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	<title>OpenMindJournal &#187; Elternschaft</title>
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	<description>Das Online-Journal für Bewusstsein, Lebenspraxis und Change</description>
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		<title>Muttermilch stärkt Abwehr besser als jede Kopie</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/05/06/muttermilch-starkt-abwehr-besser-als-jede-kopie/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 19:25:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Optimales Immunsystem durch breitere Palette von Mikroben im Darm Dortmund/Texas (pte) — Noch eine Studie belegt die positiven Effekte des Stillens von Säuglingen. Forscher der Texas A&#38;M University können zeigen, dass Muttermilch einen äußerst positiven Effekt auf die Darmflora hat. Das widerum wirkt sich auf die Stärkung des Immunsystems aus. Bei gestillten Babys besiedeln bestimmte Mikroben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Optimales Immunsystem durch breitere Palette von Mikroben im Darm</h2>
<div id="attachment_4856" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/213071_web_R_by_Rolf-van-Melis_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4854]"><img class=" wp-image-4856 " title="Gestilltes Baby: bleibt nachhaltig gesund" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/213071_web_R_by_Rolf-van-Melis_pixelio.de_-300x219.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Rolf van Melis / pixelio.de</p></div>
<p>Dortmund/Texas (pte) — Noch eine Studie belegt die positiven Effekte des Stillens von Säuglingen. Forscher der <a href="http://tamu.edu" target="_blank" rel="external nofollow">Texas A&amp;M University</a> können zeigen, dass Muttermilch einen äußerst positiven Effekt auf die Darmflora hat. Das widerum wirkt sich auf die Stärkung des Immunsystems aus. Bei gestillten Babys besiedeln bestimmte Mikroben den Darm. Diese Besiedlung der Mikroben findet bei Flaschensäuglingen nicht statt. Das Immunsystem und die Abwehr gegen Krankheitserreger funktionieren bei Säuglingen besser, die mit Muttermilch versorgt werden.</p>
<h4>Stillen zahlt sich aus</h4>
<p>Die Forscher fanden zudem heraus, dass auch die Darmregulierung während der Verdauung bei Kindern besser ausgebildet ist, die gestillt wurden. Jene hingegen, die ausschließlich mit der Flasche ernährt wurden, haben diesen Vorteil nicht. Die Forscher verglichen für ihrer Studie drei Monate alte Säuglinge. Eine Gruppe wurde komplett gestillt und ausschließlich mit Muttermilch ernährt. Die andere wurde gar nicht gestillt. Ergebnis: Die Gestillten erhalten über die Muttermilch eine breitere Palette von Mikroben im Darm als die Gruppe der Ungestillten.</p>
<p>Robert Chapkin, Studienleiter der Texas A&amp;M University, erklärt: »Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Muttermilch die positive Verknüpfung zwischen dem Immunsystem und der Mikroben-Population im Darm fördert. Damit erhält Muttermilch die Darm-Stabilität.« Die Ersatzprodukte zur echten Muttermilch können nicht dasselbe leisten.</p>
<h4>Vorteile überwiegen</h4>
<p>»Muttermilch hat zusammengenommen so viele Vorteile. Diese gesamte Mischung und das Einandergreifen der Einzelelemente kann man nicht nachmachen«, sagt Mathilde Kersting vom <a href="http://fke-do.de" target="_blank" rel="external nofollow">Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund</a> gegenüber pressetext. »Viele Fachleute weltweit empfehlen das ausschließliche Stillen in den ersten vier bis sechs Monaten«, erklärt Kersting.</p>
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		<title>Intelligenz hängt vom Essverhalten ab</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/03/26/intelligenz-hangt-vom-essverhalten-ab/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 12:59:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kinder sind klüger, wenn sie als Säuglinge nach Bedarf gefüttert werden Essex/Krefeld (pte) — Säuglinge, die nach Bedarf gefüttert werden, sind später besser in ihren schulischen Leistungen als jene, die nach einem Zeitplan ernährt werden. Das haben Forscher vom Institut für Sozial– und Wirtschaftsforschung (ISER) an der University of Essex zusammen mit ihren Kollegen von der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Kinder sind klüger, wenn sie als Säuglinge nach Bedarf gefüttert werden</h2>
