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	<title>OpenMindJournal &#187; Konstruktiver Aktivismus</title>
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	<description>Das Online-Journal für Bewusstsein, Lebenspraxis und Change</description>
	<lastBuildDate>Thu, 17 May 2012 11:01:36 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Im Allmende-Fieber</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 20:57:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Konstruktiver Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Bewusstsein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Beitrag aus der OYA-Redaktion von Lara Mallien. Oya-Genossenschaftsmitglied Steffen Walter schickte uns die Pressemitteilung der neuen Genossenschaft »BürgerEnergie Berlin eG i.G.« vom 25. April: Der Plan dieses Projekts ist kein geringerer, als das Netz der Hauptstadt in Bürgerhand zu bringen, denn die Konzession des Netzbetreibers Vattenfall läuft Ende 2014 aus und wird in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Beitrag aus der <a href="http://www.oya-online.de/blog/111-im_allmende-fieber/view.html" target="_blank" rel="external nofollow">OYA-Redaktion</a> von Lara Mallien.</em></p>
<div id="attachment_4879" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="https://www.facebook.com/buergerenergieberlin" rel="external nofollow"><img class=" wp-image-4879 " title="Jetzt oder nie" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/jetzt_oder_nie-300x188.png" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: BürgerEnergie Berlin</p></div>
<p>Oya-Genossenschaftsmitglied Steffen Walter schickte uns die Pressemitteilung der neuen Genossenschaft »BürgerEnergie Berlin eG i.G.« vom 25. April: Der Plan dieses Projekts ist kein geringerer, als das Netz der Hauptstadt in Bürgerhand zu bringen, denn die Konzession des Netzbetreibers Vattenfall läuft Ende 2014 aus und wird in den nächsten Monaten neu vergeben. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich am gemeinschaftlichen Kauf des Stromnetzes zu beteiligen. Die erste Million ist bereits zusammen.<br />
Wie großartig – das Stromnetz von Berlin als Commons, als Allmende – das wäre ein starkes Zeichen. Weitere Infos gibt es auf der Seite<a href="http://www.buerger-energie-berlin.de./" target="_blank" rel="external nofollow"> www.buerger-energie-berlin.de.</a></p>
<p>Allmende-Fieber breitet sich aus — nicht wie ein Lauffeuer, aber wie ein unaufhaltsames Glimmen.<br />
Heute haben wir auch erfahren, dass die <a href="http://www.boell.de/" target="_blank" rel="external nofollow">Heinrich Böll Stiftung</a> weitere Arbeitstreffen zum Thema <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2012/03/26/bausteine-fur-eine-stromallmende/" target="_blank" rel="external nofollow">»Energiewende und Gemeingüter«</a> plant. Im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wurde inzwischen erreicht, dass die Kommunalverfassung dahingehend geändert wurde, dass <a href="http://www.nachhaltigkeitsforum.de/421" target="_blank" rel="external nofollow">Energieversorgung auch zur Daseinsfürsorge der Gemeinden gehört, </a>das heißt die Städte und Gemeinden können zusammen mt den Bürgerinnen und Bürgern Energiegenossenschaften gründen. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg des Projekts <a href="http://www.bedeg.de/" target="_blank" rel="external nofollow">»500 Bioenergiedörfer in M-V«,</a> in dem es auch um eine »Energiewende von unten« ohne große Investoren geht.</p>
<p>Aber Energie ist nur eine der vielen Ebenen, auf denen <a href="http://www.commonsblog.de/" target="_blank" rel="external nofollow">Commons</a> gefragt sind. Projekte zur <a href="http://www.solidarische-landwirtschaft.org/" target="_blank" rel="external nofollow">solidarischen Landwirtschaft</a> scheinen wie Pilze aus dem Boden zu schießen, und in jedem Projekt werden dabei passende Formen des »Commonings« gefunden, des gemeinsamen Zusammenwirkens. In Klein Jasedow – dem Dorf in Vorpommern, in dem Oya hergestellt wird – experimentieren wir gerade mit der Form eines Community Gardenings, in dem zwei Dutzend Menschen gemeinsam einen Selbstversorgungs-Acker betreuen. Außer dass wir gemeinsam Saatgut und ein paar Geräte kaufen müssen, wird bei der ganzen Aktion kein Cent Geld fließen.<a href="http://www.demonetize.it/" target="_blank" rel="external nofollow"> »Demonetize!«,</a> steht auf der neuen Ausgabe der österreichischen Zeitschrift <a href="http://www.streifzuege.org/" target="_blank" rel="external nofollow">»Streifzüge«</a>. Ja – wie lassen sich mehr und mehr Lebensbereiche dem Kommerz entziehen?</p>
<p>»Wir arbeiten alle auf der Basis von »Open Source« und freiwilligem Beitragen, aber wir schaffen es nicht, gemeinsam genug zum Überleben zu erwirtschaften und fragen uns jetzt, wie wir damit umgehen sollen«, fragte eine junge Frau vom <a href="http://www.trial-error.org/" target="_blank" rel="external nofollow">Kulturlabor Trial &amp; Error</a> auf dem Kongress <a href="http://www.mcplanet.com/" target="_blank" rel="external nofollow">McPlanet,</a> der letztes Wochenende an der TU Berlin stattgefunden hat. Wir machten ihr Mut, nicht nach einem Patentrezept, sondern nach einer Lösung zu suchen, die genau zu den beteiligten Menschen passt. Statt allen das Gleiche geben zu wollen, ließe sich ja auf die ganz individuellen Bedürfnisse schauen. Es gibt keinen Grund, sich minderwertig zu fühlen, weil das gemeinsam Erwirtschaftete noch nicht für alle ausreicht, sondern Allmende-Pioniere müssten selbstbewusst andere dazu einladen, sich als Unterstützerinnen und Unterstützer einzubringen. Wir brauchen Freiräume, in denen mitten im Alten das Neue Heranwachsen kann, und das geht am besten durch ein Netzwerk solidarischer Freundinnen und Freunde.</p>
<p><a href="http://www.transcript-verlag.de/ts2036/ts2036.php" rel="external nofollow"><img class="alignright  wp-image-4883" style="margin-left: 10px;" title="Commons" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/commons-197x300.jpg" alt="" width="120" height="183" /></a>Auf dem Mc Planet stellte <a href="http://www.oya-online.de/article/read/15-Wovon_wir_alle_leben.html" target="_blank" rel="external nofollow">Silke Helfrich </a>den neuen, 500-seitigen Reader <a href="http://www.transcript-verlag.de/ts2036/ts2036.php" target="_blank" rel="external nofollow">»Commons. Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat«</a> vor. Das neue Paradigma der Gemeingüter kompakt in Theorie und Praxis. Es kommt genau zur richtigen Zeit, um das Allmende-Fieber weiter anzuheizen und die Commons auch der akademischen Diskussion bestens zugänglich zu machen. Das Buch soll in alle Uni-Bibliotheken im deutschsprachigen Raum, und wir möchten es allen Oya-Leserinnen und Lesern wärmstens empfehlen. Es liest sich leicht und locker, enthält auch praktische Beispiele  - der Umfang braucht also nicht abzuschrecken. Ein internationales Autorenteam, darunter mindestens 15 Oya-Autorinnen und Autoren wie Veronika Bennholdt-Thomsen, Friederike Habermann, Beate Küppers, Andreas Weber oder Christian Siefkes, haben zu diesem Werk beigetragen, und wir merken einmal mehr: Oya ist ganz und gar dem Zeitgeist des Commons-Paradigmas entsprungen.<br />
Alle Autorinnen und Autoren haben ihre Arbeit für das Buch geschenkt. Es wird vom Verlag für eine Bereitstellungsgebühr von 24,80 Euro angeboten. Und es ist unter einer Creative-Commons-Lizenz im Internet verfügbar: ein Gemeingut.</p>
<p>Dass der Wunsch, Commons-Wirtschaft zu realisieren, schnell zu handfesten Konflikten führen kann, weil mit einem Allemende-Denken existierende Machtverhältnisse grundlegend in Frage gestellt werden, zeigt immer wieder das Thema »Eigentum und Landnutzung«. Am 17. April ist der von Aktivistinnen und Aktivisten besetzte Versuchsgarten der Wiener Universität für Bodenkultur in Wien geräumt worden. Das Land wurde bereits von Stadtlandwirtschaftsinitiativen genutzt, doch jetzt soll es verbaut werden. Die Gärtnerinnen und Gärtner von <a href="http://www.social-innovation.org/?p=4028" rel="external nofollow">»SoliLa«,</a> die hier weiterhin gemeinschaftlich Gemüse anbauen und mit dem Fahrrad an Abnehmer in der Stadt liefern wollten, wurden von der Polizei vom Gelände gezerrt.</p>
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		<title>Die Notwendigkeit utopischer Entwürfe</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/03/29/die-notwendigkeit-utopischer-entwurfe/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 16:23:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Editors Choice]]></category>
		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
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		<category><![CDATA[Konstruktiver Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Bewusstsein]]></category>

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		<description><![CDATA[Visionen und deren Realisierung Utopien haben derzeit wenig Konjunktur. Sie stehen unter dem Generalverdacht, blosse Fantasiegebilde zu sein, denen jeglicher Realitätsbezug fehlt. lieber spricht man von Szenarien oder Visionen einer besseren Gesellschaft. tatsächlich lassen wir uns in unseren Lebensentwürfen jedoch täglich von Utopien leiten. Die klassischen Utopisten (zum Beispiel Platon und Thomas Morus) entwickelten Entwürfe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Visionen und deren Realisierung</h2>
<div id="attachment_4724" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/569736_original_R_B_by_Rainer-Sturm_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4719]"><img class=" wp-image-4724 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/569736_original_R_B_by_Rainer-Sturm_pixelio.de_-300x189.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Rainer Sturm / pixelio.de</p></div>
<p>Utopien haben derzeit wenig Konjunktur. Sie stehen unter dem Generalverdacht, blosse Fantasiegebilde zu sein, denen jeglicher Realitätsbezug fehlt. lieber spricht man von Szenarien oder Visionen einer besseren Gesellschaft. tatsächlich lassen wir uns in unseren Lebensentwürfen jedoch täglich von Utopien leiten.</p>
<div>
<p>Die klassischen Utopisten (zum Beispiel Platon und Thomas Morus) entwickelten Entwürfe eines Idealstaats, ohne Streit, Gewalt und Krieg. Darin bestand auch das Ziel der marxistischen Utopie, die für soziale Gerechtig– keit plädierte und für eine Gesellschaft, in der alle Klassenunterschiede beseitigt sind. Doch die Realisierungsversuche in der ehemaligen UdSSR und der DDR, in Kuba und China haben diese Utopien diskreditiert. Der Misserfolg ist nicht dem utopischen Konzept anzulasten, sondern dessen Pervertierung. Unter der Hand wurden nämlich die alten Machtverhältnisse mitsamt ihren Hierarchien weitergeführt oder neu installiert, was in krassem Widerspruch zu jenem Reich der Freiheit steht, das Karl Marx vorschwebte.</p>
<p>Utopien sollten wieder als Korrektiv des Bestehenden gesehen werden. Sie sind Platzhalter einer Freiheit, die individuelle Vielfalt und Differenz ermöglicht. Das Wort «Utopie», zusammengesetzt aus den beiden griechischen Wörtern «ou» und «topos», bedeutet: Nichtort. Utopische Entwürfe haben keine Raum-Zeit-Koordinaten; man kann das, was sie beschreiben, weder geografisch noch historisch verorten. Dies mag zunächst befremden, doch wir gehen ständig mit solchen Nichtort-Gebilden um, denn wir müssen ja in jedem Augenblick unser Leben aktiv gestalten. Menschen blicken in die Zukunft und projizieren dabei ihre eigenen Ziele.</p>
<blockquote><p>Die Gestaltung der Zukunft mittels utopischer Entwürfe lässt sich mit der Entstehung einer Skulptur vergleichen. Wir gestalten unser Leben wie der Bildhauer den Stein.</p></blockquote>
<p>Der Entwurf von Zukunft ist nicht einfach eine Eins– zu-eins-Nachahmung oder Wiederholung von bereits Erreichtem, das seinen festen, datierbaren, historischen Ort in der Vergangenheit hat. Jede Konstellation verlangt neue Anpassungen und öffnet der Fantasie Möglichkeiten eines neuen Entwurfs. Indem wir unsere nähere oder fernere Zukunft planen, nehmen wir die neu gesetzten Ziele als Wirklichkeit in Gedanken vorweg.</p>
<div>
<div>
