<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:series="http://unfoldingneurons.com/"
	>

<channel>
	<title>OpenMindJournal &#187; Frau-Sein</title>
	<atom:link href="http://www.openmindjournal.com/category/gemeinsam/frau-sein/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.openmindjournal.com</link>
	<description>Das Online-Journal für Bewusstsein, Lebenspraxis und Change</description>
	<lastBuildDate>Thu, 17 May 2012 11:01:36 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>Frau und Mann: Zu 90 Prozent verschieden</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/01/12/frau-und-mann-zu-90-prozent-verschieden/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2012/01/12/frau-und-mann-zu-90-prozent-verschieden/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 16:50:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Frau-Sein]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>
		<category><![CDATA[Mann-Sein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=4288</guid>
		<description><![CDATA[Studien-Neuauswertung zeigt zwei völlig andere Persönlichkeiten Turin/Wien (pte) — Männer und Frauen unterscheiden sich in ihrer Persönlichkeit deutlich stärker als bisher angenommen wurde. Das zeigen Forscher der Universitäten Turin und Manchester in der Zeitschrift »Plos One«. Sie unterzogen frühere Studien, die eine hohe Übereinstimmung der Geschlechter ergeben hatten, einer genaueren Überprüfung und konnten sie wiederlegen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Studien-Neuauswertung zeigt zwei völlig andere Persönlichkeiten</h2>
<div id="attachment_4292" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/dreamstime_xs_8612225.jpg" rel="lightbox[4288]"><img class=" wp-image-4292 " title="Mann und Frau: Komplett andere Persönlichkeiten" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/dreamstime_xs_8612225-300x200.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">© Konstantin Sutyagin | Dreamstime.com</p></div>
<p>Turin/Wien (pte) — Männer und Frauen unterscheiden sich in ihrer Persönlichkeit deutlich stärker als bisher angenommen wurde. Das zeigen Forscher der Universitäten Turin und Manchester in der Zeitschrift »Plos One«. Sie unterzogen frühere Studien, die eine hohe Übereinstimmung der Geschlechter ergeben hatten, einer genaueren Überprüfung und konnten sie wiederlegen. »Mars und Venus« teilen in ihrer gesamten Persönlichkeit bloß zehn Prozent, so ihre Erkenntnis, die in der Genderdebatte wohl noch einigen Staub aufwirbeln wird.</p>
<h4>Genauere Analyse zeigt Unterschiede</h4>
<p>Konkret nahmen die Forscher um Marco Del Giudice Daten aus dem Jahr 1993 erneut unter die Lupe, bei denen 10.000 Probanden auf ihre Selbsteinschätzung befragt worden waren. Eine Auswertung von 2005 hatte daraus die fünf Hauptdimensionen der Persönlichkeitspsychologie untersucht: Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit. Die Übereinstimmung der Geschlechter betrug damals 78 Prozent — was die damalige Studienautorin Janet Hyde zur Grundlage ihrer »Gender similarities hypothesis« machte, die später oft zitiert wurde.</p>
<p>Der Nachteil dieser früheren Auswertung: In den bloß fünf Persönlichkeitsgruppen sind sehr unterschiedliche Eigenschaften vereint, die sich rechnerisch teils gegenseitig aufheben und somit das Persönlichkeitsrelief verwischen. Nun analysierte Del Giudice die Daten von 1993 in 15 statt fünf Kategorien — und lieferte ein komplett anderes Bild: Frauen besitzen signifikant mehr Wärme und Zuneigung, bauen eher Vertrauen auf, reagieren emotionaler und sind sensibler und fürsorglicher als Männer, die ihrerseits emotional stabiler, dominanter, reservierter und wachsamer sind und dabei mehr auf Nützlichkeit und Regeln achten.</p>
<h4>Tabubruch für Genderdebatte</h4>
<p>90 Prozent der Eigenschaften sind geschlechtstypisch, während sich die verbleibenden zehn Prozent der Gemeinsamkeiten etwa auf Perfektionismus oder Lebendigkeit beziehen. Ein Ergebnis, das Fachexperten nicht überrascht. »Besonders in den 70er– und 80er-Jahren führte die Wissenschaft alle Geschlechtsunterschiede auf Erziehung und Gesellschaft zurück. Seit zehn Jahren gibt es jedoch eine Trendwende weg von dieser ideologischen Prägung«, berichtet der Psychiater Raphael Bonelli von der <a href="http://sfu.ac.at" target="_blank" rel="external nofollow">Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien</a> im pressetext-Interview.</p>
<p>Den ersten Tabubruch hat im Jahr 2000 Simon Baron-Cohen von der Universität Cambridge geliefert. In Experimenten mit Neugeborenen zeigte er, dass Frauen von Geburt an eindeutig empathischer, Männer hingegen systematischer veranlagt sind. In kognitiven Leistungstests sind Frauen verbal klar überlegen, während Männer bei der räumlichen Vorstellung die Nase vorne haben. »Dass sich Unterschiede auch in Merkmalen der Persönlichkeit zeigen, überrascht nicht. Sehr wahrscheinlich liefern auch zahlreiche andere Studien bei kritischer Durchleuchtung dasselbe Ergebnis«, vermutet Bonelli.</p>
<h4>Evolution spielt mit</h4>
<p>Aus Sicht der Anthropologie und Evolution sind die aktuellen Resultate laut dem Wiener Psychiater keine Überraschung. »Die Persönlichkeit der Frau hilft ihr dabei, Familie und Partnerschaft aufzubauen und Kinder zu erziehen, während Männer die evolutionsbiologisch besseren Voraussetzungen für Nesterrichtung, Schutz vor Feinden und Essensbeschaffung mitbringen.« Nicht nur der Geist, sondern auch der Körper bestimmt das psychische Erleben mit, betont der Experte.</p>
<p>Artikel unter: <a href="http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0029265" rel="external nofollow" target="_blank">http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0029265</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2012/01/12/frau-und-mann-zu-90-prozent-verschieden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Burnout– Mütter stärker gefährdet als Bankenchefs</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/11/18/burnout-mutter-starker-gefahrdet-als-bankenchefs/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2011/11/18/burnout-mutter-starker-gefahrdet-als-bankenchefs/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 09:12:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Frau-Sein]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=3642</guid>
		<description><![CDATA[EU-Finanzminister und Fußballtrainer haben weniger Stress Hamburg/München (pte) — Alleinerziehende Mütter sind stärker Burnout-gefährdet als Vorstände von Finanzinstituten. Nur drei Prozent der Deutschen glauben, dass Bankenchefs betroffen sind, wie eine Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna zeigt. Auf einer Liste von zehn Personen– und Berufsgruppen stehen Bankenvorstände damit bei der geschätzten Burnout-Gefährdung auf dem siebten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>EU-Finanzminister und Fußballtrainer haben weniger Stress</h2>
<div id="attachment_3645" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/ap4ad8a7dcb0af9_xs.jpg" rel="lightbox[3642]"><img class="size-medium wp-image-3645 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/ap4ad8a7dcb0af9_xs-300x194.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / Fürsorgliche Mutter © Uwe Dreßler</p></div>
