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	<title>OpenMindJournal &#187; Ernährung</title>
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	<description>Das Online-Journal für Bewusstsein, Lebenspraxis und Change</description>
	<lastBuildDate>Thu, 17 May 2012 11:01:36 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Trendstudie: Wie wir 2020 essen werden</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 08:18:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr Egoismus, Unterhaltung und Verantwortung auf dem Teller Bilbao (pte) — Das zunehmende Lebenstempo des Stadtmenschen beeinflusst maßgeblich die Art, wie und was wir täglich essen. Acht Essens-Trends für das Jahr 2020 haben baskische Zukunftsforscher vom Projekt »Food Trend Trotters« des Azti-Tecnalia-Instituts und der Bilbao Design Academy ermittelt. »Wer die Trends kennt, kann neue Produkte und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Mehr Egoismus, Unterhaltung und Verantwortung auf dem Teller</h2>
<div id="attachment_4784" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/427427_web_R_K_B_by_Martina-Gade_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4782]"><img class=" wp-image-4784 " title="Essen als Ausdruck von Individualität" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/427427_web_R_K_B_by_Martina-Gade_pixelio.de_-300x243.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Martina Gade / pixelio.de</p></div>
<p>Bilbao (pte) — Das zunehmende Lebenstempo des Stadtmenschen beeinflusst maßgeblich die Art, wie und was wir täglich essen. Acht Essens-Trends für das Jahr 2020 haben baskische Zukunftsforscher vom Projekt »<a href="http://www.foodtrendtrotters.com" target="_blank" rel="external nofollow">Food Trend Trotters</a>« des Azti-Tecnalia-Instituts und der Bilbao Design Academy ermittelt. »Wer die Trends kennt, kann neue Produkte und Dienste entwickeln, die die verschiedenen Konsumententypen von Morgen ansprechen«, sagen die Studienautoren um Sonia Riesco.</p>
<h4>Was ich esse, bin ich</h4>
<p>Nahrung ist Träger einer Botschaft, so der erste Trend. Immer mehr wird transparente, attraktive und verfügbare Information gefordert, die einerseits den Konsumenten und das Konsumgut miteinander verbindet, andererseits Letzterem mehr Identität und Authentizität verleiht. Essen wird, so Trend Nummer zwei, zum Ausdruck der Individualität oder der Gruppenzugehörigkeit, weshalb speziell jenes Nahrungsangebot gefragt sein wird, das ein Individuum oder eine Gruppe mit den eigenen Wünschen, Werten und Zielen verknüpft.</p>
<p>Drittens prognostizieren die Forscher wachsendes Bewusstsein, dass Essen auf die persönliche, soziale, ökonomische und ökologische Sphäre Einfluss nimmt. Ernährung und Verantwortung werden somit untrennbar, denn für Qualitätskonsum müssen Genuss, Nachhaltigkeit und Verfügbarkeit im Gleichgewicht sein. In den Vordergrund rückt auch die Gesundheit: Proaktiv und eigenverantwortlich wollen Konsumenten durch Ernährung das eigene Wohlbefinden steigern, wozu das Menü auf Bedürfnisse von Körper, Gefühlen und Geist abgestimmt wird.</p>
<h4>Entertainment hier und jetzt</h4>
<p>Der Unterhaltungswert des Essens wird in Zukunft noch stärker betont werden als bisher, besagt Entwicklung Nummer fünf: Die Konsumenten wollen sich selbst mit unvergesslichen Erlebnissen verwöhnen, die auf emotionale Bedürfnisse des Einzelnen wie Abenteuer, Spaß und Überraschung abzielen. Damit diese intensive Erfahrung gelingt, sprechen Mahlzeiten verstärkt alle Sinne an — Trend Nummer sechs.</p>
<p>Die beiden letzten Prophezeiungen zielen auf den Lebensstil des postmodernen Menschen ab, der als »Stadtnomade« sein Dasein bestreitet. Da er absolute Flexibilität verlangt, ist auch beim Essen die »Hier und Jetzt«-Mentalität im Aufwind: Konsum mit freier Zeiteinteilung, der Bedürfnisse jederzeit und überall sofort und mit geforderter Qualität befriedigen kann. Es muss auch einfach gehen: Besonders jene Dienste dürften sich durchsetzen, die intelligenten Kauf und Konsum bei geringstem Zeitaufwand ermitteln und ermöglichen.</p>
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		<title>Insekten lösen künftiges Ernährungsproblem</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/04/23/insekten-losen-kunftiges-ernahrungsproblem/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 06:14:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Schonung von Ressourcen und mehr Unabhängigkeit von Tierhaltung Bonn (pte) — Angesichts der Bevölkerungsexplosion könnte der Menschheit bald nichts anderes übrig bleiben, als auch auf das Eiweiß von Insekten als Nahrungsmittel zurückzugreifen. »Es ist nicht schlimm, sich von Insekten zu ernähren«, betont Mathias Becker vom Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz der Universität Bonn, gegenüber pressetext. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Schonung von Ressourcen und mehr Unabhängigkeit von Tierhaltung</h2>
<div id="attachment_4778" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/04/96398_web_R_K_by_Alexandra-Bucurescu_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4775]"><img class=" wp-image-4778 " title="Bald Insekten im Restaurant?" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/04/96398_web_R_K_by_Alexandra-Bucurescu_pixelio.de_-300x189.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Alexandra Bucurescu / pixelio.de</p></div>
<p>Bonn (pte) — Angesichts der Bevölkerungsexplosion könnte der Menschheit bald nichts anderes übrig bleiben, als auch auf das Eiweiß von Insekten als Nahrungsmittel zurückzugreifen. »Es ist nicht schlimm, sich von Insekten zu ernähren«, betont Mathias Becker vom Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz der <a href="http://ipe.uni-bonn.de" target="_blank" rel="external nofollow">Universität Bonn</a>, gegenüber pressetext.</p>
<h4>Nahrhaftes Essen</h4>
<p>Ressourcensparend wäre der Verzehr von den Krabblern allemal. Forscher weisen schon lange darauf hin, dass die Ernährung auf Insekten ausgeweitet werden sollte, würde man sich dadurch doch weniger abhängig machen von der Tierhaltung. Nach Schätzungen der <a href="http://cornell.edu" target="_blank" rel="external nofollow">Cornell University</a> könnten 800 Mio. Menschen mit Getreide ernährt werden, das wir derzeit an unser Vieh verfüttern.</p>
<p>Ein weiteres Problem der aktuellen Ernährungsweise des Menschen: Etwa ein Drittel der Ackerfläche wird nur für den Anbau von Tierfutter genutzt. Zudem machen Forscher die Massentierhaltung auch für einen erheblichen Teil der Treibhausemissionen verantwortlich. Dazu kommt der Energieaufwand auf dem Weg des geschlachteten Viehs bis in den Supermarkt. 100 Gramm Rindfleisch enthalten etwa 29 Gramm Protein und 21 Gramm Fett. Eine Heuschrecke hingegen enthält bei 100 Gramm 20 Gramm Proteine und sechs Gramm Fett.</p>
<h4>Käfer als Schnuller</h4>
<p>Was in vielen Kulturen normal ist, lässt andere erschaudern. Becker hat etwa in Westafrika beobachtet, dass eine Mutter ihr Baby beruhigt hat, indem sie dem Kleinkind eine Käferlarve in den Mund gesteckt hat. Das Baby hat an der Käferlarve genuckelt wie an einem Schnuller. Becker hat Termiten und andere Insekten auch selbst probiert. »Ich finde, die schmecken nach dem Öl, in dem sie gebacken wurden«, berichtet er. Weder in Westafrika noch in Thailand sei dies ein Armenessen, sondern allgemein akzeptiert.</p>
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		<title>Vom Kannibalismus zum Vegetarismus</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/03/30/vom-kannibalismus-zum-vegetarismus/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 11:55:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>connection</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Wolf Schneider]]></category>

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		<description><![CDATA[Kulturelle Errungenschaften brauchen manchmal Zeit, sich durchzusetzen Vereinfacht gesagt ist der Mensch eine Art Darm, der über den Mund Dinge in sich aufnimmt und einen Teil davon über den Anus wieder ausscheidet. Wir sind Verdauungstrakte, die imstande sind, sich fortzupflanzen. Zwischen Mund und Anus wird die Nahrung verwandelt, und die ihr entzogene Energie erlaubt uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Kulturelle Errungenschaften brauchen manchmal Zeit, sich durchzusetzen</h2>
<div id="attachment_4739" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/374998_web_R_by_E.-Vogel_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4737]"><img class=" wp-image-4739 " title="Land der Dichter und Henker" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/374998_web_R_by_E.-Vogel_pixelio.de_-300x225.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: E. Vogel / pixelio.de</p></div>
<p>Vereinfacht gesagt ist der Mensch eine Art Darm, der über den Mund Dinge in sich aufnimmt und einen Teil davon über den Anus wieder ausscheidet. Wir sind Verdauungstrakte, die imstande sind, sich fortzupflanzen. Zwischen Mund und Anus wird die Nahrung verwandelt, und die ihr entzogene Energie erlaubt uns Bewegung und all das andere.</p>
