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	<title>OpenMindJournal &#187; Mythos 2012</title>
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	<description>Das Online-Journal für Bewusstsein, Lebenspraxis und Change</description>
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		<title>Die letzte Reise zu den Sternen</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 11:22:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Change]]></category>
		<category><![CDATA[Mythos 2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Foto: aboutpixel.de / Moonrise 2 © Bernd Boscolo Dr. – blauer spektraler Affe (24. Januar 1939 – 23. März 2011) Je nachdem auf welchen Seiten man surft, finden sich ganz unterschiedliche Meinungen zu Dr. José Argüelles, welcher uns am 23. März 2011 auf der physischen Ebene verlassen hat. Zuerst daher ein paar Zahlen und Fakten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="alignright bildhinweis" style="width: 470px;"><img class="alignnone size-full wp-image-999"  title="aboutpixel.de / Moonrise 2 © Bernd Boscolo" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/03/ap4ad92287327b7_small.jpg" alt="" width="470" /><br />Foto: <a href="http://www.aboutpixel.de" rel="nofollow external">aboutpixel.de</a> / Moonrise 2 © Bernd Boscolo</p>
<p><em>Dr. <a href="#wikipopFrame" class="wikipopLink" onclick="setFrameSrc('José Argüelles', '');">José Argüelles</a> – blauer spektraler Affe (24. Januar 1939 – 23. März 2011)</em></p>
<p>Je nachdem auf welchen Seiten man surft, finden sich ganz unterschiedliche Meinungen zu Dr. José Argüelles, welcher uns am 23. März 2011 auf der physischen Ebene verlassen hat. Zuerst daher ein paar Zahlen und Fakten aus dem Leben von einem der bekanntesten Mayaforscher der Neuzeit.</p>
<p>José Argüelles studierte an der University von Chicago und erwarb dort den akademischen Grad Ph.D. in Kunstgeschichte. Er verfasste zahlreiche Bücher und war als Maler und Visionär einer neuen Welt unterwegs.</p>
<p>Gemeinsam mit seiner Frau Lloydine decodierte Dr. José Argüelles einen Grossteil der Glyphen auf der Grabplatte von Pakal Votan in Palenque. Diese goldüberzogene, tonnenschwere Grabplatte gilt als Vermächtnis des höchsten Maya-Kaisers für das Ende des Zykluses, in welchem wir uns befinden.</p>
<p>Seit ihrer Entdeckung waren sie als Team in der ganzen Welt unterwegs als Botschafter der «neuen Zeit» und der von ihnen initierten weltweiten Kalenderwechsel-Bewegung. Denn ihre Entdeckung machte unmissverständlich klar, dass unsere kulturelle Grundlage, der gregorianische Kalender, ein Machtinstrument ist, welches von Julius Cäser benutzt wurde, um die Steuern in seinem Weltreich einzutreiben. Später wurde an diesem Kalender immer wieder herumgebastelt und schliesslich von Papst Gregor für die katholische Kirche in Besitz genommen, ebenfalls um die Vormacht des Vatikans zu sichern.</p>
<p>Immer mehr wurde, basierend auf dem gregorianischen Kalender, die Zeit mechanisiert. Zuerst mit der berühmten Kuckucksuhr, damit die Mönche rechtzeitig zum Morgengebet geweckt wurden und schliesslich indem das Paradigma <em>Zeit ist Geld</em> in allen Gebieten des Lebens postuliert wurde.</p>
