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	<title>OpenMindJournal &#187; Politik und Weltgeschehen</title>
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	<description>Das Online-Journal für Bewusstsein, Lebenspraxis und Change</description>
	<lastBuildDate>Thu, 17 May 2012 11:01:36 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
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		<title>#OccupyIntegral</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 15:46:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Editors Choice]]></category>
		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Change]]></category>
		<category><![CDATA[Konstruktiver Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Weltgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir posten dieses Manifest in einem Moment, der sich anfühlt wie die Ruhe vor dem Sturm. Es ist März 2012, nur wenige Wochen eines Jahres, das reich ist an sozialer, politischer und spiritueller Bedeutung. In den USA ist natürlich Wahljahr, das all den  durch die Medien verursachten Wahnsinn mit sich bringt. Laut dem chinesischen Kalender [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4608" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/dreamstime_xs_21497153.jpg" rel="lightbox[4604]"><img class=" wp-image-4608 " title="Revolution of the Mind" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/dreamstime_xs_21497153-300x198.jpg" alt="" width="250" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: © Michael Rubin | Dreamstime.com</p></div>
<p>Wir posten dieses Manifest in einem Moment, der sich anfühlt wie die Ruhe vor dem Sturm. Es ist März 2012, nur wenige Wochen eines Jahres, das reich ist an sozialer, politischer und spiritueller Bedeutung. In den USA ist natürlich Wahljahr, das all den  durch die Medien verursachten Wahnsinn mit sich bringt. Laut dem chinesischen Kalender ist das Jahr des Drachens, ein Symbol für Dynamik und Kraft. Im überlieferten Maya-Kalender… naja, wir kennen das.</p>
<p>Das Gefühl der Ruhe kommt wohl auch daher, weil auf der nördlichen Erdhalbkugel gerade Winter ist. Doch mehr, es scheint wie die Stille oder die Erschöpfung nach einem <em>komplizierten</em> Jahr. Von Revolutionen im Mittleren Osten bis zu den Occupy Protesten in den USA und global; es ist etwas am Gären… und am Überlaufen.</p>
<p>Wir sind vier Jahre in der globalen Wirtschaftskrise und die fundamentalen Themen in Bezug auf Nachhaltigkeit, Schulden, Ungleichheit usw. wurden nicht mal richtig angesprochen, geschweige denn gelöst.</p>
<p>Unsere politischen Systeme sind in einer Pattsituation. Signale aus der Umwelt werden immer Besorgnis erregender. Nicht nur die schmelzenden Polkappen, sondern auch das nukleare Desaster in Japan markieren die Grösse des Loches, das wir uns selbst graben. Es lässt sich feststellen, dass die Menschen gestresst sind.</p>
<p>Kein Zweifel, es passieren auch reichlich ermutigende Dinge. Neue Technologien, neues Erwachen, neue Formen von Kreativität und Zusammenarbeit und einiges mehr. Das macht es so eine ausserordentliche Zeit um am Leben zu sein.</p>
<p>Natürlich können wir 10, 500 oder 2000 Jahre zurück schauen und finden ähnliche Geschichten der Menschheit am Übergang von Krise und Transzendenz. Dennoch gibt es eine exponentielle Intensität wie unsere Situation in den letzten Jahrzehnten komplexer wurde und sich beschleunigte (in anderen Worten evolvierte), und es gibt wenig Zweifel, dass wir nun auf einem steilen Abhang sind.</p>
<p>Vielleicht erscheint es daher wie ein Moment in dem das Bewusstsein anspannt oder seine Energie für das Unbekannt konserviert, das kommen mag – dieses fremde X, das eine höhere Ordnung aus dem Chaos hervorzaubert.</p>
<p>Es ist ein Moment der sich intuitiv anfühlt wie… <em>schwanger.</em></p>
<p>***</p>
<p>Doch solange wir auf unsere tägliche News-Feeds fixiert sind, verpassen wir die volle Tiefe und den Reichtum des Moments. Ebenso kann es sich anfühlen, als wäre das grössere Bild der Bewusstseinsevolution losgelöst von unserem täglichen Leben, wenn wir uns nur intellektuell darauf beziehen.</p>
<p>Wir wachen jeden Tag auf, vollrichten unsere Arbeit, verbinden uns miteinander und finden Sinn auf so viele verschiedene Arten. Und doch gibt es einen <em>optimalen Punkt,</em> wo sich unser In-der-Welt-sein sich mit dem verbindet was wir den <em>Zeitgeist</em> nennen könnten. Unsere Existenz wird aktiviert, wie Hefe im Teig der Welt. Und die Frage was »wirklich los ist« – oder wie wir auf das transzendente und immanente X antworten und es inkarnieren – ist auf eine ganz neue Art von Bedeutung.</p>
<p>***</p>
<p>Als Integralisten – oder Menschen die sich der gesunden Evolution des Bewusstseins, der Kultur und der Systeme, die unsere Welt ausmachen, verschrieben haben – fühlen wir uns berufen aufzuwachen, um diesen wunderbaren Moment zu verstehen, sich zu engagieren, sich daran zu erfreuen und ihm zu dienen. Dennoch gibt es die Wahrnehmung, dass wir integrale Enthusiasten als Gemeinschaft, Tribe oder »We-Space«, zu wenig tiefe Beziehungen zur Welt haben, oder keine sogenannte Soziale Verantwortung. Es wird gesagt, wir sind viel mehr an der »Landkarte« interessiert als am »Territorium«. Wir werden des »Meta-Tuns« und der »Integralen Untätigkeit« bezichtigt (oder wir beschuldigen uns gegenseitig dafür).</p>
<p>Natürlich sind solche Wahrnehmungen und teilweise wahr und wir können leicht auf viele integrale Projekte verweisen und Praktizierende, die sich diesen Behauptungen widersetzen. Dennoch sind sie nicht grundlos und macht Sinn sich darüber Gedanken zu machen, warum dem so ist.</p>
<p>***</p>
<p>Die Crux des Problems scheint folgendes zu sein:</p>
<p>Einerseits fühlen wir uns nicht wohl dabei, uns mit der Art von Aktivismus zu identifizieren, oder Energie darin zu investieren, die mit den Progressiven, Umweltschützern oder anderen linksgerichteten Gruppierungen assoziiert wird (und noch weniger mit rechtsgerichteten Gruppen wie die Tea-Party). Wir finden sie zu ideologisch, rigide und nicht dynamisch, innovativ oder kreativ genug. Kulturell treten sie zu polarisierend auf, oft nicht willens oder unfähig gegensätzliche Sichtweisen zu respektieren. Obwohl viele von uns mit der progressiven Agenda sympathisieren, fühlen wir einfach nicht, dass der Anlass unseren Geist und Verständnis der Dinge widerspiegelt. Deshalb geben wir diesen Bewegungen auf eine abschätzige Weise Etiketten wie »grün«, »First Tier« oder »postmodern«.</p>
<p>Andererseits hat das integrale Bewusstsein noch keine kohärente kulturelle Bewegung geschaffen, die ihre eigene Kraft für sozio-politische Veränderung werden könnte. Vielmehr scheinen seine frühen Ausdrucksformen die Wichtigkeit oder Notwendigkeit von sozialem Aktivismus herunterzuspielen. Stattdessen neigt es dazu die Evolution des Selbst zu priorisieren. Darüber hinaus verwischt die integrale Kultur (vor allem in seinem eher ungeschickten Bestreben des Marketings) oft eine Linie der Glaubwürdigkeit, und riskiert so zu einem Teil des New-Age oder der Neugeist-Bewegung zu werden.</p>
<p>Unser Ausdruck des sozialen Commitments lässt sich zusammenfassen in dem Satz, »sei der Wandel den du in der Welt sehen möchtest«. Das ist ein schöner und grundlegend wahrer Slogan, natürlich, dennoch bleibt der Fokus auf das Individuum, was nur die halbe Wahrheit ist. Wenn wir uns darauf berufen »die Veränderung zu sein«, dann fühlt sich das oft an, als wäre dies getrieben von einem Bedürfnis die Spannungen zu lindern, die aus der Idee eines <em>sozialen Kampfes</em> kommen. Das ist natürlich paradox, denn Gandhi war ja solch ein gewaltiger Aufrührer. Trotz der Teilwahrheit dieser Aussage, hat die New-Age-Verwendung den Effekt, nicht nur der Kritik von Macht und Ungerechtigkeit auszuweichen, sondern wir nehmen uns auf einer existentiellen Ebene aus dem Kampf heraus.</p>
<p>Bevor wir weiter gehen, lasst und eines klar werden: Es gibt nichts in der Integralen Theorie, das einen eher aktivistischen Ausdruck des Integralismus ausschliesst. Im Gegenteil, das Modell ruft offensichtlich danach! Es beschreibt ausdrücklich den Pfad von individueller, sozialer und kultureller Evolution zu einer grösseren Ganzheit, Tiefe, Bewusstheit, Komplexität, Intelligenz und natürlich, der guten alten Güte, Wahrheit und Schönheit. Es gibt eine vitale Kritik an bestehenden Institutionen innerhalb unserer ganzheitlichen/evolutionären Sichtweise.</p>
<iframe style="background:#000000;" src="http://player.vimeo.com/video/31167032?title=1&amp;byline=1&amp;portrait=1&amp;color=00adef&amp;autoplay=0&amp;loop=0" width="400" height="300" frameborder="0"></iframe>
<p>Deshalb ruft dieses Manifest nach einer Wiederverwendung von <a href="http://integrallife.com/node/37539" rel="external nofollow">Ken Wilber’s AQAL Matrix</a>. Jenen, die es – oder den Chefarchitekten und die Integrale Szene, die half es hervorzubringen – als zu theoretisch und wirklichkeitsfremd abtun, sagen wir, <em>occupy it!</em> Mehr als irgendjemand, hat Ken Wilber in erster Linie ein konzeptuelles Framework vorgegeben, um eine <a href="http://beamsandstruts.com/essays/item/26-post-postmodern-politics-a-going-under" rel="external nofollow">Konversation über einen »post-postmodernen«</a> Ansatz für eine soziale Transformation zu führen. Und Ken hat uns nicht nur die Landkarte gegeben, er hat tausende von uns auch in einer Kommunikationsgemeinschaft verbunden, die eine gemeinsame, multidimensionale, radikal evolutionäre Sprache spricht – eine, die fundamental adaptiv und vital ist. Deshalb bleibt er eine unverzichtbare Persönlichkeit; deshalb müssen wir unseren Weg finden, <a href="http://beamsandstruts.com/articles/item/632-the-123-of-relationship-to-ken-wilber" rel="external nofollow">zu einer reifen</a>, doch <a href="http://beamsandstruts.com/articles/item/633-the-123-of-relationship-to-ken-wilber-pt-ii" rel="external nofollow">nicht unkritischen, Wertschätzung seiner Arbeit</a>; deshalb ist es immer noch wichtig <a href="http://www.coreintegral.com/" rel="external nofollow">AQAL zu lernen</a>. (Wir können sogar verzeihen, wen manche Hardcore Studenten von Ken’s Arbeit <a href="http://www.integralworld.net/neale1.html" rel="external nofollow">zeitweise integral ausflippen</a>.)</p>