<div id="attachment_4692" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/564889_web_R_by_Helene-Souza_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4689]"><img class=" wp-image-4692 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/564889_web_R_by_Helene-Souza_pixelio.de_-300x228.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Kleinkind: Selbstbestimmtes Essen macht klug (Foto: pixelio.de, Helene Souza)</p></div>
<p>Essex/Krefeld (pte) — Säuglinge, die nach Bedarf gefüttert werden, sind später besser in ihren schulischen Leistungen als jene, die nach einem Zeitplan ernährt werden. Das haben Forscher vom Institut für Sozial– und Wirtschaftsforschung (ISER) an der <a href="http://iser.essex.ac.uk" target="_blank" rel="external nofollow">University of Essex</a> zusammen mit ihren Kollegen von der <a href="http://ox.ac.uk" target="_blank" rel="external nofollow">University of Oxford</a> herausgefunden. Ungewöhnlich sei das nicht, wie Doris Steinkamp, Präsidentin vom deutschen <a href="http://vdd.de" target="_blank" rel="external nofollow">Bundesverband der Diätassistenten</a>, gegenüber pressetext feststellt.</p>
<h4>Viele offene Fragen</h4>
<p>»Kinder können vielleicht eine höhere Intelligenz entwickeln, wenn man ihnen eine Entscheidungskompetenz überlässt«, sagt Steinkamp. Die britischen Forscher sind sich jedoch nicht sicher, ob sich ein solcher Zusammenhang konkretisieren lässt. »Wir können nicht definitiv sagen, warum diese Intelligenzunterschiede auftreten, obwohl wir eine Reihe von Hypothesen haben«, sagt Maria Iacovou, Studienleiterin vom ISER.</p>
<p>Selbst wenn das Bildungsniveau der Eltern, das Familieneinkommen und Erziehungsmethoden berücksichtigt werden, kommen die Forscher auf den Unterschied in den Intelligenztests mit Schulkindern. »Der IQ-Unterschied der Kinder tritt sowohl bei gestillten Babys als auch bei Babys aus, die mit der Flasche ernährt wurden. Wichtig ist nur, ob sie nach Bedarf oder nach einem Zeitplan gefüttert wurden«, so Iacovou.</p>
<h4>»Flaschenkinder« im Nachteil</h4>
<p>Die Untersuchung befasste sich mit drei Arten von Mutter-Kind-Konstellationen: Jene, die das Baby nach einem Zeitplan füttern, außerdem Mütter, die das versucht haben, was ihnen aber nicht gelungen ist sowie Mütter, die nach Bedarf fütterten. »Dies ist die erste Studie dieser Art«, sagt Iacovou. Andere Forscher haben den Zusammenhang zwischen gestillten Säuglingen und einer höheren Intelligenz im Gegensatz zu »Flaschenkindern« bewiesen.</p>
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		<title>Liebevolle Erziehung lässt Gehirn wachsen</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/02/02/liebevolle-erziehung-lasst-gehirn-wachsen/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 12:08:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lernzentrum bei feinfühligen Eltern um ein Zehntel größer St. Louis/Magdeburg (pte) — Wer sein Kind mit viel Hingabe umsorgt, fördert damit dessen Hirnreifung. Um ganze zehn Prozent größer ist das Lern– und Gedächtniszentrum im Gehirn bei Schulkindern, deren Mütter in frühen Jahren besonders feinfühligen Umgang gezeigt haben. Das berichten Forscher der Washington University School of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Lernzentrum bei feinfühligen Eltern um ein Zehntel größer</h2>
<div id="attachment_4431" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/449588_web_R_by_Rolf-van-Melis_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4429]"><img class=" wp-image-4431 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/449588_web_R_by_Rolf-van-Melis_pixelio.de_-300x199.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Kind mit Mutter: Feinfühlige Erziehung macht schlau (Foto: pixelio.de/RolfvanMelis)</p></div>
<p>St. Louis/Magdeburg (pte) — Wer sein Kind mit viel Hingabe umsorgt, fördert damit dessen Hirnreifung. Um ganze zehn Prozent größer ist das Lern– und Gedächtniszentrum im Gehirn bei Schulkindern, deren Mütter in frühen Jahren besonders feinfühligen Umgang gezeigt haben. Das berichten Forscher der Washington University <a href="http://medschool.wustl.edu" target="_blank" rel="external nofollow">School of Medicine</a> in der Zeitschrift »Proceedings of the National Academy of Sciences«.</p>
<h4>Eltern steuern Entwicklung</h4>