<p>Hamburg/München (pte) — Alleinerziehende Mütter sind stärker Burnout-gefährdet als Vorstände von Finanzinstituten. Nur drei Prozent der Deutschen glauben, dass Bankenchefs betroffen sind, wie eine Umfrage der Beratungsgesellschaft <a href="http://faktenkontor.de" target="_blank" rel="external nofollow">Faktenkontor</a> und des Marktforschers <a href="http://de.toluna.com" target="_blank" rel="external nofollow">Toluna</a> zeigt. Auf einer Liste von zehn Personen– und Berufsgruppen stehen Bankenvorstände damit bei der geschätzten Burnout-Gefährdung auf dem siebten Platz, Mütter mit drei Kindern auf Platz 2.</p>
<h4>Emotionaler Burnout</h4>
<p>»Alleinerziehende Mütter leiden vor allem an einem emotionalen Burnout«, so Christian Burghardt vom <a href="http://burnout.net" target="_blank" rel="external nofollow">Burn-Out Diagnostik Institut</a> im Gespräch mit pressetext. Betroffene fühlen sich oft kraftlos und leiden unter Antriebsschwäche. Deutlich mehr Stress lastet laut der Umfrage auf Ärzten in der Notaufnahme. 24 Prozent der Bundesbürger halten sie für besonders gefährdet, einen Zusammenbruch zu erleiden.</p>
<p>Auch kreative Berufe sind betroffen: »Wir haben auch sehr viele Menschen, die im Marketing und in der Werbung tätig sind, in Behandlung«, ergänzt Burghardt. Noch weniger gefährdet einen Zusammenbruch zu erleiden, sind nach Einschätzung der Bevölkerung Finanzminister der Europäischen Union, Fußballtrainer in der Bundesliga und Jobvermittler beim Arbeitsamt.</p>
<p>Obwohl die wenigsten Befragten glauben, dass Vorstandschefs großer Banken besonders Burnout-gefährdet sind, stufen sie die tägliche Arbeitsbelastung dennoch als hoch ein. Die Mehrheit der Deutschen geht davon aus, dass der Arbeitsalltag von Top-Managern in der Finanzbranche belastend ist. Den meisten Druck löst nach Einschätzung der Bevölkerung aus, für hohe Geldsummen verantwortlich zu sein, danach folgen die Rendite-Erwartungen der Anleger. Mit den Bankern tauschen will die Mehrheit der Befragten deshalb nicht. 65 Prozent der Deutschen können sich nicht vorstellen, den Job eines Bankenchefs zu übernehmen.</p>
<h4>Top-Ten-Ranking</h4>
<p>1. Ärzte in der Notaufnahme<br />
2. Alleinerziehende Hausfrau mit drei Kindern<br />
3. Lehrer in der Mittelstufe<br />
4. Händler an der Börse<br />
5. Im Licht der Öffentlichkeit lebende Popstars<br />
6. Polizisten auf Streife<br />
7. Vorstandsvorsitzende großer Banken<br />
8. Finanzminister der Europäischen Union<br />
9. Fußballtrainer in der Bundesliga<br />
10. Jobvermittler beim Arbeitsamt</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2011/11/18/burnout-mutter-starker-gefahrdet-als-bankenchefs/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Frau-sein als kreativer Akt</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/11/11/frau-sein-als-kreativer-akt/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2011/11/11/frau-sein-als-kreativer-akt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 16:45:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Frau-Sein]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=3580</guid>
		<description><![CDATA[Weiblichkeit diesseits und jenseits der Gender-Grenzen Wie geht es weiter mit der Entwicklung des Weiblichen nach dem Erringen der rechtlichen Gleichstellung? Was bleibt noch aufzuholen – und wo deuten sich ganz neue Perspektiven an? Eine betrachtung im Übergang zwischen Emanzipation und einem Frau-sein, das sich aus der Berührung mit dem Überpersönlichen bestimmt. Wir Frauen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Weiblichkeit diesseits und jenseits der Gender-Grenzen</h2>
<p><em>Wie geht es weiter mit der Entwicklung des Weiblichen nach dem Erringen der rechtlichen Gleichstellung? Was bleibt noch aufzuholen – und wo deuten sich ganz neue Perspektiven an? Eine betrachtung im Übergang zwischen Emanzipation und einem Frau-sein, das sich aus der Berührung mit dem Überpersönlichen bestimmt.</em></p>
<div id="attachment_3583" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/ap4bcf431a2353f_s.png" rel="lightbox[3580]"><img class="size-medium wp-image-3583 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/ap4bcf431a2353f_s-300x169.png" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / oh für mich?! © marshi</p></div>
<p>Wir Frauen, die Artikel wie diesen schreiben und lesen, sind heute selbstbestimmt, frei und unabhängig. Dafür war allerdings eine evolutionäre Weltreise der Menschheit nötig – und was für eine: Aus den so gut wie versklavten Frauen der Frühgeschichte entwickelten sich die klaren Rollen der Frauen in traditionellen Gesellschaften bis hin zur „guten Frau“ des Industriezeitalters, der Hüterin des Heims und der Moral.</p>
<p>Erst mit den Suffragetten, den englischen Frauenrechtlerinnen zu Anfang des 20. Jahrhunderts, und dann verstärkt in den sechziger Jahren begannen Frauen gezielt, ihr Selbstverständnis, ihren Platz in der Gesellschaft und ihre Visionen selbst zu suchen und auszudrücken.</p>
<p>Wir Frauen heute sind das Ergebnis dieser langen Reise. Wir haben uns daran gewöhnt, keinen Clan und keinen Mann zu brauchen, der uns ernährt und am Leben erhält, unsere Körper gehören uns, wir sind gebildeter, wohlhabender und welterfahrener denn je, wir leben unser Leben und übernehmen immer mehr Verantwortung in allen Bereichen der Gesellschaft.</p>
<p>All das bedeutet es heute, eine Frau zu sein. Doch bei der Frage, was es künftig bedeuten wird oder kann, bei der Frage nach unseren nächsten Schritten, wird das Bild vielschichtiger. Während wir damit beschäftigt waren, all das aufzuholen, was uns in Jahrhunderten des Patriarchats nicht möglich war, war der Weg noch klar vorgezeichnet. Doch was bleibt nun für uns zu tun, die wir mit all den Vorteilen dieser hart errungenen Freiheit erwachsen wurden – wie geht es weiter? Was kann und wird es bedeuten, Frau zu sein? Die folgenden Gedanken basieren auf der Perspektive, die der spirituelle Lehrer und Entwicklungs-Pionier Andrew Cohen in seiner Arbeit mit den Frauen von EnlightenNext* entwickelt hat.</p>
<p>Viele sagen, dass die „dritte Welle“ des Feminismus (nach der Suffragettenbewegung und den sechziger Jahren) die Aufgabe hat, die Rechte der Frauen in jenen Teilen der Welt zu erkämpfen, in denen sie noch immer grob missachtet werden. Das ist eine wichtige Arbeit – es ist mittlerweile eine allgemein akzeptierte These, dass sich Gesellschaften radikal weiterentwickeln, wenn sich die Lage der Frauen verbessert. Doch was bedeutet das bei uns hier, im privilegierten Europa? Wo können wir die tiefste Antwort finden, eine Antwort, die sich nicht nur an materiellen Werten orientiert?</p>
<p>Seit Jahren wird in manchen Kreisen davon gesprochen, das „göttliche Weibliche“ zu ehren, die Weiblichkeit im öffentlichen Leben zu fördern, weibliche Qualitäten auch auf den Führungsetagen internationaler Konzerne zu pflegen und in die Politik zu bringen. Oft wird sich dabei auf Qualitäten wie Einfühlsamkeit, Kooperationsbereitschaft, Mitgefühl, Fürsorglichkeit, Rezeptivität und Intuition berufen. Und obwohl all dies nur positiv sein kann, sind diese Qualitäten doch zum großen Teil gerade jene, die uns traditionell zugeschrieben wurden und in denen wir uns gefangen fühlten. Ist dieser Schritt also wirklich etwas Neues? Oder dehnen wir alte Stereotype auf neue Gebiete aus?</p>
<h4>Eine universelle Kraft, die sich durch mich ihren Weg bahnt</h4>
<p>Hat das Frau-Sein eine Bedeutung jenseits dieser schon vorbestimmten Qualitäten? In unserer Zeit der Entwicklungspsychologie, der integralen und evolutionären Weltsicht und nie dagewesener Selbstbestimmung – könnte das Frau-Sein auch ein kreativer Akt sein, mehr als eine Ansammlung schon festgeschriebener Eigenschaften? Was würde ein großer Umbruch, vergleichbar dem in den sechziger Jahren, heute bedeuten? Eine tiefe Umorientierung, die das Wort Frau vollkommen neu definiert, so, wie es unsere Schwestern in der Vergangenheit gewagt haben?</p>