<p>Trotzdem ist es keine Option mehr für Menschen die sich »integral« nennen, sich auf praktischer Ebene, von den Angelegenheiten zu distanzieren, von denen so viele unserer Brüder und Schwestern ergriffen sind.…</p>
<p>Muss es eine Trennung geben zwischen unserer Fähigkeit für Meta-Perspektiven und der tugendhaften Empörung der »99%«? Muss unsere Leidenschaft für spirituelle Evolution heller leuchten als unsere Bereitschaft zur Wiederherstellung eines gesunden Lebensraums, oder die bittere Armut zu beenden, oder die Bekämpfung des korrupten Einflusses von Geld in unserer Politik, oder die Herausforderung des Peak-Oil, oder die direkte Teilnahme am politischen Prozess selbst – zum Beispiel, wenn wir lokale Kandidaten unterstützen oder uns selbst für ein Amt bewerben?</p>
<p>Wenn es stimmt, dass die Menschheit in einer evolutionären Krise/Geburt steckt, was wir glauben, dann scheint es, dass wir als Integralisten eine einmalige Gelegenheit haben, eine bedeutende Rolle in der weiteren Geschichte zu spielen. Am Spielfeldrand zu sitzen und auf den »Tipping Point« zu warten garantiert, dass jene mit einer engeren Agenda den Diskurs dominieren werden. Was, wenn wir den Rahmen dieses Diskurses ändern, nicht in 50 oder 100 Jahren, sondern in den nächsten 5, 10 oder 20? Was, wenn unser Engagement als »Evolutionäre« ebenso eine tiefere Art von Revolution umfassen würde?</p>
<p>Selbstverständlich sprechen wir von einer »Revolution der Liebe«, eine Revolution in der wir erkennen, dass wir nicht von den Anderen getrennt sind. Es wird eine Revolution die nicht danach strebt die politischen Gegner zu zerstören, sondern eher Gewalt sogar auf der Ebene unseres politischen Diskurses umzuwandeln. Es wird eine <a href="http://www.integralrevolution.com/" rel="external nofollow">evolutionäre Revolution</a> die »die Veränderung sein« mit »die Veränderung machen« integriert.</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/BRtc-k6dhgs?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Auf einem bestimmten Level sprechen wir von der Neudefinierung oder Entwicklung einer »Integralen Marke«, wie Joe Perez es vorschlug. Wie schlagen auch ein grösseres Konzept von »Revolution« vor, eines das hoffentlich mehr Aktivisten und andere »Kulturkreative« für eine grosszügige integrale Denkweise begeistert, aus dem die Herausforderungen und Möglichkeiten unserer Zeit angegangen werden können. Letztendlich zielen wir darauf ab, eine Kulturelle Bewegung zusammenzuhalten, die eine gesunde, adaptive Antwort auf unsere planetarische Krise verkörpert und vollzieht – und vielleicht sogar dabei hilft eine schönere zukünftige Welt zu formen.</p>
<p>Um dies zu erreichen brauchen wir eine Integrale Vision die nicht nur »meta« ist – die sich konkret in einem machbaren Zeitrahmen umsetzen lässt. Wir können uns zum Beispiel fragen wir uns eine Integrale Demokratie vorstellen, eine Integrale Ökonomie, ein Integrales Gesundheitssystem – oder eigentlich, eine integrale und integriertere <em>planetarische Zivilisation</em>. Und wie beginnen wir unsere Worte in Taten umzuwandeln, um dort hin zu kommen? Einige schlaue Menschen denken bereits auf diesen Linien (und darüber hinaus), wie etwa <a href="http://www.stevemcintosh.com/" rel="external nofollow">Steve McIntosh</a>, <a href="http://www.millionhelpabillion.com/" rel="external nofollow">Robb Smith</a> und <a href="http://thehumanproject.us/" rel="external nofollow">Anna Stillwell</a>.</p>
<p>Hier könnten auch Think-Tanks geschaffen werden – wie auch die Konservativen und Liberalen sie haben – die sich nichts anderem widmen, als nach Regelungen, globalen Standards und politischen Strategien suchen. Ohne Zweifel gibt es hier auch viele unternehmerische Gelegenheiten, die eine Zahl von Menschen verfolgen. Die Bewegung des <a href="http://consciouscapitalism.org/" rel="external nofollow">Bewussten Kapitalismus</a> ist ein hoffnungsvoller Versuch um integrale Werte in die Wirtschaftswelt zu bringen, und <a href="http://www.holacracy.org/" rel="external nofollow">Holakratie</a> erneuert integrale Praktiken um Organisationsstrukturen und –dynamiken zu evolvieren. Doch das grösste Potenzial sehen wir für eine globale kulturelle Bewegung auf breiter Basis, nach Open-Source Prinzipien, die dabei hilft, dass Integrales Bewusstsein in den Mainstream eindringen kann.</p>
<p>***</p>
<p>Zusammenfassend möchten wir ein paar praktische Vorschläge bieten, die, wie wir denken, die Integrale Kultur, und die Marke Integral, in eine aktivistischere und aktivere Richtung treiben kann.</p>
<ol>
<li>Lasst uns sorgsamer sein um die Tendenz Menschen oder Gruppen mit Kategorien wie »integral« und nicht-integral« zu bezeichnen (und ebenso »First-Tier« oder »Second Tier« oder einzelne Farben von Spiral Dynamics und den AQAL Entwicklungsstufen). Als langjährige Integralisten haben wir kein Problem mit Entwicklungshierarchien, besonders in Theorie und spezifischen Anwendungen. Doch diese Etiketten können bei Interaktionen mit unterschiedlichen Menschen in der echten Welt wenig hilfreich sein. Vielmehr können sie geradezu schädlich sein in menschlichen Beziehungen, wenn sie sorglos angewandt werden. Das Bestreben sehr genau festzulegen was »wirklich integral« ist, ist ein Abtörner, der den Absolutismus widerhallt, den wir typischerweise in der Politik des rechten Flügels und der Religion sehen. Anstatt dessen können wir die Grosszügigkeit praktizieren, die <em>Integralheit überall</em> zu sehen, während wir all die Fachausdrücke komplett weglassen – einfach die <em>Wesen sein lassen</em>, wie Martin Heidegger (der abstruseste aller Philosophen) die »Essenz der Wahrheit« in seiner späten Gedanken beschrieb.</li>
<li>Engagieren wir uns für den Kampf der Ideen mit mehr Demut und Kraft. Wir können damit beginnen die Vorstellung loszulassen, dass nur, weil eine Idee »integral« ist, oder »Produkt des Integralen Bewusstseins«, sie deswegen besser ist. Das funktioniert nicht in einem rationalen Diskurs, wo nur der »zwanglose Zwang des besseren Arguments« zählt. Wir müssen uns auf eine grössere Konversation einstellen und für die integralen Ideen sprechen, nicht nur weil sie integral sind, sondern weil sie einfach zwingend notwendig sind. Das heisst, wir müssen zuerst diese Ideen entwickeln und artikulieren; und zweitens, müssen wir nicht nur andere Integralisten einbinden, sondern auch Denker, Pundits und Meinungsführer quer durch das kulturelle Spektrum.</li>
<li>Lasst uns Brücken mit Individuen und Gruppen bauen, die gute Arbeit in der Welt leisten, egal ob sie eine explizite integrale Orientierung teilen oder nicht. Die <a href="http://www.occupytogether.org/" rel="external nofollow">Occupy Bewegung</a> sollte ganz oben auf dieser Liste sein, genauso Denke wie <a href="http://charleseisenstein.net/" rel="external nofollow">Charles Eisenstein</a> und einige der Mitwirkenden von <a href="http://www.realitysandwich.com/" rel="external nofollow">Reality Sandwich</a> (wo er bloggt). Die Transition Bewegung schafft Gemeinschaften rund um den Globus, basierend auf Prinzipien der lokalen Selbstversorgung. Chris Martenson bietet <a href="http://www.chrismartenson.com/" rel="external nofollow">in seinem Crash Course</a> eine heterodoxe Analyse unserer Wirtschaftslage, mit Gedanken wie wir uns für kommende Störungen vorbereiten. Und es gibt zahlreiche weitere Beispiele. (Fühl dich frei deine eigenen Favoriten in Kommentaren zu nennen). Lasst uns eingestehen, dass wir viel lernen können von deren Erfahrung und einzigartigen Expertise, auch wenn wir wissen, wir können etwas Wertvolles bieten für deren Projekte.</li>
<li>Lasst uns ernster werden mit dem politischen Engagement. Ein offensichtlicher Ort zum Starten sind die kommenden Wahlen in den USA. Weil viele (doch sicher nicht alle) Integralisten wahrscheinlich Präsident Obama unterstützen, wäre es smart den integralen Standpunkt für (oder gegen) Obama deutlicher und kraftvoller zu machen. Jeff Salzman, in seinem <a href="http://integrallife.com/contributors/jeff-salzman" rel="external nofollow">Daily Evolver</a>, ist ein aufsteigender Integraler »Pundit« mit ganz viel Weisheit zu Politik, Kultur und aktuellen Ereignissen (unter vielen anderen Dingen). Doch Bundespolitik ist nur ein Teil des Spiels. Auf Landes– oder lokaler Ebene sind die Themen oft profaner und unmittelbarer, und die Kandidaten sind greifbarer. Sind wir willens integralere Kandidaten für Kongress oder Parlament, das Bundeshaus oder den Stadtrat zu unterstützen? Terry etwa, unterstützt <a href="http://staceylawson.com/" rel="external nofollow">Stacey Lawson</a> in seinem Kongressdistrikt, und Marco unterstützt <a href="http://shafferforcolorado.com/" rel="external nofollow">Brandon Shaffer</a>. Sind da irgendwelche Integralisten draussen, die bereit sind zu kanditieren?Und lasst uns nicht vergessen, dass in einigen Teilen der Welt »zu kanditieren« keine sinnvolle Option ist. Obwohl wir nicht auf den Strassen von Ägypten, Griechenland oder Syrien sein können, können wir zumindest unsere digitale Solidarität mit unseren Freunden an diesen schwierigen Orten zeigen. In manchen Fällen können wir sogar als »Bürgerdiplomaten« reisen, wie Terry <a href="http://www.integraliran.com/" rel="external nofollow">2007 in den Iran</a>, um sich direkter mit echten Menschen zu verbinden und Wege für den kulturellen Dialog zu erkunden.</li>