<p>Habe ich das zu sehr vereinfacht? Mag sein. Die Reduktion aufs Wesentliche hat jedoch durchaus etwas für sich, denn unser Leben ist sehr kompliziert geworden – zu kompliziert. Tagein, tagaus haben wir Entscheidungen zu treffen, deren Folgen wir nicht überblicken können und für die wir nie gut genug informiert sind. Dann kommt der Tod oder sonst eine Katastrophe, und mit ihm der Schock, die meiste Zeit mit Kiki-Kram verplempert zu haben. Nun aber ist es zu spät. Deshalb: Reduziere beizeiten!</p>
<h4>Was wir aufnehmen</h4>
<p>Was wir durch den Mund in uns aufnehmen, ist wesentlich. Ebenso was wir hören, sehen und lesen. Wenn du nicht schicksalsergeben hinnehmen willst, was das Leben dir so zuspielt, musst du hier beginnen: Achte auf das, was du durch den Mund in dich aufnimmst! Ebenso wem du zuhörst, was du liest, was du siehst, welche Menschen du triffst und was du von alledem in dir behältst, denn auch der Geist muss verdauen und das Unbrauchbare wieder ausscheiden. Es gibt auch geistige Völlerei, Durchfall, Verstopfung und vor allem mangelnde Auswahl bei der Aufnahme. Geistiges FastFood (im Sinne von Junkfood) ist ebenso ungesund wie Körperliches. ComfortFood stopft, ohne nachhaltig zu trösten, und an der Makrobiotik ist immerhin das richtig: ausdauernd kauen!</p>
<h4>Die Verwandten essen?</h4>
<p>Kannibalismus erscheint uns heute als barbarischer Exzess einiger unserer Vorfahren. Wenn wir die Tiere als unsere Verwandten anerkennen, ist der Schritt vom Verzicht auf das Essen von Menschen zum Verzicht auf des Essen von Tieren jedoch kein großer mehr.</p>
<p>Jahrtausende lang war die Sklaverei unter den Hochkulturen der Menschheit ganz normal. Im perikleischen Athen, der gefeierten Wiege unserer europäischen Kultur, gab es sogar weitaus mehr Sklaven als Bürger; Platon hatte fünf Sklaven für seinen Haushalt, und auch Aristoteles verteidigte diese Praxis. Erst vor weniger als 200 Jahren begann die Kritik an der Sklaverei heftiger zu werden. Dann dauerte es keine 100 Jahre, und sie war fast überall in der Welt geächtet. Vielleicht wird auch das Essen von Tieren bald in ähnlicher Weise als Barbarei geächtet sein – es wäre ein Fortschritt in der Zivilsierung der Menschheit und ein wichtiger Schritt auf dem Weg, eine Weltbevölkerung von bald neun Milliarden Menschen ernähren zu können. Es wäre auch ein riesiger Gewinn für die Schonung der natürlichen Ressourcen unseres Planeten. Noch immer werden Tag für Tag weit mehr als 100 Quadratkilometer an tropischem Regenwald gerodet, ein fast irreversibler Prozess der Vernichtung – er geschieht für die Fleischindustrie.</p>
<h4>Religionen als Folklore</h4>
<p>Kulturelle Errungenschaften brauchen eben manchmal Zeit, um sich durchzusetzen. Dazu gehört wohl auch die Überwindung des Fundamentalismus in den religiösen und politischen Kulturen der Welt. Ist es wirklich so schwer zu verstehen, dass eine von Menschen überlieferte Schrift nicht »die« Heilige Schrift sein kann? Anscheinend ja. Bis dann eines Tages, vielleicht in ein oder zwei Generationen, die Religionen nur noch als von der UNESCO zu schützendes Kulturgut gelten und nicht mehr als Autoritäten bei der Wahrheitsfindung.</p>
<p>Auch in den Gesellschaften, die sich für aufgeklärt halten, hat die Aufklärung um die Festungen der Religionen bisher einen großen Bogen gemacht. War es die Angst, dass mit dem Glauben auch die Ethik verloren ginge, was uns dabei einschüchterte? Ungläubige Menschen sind in ihrem Verhalten jedoch nicht weniger altruistisch als Gläubige. Wenn die unzähligen in der Welt praktizierten Varianten von Meditation, Gebet und Religiosität endlich ihre alten, fundamentalistischen Klamotten ablegen würden, wäre das ein weiterer großer Schritt in Richtung Zivilisation.</p>
<p>»Was halten Sie von der (westlichen) Zivilsation?«, soll Mahatma Gandhi einmal gefragt worden sein. Seine ernüchternde Antwort: »Das wäre eine gute Idee!«</p>
<p><em>Dieser Artikel erschien erstmals im Magazin Connection Spirit, <a href="http://www.connection.de/magazintexte/spirit/editorial-0312.html" target="_blank" rel="external nofollow">Ausgabe 03/12</a></em></p>
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		<title>Vegetarisch reisen</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/12/20/vegetarisch-reisen/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 23:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Rawfood]]></category>
		<category><![CDATA[Vegan]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetarisch]]></category>

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		<description><![CDATA[VeggieHotels: über 250 Unterkünfte mit vegetarischer Küche Berlin (humannews) — Immer mehr Menschen entscheiden sich für die gesundheitlichen, ökologischen und ethischen Vorteile einer vegetarischen oder veganen Lebensweise. Der Vegetarierbund Deutschland e.V. (VEBU) geht von sechs Millionen Vegetarier/innen (8 % der Bevölkerung) und etwa 600.000 Veganer/innen in Deutschland aus. Hotels und Pensionen, die rein vegetarisch geführt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>VeggieHotels: über 250 Unterkünfte mit vegetarischer Küche</h2>
<div id="attachment_4094" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/71fe877c54.jpg" rel="lightbox[4092]"><img class=" wp-image-4094 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/71fe877c54-300x245.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Countryhouse Montali</p></div>
<p>Berlin (humannews) — Immer mehr Menschen entscheiden sich für die gesundheitlichen, ökologischen und ethischen Vorteile einer vegetarischen oder veganen Lebensweise. Der Vegetarierbund Deutschland e.V. (VEBU) geht von sechs Millionen Vegetarier/innen (8 % der Bevölkerung) und etwa 600.000 Veganer/innen in Deutschland aus. Hotels und Pensionen, die rein vegetarisch geführt werden, sind jedoch rar.</p>
<p>Unter den 40.000 Beherbergungsbetrieben – vom 5 Sterne Hotel bis zur kleinen Pension – gibt es allein in Deutschland nur 40 Häuser, die das Prädikat „konsequent vegetarisch“ verdienen. Das neue Internetportal <a href="http://www.veggie-hotels.de" target="_blank" rel="external nofollow">www.veggie-hotels.de</a> erleichtert jetzt die weltweite Suche nach rein vegetarischen Hotels, Pensionen und Seminarhäusern: Rund 250 Häuser in 35 Ländern mit rein vegetarischer Küche findet man bereits auf den Seiten.</p>
<p>Die Kriterien für die Aufnahme bei VeggieHotels sind einfach. Es kommt weder Fleisch noch Fisch auf den Tisch. Doch damit nicht genug, viele der konsequent vegetarisch geführten Hotels und Pensionen bieten ihren Gästen noch weitere Ernährungsoptionen an, wie z.B. die vegane Küche, Rohkost und die Verwendung ausschließlich biologischer Lebensmittel.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ja, warum eigentlich Vegan?</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/10/24/ja-warum-eigentlich-vegan/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2011/10/24/ja-warum-eigentlich-vegan/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 11:43:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Evelyne Moehr</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Editors Choice]]></category>
		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Vegan]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor kurzem war ich am Konzert von Snatam Kaur. Das erste Mantra, welches wir (Snatam Kaur und alle Konzertbesucher) sangen, war Ek Ong Kar, was soviel bedeutet, „Das Universum ist Eins ohne Teilung. Der Schöpfer ist in allem Tun und in jedem Ding. Wir sind mit allen Dingen verbunden. Wir sind kreatives Bewusstsein.“ Mit diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3355" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/ap4e0a4a4bdcd68_s.jpg" rel="lightbox[3354]"><img class="size-medium wp-image-3355  " title="Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein." src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/ap4e0a4a4bdcd68_s-300x168.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: aboutpixel.de / Marienkäferchen im Korn — 2 © Albrecht Fietz</p></div>
<p>Vor kurzem war ich am Konzert von Snatam Kaur. Das erste Mantra, welches wir (Snatam Kaur und alle Konzertbesucher) sangen, war <em>Ek Ong Kar</em>, was soviel bedeutet, „Das Universum ist Eins ohne Teilung. Der Schöpfer ist in allem Tun und in jedem Ding. Wir sind mit allen Dingen verbunden. Wir sind kreatives Bewusstsein.“</p>
<p>Mit diesem Mantra im Geist und im Herzen möchte ich mich nun diesem Artikel zum Thema Veganismus (Einstellung/Lebensweise, welche die Nutzung von Tieren und tierischen Produkten ablehnt) widmen.</p>
<p>Bei mir hat alles im zarten Alter von dreizehn Jahren angefangen. Da war dieser Film mit diesen Truthähnen, welche so unwürdig gehalten und brutal behandelt wurden. Die Bilder von ihrem grausamen <em>Ableben</em> gaben mir den Rest. Von diesem Augenblick an wusste ich, dass ich keine Tierleichen mehr essen kann.</p>