<p>Untersucht wurden 92 Kinder im Vorschulalter, denen man eine stressauslösende Aufgabe stellte: Sie sollten darauf warten, ein ersehntes Geschenk zu öffnen, wobei sie von einem Elternteil — meist die Mutter — unterstützt wurden. Die Szene wurde gefilmt und von unbeteiligten Experten analysiert. Jahre später, im Grundschulalter, erstellte man Gehirnscans der Kinder. Das Ergebnis: Kinder mit feinfühligen Müttern hatten einen um zehn Prozent größeren Hippocampus als Altersgenossen, deren Mütter wenig auf sie eingegangen waren.</p>
<p>Die Studienautorin Joan L. Luby sieht darin den »ersten Nachweis beim Menschen, dass Mutterliebe die kindliche Gehirnstruktur tatsächlich verändert«. Eine bessere Schulleistung habe man schon zuvor festgestellt. »Auch von Tieren, deren Elternverhalten man ja über längere Zeiträume beobachten kann, kennt man den Zusammenhang«, erklärt der Magdeburger Biologe <a href="http://www.uni-magdeburg.de" target="_blank" rel="external nofollow">Jörg Bock</a> im pressetext-Interview. So haben auch Rattenkinder, die von den Müttern besonders lange geleckt wurden, einen größeren Hippocampus.</p>
<h4>Lernen und Stressregulierung</h4>
<p>Der Hippocampus ist Teil des limbischen Systems des Gehirns, das bei Emotionen und der Lernleistung eine wichtige Rolle spielt. »Bei jedem neuen Dazulernen ist diese Region beteiligt. Ist er vergrößert, dürfte dies die Lernleistung verbessern«, erklärt Bock. Erklärbar sei das Wachstum vor allem dadurch, dass die Zuwendung die Neubildung der Nervenzellen-Synapsen stimuliert. Jedoch auch Stressreaktionen laufen über den Hippocampus und verschlechtern sich, wenn das zentral gelegene Hirnareal beschädigt ist.</p>
<p>Die US-Forscher interpretieren das Ergebnis als Zeichen, wie bedeutend die scheinbar rein intuitive Erziehung durch die Eltern für die menschliche Entwicklung ist. »Günstig wäre, den erzieherischen Fähigkeiten mehr Aufmerksamkeit und Förderung zu geben. Denn die Umsorgung im frühen Alter bestimmt die spätere Entwicklung in sehr, sehr hohem Ausmaß«, schreibt Luby.</p>
<p>Originalartikel unter <a href="http://www.pnas.org/content/early/2012/01/24/1118003109" rel="external nofollow" target="_blank">http://www.pnas.org/content/early/2012/01/24/1118003109</a></p>
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		<title>Lieben und Streiten lernt man als Baby</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/12/19/lieben-und-streiten-lernt-man-als-baby/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 21:14:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verhalten in Partnerschaft bereits in frühem Alter geprägt Minneapolis (pte) — Die Erfahrungen in den ersten 18 Lebensmonaten bestimmen in hoher Weise, wie sich Menschen in späteren Partnerbeziehungen verhalten. Vertrauen, Lieben und Konfliktlösen lernt man als Säugling, behaupten Forscher der University of Minnesota in der Zeitschrift »Current Directions in Psychological Science«. Die gute Nachricht: Sind die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Verhalten in Partnerschaft bereits in frühem Alter geprägt</h2>
<div id="attachment_4089" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4e0c5fae86730_s.jpg" rel="lightbox[4087]"><img class=" wp-image-4089 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4e0c5fae86730_s-300x199.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / Baby im Tuch © Richard Umkehrer</p></div>
<p>Minneapolis (pte) — Die Erfahrungen in den ersten 18 Lebensmonaten bestimmen in hoher Weise, wie sich Menschen in späteren Partnerbeziehungen verhalten. Vertrauen, Lieben und Konfliktlösen lernt man als Säugling, behaupten Forscher der <a href="http://umn.edu" target="_blank" rel="external nofollow">University of Minnesota</a> in der Zeitschrift »Current Directions in Psychological Science«. Die gute Nachricht: Sind die Bedingungen später günstig, können Folgen eines schwierigen Start ins Leben durchaus ausgeglichen werden, kommen die Experten zum Schluss.</p>
<h4>Sicher oder defensiv</h4>
<p>Lange bevor ein Kind zu sprechen beginnt und sich bewusst erinnern kann, prägen sich Erfahrungen tief ein und kodieren spätere Verhaltensweisen — etwa die Haltung, wie man von anderen behandelt wird oder ob man sich selbst würdig für Liebe und Zuneigung hält. Babys mit einem feinfühlig-liebenden Umfeld sind sich des Wohlwollens der anderen später sicher. Hingegen gehen Menschen, die im Kleinkindalter misshandelt oder vernachlässigt wurden, später viel eher in Defensivhaltung und zeigen häufiger auffälliges Verhalten.</p>