<li>Lasst uns die offen integralen Individuen und Gruppen kräftig unterstützen, die ®evolutionäre Arbeit in der Welt leisten. Sie sind da draussen – <a href="http://www.kosmosjournal.org/bios/barrett-c-brown" rel="external nofollow">beraten die Vereinten Nationen</a>, schaffen Bildungsprogramme in <a href="http://www.integralheartfoundation.org/" rel="external nofollow">kleinen Dörfern in Guatemala</a> und <a href="http://integralwithoutborders.org/" rel="external nofollow">Nigeria</a>, und <a href="http://www.humanemergencemiddleeast.org/" rel="external nofollow">visionieren die Zukunft</a> für den <a href="http://www.sudanesethinker.com/" rel="external nofollow">Mittleren Osten</a>. Das heisst eine Art Stammessystem des 21. Jahrhunderts zu umarmen – global, vielseitig, durchdringbar und hyperverlinkt; in Koexistenz mit unseren anderen Identitäten und Zugehörigkeiten; tolerant genug um Streitigkeiten und Dissens zu erlauben; doch auch zusammenhalten und liebend sein, pulsierend mit der Stimmung, dass wir uns gegenseitig anspornen und rückhalten gebieten.</li>
</ol>
<p>In anderen Worten, »let’s Occupy Integral«. Es bedarf keiner Erlaubnis. Keine offizielle Mitgliedschaft oder Zertifizierung ist notwendig für unser Recht auf friedvolle Versammlung. Gewiss können und müssen wir die Landkarte noch verfeinern, die Linsen putzen, unsere Meta-Perspektiven ausbauen, sowie die Realisierung von, und die Erdung in dem Zeugen, dem Mysterium, der Leere, Gottheit, purem Bewusstsein oder dem Wahren Selbst, vertiefen. Und lasst uns niemals vergessen, dass <em>»<a href="http://www.coreywdevos.com/2010/04/22/revolutions" rel="external nofollow">eine Revolution ohne Tanzen</a> keine Revolution wert ist«.</em> Und lasst uns noch einmal beteuern und unser Commitment radikalisieren, nicht nur uns selbst zu verändern, sondern wirklich, <em>wirklich</em> auch die Welt.</p>
<p><em>Dieser Artikel erschien erstmals auf <a href="http://beamsandstruts.com/articles/item/814-occupy-integral" target="_blank" rel="external nofollow">Beams &amp; Struts</a>, 20. Februar 2012. Übersetzung von <a href="http://www.openmindjournal.com/redaktion/?uid=1">Heinz Robert</a>.</em></p>
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		<title>Preis für Kultur und Ethik vergeben</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 23:25:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik und Weltgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangen Montag Abend wurde in Paris zum ersten Mal der Prix Myschkin vergeben. Mit dieser Auszeichnung sollen »kulturschöpferische und ethische Leistungen geehrt werden, deren Urheber sich durch vorbildhafte Beiträge zur Schaffung eines Klimas der Generosität hervorgetan haben“. Ein Freundeskreis um den Philosophen Peter Sloterdijk hat diesen mit 50.000 EUR dotierten Kulturpreis gestiftet, der nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4423" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/hessel-prix-mychkine.jpg" rel="lightbox[4419]"><img class=" wp-image-4423 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/hessel-prix-mychkine-300x208.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Stéphane Hessel übernimmt die Statue des Prix Mychkine (Pressefoto)</p></div>
<p>Am vergangen Montag Abend wurde in Paris zum ersten Mal der Prix Myschkin vergeben. Mit dieser Auszeichnung sollen »kulturschöpferische und ethische Leistungen geehrt werden, deren Urheber sich durch vorbildhafte Beiträge zur Schaffung eines Klimas der Generosität hervorgetan haben“.</p>
<p>Ein Freundeskreis um den Philosophen Peter Sloterdijk hat diesen mit 50.000 EUR dotierten Kulturpreis gestiftet, der nach einer Romanfigur, dem Fürst Myschkin aus dem Roman <em>Der Idiot</em> von Dostojewski benannt ist. Das Gründungskomitee des Prix Myschkin besteht neben Peter Sloterdijk (Karlsruhe) aus dem österreichischen Medientheoretiker Peter Weibel, aus der Anglistin Regina Haslinger (Wien), den Verlegern Maren Sell (Paris) und Rene Gude (Amsterdam), dem Unternehmer Jozsef Bugovics (Leipzig).</p>
<p>In diesem Jahr wurden der französische Diplomat und Schriftsteller Stéphane Hessel, der österreichische Tierschutzaktivist Martin Balluch und der italienische Psychiater Gaetano Benedetti geehrt. Sie erhalten alle eine Statue, die vom Künstler Neo Rauch gestiftet wurde.</p>
<div id="attachment_4424" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/627px-Martin_Balluch.jpg" rel="lightbox[4419]"><img class=" wp-image-4424 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/627px-Martin_Balluch-300x287.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Tierrechtsaktivist Martin Balluch (Foto: Wikipedia)</p></div>
<p>Das Preisgeld von 50.000 EUR wird nur in der Kategorie »Work in Process« vergeben, welches dieses Jahr der Tierrechtsaktivist Martin Balluch entgegennehmen konnte. Balluch wurde im Mai 2008 verhaftet, weil ihm im Zuge der sogennanten »Tierschutzcausa« die Bildung einer kriminellen Organisation vorgeworfen wurde. Mit zehn weiteren Aktivisten sass er über drei Monate in Untersuchungshaft und stand dann von März 2010 bis Mai 2011 vor Gericht, von dem alle Angeklagten von sämtlichen Vorwürfen in allen Punkten freigesprochen wurden.</p>
<p>Der 94 Jahre alte Stéphane Hessel, der das Konzentrationslager Buchenwald überlebte, hatte zuletzt mit der Schrift „Empört Euch“ für große Aufmerksamkeit gesorgt. Das in der deutschen Ausgabe vierzehnseitige Pamphlet positioniert sich gegen den Finanzkapitalismus und für den Pazifismus und ist in einem zornigen Stil geschrieben.  Der 91 Jahre alte Benedetti erhält den Sonderpreis für „seine lebenslangen Bemühungen um das Verständnis und die Behandlung schizophrener Erkrankungen“.</p>
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		</item>
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		<title>Internetlobby als neue politische Kraft</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/01/30/usa-internetlobby-als-neue-politische-kraft/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 14:57:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Change]]></category>
		<category><![CDATA[High-Tech]]></category>
		<category><![CDATA[Konstruktiver Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Weltgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Protest gegen Anti-Piraterie-Gesetz zeigt großes Potenzial Washington (pte) — Die beiden Gesetzesvorschläge zur Bekämpfung der Internet-Piraterie in den USA, SOPA und PIPA, scheiterten innerhalb kürzester Zeit am heftigen Protest der Netzcommunity. Das zeigte das große politische Potenzial der unterschiedlichen Interessensgruppen von Usern und Industrie, die sich gemeinsam gegen die neuen Gesetze stemmten, berichtet die New [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/wikipedia_black-out.png" rel="lightbox[4398]"><img class="alignright  wp-image-4401" style="margin-left: 10px;" title="Wikipedia blacked out" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/wikipedia_black-out-300x170.png" alt="" width="200" /></a>Protest gegen Anti-Piraterie-Gesetz zeigt großes Potenzial</h2>
<p>Washington (pte) — Die beiden Gesetzesvorschläge zur Bekämpfung der Internet-Piraterie in den USA, SOPA und PIPA, scheiterten innerhalb kürzester Zeit am heftigen Protest der Netzcommunity. Das zeigte das große politische Potenzial der unterschiedlichen Interessensgruppen von Usern und Industrie, die sich gemeinsam gegen die neuen Gesetze stemmten, berichtet die New York Times.</p>
<p>Unklar ist jedoch, inwiefern diese Kräfte weiterhin gebündelt werden können: Ginge es um den Schutz der Privatsphäre stünden Nutzer und Unternehmen wie Facebook und Google wohl wieder auf getrennten Seiten. Dennoch ist die Internetlobby wohl künftig eine Kraft, die auch in Washington größeren Einfluss bekommen könnte.</p>
<h4>Unberechenbare Gruppe</h4>
<p>Der Protest gegen SOPA und PIPA funktionierte in den vergangenen Wochen äußerst effektiv: Websites wie Wikipedia blockierten aus Protest den Zugang zu ihren Ressourcen und in den Internetforen häuften sich die Kommentare gegen die geplanten Gesetze. Für Wähler unter 30 Jahren war das Thema in dieser Zeit sogar wichtiger als der bevorstehende US-Präsidentschaftswahlkampf.</p>
<p>Dennoch ist der Protest im Netz unberechenbar, so Eli Pariser von der Interessensgruppe <a href="http://front.moveon.org" target="_blank" rel="external nofollow">MoveOn.org</a>. »Die Lehre daraus ist nicht, dass die Technologie-Industrie Millionen von Menschen hat, die blind dem folgen, was sie vorschlagen.«</p>
<h4>Politik der Generation Internet</h4>
<p>»Google wird sich nicht darauf verlassen können, all diese Menschen, die gegen SOPA protestiert haben, hinter sich zu haben, wenn das Unternehmen etwas tut, das gegen den Ethos des Internets verstößt«, so Pariser weiter. Sollte es in Washington bald um ein mögliches Verbot der automatischen Gesichtserkennung in Sozialen Netzwerken wie Facebook gehen, könnte sich die Stimmung ebenfalls bald drehen.</p>
<p>Nichtsdestotrotz hat sich die junge, internetaffine Generation in den USA durch ihren Widerstand Respekt verschafft — was Experten bereits als Lobbying 2.0 bezeichnen.</p>
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		<title>Politisch aktives Weltbürgertum</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 08:45:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Editors Choice]]></category>
		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Change]]></category>
		<category><![CDATA[Konstruktiver Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Weltgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Synergie]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Möglichkeit und Bedingung menschlicher Ganz-Werdung? Überblick Der Artikel möchte aufzeigen und erlebbar machen, dass wir auch auf der globalen Ebene einen Weg vom persönlichen Empfinden zum gezielten Handeln entwickeln müssen, wenn von dieser Ebene nicht dauerhaft bewusst oder unbewusst innerer Schmerz ausgehen soll. Es wird eine konkrete Strategie beschrieben, wie auch einzelne Menschen hocheffektiv [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Eine Möglichkeit und Bedingung menschlicher Ganz-Werdung?</h2>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/mgvALLayIqp8p7rsRWLDOH2bo1_500-300x225.jpg" rel="lightbox[4264]"><img class="alignright  wp-image-4268" style="margin-left: 10px;" title="Simultan-Politik" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/mgvALLayIqp8p7rsRWLDOH2bo1_500-300x225.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a></p>