<p>Meinen Eltern gefiel die neueste Erkenntnis ihrer Tochter ganz und gar nicht – jedoch waren sie der festen Überzeugung, dass diese Teenagerphase allerspätestens an Weihnachten beim alljährlichen Fondue-Chinoise zu Ende sein würde. (Meine Teenagerphase hält mittlerweile seit über zwanzig Jahren an – die Fondue-Chinoise-Weihnachtsmenuephase meiner Eltern traurigerweise auch.)</p>
<p>Irgendwann mit Anfang Zwanzig – ich war gerade frischgebackene Primarlehrerin auf dem Lande – hatte ich mit einem Hautauschlag zu kämpfen. Kortison kam für mich nur als letzte Option in Frage und so versuchte ich, mit den Rezepten aus einem Allergiekochbuch meine Haut wieder in den Griff zu bekommen. Nach drei nicht ganz einfachen Monaten (auf dem Land – und dies vor rund 15 Jahren – war die Auswahl an Alternativen zu tierlichen Produkten doch mehr als verschwindend klein) war meine Haut mit mir wieder im Reinen.</p>
<p>Jedoch habe ich nach diesem Erlebnis wieder angefangen Milchprodukte zu konsumieren. Erst viele Jahre später kam ich mit dem Begriff „vegan“ bewusst in Berührung und stellte fest, dass ich so – zumindest ernährungstechnisch – schon gelebt habe.</p>
<p>Den Eiern hatte ich übrigens schon zuvor abgeschworen, seit dem mir klar geworden war, dass ein Ei eigentlich die Menstruation des Huhns ist…</p>
<p>So lebte ich also glücklich und vegetarisch viele schöne Jahre, bis ich meine Yogalehrerausbildung begann. Die Seniorteachers aus den USA waren alle vegan und so begann ich mich mit diesem Thema genauer auseinanderzusetzen. Und je mehr ich dies tat, desto klarer sah ich, dass der Veganismus für mich die einzige klare Konsequenz aus dem ganzen Wissen, welches ich erwarb, darstellte.</p>
<p>Für mich sind es (in erster Linie) also ethische und moralische Gründe, die für den Veganismus plädieren. Doch gibt es daneben auch noch zwei weitere erwähnenswerte Pfeiler: die Gesundheit und die Ökologie.</p>
<p>Nun, die globale Fleischindustrie ist tatsächlich einer der Hauptfaktoren der Klimaveränderung. Vergleichsweise trägt diese Industrie mehr zur Umweltverschmutzung bei, als der gesamte weltweite Verkehr zusammengerechnet. Der Verzicht auf tierliche Produkte ist somit eine der wirksamsten Methoden, dem Klimawandel entgegenzuwirken.</p>
<p>…wobei „Verzicht“ irgendwie das falsche Wort ist, denn mittlerweile gibt es nämlich zu allem, was das Feinschmeckerherz begehrt, vegane Alternativprodukte. Auf Soja oder Seitan basierend findet man unzählige Fleischalternativen und für Käseliebhaber lassen sich bei den Veganversänden oder auch im Bioladen oder Reformhaus sicherlich Leckerbissen auftreiben, die es geschmacklich problemlos mit dem (leider mit Tierleid verbundenen) Original aufnehmen können. (Letzten Winter habe ich beispielsweise ein veganes Fondue-Rezept ausprobiert, welches auch meinen omnivoren Freunden mundete.)</p>
<p>Dann hätten wir noch die Eier, welche bei einigen Rezepten einfach weggelassen oder mühelos mit pflanzlichen Alternativen ersetzt werden können.</p>
<p>Für Rahm sowie Milch gibt es eine grosse Auswahl an Ersatzprodukte. Den meisten kommt da wahrscheinlich die Sojamilch in den Sinn, welche aber nicht überall (auch bei mir nicht) auf grosse Gegenliebe stösst. Mein Favorit ist die Hafermilch (und Hafercuisine). Daneben gibt es aber noch etliche andere „Milchsorten“ wie zum Beispiel Dinkelmilch, Mandelmilch, Reismilch, Roggenmilch, Nussmilch und so weiter. Einige von ihnen findet man auch noch in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen wie Vanille, Schokolade, Erdbeere und anderen. Und selbst auf Süssgebäck und Eiscreme braucht ein Veganer nicht zu verzichten.</p>
<p>Fragen Sie sich nun gerade, ob dies auch gesund sein kann, so ganz ohne Fleisch und Milch, welche laut Werbung ja so gesund sein sowie gross und stark machen sollen?</p>
<p>Wenn ja, kann ich Sie guten Gewissens beruhigen: In veganen Lebensmittel sind alle Nährstoffe vorhanden (einzig bei Vitamin B12 scheiden sich bisher die Geister). Eine abwechslungsreiche vegane Ernährung ist deshalb rundum gesund. Im Übrigen bestätigen viele (wenn nicht gar alle?) bedeutenden ernährungswissenschaftlichen Organisationen die gesundheitlichen Vorteile der veganen Ernährung sowie den Zusammenhang zwischen dem Tierkonsum und der Entstehung zahlreicher Zivilisationskrankheiten.</p>
<p>In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass die vegane Ernährung cholesterinfrei ist, sich für zahlreiche Allergiker eignet sowie mit vielen religiösen Ernährungsrichtlinien vereinbar ist.</p>
<p>Es würde hier den Rahmen sprengen auf alle Bereiche detailliert einzugehen. Zudem ist es hier nicht meine Absicht, mit erhobenem Zeigefinger dem Leser ein (noch) schlecht(er)es Gewissen zu machen. Jedoch möchte ich es nicht unterlassen die folgenden zwei Dinge zu erwähnen:</p>
<p>Wer die Wahrheit nicht scheut, nicht einfach wegschauen möchte und sich wirklich mit diesem Thema — insbesondere mit dem Aspekt, welcher unsere Mitbewohner auf unserem Planeten (die Tiere) betrifft — befassen möchte, dem sei der Film „Earthlings“ wärmstens ans Herz gelegt. Dieser ist kostenlos und in voller Länge (auch in deutscher Synchronisierung, sofern erwünscht) auf Youtube anzusehen.</p>
<p>Bezüglich des Ökologischen Aspektes sprechen die folgenden zwei Darstellungen wohl mehr als tausend Worte (Quelle: Foodwatch):</p>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/treibhauseffekt-herstellung.png" rel="lightbox[3354]"><img class="alignnone" title="Treibhauseffekt der Herstellung von Nahrungsmittel" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/treibhauseffekt-herstellung.png" alt="" width="470" height="539" /></a></p>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/treibhauseffekt-ernaehrungsweise.png" rel="lightbox[3354]"><img class="alignnone" title="Treibhauseffekt verschiedener Ernährungsweisen pro Kopf und Jahr" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/treibhauseffekt-ernaehrungsweise.png" alt="" width="470" height="413" /></a></p>
<p>Zu guter Letzt möchte ich noch den „religiösen Grund für Veganismus“ von Dr. med. Ernst Walter Henrich zitieren: (mehr Informationen zu ihm sowie zum Thema Veganismus auf <a href="http://www.ProVegan.info" target="_blank" rel="external nofollow">www.ProVegan.info</a>)</p>
<blockquote><p>Gott erschuf nach den Vorstellungen aller Religionen die Welt, die Menschen und die Tiere. Gott hat dem Menschen seinen Körper, seinen Geist und seine Gesundheit geschenkt. Gott hat eine intakte Umwelt mit den darin lebenden Tieren erschaffen.</p>
<p>Ist es vorstellbar, dass Gott Wohlgefallen daran hat, dass…</p>
<p>…seine Schöpfung missbraucht und zerstört wird?</p>
<p>…der Mensch seine Gesundheit mit schädlicher Ernährung ruiniert?</p>
<p>…der Mensch seinen Mitmenschen in der Dritten Welt die Nahrung vorenthält, sie verhungern lässt und mit der vorenthaltenen Nahrung stattdessen seine gequälten „Nutztiere“ mästet?</p>
<p>…der Mensch die Umwelt zerstört und eine Klimakatastrophe verursacht?</p>
<p>…die von ihm geschaffenen Tiere ausgebeutet und gequält werden?</p>
<p>Alles dies geschieht durch den Konsum von Fleisch, Wust, Milch, Käse, Eiern und anderer Tierprodukte. Wer diese tierlichen Produkte isst, beteiligt sich an einem System, welches Gottes Schöpfung beschädigt und zerstört. Wohlgemerkt eine bewusste Beteiligung bei voller Kenntnis der Zusammenhänge. […]</p></blockquote>
<p>Ich habe diesen Text mit einem Mantra (<em>Ek Ong Kar</em>) eingeleitet und möchte ihn nun mit dem Folgenden abschliessen:</p>
<p><em>Lokah Samastah Sukhino Bhavantu</em></p>
<p>(Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.)</p>
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		<title>Moralinsaure Rohkost und Abstinenzler-Vollkornbrot</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 07:26:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn wir die Produzenten in den übervollen Müesli-Regalen der heutigen Grossverteiler studieren, stossen wir auf die Namen Kellogg, Graham und Bircher. Diese Herren haben sich aber nicht nur für gesunde Kost engagiert – sie waren auch ziemlich moralin sauer. Die soziale Ordnung ist bis heute eng verknüpft mit der Ordnung auf dem Teller. Das Wort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wenn wir die Produzenten in den übervollen Müesli-Regalen der heutigen Grossverteiler studieren, stossen wir auf die Namen Kellogg, Graham und Bircher. Diese Herren haben sich aber nicht nur für gesunde Kost engagiert – sie waren auch ziemlich moralin sauer. Die soziale Ordnung ist bis heute eng verknüpft mit der Ordnung auf dem Teller.</em></p>
<div id="attachment_3119" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/birchermuesli.png" rel="lightbox[3116]"><img class="size-medium wp-image-3119 " title="Birchermuesli" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/birchermuesli-300x169.png" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Das Frühstücksmüesli – einst auch eine Frage von Sitte und Anstand.</p></div>