<p>Zwar gilt das Konzept der frühkindlichen Prägung heute als bestätigt, der Langzeit-Nachweis gelang allerdings erst jetzt. 75 Kinder von sozial schlecht gestellten Müttern wurden von der Geburt bis nach dem 30. Lebensjahr begleitet und immer wieder untersucht. Als Babys versetzte man sie etwa in Gegenwart ihrer Mütter in Stress oder Fremdsituationen, um die Sicherheit der Bindung zu testen. Später ging es um emotionale und soziale Entwicklung, Leistung, Widerstandskraft und Verhalten gegenüber Mitschülern, Freunden und später auch Beziehungspartnern.</p>
<h4>Chance nach Fehlstart</h4>
<p>»Zwar ändern sich die frühen Haltungen durch neue Beziehungen, durch Selbstreflexion oder auch durch Therapie. Unter Stress kommen die alten Muster jedoch meist wieder hervor«, berichtet Studienautor Jeffry A. Simpson. Der stabile rote Faden zwischen Säuglings– und Erwachsenenalter war allerdings in vielen Biografien nur schwach sichtbar. »Wenn man sich der alten Modelle bewusst wird und einen vertrauenswürdigen, sicheren Partner findet, kann man das Alte revidieren und sein Verhalten neu ausrichten. Ein betrogenes Baby kann später treu werden, ein ungeliebtes kann Liebe lernen«, betont der Forscher.</p>
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		<title>Kindern fehlt artgerechte Umgebung</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/10/23/kindern-fehlt-artgerechte-umgebung/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 22:27:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Buch »Menschenkinder« erklärt Erziehungsmythen den Kampf Ravensburg (pte) — Es gibt keinen Gebärstreik der Eltern, sondern die Gesellschaft bestreikt die Kinder: Diese These liefert Herbert Renz-Polster, Kinderarzt und Wissenschaftler am Mannheimer Institut für Public Health, im bei Kösel erschienenen Buch »Menschenkinder. Plädoyer für eine artgerechte Erziehung«. »Die Bedingungen für das Aufziehen von Kindern sind denkbar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Buch »Menschenkinder« erklärt Erziehungsmythen den Kampf</h2>
<div id="attachment_3332" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/ap4e6bd5e027556_xs.jpg" rel="lightbox[3330]"><img class="size-medium wp-image-3332   " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/ap4e6bd5e027556_xs-300x199.jpg" alt="" width="200" height="133" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: aboutpixel.de © Stefan Zimmer (Stef2k)</p></div>
<p>Ravensburg (pte) — Es gibt keinen Gebärstreik der Eltern, sondern die Gesellschaft bestreikt die Kinder: Diese These liefert Herbert Renz-Polster, Kinderarzt und Wissenschaftler am <a href="http://www.miph.de" target="_blank" rel="external nofollow">Mannheimer Institut für Public Health</a>, im bei Kösel erschienenen Buch »Menschenkinder. Plädoyer für eine artgerechte Erziehung«. »Die Bedingungen für das Aufziehen von Kindern sind denkbar schlecht. Zudem macht den Eltern eine Unzahl von widersprüchlicher und überflüssiger Erziehungstheorien das Leben schwer«, so der Autor im pressetext-Interview.</p>
<h4>Nähe schadet nicht</h4>
<p>Viel »dummes Geschwätz« ist laut Renz-Polster im Umlauf — etwa, dass Säuglinge durch Tragen einen krummen Rücken bekommen, dass sich Kleinkinder nur mit viel Gemüse gesund entwickeln oder dass zu viel Nähe verwöhnt. Der Blick auf die Evolution des Menschen enttarne dies als Luftnummer: »Viel emotionale und körperliche Nähe war zu 99 Prozent der menschlichen Geschichte eine nicht verhandelbare Voraussetzung fürs Überleben — warum sollte das heute die Entwicklung hemmen?«, fragt der Autor.</p>
<p>Ebenso wenig kindgerecht sei die Vorstellung, Kinder könnten durch mehr Disziplin und Grenzen gut erzogen werden. »Erziehung, die sich auf ein Machtgefälle begründet, erzeugt schwache und ängstliche Kinder.« Die Kritik gilt auch der pädagogischen Aufrüstung der Kinderzimmer: »Babys lernen ihren Körper auch ohne Babyschwimmen kennen und sie kommunizieren auch wunderbar, wenn wir ihnen keine Zeichensprache beibringen«, so Renz-Polster.</p>
<h4>Stärken der Kinder sehen</h4>
<div id="attachment_3333" class="wp-caption alignright" style="width: 130px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/20111020002.jpeg" rel="lightbox[3330]"><img class="size-full wp-image-3333  " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/20111020002.jpeg" alt="" width="120" height="189" /></a><p class="wp-caption-text">Menschenkinder: Gesellschaft sollte Eltern Druck nehmen (Foto: Kösel-Verlag)</p></div>