<h4>Überblick</h4>
<p><em>Der Artikel möchte aufzeigen und erlebbar machen, dass wir auch auf der globalen Ebene einen Weg vom persönlichen Empfinden zum gezielten Handeln entwickeln müssen, wenn von dieser Ebene nicht dauerhaft bewusst oder unbewusst innerer Schmerz ausgehen soll. Es wird eine konkrete Strategie beschrieben, wie auch einzelne Menschen hocheffektiv an einer ›globalen Vereinigung im Handeln‹ zur Lösung drängender globaler Probleme mitwirken und dadurch ihre persönliche globale Lähmung überwinden können. Die aktive Kultivierung einer möglichst fundierten Zuversicht, dass ein solcher Weg beschritten werden kann, wird am Beispiel der Simultan-Politik-Kampagne (<a href="http://www.simpol.org/" rel="external nofollow">www.simpol.org</a>) als innere und äußere Arbeit an der Beziehung zwischen Mensch, Menschheit und Erde beschrieben, die zugleich eine kostbare Art von Freude freisetzen kann. </em></p>
<h4>Intro – eine Einstimmung</h4>
<p>Das Leben in seiner Gesamtheit scheint sich zu bewegen zwischen Gedeihen, Freude, Liebe, Enthusiasmus – und Verderben, Angst, Trauer, Schmerz.</p>
<p>Im Menschen und durch den Menschen hat die Schöpfung, die permanent-ewige Selbstschöpfung des Universums, besondere Fähigkeiten entfaltet, sich besonders tief und intensiv an sich selbst, an ihrem Gedeihen und Erblühen zu freuen und diese Freude bewusst zu erleben. Im Menschen kann die Schöpfung sich selbst bewusst lieben, eine pulsierend-warme Zuwendung zu sich selbst spüren.</p>
<p>Seit einigen Jahrzehnten entwickelt die Schöpfung im Menschen sogar die Fähigkeit, sich bewusst nicht nur an sich selbst und an ihrem Sein zu freuen, sondern sich auch an ihrem Werden, an ihren unerwarteten Wendungen und zunehmenden Verfeinerungen, an ihren Entwicklungsschritten, zu freuen.</p>
<p>Geradezu euphorisch entdeckt die Schöpfung im Menschen in den letzten Jahren sogar die Möglichkeit, dieses Mehr– und Anders-Werden nicht nur bewusst zu erkennen und anzuschauen, sondern es sogar zu einem bewussten Tun werden zu lassen – sich selbst als Schöpfung bewusst weiter auszugestalten, in Neuland zu begeben, auf neue Höhen und in neue Tiefen aufzuschwingen.</p>
<p>Die Schöpfung kommt im Menschen jedoch auch zu neuen Dimensionen des Leidens – wenn Sein und Leben zerstört wird, wenn Entwicklung Opfer kostet, wenn Werden und Entwicklung misslingen. Dann kann die Schöpfung in uns auch Enge, Zerrissenheit, Verzweiflung spüren.</p>
<p>Viele von uns können sich wahrscheinlich jetzt beim Lesen dieses Textes die Freude am Sein und Werden vergegenwärtigen. Sie können an den inneren Ort gehen, wo wir spüren, wie sich das Leben selbst feiert, in mir, in uns  -  auf unserem Planeten. Indem wir zum Beispiel an schöne Erfahrungen mit Natur und Kultur denken, wird uns diese Seite spürbar.</p>
<p>Umgekehrt sind die meisten wahrscheinlich auch leicht in der Lage, sich die leidvolle Seite der Schöpfung zu vergegenwärtigen. Jeder Mensch ist auch einzigartige Antenne für den Schmerz der Welt, jeder hat seinen eigenen Punkt intensivster negativer Spannung – hinsichtlich seines eigenen persönlichen Lebens, hinsichtlich seiner Bezugsgruppen – hinsichtlich des Planeten.</p>
<p>Ein lebendiges, aktives Leben zu führen hat viel damit zu tun, sein Handeln darauf auszurichten, Freude zu mehren und Schmerz zu überwinden.</p>
<p>Für unser persönliches Dasein entwickeln wir im Laufe des Lebens viele Möglichkeiten, wie wir uns darauf ausrichten können, freudvolle Aspekte erlebbar zu machen und schmerzhafte Aspekte zu kontrollieren, zu vermeiden, zu mindern. Auch im Miteinander in unseren Gruppen entwickelt sich ein Spektrum an gemeinsamen Kompetenzen, mit denen die Schöpfung versucht, sich gut mit sich selbst einzurichten. (Natürlich geht das Leben immer wieder auch Wege, in denen der ursprüngliche Impuls des Lebens zu mehr Freude an sich selbst nur noch sehr schwierig wiederzuerkennen ist.)</p>
<p>Seit vielen Jahren macht sich der Planet Erde im Menschen ein immer präziseres Bild von sich selbst. Von der mythologischen Erde auf der Schildkröte zur beobachteten Scheibe zur erkannten Kugel  -  von der Physiosphäre und Atmosphäre zur Biosphäre zur Noosphäre und  Infosphäre  -  das könnte man auch als Phasen planetarer Selbsterkenntnis interpretieren, die sich im Menschen zunehmend verdichtet.</p>
<p>In unserer Zeit empfinden immer mehr Menschen eine immer intensivere Beziehung zu Freud und Leid auf dieser planetaren Ebene. Viele der globalen Entwicklungen, die wir heute wissenschaftlich und teilweise sogar mit den eigenen Sinnen beobachten können, lösen in uns spontan Gefühle von Angst, Wut oder Schmerz aus. Zugleich entdecken immer mehr Menschen die Möglichkeit ‚planetarer Freude‘ – eine ergriffene Bewunderung der Vielfalt dieser Welt, Fortschritte in der Minderung globaler Spannungen, aber auch erahnte Möglichkeiten der Entfaltung des Seins und Werdens von Natur und Kultur, die noch kommen können.</p>
<h4>Handeln zwischen Leiden und Freude auf allen Ebenen</h4>
<p>Wahrscheinlich könnte sich unsere Beziehung zu planetarem Freud und Leid noch sehr viel rasanter entfalten, wenn wir nicht sehr gute Gründe hätten, sie im Zaum zu halten. Was tun wir, wenn wir leiden? Wenn mich persönliche Symptome plagen – gehe ich zum Arzt oder zum Therapeuten oder Berater usw.. Wenn in meiner Familie Spannungen auftauchen – suche ich Gespräche, bemühe mich um Lösungen oder ziehe ggf. Konsequenzen. Wenn in meiner Stadt etwas gegen meinen Willen und wider  meine Freude geschieht – gründe ich eine Bürgerinitiative, wende mich an die lokale Presse, oder ich ziehe sogar in eine andere Stadt. Wenn in meinem Land herumgemurkst wird – dann wähle ich eine andere Partei, finde eine öffentliche Form des Protests oder wandere sogar aus. Aber – wenn ich das Empfinden habe, dass auf meinem Planeten Dinge fürchterlich schief laufen – was mache ich dann? Die Antwort auf diese Frage ist so viel und grundlegend schwieriger als die vorherigen, dass es emotional normalerweise ein großes Verlustgeschäft ist, zu tief in das hineinzuspüren, was ich den „inneren Planeten“ oder die eigene „weltzentrische Ebene“ nennen würde. Genau das mag ein wichtiger Grund dafür sein, dass die meisten gerade derjenigen Menschen, die eigentlich gute Fähigkeiten zu planetarer Sensibilität verwirklichen könnten, lieber davon ausgehen, dass die Harmonisierung der Innenwelt des Einzelnen oder die Veränderung des direkten eigenen Umfeldes ohnehin viel wichtiger seien. So erspart man sich akuten Schmerz und nagende Hilflosigkeits– und Versagensgefühle. Doch der Preis dafür ist hoch – eine  subtile, kollektive Bedrücktheit und effektive globale Passivität.</p>
<h4>Globale Bewegungen – Vielfalt auf der Suche nach Einheit</h4>
<p>Im  Sommer 2011 bin ich aufgebrochen, um meine langjährige Vision zu verwirklichen: Unter dem Titel ‚Globologom‘ eine Plattform entstehen zu lassen, und mit dieser Plattform alle globalen Initiativen und Bewegungen zu entdecken und in einen Überblick zu bringen, ihre Entwicklungen zu monitoren und ihre Ambitionen und Wirkungen gleichsam aus einer Perspektive der Schöpfung selbst und aus einer Perspektive des Planeten zu kontextualisieren. Seien es Bewegungen, die im Kleinen wirken und sich als Modell verstehen für ein neues planetares Sein und Werden mit mehr Freude und weniger Leid, oder seien es Bewegungen, die tatsächlich ein direktes Mit– und Einwirken auf das Ganze des Planeten im Sinn haben. Die Gesamtheit all dieser Bewegungen, und es werden immer schneller immer mehr, stelle ich mir vor als genau den Entwicklungsschritt des Planeten Erde, eine noch weiter vertiefte Selbsterkenntnis und erstmalig eine bewusste Selbstkompetenz zu entwickeln. Wenn wir Menschen so etwas wie die Nervenzellen und als Menschheit damit vielleicht etwas wie ‚das Hirn‘ der Erde verkörpern, so sind für mich diese von Klugheit und Liebe getragenen Bewegungen wie eine neue Art von Gehirnwellen, sich ausbreitende Aktionspotenziale, die zunehmend durch die Menschheit hindurchblitzen.</p>
<p>Ich bin mit dieser Vision ‚Globologom‘ noch gar nicht weit gekommen, weil ich mich unterwegs bzw. noch in der Aufbruchsphase hoffnungslos in einzelne dieser Initiativen und Bewegungen verliebt habe, so dass es mir ein viel stärkeres Bedürfnis wurde, mitzuwirken, als gemäß der ursprünglichen Absicht auf der Meta-Ebene zu bleiben.</p>
<h4>Simpol – eine neue Perspektive und Strategie</h4>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/Simpol-Logo-D.jpg" rel="lightbox[4264]"><img class="alignright  wp-image-4269" title="Simpol Logo D" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/Simpol-Logo-D-300x298.jpg" alt="" width="200" /></a>Seit Herbst 2011 ist meine große Liebe die <em>International Simultaneous Policy Organization</em>, kurz ISPO, mit ihrer Kampagne ‚Simultaneous Policy‘, kurz ‚SIMPOL‘. Das Erkennen der Durchdachtheit, Weisheit und Verheißung in dieser Kampagne hat meinen persönlichen ‚planetaren Schmerz‘ auf einen Schlag zu einem sehr großen Teil in handlung</p>
<p>sfähige Begeisterung umgewandelt. Aus meiner jetzigen Sicht ist Simpol ein Blick auf ein Licht am Ende eines Tunnels, der bereits jetzt unendlich wohltuend ist, obwohl der Weg bis zum Ende des Tunnels noch gegangen werden muss und es natürlich gut möglich ist, dass sich bis zum Tunnelende noch neue und andere Perspektiven ergeben. Aber: <em>Das Licht und ein plausibler Weg</em> <em>dahin</em> sind JETZT erkennbar, und das heilt JETZT meine persönliche ‚globale Lähmung‘. Eine zuvor bestehende Spaltung zwischen Empfinden und Handeln ist aufgelöst.</p>
<p>SIMPOL verbindet jeden einzelnen (Welt-)Bürger auf neue Weise mit seinen Politikern und mit drängenden globalen Problemen. Wie diese neue Beziehung zwischen Ich und Welt entstehen kann soll im Folgenden zusammengefasst werden.</p>