<p>Das Wort «Birchermüesli» ist einer der wenigen Schweizer Ausdrücke, die es in den internationalen Wortschatz geschafft haben. Doch die Weltanschauung hinter dem Begriff bleibt hinter eleganten Schriftzügen verdeckt. Gesund heisst nicht zwingend lustvoll. Wer würde schon beim harmlos anmutenden Genuss einer Schale Cornflakes oder bei einem herzhaften Biss in ein Grahambrot denken, dass deren Erfinder unsere sexuellen Begierden dämpfen wollten?</p>
<p>Die Anliegen der radikalen Ernährungsapostel können allerdings nicht so einfach in Gut und Böse eingeteilt werden. So war es durchaus lobenswert, dass Max Bircher-Benner (1867–1939), der Erfinder des «echten» Birchermüeslis, die Geschlechterzuordnungen von Fleisch und Vegetarischem auf den Kopf stellte, was nicht gerade im Trend seiner Zeit lag. Die Männer taten sich nämlich schwer mit seiner Kost, die sie als Angriff auf ihren patriarchalen Vorrang interpretierten. Das beste Stück Fleisch soll doch für den Familienvater reserviert sein, wo kämen wir da sonst noch hin?!</p>
<h4>Weibliche und männliche Speisen</h4>
<p>Süssspeisen, Milch und Gemüse wurden in der europäischen Tradition mehr dem weiblichen Geschlecht zugeordnet, neben Fleisch und Gewürzen galt auch der Alkohol als «männlich». Wer Milch trinkt, kann kein echter Kerl sein. Süssspeisen wurden mit Zügellosigkeit und Wolllust gleichgesetzt – und vermutlich auch mit Kontrollverlust. Birchers Einsicht, dass Rohkost gesund ist, kann man durchaus gelten lassen. Es gab schon vor ihm ähnliche Gedanken, auch wenn er sich selbst gerne als deren Erfinder zelebrierte. Bereits Rousseau hat im Fleisch den Inbegriff von Kraft und Grausamkeit gesehen. Und Nietzsche schreibt in «Jenseits von Gut und Böse», dass Köchinnen mit ihrer Dummheit und Gedankenlosigkeit die Entwicklung der Menschen am längsten aufgehalten und am schlimmsten beeinträchtigt hätten.</p>
<p>Max Bircher-Benner befand, dass das Kochen die «Entwertung der Speisen» bedeute, was bei Vitaminhaltigem durchaus stimmen mag. Die heutige Vollwertnahrung basiert noch immer auf seinen Grundsätzen. Dass die Mehrheit andere Bedürfnisse hatte, verdeutlicht sich im Fleischkonsum, der in Deutschland von 22 Kilo pro Kopf im Jahr 1850 auf 45 Kilo im Jahr 1913 anstieg. Heute liegt der Fleischkonsum in Deutschland bei rund 60 Kilo, in der Schweiz sind es etwa 53 Kilo.</p>
<p>Interessant ist der Hintergrund, auf welchem Bircher und Co. ihre Lehren aufbauten. So galten nebst Fleisch auch Kaffee, Kakao und Schokolade als aphrodisische Speisen, die zu meiden seien. Hülsenfrüchte, mit Purin als Wirkstoff, waren ebenfalls verpönt. Der Hydrotherapeut Hermann Theodor Hahn (1824 –1883) hatte in Anlehnung an den Kleiebrot– und Kürbispropheten Sylvester Graham (1794 –1851) in seiner Naturheildiät ganz ähnliche Ideen. Nebst dem Grundsatz, dass Sexualität ein zu vermeidendes Übel darstellt, war seine Idee: Die Natur ist gut und die Zivilisation böse. Graham pries grundsätzliche Enthaltsamkeit, für Eheleute empfahl er Sex einmal im Monat.</p>
<h4>Konservatives Weltbild</h4>
<p>Die politischen Ansichten von Max Bircher-Benner spiegeln sich in seinen anato mischen Interpretationen des Körpers. Als Konservativer sah er Gefahren von der Unterschicht ausgehen, welche sich als Chaos und Krankheiten manifestieren. Ähnlich interpretierte er den Dickdarm als den Problemherd des Körpers schlechthin, in welchem sich insbesondere bei Fleischkonsum Unordnung und Krankheit weiter ausbreiten konnten. Birchers Lob der Rohkost vermittelt den Eindruck, als ob man «die gewünschten Tugenden essen und sich so in den Stand der Unschuld zurückkauen könne», wie Albert Wirz in «Die Moral auf dem Teller» beschreibt. Bircher wollte die Sexualität angeblich nicht bekämpfen, sondern mit seinen Ernährungsratschlägen auf das «eigentliche» Ziel hin kultivieren: nämlich die Zeugung des Kindes. Als sein Sohn Ralph schwule Neigungen zeigte, schenkte ihm sein Vater zu Weihnachten 1924 eine Psychoanalyse bei Wilhelm Stekel in Wien. Dieser diagnostizierte daraufhin eine «Bircheritis», einen Bircher-Komplex.</p>
<p>In «The Road to Wellville» («Willkommen in Wellville») schildert T. C. Boyle detailliert, wie es in Kelloggs Sanatorium, dem «San» in Battle Creek, Michigan, zu und her ging. Auch hier sollte Sexualität als überflüssiges und krank machendes Laster aus dem Alltag verbannt werden. Bis 1935 waren 300 000 gut situierte Patientinnen und Patienten im «San» zu Gast. John Harvey Kellogg lebte von 1852 bis 1943. Bircher und er plädierten für ständige Bewegung. Hier gab es ausgiebige Duschen, Bogenlichtbäder oder Rüttelstühle für die mechanische Massage. Die Klientel musste nicht nur sogenannte Unterleibsstützen machen, sondern auch ausgiebige Spaziergänge und sogar auf allen vieren kriechen. Das Frühstück war im «San» die Hauptmahlzeit, Süsses durfte Salziges ergänzen. Auch Kellogg plädierte für die Rückkehr zur Natur, war aber im Gegensatz zu Bircher davon überzeugt, dass sich diese ohne Qualitätsverlust imitieren, konservieren und mit technischen Hilfsmitteln sogar übertreffen lasse. Der amerikanische Traum wurde auch in die Küche übersetzt: Gesundheit, Zeitgewinn und finanzielle Einsparungen waren oberstes Gebot. Das Schlafzimmer sollte so spartanisch wie möglich ausgestattet sein. Die Betten galten als Bakterienherde und Problemzone schlechthin, darum wurde empfohlen, sie so oft wie möglich zu lüften und auszuklopfen. Im Sanatorium mussten auch Eheleute in getrennten Zimmern schlafen.</p>
<h4>Essstörungen und Selbstkontrolle</h4>
<p>Wer schon einmal gefastet hat, kennt es: Man fühlt sich zuerst schwach, nach einer Weile aber energetisch und leicht, gereinigt und über alle kulinarischen Gelüste erhaben. Haben die Ernährungsapostel ihren messianischen Eifer unter dem Einfluss ihrer eigenen Diäten entwickelt? Verstärkten die Kuren ihren Ekel vor Schlemmen, Geniessen und «sich gehen lassen»? Ein Arzt, der acht Jahre als Hausarzt neben Bircher arbeitete, sprach von «Bekehrung». Bei Essstörungen gibt es vergleichbare Tendenzen: Der Hang zu übermässiger Selbstkontrolle verknüpft sich manchmal zusätzlich mit ungesunden Schönheitsidealen. Gesund ist schon recht, aber «gar nicht krank ist auch nicht gesund», könnte man mit Karl Valentin abschliessend sagen.</p>
<p>Veröffentlichung dieses Artikels mit Genehmigung des Magazin <a title="MONETA Nr. 3/2011" href="http://www.abs.ch/fileadmin/absch/Downloads/DE/Zeitung%20moneta/moneta_Archiv/moneta_3_2011.pdf" rel="external nofollow" target="_blank">MONETA Nr. 3/2011</a>, das Magazin der <a title="Alternativen Bank Schweiz" href="https://www.abs.ch/" rel="external nofollow" target="_blank">Alternativen Bank Schweiz</a></p>
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		<title>Die Bedeutung der Lebensmittel</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/08/02/die-bedeutung-der-lebensmittel/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 14:27:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils Solanki</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Biologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ernährungsfaktoren spielen bei über einem Drittel der Krebserkrankungen für ihren Ausbruch und Verlauf eine wesentliche Rolle. Neben dem Rauchen und einem übermässigen Alkoholgenuss werden bestimmte Ernährungsgewohnheiten wie hoher Konsum an tierischen Fetten und Eiweissen, kaum frisches Obst und Gemüse, wenig Ballaststoffe als Hauptrisikofaktoren für bestimmte Krebserkrankungen gesehen. Ernährungs– und Lebensgewohnheiten hängen eng miteinander zusammen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/08/bedeutung-der-lebensmittel.jpg" rel="lightbox[2257]"><img src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/08/bedeutung-der-lebensmittel-300x114.jpg" alt="" title="bedeutung-der-lebensmittel" width="300" height="114" class="size-medium wp-image-2362" /></a></p>
<p><em>Ernährungsfaktoren spielen bei über einem Drittel der Krebserkrankungen für ihren Ausbruch und Verlauf eine wesentliche Rolle. Neben dem Rauchen und einem übermässigen Alkoholgenuss werden bestimmte Ernährungsgewohnheiten wie hoher Konsum an tierischen Fetten und Eiweissen, kaum frisches Obst und Gemüse, wenig Ballaststoffe als Hauptrisikofaktoren für bestimmte Krebserkrankungen gesehen.</em></p>
<p>
Ernährungs– und Lebensgewohnheiten hängen eng miteinander zusammen und sind kulturell geprägt. Entsprechend häufen sich landes– bzw. kulturspezifisch bestimmte Krebsarten. Diverse Untersuchungen zeigen, dass im Mittelmeerraum, in Spanien, Portugal und Griechenland, sowie in den asiatischen Ländern die Anzahl der Neuerkrankungen an Krebs deutlich niedriger ist als im Westen und Norden Europas.</p>
<p>Laut einer grösseren amerikanischen Studie begünstigt der übermässige Verzehr von tierischen Fetten die Entstehung von Brustkrebs. Dickdarmkrebs ist eines der häufigsten Krebs­arten der westlichen Welt und wird bedingt durch eine ballaststoffarme, eiweiss– und fettreiche Ernährung. Diese malignen Erkrankungen sind in Japan und Afrika sehr selten.