<p>Auch wenn uns das heute kaum noch bewusst ist, aber unsere ganze mechanische, elektrische Welt basiert auf der Grundlage von Tagen, Stunden, Sekunden und inzwischen sogar Millionstel– und Nanosekunden. Wir haben die Zeit in immer noch kleinere Einheiten aufgeteilt. Genau diese Teilung hat laut Dr. José Argüelles dazu beigetragen, dass wir immer mehr in einer künstlichen Welt leben und der Zeit nachhetzen, da sie immer schneller zu werden scheint.</p>
<p>Um wieder zu der natürlichen Zeit zurückzukehren zu können, ist es daher von essentieller Bedeutung, einen Kalender zu nutzen, der die Zeit nicht als Quantität (Tageszahlen, Stunden, Minuten, etc.), sondern als Qualität offenbart. Genau dafür haben Dr. José Argüelles und seine Frau Lloydine den 13 Monde Kalender entwickelt, der auf exakt 13 x 28 Tagen (+ 1 freier <em>grüner</em> Tag) aufbaut und somit eine harmonische und regelmässige Grundlage bietet. Diese 13x28’er Schablone wird mit den Tagesqualitäten aus dem berühmten Ritualkalender der Mayas <em>Tzolkin</em> gefüllt und zeigt somit Tag für Tag auf, welche Zeitdynamik gerade vorherrscht.</p>
<p>Wer mit diesem Kalender arbeitet, lernt sich und seine Mitmenschen genauer kennen und kann mit den Zeitqualitäten optimal arbeiten und sich mit ihnen verbinden. Der 13 Monde Kalender sorgt immer mehr für Synchronizität (günstige Zufälle) und Harmonie im Leben und daher ist es nicht verwunderlich, dass inzwischen nach über 30 Jahren mehrere Millionen von Menschen bereits nach dem 13 Monde Kalender leben. Es gibt inzwischen sogar Länder, die den 26. Juli (der grüne Tag) als nationalen Friedenstag ausgerufen haben und damit aufzeigen, dass sie Frieden wollen statt endlose Kriege.</p>
<p>Die von ihm gegründete <em>Foundation for the Law of Time</em> forscht und verbreitet seit unzähligen Jahren alles zum Thema <em>neue Zeit</em> und dem Wechsel von aktuellen Zyklus in eine neue Ära der Menschheit am 21.12.2012, welche uns nichts weniger als das neue <em>goldene Zeitalter</em> verspricht.</p>
<p>Im neuen Zeitalter, von den Mayas als <em>fünfte Sonne</em> (quinto Sol) bezeichnet, wird das von Dr. José Argüelles postulierte Gesetz der Zeit wieder ins Bewusstsein der Menschen gelangen. Seine berühmte Formel : T x e = KUNST (Zeit x Energie = Kunst) erinnert uns daran, dass jedes einzelne Lebewesen in jedem Augenblick ein schöpferischer kreativer Ausdruck von Energie ist. Jeder Sonnenuntergang erinnert uns daran, oder haben sie schon mal einen hässlichen Sonnenuntergang gesehen ? Die Natur ist das beste Beispiel für die allem innewohnende Schönheit (Kunst). Doch wir zerstören dieses gigantische Kunstwerk namens Erde zunehmend.</p>
<p>In einem seiner berühmtesten Bücher, <em>Der Maya Faktor</em> zeigte Dr. José Argüelles schon vor Jahrzehnten Wege aus dieser tiefen menschlichen Sinnkrise auf. Um als Menschheit ein weltweites Zeichen zu setzen, initierte er im Jahre 1987 die erste und weltweit grösste kollektive Meditation für den Frieden unter dem Namen «Harmonische Konvergenz», die seither in zahlreichen esoterischen und spirituellen Büchern als Referenzpunkt erwähnt wird. Es wird gesagt, dass dieses kollektive Ereigniss tiefe Spuren im menschlichen Bewusstsein hinterlassen hat und die Samen nun am aufgehen sind.</p>
<p>Trotzdem, es gibt noch einiges zu tun, und auch wenn Dr. José Argüelles den Wechsel nicht mehr im physischen Körper miterleben wird, so bin ich mir sicher, dass er in der ersten Reihe sitzt um das vor uns liegende globale Spektakel zu erleben.</p>
