach Intimität zu fragen oder ein „Nein“ als Antwort zu akzeptieren. Ich wende mich gegen jede Form von erzwungener oder seelenloser Kommerzialisierung weiblicher Schönheit, und <em>ich respektiere, dass dein Körper dir gehört.</em></p>
<p>• Ich ehre deine Fähigkeit zur <em>friedvollen Lösung von Konflikten</em>, dein Begabung sich effektiv zu entschuldigen und mit Charme zu vergeben. Wir Männer führten endlose Kriege über unsere Unstimmigkeiten. Beim Verteidigen unserer Ländereien und Schützen unserer Familien, sind wir süchtig geworden auf das Kämpfen an sich. Es ist vergleichsweise schwierig eine Invasion oder einen Krieg zu finden, der von einer Frau angestiftet wurde.Ich entschuldige mich dafür, dich in diese Kriege mitgerissen zu haben, und für die Vergewaltigungen, die Morde, gebrochene Herzen und zerstörten Familien, die sich dadurch ergeben haben. Wir heissen deine Weisheit willkommen, <em>eine Welt zu kreieren, die miteinander auskommt</em> ohne auf Zerstörung zurückzugreifen.</p>
<p>• Ich ehre deine Fähigkeit <em>auf deinen Körper zu hören</em>, und seine Bedürfnisse für Essen, Ruhe und Zeit zum Spielen. Ich feiere deine Begabung auf das zu achten, was hier ist, gerade jetzt. Uns Männer, brannte die Beschäftigung mit unseren Zielen und Resultaten oft aus, und machte uns Beziehungsunfähig. Ich weiss, dass wir dich ebenfalls in dieses Ungleichgewicht mit hineingezogen, und oft deine Sehnsucht nach Kontakt enttäuscht haben. Die Zeit für einen Prozess-orientierten Weg ist nun bei uns. Ich heisse deine Weisheit willkommen, die <em>Balance in unseren Körpern aufrechtzuerhalten</em>, und in der Art unserer Kommunikation.</p>
<p>• Ich ehre deinen <em>Sinn für mitfühlende Gerechtigkeit</em>. In unserem Justizsystem haben Männer als Richter und Polizisten dominiert, Gefängnisse gebaut und verehrten die Prinzipien der Bestrafung. Ich heisse dich willkommen mit uns daran zu arbeiten, wieder das Herz ins Justizsystem zu bringen.</p>
<p>• Ich weiss auch, dass globale Ökonomie durch das unbewusste Maskuline dominiert wurde, das oft in einem Mangel und in Gier lebte. Viele Menschen wurden dadurch verarmt und ausgegrenzt. Mit deinem natürlichen Sinn für Förderung und Überschuss, weiss ich können wir zusammenarbeiten um eine echte <em>fürsorglich-soziale globale Ökonomie</em> zu kreieren.</p>
<p>• In Entschuldigung für die Schmerzen, die wir Männer dir verursacht haben, anerkenne ich auch, dass ich und viele meiner Brüder, von unseren Müttern, Schwestern, unseren Partnern und Ex-Partnern verletzt wurden. Als bewusster Mann <em>bin ich gewillt, diese Schmerzen vollends in mir zu spüren und sie aufzulösen</em>. Ich vergebe dir für jedes Mal, als du unbewusst gehandelt hast, und <em>ich vergebe mir selbst und meinem Geschlecht, für unseren eigenen Wachschlaf.</em></p>
<p>• Ab diesem Tag, gelobe ich dein Herz als den heiligen Tempel zu behandeln, der es ist. <em>Ich verpflichte mich, das feminine in dir und mir, und meiner Beziehung zu allem Leben, zu ehren.</em> Ich weiss, wenn wir die Vergangenheit zurücklasse und uns heute die Hände reichen, können wir Synergien unserer Stärken kreieren. Zusammen gibt es nichts, was wir nicht tun können.</p>
<p><em>Zusammen können wir Wunder vollbringen.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2011/03/12/manifest-fur-bewusste-manner/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	
	<div style="display: none;" id="wikipopFrame"><iframe id="theFrame" style="border: none;" name="theFrame" width="340" height="400" src=""></iframe></div>

</channel>
</rss>