<p>Um dieser Frage nachzugehen, wechseln wir einmal vom Weitwinkel zum Zoomobjektiv. Nehmen wir den Akt des Schreibens zum Beispiel: Da will etwas ausgedrückt werden, etwas, was sich nicht darum schert, ob ich gerade inspiriert, müde, unsicher oder besonders klar im Kopf bin. Etwas, das mich am Computer hält und für das ich mich um Klarheit und Präzision bemühe. Ein innerer Druck, unbestimmt und unmissverständlich zugleich. Hat diese kreative Kraft ein Geschlecht? Hat sie etwas damit zu tun, dass ich eine Frau bin? Ich denke nicht. Er ist eine universelle Kraft, die sich durch mich, eben eine Frau, ihren Weg bahnt. Sie hat kein Gesicht. Sicher, mein Ausdruck ist gefärbt von der Tatsache, dass ich eine Frau bin, doch die Kraft an sich hat kein Geschlecht, und vielleicht liegt es auch daran, das wir uns im kreativen Schöpfen oft so befreit fühlen.</p>
<p>Ein anderes Beispiel: Vor meinem Fenster senkt sich die Sonne in das Frühlingsgrün der Ahornbäume. Wenn ich sie betrachte, ist meine Wahrnehmung, die Aufmerksamkeit an sich, dann weiblich? Oder trägt erst die Interpretation dessen, was ich erfahre, weibliche Züge? Ist die reine Erfahrung, das Sehen an sich, nicht frei von Gender-Prägungen?</p>
<p>Oder nehmen wir Sex – hat der sexuelle Impuls als solcher ein Geschlecht? Oder ist es der mal im weiblichen, mal im männlichen Körper wahrgenommene, aber vollkommen unpersönliche Drang der Evolution, für den Fortbestand der Menschheit zu sorgen? Auch wenn er sich im Mann und in der Frau unterschiedlich anfühlt, der Drang an sich ist schlicht das, ein Drang, eine Kraft, ebenfalls ohne Gender.</p>
<p>Und dann die Erfahrung der Tiefe in der Meditation, die Erfahrung des Bewusstseins. Auch dort gibt es keinen geschlechtlichen Aspekt. Es ist vollkommen frei von allen Attributen – reines Sein, reines Gewahrsein, es ist das Eine, das nicht in männlich und weiblich untergliedert ist.</p>
<h4>Eine spirituelle Freiheit, die nicht mit äusseren Umständen zu tun hat</h4>
<p>Je tiefer wir in uns selbst gehen, umso klarer zeigt sich, wie frei wir tatsächlich sind. Jetzt, in diesem Moment, und schon immer. Es ist eine spirituelle Freiheit, die nichts mit äußeren Umständen zu tun hat. Noch bevor ich Frau bin, bin ich Mensch. Noch bevor ich Mensch bin, bin ich Bewusstsein. Und in allem bin ich Teil eines unmessbar großen kreativen Prozesses, der sich Evolution nennt. Die Tatsache, dass ich (vielleicht sogar nur in diesem Leben!) eine Frau bin, erhält dann einen ganz anderen Stellenwert. In dieser Einsicht liegt für mich der Schritt in ein neues Bewusstsein für Frauen.</p>
<p>Und damit  wieder zurück zum Weitwinkel-Objektiv: Noch immer haben Frauen weit weniger Einfluss auf die großen Entscheidungen der Welt als Männer. Frauen hatten, bedingt durch ihre Rollen als Mütter und Hausfrauen, über Jahrtausende in der Geschichte vergleichsweise wenig Möglichkeiten, Erfahrungen darin zu sammeln, was es bedeutet, auf breiter Basis Kultur und Geschichte zu formen. Trotz vieler herausragender und beeindruckender einzelner Frauen ist ihre Anzahl unter den Menschen, die tiefgreifende und bleibende Veränderungen geschaffen haben, relativ gering. Obwohl wir schnell aufholen, haben wir weit weniger Vorbilder in Politik, Wissenschaft und Religion als die Männer und kaum ein lebendiges, eigenes Geschichtsverständnis. Bei mir selbst dauerte es tatsächlich lange, bis ich überhaupt begann zu verstehen, wie wichtig es ist, die eigene Erfahrung in einem historischen und kulturellen Kontext zu sehen. Jetzt scheint wieder eine Zeit für Veränderungen gekommen zu sein. Die Frage ist, von welcher Perspektive aus wir die Zukunft formen werden, welche Werte wir mitnehmen, und welche wir hinter uns lassen wollen.</p>
<p>Die Denkmuster und Einstellungen, die uns durch die Jahrtausende geformt haben, sind durch die Veränderungen der letzten 50 Jahre nicht einfach verschwunden. Wenn wir uns hin– und hergerissen fühlen, ob wir im Job lieber die Schmeicheltaktik oder klare, aber unbequeme, direkte Anweisungen benutzen sollen, wenn wir uns in Hackenschuhen gefallen, aber gleichzeitig unsicher sind, ob wir damit nicht unsere feministischen Prinzipien verraten (und noch dazu den Rücken ruinieren), wenn wir uns nach einem Kind sehnen und gleichzeitig Angst davor haben, unsere Unabhängigkeit aufzugeben – es sind die oft widersprüchlichen Werte aus diesen Schichten unserer Biologie, unserer Geschichte und unserer Kultur, die an uns ziehen.</p>
<p>Noch nie in der Geschichte hatten wir als Frauen solch eine Möglichkeit der Wahl. Noch nie waren wir uns in so großen Zahlen und in so großem Maß so vieler Aspekte unserer Persönlichkeit bewusst – unseres historischen Werdegangs, unserer emotionalen und psychologischen Strukturen, der unbegrenzten Tiefe unseres Selbstes und der Tatsache, dass auch wir direkt mit dem kreativen Prozess in Verbindung stehen.</p>
<h4>Frau sein aus spirituellem Selbstvertrauen</h4>
<p>Aufgrund dieses Bewusstseins und der Fülle unserer Erfahrungen haben wir die nie dagewesene Möglichkeit, das weibliche (genauso wie das männliche) Selbstverständnis neu zu definieren – und damit zugleich auch eine neue Partnerschaft, die über die üblichen Gender-Abgrenzungen hinausgeht, weil sie die genderlosen Aspekte der Existenz als Ausgangspunkt nimmt. Das ist eine radikale Vision, eine echte Utopie, die ich erst beginne zu erahnen und zu verstehen, die aber umso anziehender und faszinierender ist.</p>
<p>In diesem Szenario können Frauen zutiefst dem Leben vertrauen, können loslassen und sich in einer Intimität begegnen, die statt hauptsächlich auf persönlicher und oft vergänglicher Sympathie auf Wahrheit beruht. Sie können selbstständig, gemeinsam und kreativ an der eigenen Bestimmung arbeiten, und die althergebrachten Muster der Konkurrenz, der Manipulation und des Misstrauens immer mehr zurücklassen, in der Entdeckung, mehr, viel mehr zu sein, als alles, was wir gewohnt sind, „Frau“ zu nennen.</p>
<p>Dieses Selbstvertrauen ist spirituelles Selbstvertrauen, es ist verankert in einem Teil des Selbstes, der die Grenzen des Frau-Seins sprengt. Die wachsende Überzeugung und Entscheidung, dem tiefsten, freien Teil des Selbstes mehr zu vertrauen als allem, was sich weiter an der Oberfläche unserer Erfahrung bewegt – allem Relativen, Vergänglichen, von Umständen Abhängigen, lässt diesen unbegrenzten Geist direkt in der Welt zum Wirken kommen. Es ist das vielleicht größte und revolutionärste Geschenk, das wir kommenden Generationen von Frauen heute machen können.</p>
<p><em>Erschien erstmals im Magazin Info3, <a href="http://www.info3.de/c5-style/index.php/magazin/info3/archiv/2011/juli/frau-sein-als-kreativer-akt/" target="_blank" rel="external nofollow">Ausgabe Juli 2011</a></em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2011/11/11/frau-sein-als-kreativer-akt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Reife und Eros</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/09/30/reife-und-eros/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2011/09/30/reife-und-eros/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 07:56:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kirzhner</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Editors Choice]]></category>