<p>Sein Vermächtnis hilft uns für den Übergang, der in den letzten Jahren immer deutlicher spürbar geworden ist. Wer die Zeichen der Zeit zu lesen vermag, synchronisiert sich mit einem Bewusstseinsfeld, das grösser ist, als wir es uns mit unserem Verstand je vorstellen können. Inzwischen reden sogar die Quantenphysiker von Feldern, Bewusstsein und der Möglichkeit, diese Felder einzeln oder als Kollektiv zu ändern.</p>
<p>Seit dem Hollywoodkracher «2012»  ist das Thema allgegenwärtig und die zahlreichen Bücher spriessen wie Pilze aus dem Boden. Und obwohl es unzählige plausible Theorien gibt, kann niemand, wirklich niemand mit Sicherheit sagen, was genau im Schicksalsjahr 2012 geschehen wird.</p>
<p>Trotzdem empfiehlt es sich, Gedanken darüber zu machen, denn bereits seit Monaten und Jahren werden kurioseste Dinge gemessen und festgestellt. Ob Änderungen im elektromagnetischen Feld der Erde, der Erhöhung der Sonnenfleckenbewegungen oder der Verschiebung der Erdachse (z.b. nach dem Erdbeben von Chile, Haiti und Japan), alles deutet auf eines hin : auf globale Änderungen !</p>
<p>Dr. José Argüelles war nie einer der Panikmacher, von denen es leider genügend gibt. Er hat jedoch immer wieder unmissverständlich klar gemacht, dass sich die Erde transformieren wird und wer dabei nicht mitmacht, früher oder später das Spiel verlassen wird.</p>
<p>Viele Menschen leben inzwischen nach dem <em>Dreamspell</em> von Dr. José Argüelles, doch genauso viele Menschen haben ihn einen Scharlatan und Spinner genannt. Auf Wikipedia wird er Autor von esoterischen Fachbüchern genannt und wieder andere haben seine Forschungen in Grund und Boden gestampft.</p>
<p>Ich persönlich hatte die Möglichkeit, ihn im Jahre 2005, als Dr. José Argüelles wieder einmal ein paar Tage in der Schweiz weilte und in Teufen (St. Gallen) einen mehrtägigen Workshop durchführte, persönlich kennenzulernen. Vor allem deswegen, weil die Organisatoren gute Freunde und tolle Gastgeber waren.</p>
<p>Auch wenn ich selber nicht viel von selbsternannten Gurus und möchtegern Spirituellen Führern halte, muss ich zugeben, dass von ihm eine faszinierende Ausstrahlung ausging. Ich spürte, dass dieser Mensch seiner Vision, die er im zarten Alter von 14 Jahren auf der Sonnenpyramide in Teotihuacan hatte, konsequent gefolgt ist und über intuitive und nicht alltägliche Wege unglaubliches Wissen über vergangene und zukünftige Zeiten hervorgebracht hatte. Vielleicht war das mit ein Grund, warum viele seriöse Wissenschaftler ihre Mühe mit ihm hatten.</p>
<p>Trotzdem, seine beachtlichen Erfolge, die Harmonische Konvergenz und Millionen von Menschen, die nach dem Dreamspell leben und rund um den 25. Juli (grüner Tag) Frieden  und Kultur zelebrieren, sind schlichtweg nicht vom Tisch zu wischen. Und auch wenn der Maya-Forscher Dr. Carl Callemann den Zeitenwechsel bereits auf den 28. Oktober 2011 datiert hat, so spielt es letztlich keine Rolle, wann genau 2012 stattfindet. Denn wer dem Dreamspell konsequent folgt, erkennt früher oder später, dass jeder einzelne Augenblick das Potential von 2012 in sich trägt. Wir müssen nicht warten, bis zum 21.12.2012 um Frieden auf Erden zu haben.</p>
<p>Frieden ist <em>immer</em> und <em>überall jederzeit</em> möglich, und genau diesen Frieden hat Dr. José Argüelles ausgestrahlt, als ich ihm während den rund 5 Tagen immer wieder begegnet bin. Und genau diesen Frieden wünsche ich ihm auf seiner Reise zu den Sternen, von wir seiner Meinung nach alle herkommen.</p>