<p>Diese vorerst in der Fantasie existierende Wirklichkeit ist, vielleicht nur vorläufig, vielleicht aber auch auf lange Zeit, ein Nichtort. Als bloss ersehntes Traum– und Wunschgebilde bleibt sie ein Nichtort, was ihre Bedeutung aber keineswegs schmälern muss. Wenn der Sog der Ziele stark genug ist, dienen sie als ständige Orientierungshilfe für ein Handeln, das sich am Ideal ausrichtet.</p>
</div>
<div>
<p>Mit jedem erreichten Teilziel nähert man sich dem utopisch «Vor-Entworfenen» an, bis dieses verwirklicht ist und damit der Nichtort sich in einen tatsächlichen Ort verwandelt.</p>
<h4>Immer neu interpretierte Mythen</h4>
<p>Ohne Utopien wäre unser Blick vollständig an die Ver– gangenheit gefesselt. Wir könnten unsere Gegenwart nur rückwärtsgewandt gestalten, in einem versteinerten Konservatismus. Alle Kreativität würde sich in der immer gleichen Ausmalung des Paradieses oder des Goldenen Zeitalters erschöpfen, mit dem unsere Geschichte angefangen haben soll. Doch letztlich ist auch dies schon eine Utopie, denn solche Anfänge sind nicht historisch dokumentiert, sondern in Form von Mythen überliefert, die von Generation zu Generation neu interpretiert und anders ausgeschmückt wurden. Sie regen die Fantasie an, ein dem jeweiligen Welt– und Menschenbild entsprechendes Paradies zu entwerfen und als neuen Garten Eden in die Zukunft zu projizieren.</p>
<p>Die Gestaltung der Zukunft mittels utopischer Entwürfe lässt sich vergleichen mit der Herstellung eines Kunstwerks. Wie ein Bildhauer den Stein, so gestalten wir unser Leben. Wir fangen nicht in jedem Augenblick bei null an. Unsere bereits verlebte Zeit ist das Material, das wir im Vorgriff auf den utopischen Gesamtentwurf unserer Zukunft bearbeiten wollen. Wir können daher nicht völlig neue oder ganz andere Menschen werden, sondern müssen unsere individuellen Besonderheiten beachten, die das Resultat dessen sind, was wir erlebt und erlitten, gelernt und gemacht haben. Dies alles beeinflusst unsere Zukunftsprojekte ebenso stark, wie es unsere Sehnsüchte und Wünsche tun.</p>
<p>Endgültig Bilanz ziehen, ob es uns gelungen ist, unser individuelles utopisches Profil zu verwirklichen, lässt sich allenfalls am Lebensende. Aber das Kunstwerk Individuum ist ja ein «work in progress», und wir können jederzeit – wie der Bildhauer an seinem Stein – an uns etwas abschleifen, glätten, Überstehendes wegschlagen, um zu dem Menschen zu werden, als den wir uns entworfen haben. Manche Prozesse sind schmerzhaft, andere Eingriffe beglücken, weil durch sie etwas entstanden ist, was genau dem Ideal entspricht, das uns vorschwebte.</p>
<p><em>Dieser Artikel erschien erstmals im Magazin MONETA, Ausgabe <a title="Nr. 1/2012" href="http://www.abs.ch/de/zeitung-moneta/moneta-archiv/" rel="external nofollow" target="_blank">Nr. 1/2012</a>.MONETA ist das Magazin der <a title="Alternativen Bank Schweiz" href="https://www.abs.ch/" rel="external nofollow" target="_blank">Alternativen Bank Schweiz</a></em></p>
</div>
</div>
</div>
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		<title>#OccupyIntegral</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/03/07/occupyintegral/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 15:46:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Editors Choice]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik und Weltgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir posten dieses Manifest in einem Moment, der sich anfühlt wie die Ruhe vor dem Sturm. Es ist März 2012, nur wenige Wochen eines Jahres, das reich ist an sozialer, politischer und spiritueller Bedeutung. In den USA ist natürlich Wahljahr, das all den  durch die Medien verursachten Wahnsinn mit sich bringt. Laut dem chinesischen Kalender [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4608" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/dreamstime_xs_21497153.jpg" rel="lightbox[4604]"><img class=" wp-image-4608 " title="Revolution of the Mind" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/dreamstime_xs_21497153-300x198.jpg" alt="" width="250" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: © Michael Rubin | Dreamstime.com</p></div>
<p>Wir posten dieses Manifest in einem Moment, der sich anfühlt wie die Ruhe vor dem Sturm. Es ist März 2012, nur wenige Wochen eines Jahres, das reich ist an sozialer, politischer und spiritueller Bedeutung. In den USA ist natürlich Wahljahr, das all den  durch die Medien verursachten Wahnsinn mit sich bringt. Laut dem chinesischen Kalender ist das Jahr des Drachens, ein Symbol für Dynamik und Kraft. Im überlieferten Maya-Kalender… naja, wir kennen das.</p>
<p>Das Gefühl der Ruhe kommt wohl auch daher, weil auf der nördlichen Erdhalbkugel gerade Winter ist. Doch mehr, es scheint wie die Stille oder die Erschöpfung nach einem <em>komplizierten</em> Jahr. Von Revolutionen im Mittleren Osten bis zu den Occupy Protesten in den USA und global; es ist etwas am Gären… und am Überlaufen.</p>
<p>Wir sind vier Jahre in der globalen Wirtschaftskrise und die fundamentalen Themen in Bezug auf Nachhaltigkeit, Schulden, Ungleichheit usw. wurden nicht mal richtig angesprochen, geschweige denn gelöst.</p>
<p>Unsere politischen Systeme sind in einer Pattsituation. Signale aus der Umwelt werden immer Besorgnis erregender. Nicht nur die schmelzenden Polkappen, sondern auch das nukleare Desaster in Japan markieren die Grösse des Loches, das wir uns selbst graben. Es lässt sich feststellen, dass die Menschen gestresst sind.</p>
<p>Kein Zweifel, es passieren auch reichlich ermutigende Dinge. Neue Technologien, neues Erwachen, neue Formen von Kreativität und Zusammenarbeit und einiges mehr. Das macht es so eine ausserordentliche Zeit um am Leben zu sein.</p>
<p>Natürlich können wir 10, 500 oder 2000 Jahre zurück schauen und finden ähnliche Geschichten der Menschheit am Übergang von Krise und Transzendenz. Dennoch gibt es eine exponentielle Intensität wie unsere Situation in den letzten Jahrzehnten komplexer wurde und sich beschleunigte (in anderen Worten evolvierte), und es gibt wenig Zweifel, dass wir nun auf einem steilen Abhang sind.</p>
<p>Vielleicht erscheint es daher wie ein Moment in dem das Bewusstsein anspannt oder seine Energie für das Unbekannt konserviert, das kommen mag – dieses fremde X, das eine höhere Ordnung aus dem Chaos hervorzaubert.</p>
<p>Es ist ein Moment der sich intuitiv anfühlt wie… <em>schwanger.</em></p>
<p>***</p>
<p>Doch solange wir auf unsere tägliche News-Feeds fixiert sind, verpassen wir die volle Tiefe und den Reichtum des Moments. Ebenso kann es sich anfühlen, als wäre das grössere Bild der Bewusstseinsevolution losgelöst von unserem täglichen Leben, wenn wir uns nur intellektuell darauf beziehen.</p>
<p>Wir wachen jeden Tag auf, vollrichten unsere Arbeit, verbinden uns miteinander und finden Sinn auf so viele verschiedene Arten. Und doch gibt es einen <em>optimalen Punkt,</em> wo sich unser In-der-Welt-sein sich mit dem verbindet was wir den <em>Zeitgeist</em> nennen könnten. Unsere Existenz wird aktiviert, wie Hefe im Teig der Welt. Und die Frage was »wirklich los ist« – oder wie wir auf das transzendente und immanente X antworten und es inkarnieren – ist auf eine ganz neue Art von Bedeutung.</p>
<p>***</p>
<p>Als Integralisten – oder Menschen die sich der gesunden Evolution des Bewusstseins, der Kultur und der Systeme, die unsere Welt ausmachen, verschrieben haben – fühlen wir uns berufen aufzuwachen, um diesen wunderbaren Moment zu verstehen, sich zu engagieren, sich daran zu erfreuen und ihm zu dienen. Dennoch gibt es die Wahrnehmung, dass wir integrale Enthusiasten als Gemeinschaft, Tribe oder »We-Space«, zu wenig tiefe Beziehungen zur Welt haben, oder keine sogenannte Soziale Verantwortung. Es wird gesagt, wir sind viel mehr an der »Landkarte« interessiert als am »Territorium«. Wir werden des »Meta-Tuns« und der »Integralen Untätigkeit« bezichtigt (oder wir beschuldigen uns gegenseitig dafür).</p>
<p>Natürlich sind solche Wahrnehmungen und teilweise wahr und wir können leicht auf viele integrale Projekte verweisen und Praktizierende, die sich diesen Behauptungen widersetzen. Dennoch sind sie nicht grundlos und macht Sinn sich darüber Gedanken zu machen, warum dem so ist.</p>
<p>***</p>
<p>Die Crux des Problems scheint folgendes zu sein:</p>
<p>Einerseits fühlen wir uns nicht wohl dabei, uns mit der Art von Aktivismus zu identifizieren, oder Energie darin zu investieren, die mit den Progressiven, Umweltschützern oder anderen linksgerichteten Gruppierungen assoziiert wird (und noch weniger mit rechtsgerichteten Gruppen wie die Tea-Party). Wir finden sie zu ideologisch, rigide und nicht dynamisch, innovativ oder kreativ genug. Kulturell treten sie zu polarisierend auf, oft nicht willens oder unfähig gegensätzliche Sichtweisen zu respektieren. Obwohl viele von uns mit der progressiven Agenda sympathisieren, fühlen wir einfach nicht, dass der Anlass unseren Geist und Verständnis der Dinge widerspiegelt. Deshalb geben wir diesen Bewegungen auf eine abschätzige Weise Etiketten wie »grün«, »First Tier« oder »postmodern«.</p>
<p>Andererseits hat das integrale Bewusstsein noch keine kohärente kulturelle Bewegung geschaffen, die ihre eigene Kraft für sozio-politische Veränderung werden könnte. Vielmehr scheinen seine frühen Ausdrucksformen die Wichtigkeit oder Notwendigkeit von sozialem Aktivismus herunterzuspielen. Stattdessen neigt es dazu die Evolution des Selbst zu priorisieren. Darüber hinaus verwischt die integrale Kultur (vor allem in seinem eher ungeschickten Bestreben des Marketings) oft eine Linie der Glaubwürdigkeit, und riskiert so zu einem Teil des New-Age oder der Neugeist-Bewegung zu werden.</p>
<p>Unser Ausdruck des sozialen Commitments lässt sich zusammenfassen in dem Satz, »sei der Wandel den du in der Welt sehen möchtest«. Das ist ein schöner und grundlegend wahrer Slogan, natürlich, dennoch bleibt der Fokus auf das Individuum, was nur die halbe Wahrheit ist. Wenn wir uns darauf berufen »die Veränderung zu sein«, dann fühlt sich das oft an, als wäre dies getrieben von einem Bedürfnis die Spannungen zu lindern, die aus der Idee eines <em>sozialen Kampfes</em> kommen. Das ist natürlich paradox, denn Gandhi war ja solch ein gewaltiger Aufrührer. Trotz der Teilwahrheit dieser Aussage, hat die New-Age-Verwendung den Effekt, nicht nur der Kritik von Macht und Ungerechtigkeit auszuweichen, sondern wir nehmen uns auf einer existentiellen Ebene aus dem Kampf heraus.</p>
<p>Bevor wir weiter gehen, lasst und eines klar werden: Es gibt nichts in der Integralen Theorie, das einen eher aktivistischen Ausdruck des Integralismus ausschliesst. Im Gegenteil, das Modell ruft offensichtlich danach! Es beschreibt ausdrücklich den Pfad von individueller, sozialer und kultureller Evolution zu einer grösseren Ganzheit, Tiefe, Bewusstheit, Komplexität, Intelligenz und natürlich, der guten alten Güte, Wahrheit und Schönheit. Es gibt eine vitale Kritik an bestehenden Institutionen innerhalb unserer ganzheitlichen/evolutionären Sichtweise.</p>
<iframe style="background:#000000;" src="http://player.vimeo.com/video/31167032?title=1&amp;byline=1&amp;portrait=1&amp;color=00adef&amp;autoplay=0&amp;loop=0" width="400" height="300" frameborder="0"></iframe>
<p>Deshalb ruft dieses Manifest nach einer Wiederverwendung von <a href="http://integrallife.com/node/37539" rel="external nofollow">Ken Wilber’s AQAL Matrix</a>. Jenen, die es – oder den Chefarchitekten und die Integrale Szene, die half es hervorzubringen – als zu theoretisch und wirklichkeitsfremd abtun, sagen wir, <em>occupy it!</em> Mehr als irgendjemand, hat Ken Wilber in erster Linie ein konzeptuelles Framework vorgegeben, um eine <a href="http://beamsandstruts.com/essays/item/26-post-postmodern-politics-a-going-under" rel="external nofollow">Konversation über einen »post-postmodernen«</a> Ansatz für eine soziale Transformation zu führen. Und Ken hat uns nicht nur die Landkarte gegeben, er hat tausende von uns auch in einer Kommunikationsgemeinschaft verbunden, die eine gemeinsame, multidimensionale, radikal evolutionäre Sprache spricht – eine, die fundamental adaptiv und vital ist. Deshalb bleibt er eine unverzichtbare Persönlichkeit; deshalb müssen wir unseren Weg finden, <a href="http://beamsandstruts.com/articles/item/632-the-123-of-relationship-to-ken-wilber" rel="external nofollow">zu einer reifen</a>, doch <a href="http://beamsandstruts.com/articles/item/633-the-123-of-relationship-to-ken-wilber-pt-ii" rel="external nofollow">nicht unkritischen, Wertschätzung seiner Arbeit</a>; deshalb ist es immer noch wichtig <a href="http://www.coreintegral.com/" rel="external nofollow">AQAL zu lernen</a>. (Wir können sogar verzeihen, wen manche Hardcore Studenten von Ken’s Arbeit <a href="http://www.integralworld.net/neale1.html" rel="external nofollow">zeitweise integral ausflippen</a>.)</p>