<p>Besser sei es, Bildung und Entwicklung gemeinsam zu denken. »Kinder brauchen vor allem Beziehungen und genügend eigenes, freies Spiel fernab der Klingeltonreichweite der Eltern. Unter diesen Bedingungen können sie sich am ehesten zu kreativen, widerstandsfähigen und kompetenten Persönlichkeiten entwickeln. Denn jedes Kind besitzt den Trieb zur Selbsttätigkeit und Selbstwirksamkeit. Bei diesen Stärken muss man ansetzen, statt in jedem Kind einen Tyrannen oder ein Förderprojekt zu sehen«, betont der Experte.</p>
<p>Ansetzen müsse man jedoch auch bei den Rahmenbedingungen. Denn dass Kinder heute oft nicht in die Welt passen, geht für Renz-Polster auf die »brutale Entscheidung« zurück, in die potenzielle Eltern oft gedrängt werden. »So radikal wie nie müssen Frauen zwischen Beruf oder Familie wählen. Zweiteres bedeutet oft genug, auf Status und soziale Anerkennung zu verzichten.«</p>
<h4>Verlorenes Dorf braucht Ersatz</h4>
<p>Dieser große Spagat zwischen den Ansprüchen sei in der Geschichte der Menschheit absolutes Novum. »Mütter konnten in der Erziehung stets mit der Hilfe ihres Stammes oder Dorfes rechnen oder das Kind bei der Arbeit weiter betreuen — Mutter sein und für den Unterhalt der Familie sorgen war kein Widerspruch.«</p>
<p>Heute sind die Helfer im Alltag rar geworden — kein Wunder also, dass Eltern überfordert sind. »Aber anstatt bessere Krippen und mehr Kinderbetreuung im Betrieb oder in Betriebsnähe zu verlangen, fordern wir einen Elternführerschein. Oder glauben uns als Gesellschaft mit Kindergeldzahlungen aus der Affäre ziehen zu können. Da läuft die Diskussion auf der falschen Ebene«, betont der Autor.</p>
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		<title>Väter haben hohen Einfluss auf Intelligenz</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/09/07/vater-haben-hohen-einfluss-auf-intelligenz/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 07:51:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Psychologin: Engagement des Vaters bestimmt die Identitätsbildung Montreal/Wien (pte) — Für die Entwicklung eines Kindes macht es einen großen Unterschied, ob ein Vater anwesend ist oder nicht. Denn besonders die Intelligenz, das Verhalten und das emotionale Wohlbefinden werden durch ihn geprägt, berichten Forscher der Concordia University im »Canadian Journal of Behaviour Science«. Die Psychologin Sandra [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Psychologin: Engagement des Vaters bestimmt die Identitätsbildung</h2>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/09/flickr_513380302_43e76dd693_b.jpg" rel="lightbox[2869]"><img class="alignright size-full wp-image-2871" style="margin-left: 10px;" title="FlickrCC @ kumasi" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/09/flickr_513380302_43e76dd693_b.jpg" alt="" width="200" /></a>Montreal/Wien (pte) — Für die Entwicklung eines Kindes macht es einen großen Unterschied, ob ein Vater anwesend ist oder nicht. Denn besonders die Intelligenz, das Verhalten und das emotionale Wohlbefinden werden durch ihn geprägt, berichten Forscher der <a href="http://crdh.concordia.ca/" rel="external nofollow">Concordia University</a> im »Canadian Journal of Behaviour Science«. Die Psychologin <a href="http://familien-psychologie.info/" rel="external nofollow">Sandra Velasquez</a> , Autorin des Erziehungsbuches »Die Brücke zu dir«, erklärt gegenüber pressetext, was einen guten Vater ausmacht.</p>
<h4>Grenzen und Struktur</h4>
<p>Die kanadischen Wissenschaftler untersuchten 176 Kinder zwischen drei und fünf Jahren und wiederholten dies sechs Jahre später durch Intelligenztests und Befragungen der Mütter und Lehrer. »Ist der Vater in der frühen Kindheit und vor der Pubertät anwesend, so zeigen Kinder weniger Verhaltensprobleme und höhere Intelligenz. Das gilt sogar für sozial benachteiligte Familien«, berichtet die Studienleiterin Erin Pougnet. Den Vater beschreibt sie als »Grenzen– und Strukturgeber«, von dem ein Kind vor allem das Problemlösen sowie das Meistern von Traurigkeit, sozialem Rückzug und Angst lernt.</p>
<p>Velasquez hält nicht nur die Anwesenheit des Vaters für entscheidend, sondern auch, dass er ein guter Vater ist. Das gelingt, wenn der Vater gesundes Selbstvertrauen hat, seine Stärken und Grenzen kennt und diese ehrlich vertritt. Die Wiener Psychologin rät weiters, die Persönlichkeit des Kindes zu kennen und sich über dessen altersmäßige Bedürfnisse zu informieren. Entscheidend ist jedoch auch, wie Vater und Mutter miteinander umgehen. »Eltern sollten sich unbedingt mit Respekt begegnen, egal wie die Beziehung läuft. Denn hier lernen die Kinder am meisten über sich und das andere Geschlecht.«</p>