<p>In lak’ech José Argüelles | In lak’ech = Maya Gruss : Ich bin ein anderes Du !</p>
<p>Ayum Hunab Ku . Evan Maya . e Maho</p>
<p>Das erste Buch, das mich auf die Spur der Mayas führte, war die <em>Arkturus Probe</em> von Dr. José Argüelles, welches ich just zwei Tage vor José Argüelles Hinscheiden wieder zu lesen begann. Ich erkenne erst jetzt die Tiefe dieser phantastischen Metapher! Für alle, die bereit für einen Ausflug in andere Universen und Galaxien sind, empfehle ich das PDF auf der Website von Kössners downzuladen, auszudrucken und zu geniessen. Und wer zu Beginn nur Bahnhof versteht, ist in bester Gesellschaft. So ging es mir vor unzähligen Jahren nämlich auch.</p>
<p>Wer das PDF auf <a href="http://maya.at/Literatur/Literatur-Index.htm" rel="external nofollow">http://maya.at/Literatur/Literatur-Index.htm</a> (direktlink: <a href="http://www.maya.at/Literatur/download/Arkturus-Probe.pdf" rel="external nofollow">http://www.maya.at/Literatur/download/Arkturus-Probe.pdf</a> runterlädt, ist gebeten, der Familie Kössners einen Energieausgleich zu senden …</p>
<p> </p>
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		<title>Zeitenwende? Ist jetzt oder nie!</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Mar 2011 15:53:28 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[a_Editors Choice]]></category>
		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Mythos 2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Foto: aboutpixel.de / Abendrot © daylight 2012 – Kalendergläubigkeit als Massenphänomen »Der Maya-Kalender Tzolkin und seine übergeordneten Zyklen der neun Unterwelten geben Ihnen das spirituelle Wissen über die Jetzt-Zeit und ihre kosmisch-historischen Zusammenhänge und zeigt effektive Wege, wie Sie diese Zeit des Wandels bewusst für Ihren eigenen Quantensprung nutzen können«, das bekomme ich gerade in [...]]]></description>
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<p class="alignright bildhinweis" style="width: 300px;"><img class="alignnone size-medium wp-image-524"  title="aboutpixel.de / Abendrot © daylight" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/03/ap4c057bbc76cb5_small-300x189.jpg" alt="" width="300" height="189" /><br />Foto: <a href="http://www.aboutpixel.de" rel="nofollow external">aboutpixel.de</a> / Abendrot © daylight</p>
</h2>
<h2>2012 – Kalendergläubigkeit als Massenphänomen</h2>
<p>»Der Maya-Kalender Tzolkin und seine übergeordneten Zyklen der neun Unterwelten geben Ihnen das spirituelle Wissen über die Jetzt-Zeit und ihre kosmisch-historischen Zusammenhänge und zeigt effektive Wege, wie Sie diese Zeit des Wandels bewusst für Ihren eigenen Quantensprung nutzen können«, das bekomme ich gerade in meine Mailbox. Wie so vieles dieser Art.</p>
<p>Die Nachrichten unterscheiden sich nur noch wenig, die ich da aus der Szene bekomme. Die meisten haben mit Quanten zu tun und mit 2012, und alle wollen mein Bewusstsein wandeln oder mich dazu aufrufen, diese historisch so bedeutsame Zeit ernst zu nehmen und mitzumachen bei diesem Sprung in eine ganz neue Zeit des Menschseins.</p>
<p><strong>Die Milleniumshysterien</strong><br />