		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Frau-Sein]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>
		<category><![CDATA[Tantra]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=3034</guid>
		<description><![CDATA[… oder warum sich der tantrischer Weg am besten für Frauen ab 45 eignet. Weibliche Sexualität im reifen Alter Zu diesem Text wurde ich inspiriert, als ich am 18.09.2011 im Freud-Museum in Wien meditiert habe. Am Tag davor habe ich einer wunderbaren reifen Frau eine lange Tantramassage gegeben, die auch mich sehr bald in eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>… <strong>oder warum sich der tantrischer Weg am besten für Frauen ab 45 eignet.</strong></h2>
<h4>Weibliche Sexualität im reifen Alter</h4>
<p><em><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/09/statue-reifer-eros-psyche.jpg" rel="lightbox[3034]"><img class="size-medium wp-image-3036 alignright" style="margin-left: 10px;" title="Statue reifer Eros und Psyche" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/09/statue-reifer-eros-psyche-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Zu diesem Text wurde ich inspiriert, als ich am 18.09.2011 im Freud-Museum in Wien meditiert habe. Am Tag davor habe ich einer wunderbaren reifen Frau eine lange Tantramassage gegeben, die auch mich sehr bald in eine tiefe Ekstase geführt hat. Nun saß ich am Boden in Freuds Behandlungszimmer, und verschiedenste Bilder gingen mir durch den Kopf: ich sah meine Mutter und mich als Kind, Hysterikerinnen auf der Couch, tanzende Musen, fliegenden Eros und die Aphrodite am Meer. Ich habe wahrgenommen, wie die heilende Energie dieses Raumes meinen Körper durchdringt, und dass auch ich in der Lage bin meinen kleinen Beitrag zur sexuellen Heilung zu leisten.</em></p>
<p>Mit ca. 45 Jahren beginnt die weibliche Sexualität zum zweiten Mal zu blühen. Dies ist mit der Wiedererweckung der Lust und mit einer Renaissance der göttlichen erotischen Leidenschaft verbunden. In der Sexual– und gendertheoretischen Forschung ist es weitläufig bekannt, dass die Geschlechtsunterschiede mit den Jahren nachlassen, dass Frauen im Alter immer männlicher werden und Männer weiblicher. Das bedeutet, dass der weibliche Körper nicht nur mehr Oxytozin, sondern auch mehr Testosteron produziert, und dass die Lust dadurch viel kraftvoller und zielgerichteter wird: es ist nicht mehr nur eine gebende Lust, sondern auch eine nehmende. Die Frau weiß nun genau, was sie will, und fühlt sich ganz bereit, die starke männliche Lust zu empfangen (da sie sie jetzt selbst auch verspürt!).</p>
<p>Zugleich werden reife Frauen immer besser mit ihrem Körper vertraut, entwickeln ein stärkeres Leibgefühl, können ihre Emotionen bewusst beherrschen und steuern, und insgesamt sind sie viel offener für körperliche Liebe.</p>
<p>Leider steht diese natürliche, biologische Entwicklung der Frau nicht immer im Einklang mit der sexuell-kulturellen und sozialen Entwicklung der Gesellschaft. In unserer Kultur werden vor allem junge Frauen sexuell gefördert und gefordert. Es hängt hauptsächlich mit dem weit verbreiteten Wunsch der Männer nach einem frischen, jungen und schönen Körper zusammen, der durchaus biologisch (die Zeugung eines gesunden Nachkommens) bedingt ist. Nur hat die Liebe und das Vergnügen am Sexuellen bei der Frau in dieser Altersstufe nicht mehr so viel mit der Zeugung zu tun.</p>
<p>Die reifen Frauen sind aber genauso liebens– und begehrenswert wie die jungen, oder sogar noch viel mehr! Denn sie bringen viel mehr Lebens-, Gefühls– und Körpererfahrung ins Spiel und tauchen in die sexuelle Welt viel tiefer ein, mit einem stärkeren erotischen Gespür, mit viel Herzenergie, manchmal ein wenig ruhiger als die junge Frauen, doch gleichzeitig mit einer großen Leidenschaft und Hingabe. Ja, vor allem diese wachsende <em>Fähigkeit zur Hingabe</em> ist die Eigenschaft, die Frau erst mit den Jahren entwickelt. Unglücklicherweise ist oft kein Mann da, der diese Fähigkeit schätzen und die sich hingebende Frau liebevoll (an)nehmen kann. Der junge Mann sieht sie aufgrund seiner streng-konventionellen Erziehung und seines an traditionellen Archetypen angelehnten Weltbildes kaum als potenzielle Liebespartnerin, und der alte Mann ist in diesen Jahren oft nicht mehr potent genug, um mit so einer lustvollen und leidenschaftlichen Frau zusammen zu sein. Dies scheint für die reife europäische Frau trotz aller stattgefundenen sexuellen Revolutionen eine traurige Entwicklung (oder eher Enttäuschung?) zu sein, die eng mit der Tabuisierung und der komplexen Geschichte der Sexualität in unserer Kultur zusammenhängt.</p>
<p>Es erklärt aber zugleich ganz genau, warum Frauen erst in diesen Jahren die Welt des Tantra für sich entdecken. Tatsächlich: alles, was vorher gesagt wurde, schafft für die reife Frau ideale Voraussetzungen, um mit ca. 45 Jahren mit der tantrischen Praxis zu beginnen. Darum sind in der tantrischen Szene junge Frauen kaum zu finden. Diese Szene bietet aber vor allem den älteren Frauen den idealen Raum, um sich mit ihrem Körper und mit ihrer Sexualität auseinanderzusetzen, um ihre Lust nicht nur zu studieren, sondern <em>in einem achtsamen, bewussten und verantwortungsvollen Rahmen wahr-zu-nehmen und zu er-leben</em>.</p>
<h4>Versuch einer integralen Sicht</h4>
<p>Aus der Sicht des AQAL bedeutet dies zusammengefasst für 4 Quadranten Folgendes:</p>
<p>Im Innerlich-Individuellen verspüren viele Frauen in diesem Alter viel erotische Lust, die im weiten Rahmen der reifen Körperwahrnehmung, der Herz-Energie, des Mitgefühls, der Mutter-Erfahrung und des spirituellen Geistes entsteht. Sie können sich aber nicht wirklich sexuell verwirklichen, bzw. kann sich ihre Lust nicht nach außen in der Fülle entfalten. Diese durchaus krisenähnliche Situation kann sich durch Mangel-, Einsamkeits– oder Kompensationsgefühle und Gefühle des Zukurzgekommenseins verstärken. Wir haben aber gesehen, dass das, was sich als inneres persönliches Problem zeigt, vielmehr eine transpersonale und kulturelle Fehlentwicklung darstellt.</p>
<p>Von der außen-individuellen Perspektive werden diese Frauen daher oft als bedürftig, manisch oder süchtig wahrgenommen. Die erhöhten Oxytozin-Werte werden klischeehaft als Ausdruck der mütterlichen Gefühle interpretiert, die Testosteron-Werte entweder als altersbedingt und »normal« oder sogar als aggressive, gestörte oder homosexuelle Tendenzen.</p>
<p>Im Kollektiv-Inneren findet reife Lust daher keine Anerkennung, denn die immer noch patriarchal-betonte Gesellschaft tut ihr Bestes, um sie zu unterschätzen bzw. zu verdrängen. Mit anderen Worten, es ist die unterdrückte Angst der Männer, sich impotent zu zeigen, die aus dem Schatten in Form einer negativen Bewertung der reifen weiblichen Lust wirkt. Es handelt sich für diese Männer um den Kali-Aspekt der Parvati, vor dem sich viele Herren unserer Zeit, die ihr männliches Schiva-Prinzip wegen einer distanzierten/gestörten Beziehung zur Mutter nicht verwirklichen konnten, fürchten. An dieser Stelle geht die postmoderne psychoanalytische Sicht Hand in Hand mit dem hinduistischen Mythos.</p>
<p>Im kollektiv-äußeren Quadranten kann es uns gelingen, dieses Phänomen als Kultur-Krankheit zu sehen und zu interpretieren, um mögliche Therapiemethoden zu finden. Eine solche Art von Therapie kann die Praxis des sexuellen Tantra darstellen, durch die Männer zu ihrem himmlischen Sein/Erkennen und Frauen zu ihrer irdischen Lust Zugang finden. Dann wird der Mann in der Frau die lustvolle, begehrenswerte und liebenswerte Göttin wiedererkennen. Die Frau kann dann in ihrer reifen Lust nicht nur selbstbewusst ruhen, sondern sie wird auch gesehen, begehrt, angenommen und geliebt.</p>