<h4>Erster Mann im Leben</h4>
<p>Schließlich wirkt ein Vater auf Töchter anders als auf Söhne. »Mädchen bilden mit Hilfe des Vaters ihren Selbstwert als zukünftige Frauen. Ihre Beziehung zu ihm ist die erste zu einem Mann und hat somit Modellfunktion«, so Velasquez. Für Burschen sind Väter direkte Identitätsstifter. »Söhne schauen zuerst bei ihm ab, was einen Mann ausmacht, wie er Probleme löst und Frauen behandelt. Jungen brauchen spielerisches Raufen ohne Gewalt, um die eigene Kraft zu spüren und Grenzen zu lernen. Gehen sie mit dem Vater zelten oder wandern, erfahren sie Zugehörigkeit, während Buben ohne Vater später oft Gangs suchen.«</p>
<p>Ob der Vater bei den Kindern lebt oder nicht, ist weniger wichtig als seine aktive Rolle in der Erziehung, so die kanadischen Autorinnen. Von der Politik fordern die Experten Maßnahmen, um den Kontakt zwischen Vater und Kind sicherzustellen und zu verbessern — »etwa durch mehr Papamonate oder durch Elternschulungen, die die Rolle des Vaters aufwerten«, erklärt Pougnet.</p>
<p><em>Vollständige Studie unter: <a href="http://psycnet.apa.org/journals/cbs/43/3/173.pdf" rel="external nofollow">http://psycnet.apa.org/journals/cbs/43/3/173.pdf</a></em></p>
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		<title>Mutige Väter sind die glücklichsten</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 18:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Elternschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>
		<category><![CDATA[Mann-Sein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vereinbarkeit Kinder und Beruf: Wünsche noch fernab der Realität Wien (pte) — Frischgebackene Väter, die sich durch längerfristige Änderungen im Beruf mehr Zeit für die Familie nehmen, sind mit ihrem Leben und der Arbeit am meisten zufrieden. Das zeigen Experten vom Institut für Familienforschung an der Universität Wien im Sammelband »Papa geht arbeiten«. »Sowohl Männer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Vereinbarkeit Kinder und Beruf: Wünsche noch fernab der Realität</h2>
<div id="attachment_2151" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/07/ap4ad85426a09f2_small.jpg" rel="lightbox[2149]"><img class="size-medium wp-image-2151 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/07/ap4ad85426a09f2_small-300x226.jpg" alt="" width="200" height="151" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: aboutpixel.de / Flying kid © Peter Smola</p></div>
<p>Wien (pte) — Frischgebackene Väter, die sich durch längerfristige Änderungen im Beruf mehr Zeit für die Familie nehmen, sind mit ihrem Leben und der Arbeit am meisten zufrieden. Das zeigen Experten vom Institut für Familienforschung an der <a href="http://www.oif.ac.at" target="_blank" rel="external nofollow">Universität Wien</a> im Sammelband »Papa geht arbeiten«. »Sowohl Männer als auch Frauen wünschen, dass sich der Vater nach der Geburt des Kindes bei Kinderbetreuung und Hausarbeit einbringt. Interviews mit Vätern von Kindern unter drei Jahren zeigen, dass diese Forderung meist noch nicht der beruflichen Realität entspricht«, so Studienleiter Olaf Kapella gegenüber pressetext.</p>
<h4>Klassiker, Zögernde und Mutige</h4>
<p>Drei Vätertypen gibt es laut den Forschern. Der »Klassiker«, dem 36 Prozent der befragten Männer entsprechen, hat meist bereits Kinder und reagiert oft eher distanziert auf eine weitere Schwangerschaft. Er bringt sich jedoch öfters in die Betreuung der Kinder ein als Vertreter der »Zögerlichen«, die mit 43 Prozent die größte Gruppe bilden. Letztere verändern nur kurzfristig rund um die Geburt ihr Berufsleben, haben jedoch den größten Leidensdruck. Belastend ist vor allem die Frage der Vereinbarkeit sowie die Verantwortung hinsichtlich Finanzen und Erziehung.</p>
<p>Nur jeder fünfte Vater stellt sein Erwerbsverhalten anlässlich des jüngsten Kindes längerfristig um. Da dies noch unüblich ist, gelten sie für die Forscher als »Mutige«. »In der Praxis sind diese Veränderungen weniger Überstunden, weniger Arbeit am Wochenende oder weniger Dienstreisen, um früher nach Hause zu kommen«, berichtet Kapella. Die Umstellung findet somit im kleinen Rahmen statt — während eine mehrmonatige Auszeit im Rahmen der Väterkarenz erst sieben Prozent der befragten Väter gewählt haben.</p>
<h4>Hohe Hürde Leistungsdenken</h4>