Das erinnert mich an die Milleniumshysterie, als sich die magische Zahl 2000 in unserem Kalender näherte. Auch in meinem Freundeskreis gab es Leute, die sich beim Aldi mit Dosennahrung eindeckten und ihren Keller damit füllten für die kommende kritische Zeit. Eine Zeitenwende stünde bevor, ein großer Bewusstseinswandel, hieß es. Aber es könne auch schiefgehen, wenn die negativen Kräfte zu stark wären und wir nicht »den Weg ins Herz« und zur Liebe fänden. Der Strom könne ausfallen und damit auch unsere Heizungen, weil die Computerprogrammier sich nur auf zweistellige Jahreszahlen eingestellt hätten. Also besorgte man sich Wolldecken und Gasvorräte für den Küchenherd, um es wenigstens in einem Raum warm zu haben.</p>
<p>Das war das Millenium des Gregorianischen Kalenders, der heute weltweit üblich ist und unsere Uhren bestimmt sowie die meisten unserer Kalender. Auch die Chinesen, die nicht zur selben Zeit wie wir Neujahr feiern, richten ihre Uhren und Kalender nach diesem, in der technisierten Welt üblichen Kalender. Das 2012-Fieber hingegen basiert auf einem anderen Kalender, auf dem der Mayas. Es spricht vor allem die Indianer– und viele Ethnofreaks an und das Gros der Eso-Szene, inzwischen aber auch große Teile des Mainstreams. Immerhin hat Emmerich auf der Basis solcher Erwartungen mit seinem Film »2012« vor einem Jahr einen riesigen Kassenerfolg erreichen können, mit 450 Millionen Dollar Einspielergebnis schon zehn Tage nach dem Erscheinen des Films (am 11.11.2009)! Emmerichs Film ist damit einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten.</p>
<p>2012 ist für den Mayakalender sowas Ähnliches wie ein Millenium, nur eine Nummer größer, etwa so, wie wenn wir im Gregorianischen Kalender das Jahr 10.000 hätten. Furchteinflößend? Wenn man so will, ja. Hoffnung weckend? Wenn man so will, ja.</p>
<p>Und was bei der Hysterie 2000 die Computerprogrammierprobleme waren, das sind bei 2012 die Sonneneruptionen oder der Polsprung des Erdmagnetfeldes. Weder die Voraussage von erhöhten Sonneneruptionen zum Ende des Jahres 2012, noch eine Umpolung des Erdmagnetfeldes zu diesem Zeitpunkt lässt sich wissenschaftlich aufrecht erhalten. Jede Hysterie sucht sich zur Bestätigung in der Welt des Faktischen Aufhänger, das gilt auch für diese Hysterie. Im Jahr 2000 waren die Aufhänger allerdings bessere, denn es hätte damals durch das Ausfallen wichtiger Computersysteme tatsächlich einige nicht »selbst gemachte« Probleme geben können, in dem Sinne wie die sich selbsterfüllenden Prophezeiungen es sind.</p>
<p><strong>Was wir erwarten, tritt ein</strong><br />
2012 ist allem Anschein nach eine Massenhysterie, deren prognostizierte Effekte in dem Maße eintreffen werden, wie eine ausreichend große Masse glaubt, dass sie eintreffen werden. Wenn alle denken, dass zu dem Zeitpunkt für die Menschheit ein glückliches Zeitalter beginnen wird, sind die Chancen, dass zu dem Zeitpunkt ein glückliches Zeitalter beginnt, viel größer, als wenn keiner davon Notiz nähme. Denn ob wir Menschen glücklich sind mit unserem Leben und in unserer Welt, das hängt sehr stark davon ab, ob wir glauben, dass das möglich ist. Optimisten sind in der Regel glücklichere Menschen.</p>
<p>Esoteriker glauben ja sowieso gerne, dass sie ihre Welt selbst erschaffen. Das heißt, dass das, was sie für möglich halten – besser noch: was sie erwarten – auch tatsächlich eintreffen wird, in dem Maße, wie sie es erwarten. Glauben sie. Und nennen es »das Gesetz der Resonanz«. Das macht diese Szene noch viel massenhysterieanfälliger als andere Szenen, Kulturen oder Subkulturen.</p>