<h4>Ganzheitliche Tantramassage für Frauen ab 45 als sexuelle Heilungspraxis.</h4>
<p><em>Ganzheitliche Tantramassage für die Frau ab 45</em><strong> </strong>stellt eine perfekte Möglichkeit dar, in die Welt des Tantra einzutauchen und sich darin zu vertiefen. Authentische, zärtliche und feine Tantramassage stiftet <em>Mitgefühl und Angenommensein</em>, reife Frauen fühlen sich darin zutiefst <em>respektiert, gesehen, berührt und ausbalanciert</em>. Integrale Tantramassage hilft auch Kraft und die Quelle des Lebens in der eigenen Lust zu finden und daraus zu schöpfen. Dabei spielt äußere Erscheinung keine Rolle. Vielmehr sind es <em>innere Qualitäten</em>, die ein Tantrika schätzen und zum Vorschein bringen wird: innere Reife, Körper– und Gefühlserfahrung, Vollkommenheit des Geistes und das Herz, die dank Tantramassage zur <em>Bereicherung, Entwicklung, Ekstase und Fülle in der Liebe</em> beitragen.</p>
<p>Die Praxis der liebevollen ganzheitlichen Tantramassage für die Frau ab 45 schafft es in ihren Fülle, gegen den Mainstream zum Licht zu schwimmen um die wunderbare Qualitäten der reifen Frauen zu fördern und die Ganzheit ihrer Erfahrungen vollkommen und bewusst zum Ausdruck zu bringen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2011/09/30/reife-und-eros/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Integrale Beziehungen</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/08/22/integrale-beziehungen/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2011/08/22/integrale-beziehungen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 12:31:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Editors Choice]]></category>
		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Frau-Sein]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>
		<category><![CDATA[Mann-Sein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=2488</guid>
		<description><![CDATA[Der Blick auf den Zustand unserer Liebesbeziehungen durch eine Integrale Brille erlaubt uns zu verstehen, warum fast die Hälfte der erwachsenen US-Bevölkerung heutzutage alleine lebt (in der EU nur etwa 30%, Anm. d. Red.). Es erklärt auch, warum viele Paare Schwierigkeiten in ihren Beziehungen haben, warum zwei Drittel der Scheidungen/Trennungen von Frauen initiiert werden, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2500" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/08/ap4b7af1c9430c7_medium.png" rel="lightbox[2488]"><img class="size-full wp-image-2500" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/08/ap4b7af1c9430c7_medium.png" alt="" width="200" height="113" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: aboutpixel.de / BOOOAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHH © Christian Wöller</p></div>
<p>Der Blick auf den Zustand unserer Liebesbeziehungen durch eine Integrale Brille erlaubt uns zu verstehen, warum fast die Hälfte der erwachsenen US-Bevölkerung heutzutage alleine lebt (in der EU nur etwa 30%, Anm. d. Red.). Es erklärt auch, warum viele Paare Schwierigkeiten in ihren Beziehungen haben, warum zwei Drittel der Scheidungen/Trennungen von Frauen initiiert werden, die lieber Single sein wollen als mit einem Beziehungsdeppen, warum viele Singles keinen neuen Partner finden, und – die guten Nachrichten – welche Entwicklungsebene und Beziehungsvision notwendig ist, damit Männer und Fauen<sup class='footnote'><a href="#fn-2488-1" id='fnref-2488-1'>1</a></sup> in verbindlichen »Integralen« Beziehungen/Ehen eine nachhaltige und friedvolle Zukunft für die Menschheit ko-kreieren können.</p>
<p>Hier ein breiter Überblick über das Modell der Integralen Beziehungen, welches uns es erlauben soll, zukünftige Konversationen in einen grösseren Kontext zu stellen.</p>
<p>Wir beginnen unsere Erkundungen in der Unterscheidung zwischen biologischem Geschlecht, angelernten Geschlechterrollen und femininen/maskulinen Polaritäten von Männern und Frauen. Dies erlaubt uns Ihre grundlegende sexuelle Fantasie zu verstehen, erfolgreiche männliche Schützer und Versorger mit Status und Wohlstand anzulocken, Seine primäre Fantasie, der Anziehung einer physisch attraktiven und gesunden Frau, die ihn in seiner Berufung unterstützt (oder diese mit ihm teilt), sowie das Verständnis Ihrer primären emotionalen Reaktion auf Beziehungskonflikte mit Angst und seiner mit Scham. Diese Differenzierung bietet auch einen Hinweis auf die sozialen Erwartungen und Kompatibilität eines Paares, und wie sie die entgegengesetzte feminine und maskuline Polung von Agenz, Kommunion, aufsteigend (Eros) und absteigend (Agape) in ihrer gesunden Form balancieren und harmonisieren können, um sexuelle Anziehung und Synergie generieren zu können.</p>
<p>Als nächstes berücksichtigt das Modell der Integralen Beziehungen mehrere Intelligenzen, Kompetenzen, Werte, Interessen, Leidenschaften und emotionale Bedürfnisse (Entwicklungslinien) die zwischen Paaren kompatibel sein müssen um eine tiefere Herzens– und Seelenverbindung zu entwickeln, und ihre Beziehung gedeihen zu lassen.</p>
<p>Für ein integrales Verständnis von Beziehungsdynamiken zwischen Männern und Frauen sind ihre individuelle Entwicklung in vier Linien entscheidend:</p>
<ol>
<li>Bewusstsein (acht Ebenen von archaisch bis transpersonal),</li>
<li>Spirituell (fünf Ebenen von grobstofflich bis non-dual),</li>
<li>Sexuell (fünf Ebenen von unterdrückt bis transzendent),</li>
<li>Sein Anima-Komplex (fünf Ebenen von der Frau als Mutter zu gleichwertige Partner) und ihr Animus-Komplex (fünf Ebenen von Männer als fremde Aussenstehende zu gleichwertige Partner).</li>
</ol>
<p>Das Verständnis der Entwicklungsebene jedes Partners in diesen vier Linien ist vorrangig für deren Fähigkeit sich als Gegenüber und gleichwertig zu begegnen.</p>
<p>Weiters müssen wir uns den verschiedenen Zuständen/Phasen bewusst sein, die romantische partnerschaftliche Beziehungen typischerweise durchlaufen (Lust, Verliebtheit, Romanze, Konflikt, Unsicherheit, Vereinbarung, Verbindlichkeit und Wiederverpflichtung). Dies zu wissen erlaubt uns cool zu bleiben, wenn die diversen Liebeshormone, die unsere Fähigkeit zur rationalen Partnerwahl beeinträchtigen, einschiessen und uns die Arbeit in schwierigen Zeiten noch schwieriger machen. Wir beachten auch Persönlichkeitstypen, die uns einerseits helfen Verhaltensmuster zu verstehen und andererseits unsere primäre und sekundäre Art und Weise wie wir Liebe geben und nehmen – entweder durch Wörter, Zeit, Geschenke, Service oder Berührung.</p>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/08/integralrelationships_quadrants.png" target="_blank" rel="lightbox[2488]"><img class="alignright size-full wp-image-2489" style="margin-left: 10px;" title="Quadranten der Integralen Beziehung" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/08/integralrelationships_quadrants.png" alt="" width="200" /></a>Sind wir uns einmal dieser Bausteine des Integralen Beziehungsmodells gewahr, können wir diese integrieren, indem wir Ken Wilber’s Einsicht verwenden, dass jeder Mensch einen inneren Verstand (1) und einen äusseren Körper (2) hat, und gleichzeitig ganz als ein Individuum ist (3) als auch ein Teil eines grösseren Kollektives (4). Diese vier Dimensionen können als vier Quadranten gezeigt werden, als das individuelle »Ich« oben links, dem individuellen »Es« oben rechts, und deren kollektive Erweiterung/Verbindung in den betreffenden unteren Quadranten.</p>