<p>Trotzdem ist es keine Option mehr für Menschen die sich »integral« nennen, sich auf praktischer Ebene, von den Angelegenheiten zu distanzieren, von denen so viele unserer Brüder und Schwestern ergriffen sind.…</p>
<p>Muss es eine Trennung geben zwischen unserer Fähigkeit für Meta-Perspektiven und der tugendhaften Empörung der »99%«? Muss unsere Leidenschaft für spirituelle Evolution heller leuchten als unsere Bereitschaft zur Wiederherstellung eines gesunden Lebensraums, oder die bittere Armut zu beenden, oder die Bekämpfung des korrupten Einflusses von Geld in unserer Politik, oder die Herausforderung des Peak-Oil, oder die direkte Teilnahme am politischen Prozess selbst – zum Beispiel, wenn wir lokale Kandidaten unterstützen oder uns selbst für ein Amt bewerben?</p>
<p>Wenn es stimmt, dass die Menschheit in einer evolutionären Krise/Geburt steckt, was wir glauben, dann scheint es, dass wir als Integralisten eine einmalige Gelegenheit haben, eine bedeutende Rolle in der weiteren Geschichte zu spielen. Am Spielfeldrand zu sitzen und auf den »Tipping Point« zu warten garantiert, dass jene mit einer engeren Agenda den Diskurs dominieren werden. Was, wenn wir den Rahmen dieses Diskurses ändern, nicht in 50 oder 100 Jahren, sondern in den nächsten 5, 10 oder 20? Was, wenn unser Engagement als »Evolutionäre« ebenso eine tiefere Art von Revolution umfassen würde?</p>
<p>Selbstverständlich sprechen wir von einer »Revolution der Liebe«, eine Revolution in der wir erkennen, dass wir nicht von den Anderen getrennt sind. Es wird eine Revolution die nicht danach strebt die politischen Gegner zu zerstören, sondern eher Gewalt sogar auf der Ebene unseres politischen Diskurses umzuwandeln. Es wird eine <a href="http://www.integralrevolution.com/" rel="external nofollow">evolutionäre Revolution</a> die »die Veränderung sein« mit »die Veränderung machen« integriert.</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/BRtc-k6dhgs?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Auf einem bestimmten Level sprechen wir von der Neudefinierung oder Entwicklung einer »Integralen Marke«, wie Joe Perez es vorschlug. Wie schlagen auch ein grösseres Konzept von »Revolution« vor, eines das hoffentlich mehr Aktivisten und andere »Kulturkreative« für eine grosszügige integrale Denkweise begeistert, aus dem die Herausforderungen und Möglichkeiten unserer Zeit angegangen werden können. Letztendlich zielen wir darauf ab, eine Kulturelle Bewegung zusammenzuhalten, die eine gesunde, adaptive Antwort auf unsere planetarische Krise verkörpert und vollzieht – und vielleicht sogar dabei hilft eine schönere zukünftige Welt zu formen.</p>
<p>Um dies zu erreichen brauchen wir eine Integrale Vision die nicht nur »meta« ist – die sich konkret in einem machbaren Zeitrahmen umsetzen lässt. Wir können uns zum Beispiel fragen wir uns eine Integrale Demokratie vorstellen, eine Integrale Ökonomie, ein Integrales Gesundheitssystem – oder eigentlich, eine integrale und integriertere <em>planetarische Zivilisation</em>. Und wie beginnen wir unsere Worte in Taten umzuwandeln, um dort hin zu kommen? Einige schlaue Menschen denken bereits auf diesen Linien (und darüber hinaus), wie etwa <a href="http://www.stevemcintosh.com/" rel="external nofollow">Steve McIntosh</a>, <a href="http://www.millionhelpabillion.com/" rel="external nofollow">Robb Smith</a> und <a href="http://thehumanproject.us/" rel="external nofollow">Anna Stillwell</a>.</p>
<p>Hier könnten auch Think-Tanks geschaffen werden – wie auch die Konservativen und Liberalen sie haben – die sich nichts anderem widmen, als nach Regelungen, globalen Standards und politischen Strategien suchen. Ohne Zweifel gibt es hier auch viele unternehmerische Gelegenheiten, die eine Zahl von Menschen verfolgen. Die Bewegung des <a href="http://consciouscapitalism.org/" rel="external nofollow">Bewussten Kapitalismus</a> ist ein hoffnungsvoller Versuch um integrale Werte in die Wirtschaftswelt zu bringen, und <a href="http://www.holacracy.org/" rel="external nofollow">Holakratie</a> erneuert integrale Praktiken um Organisationsstrukturen und –dynamiken zu evolvieren. Doch das grösste Potenzial sehen wir für eine globale kulturelle Bewegung auf breiter Basis, nach Open-Source Prinzipien, die dabei hilft, dass Integrales Bewusstsein in den Mainstream eindringen kann.</p>
<p>***</p>
<p>Zusammenfassend möchten wir ein paar praktische Vorschläge bieten, die, wie wir denken, die Integrale Kultur, und die Marke Integral, in eine aktivistischere und aktivere Richtung treiben kann.</p>
<ol>
<li>Lasst uns sorgsamer sein um die Tendenz Menschen oder Gruppen mit Kategorien wie »integral« und nicht-integral« zu bezeichnen (und ebenso »First-Tier« oder »Second Tier« oder einzelne Farben von Spiral Dynamics und den AQAL Entwicklungsstufen). Als langjährige Integralisten haben wir kein Problem mit Entwicklungshierarchien, besonders in Theorie und spezifischen Anwendungen. Doch diese Etiketten können bei Interaktionen mit unterschiedlichen Menschen in der echten Welt wenig hilfreich sein. Vielmehr können sie geradezu schädlich sein in menschlichen Beziehungen, wenn sie sorglos angewandt werden. Das Bestreben sehr genau festzulegen was »wirklich integral« ist, ist ein Abtörner, der den Absolutismus widerhallt, den wir typischerweise in der Politik des rechten Flügels und der Religion sehen. Anstatt dessen können wir die Grosszügigkeit praktizieren, die <em>Integralheit überall</em> zu sehen, während wir all die Fachausdrücke komplett weglassen – einfach die <em>Wesen sein lassen</em>, wie Martin Heidegger (der abstruseste aller Philosophen) die »Essenz der Wahrheit« in seiner späten Gedanken beschrieb.</li>
<li>Engagieren wir uns für den Kampf der Ideen mit mehr Demut und Kraft. Wir können damit beginnen die Vorstellung loszulassen, dass nur, weil eine Idee »integral« ist, oder »Produkt des Integralen Bewusstseins«, sie deswegen besser ist. Das funktioniert nicht in einem rationalen Diskurs, wo nur der »zwanglose Zwang des besseren Arguments« zählt. Wir müssen uns auf eine grössere Konversation einstellen und für die integralen Ideen sprechen, nicht nur weil sie integral sind, sondern weil sie einfach zwingend notwendig sind. Das heisst, wir müssen zuerst diese Ideen entwickeln und artikulieren; und zweitens, müssen wir nicht nur andere Integralisten einbinden, sondern auch Denker, Pundits und Meinungsführer quer durch das kulturelle Spektrum.</li>
<li>Lasst uns Brücken mit Individuen und Gruppen bauen, die gute Arbeit in der Welt leisten, egal ob sie eine explizite integrale Orientierung teilen oder nicht. Die <a href="http://www.occupytogether.org/" rel="external nofollow">Occupy Bewegung</a> sollte ganz oben auf dieser Liste sein, genauso Denke wie <a href="http://charleseisenstein.net/" rel="external nofollow">Charles Eisenstein</a> und einige der Mitwirkenden von <a href="http://www.realitysandwich.com/" rel="external nofollow">Reality Sandwich</a> (wo er bloggt). Die Transition Bewegung schafft Gemeinschaften rund um den Globus, basierend auf Prinzipien der lokalen Selbstversorgung. Chris Martenson bietet <a href="http://www.chrismartenson.com/" rel="external nofollow">in seinem Crash Course</a> eine heterodoxe Analyse unserer Wirtschaftslage, mit Gedanken wie wir uns für kommende Störungen vorbereiten. Und es gibt zahlreiche weitere Beispiele. (Fühl dich frei deine eigenen Favoriten in Kommentaren zu nennen). Lasst uns eingestehen, dass wir viel lernen können von deren Erfahrung und einzigartigen Expertise, auch wenn wir wissen, wir können etwas Wertvolles bieten für deren Projekte.</li>
<li>Lasst uns ernster werden mit dem politischen Engagement. Ein offensichtlicher Ort zum Starten sind die kommenden Wahlen in den USA. Weil viele (doch sicher nicht alle) Integralisten wahrscheinlich Präsident Obama unterstützen, wäre es smart den integralen Standpunkt für (oder gegen) Obama deutlicher und kraftvoller zu machen. Jeff Salzman, in seinem <a href="http://integrallife.com/contributors/jeff-salzman" rel="external nofollow">Daily Evolver</a>, ist ein aufsteigender Integraler »Pundit« mit ganz viel Weisheit zu Politik, Kultur und aktuellen Ereignissen (unter vielen anderen Dingen). Doch Bundespolitik ist nur ein Teil des Spiels. Auf Landes– oder lokaler Ebene sind die Themen oft profaner und unmittelbarer, und die Kandidaten sind greifbarer. Sind wir willens integralere Kandidaten für Kongress oder Parlament, das Bundeshaus oder den Stadtrat zu unterstützen? Terry etwa, unterstützt <a href="http://staceylawson.com/" rel="external nofollow">Stacey Lawson</a> in seinem Kongressdistrikt, und Marco unterstützt <a href="http://shafferforcolorado.com/" rel="external nofollow">Brandon Shaffer</a>. Sind da irgendwelche Integralisten draussen, die bereit sind zu kanditieren?Und lasst uns nicht vergessen, dass in einigen Teilen der Welt »zu kanditieren« keine sinnvolle Option ist. Obwohl wir nicht auf den Strassen von Ägypten, Griechenland oder Syrien sein können, können wir zumindest unsere digitale Solidarität mit unseren Freunden an diesen schwierigen Orten zeigen. In manchen Fällen können wir sogar als »Bürgerdiplomaten« reisen, wie Terry <a href="http://www.integraliran.com/" rel="external nofollow">2007 in den Iran</a>, um sich direkter mit echten Menschen zu verbinden und Wege für den kulturellen Dialog zu erkunden.</li>
<li>Lasst uns die offen integralen Individuen und Gruppen kräftig unterstützen, die ®evolutionäre Arbeit in der Welt leisten. Sie sind da draussen – <a href="http://www.kosmosjournal.org/bios/barrett-c-brown" rel="external nofollow">beraten die Vereinten Nationen</a>, schaffen Bildungsprogramme in <a href="http://www.integralheartfoundation.org/" rel="external nofollow">kleinen Dörfern in Guatemala</a> und <a href="http://integralwithoutborders.org/" rel="external nofollow">Nigeria</a>, und <a href="http://www.humanemergencemiddleeast.org/" rel="external nofollow">visionieren die Zukunft</a> für den <a href="http://www.sudanesethinker.com/" rel="external nofollow">Mittleren Osten</a>. Das heisst eine Art Stammessystem des 21. Jahrhunderts zu umarmen – global, vielseitig, durchdringbar und hyperverlinkt; in Koexistenz mit unseren anderen Identitäten und Zugehörigkeiten; tolerant genug um Streitigkeiten und Dissens zu erlauben; doch auch zusammenhalten und liebend sein, pulsierend mit der Stimmung, dass wir uns gegenseitig anspornen und rückhalten gebieten.</li>
</ol>
<p>In anderen Worten, »let’s Occupy Integral«. Es bedarf keiner Erlaubnis. Keine offizielle Mitgliedschaft oder Zertifizierung ist notwendig für unser Recht auf friedvolle Versammlung. Gewiss können und müssen wir die Landkarte noch verfeinern, die Linsen putzen, unsere Meta-Perspektiven ausbauen, sowie die Realisierung von, und die Erdung in dem Zeugen, dem Mysterium, der Leere, Gottheit, purem Bewusstsein oder dem Wahren Selbst, vertiefen. Und lasst uns niemals vergessen, dass <em>»<a href="http://www.coreywdevos.com/2010/04/22/revolutions" rel="external nofollow">eine Revolution ohne Tanzen</a> keine Revolution wert ist«.</em> Und lasst uns noch einmal beteuern und unser Commitment radikalisieren, nicht nur uns selbst zu verändern, sondern wirklich, <em>wirklich</em> auch die Welt.</p>
<p><em>Dieser Artikel erschien erstmals auf <a href="http://beamsandstruts.com/articles/item/814-occupy-integral" target="_blank" rel="external nofollow">Beams &amp; Struts</a>, 20. Februar 2012. Übersetzung von <a href="http://www.openmindjournal.com/redaktion/?uid=1">Heinz Robert</a>.</em></p>