<p>Überrascht wurden die Forscher, als sich die »Mutigen« in der Auswertung als zufriedenste Gruppe erwiesen. »Der Schritt zur Veränderung aufgrund der Bevorzugung der Familie ist zwar oft ein Wagnis, doch die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben und sogar mit dem Beruf ist in dieser Gruppe die höchste. Scheinbar lösen die Mutigen das Problem der Vereinbarkeit am erfolgreichsten.« Das ist im Einklang mit früheren Studien, denen zufolge eine Karenz die Sterblichkeit von Vätern senkt.</p>
<p>Mutig sind Väter jedoch eher beim ersten Kind, während bei weiterem Nachwuchs die finanzielle Frage in den Vordergrund rückt. Denn trotz gegenteiliger Beteuerungen erschwert die Wirtschaft mutige Entscheidungen. »Zwar berichten die meisten, ihre Arbeitgeber und Kollegen seien verständnisvoll für die Bedürfnisse junger Väter. Flexiblere Lösungen bleiben aber Ausnahmen. Viele sagen, dass ihre Arbeitssituation keine Veränderungen zulässt.« Eine Begründung, die für Kapella jedoch auch aus persönlicher Haltung entspringt. »Ein Kürzertreten wird durch die Selbstdefinition allein durch Leistung verhindert, die man Burschen noch immer von Klein auf vermittelt.«</p>
<h4>Gemeinsame Entscheidung stärken</h4>
<p>Immerhin sind heute die meisten Väter bei der Geburt dabei und möchten das Kind beim Aufwachsen erleben. Kinderbetreuung übernehmen Väter vor allem im gemeinsamen Spiel, beim Baden und Zubettbringen. Im Haushalt scheinen traditionelle Rollen jedoch fast unverändert. Zwar übernimmt der Mann zunehmend Aufgaben wie Einkaufen oder das Begleiten in den Kindergarten und retour, Wäsche oder Putzarbeit bleibt jedoch Frauensache. »Das ist dann verständlich, wenn nur der Vater voll erwerbstätig ist«, so Kapella.</p>
<p>Paare bekommen meist weniger Kinder, als sie sich ursprünglich wünschen. Das hängt laut den Forschern damit zusammen, dass für viele zunächst Beruf, Wohnraum und Umgebung stimmen müssen, bevor sie die Entscheidung zum Kind wagen. Ein Faktor sei jedoch auch der Rückfall in traditionelle Rollen beim ersten Kind, so Kapella. »Wünschenswert wäre, dass Mann und Frau die Zeit mit dem Kind selbst nach ihrem Ermessen aufteilen — und dass dies mehr akzeptiert wird. Frei wird die Entscheidung jedoch erst, wenn man die Rückkehr der Frau ins Erwerbsleben leichter macht.«</p>
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		<title>Familie ist nicht in der Krise</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/05/15/familie-ist-nicht-in-der-krise/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 20:50:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Elternschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsam]]></category>

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		<description><![CDATA[Solidarität der Zivilgesellschaft und kleine Lebenskreise im Aufschwung Hans Bertram im Interview mit pressetext Wien/Berlin (pte) — Familien brauchen in der Erziehung von Kindern Unterstützung von Außen. Diese erhalten sie zunehmend durch freiwilliges Engagement der Zivilgesellschaft. Zu diesem Schluss kommt der Soziologe Hans Bertram von der Berliner Humboldt-Universität. Im Vorfeld des Symposiums »starke.familien.werte« , das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Solidarität der Zivilgesellschaft und kleine Lebenskreise im Aufschwung</h2>
<p><em>Hans Bertram im Interview mit pressetext</em></p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><img title="Hans Betram" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/05/Hans-Betram.jpeg" alt="" width="200" /><p class="wp-caption-text">Hans Betram: »Solidarität für Familien ist enorm« (Foto: Humboldt Universität)</p></div>
<p>Wien/Berlin (pte) — Familien brauchen in der Erziehung von Kindern Unterstützung von Außen. Diese erhalten sie zunehmend durch freiwilliges Engagement der Zivilgesellschaft. Zu diesem Schluss kommt der Soziologe Hans Bertram von der Berliner Humboldt-Universität. Im Vorfeld des Symposiums »<a href="http://www.familie.at/index.php?id=664" target="_blank" rel="external nofollow">starke.familien.werte</a>« , das der katholische Familienverband demnächst anlässlich des Internationalen Tages der Familie in Wien veranstaltet, analysiert der Familienexperte im pressetext-Interview die aktuellen Herausforderungen in der Familienpolitik.</p>
<h4>pressetext: Wie geht es der Familie heute?</h4>