<p><img class="size-full wp-image-2490 alignright" style="margin-left: 10px;" title="8 Formen von Liebe" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/08/integralrelationships_8forms_of_love.png" alt="" width="300" /></p>
<p>Wenn wir realisieren, dass Beziehungen immer durch die unteren kollektiven Quadranten geformt werden, erlaubt uns das acht Formen von Liebe zu identifizieren (Nicht-Liebe, Freundschaft, Verliebtheit, Hingabe, romantische Liebe, vernarrte Liebe, kameradschaftliche Liebe, und Integrale Liebe) die Liebende fühlen können und in Art und Grad ko-kreieren, wenn eine Resonanz in ihrem (UL) kollektiv Inneren (was Intimität hervorbringt), (UR) kollektiv Äusseren (was Leidenschaft erzeugt) und/oder unbewussten Dimensionen (die verschiedene Formen von Abhängigkeit generieren, von Ko-Abhängigkeit zur wechselseitigen Verbundenheit allen Seins) erfahren wird.</p>
<p>Da die Landkarte nie das eigentliche Territorium ist – was wir speziell in Erinnerung halten sollten, wenn es zur romantischen Liebe kommt – empfiehlt das Integrale Beziehungsmodell rücksichtsvolle und mitfühlende Beobachtungen, Dialoge und Erfahrungen um die Entwicklungsebene des Bewusstseins, der Spiritualität, Sexualität und des Anima/Animus-Komplex jedes Partners zu bestimmen, wenn man sich dieser innigsten und verletzbaren Form von menschlicher Verbindung verpflichtet. Die Kombination dieser Einsichten und Erfahrungen mit der Anzahl der Perspektiven (1., 2., 3. 4. Person usw.) die jeder Partner einnehmen kann, erlaubt uns dies ihre individuelle kosmische Adresse zu definieren, welche Hinweise bietet auf Typ, Qualität und Nachhaltigkeit der Liebesbeziehung, die wir höchstwahrscheinlich entwickeln können. Die Liebenden können dann entscheiden ihre derzeitige Beziehung zu verbessern (wenn beide Partner willens und fähig dazu sind) oder sie mit Mitgefühl zu beenden, um einen integralen Ansatz zu entwickeln einen kompatibleren Partner zu finden/anzuziehen.</p>
<p><em>Übersetzung von <a href="http://www.openmindjournal.com/redaktion/">Heinz Robert</a>.</em></p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-2488-1'>Diese Aussage beabsichtigt nicht die Diskriminierung von Schwulen und Lesben. Deren Welt ist dem Autor nur nicht bekannt. Die meisten Prinzipien, die hier aufgezeigt werden können für deren Beziehungen genauso zutreffen. <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2488-1">↩</a></span></li>
</ol>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2011/08/22/integrale-beziehungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>40 Jahre Frauenstimmrecht in der Schweiz</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/06/07/40-jahre-frauenstimmrecht-in-der-schweiz/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2011/06/07/40-jahre-frauenstimmrecht-in-der-schweiz/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 20:26:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Frau-Sein]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>
		<category><![CDATA[Mann-Sein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=2002</guid>
		<description><![CDATA[Anlass für Gedanken zur Mann-Frau-Thematik aus integraler Sicht Eine der fünf Säulen der integralen Landkarte von Ken Wilber sind Typologien. Damit meint er Aspekte, die sich praktisch auf jeder Entwicklungsstufe und in jedem Zustand zeigen können. Es sind horizontale, nicht-hierarchische Aspekte des Bewusstseins. Bedeutungsvoll dabei ist, dass typologische Veränderungen keine Transformation darstellen; denn Transformation ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Anlass für Gedanken zur Mann-Frau-Thematik aus integraler Sicht</h2>
<div id="attachment_2004" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/06/ap4ad7724ca691f_small.jpg" rel="lightbox[2002]"><img class="size-thumbnail wp-image-2004" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/06/ap4ad7724ca691f_small-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: aboutpixel.de / Wählerisch 1 © Simon Ledermann</p></div>
<p>Eine der fünf Säulen der integralen Landkarte von Ken Wilber sind Typologien. Damit meint er Aspekte, die sich praktisch auf jeder Entwicklungsstufe und in jedem Zustand zeigen können. Es sind horizontale, nicht-hierarchische Aspekte des Bewusstseins. Bedeutungsvoll dabei ist, dass typologische Veränderungen keine Transformation darstellen; denn Transformation ist eine Veränderung hin zu etwas, das es vorher so noch nicht gab. Beispiele von Typologien sind die 4 Temperamente, die 9 Gesichter der Seele des Enneagramm, die 12 Tierkreiszeichen – oder der meist genannte Aspekt – das Geschlecht männlich-weiblich.</p>
<p>In der Schweiz ist das Frauenstimmrecht auf nationaler Ebene gerade 40 Jahre alt. Am 7. Februar 1971 wurde es eingeführt; der heutige Tag, der 6. Juni, ist der Jahrestag der ersten eidgenössischen Abstimmung mit Beteiligung der Frauen. Und – wer hätte die Voraussage gewagt – 2011 besteht die Mehrheit des Bundesrates aus Frauen!</p>
<p>Zweifelsfrei ist das ein riesiger Fortschritt, und er wurde nur möglich dank einem jahrelangen beharrlichen Kampf mutiger Frauen. Wir Männer hätten diesen Schritt von uns aus nicht gemacht, obwohl er längst fällig war. Und nun, da er (nach und nach) vollzogen wird, sind wir gefordert, unsere männliche Rolle neu zu finden.</p>
<p>Doch da ist etwas, was zumeist nicht oder zu wenig bedacht wird: die Differenzierung zwischen einem weiblichen/männlichen Körper und weiblichen/männlichen Qualitäten. Wer hier genauer hinschaut wird feststellen, dass der gesellschaftliche Fortschritt im Wesentlichen auf Veränderungen beruht, die (noch) nicht Ausdruck einer Transformation hin zu einer nächsten Entwicklungsstufe sind. Vielleicht steckt eine Taktik dahinter oder einfach ein gesellschaftlicher Druck, doch nicht ein inneres verändertes Bewusstsein. Wohl sind heute mehr Menschen mit weiblichem Körper in Domänen vorgedrungen, die vormals Männer besetzt hielten, doch das Gleichgewicht weiblich-männlicher Qualitäten hinkt hinten nach. Was viel damit zu tun hat, dass eine Frau ohne das Überbetonen ihrer Yang-Seite noch immer schlechte Chancen hat, in hohe gesellschaftliche Positionen (Wirtschaft, Forschung, Politik) aufzusteigen. Und doch ist genau das notwendig: Frauen, die – ohne ihre männliche Seite zu verleugnen – sicher und bestimmt ihre weiblichen Qualitäten in Führungspositionen hinein tragen. Wo das authentisch geschieht, unterstützt es zudem die Männer darin, ihrer eigenen weiblichen Seite mehr Raum zu geben und trotzdem (oder gerade deshalb) „ganze Männer“ zu sein.</p>
<p>Es kann keine Entwicklungsstufe übersprungen werden. Die Postmoderne mit ihrer kämpferischen Seite für die Rechte der Frauen als Reaktion auf die patriarchalische Tradition und die männerdominierte Moderne muss sein und musste sein. Frauen, die sich abschotten und von Männern nichts mehr wissen wollen; Männergruppen schliesslich, die Ähnliches tun. Es ist eine ganz wichtige Zeit der Selbstfindung als Frau, als Mann; als Frauen, als Männer. Und es ist die Zeit, das Weibliche und Männliche in sich selber ins Gleichgewicht zu bringen.</p>