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		<title>Internetlobby als neue politische Kraft</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 14:57:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Protest gegen Anti-Piraterie-Gesetz zeigt großes Potenzial Washington (pte) — Die beiden Gesetzesvorschläge zur Bekämpfung der Internet-Piraterie in den USA, SOPA und PIPA, scheiterten innerhalb kürzester Zeit am heftigen Protest der Netzcommunity. Das zeigte das große politische Potenzial der unterschiedlichen Interessensgruppen von Usern und Industrie, die sich gemeinsam gegen die neuen Gesetze stemmten, berichtet die New [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/wikipedia_black-out.png" rel="lightbox[4398]"><img class="alignright  wp-image-4401" style="margin-left: 10px;" title="Wikipedia blacked out" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/wikipedia_black-out-300x170.png" alt="" width="200" /></a>Protest gegen Anti-Piraterie-Gesetz zeigt großes Potenzial</h2>
<p>Washington (pte) — Die beiden Gesetzesvorschläge zur Bekämpfung der Internet-Piraterie in den USA, SOPA und PIPA, scheiterten innerhalb kürzester Zeit am heftigen Protest der Netzcommunity. Das zeigte das große politische Potenzial der unterschiedlichen Interessensgruppen von Usern und Industrie, die sich gemeinsam gegen die neuen Gesetze stemmten, berichtet die New York Times.</p>
<p>Unklar ist jedoch, inwiefern diese Kräfte weiterhin gebündelt werden können: Ginge es um den Schutz der Privatsphäre stünden Nutzer und Unternehmen wie Facebook und Google wohl wieder auf getrennten Seiten. Dennoch ist die Internetlobby wohl künftig eine Kraft, die auch in Washington größeren Einfluss bekommen könnte.</p>
<h4>Unberechenbare Gruppe</h4>
<p>Der Protest gegen SOPA und PIPA funktionierte in den vergangenen Wochen äußerst effektiv: Websites wie Wikipedia blockierten aus Protest den Zugang zu ihren Ressourcen und in den Internetforen häuften sich die Kommentare gegen die geplanten Gesetze. Für Wähler unter 30 Jahren war das Thema in dieser Zeit sogar wichtiger als der bevorstehende US-Präsidentschaftswahlkampf.</p>
<p>Dennoch ist der Protest im Netz unberechenbar, so Eli Pariser von der Interessensgruppe <a href="http://front.moveon.org" target="_blank" rel="external nofollow">MoveOn.org</a>. »Die Lehre daraus ist nicht, dass die Technologie-Industrie Millionen von Menschen hat, die blind dem folgen, was sie vorschlagen.«</p>
<h4>Politik der Generation Internet</h4>
<p>»Google wird sich nicht darauf verlassen können, all diese Menschen, die gegen SOPA protestiert haben, hinter sich zu haben, wenn das Unternehmen etwas tut, das gegen den Ethos des Internets verstößt«, so Pariser weiter. Sollte es in Washington bald um ein mögliches Verbot der automatischen Gesichtserkennung in Sozialen Netzwerken wie Facebook gehen, könnte sich die Stimmung ebenfalls bald drehen.</p>
<p>Nichtsdestotrotz hat sich die junge, internetaffine Generation in den USA durch ihren Widerstand Respekt verschafft — was Experten bereits als Lobbying 2.0 bezeichnen.</p>
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		<title>Politisch aktives Weltbürgertum</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 08:45:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Möglichkeit und Bedingung menschlicher Ganz-Werdung? Überblick Der Artikel möchte aufzeigen und erlebbar machen, dass wir auch auf der globalen Ebene einen Weg vom persönlichen Empfinden zum gezielten Handeln entwickeln müssen, wenn von dieser Ebene nicht dauerhaft bewusst oder unbewusst innerer Schmerz ausgehen soll. Es wird eine konkrete Strategie beschrieben, wie auch einzelne Menschen hocheffektiv [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Eine Möglichkeit und Bedingung menschlicher Ganz-Werdung?</h2>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/mgvALLayIqp8p7rsRWLDOH2bo1_500-300x225.jpg" rel="lightbox[4264]"><img class="alignright  wp-image-4268" style="margin-left: 10px;" title="Simultan-Politik" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/mgvALLayIqp8p7rsRWLDOH2bo1_500-300x225.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a></p>
<h4>Überblick</h4>
<p><em>Der Artikel möchte aufzeigen und erlebbar machen, dass wir auch auf der globalen Ebene einen Weg vom persönlichen Empfinden zum gezielten Handeln entwickeln müssen, wenn von dieser Ebene nicht dauerhaft bewusst oder unbewusst innerer Schmerz ausgehen soll. Es wird eine konkrete Strategie beschrieben, wie auch einzelne Menschen hocheffektiv an einer ›globalen Vereinigung im Handeln‹ zur Lösung drängender globaler Probleme mitwirken und dadurch ihre persönliche globale Lähmung überwinden können. Die aktive Kultivierung einer möglichst fundierten Zuversicht, dass ein solcher Weg beschritten werden kann, wird am Beispiel der Simultan-Politik-Kampagne (<a href="http://www.simpol.org/" rel="external nofollow">www.simpol.org</a>) als innere und äußere Arbeit an der Beziehung zwischen Mensch, Menschheit und Erde beschrieben, die zugleich eine kostbare Art von Freude freisetzen kann. </em></p>
<h4>Intro – eine Einstimmung</h4>
<p>Das Leben in seiner Gesamtheit scheint sich zu bewegen zwischen Gedeihen, Freude, Liebe, Enthusiasmus – und Verderben, Angst, Trauer, Schmerz.</p>
<p>Im Menschen und durch den Menschen hat die Schöpfung, die permanent-ewige Selbstschöpfung des Universums, besondere Fähigkeiten entfaltet, sich besonders tief und intensiv an sich selbst, an ihrem Gedeihen und Erblühen zu freuen und diese Freude bewusst zu erleben. Im Menschen kann die Schöpfung sich selbst bewusst lieben, eine pulsierend-warme Zuwendung zu sich selbst spüren.</p>
<p>Seit einigen Jahrzehnten entwickelt die Schöpfung im Menschen sogar die Fähigkeit, sich bewusst nicht nur an sich selbst und an ihrem Sein zu freuen, sondern sich auch an ihrem Werden, an ihren unerwarteten Wendungen und zunehmenden Verfeinerungen, an ihren Entwicklungsschritten, zu freuen.</p>
<p>Geradezu euphorisch entdeckt die Schöpfung im Menschen in den letzten Jahren sogar die Möglichkeit, dieses Mehr– und Anders-Werden nicht nur bewusst zu erkennen und anzuschauen, sondern es sogar zu einem bewussten Tun werden zu lassen – sich selbst als Schöpfung bewusst weiter auszugestalten, in Neuland zu begeben, auf neue Höhen und in neue Tiefen aufzuschwingen.</p>
<p>Die Schöpfung kommt im Menschen jedoch auch zu neuen Dimensionen des Leidens – wenn Sein und Leben zerstört wird, wenn Entwicklung Opfer kostet, wenn Werden und Entwicklung misslingen. Dann kann die Schöpfung in uns auch Enge, Zerrissenheit, Verzweiflung spüren.</p>
<p>Viele von uns können sich wahrscheinlich jetzt beim Lesen dieses Textes die Freude am Sein und Werden vergegenwärtigen. Sie können an den inneren Ort gehen, wo wir spüren, wie sich das Leben selbst feiert, in mir, in uns  -  auf unserem Planeten. Indem wir zum Beispiel an schöne Erfahrungen mit Natur und Kultur denken, wird uns diese Seite spürbar.</p>
<p>Umgekehrt sind die meisten wahrscheinlich auch leicht in der Lage, sich die leidvolle Seite der Schöpfung zu vergegenwärtigen. Jeder Mensch ist auch einzigartige Antenne für den Schmerz der Welt, jeder hat seinen eigenen Punkt intensivster negativer Spannung – hinsichtlich seines eigenen persönlichen Lebens, hinsichtlich seiner Bezugsgruppen – hinsichtlich des Planeten.</p>
<p>Ein lebendiges, aktives Leben zu führen hat viel damit zu tun, sein Handeln darauf auszurichten, Freude zu mehren und Schmerz zu überwinden.</p>
<p>Für unser persönliches Dasein entwickeln wir im Laufe des Lebens viele Möglichkeiten, wie wir uns darauf ausrichten können, freudvolle Aspekte erlebbar zu machen und schmerzhafte Aspekte zu kontrollieren, zu vermeiden, zu mindern. Auch im Miteinander in unseren Gruppen entwickelt sich ein Spektrum an gemeinsamen Kompetenzen, mit denen die Schöpfung versucht, sich gut mit sich selbst einzurichten. (Natürlich geht das Leben immer wieder auch Wege, in denen der ursprüngliche Impuls des Lebens zu mehr Freude an sich selbst nur noch sehr schwierig wiederzuerkennen ist.)</p>
<p>Seit vielen Jahren macht sich der Planet Erde im Menschen ein immer präziseres Bild von sich selbst. Von der mythologischen Erde auf der Schildkröte zur beobachteten Scheibe zur erkannten Kugel  -  von der Physiosphäre und Atmosphäre zur Biosphäre zur Noosphäre und  Infosphäre  -  das könnte man auch als Phasen planetarer Selbsterkenntnis interpretieren, die sich im Menschen zunehmend verdichtet.</p>
<p>In unserer Zeit empfinden immer mehr Menschen eine immer intensivere Beziehung zu Freud und Leid auf dieser planetaren Ebene. Viele der globalen Entwicklungen, die wir heute wissenschaftlich und teilweise sogar mit den eigenen Sinnen beobachten können, lösen in uns spontan Gefühle von Angst, Wut oder Schmerz aus. Zugleich entdecken immer mehr Menschen die Möglichkeit ‚planetarer Freude‘ – eine ergriffene Bewunderung der Vielfalt dieser Welt, Fortschritte in der Minderung globaler Spannungen, aber auch erahnte Möglichkeiten der Entfaltung des Seins und Werdens von Natur und Kultur, die noch kommen können.</p>
<h4>Handeln zwischen Leiden und Freude auf allen Ebenen</h4>
<p>Wahrscheinlich könnte sich unsere Beziehung zu planetarem Freud und Leid noch sehr viel rasanter entfalten, wenn wir nicht sehr gute Gründe hätten, sie im Zaum zu halten. Was tun wir, wenn wir leiden? Wenn mich persönliche Symptome plagen – gehe ich zum Arzt oder zum Therapeuten oder Berater usw.. Wenn in meiner Familie Spannungen auftauchen – suche ich Gespräche, bemühe mich um Lösungen oder ziehe ggf. Konsequenzen. Wenn in meiner Stadt etwas gegen meinen Willen und wider  meine Freude geschieht – gründe ich eine Bürgerinitiative, wende mich an die lokale Presse, oder ich ziehe sogar in eine andere Stadt. Wenn in meinem Land herumgemurkst wird – dann wähle ich eine andere Partei, finde eine öffentliche Form des Protests oder wandere sogar aus. Aber – wenn ich das Empfinden habe, dass auf meinem Planeten Dinge fürchterlich schief laufen – was mache ich dann? Die Antwort auf diese Frage ist so viel und grundlegend schwieriger als die vorherigen, dass es emotional normalerweise ein großes Verlustgeschäft ist, zu tief in das hineinzuspüren, was ich den „inneren Planeten“ oder die eigene „weltzentrische Ebene“ nennen würde. Genau das mag ein wichtiger Grund dafür sein, dass die meisten gerade derjenigen Menschen, die eigentlich gute Fähigkeiten zu planetarer Sensibilität verwirklichen könnten, lieber davon ausgehen, dass die Harmonisierung der Innenwelt des Einzelnen oder die Veränderung des direkten eigenen Umfeldes ohnehin viel wichtiger seien. So erspart man sich akuten Schmerz und nagende Hilflosigkeits– und Versagensgefühle. Doch der Preis dafür ist hoch – eine  subtile, kollektive Bedrücktheit und effektive globale Passivität.</p>
<h4>Globale Bewegungen – Vielfalt auf der Suche nach Einheit</h4>
<p>Im  Sommer 2011 bin ich aufgebrochen, um meine langjährige Vision zu verwirklichen: Unter dem Titel ‚Globologom‘ eine Plattform entstehen zu lassen, und mit dieser Plattform alle globalen Initiativen und Bewegungen zu entdecken und in einen Überblick zu bringen, ihre Entwicklungen zu monitoren und ihre Ambitionen und Wirkungen gleichsam aus einer Perspektive der Schöpfung selbst und aus einer Perspektive des Planeten zu kontextualisieren. Seien es Bewegungen, die im Kleinen wirken und sich als Modell verstehen für ein neues planetares Sein und Werden mit mehr Freude und weniger Leid, oder seien es Bewegungen, die tatsächlich ein direktes Mit– und Einwirken auf das Ganze des Planeten im Sinn haben. Die Gesamtheit all dieser Bewegungen, und es werden immer schneller immer mehr, stelle ich mir vor als genau den Entwicklungsschritt des Planeten Erde, eine noch weiter vertiefte Selbsterkenntnis und erstmalig eine bewusste Selbstkompetenz zu entwickeln. Wenn wir Menschen so etwas wie die Nervenzellen und als Menschheit damit vielleicht etwas wie ‚das Hirn‘ der Erde verkörpern, so sind für mich diese von Klugheit und Liebe getragenen Bewegungen wie eine neue Art von Gehirnwellen, sich ausbreitende Aktionspotenziale, die zunehmend durch die Menschheit hindurchblitzen.</p>