</p>
<p>
Die Ernährung kann offenbar unter bestimmten Umständen eine wesentliche Krankheitsursache sein. Umso mehr scheint die umgekehrte Frage berechtigt: Wie kann Ernährung therapeutisch so eingesetzt werden, dass sie die gesunden Kräfte stärkt? Deutlich ist, dass keine Diät allein eine Krankheit heilen kann, aber was kann therapeutisch unterstützend wirken?
</p>
<h4>Ernährung als Therapie</h4>
<p>
Naturwissenschaftliche Forschungen konzentrieren sich auf einzelne gesundheitsfördernde Inhaltstoffe in unserer Nahrung. In den 80er-Jahren kamen die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe zunehmend ins Blickfeld. Zwischenzeitlich sind mehr als 10000 dieser sekundären Pflanzenstoffe bekannt, mit denen beispielsweise Früchte oder Knollen Schädlinge abwehren.</p>
<p>Diese pflanzlichen Substanzen, die für das Rot der Himbeere, das Orange der Karotten oder auch für ein spezifisches Aroma, zum Beispiel den bitteren Geschmack, verantwortlich sind, haben eine zellschützende Funktion. Sie fangen zellschädigende „freie Radikale“ ab und wirken einer Zellalterung entgegen. Sie sollen das Wachstum von Krebszellen verhindern bzw. sich gezielt gegen sie richten. Diese schützenden Substanzen begründen das Postulat für eine Ernährungsweise in der Krebstherapie, die viel frisches Obst und Gemüse enthält.
</p>
<p>
Carotinoide in grünen und roten Gemüse­sorten wirken krebsvorbeugend und regen den Immunschutz an. Glucosinolate in Kreuzblütengewächsen wie zum Beispiel Broccoli, Rotkohl oder Wirz beugen Krebserkrankungen vor, senken den Cholesterinspiegel und haben eine antimik­robielle Wirkung. Radieschen, Kohl und grüne Bohnen enthalten Polyphenole, die wie die Sulfide in Knoblauch und Zwiebeln zu den bereits genannten positiven Wirkungen auch entzündungshemmend sind, den Blutdruck regulieren und den Blutzuckerspiegel senken.
</p>
<h4>Lebendigkeit der Nahrung</h4>
<p>
Mit einem anthroposophisch begründeten Therapieansatz der Krebserkrankung kann auch die Ernährungslehre wesentlich ergänzt werden. Entscheidend ist nicht die Quantität, also nicht die Analyse der Inhaltsstoffe, sondern die Qualität der Lebensmittel. In diesem Wort liegt bereits der Schlüssel: LEBENsmittel. Es werden Nahrungsmittel empfohlen, die ein hohes Mass an Lebendigkeit, an Vitalität besitzen. Für diesen Aspekt ist ihre Herkunft und ihre Verarbeitung ausschlaggebend.</p>
<p>Ein biologischer bzw. möglichst sogar ein biologisch-dynamischer Anbau ist zu bevorzugen, der nachhaltig sowohl die Bodenlebendigkeit als auch ein artgerechtes Tier– und Pflanzen­wachstum und damit die Nahrungsmittelqualität fördert. Interessanterweise kommen die neuesten Forschungen zu ähnlichen Aussagen wie die anthroposophische Ernährungslehre. Während letztere die biologische bzw. biologisch-dynamische Anbauweise mit Einbezug der ganzen lebenden Natur, der Erde und des Kosmos befürwortet, zählt die heutige ­Wissenschaft ebenfalls auf eine biologische Herkunft, allerdings unter dem Aspekt der Analyse wichtiger Inhaltsstoffe.</p>
<p>Therapeutisch stehen bei der Krebserkrankung Lebensmittel im Vordergrund, die dem Organismus in hohem Masse Licht– und Wärmekräfte vermitteln, also vor allem an der Sonne gereift sind. Das sind beispielsweise pflanzliche Öle aus Ölsaaten; sie sind Vermittler der Sonnenwärme. Oder man denke an die goldenen, vom Sonnenlicht durchfluteten Kornfelder.</p>
<p>Die Getreideähre kann als Urbild eines Licht– und Wärmespeichers der Erde betrachtet werden. Zu dieser Reihe zählen ebenso natürlich gereiftes saisonales Obst und Gemüse, Kräuter, zum Beispiel aus der Familie der Lippenblütler wie Thymian, Rosmarin, Majoran, Lavendel, oder auch Gewürze aus den wärmeren Ländern wie Ingwer, Kurkuma, Zimt.
</p>
<h4>Bei der Tomate scheiden sich die Geister</h4>
<p>
Ihr hoher Lycopingehalt, ebenfalls ein sekundärer Pflanzenstoff, sorgt nicht nur für ihre leuchtend rote Farbe, sondern ihm werden krebshemmende Eigenschaften zugesprochen.
</p>
<p>
Eine Betrachtung des Wesens der Tomatenpflanze, die über die isolierten Inhaltsstoffe hinausführt, zeigt im Pflanzentypus ein wucherndes Wachstum, sogar bevorzugt auf nicht kompostierten, pflanzlichen Abfällen – am liebsten auf dem eigenen Kraut. Die Tomate hat die Tendenz, unabhängig von der Umwelt zu werden. Sie hat viel Eigenvitalität. Der Gärtner kennt die Notwendigkeit des regelmässigen „Aus­geizens“ der neuen Triebe.</p>
<p>Mit ihren Ausdünstungen verdrängt sie regelrecht andere Pflanzen neben sich. Sie hat wenig Strukturkräfte, kaum Aufrichtekraft, sie muss gestützt werden. Diese Beschreibung nähert sich bereits einem „tumor­ähnlichen Verhalten“ an. Das Wesen der Tomatenpflanze veranlasste Rudolf Steiner, dass er sich im Landwirtschaftlichen Kurs 1923 eindeutig gegen den Verzehr von Tomaten bei einer vorliegenden Krebserkrankung aussprach.
</p>
<h4>Ernährung ist nicht nur Nahrungsaufnahme</h4>
<p>
Zum Nachdenken mag die Aussage des Arztes Volker Fintelmann anregen, dass Inhaltsstoffe, eventuelle Schadstoffe oder Rückstände in der Nahrung viel weniger krebsauslösend wirken als der Umgang mit dem Essen selbst. Im heutigen, stark von aussen bestimmten Alltag ist die Ruhe und Achtsamkeit beim Essen eine Herausforderung.</p>
<p>Nehme ich mir die Zeit dafür? Was esse ich da eigentlich? Nehme ich bewusst den Geschmack wahr? Was bewirkt er in mir? Wie fühle ich mich? Wie sieht meine Mahlzeit aus? Habe ich Freude an den verschiedenen Farbvarianten der Gemüse auf meinem Teller? Man kennt den wohl berechtigten Ausspruch: Das Auge isst mit. Wie ist die Stimmung beim oder in Bezug auf das Essen, habe ich Lust, etwas Neues zu entdecken, vielleicht etwas, was ich noch nie ausprobiert habe?
</p>
<p>
Für unsere Ernährung sind die rhythmisch gestalteten Mahlzeiten mitentscheidend. Die heutige Zivilisation ist geprägt durch eine starke Arrhythmie der Nahrungsaufnahme. Sie erfordert vom Organismus einen besonderen Kraftaufwand, um den äusseren Unrhythmus in einen inneren Rhythmus zu verwandeln.
</p>
<p>
Ernährung ist sicher auch das, was wir über die Sinne wahrnehmen. Die Sonne, das Licht, die Wärme, die Bewegung, auch die innere Bewegung in der Freude, die Be­geisterung für eine Sache – all das nährt uns. Die Beschäftigung mit einer Biographie zum Beispiel, mit einem Thema, das mich begeistert, eine wirkliche innere Frage.
</p>
<p>
Dies sind alles ­Formen der Ernährung, die jeder individuell für sich finden kann. Der Weg dieser persönlichen Wahrnehmungs– und Entdeckungsreise hat für eine Krebstherapie einen hohen Stellenwert, wenn wir uns bewusst machen, dass es immer darum gehen muss, das Gesunde in uns zu stärken.