<p>Dann, und erst dann, wird schliesslich eine Transformation möglich, welche die Geschlechterfrage aus einer gänzlich neuen Perspektive angeht: die integrale Sichtweise, der die Verbundenheit von Allem mit Allem zugrunde liegt; die auf Kooperation basiert und nicht auf Konkurrenzierung; die aus innerem Antrieb Respekt und Wertschätzung empfindet für das eigene und das andere Geschlecht.</p>
<p>Aus integraler Sicht, so meine ich, sehen wir einander nicht mehr in erster Linie als Frauen und Männer, sondern als Menschen: Unterschiedliche Menschen, zusammen unterwegs, aufeinander angewiesen, Teil der Natur, ausgerichtet auf das Wohl des Ganzen.</p>
<p>Zwei Menschen, die ich kenne und schätze und die zum Thema Mann-Frau wunderbare Arbeit leisten, sind Cordula Maers-Frei und Sebastian Gronbach. (<a href="http://www.openmindjournal.com/2011/04/11/erwachen-als-mann-und-frau/">Erwachen als Mann und Frau</a>, Anm. d. Redaktion)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2011/06/07/40-jahre-frauenstimmrecht-in-der-schweiz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Liebe jenseits der Emotionen</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/05/12/liebe-jenseits-der-emotionen/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2011/05/12/liebe-jenseits-der-emotionen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 May 2011 10:13:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Frau-Sein]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=1658</guid>
		<description><![CDATA[Über das Wesen der Liebe in der Sexualität Foto: aboutpixel.de / Mit Herz (variante) © Jonathan Willmann Für die meisten von uns gehören Liebe und Sexualität unweigerlich zu einer Einheit. Für manchen wäre deshalb Sexualität ohne Liebe ein undenkbarer Bruch eines heiligen Mythos. Andere sehen gerade in ihrer deutlichen Unterscheidung einen Weg, die reale Entmenschlichung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Über das Wesen der Liebe in der Sexualität</h2>
<p class="alignright bildhinweis" style="width: 200px;"><img class="size-medium wp-image-1661" style="margin-left: 10px;"  title="aboutpixel.de / Mit Herz (variante) © Jonathan Willmann" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/05/ap4b50cedca51c5_small-300x199.jpg" alt="" width="200" /><br />Foto: <a href="http://www.aboutpixel.de" rel="nofollow external">aboutpixel.de</a> / Mit Herz (variante) © Jonathan Willmann</p>
<p>Für die meisten von uns gehören Liebe und Sexualität unweigerlich zu einer Einheit. Für manchen wäre deshalb Sexualität ohne Liebe ein undenkbarer Bruch eines heiligen Mythos. Andere sehen gerade in ihrer deutlichen Unterscheidung einen Weg, die reale Entmenschlichung in vielen Beziehungen zu heilen. Was aber wäre eine „von Liebe“ geführte Sexualität in individueller Freiheit und wie unterscheidet sie sich von einer emotional getriebenen Sache, die zwar im Sog der Gefühle verbindlich sein kann, aber das andere Wesen in seiner ursprünglichen Geschlechtlichkeit gar nicht zu berühren vermag?</p>
<p>Wann – und wie – erhebt sich die durch die individuelle Person gebundene – und oft auch bereicherte – sexuelle Beziehung zu einer Möglichkeit, nicht nur Liebe zu empfangen und zu schenken, sondern vielmehr Liebe in diesem Augenblick – jetzt – neu zu erschaffen? Ganz unerwartet berührt zu werden und an ein Ufer gespült zu werden, welches grundlegend von der Begegnung zwischen Ich und Du geprägt – aber auch ganz frei davon für das jeweilige Individuum bestehend bleibt, sodass ein höheres, gemeinsames Wir einziehen möge und die trennende Schranke zwischen Objekt und Subjekt letztendlich zusammenschmilzt? Dass in einem Liebesakt, der das Geistige empfängt und gleichzeitig die Körperlichkeit umwandelt, indem „unsere physischen Organe zu Werkzeugen feinstofflicher Antennen werden“, wie es Jaques Lusseyran formuliert hat?</p>
<p><strong>Ein Weg zu den Quellen</strong><br />
Sexualität kann dazu der mächtigste Katalysator überhaupt sein. Wenn alle Vorstellungen und Ideen, die ich mir bisher über die sexuelle Liebe gemacht habe, plötzlich in sich zusammenfallen, wenn ich mich willentlich dazu entscheide, „mir kein Bild zu machen“, dann nähern wir uns einer andächtigen Empfindung.</p>
<p>Kein Bild von meinem geliebten Partner, nicht von mir selbst? Was würde dann stattdessen in uns in Erscheinung treten? Wir würden zurückkehren an den Ort der noch nicht manifestierten, geistigen Antriebsquelle, dort wo Sexualität noch formlose Energie ist, in einem unschuldig-reinen und vielleicht schlafenden Zustand. Stellen wir uns diese geistige Ursprungskraft in uns vor: Kein Wille, kein Begehren, kein Wünschen, kein Leid hat diesen Ort je berührt. Aus männlicher Sicht wird diese Quelle vielleicht anders wahrgenommen als aus weiblicher – und nur ganz leise mag ein erster Impuls spürbar werden, der zu einer Handlungsintention führen könnte.</p>
<p>Verweilen wir noch eine Weile zunächst ohne Handlungsidee an diesem Ort und beobachten wir, wie sich diese ursprüngliche Idee von selbst manifestieren würde, wenn wir unser eigenes Fühlen und Wollen zurücknähmen.</p>
<p>Finde ich an diesem Ort eine eher empfangende oder eher eine zielgerichtete Haltung? Öffnet sich dadurch mein leibliches Befinden, ist es eine saugende, eine durchdringende oder eine eher Halt spendende Ausrichtung? Kann ich mich einer Ahnung davon nähern, ohne dass mein Denken meine Wahrnehmung sogleich auf Begrifflichkeiten reduziert, kann ich das wesenhafte Urgesicht meiner eigenen geschlechtsgebundenen (aber auch kollektiv verankerten) Sexualität bis hin zur geistigen Urquelle fühlen?</p>
<p>An dieser Stelle können sich für das Weibliche oft Urbilder zeigen, die uns selbst überraschen. Das, was ich in meiner geformten Sexualität als Impuls möglicherweise in mir gespürt hatte und sogleich als irrationalen Wunsch oder Gedanken verdränge, kann sinnhaft werden: die Empfindung totaler Hingabe und Öffnung zum Beispiel, oder ein heilender empfangender Impuls, der das Männliche in sich hineinzieht. Für das Männliche könnte ein plötzlich auftretendes Gefühl von Leere oder des Sterbens im Vollzug des physischen Liebesaktes während dieser Meditation dem Bild einer großen, ewigen Ruhe weichen. Ein transpersonaler Raum mag erfahrbar werden, der jenseits der persönlichen Gefühle weniger bedrohlich, dafür stärkend und in Bezug zum Liebespartner – meinem Du – als sinnspendend fühlbar wird.</p>
<p>Mit meiner Aufmerksamkeit bin ich jetzt aber noch lange nicht bei meinem Partner, ich verweile stattdessen in einer eher freilassenden Ahnung von dem, was sich durch sein bzw. ihr ursprüngliches Gesicht berühren möchte. Ich habe noch gar nicht begonnen, über Liebe, über meine Emotionen für ihn oder für sie nachzudenken, ich verspüre für einen Augenblick weder Last noch Trost von Gewohnheit. Stattdessen kann ich in meinem eigenen Befinden wahrnehmen, welche Auswirkung das stille Sein in mir selbst mit dem Ursprung der Sexualkraft mit sich bringt.</p>
<p><strong>Liebe jenseits der Emotionen</strong><br />
Dies zu fühlen, ist der erste und letzte Schritt zu einer Sexualität, die damit aufhört, sich – was zunächst paradox klingen mag – durch Emotionen so zu begrenzen, dass Liebe kein Gehör mehr findet. Denn was ist die Emotion im herkömmlichen Liebesakt, zwischen zwei Menschen? Wir haben uns daran gewöhnt, Emotion als Faktor der Anziehung und als Eingangstür zur Sexualität zu gebrauchen; Emotionen aller Nuancen, seien sie noch so nobler Absicht oder einfach nur in reinem Begehren begründet.</p>