<p>„Divide et impera“, „teile und herrsche“, haben bereits die Altvorderen gewusst, und wenn wir es frei übersetzen mit ‚Was geteilt ist, wird überwältigt‘, fangen wir an zu verstehen, warum die Bürger dieser Welt, die sich bisher (im wesentlichen) in Nationen verfasst haben, zu Wohl und Wehe von einer Wirtschaft beherrscht werden können, die längst und in jeder Sekunde global und in diesem Sinne ungeteilt ‚handelt‘. Als „destruktiven internationalen Wettbewerb“ bezeichnet John Bunzl, ISPO-Initiator, dieses Muster. Es entspricht aus spieltheoretischer Sicht dem Gefangenendilemma und läuft darauf hinaus, dass keine Nation, nicht einmal unvollständige Gruppen von Nationen, mit Maßnahmen zur Nachhaltigkeit und zum Wohl des größeren Ganzen voranschreiten können, weil eine global agierende Wirtschaft dieses Land dann einfach meiden würde. Die Globalisierung bringt es mit sich, dass das Kapital heute nicht mehr innerhalb nationaler Grenzen ‚gefangen‘ ist, sondern sich frei bewegen kann. Und so würde ein solches Land als Schrittmacher sofort ‚kaltgestellt‘ bzw. über den Umweg der Bürger würden die dortigen Regierenden durch Abwahl oder Revolution deaktiviert  (kaum einer ist gerne arbeitslos und sieht gelassen zu, wenn die Jobs in andere Länder abwandern) und das Land würde sich mit einer neuen Regierung den ‚Gesetzen der globalen Wirtschaft‘, den ‚Sachzwängen‘ und ‚alternativlosen Schritten‘ etc. wieder beugen.</p>
<div id="attachment_4270" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/090.jpg" rel="lightbox[4264]"><img class=" wp-image-4270" style="margin-left: 10px;" title="John Bunzl" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/090-270x300.jpg" alt="" width="150" /></a><p class="wp-caption-text">Simpol-Gründer John Bunzel</p></div>
<p>Simpol ist nun so etwas wie eine Stück für Stück zu erarbeitende globale Verabredung. Man kommt darin überein, Handlungen, die global vital erforderlich sind, die aber bis dahin am Gefangenendilemma scheitern, zeitgleich in allen (oder fast allen) Ländern durchzuführen – so dass kein Land von der Wirtschaft dafür durch Ausweichen ‚abgestraft‘ werden kann. (In dieser Sicht der Dinge ist auch die Wirtschaft nicht ‚böse‘ oder ‚zu gierig‘, sondern einfach in Form ihrer Unternehmen strukturell auf Gewinn und nicht auf ein Gemeinwohl ausgerichtet. Die Wirtschaft alleine (und insbesondere die Finanzwirtschaft) ‚kann nicht anders‘ und darunter leidet sie längst selbst. Genau deshalb fordern selbst immer mehr Wirtschafts-Analysten dringend den Aufbau einer funktionierenden, schützenden Gegen-Kraft oder allgemeinen Regulierung der Branche).</p>
<p>Diese weltweite Verabredung zu global synchronisiertem Handeln wird erarbeitet, indem wir Wähler von unseren Politikern verlangen, bei dieser Verabredung mitzumachen. Als Politiker bei dieser Verabredung mitzumachen heißt, sich schriftlich darauf zu verpflichten, am Umsetzen der Simpol-Maßnahmen aktiv und mit höchster Priorität mitzuwirken, sobald alle (oder die für eine Maßnahme notwendigen) Länder „mit im Boot“ sind. Ein Land kommt mit ins Boot, indem es von Politikern regiert wird, die ebenfalls im Boot sind. Die Botschaft aller Simpol-Unterzeichner an alle Politiker ist: bei der nächsten Wahl wähle ich, im Rahmen des vernünftig Zumutbaren, nur noch solche Politiker oder Parteien, von denen ich weiß, dass sie Simpol unterzeichnet haben.</p>
<p>Wahlen werden oft sehr knapp entschieden. Das hat auch mit dem oben beschriebenen relativen Bedeutungsverlust nationaler Politik zu tun. Somit kann schon ein sehr geringes Simpol-Wechselwähler-Potenzial den Ausschlag für den Wahlausgang geben und das Zünglein an der Waage spielen. Das wiederum wissen die Politiker.</p>
<p>Die Erfahrungen in Großbritannien (<a href="http://www.simpol.org.uk/" rel="external nofollow">http://www.simpol.org.uk/</a>) haben gezeigt, dass Politiker und Parlamentsmitglieder erstaunlich schnell bereit sind, sich auf Simpol zu verpflichten, unter anderem, weil sie hierbei nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen haben. Umgekehrt haben sie einiges zu verlieren, wenn ihre Wähler zu den anderen Parteien wechseln, die Simpol unterstützen.</p>
<p>So kommen wir zunehmend zu etwas, was an Goethes dialektische Variation über ‚Divide et impera‘ erinnert: „Entzwei und gebiete! Tüchtig Wort. – Verein und leite! Besserer Hort“.</p>
<p>Inhaltlich werden Vorschläge zu Simpol-Maßnahmen in einem sukzessiven und Länder-internen Prozess erarbeitet, der parallel läuft zum strukturellen Prozess des Aufbaus der globalen ‚Verabredung‘. Erst zum Zeitpunkt der Simpol-Bereitschaft von allen (oder allen für eine Frage relevanten) Ländern kommt es zur Umsetzung, so dass die Inhalte dann ohnehin auf diesen Tag hin aktualisiert werden müssen. Wichtig ist, dass nur solche Inhalte überhaupt ‚Simpol-fähig‘ sind, die <em>nicht ohne Wettbewerbsnachteil national ges</em><em>taltbar</em> sind, weil sie eben im globalen Gefangenendilemma ‚klemmen‘. Alles, was einzelne oder wenige Länder ohne kritische wirtschaftliche Nachteile lösen und gestalten können, bleibt sinnvollerweise auf der Länderebene.</p>
<p>Um als globaler Aktionsplan in Frage zu kommen, muss Simpol auch für Nicht-demokratische Länder anschlussfähig sein. In diesen Ländern sind es dann nicht die Bürger, sondern die Regierungen oder Regime, die am Ende lieber kooperieren als in einer globalen Krise mit unterzugehen, und denen aufzuzeigen ist, dass Simpol nur solche Maßnahmen umsetzt, die als allparteiliche win-win-win-Lösungen darstellbar sind. Simpol-Lösungen müssen immer zeigen können, dass die Vorteile der Kooperation auf transnationaler Ebene jene Vorteile eigennützigen Agierens auf der nationalstaatlichen Ebene überwiegen.</p>
<p>Zur Gewährleistung dieses allparteilichen win-win-win-Charakters von Maßnahmen können zusätzliche politische Techniken erforderlich sein wie beispielsweise die Bündelung von Maßnahmen zu Paketen aus zwei oder mehr Einzelmaßnahmen. Diese sind dann so zu designen, dass Asymmetrien in Maßnahme x (mögliches Beispiel: Anfangskosten einer CO2-Reduktion in manchen Ländern höher als in anderen) spiegelbildlich kompensiert werden können durch Asymmetrien in Maßnahme y (mögliches Beispiel: angepasste Ausschüttung eines globalen Finanztranskations-Steuer-Ertrags). So ist erstens die Attraktivität für alle herstellbar und können zweitens mehrere Probleme zugleich angegangen werden.</p>
<p>Die parallelen Simpol-Kampagnen in immer mehr Ländern tragen dazu bei, nach und nach immer mehr „Perlen der Unterstützung auf die globale Perlenkette aufzureihen. Der Teufelskreislauf des destruktiven internationalen Wettbewerbs wird nach und nach ersetzt durch den Tugendkreislauf der Bekundung transnationaler Kooperationsbereitschaft. Mit der wachsenden globalen Unterstützung ist die Frage dann nicht mehr, warum eine Nation mitmacht, sondern, warum nicht – nicht mehr die Frage, ob, sondern nur noch, wann die simultanpolitische Regulierung in Kraft tritt“ (Dennis Wittrock auf <a href="http://www.integralesforum.org" rel="external nofollow">www.integralesforum.org</a>).</p>
<p>Sicherlich ist Simpol aus Sicht vieler politischer Aktivisten und vieler Menschen, deren wunderbares und wichtiges Engagement man einem ‚Global Justice Movement‘ zuordnen könnte, ungewohnt. „Moment mal, gegen wen seid ihr denn nun eigentlich?“ Auf diese Frage gibt es keine gute Antwort – Simpol ist im Grundansatz sozusagen „dafür“ bzw. „dafür+“. Man könnte vielleicht sagen: FÜR eine größte derzeit vorstellbare menschliche Vereinigung – eine Vereinigung in aller Vielfalt, eine Vereinigung im weltbürgerlichen Handeln.</p>
<h4>Die faszinierende Herausforderung</h4>
<p>Bei all dem muss man sicherlich schon sehr, sehr tief in das eigene Vorstellungsvermögen eintauchen, um sich den gesamten hier skizzierten Weg von einem inspirierten JETZT bis zum Ende dieses Tunnels lebendig als real-werdend vorzustellen. Aber vielleicht ist ja genau das – der hartnäckige Versuch, sich so etwas in vielen, vielen lebendigen Details vorzustellen – eine wunderbare Übung, um die Wahrscheinlichkeit ebendieses Real-Werdens wieder ein kleines Stück zu erhöhen. Hier können wir vielleicht von Angela Merkel lernen, die von ihrer Angewohnheit berichtete, Dinge „vom Ende her“ zu denken. Immerhin ist sie auf diese Weise Kanzlerin geworden. Ein Aspekt von Simpol ist durchaus, eine aufregende Geschichte vom Ende her (allerdings zugleich auch vom Anfang und den Zwischenschritten her) zu denken und – genauso wichtig – zu fühlen, und so einen Geschmack von der darin enthaltenen Freude zu bekommen: „Can you smell the coffee?“  (Wer keinen Kaffee trinkt hat sicherlich ein eigenes Bild für das Gemeinte).</p>
<p>Wissend, dass auch ein solches Ende nur wieder ein neuer Anfang ist…</p>
<p>Ein nächster (kostenloser und schneller) Schritt auf diesem Weg ist das (unverbindliche) Unterzeichnen der Kampagne!<br />
Den Link dazu finden Sie hier:</p>
<p><a href="http://www.simpol.org/en/adopt/Adopt_FS.html" rel="external nofollow">http://www.simpol.org/en/adopt/Adopt_FS.html</a></p>
<p><em>Weitere Unterstützung der deutschsprachigen Simpol-Kampagne:</em></p>
<p><em><a href="http://www.betterplace.org/de/projects/8544-simultanpolitik-kampagne-fur-deutschland" target="_blank" rel="external nofollow">http://www.betterplace.org/de/projects/8544-simultanpolitik-kampagne-fur-deutschland</a></em></p>