<p>Ich bin mit dieser Vision ‚Globologom‘ noch gar nicht weit gekommen, weil ich mich unterwegs bzw. noch in der Aufbruchsphase hoffnungslos in einzelne dieser Initiativen und Bewegungen verliebt habe, so dass es mir ein viel stärkeres Bedürfnis wurde, mitzuwirken, als gemäß der ursprünglichen Absicht auf der Meta-Ebene zu bleiben.</p>
<h4>Simpol – eine neue Perspektive und Strategie</h4>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/Simpol-Logo-D.jpg" rel="lightbox[4264]"><img class="alignright  wp-image-4269" title="Simpol Logo D" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/Simpol-Logo-D-300x298.jpg" alt="" width="200" /></a>Seit Herbst 2011 ist meine große Liebe die <em>International Simultaneous Policy Organization</em>, kurz ISPO, mit ihrer Kampagne ‚Simultaneous Policy‘, kurz ‚SIMPOL‘. Das Erkennen der Durchdachtheit, Weisheit und Verheißung in dieser Kampagne hat meinen persönlichen ‚planetaren Schmerz‘ auf einen Schlag zu einem sehr großen Teil in handlung</p>
<p>sfähige Begeisterung umgewandelt. Aus meiner jetzigen Sicht ist Simpol ein Blick auf ein Licht am Ende eines Tunnels, der bereits jetzt unendlich wohltuend ist, obwohl der Weg bis zum Ende des Tunnels noch gegangen werden muss und es natürlich gut möglich ist, dass sich bis zum Tunnelende noch neue und andere Perspektiven ergeben. Aber: <em>Das Licht und ein plausibler Weg</em> <em>dahin</em> sind JETZT erkennbar, und das heilt JETZT meine persönliche ‚globale Lähmung‘. Eine zuvor bestehende Spaltung zwischen Empfinden und Handeln ist aufgelöst.</p>
<p>SIMPOL verbindet jeden einzelnen (Welt-)Bürger auf neue Weise mit seinen Politikern und mit drängenden globalen Problemen. Wie diese neue Beziehung zwischen Ich und Welt entstehen kann soll im Folgenden zusammengefasst werden.</p>
<p>„Divide et impera“, „teile und herrsche“, haben bereits die Altvorderen gewusst, und wenn wir es frei übersetzen mit ‚Was geteilt ist, wird überwältigt‘, fangen wir an zu verstehen, warum die Bürger dieser Welt, die sich bisher (im wesentlichen) in Nationen verfasst haben, zu Wohl und Wehe von einer Wirtschaft beherrscht werden können, die längst und in jeder Sekunde global und in diesem Sinne ungeteilt ‚handelt‘. Als „destruktiven internationalen Wettbewerb“ bezeichnet John Bunzl, ISPO-Initiator, dieses Muster. Es entspricht aus spieltheoretischer Sicht dem Gefangenendilemma und läuft darauf hinaus, dass keine Nation, nicht einmal unvollständige Gruppen von Nationen, mit Maßnahmen zur Nachhaltigkeit und zum Wohl des größeren Ganzen voranschreiten können, weil eine global agierende Wirtschaft dieses Land dann einfach meiden würde. Die Globalisierung bringt es mit sich, dass das Kapital heute nicht mehr innerhalb nationaler Grenzen ‚gefangen‘ ist, sondern sich frei bewegen kann. Und so würde ein solches Land als Schrittmacher sofort ‚kaltgestellt‘ bzw. über den Umweg der Bürger würden die dortigen Regierenden durch Abwahl oder Revolution deaktiviert  (kaum einer ist gerne arbeitslos und sieht gelassen zu, wenn die Jobs in andere Länder abwandern) und das Land würde sich mit einer neuen Regierung den ‚Gesetzen der globalen Wirtschaft‘, den ‚Sachzwängen‘ und ‚alternativlosen Schritten‘ etc. wieder beugen.</p>
<div id="attachment_4270" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/090.jpg" rel="lightbox[4264]"><img class=" wp-image-4270" style="margin-left: 10px;" title="John Bunzl" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/090-270x300.jpg" alt="" width="150" /></a><p class="wp-caption-text">Simpol-Gründer John Bunzel</p></div>
<p>Simpol ist nun so etwas wie eine Stück für Stück zu erarbeitende globale Verabredung. Man kommt darin überein, Handlungen, die global vital erforderlich sind, die aber bis dahin am Gefangenendilemma scheitern, zeitgleich in allen (oder fast allen) Ländern durchzuführen – so dass kein Land von der Wirtschaft dafür durch Ausweichen ‚abgestraft‘ werden kann. (In dieser Sicht der Dinge ist auch die Wirtschaft nicht ‚böse‘ oder ‚zu gierig‘, sondern einfach in Form ihrer Unternehmen strukturell auf Gewinn und nicht auf ein Gemeinwohl ausgerichtet. Die Wirtschaft alleine (und insbesondere die Finanzwirtschaft) ‚kann nicht anders‘ und darunter leidet sie längst selbst. Genau deshalb fordern selbst immer mehr Wirtschafts-Analysten dringend den Aufbau einer funktionierenden, schützenden Gegen-Kraft oder allgemeinen Regulierung der Branche).</p>
<p>Diese weltweite Verabredung zu global synchronisiertem Handeln wird erarbeitet, indem wir Wähler von unseren Politikern verlangen, bei dieser Verabredung mitzumachen. Als Politiker bei dieser Verabredung mitzumachen heißt, sich schriftlich darauf zu verpflichten, am Umsetzen der Simpol-Maßnahmen aktiv und mit höchster Priorität mitzuwirken, sobald alle (oder die für eine Maßnahme notwendigen) Länder „mit im Boot“ sind. Ein Land kommt mit ins Boot, indem es von Politikern regiert wird, die ebenfalls im Boot sind. Die Botschaft aller Simpol-Unterzeichner an alle Politiker ist: bei der nächsten Wahl wähle ich, im Rahmen des vernünftig Zumutbaren, nur noch solche Politiker oder Parteien, von denen ich weiß, dass sie Simpol unterzeichnet haben.</p>
<p>Wahlen werden oft sehr knapp entschieden. Das hat auch mit dem oben beschriebenen relativen Bedeutungsverlust nationaler Politik zu tun. Somit kann schon ein sehr geringes Simpol-Wechselwähler-Potenzial den Ausschlag für den Wahlausgang geben und das Zünglein an der Waage spielen. Das wiederum wissen die Politiker.</p>
<p>Die Erfahrungen in Großbritannien (<a href="http://www.simpol.org.uk/" rel="external nofollow">http://www.simpol.org.uk/</a>) haben gezeigt, dass Politiker und Parlamentsmitglieder erstaunlich schnell bereit sind, sich auf Simpol zu verpflichten, unter anderem, weil sie hierbei nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen haben. Umgekehrt haben sie einiges zu verlieren, wenn ihre Wähler zu den anderen Parteien wechseln, die Simpol unterstützen.</p>
<p>So kommen wir zunehmend zu etwas, was an Goethes dialektische Variation über ‚Divide et impera‘ erinnert: „Entzwei und gebiete! Tüchtig Wort. – Verein und leite! Besserer Hort“.</p>
<p>Inhaltlich werden Vorschläge zu Simpol-Maßnahmen in einem sukzessiven und Länder-internen Prozess erarbeitet, der parallel läuft zum strukturellen Prozess des Aufbaus der globalen ‚Verabredung‘. Erst zum Zeitpunkt der Simpol-Bereitschaft von allen (oder allen für eine Frage relevanten) Ländern kommt es zur Umsetzung, so dass die Inhalte dann ohnehin auf diesen Tag hin aktualisiert werden müssen. Wichtig ist, dass nur solche Inhalte überhaupt ‚Simpol-fähig‘ sind, die <em>nicht ohne Wettbewerbsnachteil national ges</em><em>taltbar</em> sind, weil sie eben im globalen Gefangenendilemma ‚klemmen‘. Alles, was einzelne oder wenige Länder ohne kritische wirtschaftliche Nachteile lösen und gestalten können, bleibt sinnvollerweise auf der Länderebene.</p>
<p>Um als globaler Aktionsplan in Frage zu kommen, muss Simpol auch für Nicht-demokratische Länder anschlussfähig sein. In diesen Ländern sind es dann nicht die Bürger, sondern die Regierungen oder Regime, die am Ende lieber kooperieren als in einer globalen Krise mit unterzugehen, und denen aufzuzeigen ist, dass Simpol nur solche Maßnahmen umsetzt, die als allparteiliche win-win-win-Lösungen darstellbar sind. Simpol-Lösungen müssen immer zeigen können, dass die Vorteile der Kooperation auf transnationaler Ebene jene Vorteile eigennützigen Agierens auf der nationalstaatlichen Ebene überwiegen.</p>
<p>Zur Gewährleistung dieses allparteilichen win-win-win-Charakters von Maßnahmen können zusätzliche politische Techniken erforderlich sein wie beispielsweise die Bündelung von Maßnahmen zu Paketen aus zwei oder mehr Einzelmaßnahmen. Diese sind dann so zu designen, dass Asymmetrien in Maßnahme x (mögliches Beispiel: Anfangskosten einer CO2-Reduktion in manchen Ländern höher als in anderen) spiegelbildlich kompensiert werden können durch Asymmetrien in Maßnahme y (mögliches Beispiel: angepasste Ausschüttung eines globalen Finanztranskations-Steuer-Ertrags). So ist erstens die Attraktivität für alle herstellbar und können zweitens mehrere Probleme zugleich angegangen werden.</p>
<p>Die parallelen Simpol-Kampagnen in immer mehr Ländern tragen dazu bei, nach und nach immer mehr „Perlen der Unterstützung auf die globale Perlenkette aufzureihen. Der Teufelskreislauf des destruktiven internationalen Wettbewerbs wird nach und nach ersetzt durch den Tugendkreislauf der Bekundung transnationaler Kooperationsbereitschaft. Mit der wachsenden globalen Unterstützung ist die Frage dann nicht mehr, warum eine Nation mitmacht, sondern, warum nicht – nicht mehr die Frage, ob, sondern nur noch, wann die simultanpolitische Regulierung in Kraft tritt“ (Dennis Wittrock auf <a href="http://www.integralesforum.org" rel="external nofollow">www.integralesforum.org</a>).</p>
<p>Sicherlich ist Simpol aus Sicht vieler politischer Aktivisten und vieler Menschen, deren wunderbares und wichtiges Engagement man einem ‚Global Justice Movement‘ zuordnen könnte, ungewohnt. „Moment mal, gegen wen seid ihr denn nun eigentlich?“ Auf diese Frage gibt es keine gute Antwort – Simpol ist im Grundansatz sozusagen „dafür“ bzw. „dafür+“. Man könnte vielleicht sagen: FÜR eine größte derzeit vorstellbare menschliche Vereinigung – eine Vereinigung in aller Vielfalt, eine Vereinigung im weltbürgerlichen Handeln.</p>
<h4>Die faszinierende Herausforderung</h4>
<p>Bei all dem muss man sicherlich schon sehr, sehr tief in das eigene Vorstellungsvermögen eintauchen, um sich den gesamten hier skizzierten Weg von einem inspirierten JETZT bis zum Ende dieses Tunnels lebendig als real-werdend vorzustellen. Aber vielleicht ist ja genau das – der hartnäckige Versuch, sich so etwas in vielen, vielen lebendigen Details vorzustellen – eine wunderbare Übung, um die Wahrscheinlichkeit ebendieses Real-Werdens wieder ein kleines Stück zu erhöhen. Hier können wir vielleicht von Angela Merkel lernen, die von ihrer Angewohnheit berichtete, Dinge „vom Ende her“ zu denken. Immerhin ist sie auf diese Weise Kanzlerin geworden. Ein Aspekt von Simpol ist durchaus, eine aufregende Geschichte vom Ende her (allerdings zugleich auch vom Anfang und den Zwischenschritten her) zu denken und – genauso wichtig – zu fühlen, und so einen Geschmack von der darin enthaltenen Freude zu bekommen: „Can you smell the coffee?“  (Wer keinen Kaffee trinkt hat sicherlich ein eigenes Bild für das Gemeinte).</p>
<p>Wissend, dass auch ein solches Ende nur wieder ein neuer Anfang ist…</p>
<p>Ein nächster (kostenloser und schneller) Schritt auf diesem Weg ist das (unverbindliche) Unterzeichnen der Kampagne!<br />
Den Link dazu finden Sie hier:</p>
<p><a href="http://www.simpol.org/en/adopt/Adopt_FS.html" rel="external nofollow">http://www.simpol.org/en/adopt/Adopt_FS.html</a></p>
<p><em>Weitere Unterstützung der deutschsprachigen Simpol-Kampagne:</em></p>
<p><em><a href="http://www.betterplace.org/de/projects/8544-simultanpolitik-kampagne-fur-deutschland" target="_blank" rel="external nofollow">http://www.betterplace.org/de/projects/8544-simultanpolitik-kampagne-fur-deutschland</a></em></p>
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		<title>Direktes Helfen verändert das Weltbild</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/12/02/direktes-helfen-verandert-das-weltbild/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 13:09:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Change]]></category>
		<category><![CDATA[Konstruktiver Aktivismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Jugendliche erleben Sinn durch Einsatz für Notleidende Würzburg (pte) — Wenn Jugendliche anderen Menschen in Notsituationen helfen, prägt diese Erfahrung ihr Welt– und Selbstbild. Zu diesem Schluss kommen Bildungsforscher der Universität Würzburg. Für ihre bereits im Juli präsentierte Studie befragten die Wissenschaftler um Heinz Reinders 2.400 deutsche Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Jugendliche erleben Sinn durch Einsatz für Notleidende</h2>
<div id="attachment_3896" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/20111201029.jpeg" rel="lightbox[3893]"><img class="size-full wp-image-3896 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/12/20111201029.jpeg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Volontärin in Indien: Einsatz lässt Welt neu erkennen (Foto: Jugend Eine Welt)</p></div>