<p>Unser Fühlen, Wollen und Denken baut sich ein Konstrukt, das Sexualität verlässlich und wiederholbar machen soll. Das Fühlen schafft Verbundenheit, Sicherheit, Trost und Wärme, also Faktoren, die durch unsere Denkprozesse laufend mit neuen Assoziationen gefüttert werden. Wir denken so viel an Sex und auch während der Sexualität begleitet dieses Denken oft jeden nächsten Schritt. Der maskuline Gedanke über Sexualität ist dabei vermutlich anders ausgeprägt als der feminine; bei vielen Frauen ist es oft eher untergründig, wie viele Augenblicke an einem Tag sie damit verbringen, sich entweder von Sexualität abzugrenzen, sich ihr zu entziehen oder aber ganz im Gegenteil sie durch unbewusste Signale einzuladen. Was aber hat dies alles mit Liebe zu tun? Nochmals die Anfangsfrage: Wo lässt sich das Wesen der Liebe in der Sexualität finden? Und: Was ist das Wesen der Sexualität, wo möchte es mich hinführen als zutiefst menschlich impulsierende Kraft? Wozu ist sie uns gegeben, zusätzlich zum physisch gebundenen, leiblichen Zeugungs– und Begegnungsraum?</p>
<p>Darüber können wir etwas erfahren, wenn wir uns darin üben, uns dem reinen Ursprungsimpuls einer sexuellen Grundenergie so gegenüberzustellen, dass anstelle des Nachdenkens darüber eine Präsenz und Wachheit über das Geschehen tritt. Was geschähe, wenn ich mit diesem Impuls vorerst keinerlei Handlung anstreben würde, außer der, dieser Kraft rein inne zu sein? Plötzlich sehe ich diese Kraft in ihrem wesenhaften Zustand, verstehe die Ängste und Verspannungen, die sich bis in meinen physischen Leib hineingewoben haben, verstehe meine Gier, meine Sucht nach dem Sexuellen bis hin zu pathologischen Tendenzen, sehe alles, wovor ich mein Leben lang die Augen schließen wollte, indem ich die Sexualität als solche in mein kleines persönliches Gefängnis hineinsteckte, in dem alles sicher, geborgen und nicht zuletzt auch gewohntheitsgeprägt vertraut war. Ich habe, so kann mir klarwerden, bisher aus einer großen Urkraft etwas für mein kleines Selbst isoliert und halte verzweifelt daran fest, bis ich nach dem nächsten Liebesakt, dem nächsten Höhepunkt wieder den kurzen Moment des Sterbens gefühlt habe und weiß, dass ich nicht wirklich, nicht ganz dort gewesen bin, wo ich eigentlich hatte sein wollen; ich habe nicht alles gegeben und nicht alles empfangen, denn „Ich“, mein wahres Selbst, hat vielleicht noch gar nicht begonnen, an dem Akt der Liebe teilzunehmen. Sobald ich das fühle, regt sich wieder mein Gedanke und will es wieder und wieder suchen; aber, was will „Es“ suchen?</p>
<p><strong>Offen bei Tageslicht</strong><br />
Der spirituelle Lehrer Barry Long gibt uns einige Impulse, wie in die Sexualität wieder Liebe einziehen kann. Dazu gehört erstaunlicherweise die Übung, sich ohne Emotion oder Phantasie körperlich zu lieben. Mit geöffneten Augen und bei Tageslicht, oft und ohne Ausreden. Allein diese Anweisung kann uns in größte Bedrängnis stürzen. Aber es wird noch anspruchsvoller: Die Liebespartner sollen dabei in einer beständigen Kommunikation bleiben und sich so genau wie möglich mitteilen, was ihre Körper empfinden. Dabei sollte keiner der beiden unabhängig vom andern handeln – jede neue Regung und jeder Impuls will gemeinsam beobachtet und mitbegleitet werden.</p>
<p>Er fordert uns dazu auf, Mut in die Sexualität zu bringen. Insbesondere den Frauen empfiehlt er: Wende Dich nicht nach außen – lass die Angst Dich nicht verhärten. „Verliebe“ Dich nicht – denn dann ziehen Dich Phantasie und Emotion in ihren Bann. Barry Long lädt zu einer völlig unkonventionellen und auch schockierenden Art von Sexualität ein, die aber zum Ziel hat, die Liebe selbst in den Liebesakt zurückzuführen.</p>
<p>Gerade hier könnte man ihn am allermeisten missverstehen, weil er die Emotion aus der Sexualität verweist und sie stattdessen als Grund und Ursprung alles Leides, aller Verletzung und Enttäuschung betrachtet, die zwei sich liebende Menschen bereiten können.</p>
<p><strong>Umformung des Astralischen</strong><br />
Für den aufmerksamen anthroposophischen Leser kann an dieser Stelle eine Frage auftauchen. Wenn wir die Emotion introsprektiv wahrnehmen, ist damit keine kalte Art eines technischen Liebesaktes gemeint, sondern eher die Einladung an unser Ich bezeugend in unser physisches Handeln einzutreten. Wenn dieses Ich anstelle leibgebundener Emotionen den Raum erhält, sich dort hineinzuweben, beginnen feinstofflich ätherische Prozesse das Astralische in uns umzuformen. Wir formen das Männliche bzw. Weibliche somit in dieser Art der Liebes-Begegnung frei in eine neues, noch unbekanntes Wir-Empfinden um, vielleicht auch in ein allgemein menschliches.</p>
<p>Wenn wir das Wesenhafte der Sexualität in uns spüren konnten und erkennen, was dieser Impuls in seiner ursprünglichen Form an uns heranträgt, wird eine Reinheit offenbar, in der Körper und Geist wie von selbst beginnen sich zu erinnern. Sexualität wird dann, merkwürdigerweise: leibfrei. Liebe beginnt in unsere Körper einzuziehen und das Selbst stirbt, einmal mehr, in seiner Ansammlung von Vorstellungen und Anhaftungen. Werden wir dadurch zügellos, ekstatisch, unkontrolliert? Es mag sein, dass die Liebe selbst sich zuweilen wie eine Urgewalt durch die fleischlichen Körper pflügt, so wie Jaques Lusseyran es in seinem Buch <em>Bekenntnis einer Liebe</em> so schön beschreibt:</p>
<p>„Liebe ist ein strömendes Durchqueren. Alles, was sie am Strömen hindert, ist ein Vergehen; und es gibt viele Möglichkeiten sie zu hindern. Eine davon ist Abstinenz, manchmal auch Reinheit genannt. Von welcher Unreinheit, vor welcher Befleckung möchte man sich schützen? Eine andere Möglichkeit ist zu lieben, wie man seinen Hunger stillt, nach dem essen gibt es nichts mehr zu essen. Oder es genügt, nach kaum vollzogener Liebe fortzugehen und die Tür hinter sich zuzuschlagen. Es ist jedes Mal eine Fahnenflucht. Liebe ist ein Durchqueren, eine Reise. Wir sind so geschaffen, dass uns alle Blumen und alle Steine auf dem Weg bis ins Innerste bewegen können. Wir sind geschaffen, um uns lieben zu lassen, wenn wir lieben. Nicht die Frau liebt den Mann oder der Mann die Frau – wenigstens nicht ausschließlich: Sie werden beide geliebt.“</p>
<p>Und es ist auch – Gebet: „Wo ist es, wo bleibt das Gebet bei alledem“, so fragt Lusseyran, „und wo ist die Liebe? Nach der Liebe denken wir nicht mehr an die Liebe. So einfach ist das. Wir denken an ihre Konsequenzen und noch öfter an das normale Leben, das wieder sein Recht einfordert; an das Leben ohne Liebe.“</p>
<p>Wenn uns Emotion, verselbstständigte Gedanken und zielgerichteter Wille an dem Durchströmt-Werden aus höherer Kraft hindern, dann müssen wir durch innere Beobachtung herausfinden, wie diese Kräfte in uns wirksam sind. Der höhere Wille dies zu tun, kann uns nur durch die Hoffnung zuteil werden, dass eine Liebe, die größer ist als „meine Liebe“ es wert ist, sich auf den Weg zu machen.</p>
<p><em>Literatur:</em><br />
J. Lusseyran, Bekenntnis einer Liebe, Verlag Freies Geistesleben<br />
Barry Long: Sexuelle Liebe auf göttliche Weise, MB-Verlag</p>
<p>Dieser Artikel erschien im Original im Magazin Info3 <a href="http://www.info3.de/c5-style/index.php/magazin/info3/archiv/2010/maerz/ueber-das-wesen-der-liebe-in-der-sexualitaet/" target="_blank" rel="external nofollow">Ausgabe März 2010</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2011/05/12/liebe-jenseits-der-emotionen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	
	<div style="display: none;" id="wikipopFrame"><iframe id="theFrame" style="border: none;" name="theFrame" width="340" height="400" src=""></iframe></div>

</channel>
</rss>