</p>
<p><em>Dieser Artikel erschien im Original in QUINTE — fünf Beiträge zur Gesundheit, Ausgabe <a href="http://quinte.ch//default.aspx/NAV/143,438" rel="external nofollow">Sommer 2010</a>.</em></p>
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		<title>Flächendeckend gesunde Snacks für Zwischendurch</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 19:48:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Biologisch]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieses E-Mail ging soeben raus. From: Heinz Robert Betreff: Wann gibt es endlich flächendeckend gesunde Snacks für Zwischendurch Datum: 28. Juli 2011 21:07:05 MESZ An: Horai, Biopartner, Bioplus, Selecta, Echtbio, Hiltl, Tibits, Twospice, Tagesanzeiger, NZZ Liebe Empfänger, ich schreibe Sie alle gleichzeitig an, weil ich mir dadurch eine schnellere Umsetzung dieser Idee erhoffe. Diese Idee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-2342 alignnone" title="Gesunde Snacks für Zwischendurch im Automaten?" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/07/bio-selecta.png" alt="" width="470" /></p>
<p>Dieses E-Mail ging soeben raus.<br />
<strong>From: Heinz Robert</strong></p>
<p><strong>Betreff: </strong></p>
<h2>Wann gibt es endlich flächendeckend gesunde Snacks für Zwischendurch</h2>
<p><strong>Datum:</strong> 28. Juli 2011 21:07:05 MESZ<br />
<strong>An:</strong> Horai, Biopartner, Bioplus, Selecta, Echtbio, Hiltl, Tibits, Twospice, Tagesanzeiger, NZZ</p>
<p>Liebe Empfänger,</p>
<p>ich schreibe Sie alle gleichzeitig an, weil ich mir dadurch eine schnellere Umsetzung dieser Idee erhoffe. Diese Idee wurde bereits vor einigen Monaten auf einem Bahnsteig geboren, doch musste noch Zähne bekommen um fester zubeissen zu können.</p>
<p>Die Idee ist simple, revolutionär und bringt vielen hunderttausenden Menschen, die täglich mit dem ÖV unterwegs sind, einen gesunden Snack für Zwischendurch.</p>
<p>Die Idee ist einfach und genial:</p>
<h4>GRÜNE SELECTA AUTOMATEN mit gesunden, biologischen und vegetarischen Snacks sowie Getränken ohne raffiniertem Zucker und künstlichen Süssstoffen.</h4>
<p>Selecta ist der grösste Aufsteller von Snack– und Getränkeautomaten, nicht nur in der Schweiz. In den meisten dieser Automaten gibt es viele Süssigkeiten und ungesunde Snacks. Selecta macht mit diesen Automaten wahrscheinlich gute Umsätze und es wird immer Menschen geben, die auf diese bisherigen Inhalte in den roten Automaten zugreifen.</p>
<p>Doch es gibt viele und immer mehr Menschen, die Wert auf bewusste Ernährung legen, und die nicht einfach einen Knoppers oder anderen Schokoriegel zwischendurch essen wollen, wenn sie am Bahnsteig stehen und auf den nächsten Zug warten. Für diese Menschen wäre es an der Zeit einen <strong>GRÜNEN Automaten</strong> aufzustellen, der wertvolle, biologische und vegetarische Kleinigkeiten anbietet.</p>
<p>Auch auf dem biologischen Convenience Markt hat sich in den letzten Jahren viel getan. Gesunde, biologische Sandwiches lassen sich genauso gut Vakuum verpacken wie eines mit Curry-Huhn-Salat. Die Anzahl der vegetarischen, zuckerfreien und Früchteriegel im Bioladen übersteigt schon fast die der unterschiedlichsten Schockoriegel am Kiosk. Die Auswahl an biologischen, zuckerfreien Getränke ist mindesten genauso gross und sind preislich oft nicht höher als herkömmliche Erfrischungsgetränke.</p>
<p>Ich schreibe Ihnen heute, damit sie sich als Experten darüber Gedanken machen und sich vielleicht zusammenschliessen, damit es bald in Automaten auf Bahnsteigen und öffentlichen Plätzen auch ernährungsbewusste Menschen wieder etwas Kleines zwischendurch essen können.</p>
<p>Gerne stehe ich Ihnen bei Bedarf zu einem Brainstorming zur Verfügung.</p>
<p>Liebe Grüsse,<br />
Heinz Robert</p>
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		<title>Lebensmittel und Sinnesschulung</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/07/13/lebensmittel-und-sinnesschulung/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 17:23:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils Solanki</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Biologisch]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>

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		<description><![CDATA[Von lebensfeindlicher Quantität zu lebendiger Qualität. Der Mensch ist, was er isst. Diese Weisheit geht oft vergessen in einer Welt industriell hergestellter, verarbeiteter und zubereiteter Nahrungsmittel, die aufzunehmen und zu geniessen wir kaum mehr Zeit haben. Nahrungsmittel sind jedoch mehr als blosse Nährstofflieferanten. Sie sind Lebensmittel, Mittel zum Leben, die wir wieder neu schätzen lernen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/07/Lebensmittel-und-Sinnesschulung.jpg" rel="lightbox[2208]"><img src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/07/Lebensmittel-und-Sinnesschulung.jpg" alt="" title="Lebensmittel und Sinnesschulung" width="400" height="257" class="alignnone size-full wp-image-2220" /></a></p>
<p><em>Von lebensfeindlicher Quantität zu lebendiger Qualität. Der Mensch ist, was er isst. Diese Weisheit geht oft vergessen in einer Welt industriell hergestellter, verarbeiteter und zubereiteter Nahrungsmittel, die aufzunehmen und zu geniessen wir kaum mehr Zeit haben. Nahrungsmittel sind jedoch mehr als blosse Nährstofflieferanten. Sie sind Lebensmittel, Mittel zum Leben, die wir wieder neu schätzen lernen müssen. Das beginnt bei ihrem Anbau und endet beim bewussten Genuss mit allen Sinnen.</em></p>
<p>«‚Biologie’ stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich ‚Lehre vom Leben’. Doch die Frage, was ‚Leben’ sei, kann ein Naturwissenschaftler nicht beantworten. Vom Leben wissen wir nichts, sondern nur etwas von den lebenden Wesen, von deren Gestalt (Form) und deren Funktion (Tätigkeit) und dem Zusammenhang ­zwischen beiden.» Mit diesen Sätzen beginnt die Einführung in einen Biologie-Lehrgang der AKAD-Schule. Sie machen deutlich: Um das Leben zu verstehen, genügt unser einseitig nur materiell orientiertes Alltagsbewusstsein nicht. Es sind tiefere, ganzheitlichere Einsichten nötig.</p>
<h4>Industrienahrung — schnell, bequem und gesund?</h4>
<p>Mit der Frage «Was ist Leben?» ist man auch auf dem Gebiet der Ernährung konfrontiert — heute mehr denn je! Eine lebendige, gesunde Agrar– und Esskultur, die sich jahrtausendelang bewährt hat, musste der Industriali­sierung und Technisierung in der Nahrungsmittelherstellung weichen. Sie beginnt bereits beim Anbau der modernen Nahrungsmittel: In der konventionellen Landwirtschaft wird hochgezüchtetes, gebeiztes, hybridisiertes oder neuerdings auch genmanipuliertes Saatgut verwendet. Dieses übergibt man einem Boden, der mit mineralischen Salzen — vor allem Stickstoff — auf ein hohes Nährstoffniveau eingestellt und gegen konkurrierendes Unkraut mit Herbiziden behandelt ist.</p>
<p>Im Wachstumsverlauf folgen dann Fungizide und Insektizide und, um gegebenenfalls leichter ernten zu können, Totalherbizide zum ‚Todspritzen’ der Kulturen. Die langen Transportwege und die ­zentrale Einlagerung erfordern anschliessend eine umfangreiche Behandlung mit Konservierungsmitteln. All diese Eingriffe und ‚-zide = Tötungen’ sind dem Leben nicht förderlich.</p>
<p>Auch bei der Verarbeitung und Zubereitung unserer ­Nahrungsmittel dominiert die Technik. Die Schlagworte hierzu lauten: Lebensmittelzusatzstoffe und Food Design, Fast und Novel Food, Convenience-Produkte — schnell und bequem, funktionelle Nahrungsmittel, Nahrungs-Ergänzungsmittel, Tiefkühlkost, Mikrowellen-Technik. Die Erforschung und Herstellung von ausgetüftelten, künstlich zusammengesetzten, mit Vitaminen und artfremden Aromen angereicherten Nahrungsmitteln verschlingen Milliardenbeträge und verteuern den Einkauf enorm.</p>
<p>In der EU werden jährlich 170.000 Tonnen industriell hergestellte Aromen verbraucht. Ein Gramm reicht, um ein Kilogramm Lebensmittel zu aromatisieren. In Amerika verschlang die Entwicklung eines ‚fettfreien Fettes’ 200 Millionen Dollar.</p>
<h4>Die innere Qualität leidet</h4>
<p>Nur: trotz all der scheinbar supergesunden, technisch klug ausgedachten Nahrungs-Angebote, die mit werbetechnischer Raffinesse angepriesen werden, nimmt der Gesundheitszustand der Bevölkerung alarmierende ­Formen an. So ist in der Schweiz jedes 5. Kind zu schwer, und 37 % der Gesamtbevölkerung sind übergewichtig.</p>
<p>Die Kosten, die durch Übergewicht und Adipositas (Fett­leibigkeit) sowie durch die damit verbundenen Krankheiten verursacht werden, beliefen sich im Jahr 2001 bereits auf 2.7 Milliarden Franken — in Deutschland sind es gar 75 Milliarden Euro. Die Frage liegt nahe: Geht bei den oben erwähnten Manipulationen nicht die ­innere Lebendigkeit der Lebensmittel — unserer Mittel zum Leben — verloren? Liegt der Grund dieser Entwicklung wohl darin, dass die wahren Lebenskräfte nicht mehr erkannt werden?</p>