<p>Würzburg (pte) — Wenn Jugendliche anderen Menschen in Notsituationen helfen, prägt diese Erfahrung ihr Welt– und Selbstbild. Zu diesem Schluss kommen Bildungsforscher der <a href="http://uni-wuerzburg.de" target="_blank" rel="external nofollow">Universität Würzburg</a>. Für ihre bereits im Juli präsentierte Studie befragten die Wissenschaftler um Heinz Reinders 2.400 deutsche Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren. Wesentliche Details der Auswertung wurden allerdings erst jetzt bekannt gegeben.</p>
<h4>Welt mit anderen Augen sehen</h4>
<p>45 Prozent der Jugendlichen waren in ihrem Leben bisher ehrenamtlich aktiv. Die meisten von ihnen glauben, dadurch einen wichtigen Beitrag geleistet und Sinn erfahren zu haben, so das Ergebnis. »Besonders deutlich zeigte sich der Zusammenhang bei jenen, die direkt in Kontakt mit denen waren, denen sie geholfen haben — etwa Senioren, Migranten oder Menschen mit Behinderungen«, berichtet die Psychologin und Studien-Mitarbeiterin Gabriela Christoph im pressetext-Interview.</p>
<p>Entscheidend sei für Jugendliche dabei das Gefühl, Menschen in Not helfen zu können und aktiv Handelnde zu sein. Viele erweitern ihren Erfahrungshorizont, wenn sie in Gesprächen mit den Betroffenen Neues erlebt haben: Sie erleben den Alltag alter Menschen, spüren Barrieren von Rollstuhlfahrern selbst und denken neu über soziale Gerechtigkeit nach. Wer direkten Kontakt zu den Adressaten der Hilfe hat, ist im Schnitt zwölf bis 15 Stunden pro Monat aktiv, während es ohne dieser Begegnung nur acht bis elf Stunden sind.</p>
<h4>Sinn ermöglichen</h4>
<p>»Die Art der Tätigkeit ist für Jugendliche wichtiger als die Frage, ob sich das Engagement innerhalb einer gemeinnützigen Organisation abspielt oder nicht«, resümiert Studienleiter Reinders. Wohltätigen Verbänden rät er deshalb, speziell den jugendlichen Helfern ein Sinnerlebnis durch aktiven und konkreten Einsatz für das Wohl anderer zu ermöglichen. Das motiviere Jugendliche dazu, auch langfristig ehrenamtlich aktiv zu bleiben.</p>
<p>Denn findet das Engagement im Rahmen einer Organisation statt, stehen die Chancen gut, dass der Einsatz über längere Zeit andauert. Jene untersuchten Jugendlichen, die in Kirche, Jugendfeuerwehr oder Sportvereinen aktiv waren, waren meist schon zwei bis drei Jahre aktiv, jene die auf eigene Faust anderen halfen, meist kürzere Zeit. Bestätigen konnten die Forscher auch die Meinung, dass sich Jungen eher in Organisationen nützlich machen, während Mädchen mehr den direkten Umgang mit Menschen suchen.</p>
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		<title>Thrive — Ein Film der bewegt</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/11/28/thrive-ein-film-der-bewegt/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 00:12:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Konstruktiver Aktivismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Was auf der Welt braucht es, damit die Menschheit gut gedeiht? Seit einigen Wochen zirkuliert ein Film im Internet, der das Zeug dazu hat die Menschheit zu bewegen sich weiter zu entwickeln und Lösungen zu finden wie wir aus einem ständigen Ausnahmezustand in eine blühende Zukunft voranschreiten. Thrive, so der Name dieses Werks, muss mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Was auf der Welt braucht es, damit die Menschheit gut gedeiht?</h2>
<p><em><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/ThrivePoster.png" rel="lightbox[3844]"><img class="alignright size-medium wp-image-3845" style="margin-left: 10px;" title="Thrive - Was in der Welt braucht es noch?" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/ThrivePoster-231x300.png" alt="" width="150" height="195" /></a>Seit einigen Wochen zirkuliert ein Film im Internet, der das Zeug dazu hat die Menschheit zu bewegen sich weiter zu entwickeln und Lösungen zu finden wie wir aus einem ständigen Ausnahmezustand in eine blühende Zukunft voranschreiten.</em></p>
<p><em>Thrive</em>, so der Name dieses Werks, muss mit einer weiten Perspektive betrachtet werden, um nicht von möglichen Verschwörungstheorien entweder gefangen oder abgestossen zu werden. Das könnte leicht passieren, wenn in dem Film nicht Menschen wie Deepak Chopra oder Barbara Marx Hubbard zu Worte kämen.</p>
<h4>Nicht von dieser Welt?</h4>
<p>Im ersten Teil geht es um einen Code, ein Muster, das sich durch uralte Kulturen auf fast allen Kontinenten, anscheinend unabhängig voneinander entwickelt hat. Es werden Geschichten von Kontakt mit Ausserirdischen hineingebracht und wie durch die Geheimnistuerei der US-amerikanischen Behörden die Entwicklung von hocheffiziente und endlose Energiequellen blockiert wird. Die Erforschung der Freien Energie hat bereits Nikola Tesla und andere Forscher fasziniert, und schon damals machten deren Entwicklungen den Energiekonzernen Angst.</p>
<h4><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/FollowTheMoney-Bank-Pyramid.jpg" rel="lightbox[3844]"><img class="alignright size-medium wp-image-3848" style="margin-left: 10px;" title="Follow The Money - Bank-Pyramid" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/FollowTheMoney-Bank-Pyramid-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a>Geld regiert die Welt</h4>
<p>Im zweiten Teil wird der Zuseher aufgefordert dem Geld zu folgen um so zu entdecken, wie die Menschheit von ein paar wenigen einflussreichen Menschen regiert wird. Wie schon in den <em>Zeitgeist</em> Filmen kommt man hier auf den Schluss, dass die Nationalbanken, die unser Geld drucken nicht im Besitz der Staaten sind, sondern in der Hand von privaten Banken, die sich durch das Verleihen von Geld an den Staat und das endlose Nachdrucken von Geld zig Milliarden verdienen, während Millionen Menschen auf der Erde immer ärmer werden.</p>
<h4>Konkrete Lösungsansätze</h4>
<p>Doch der Film bleibt nicht bei den düsteren Bildern. Am Ende wird eine Zukunftsvision aufgezeigt, wie wir es schaffen die Welt wieder zu einem lebenswerten Ort zu machen, ohne das derzeitige System sofort abzuschaffen. Die präsentierten Lösungsstrategien bieten viel versprechende Möglichkeiten für die Schaffung einer Welt, in der niemand in seinen Rechten verletzt wird und jeder Mensch die Möglichkeit hat zu gedeihen.</p>
<p>Da solche tief greifende Veränderung nicht auf einmal passieren können, gibt es drei sich überlappenden Stufen des Lösungsprozesses. Stufe Eins: Integrität und Heilung in unseren aktuellen Zustand bringen. Stufe Zwei: Begrenzung der Kontrolle durch Regierungen, zum Schutz der individuellen Rechte und der Gemeingüter. Stufe Drei: Lebensunterhalt ausschliesslich durch freiwillige Zusammenarbeit — Regeln, aber kein Herrscher.</p>
<h4>Ein Film mit einer weiten Weltsicht</h4>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/NassimHaramein-FosterGamble.jpg" rel="lightbox[3844]"><img class="alignright size-medium wp-image-3849" style="margin-left: 10px;" title="Nassim Haramein und Foster Gamble" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/NassimHaramein-FosterGamble-300x168.jpg" alt="" width="200" /></a>Ich fühlte mich am Ende des Films so motiviert diesen weiter zu empfehlen und auf der Webseite zum Film <a href="http://www.thrivemovement.com" rel="external nofollow">http://www.thrivemovement.com</a> mehr zu den Lösungsvorschlägen zu entdecken. Was jeder von uns sofort tun kann ist zum Beispiel das Geld bei kleinen, lokalen Banken zu sparen, verantwortlich einzukaufen und investieren, alles daran zu setzen das Internet frei und offen zu belassen, unabhängige Medien zu unterstützen und genfreie, biologische Landwirtschaft zu fördern. Ein weiterer wichtiger Punkt, der auch im Film angesprochen wird ist die eigene Mitte zu finden und das Leben in Balance zu bringen um das emotionale Wohlbefinden zu unterstützen.</p>
<p>Es ist ein Film für echte OpenMinds; Menschen mit einer weiten Sicht auf die Welt und die nicht festhalten an ihrem bisherigen Glaubensystem und Werten. Menschen, die sich entfalten und transformieren möchten, so wie aus einer Raupe, die alles auffrisst was ihr in die Quere kommt, ein wunderschöner Schmetterling wird, der friedlich von Blüte zu Blüte flattert und so seinen Teil zum natürlichen Wachstum beiträgt.</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/OibqdwHyZxk?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Echte Globalisierung, jetzt!</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/10/24/echte-globalisierung-jetzt/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 12:47:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Editors Choice]]></category>
		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
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		<category><![CDATA[Konstruktiver Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Weltgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[In der momentanen Occupy Bewegung gibt es immer wieder Stimmen gegen multinationale Konzerne und Globalisierung. Diese Globalisierungsgegner sind allerdings meist auch keine Nationalisten, zumindest dem Anschein nach, sondern meist eher politisch links stehende junge Menschen, die dem Sozialismus zugetan sind und offene Grenzen schätzen. Die Globalisierung der Wirtschaft hat uns hier in Europa schon vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3366" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/occupy-your-mind.png" rel="lightbox[3364]"><img class="size-medium wp-image-3366" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/occupy-your-mind-300x169.png" alt="" width="300" height="169" /></a><p class="wp-caption-text">Occupy Your Mind — Revolution beginnt in dir</p></div>
<p>In der momentanen <em>Occupy</em> Bewegung gibt es immer wieder Stimmen gegen multinationale Konzerne und Globalisierung. Diese Globalisierungsgegner sind allerdings meist auch keine Nationalisten, zumindest dem Anschein nach, sondern meist eher politisch links stehende junge Menschen, die dem Sozialismus zugetan sind und offene Grenzen schätzen.</p>
<p>Die Globalisierung der Wirtschaft hat uns hier in Europa schon vor mehreren hundert Jahren den Weizen, die Kartoffel, den Reis, exotische Früchte und die Seide gebracht. Im Industrie– und Informationszeitalter kamen dann noch andere Annehmlichkeiten dazu, wie die Möglichkeit weltweit zu reisen, gesundheitliche Versorgung in abgelegenen Regionen der Welt, billige Computer und Kleidung, sowie das Internet.</p>
<p>Natürlich brachte diese weltweite Vernetzung auch Leid und Unannehmlichkeiten für viele Menschen, woran aber nicht grundsätzlich die Globalisierung dafür verantwortlich ist, sondern einzelne Menschen, die beim Handeln nicht an die anderen Menschen oder den Planeten denken.</p>
<p>Multinationale Konzerne haben in der Vergangenheit oft Arbeitskräfte in sogenannten Billiglohnländern ausgebeutet, um ihre vorgegebenen Marktziele zu erreichen und jährlich noch mehr Gewinn zu machen. Diese weltweit agierenden Konzerne haben ihren Hauptsitz oft in einem Land, wo sie auch noch steuerliche Erleichterungen bekommen, damit sie nicht auf die Idee kommen in ein anderes Land auszuwandern. Sie werden dann in dem jeweiligen Land als nationaler Konzern betrachtet, und von Menschen und Politikern, die eher nationale Interessen haben, unterstützt.</p>
<p>Was es braucht ist eine Echte Globalisierung, in jedem innen drin. Es braucht eine globale Perspektive auf die Welt. Eine sogenannte weltzentrische Sichtweise, wo nicht jeder nur seine kleine Welt im Dorf oder im eigenen Land sieht, sondern komplexe, globale Zusammenhänge sieht und versucht die Sichtweisen anderer zu verstehen.</p>
<p>Viele der Menschen, die heute auf den Strassen und Plätzen der grossen Städte als Teil der Occupy Bewegung stehen, sehen sich als Mitglied der 99%, die dem 1% der Superreichen entgegen stehen. Und gleichzeitig sind sie ein Teil der etwa 75% Menschen, die noch nicht über die ethnozentrische Sichtweise hinausgewachsen sind. Viele dieser Menschen von Occupy Together gehen auf die Strasse, weil es ihnen persönlich nicht gut geht. Die wenigsten besetzen die Plätze, weil sie sich mit anderen solidarisieren.</p>