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		<title>Auroville durch Zyklon schwer beschädigt</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/01/06/auroville-durch-zyklon-schwer-beschadigt/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 21:23:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik und Weltgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Zukunfts-Stadt in Indien braucht Unterstützung Die Katastrophen, die wir in dieser Zeit des Klimawandels erwarten, machen auch vor Projekten nicht halt, die Alternativen aufbauen. Auroville, die vor über 40 Jahren von Sri Aurobindo gegründete »Zukunftsstadt« in Südindien mit inzwischen 2100 BewohnerInnen, wurde am 30.12. von einem Zyklon heimgesucht und schwer beschädigt. Viele Menschen verloren ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Zukunfts-Stadt in Indien braucht Unterstützung</h2>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/Screen-Shot-2012-01-06-at-22.21.14.png" rel="lightbox[4238]"><img class="alignright  wp-image-4239" style="margin-left: 10px;" title="Auroville nach den Hurricane &quot;Thane&quot; vom 29. Dezember 2011" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/Screen-Shot-2012-01-06-at-22.21.14-300x222.png" alt="" width="200" /></a>Die Katastrophen, die wir in dieser Zeit des Klimawandels erwarten, machen auch vor Projekten nicht halt, die Alternativen aufbauen. Auroville, die vor über 40 Jahren von Sri Aurobindo gegründete »Zukunftsstadt« in Südindien mit inzwischen 2100 BewohnerInnen, wurde am 30.12. von einem Zyklon heimgesucht und schwer beschädigt. Viele Menschen verloren ihre Häuser. 70 Prozent des Waldes wurden zerstört, den die Menschen dort seit Jahrzehnten mit großem Einsatz und viel Liebe aufgebaut haben. Es gibt derzeit keinen Strom und kein Wasser, die Zerstörungen, so heißt es, seien stärker als beim Tsunami 2004.</p>
<p>Doch zum Glück wurden keine Menschen verletzt, und das Zentrum Matrimandir blieb unbeschädigt. Für einen kraftvollen Neuaufbau können die Bewohner alle Solidarität und Unterstützung der globalen Gemeinschaft brauchen. Für die ersten Maßnahmen braucht Auroville vor allem finanzielle Unterstützung.</p>
<p><em>Mehr Informationen, Bilder und ein Spendenkonto finden sich unter dem folgenden <a href="http://www.auroville.org/cyclone/cyclone.htm" target="_blank" rel="external nofollow">Link.</a></em></p>
<p><em>Danke an <a href="http://www.oya-online.de/news/329-Auroville_durch_Zyklon_schwer_beschaedigt.html" target="_blank" rel="external nofollow">OYA — anders denken. anders leben</a>, für diese Information.</em></p>
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		<title>Resümee Durban– Klimapolitik gewinnt Dynamik</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/12/13/resumee-durban-klimapolitik-gewinnt-dynamik/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 10:23:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik und Weltgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[China beendet Blockade, EU profiliert sich als Lokomotive Durban/Hamburg/Berlin (pte) — Der am gestrigen Sonntag beendete UN-Klimagipfel 2011 in Durban hat nur wenige konkrete Fortschritte erzielt: Die Staaten verständigten sich auf einen Weltklimavertrag zur Begrenzung der Erderwärmung, der bis 2015 erstellt und 2020 in Kraft treten soll, sowie auf eine neue Verpflichtungsperiode für das Kyoto-Protokoll. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>China beendet Blockade, EU profiliert sich als Lokomotive</h2>
<div id="attachment_4053" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4afd778aa66ae_s.png" rel="lightbox[4050]"><img class=" wp-image-4053 " title="Bildquelle: aboutpixel.de / Lago Grey, Torres del Paine © tina fritze" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/ap4afd778aa66ae_s-300x184.png" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / Lago Grey, Torres del Paine © tina fritze</p></div>
<p>Durban/Hamburg/Berlin (pte) — Der am gestrigen Sonntag beendete UN-Klimagipfel 2011 in Durban hat nur wenige konkrete Fortschritte erzielt: Die Staaten verständigten sich auf einen Weltklimavertrag zur Begrenzung der Erderwärmung, der bis 2015 erstellt und 2020 in Kraft treten soll, sowie auf eine neue Verpflichtungsperiode für das Kyoto-Protokoll. Während Politiker die Ergebnisse rühmen, beklagen Umweltexperten die erneute Verzögerung im Klimaschutz. Der Verlauf des teils chaotischen Verhandlungsmarathons deutet allerdings darauf, dass einige Karten der Klimadiplomatie neu verteilt wurden — besonders was die Rolle Chinas und der EU betrifft.</p>
<p>Die Ergebnisse von Durban sind kein Ruhmesblatt für die internationale Staatengemeinschaft, stellt Stefan Schurig, Klima– und Energiedirektor beim <a href="http://worldfuturecouncil.org" target="_blank" rel="external nofollow">World Future Council</a>, im pressetext-Interview klar. »Das Klimaproblem kann nur international angegangen werden und braucht Festlegungen. Ein Erfolg wäre gewesen, wenn man schon in Kopenhagen einen Vertrag für 2012 beschlossen hätte und nicht abermals eine Vertröstung auf ein erst ab 2020 gültiges Regelwerk festlegt. Dass sich China in seiner Position bewegt hat, könnte jedoch zum historischen Wendepunkt werden.«</p>
<h4>China: Aus für schwarzer Peter</h4>
<p>China und die USA — die größten CO2-Emittenten — blockierten bei den vergangenen Klimakonferenzen stets die Festlegung auf einen verbindlichen Klimavertrag. Durch Chinas Ankündigung, grundsätzlich zu Verbindlichkeit bereit zu sein, kam Bewegung in die Diplomatie. »China spielt nicht mehr mit den USA den schwarzen Peter, bei dem beide Staaten die eigene Blockade stets mit jener des anderen begründeten. Dadurch gerieten die USA und auch Indien enorm unter Druck. Denn niemand will in die Geschichtsbücher als derjenige eingehen, der ein Klimaabkommen platzen ließ«, so der Klima– und Energieexperte.</p>
<p>Die Gründe für den Schwenk seien allerdings gut nachvollziehbar. »Während bisher die kurzfristigen wirtschaftlichen Vorteile einer Komplizenschaft mit den USA im Vordergrund standen, kann China langfristig nicht auf die gesamte Staatengemeinschaft — vor allem auch Europa — verzichten. Dabei sind das Bewusstsein und Interesse der Politik für den Klimaschutz in China ohnehin absolut vorhanden«, berichtet Schurig. Entsprechend verwies Chinas Unterhändler Xie Zhenhua im Abschlussplenum auf zahlreiche Klimaschutzmaßnahmen im eigenen Land.</p>
<h4>Europa übt Vorreiterrolle</h4>
<p>Die EU übte sich im Verhandlungsverlauf in der Rolle als Vorkämpferin eines gemeinsamen Vertrages, schildert <a href="http://bund.net" target="_blank" rel="external nofollow">BUND</a>–Pressesprecher Rüdiger Rosenthal im pressetext-Interview. »Die Klimathematik wurde in der EU in jüngster Zeit aufgewertet, worauf auch die Einrichtung eines eigenen Klimakommissariats deutet. Dessen Amtshaberin Connie Hedegaard konnte in Durban Allianzen mit einer Reihe von Entwicklungsländern besonders aus Afrika schließen. Nicht zuletzt erhofft man sich durch diese Positionierung auch Wettbewerbsvorteile, etwa im Bereich der Erneuerbaren Energien.«</p>
<p>Die EU werde damit neben den Inselstaaten und den ärmsten Entwicklungsländern immer mehr zur »Lokomotive der weltweiten Klimapolitik«, betont Rosenthal. Ihr gesamtes Potenzial nutzt sie dabei nicht: »Der Forderung, die Emissionen bis 2020 um 30 statt bloß um 20 Prozent zurückzufahren, kam die EU nicht nach. Dabei wäre dies machbar und würde der Wirtschaft viele Chancen bringen.« In Hinblick auf die nächste Klimakonferenz in Katar 2012 müsse die EU den diplomatischen Druck auf »Bremserstaaten« noch verstärken. »Denn auch eine Beschlussfassung 2015 ist noch ein sehr ambitioniertes Ziel, dessen Erreichen schwierig genug sein wird.«</p>
<h4>Klimaschutz auf anderen Ebenen</h4>
<p>So respektabel manche der Ergebnisse auch sind, reichen sie bei weitem nicht, um das Problem des Klimawandels in Griff zu bekommen, ergänzt Schurig in Übereinstimmung mit vielen Umwelt-NGOs. »Gott sei Dank gibt es neben der internationalen Klimadiplomatie auch weitere Ebenen des Klimaschutzes. Dazu gehören etwa die verschiedenen nationalen und bilateralen Abkommen, sowie die verblüffende Aufholjagd der erneuerbaren Energien in den vergangenen Jahren, bei denen Deutschland dank seines nationalen Anreizsystems weltweit die Führungsrolle übernommen hat.«</p>
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		<title>Nigeria– Flaschenhäuser als Chance für Umweltschutz</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 21:58:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik und Weltgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Experte erläutert Probleme mit Plastikmüll und Wohnungsnot Sabon Yelwa/Bonn (pte) — Ein Projekt der NGO Development for Renewable Energies (DARE) hat in Nigeria ein Projekt initiiert, in dessen Rahmen aus Plastikflaschen Häuser errichtet werden. Man will damit einen Beitrag gegen die Umweltverschmutzung durch PVC-Müll leisten und auch einen Ausweg aus der gravierenden Wohnungsnot zeigen. Thomas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Experte erläutert Probleme mit Plastikmüll und Wohnungsnot</h2>
<div id="attachment_3560" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/plastic-bottle-house.jpg" rel="lightbox[3557]"><img class="size-medium wp-image-3560 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/plastic-bottle-house-300x225.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Etwa 14.000 Plastikflaschen werden für 58 Quadratmeter Wohnfläche verwendet (Foto: DARE)</p></div>
<p>Sabon Yelwa/Bonn (pte) — Ein Projekt der NGO Development for Renewable Energies (DARE) hat in Nigeria ein Projekt initiiert, in dessen Rahmen aus Plastikflaschen Häuser errichtet werden. Man will damit einen Beitrag gegen die Umweltverschmutzung durch PVC-Müll leisten und auch einen Ausweg aus der gravierenden Wohnungsnot zeigen. Thomas Mösch, Leiter der Afrika-Programme der <a href="http://dw-world.de" target="_blank" rel="external nofollow">Deutschen Welle</a>, spricht im Interview mit pressetext über die Situation in dem westafrikanischen Staat.</p>
<h4>14.000 Flaschen für ein Haus</h4>
<p>Fehlende Unterkünfte und Umweltverschmutzung werden in Nigeria zunehmend ein Problem. Laut DARE fehlen im Land rund 16 Millionen Unterkunftseinheiten und tagtäglich fallen drei Mio. Plastikflaschen als Müll an. Nun läuft im Dorf Sabon Yelwa ein Pilotprojekt, in dem ein Bungalow errichtet wird. Die leeren Flüssigkeitsbehälter spielen als Baumaterial eine wichtige Rolle.</p>
<p>Gefüllt mit Sand und eingefasst in Zement und Erde soll die fertige Konstruktion feuerfest, kugelsicher und erdbebenresistent sein. Im Inneren des »Plastikhauses« soll die gute Isolierung eine Raumtemperatur von 18 Grad Celsius gewährleisten. Die Vorzeigekonstruktion, die schon großteils fertiggestellt ist und 58 Quadratmeter Wohnfläche aufweist, wird am Ende rund 14.000 Flaschen verbraucht haben. DARE will in Zukunft Maurer ausbilden, um das Vorhaben in die Breite zu tragen. Als zweiter Musterbau soll eine Schule entstehen.</p>