<p>Sieht man den Verdauungsprozess einfach nur als Betriebs-Stoffwechsel an, so können die industriellen und technischen Errungenschaften im Ernährungs­sektor begrüsst werden. Sie sind zeitgemäss und genügen für die biochemischen Abläufe und zur Förderung eines gewöhnlichen Bewusstseins des Menschen. Wird aber der Leib des Menschen als Wohnstätte von Leben, Seele und Geist angeschaut, so werden andere Ansprüche an die Nahrungsqualität relevant. Die Mahlzeit ist nicht nur ein markenbezogener Ess– und Befriedigungsvorgang. Das Wort ‚Mahl’ kommt von Vermählung! Die innere Beschaffenheit, der Wert des Lebensmittels ermöglicht oder erschwert beim Menschen eine Verbindung mit den ursprünglichen Lebenskräften von Kosmos und Erde.</p>
<h4>Gesunde Lebensmittel sind die beste Medizin</h4>
<p>Der direkte Bezug zu Lebensmitteln ist heute den meisten Menschen nicht mehr vergönnt. Wer kann noch in der Atmosphäre des Kuhstalles das wohlige Gefühl beim Schlürfen von kuhwarmer Milch erleben? Welcher Schul– oder Arbeitsweg führt noch durch taufrisches Gras, wo man sich durch den Genuss von Sauerampfer wecken lassen kann? Wer hat noch die Möglichkeit, beim herbstlichen Laub-Zusammenrechen — wenn Nebelschleier die Landschaft verhüllen, die Finger klamm sind und der Magen knurrt — die Herbheit einer einsam liegen gelassenen Mostbirne zum Erlebnis werden zu lassen? Schon der erste Biss weckt neue Lebensgeister!</p>
<p>Sorgfältig ausgewählte und zubereitete Lebensmittel sind der Schlüssel zu nachhaltiger Gesundheit. Pointiert ausgedrückt: Die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen und der Umwelt liegen in den Händen der Köche und Köchinnen und nicht in denen der Ärzte oder Ärztinnen. Die Kochkunst besteht gerade darin, die Nahrung so herzurichten, dass beim Verzehr etwas dabei erlebt wird, dass die Ich-Organisation aufgerufen wird, sich am Verdauungsprozess zu beteiligen. Das erreicht man am besten, wenn Geschmackssinn und Kauapparat durch vollwertige knusprige, knackige und würzige Gerichte angeregt werden.</p>
<h4>Essen als besinnliches Spiel mit den Sinnen</h4>
<p>Ein bewusstes Verhältnis zur Ernährung zu erüben hat Zukunfts-Charakter. Ob wohl eine tägliche Übung — ein Besinnungsmoment — an einem natürlichen Lebensmittel das Lebensgefühl nicht erheblich mehr erhöhen würde als alle industriell hergestellten Nahrungsmittel zusammen? Sich jeden Tag einen Moment der Ruhe gönnen zur bewussten Schulung der Sinne ist wohl­tuend und erholsam, zum Beispiel einen Apfel ansehen: Farbe, ­Musterung, Grösse, Form; betasten: rauhe, glatte, schorfige Oberfläche, hart, fettig, wässrig; anhören beim Hineinbeissen: knackig, weich; beriechen: ist der Duft blumig, fruchtig, stumpf, nichtssagend oder verlockend? Schmecken: süss, sauer, mild, wässriger oder voller fruchtiger Geschmack? Damit ist viel gewonnen!Denn neben dem besinnlichen Moment in der Hektik des ­Alltags wird da-durch der Verdauungsprozess in idealster Weise vorbereitet.</p>
<p>Am «besinnlichen Spiel mit den Sinnen» freuen sich auch die inneren menschlichen Organe wie Leber, Galle, Milz, Nieren, Herz und Lungen. Das Kontakt-Aufnehmen über die Sinne heisst, sich auseinandersetzen mit der Biografie eines Lebensmittels. Denn durch die tägliche Ernährung verbindet sich der Mensch in intimster und intensivster Weise mit den Erdenverhältnissen und — meistens unbewusst, aber dadurch nicht weniger real — mit dem Kräftezusammenhang des ganzen Universums. Ernährung ist nur zum Teil eine materiell-physische Angelegenheit. Weitaus bedeutungsvoller ist deren immaterielle, seelisch-­geistige Seite. Eine naturbelassene, qualitativ vollwertige Nahrung macht den Körper des Menschen gesund, die Seele beweglich und den Geist frei.</p>
<h4>Den ökologischen Landbau fördern</h4>
<p>Voraussetzung für die sorgfältige Zubereitung und die bewusste Aufnahme unserer Nahrung ist allerdings ein Landbau, aus dem Pflanzen hervorgehen, die Lebens-Qualität besitzen. Daher kann man sich freuen und dankbar sein, dass sich die biologische und biologisch-dynamische Szene immer mehr etabliert. Mit dem ökologischen Landbau wird versucht, die Landwirtschaft wieder zu verlebendigen und in ein Gleichgewicht zu bringen.</p>
<p>Im biologisch-dynamischen Anbau werden die Lebendigkeit, die Form– und Bildekräfte, die ­spezifischen Geschmacks– und Duftstoffe unter anderem durch den Einsatz von Pflanzenpräparaten verstärkt und verfeinert. Diese machen den Wert der Nahrung aus. Die daraus resultierenden Demeter-Produkte fördern das Leben von Mensch und Erde. Sie sind „Wegbereiter“ zur Wiederverbindung des Menschen mit seinem geistigen Ursprung. Letzthin tauchte ein neuer Ausdruck auf: ‚bewusst-­dynamisch’.</p>
<p>Wenn die Kosumentinnen und Konsumenten bewusst-dynamisch jeden sozial– und umweltgerechten Landbau unterstützen, werden dadurch die Lebens– und Nahrungsgrundlagen für morgen wieder menschen– und naturgemässer. Wir alle können also die Lebensmittel-Produktion bewusst steuern. Die Unterstützung der ökologischen Anbauweise über das Einkaufsverhalten kann auch Gesetzesänderungen bewirken. So hat doch tatsächlich die EU-Kommission beschlossen, die seit Jahren geltenden Vermarktungsnormen für Gemüse und Obst zu lockern — das ermöglicht wieder grössere Vielfalt und weniger Norm, mehr Lebendigkeit und weniger Uniformität, mehr Verbraucher-Mündigkeit und weniger staatlichen Zwang!</p>
<h4>Die Leber bildet Leben</h4>
<p>Eines der Haupt-Verdauungsorgane ist die Leber. Sie schwimmt förmlich im flüssigen Element. Wie ein Schwamm nimmt die Leber die verschiedenen Säfte auf — Pfortaderblut, arterielles und venöses Blut, Gallen– und Lymphströme. Sie hat einen auffallend vegetativen Charakter und dementsprechend enorme Re­generationskräfte zur Verfügung. Man kann sie direkt als eine dauernde ‚Frühlings-Pflanze’ im menschlichen Organismus bezeichnen. Das Wort ‚Leber’ stammt von Leben ab, und die Leber produziert tatsächlich fortwährend neues Leben!</p>
<p>Die Nahrung soll eigentlich ein Lebensspender sein. Aber der Grund für die häufigsten Krankheiten liegt gerade im Leberbereich. Eine davon ist der Verlust der Fähigkeit des ‚Schmeckens’. Die Leber ist das Geschmacks­zentrum der inneren Organe. Die Zunge kann als ­‚kleine ­Schwester’ der Leber betrachtet werden. Auch sie ist immer von Flüssigkeit, dem Speichel, umspült. Am bewussten Genuss, der beim Essen im Gaumen und auf der Zunge entsteht, nimmt auch die Leber teil.</p>
<p>Gibt es etwas ‚Himmlischeres’, als so recht herzhaft in einen reifen, saftigen Apfel — frisch vom Baum gepflückt — beissen zu dürfen oder zuckersüsse, ­weiche, noch sonnenwarme Feigen oder Aprikosen im Munde genüsslich zu kosten? Darüber freut sich auch die Leber!</p>
<p><em>Dieser Artikel erschien im Original in QUINTE — fünf Beiträge zur Gesundheit, Ausgabe <a href="http://quinte.ch//default.aspx/NAV/143,417" rel="external nofollow">Sommer 2009</a>.</em></p>
<p><em>Fotoquelle: Flickr </em>| © <a rel="external nofollow" href="http://www.flickr.com/photos/bs/" title="Britt Selvitelle" target="_blank">Britt Selvitelle</a></p>
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		<title>Fleischfrei leben</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 02:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils Solanki</dc:creator>
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		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetarisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Im ersten Teil dieser Serie haben wir die Motivation zur und die Vor-/Nachteile der vegetarischen Ernährung behandelt. Hier geht es um die konkreten Schritte, um fleischfrei Leben zu können. Hinweis: In diesem Artikel wird der Ausdruck Fleisch für Fleisch, Würste, Fisch, andere Meerestiere, etc. verwendet. Um von einer fleischreichen zu einer fleischfreien Ernährung umzusteigen gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/05/vegetarier_werden_2-mhaller1979.png" rel="lightbox[1455]"><img src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/05/vegetarier_werden_2-mhaller1979.png" alt="" title="Gemüse, die Basis der fleischfreien Ernährung" width="470" height="314" class="size-full wp-image-1741" /></a></p>
<p>Im ersten Teil dieser Serie haben wir die Motivation zur und die Vor-/Nachteile der vegetarischen Ernährung behandelt. Hier geht es um die konkreten Schritte, um fleischfrei Leben zu können.<br />
Hinweis: In diesem Artikel wird der Ausdruck Fleisch für Fleisch, Würste, Fisch, andere Meerestiere, etc. verwendet.</p>
<p>Um von einer fleischreichen zu einer fleischfreien Ernährung umzusteigen gibt es einige Möglichkeiten. Die zwei beliebtesten und wahrscheinlich simpelsten sind: Sofort aufhören Fleisch zu essen, oder den Fleischkonsum langsam zu reduzieren.</p>