<p>Und doch ist diese globale Bewegung gut um die weltzentrische Perspektive zu kultivieren, weil die, auf den Transparenten und Schildern, angesprochenen Problem nicht nur die USA, Griechenland, Spanien oder Portugal betreffen, sondern weil diese sich weltweit abzeichnen. Problem, ausgelöst durch eigennützig denkende Menschen. Menschen, die ihren Bewusstseinsschwerpunkt auf egozentrischen oder ethnozentrischen Entwicklungsebenen haben.</p>
<p>Und es sind eben nicht nur die Menschen da oben in den Führungsebenen der Weltkonzerne, sondern wir alle hier unten an der Basis müssen genauso unser Bewusstsein erweitern, aufwachen, erwachsen werden, bei uns selbst aufräumen und uns zeigen, damit sich wirklicher Wandel einstellt. »Be the change, you want to see in the world«, rufen manchen. Genau »BE«; <em>Sei</em> der Wandel und tu nicht nur so, oder verlange diese Veränderung von den anderen.</p>
<div id="attachment_3367" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/occupy-paradeplatz.jpg" rel="lightbox[3364]"><img class="size-medium wp-image-3367 " title="Occupy Paradeplatz am 15. Okt. 2011" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/10/occupy-paradeplatz-300x199.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Auch so kann Besetzung aussehen</p></div>
<p>Ich rufe auf zu einer <em>Echten Globalisierung, Jetzt!</em> Hier, Jetzt, in jedem Moment kannst du diese Veränderung sein und wirklich etwas für die Welt tun, wenn du wirklich bei jedem Handeln nicht deine eigenen Interessen, die deiner Familie, deiner Partei, deines Vereins oder deines Landes im Sinn hast, sondern dich ausrichtest auf etwas Grösseres, das du vielleicht in diesem Moment noch gar nicht wahrnehmen kannst, weil es so unvorstellbar gross ist.</p>
<p>Suche die Lösungen für die Probleme der Welt nicht in der Vergangenheit, richte dich aus auf die Lösungen der Zukunft. Damit diese Lösungen zu dir kommen, muss du vorher deinen Geist entleeren und dich frei machen von deinen Konditionierungen und Anhaftungen.</p>
<p><em>Occupy Your Mind – Die Revolution beginnt in dir!</em></p>
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		<title>Der mächtige Sog des Erwünschten</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/09/23/der-machtige-sog-des-erwunschten/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 19:26:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>connection</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Editors Choice]]></category>
		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
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		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Konstruktiver Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Wolf Schneider]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie persönliche und transpersonale Visionen uns antreiben können Jeder hat Wünsche, jeder – und wenn du dir vorstellen kannst, wie das Erwünschte aussieht, hast du eine Vision davon. Unter den Visionen, die wir von einem besseren Leben haben, gibt es große und kleine, realisierbare und unrealisierbare. Besonders bei den großen Visionen müssen wir darauf achten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Wie persönliche und transpersonale Visionen uns antreiben können</h2>
<div id="attachment_2944" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/09/ap4ad71f09e907a_s.jpg" rel="lightbox[2943]"><img class="size-thumbnail wp-image-2944" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/09/ap4ad71f09e907a_s-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: aboutpixel.de / Geheimnissvolles Leuchten © Jörg Friemel</p></div>
<p>Jeder hat Wünsche, jeder – und wenn du dir vorstellen kannst, wie das Erwünschte aussieht, hast du eine Vision davon. Unter den Visionen, die wir von einem besseren Leben haben, gibt es große und kleine, realisierbare und unrealisierbare. Besonders bei den großen Visionen müssen wir darauf achten, dass wir der eigenen Person den richtigen Stellenwert geben</p>
<p>Spirituell sein heißt, von Visionen heimgesucht zu werden, von visuellen Erscheinungen, die kommen, ohne, dass man sie gerufen hat, so was wie eine Vision von Buddha oder der Jungfrau Maria. Das ist die Art Vision, über die der Medienmanager Helmut Thoma von RTL spottete: »Wer zu viele Visionen hat, braucht einen Psychiater«. Hier meine ich eine andere Art von Vision: die Vorstellung von einer besseren Welt, die sowohl realisierbar als auch so attraktiv ist, dass sie auf mein gegenwärtiges Handeln einen starken Sog ausübt. Diese Art von Vision brauchen wir sowohl in der Politik wie im Privatleben, behaupte ich, und auch in der Wirtschaft, in Kultur und Wissenschaft.</p>
<p>Wer etwas erreichen will, braucht eine Vorstellung davon, wie es sein soll. Das gilt sogar schon dann, wenn ich nur meinen Staubsauger reparieren möchte – ich brauche eine Idee davon, wie es ist, wenn er wieder funktioniert. Umso mehr brauchen wir Visionen für unsere größeren Ziele: für den Erfolg im Beruf, die Gestaltung des Lebensabends, die Ausbildung der Kinder – und auch für die noch größeren, die transpersonalen: die Vision einer gerechteren Gesellschaft, einer Welt ohne Hunger, Naturzerstörung, Genitalverstümmelung, Ausbeutung, Kriege.</p>
<h4>Ziele und Visionen</h4>
<p>Für die Art solcher Ziele und Visionen, für die eine psychiatrische Betreuung nicht nötig ist, möchte ich zunächst zwei Unterscheidungen treffen. Zuerst die zwischen Ziel und Vision: Eine Vision ist die sinnliche Vorstellung einer anderen (in diesem Falle: einer besseren) Welt. Ein Ziel ist die konkrete Formulierung von etwas Erwünschtem, Erreichbarem. Wir brauchen beides: eine Vision, die uns magisch anzieht, so dass wir die Kraft haben, uns machtvoll dafür einzusetzen; ein klar formuliertes Ziel, um Strategien entwickeln zu können, wie wir das Erwünschte erreichen.</p>
<h4>Persönliche Ziele und transpersonale</h4>
<p>Meine Firma zum Marktführer zu machen, meine Ehe oder Beziehung zu retten, gesund zu werden, den Kindern einen guten Schulabschluss zu ermöglichen, meine Berufung zum Beruf zu machen, das sind persönliche Zielvorstellungen. Auch die kommen in Visionen vor, und das ist gut so und unerlässlich. Wir brauchen persönliche Ziele, um uns zu entwickeln, oder einfach, um ein gutes Leben zu haben.</p>
<p>Es gibt aber noch eine andere Art von Zielen, für die man keinen Markenschutz beantragen muss und bei denen es egal ist, ob man selbst ihr Auslöser, Urheber oder Architekt ist. Da genügt es dem Visionär, dass sie erreicht werden, egal von wem. Wenn es in der Welt keinen Hunger mehr gibt, dann ist es mir fast egal, ob die UN das erreicht hat oder Bill Gates mit einer seiner Stiftungen oder die weltweite Verbreitung von Permakultur oder eine weitere grüne Revolution – wenn dann nur Menschen nicht mehr hungern müssen. Diese Art von Zielen können auf uns einen noch viel größeren Sog ausüben als Ego-Ziele (wie <em>ich </em>etwas erreiche) es können. Um diese Ziele geht es mir hier vor allem und um die Visionen von einer Welt, in der sie verwirklicht sind.</p>
<h4>Wunscherfüllungsratgeber</h4>
<p>Bärbel Mohrs Buch »Bestellungen beim Universum« (1998) und Rhonda Byrnes »The Secret« (2006) lösten in den vergangenen Jahren einen Boom von Wünscherfüllungs-Ratgebern aus, mit den zugehörigen Seminaren und Coachings. Diese Bücher gehen davon aus, dass man <em>alles</em> beim Universum bestellen kann. Wenn man es nur richtig macht mit der Bestellung, dann wird sie Realität. Leider stimmt das nicht. (Was böse oder miteinander konkurrierende Wünsche anbelangt: Gottseidank funktioniert das nicht). Das Geschäft damit allerdings brummt: Die mit ihren Wünschen Gescheiterten kaufen sich dann nämlich den nächsten Wünscheratgeber oder buchen das nächste Wünsche-Seminar (die oft auch als Visions-Seminar vermarktet werden) oder buchen das nächste Coaching, um endlich ihre Wünsche verwirklicht zu bekommen. Und scheitern trotzdem. Manchmal will das Universum halt nicht, heißt es dann. Oder du musst noch besser wünschen, noch intensiver, noch positiver oder noch länger gecoacht werden, oder das nächste Seminar buchen.</p>
<h4>»Inshallah« – falls Gott will</h4>
<p>»Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein großes Licht, und mach noch einen zweiten Plan, gehn tun sie beide nicht«, schrieb Bert Brecht dazu in der Dreigroschenoper, und »Der Mensch denkt, Gott lenkt« wusste ein altes Sprichwort dazu zu sagen – der Mensch bestellt beim Universum, das aber lenkt den Menschen ganz woanders hin. Mich lenken diese alten Weisheiten noch anderswo hin: zu einer genaueren Unterscheidung zwischen persönlichen Wünschen (die etwas zu despektierlich auch »Ego-Wünsche« genannt werden) und transpersonalen Wünschen von einer besseren Welt, wie etwa die NGOs sie vertreten. Auch viele politische Parteien und Initiativen vertreten transpersonale Ziele. Programme, die eine Personengruppe bevorzugen, wie etwa die Angehörigen einer Nation oder Berufsgruppe, rechne ich jedoch nicht zu den transpersonalen.</p>
<h4>Transpersonale Visionen</h4>
<p>Transpersonal ist eine Vision dann, wenn mich ihre Erfüllung auch dann beglückt, wenn ich nicht der Urheber ihrer Erfüllung bin, nicht der persönlich Bevorzugte oder nur ich der dadurch persönlich Bereicherte. Ich behaupte, dass Visionen immer dann einen ganz besonderen, magischen Sog entfalten, wenn ihre Inhalte transpersonale sind. Das Wunder dabei ist, dass die Person bei ihrer Verwirklichung – und oft schon auf dem Weg dahin (»Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen«) – noch viel tiefer beglückt ist, als wenn sie nur ein persönliches Ziel erstrebt oder dann schließlich erreicht hätte.</p>
<p>Und es ist gut, bei alledem nicht aus dem Augen zu verlieren, dass zwar nicht der Weg schon das Ziel ist, der Weg aber durchaus ein in sich Ruhen erlaubt oder sogar erfordert. Und wenn das Ziel ein Ideal ist, nach dem man strebt, ohne es je erreichen zu können, wie etwa die bedingungslose Liebe oder die Wunschlosigkeit, dann ist dieses Streben zu den Idealen wie ein Hinaufschauen zu den Sternen – in einer mondlosen Nacht schauen wir da hinauf, fühlen uns vor dieser Weite, Größe und Pracht so winzig klein im Kosmos und doch so erhaben.</p>
<h4>Windows, Mac-OS, Linux</h4>
<p>Ein Bespiel aus der Wirtschaft: Bill Gates und Steve Jobs leisten sich seit ungefähr 30 Jahren ein Wettrennen um die Dominanz der von ihnen entwickelten Computer-Betriebssysteme. Das Macintosh-OS (operation system) war von Anfang an das bessere, aber durch die geschicktere Lizensierung (mit IBM damals) schaffte Bill Gates es, dass 90 Prozent aller PCs der Welt mit seinem System betrieben wurden. So hatte er sein persönliches Ziel der Marktführerschaft erfüllt und wurde zum reichsten Menschen der Welt. Kürzlich ist nun allerdings Apple zur reichsten Firma der Welt erkärt worden. Microsoft ist nicht mehr on top, jetzt hat Steve Jobs die Nase vorn. Vielleicht weil er kreativer ist, vielleicht weil sein OS wirklich das bessere ist, vielleicht weil es aus anderen Gründen so gekommen ist (<em>inshallah </em>– weil Gott es so wollte). Nun aber ist er krank, kann vielleicht seine Firma bald nicht mehr selber führen, was hilft ihm da, dass Apple solche phänomenalen Gewinne einfährt? Bill Gates hingegen ist mittlerweile raus aus seiner Firma und beschäftigt sich durch seine Stiftungen mehr mit transpersonalen Zielen (wenn man ihm nicht unterstellen will, dass seine Anti-Aids-Kampagne ein Ego-Tripp ist, mit dem er sein Bild in den künftigen Geschichtsbüchern korrigieren will). Und inzwischen gibt es mit Linux ein Betriebssystem, das keinem einzelnen Menschen gehört und auch keiner Firma, es ist ein OpenSource System. Wie sähe die Welt aus, wenn sowohl Bill Gates wie Jobs ihre Betriebssysteme von Anfang an freigegeben hätten für alle Entwickler? Hätten unsere PCs dann bessere Betriebssysteme gehabt, wären seltener abgestürzt, hätten weniger gekostet, einen geringeren Arbeitsspeicherbedarf gehabt (ohne den Druck der unseligen Windows-Intel Coop) und hätten so vielleicht längst in China, Indien und Afrika auch bei der Landbevölkerung als Billig-PCs das dortige Bildungssystem revolutioniert?</p>
<h4>Glück und Leid der Kreativen</h4>