<h4>Plastiktüten im Wind</h4>
<p>Mösch bestätigt die Schilderungen von DARE. »Insbesondere im urbanen Bereich, von den Zentren bis hin zu kleinen Städten, ist die Wohnungsknappheit ein Riesenproblem«, erläutert der Experte im Gespräch mit pressetext. »Viele Menschen leben dicht gedrängt in Wohnraum, der im Verhältnis zum Lebensstandard sehr teuer ist.«</p>
<p>Auch die Umweltverschmutzung durch Plastik gibt Grund zur Sorge, da in Nigeria kein geregelter Recyclingkreislauf existiert. »Die Sachen werden weggeworfen, manche Leute versuchen etwas wiederzuverwerten. Doch am Ende landet alles auf Müllkippen in der freien Landschaft und wird verbrannt«, erzählt Mösch. Sehr oft zieren Plastiktüten die Landschaft, die zur Verpackung vieler Waren verwendet und sehr leicht vom Wind davongetragen werden. »Dazu wird immer mehr — auch das Trinkwasser — in Plastikflaschen abgefüllt«, so der Afrika-Fachmann.</p>
<h4>Politische Hilfe nicht zu erwarten</h4>
<p>Insbesondere hier sieht Mösch Potenzial für das DARE-Projekt, da die plastikgestützten Unterkünfte stabiler sind als die meist aus Lehmziegeln errichteten Häuser traditioneller Bauart. Durch den Bedarf an Flaschen entsteht zudem ein Verwertungskreislauf. Und auch der Preis ist ein Argument. Mit Kosten von circa zwei Mio. Naira (entspricht etwa 9.200 Euro) erweist sich das Haus in Sabon Yelwa nach Aussagen der Organisation als deutlich günstiger als seine Alternativen.</p>
<p>Sollte das Hausprojekt breit vorangetrieben und vermarktet werden, so kann sich Mösch vorstellen, dass es auch den Mangel an Unterkünften lindern könnte. Von der Regierung in Abuja ist dabei jedoch keine Hilfe zu erwarten. »Der Staat Nigeria kümmert sich kaum um solche Fragen. Hilfe von der Politik ist bestenfalls auf lokaler Ebene möglich. Und auch nur dann, wenn es gelingt, den Governeur des jeweiligen Bundesstaates von der Sache zu überzeugen.«</p>
<h4>Geteiltes Land</h4>
<p>Nigeria liegt an der Westküste des afrikanischen Kontinents und zählt 152 Mio. Einwohner. Präsident und Staatsoberhaupt des Landes ist seit Februar 2010 Goodluck Jonathan. Es kommt immer wieder zu gewaltsamen Konflikten in der Bevölkerung, die teilweise religiös motiviert sind. Der Norden Nigerias ist muslimisch geprägt, das Nigerdelta wird mehrheitlich von Christen bewohnt. Im Human Development Index der UNO belegt der Staat den 158. Rang, 2009 lag das nominale BIP pro Kopf bei 1.142 Dollar (rund 831 Euro).</p>
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		<title>Sieben Milliarden – Menschheit wächst und schrumpft zugleich</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 12:10:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik und Weltgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Bevölkerungswachstum]]></category>
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		<description><![CDATA[Neue Weltkarten zeigen Rückgang selbst in vielen Regionen China Sheffield (pte) — Am heutigen Montag erreicht die Einwohnerzahl unseres Planeten laut UNO erstmals die Sieben-Milliarden-Grenze. Pünktlich zum Ereignis sind Bevölkerungsentwicklung und Ressourcenknappheit wieder in aller Munde. Vor allzu vereinfachenden Darstellungen warnt aber Benjamin Hennig, Mitarbeiter im Worldmapper-Projekt an der Universität Sheffield, gegenüber pressetext. Mit neuen Weltkarten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Neue Weltkarten zeigen Rückgang selbst in vielen Regionen China</h2>
<div id="attachment_3459" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/ap4b0484c09c8bc_s.jpg" rel="lightbox[3457]"><img class="size-medium wp-image-3459 " title="Bevölkerungswachstum" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/ap4b0484c09c8bc_s-300x225.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: aboutpixel.de / Urlaub auf Balkonien © Jörg Bolender</p></div>
<p>Sheffield (pte) — Am heutigen Montag erreicht die Einwohnerzahl unseres Planeten laut UNO erstmals die Sieben-Milliarden-Grenze. Pünktlich zum Ereignis sind Bevölkerungsentwicklung und Ressourcenknappheit wieder in aller Munde. Vor allzu vereinfachenden Darstellungen warnt aber Benjamin Hennig, Mitarbeiter im <a href="http://www.worldmapper.org" target="_blank" rel="external nofollow">Worldmapper-Projekt</a> an der Universität Sheffield, gegenüber pressetext. Mit neuen Weltkarten, die die Veränderung der Bevölkerung zwischen 1990 und 2015 abbilden, zeigt der Geograph, dass es global sowohl Wachstums– als auch Schrumpftendenzen gibt.</p>
<h4>Extremer Rückgang in China</h4>
<div id="attachment_3460" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/1.jpeg" rel="lightbox[3457]"><img class="size-medium wp-image-3460 " title="Bevölkerungsentwicklung 1990-2015" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/1-300x160.jpg" alt="" width="250" /></a><p class="wp-caption-text">Die Karte stellt auf Basis der Bevölkerungsverteilung von 2015 auf, wo Zuwächse und Rückgänge in Relation zur Bevölkerung am bedeutendsten sind. Die Karte basiert auf einer Kartenprojektion vom Typ »gridded cartograms«, bei die Größe jeder Rasterzelle einem absoluten Wert entspricht — in diesem Fall der Bevölkerung. Je größer eine Rasterzelle ist, desto mehr Menschen leben dort — und je weniger, desto kleiner ist die Fläche. So kann man schnell erkennen, wo Wachstum und Rückgang am relevantesten sind: Die bevölkerungsreichsten Gebiete bekommen den meisten Raum in dieser Kartenprojektion, so dass jeder Mensch auf der Erde genau gleichviel Platz in der Karte findet. Copyright: Benjamin D. Hennig, Universität Sheffield</p></div>
<p>Selbst in den »Boomländern« lässt der genaue Blick in die Regionen Entwicklungen erkennen, die sich teils extrem von der öffentlichen Wahrnehmung unterscheiden. Allem voran gilt das für China, dessen Bevölkerung in den vergangenen Jahrzehnten rasant angestiegen ist. Zwar geht das Wachstum an den Küsten wie etwa am Perlflussdelta unvermindert weiter, doch im Hinterland ist der Trend genau entgegengesetzt. »Die Landbevölkerung Chinas schwindet enorm, und zwar viel stärker als in Westeuropa. Das gilt sogar für das Hinterland der dicht besiedelten Provinzen im Osten«, so Hennig.</p>
<div id="attachment_3462" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/2.jpeg" rel="lightbox[3457]"><img class="size-medium wp-image-3462 " title="Bevölkerungswachstum 1990-2015" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/2-300x160.jpg" alt="" width="250" /></a><p class="wp-caption-text">Die Karte zeigt an, wo in der Welt es im Zeitraum 1990–2015 Bevölkerungszuwächse gibt. Je größer eine Rasterzelle, desto deutlicher der Zuwachs in dieser Region. Die Farbgebung für einzelne Länder und Regionen erleichtert die Lesbarkeit etwas, wenngleich die Darstellungsweise für das ungeübte Auge einiges an Gedankenakrobatik erfordert. Copyright: Benjamin D. Hennig, Universität Sheffield</p></div>
<p>In der Karten der Zu– und Abnahme der Bevölkerung zeigt sich auch Europa als Fleckenteppich, wenngleich in deutlich kleinerem Maßstab. »Die Zahl der Deutschen geht tendenziell zurück — besonders im Osten, während die Bewohner in den Industriegebieten der Rhein-Ruhrzone zunehmen. Auch in England ist die starke Landflucht in Richtung der Metropolregion im Süden zu bemerken«, so der Geograph. Dafür verantwortlich sind nicht nur fehlende Geburten, sondern auch Abwanderungstendenzen, die etwa in einigen Regionen Osteuropas sinkende Einwohnerzahlen zur Folge haben.</p>
<h4>Indien und Afrika auf der Überholspur</h4>
<p>Im auffälligen Kontrast zu China zeigt sich das Nachbarland Indien mit einem großflächigen, einheitlichen Positivtrend auch in ruralen Regionen. Ähnlich auch die Entwicklung im nahen und mittleren Osten sowie in Südostasien, wo die UNO die Geburt des siebtmilliardsten Menschen — eines Mädchens — feiert. Die achte Milliarde, schätzt Hennig, wird wohl nach Afrika verlegt, worauf die Kartendarstellung schließen lässt: In den verschiedenen Projektionen der Bevölkerungsentwicklung der kommenden Jahrzehnte schlägt eindeutig die demografische Stunde von Europas südlichem Nachbarn.</p>
<div id="attachment_3463" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/3.jpeg" rel="lightbox[3457]"><img class="size-medium wp-image-3463 " title="Bevölkerungsrückgang 1990-2015" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/3-300x160.jpg" alt="" width="250" /></a><p class="wp-caption-text">Die Karte zeigt im »gridded cartogram«-Prinzip nur die Regionen an, in denen es im Zeitraum 1990–2015 einen Bevölkerungsrückgang gibt. Je größer eine Rasterzelle, desto deutlicher der Rückgang in dieser Region. Copyright: Benjamin D. Hennig, Universität Sheffield</p></div>
<p>Sieht man diese Zukunftsprojektionen der UNO bis 2100 an, wird die enorme Unsicherheit der Demografen offenbar: Manche Szenarien rechnen mit einem langfristigen Absinken der Bevölkerungszahl unter heutigen Stand, business-as-usual-Modelle spekulieren mit einem Anstieg auf sogar 25 Mrd., während eine als »realistisch« eingestufte Perspektive vom Einpendeln auf acht bis zehn Mrd. Menschen ausgeht. Das Ausmaß des Ressourcenproblems dürfte jedoch nur marginal von der Bewohnerzahl abhängen: Der ökologische Fußabdruck der Industrieländer ist ein Vielfaches größer als jener etwa Indiens oder auch Chinas.</p>
<h4>Paradoxe Ängste</h4>
<p>Die reichen Staaten haben Ängste, die konträr zueinander stehen, resümiert Hennig. »Die Angst davor, dass ihre Renten nicht mehr gesichert sind, und Ängste vor einer Überbevölkerung der Erde sowie vor jungen Einwanderern aus armen Erdteilen wie etwa Afrika. Alle diese Trends sind miteinander verknüpft, werden jedoch stets getrennt diskutiert.« Der Dynamik der Bevölkerung werde man eher durch Lösungen gerecht, die ohne die starren Grenzziehungen und ohne kaum angebrachtes, verallgemeinerndes Denken auskommen. Anstöße für neue Perspektiven geben die worldmapper-Weltkarten.</p>