<p>Wenn dabei die Pessimisten die Optimisten überwiegen, kann allerdings auch das Gegenteil eintreten. Wenn die Mehrheit an eine kommende Katastrophe glaubt, wie der Film von Emmerich mit seinen special effects sie so drastisch zeichnet, dann ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass diese auch tatsächlich eintrifft, und nicht die ersehnte neue Zeit des Glücks und der Liebe. Mir fällt dabei die Geschichte von dem Mann ein, der sich versehentlich in einem leeren Kühlcontainer eingeschlossen hatte und dort übernacht erfror. Die Lagerarbeiter, die den Container am nächsten Morgen öffneten, fanden nur noch seine Leiche. Die Kühlung aber war gar nicht angestellt, und es war auch genug Sauerstoff in dem Raum vorhanden. Der Mann war nicht erstickt. Er war gestorben, weil er glaubte, dass die Kühlung an wäre und er erfrieren müsse.</p>
<p><strong>Kalendergläubigkeit</strong><br />
Wird es uns 2012 auch so ergehen? Einige Freunde von mir, darunter auch Veranstalter großer 2012-Kongresse – es gibt zur Zeit ja sehr viele davon –, fragen mich immer mal wieder, warum ich so kritisch bin bezüglich der Kalendergläubigkeit. »Siehst du denn nicht die Chancen darin zu einem Bewusstseinsprung?« Die meisten von ihnen geben zu, dass 2012 ein Massenhysteriephänomen ist, aber sie meinen, es sei eine positive Hysterie, die der Welt mehr Bewusstsein bringt. »Siehst du denn nicht, wie nötig die Welt einen solchen Bewusstseinswandel hat?« Doch, das sehe ich. Aber ich meine, dass wir diesen Wandel täglich bewirken müssen mit dem, was wir täglich tun, nicht erst im Hinblick auf dieses Datum des 21. Dezember 2012 (oder wann auch immer, die Experten sind sich da ja gar nicht einig), auf das da gerade so viele hinfiebern.</p>
<p><strong>Machst du mit?</strong><br />
Trotz meiner kritischen Haltung werde ich immer noch als Redner auf 2012-Kongresse eingeladen. Das halte ich für ein gutes Zeichen, nicht nur weil es mir schmeichelt. Sondern auch, weil es anscheinend ein Publikum für ein echtes Erwachen aus den Massenhysterien gibt. »Echtes Erwachen«, das sagt sich so leicht. Wie schwierig das ist, sehen wir aber schon daran, dass wir beim Beginn der Winterzeit unsere Uhren zurückstellen und dann denken, dass es »jetzt früher hell« wird. Ist aber nicht so. Das Verhältnis von Sonne und Erde hat sich durch unsere Uhrumstellung nicht geändert. Es wird noch immer allmählich immer später hell. Nur die Einstellung unserer Koordinaten hat sich geändert, die Art, wie wir die Welt betrachten.</p>
<p>Das Datum des 21.12.2012 als eine große Party zu feiern, so wie eine Love-Parade, im Bewusstsein der Künstlichkeit dieses Datums, das wär’s! Und dabei wissen, dass wir nicht nur dann bewusst und achtsam sein sollten, sondern auch jetzt schon und danach. So wie wir ja auch wissen, dass nicht nur »im Gotteshaus« Gott wohnt und nicht nur die Kaaba ein heiliger Stein ist und Stonehenge ein Kraftplatz. Sondern der Platz, an dem ich jetzt bin, ist ein Kraftplatz genau dann, wenn ich mir meiner Kraft bewusst bin. Die neue Zeit beginnt hier und jetzt! Schon immer war das so. Wenn wir in diesem Bewusstsein das große Event feiern, dann freue ich mich darauf.</p>
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