<h4>Cold Turkey (Sofort aufhören)</h4>
<p>Ich hatte seit einer Weile mit dem Gedanken gespielt, Vegetarier zu werden, es aber aufgeschoben. Im Frühjahr 2010 war ich dann an einem Männerseminar in der Innenschweiz und hatte einigen der anwesenden Männern erzählt, dass ich irgendwann einmal Vegetarier werden möchte. Als ich Samstagmittag Spaghetti Bologneser bestellt hatte, meinte einer der Männer zu mir: »Wann willst du denn Vegetarier werden?« Worauf ich antwortete: »Ich bin mir noch nicht sicher, einfach sobald ich mich bereit dazu fühle«. Darauf er: »Wieso wirst du nicht einfach jetzt Vegetarier? Sonst schiebst du es ja ewig vor dir her«. Seine Reaktion verdutzte und ich suchte sofort einen Grund, um seinen Vorschlag abzulehnen. Es schossen mir viele Gedanken durch den Kopf, doch ich wusste, dass er eigentlich recht hat. Er bot mir an, meine Spaghetti zu essen und ich holte mir eine neue Portion mit Tomatensauce. Seitdem habe ich, abgesehen von rohem Fisch, kein Fleisch mehr gegessen.</p>
<p>Das ist der radikalere Weg, und auch der Schwierigere. Ich hatte in den ersten 3–5 Monaten danach immer wieder starke Fleischgelüste und musste mich beherrschen, um nicht »aus Versehen« etwas Fleisch zu essen. Fleischersatzprodukte aus Pilzen und Soja (letzteres ist nur in kleinen[!] Dosen zu empfehlen<sup class='footnote'><a href="#fn-1455-1" id='fnref-1455-1'>1</a></sup>) haben mir Anfangs sehr geholfen, mit diesem Verlangen zu Leben. Nach diesen Monaten hatte ich sie praktisch nicht mehr; nur auf Geruch von grilliertem Fleisch reagiert mein Körper mit (Fr)esslust.</p>
<p>Diesen Weg empfehle ich nur für Menschen, die von ihrer Motivation überzeugt sind und genug diszipliniert sind. Wenn du diesen Weg wählst, ist es wichtig, dass du nicht einfach das Fleisch aus deinem Menüplan entfernst, sonst wirst du sehr wahrscheinlich mit einem Kaloriendefizit und überwältigendem Hunger bestraft. Um das zu Verhindern und den Umstieg mehr zu geniessen, solltest du dich eingehend mit deiner zukünftigen Ernährungsform befassen.</p>
<h4>Gradual Reduction (langsame Reduktion)</h4>
<p>Es ist einfacher, den Fleischkonsum langsam zu reduzieren und am Ende eventuell ganz darauf zu verzichten. Dazu hilft es, den eigenen Fleischverzehr zu kennen. Am einfachsten geht das, wenn du dein eigenes (Fleisch) Esseverhalten zwei Wochen lang dokumentierst. Schreibe dir in einem kleinen Tagebuch oder deinem Smartphone alles auf, was du isst.</p>
<p>Nach diesen zwei Wochen weisst du, wieviel Fleisch du isst. Dann kannst du mit der Reduktion beginnen, und für zwei Wochen ca. einen Viertel weniger Fleisch (und anderen Elementen in deiner Ernährung, die du absetzen möchtest) essen. Wenn es dir danach noch gut geht, kannst du das zweite Viertel aus deinem Menüplan streichen, nach zwei weiteren Wochen das dritte Viertel, und nach insgesamt 6 Wochen den letzten Viertel. Gratuliere, du bist jetzt Vegetarier.</p>
<p>In diesen Wochen ist es wichtig und spannend, neue Nahrungsmittel und Gerichte kennenzulernen. Sie ersetzen nicht nur die verlorengegangenen Kalorien; gute Narungsmittel erweitern den geschmacklichen Horizont und die Vitalität.</p>
<h4>Wie esse ich als Vegetarier?</h4>
<p>Michael Pollan beschreibt es in seinem Buch <a href="http://michaelpollan.com/books/in-defense-of-food/" rel="external nofollow">»In Defense of Food«</a> sehr schön: »Eat food. Not too much. Mostly plants«. In diesem Fall gilt vor allem letzteres: Iss vor allem Pflanzen, dafür aber viel davon. Idealerweise bilden stärkehaltige und grünblättrige Pflanzen die Basis der Ernährung. Die stärkehaltigen Nahrungsmittel sind auch grossartige Kohlenhydratquellen.</p>
<p>Stärkehaltige Pflanzen (Beispiele):<sup class='footnote'><a href="#fn-1455-2" id='fnref-1455-2'>2</a></sup></p>
<ul>
<li>Kartoffeln</li>
<li>Karotten</li>
<li>Sellerie</li>
<li>Randen</li>
<li>Süsskartoffeln</li>
</ul>
<p>Weitere Kohlenhydratquelle (Beispiele):</p>
<ul>
<li>Brauner Reis</li>
<li>Vollkornpasta</li>
<li>Quinoa</li>
<li>Amaranth</li>
<li>Mais</li>
</ul>
<p>Grünblättrige Pflanzen (Beispiele):</p>
<ul>
<li>Batavia</li>
<li>Chinakohl</li>
<li>Eichblattsalat</li>
<li>Federkohl</li>
<li>Kopfsalat</li>
<li>Nüsslisalat</li>
<li>Rucola</li>
<li>Spinat</li>
</ul>
<p>Als (Ovo-Lacto-)Vegetarier sind Tierprodukte wie Eier, Butter oder Milch ebenfalls wertvolle Kalorienquellen, und sie enthalten wertvolle gesättigte Fettsäuren. Richtig gelesen, gesättigte Fettsäuren<sup class='footnote'><a href="#fn-1455-3" id='fnref-1455-3'>3</a></sup>. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der <a href="#wikipopFrame" class="wikipopLink" onclick="setFrameSrc('Zellmembran', 'de');">Zellmembran</a> unserer Zellen, regen die Verdauung an und sind notwendig zur Verarbeitung von essentiellen Fettsäuren (Omega-3 und Omega-6)<sup class='footnote'><a href="#fn-1455-4" id='fnref-1455-4'>4</a></sup>. In veganen Nahrungsmitteln kommen sie vor allem in Kokosnüssen vor: Kokosöl/-fett und Kokosmus sind daher gute Quellen von gesunden gesättigten Fettsäuren.</p>
<p>Da Fleischesser das meiste Protein aus tierischen Quellen beziehen, fehlen beim direkten Verzicht auf Fleisch wichtige <a href="#wikipopFrame" class="wikipopLink" onclick="setFrameSrc('Aminosäuren', 'de');">Aminosäuren</a> (Proteine). Dabei gibt es auch sehr gute pflanzliche und tierische Quellen:</p>
<ul>
<li>Eier</li>
<li>Vollmilch</li>
<li>Hüttenkäse</li>
<li>Quark</li>
<li>Linsen</li>
<li>Kichererbsen</li>
<li>Seitan</li>
<li>Quinoa</li>
<li>Blütenpollen (Bienenprodukt)</li>
</ul>
<h4>Tipps</h4>
<ol>
<li>Finde Menschen, die ebenfalls Vegetarier werden möchten. Zu zweit, dritt oder viert macht das ganze nicht nur mehr Spass; du hast auch eine Supportgruppe für schwierige Zeiten und wirst dich weniger von deiner Fleischeslust hinreissen lassen.</li>
<li>Erstelle ein kleines Rezeptbuch oder eine Rezeptkartei. Schreibe deine 10 Lieblingsrezepte (falls du schon welche hast) in ein Notizbuch oder auf Karteizettel und suche 30 weitere heraus, die du gerne ausprobieren möchtest. Probiere diese der Reihe nach durch, und behalte die, die du besonders magst und die einigermassen einfach zuzubereiten sind. Damit hast du eine wertvolle Ressource, auch wenn du nur wenig Zeit zum kochen hast.</li>
<li>Ersetze in Fleischgerichten das Fleisch mit Pilzen, <a href="#wikipopFrame" class="wikipopLink" onclick="setFrameSrc('Seitan', 'de');">Seitan</a> oder einem anderen Fleischersatzprodukt deiner Wahl.<sup class='footnote'><a href="#fn-1455-5" id='fnref-1455-5'>5</a></sup></li>
</ol>
<h4>Nächste Schritte</h4>
<p>Im nächsten Artikel geht es um die Nährstoffe, die bei einer unbedachten Umstellung fehlen können, und solche, die nicht im Übermass konsumiert werden sollten.</p>
<p><em>Fotoquelle: <sup class='footnote'><a href="#fn-1455-6" id='fnref-1455-6'>6</a></sup></em></p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-1455-1'><a href="http://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2005/08/30/soy-ruled-no-health-food.aspx" rel="external nofollow"><em>Dr. Joseph Mercula: </em>Soy Ruled No Health Food</a>, mercola.com <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-1455-1">↩</a></span></li>
<li id='fn-1455-2'><a href="http://www.180degreehealth.com/uploads/eBooks/Rrarf.pdf" rel="external nofollow">Matt Stone: <em>Rehabilitative Rest &amp; Aggressive Re-Feeding</em></a>, p. 43ff, 180 Degree Health <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-1455-2">↩</a></span></li>
<li id='fn-1455-3'><a href="http://www.marksdailyapple.com/saturated-fat-healthy/" rel="external nofollow">Mark Sisson:<em>Is Saturated Fat Healthy?</a>, Mark’s Daily Apple <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-1455-3">↩</a></span></li>
<li id='fn-1455-4'><a href="http://www.health-report.co.uk/saturated_fats_health_benefits.htm" rel="external nofollow">Enig, Fallon: <em>Proven Health Benefits of Saturated Fats</em></a>, health-report.co.uk <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-1455-4">↩</a></span></li>
<li id='fn-1455-5'><a href="http://zenhabits.net/how-to-become-a-vegetarian-the-easy-way/" rel="external nofollow"><em>How to Become a Vegetarian, the Easy Way</em></a>, Zen Habits <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-1455-5">↩</a></span></li>
<li id='fn-1455-6'>Flickr | © <a href="http://www.flickr.com/photos/mhaller1979/" rel="external nofollow">mhaller1979</a> <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-1455-6">↩</a></span></li>
</ol>
</div>
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		<series:name><![CDATA[Vegetarier werden]]></series:name>
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