<p><em>Bertram:</em> Besser als man oft annimmt. Viele Kinder machen eine qualifizierte Ausbildung oder ein Studium, wofür die Eltern auch einiges investieren. Die Beziehungen der Eltern sind freilich weniger stabil als noch vor 20 Jahren, wodurch in Folge die Gestaltung der Beziehung zwischen Vater und Kindern nach einer Scheidung zu einem der Hauptprobleme wird. Gleichzeitig werden jedoch familiäre Netze wie etwa die Großeltern in der Erziehung wichtiger. Da die Mütter heute arbeiten, gehen die Kinder oft zu Oma und Opa.</p>
<h4><em>pte:</em> Etabliert sich ein neues Familienmodell?</h4>
<p><em>Bertram:</em> Nein, denn statt einer großen Krise gibt es heute vielmehr spezifische Veränderungen, die bei genauem Hinsehen keine völligen Neuerungen sind. So gilt etwa das Modell von Hausfrau-Mutter und Ernährer-Vater nicht mehr. Das Modell ist bei uns jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg aufgekommen, während schon zuvor die Erwerbstätigkeit beider Eltern für das Sichern der ökonomischen Basis nötig war.</p>
<h4><em>pte:</em> Inwiefern passt die hohe Scheidungsrate in dieses Bild?</h4>
<p><em>Bertram:</em> Viele Eltern leben heute in sequenzieller Monogamie, in der sich die Partner zwar Treue versprechen, jedoch nicht unbedingt bis an das Lebensende. Dass die Scheidung so häufig ist, hängt auch mit der schwindenden Kinderzahl zusammen, mit der die Trennungswahrscheinlichkeit nachweislich steigt. Die Scheidung ersetzt heute das einstige vorzeitige Ableben eines Partners, wachsen doch nach wie vor 30 Prozent der Kinder mit nur einem Elternteil auf. Das Gefühl hoher unmittelbarer Verantwortung für die Kinder bleibt auch bei getrennten Eltern meist noch bestehen.</p>
<h4><em>pte:</em> Wo gibt es Nachholbedarf?</h4>
<p><em>Bertram:</em> Die zentrale Frage für die Familie lautet: Wie kann ich die Unterstützung erhalten, die ich benötige? Mängel sehe ich hier bisher vor allem in der Umsetzung einer hochwertigen Ganztagsbetreuung und Ganztagsschule. Es geht dabei weniger um die Sicherung der Erwerbstätigkeit der Mütter, sondern um soziale Kontakte zu Gleichaltrigen, die Kinder heute immer seltener in der Nachbarschaft finden. Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund brauchen mehr Sprachunterricht. Ein weiteres Problem ist die lange finanzielle Abhängigkeit der jungen Männer von ihren Eltern, die die Familiengründung verzögert. Junge Paare haben zwar früh Sex und leben oft zusammen, auf Kinder warten sie aber zu lange.</p>
<h4><em>pte:</em> Wie geht die Familienpolitik mit diesen Problemen um?</h4>
<p><em>Bertram:</em> Den deutschsprachigen Ländern gelingen die nötigen Änderungen nur sehr langsam und meist als Reaktion auf schon vollzogenen Gesellschaftswandel, statt dass sie wie die skandinavischen Länder aktiv den Wandel der Lebensbedingungen begleiten. Das Hauptproblem dahinter ist die föderale Struktur, aufgrund derer die Familienpolitik weit mehr Widerstände zu überwinden hat als bei zentralstaatlicher Regelung. Innerhalb der einzelnen Bundesländer und Kantone gibt es somit haushohe Unterschiede, etwa was das Kindergeld oder die Betreuung betrifft.</p>
<h4><em>pte:</em> Woher kommt die Unterstützung, wenn nicht vom Staat?</h4>
<p><em>Bertram: </em>Immer wichtiger werden die ›kleinen Lebenskreise‹, das stützende soziale Umfeld. In der Menschheitsgeschichte erhielt die Familie schon immer Hilfe in der Erziehung durch die Nachbarschaft. Deren Rolle ist wieder wichtig, ebenso wie etwa die erwähnten einspringenden Großeltern. Bei alleinerziehenden Müttern kümmert sich oft auch der Vater um den Unterhalt, obwohl er außerhalb des Haushalts lebt. Doch es bilden sich auch neue Strukturen wie etwa Tauschringe für Kinderartikel oder freiwillige Patenschaften für die Schwangerschaft, für das Deutschlesen oder für den Berufseinstieg von Jugendlichen.</p>
<h4><em>pte:</em> Wie groß ist die Bereitschaft, sich hier freiwillig zu engagieren?</h4>
<p><em>Bertram:</em> Die Solidarität in der Erziehung und Begleitung von Kindern ist enorm. Diese neuen Formen familiärer Hilfe brauchen jedoch auch professionelle Unterstützung. So muss etwa ein älterer Handwerker darauf vorbereitet werden, mit einem türkischen Jungen zu arbeiten, wie auch dieser zunächst lernen muss, den Handwerker zu akzeptieren. Ähnlich brauchen Patenschaften im ersten Lebensjahr eines Kindes eine Krisenhebamme in Reichweite, die Problemsituationen abfedern kann. Stimmen die Rahmenbedingungen, lässt sich die Zivilgesellschaft gerne für ein derartiges Engagement mobilisieren. Teils sieht sie diese Tätigkeiten auch als bewusste Alternative zum Gang in die Politik.</p>
<h4><em>pte:</em> Danke für das Gespräch!</h4>
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