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		<title>Echte Globalisierung, jetzt!</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/10/24/echte-globalisierung-jetzt/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 12:47:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Editors Choice]]></category>
		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
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		<category><![CDATA[Konstruktiver Aktivismus]]></category>
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		<description><![CDATA[In der momentanen Occupy Bewegung gibt es immer wieder Stimmen gegen multinationale Konzerne und Globalisierung. Diese Globalisierungsgegner sind allerdings meist auch keine Nationalisten, zumindest dem Anschein nach, sondern meist eher politisch links stehende junge Menschen, die dem Sozialismus zugetan sind und offene Grenzen schätzen. Die Globalisierung der Wirtschaft hat uns hier in Europa schon vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3366" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/occupy-your-mind.png" rel="lightbox[3364]"><img class="size-medium wp-image-3366" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/occupy-your-mind-300x169.png" alt="" width="300" height="169" /></a><p class="wp-caption-text">Occupy Your Mind — Revolution beginnt in dir</p></div>
<p>In der momentanen <em>Occupy</em> Bewegung gibt es immer wieder Stimmen gegen multinationale Konzerne und Globalisierung. Diese Globalisierungsgegner sind allerdings meist auch keine Nationalisten, zumindest dem Anschein nach, sondern meist eher politisch links stehende junge Menschen, die dem Sozialismus zugetan sind und offene Grenzen schätzen.</p>
<p>Die Globalisierung der Wirtschaft hat uns hier in Europa schon vor mehreren hundert Jahren den Weizen, die Kartoffel, den Reis, exotische Früchte und die Seide gebracht. Im Industrie– und Informationszeitalter kamen dann noch andere Annehmlichkeiten dazu, wie die Möglichkeit weltweit zu reisen, gesundheitliche Versorgung in abgelegenen Regionen der Welt, billige Computer und Kleidung, sowie das Internet.</p>
<p>Natürlich brachte diese weltweite Vernetzung auch Leid und Unannehmlichkeiten für viele Menschen, woran aber nicht grundsätzlich die Globalisierung dafür verantwortlich ist, sondern einzelne Menschen, die beim Handeln nicht an die anderen Menschen oder den Planeten denken.</p>
<p>Multinationale Konzerne haben in der Vergangenheit oft Arbeitskräfte in sogenannten Billiglohnländern ausgebeutet, um ihre vorgegebenen Marktziele zu erreichen und jährlich noch mehr Gewinn zu machen. Diese weltweit agierenden Konzerne haben ihren Hauptsitz oft in einem Land, wo sie auch noch steuerliche Erleichterungen bekommen, damit sie nicht auf die Idee kommen in ein anderes Land auszuwandern. Sie werden dann in dem jeweiligen Land als nationaler Konzern betrachtet, und von Menschen und Politikern, die eher nationale Interessen haben, unterstützt.</p>
<p>Was es braucht ist eine Echte Globalisierung, in jedem innen drin. Es braucht eine globale Perspektive auf die Welt. Eine sogenannte weltzentrische Sichtweise, wo nicht jeder nur seine kleine Welt im Dorf oder im eigenen Land sieht, sondern komplexe, globale Zusammenhänge sieht und versucht die Sichtweisen anderer zu verstehen.</p>
<p>Viele der Menschen, die heute auf den Strassen und Plätzen der grossen Städte als Teil der Occupy Bewegung stehen, sehen sich als Mitglied der 99%, die dem 1% der Superreichen entgegen stehen. Und gleichzeitig sind sie ein Teil der etwa 75% Menschen, die noch nicht über die ethnozentrische Sichtweise hinausgewachsen sind. Viele dieser Menschen von Occupy Together gehen auf die Strasse, weil es ihnen persönlich nicht gut geht. Die wenigsten besetzen die Plätze, weil sie sich mit anderen solidarisieren.</p>
<p>Und doch ist diese globale Bewegung gut um die weltzentrische Perspektive zu kultivieren, weil die, auf den Transparenten und Schildern, angesprochenen Problem nicht nur die USA, Griechenland, Spanien oder Portugal betreffen, sondern weil diese sich weltweit abzeichnen. Problem, ausgelöst durch eigennützig denkende Menschen. Menschen, die ihren Bewusstseinsschwerpunkt auf egozentrischen oder ethnozentrischen Entwicklungsebenen haben.</p>
<p>Und es sind eben nicht nur die Menschen da oben in den Führungsebenen der Weltkonzerne, sondern wir alle hier unten an der Basis müssen genauso unser Bewusstsein erweitern, aufwachen, erwachsen werden, bei uns selbst aufräumen und uns zeigen, damit sich wirklicher Wandel einstellt. »Be the change, you want to see in the world«, rufen manchen. Genau »BE«; <em>Sei</em> der Wandel und tu nicht nur so, oder verlange diese Veränderung von den anderen.</p>
<div id="attachment_3367" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/occupy-paradeplatz.jpg" rel="lightbox[3364]"><img class="size-medium wp-image-3367 " title="Occupy Paradeplatz am 15. Okt. 2011" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/occupy-paradeplatz-300x199.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Auch so kann Besetzung aussehen</p></div>
<p>Ich rufe auf zu einer <em>Echten Globalisierung, Jetzt!</em> Hier, Jetzt, in jedem Moment kannst du diese Veränderung sein und wirklich etwas für die Welt tun, wenn du wirklich bei jedem Handeln nicht deine eigenen Interessen, die deiner Familie, deiner Partei, deines Vereins oder deines Landes im Sinn hast, sondern dich ausrichtest auf etwas Grösseres, das du vielleicht in diesem Moment noch gar nicht wahrnehmen kannst, weil es so unvorstellbar gross ist.</p>
<p>Suche die Lösungen für die Probleme der Welt nicht in der Vergangenheit, richte dich aus auf die Lösungen der Zukunft. Damit diese Lösungen zu dir kommen, muss du vorher deinen Geist entleeren und dich frei machen von deinen Konditionierungen und Anhaftungen.</p>
<p><em>Occupy Your Mind – Die Revolution beginnt in dir!</em></p>
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		<title>Was macht Menschen glücklich?</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/10/13/was-macht-menschen-glucklich/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 06:58:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Editors Choice]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik und Weltgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[OECD Report »How’s life?« misst Wohlbefinden Jeder Mensch möchte ein gutes Leben. Doch was heisst ein gutes oder besseres? Dies ist eine Frage der die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in ihrem neuesten Report auf den Grund geht. Die OECD studierte 11 bestimmte Aspekte des Lebens die ein allgemeines Wohlbefinden von Menschen auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>OECD Report »How’s life?« misst Wohlbefinden</h2>
<div id="attachment_3282" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/ap4d8bce6dcd48a.png" rel="lightbox[3279]"><img class="size-medium wp-image-3282" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/ap4d8bce6dcd48a-300x185.png" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: aboutpixel.de / Rauszeit! © Stefan Zimmer</p></div>
<p>Jeder Mensch möchte ein gutes Leben. Doch was heisst <em>ein gutes oder besseres?</em> Dies ist eine Frage der die <a href="http://www.oecd.org" rel="external nofollow">Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung</a> in ihrem neuesten <a href="http://www.oecd.org/document/10/0,3746,en_2649_201185_48791306_1_1_1_1,00.html" rel="external nofollow">Report</a> auf den Grund geht.</p>
<p>Die OECD studierte 11 bestimmte Aspekte des Lebens die ein allgemeines Wohlbefinden von Menschen auf der ganzen Welt bringen sollen. Die Organisation untersuchte Parameter wie Einkommen, Arbeit, Unterkunft, Gesundheit und Work-Life-Balance um herauszufinden wie Menschen die Qualität ihres Lebens wahrnehmen. Der Report zeigt, dass das Einkommen ein primärer Faktor für das Wohlbefinden ist, doch es sind auch weniger offensichtliche Faktoren wie etwa saubere Umwelt, Gesundheit und sichere Wohngegend.</p>
<p>»Einige mögen sich fragen ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist über Wohlbefinden zu sprechen, anstatt sich nur auf ökonomisches Wachstum zu fokussieren, um unsere Länder aus der Krise zu bringen,« sagte <a href="http://www.oecd.org/document/39/0,3746,en_21571361_44315115_48858599_1_1_1_1,00.html" rel="external nofollow">OECD Generalsekretär Angel Gurria</a> bei der Präsentation des Reports. »Ich glaube stark, dass wir heute, mehr als zwei Jahre zuvor, uns das grössere Bild in unseren politischen Entscheidungen betrachten müssen, weil ein <em>Growth as usual</em>–Ansatz ist einfach nicht genug.</p>
<p>Das globale Wohlbefinden ist in den letzten 15 Jahren angewachsen, folgert der Report. »Menschen sind reicher, die Wahrscheinlichkeit für eine Anstellung ist grösser, sie erfreuen sich besseren Wohnverhältnissen und sind geringerer Luftverunreinigung ausgesetzt; sie leben länger und sind gebildeter, es gibt auch weniger Kriminalität,« fasst die OECD zusammen. Und doch ist die Ungleichheit zwischen den Ländern gross, und auch die Einkommensunterschiede zwischen Gruppen innerhalb der Länder ist am wachsen.</p>
<p>Hier die Übersicht in welchen Ländern es sich am glücklichsten leben lässt. Ist auch dein Land unter den ersten 10?</p>
<h4 style="text-align: center;">Wie geht es dir heute?</h4>
<p style="text-align: center;">Prozentzahl der Menschen die an einem typischen Tag mehr positive als negative Emotionen zeigten, 2010.</p>
<div id="attachment_3283" class="wp-caption alignnone" style="width: 480px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/48844185Eng.jpg" rel="lightbox[3279]"><img class="size-full wp-image-3283  " title="OECD Report How’s life?" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/48844185Eng.jpg" alt="" width="470" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Hinweis: Daten von Island and Norwegen beziehen sich auf 2008; und auf 2009 für Estland, Israel, Schweiz und Südafrika. Quelle: OECD Kalkulation basierend auf eine Gallup World Umfrage</p></div>
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