<p>Aus technischer Sicht kann ich diese Fragen nicht beantworten. Was ich aber kenne, ist die tiefe persönliche Befriedigung, die eintritt, wenn man die eigenen Ziele weit über die eigene Person hinausgehen lässt, und so habe ich mich manchmal gefragt: Was wäre wenn – zum Beispiel unsere Politiker mehr transpersonale und transnationale Ziele verfolgen würden. Wenn die Entwickler unserer Computer-Betriebssysteme und Programme ebenso wie die Entwickler all der anderen Konzepte für die Wirtschaft, ihr Glück mehr in der Kreation von Lösungen fänden, die <em>allen</em> Menschen nützen und nicht nur dem Erfolg ihres persönlichen Produktes. Wieviel beglückender ist es doch, so ein Miko-Kredit-System zu erfinden und in die Welt zu setzen, wie Mohammad Yunus es getan hat, im Vergleich mit einem neuen Derivat für den Kapitalmarkt oder einem noch genialeren Konzept für Leerverkäufe, das alle bisherigen übertrifft. So ein Derivat mag einen persönlich mehr bereichern als ein Mikro-Kreditsystem, aber es macht einen nicht glücklicher. Ich habe schon so viele ausgebrannte Visionäre getroffen – die für ein persönliches Ziel gekämpft hatten, waren unter ihnen die unglücklicheren.</p>
<h4>Sinn finden im Leben</h4>
<p>Was macht einen Menschen denn glücklich? Einen Sinn zu finden im Leben macht glücklich, sagt der Wiener Psychotherapeut und KZ-Überlebende Viktor Frankl. Die Suche nach Sinn hält er für die am stärksten motivierende Kraft in einem Menschen und begründete mit dieser Kernidee nach den Psychotherapieschulen von Freud (Psychoanalyse) und Adler (Individualpsychologie) die »dritte Wiener Schule« der Psychotherapie mit den Methoden der Logotherapie und Existenzanalyse. Geschichten von Menschen, die auch in den Phasen tiefsten Leidens in ihrem eigenen Leben noch einen Sinn finden und so ein gewisses Glück, während andere mit allem beschenkt sind, was ein Mensch sich nur wünschen kann, aber keinen Sinn darin sehen, bestätigen Frankls Thesen.</p>
<h4>Die persönlichen Ziele</h4>
<p>Wenn man Frankl darin folgen will und man außerdem der motivierenden Kraft großer, die eigene Person weit überschreitender Ziele, mehr Gewicht gibt als den kleinen, nur auf die eigene Person bezogenen, dann bleibt die Frage: Welchen Stellenwert gebe ich den persönlichen Zielen? Meine eigene Gesundheit, mein finanzieller Wohlstand, meine persönlichen Beziehungen, welchen Wert gebe ich diesen auf der Prioritätsliste meiner Ziele? Schaut man sich die Biografien berühmter Visionäre an, drängt sich die Empfehlung auf, die persönlichen Ziele besser nicht zu weit nach hinten zu schieben. Sie sollten nicht ganz oben stehen, aber auch nicht weggeschoben oder ganz verdrängt werden. Eine Mutter Teresa muss nicht auf der Pritsche schlafen, um den Armen von Kalkutta Gutes tun zu können, sie darf ein Bett haben und eine schöne Wohnung – vielleicht ist sie dann eine weniger verbissene Missionarin. Wenn allerdings, wie bei Gaddafi, Ben Ali oder Mubarak, die persönliche Bereicherung ganz oben steht auf der Liste, macht das diese Potentaten nicht glücklich, von den betroffenen Völkern mal ganz zu schweigen.</p>
<h4>Ich, du, wir</h4>
<p>Auch für uns, die wir kein Land zu regieren haben, stellt sich diese Frage: Wofür arbeite ich? Wofür bin ich bereit, mich wirklich einzusetzen, mit allen meinen Ressourcen: Zeit, Geld, Kompetenzen, Beziehungen? Wenn ich dabei meine persönlichen Ziele verdränge, besteht die Gefahr, dass sie sich als »Schatten« meiner Arbeit irgendwo zeigen und das Erreichen der hohen Ziele stören, sogar zerstören können. Wenn ich bei der Formulierung meiner Ziele zwar meine Person einbeziehe (das muss sein), das Erreichen des Zieles aber nicht von meiner Person abhängig mache, dann hat dieses Konzept bessere Chancen auf Verwirklichung, ohne dabei große Schatten zu produzieren. Auch bei der Entwicklung unserer Visionen ist gut, immer dreifach zu denken: Wie tanze ich mit meiner Vision allein (was will <em>ich</em>?), zu zweit (Was willst <em>du</em>?) und was wollen <em>wir, </em>entsprechend den drei Tanzvarianten im Biodanza: allein, zu zweit und im Kreis. Wer sich auf nur eine diese Weisen beschränkt, verirrt sich.</p>
<h4>Semipermeable Membranen</h4>
<p>Vielleicht kann man das Ziel (so ähnlich auch das eigene Ego) nach dem biologischen Modell der Zelle und der sie umschließenden semi-permeablen Membran als etwas Interdependentes formulieren. Mein Ego – das, wofür ich mich halte – hängt ja nicht nur von mir ab, von meinen eigenen Überzeugungen, sondern auch davon, wie die anderen mich definieren. Es ist das Ergebnis einer sozialen Interaktion. So ist es auch mit dem, was wir uns für die Zukunft wünschen. Zum Beispiel wünsche ich mir eine Welt ohne Kriege, das ist ein Teil meiner Vision. Andere Menschen verstehen aber unter »Krieg« und dem Gegenbegriff »Frieden« etwas anderes als ich, und noch viel größer sind die Unterschiede in der Bewertung, welchen prioritären Rang dieses Ziel haben soll.</p>
<p>Wieviel ist es wert, den Hunger zu beseitigen? Wie viel, eine Welt ohne Kriege zu erschaffen? Was, wenn unsere Ressourcen nur das Erreichen von einem dieser Ziele erlauben? Wenn ich meine Ziele zwar so klar und eindeutig wie möglich formuliere, aber so wie eine Zelle in ihren definitorischen Grenzen als von einer semipermeablen Membran umgeben verstehe, sind sie leichter umsetzbar.</p>
<p>Wie alle Begriffe unserer Sprachen sind auch unsere Ziele soziale Gebilde, die sich gemäß dem Verständnis der Teilnehmer dieser Kommunikationsprozesse bewegen. Ziele und Visionen sind interaktive soziale Vorgänge, die Menschen miteinander verbinden können. In diesen Verbindungen kann sich das Transpersonale entfalten. Dann zeigt sich, dass Kommunikation glücklicher macht als Isolation, Verbindung glücklicher macht als Trennung. Liebe und Vertrauen machen uns glücklicher als Misstrauen und Besitz. Was wir sind, macht uns glücklicher als was wir haben. Zu lieben und geliebt zu werden, nichts macht glücklicher als das! Und wer fängt damit an? Der Liebende, denn Geben macht seliger als Nehmen.</p>
<p><em>Leseempfehlungen:</em></p>
<p><em>Auf <a href="x-msg://133/cgi/derefer?TYPE=3&amp;DEST=http%3A%2F%2Fconnection.de" target="_blank">connection.de</a> findet ihr einen Artikel von Julia Koloda über </em>Platons Idealstaat<em> als die Uridee eines guten Lebens, die seit mehr als zwei tausend Jahren das europäische Denken beeinflusst.</em></p>
<p><em>Der Drei Eichen Verlag hat mit seinem Buch </em>»Visionen einer besseren Welt«<em> (engl. 1993, dt. 1995) eine Dokumentation der »Global Cooperation« Initiative der Vereinten Nationen vorgelegt, für die hundertausende von Menschen in mehr als hundert Ländern befragt wurden. Sehr optimistisch, vielfältig, lesenswert! Mit einem Vorwort von Peter Ustinov. Auf <a href="x-msg://133/cgi/derefer?TYPE=3&amp;DEST=http%3A%2F%2Fsyntropia.de" target="_blank">syntropia.de</a>, für 17.50 €.</em></p>
<p><em>Und hier stellt Carsten Essig zusammen mit seiner Frau Manuela ökologische Visionäre aus der ganzen Welt vor: <a href="x-msg://133/cgi/derefer?TYPE=3&amp;DEST=http%3A%2F%2Fwww.seventh-generation.de" target="_blank">www.seventh-generation.de</a>. Sehr inspirierend!</em></p>
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		<title>Für Eine Welt</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jul 2011 22:03:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Konstruktiver Aktivismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Bewusst Sein im Wandel Am 11. September 2011 – zehn Jahre nach 9/11 – laden die Villa Unspunnen und das Forum Neue Erde zu einer Veranstaltung auf dem Bundesplatz in Bern ein. Den Jahrestag der erschütternden Ereignisse in New York nehmen sie zum Anlass, nach vorne zu schauen und der Frage nachzugehen, wie wir Zukunft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Bewusst Sein im Wandel</h2>
<p>Am 11. September 2011 – zehn Jahre nach 9/11 – laden die <a href="http://www.villaunspunnen.ch/" target="_blank" rel="external nofollow">Villa Unspunnen</a> und das <a href="http://www.forum-neue-erde.org/" target="_blank" rel="external nofollow">Forum Neue Erde</a> zu einer Veranstaltung auf dem Bundesplatz in Bern ein. Den Jahrestag der erschütternden Ereignisse in New York nehmen sie zum Anlass, nach vorne zu schauen und der Frage nachzugehen, wie wir Zukunft nachhaltig friedvoll gestalten können.</p>
<p><img class="alignnone" title="Für EINE Welt" src="http://u.jimdo.com/www9/o/sf00640c8871ccd30/emotion/crop/header.jpg?t=1310297838" alt="" width="470" height="138" /></p>
<p>Die Veranstaltung wird keine Gedenkfeier für 9/11, sondern setzt ein Zeichen für die Zukunft. Von 11 bis 14 Uhr sprechen Menschen aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, NGO und Spiritualität von ihrem Engagement für EINE Welt, von ihren Beweggründen und Visionen. Mit diesen Redebeiträgen, mit Musik und Meditation setzen die VeranstalterInnen ein Zeichen: Für ein neues Bewusstsein, für ein Handeln aus Liebe anstatt aus Angst, für ein Handeln aus der Verbundenheit anstatt aus der Trennung, für EINE Welt.</p>
<blockquote><p><em>»Immer mehr wird man sehen können, dass es keine speziellen Fragen gibt, die isoliert erkannt oder gelöst werden können, da alles schliesslich ineinander greift und voneinander abhängig ist.«</em> (Wassily Kandinsky)</p></blockquote>
<p>Heute, zehn Jahre nach 9/11, zeigt sich die Welt von radikalen Umwälzungen bewegt. Viele Menschen spüren den tiefen Wunsch nach Veränderung und beschäftigen sich mit der Frage, wie uns heute als Individuum und als Gesellschaft Zukunftsfähigkeit gelingen kann. Noch wissen wir nicht genau, wie diese neue Welt aussehen soll. Doch haben wir eine Ahnung davon, dass sich analog zum intellektuell geprägten, technischen und wissenschaftlichen Fortschritt der letzten Jahrhunderte nun ein neues Bewusstsein entwickeln muss. Damit wir unsere Lebensgrundlagen für heutige und kommende Generationen erhalten können. Damit das Zusammenleben der Menschen in innerem und äusserem Frieden gelingt.</p>
<p>Finanzkrisen, politische Umwälzungen, Umweltzerstörung und die menschengemachte Atomkatastrophe in Japan zeigen uns deutlich auf, dass alles Lebendige untrennbar miteinander verbunden ist. Das Wissen um diese Verbundenheit kann uns zu einem Handeln führen, welches das Wohl aller Wesen im Auge behält. So hat unser individuelles Tun und Handeln immer auch Auswirkungen auf das grosse Ganze.</p>
<p><img class="size-medium wp-image-2277" style="margin-left: 10px;" title="Bundesplatz in Bern" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/07/bern_bundesplatz-300x169.png" alt="" width="200" /></p>
<p>Es ist an der Zeit, das Bewusstsein für diese Verbundenheit zu schärfen. Es ist an der Zeit, wirkungsvolle Kooperationen zu suchen und gemeinsam zu handeln. Es ist an der Zeit, gemeinsam <a href="http://www.fuereinewelt.org" target="_blank" rel="external nofollow">für EINE Welt</a> einzustehen: am 11. September 2011 auf dem Bundesplatz in Bern.</p>
<p>Mit dem Anlass werden Menschen angesprochen, die</p>
<ul>
<li>den tiefen Wunsch nach Veränderung spüren;</li>
<li>sich zu einem Bewusstsein bekennen, welches die Verbundenheit und die Liebe in den Mittelpunkt des Handelns stellt;</li>
<li>sich für eine zukunftsfähige Welt engagieren, etwa für eine solidarische Gesellschaft, einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Natur oder eine gerechte Verteilung des materiellen Reichtums;</li>
<li>zum Wohle aller Wesen, für EINE Welt handeln und einstehen.</li>
</ul>
<p>Kernstück des Programms bilden RednerInnen und Redner<sup class='footnote'><a href="#fn-2271-1" id='fnref-2271-1'>1</a></sup> aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Spiritualität, NGO und Kultur, welche von den Beweggründen und Anliegen ihres Engagements für EINE Welt erzählen. Musik, ein gemeinsames Innehalten in Stille sowie zum Abschluss eine Zeremonie, bei welcher alle Anwesenden ihren Wunsch für EINE Welt formulieren, runden das Programm ab.</p>
<p>11:00 Uhr — Musikalischer Auftakt<br />
11:15 Uhr — Begrüssung<br />
11:20 Uhr — Einleitung<br />
11:30 Uhr — Stille<br />
11:35 Uhr — Ankündigung RednerInnen<br />
11:40 Uhr — RednerInnen Teil 1 (Interviews mit 3 RednerInnen, je 10 Min.)<br />
12:15 Uhr — Musikalisches Intermezzo<br />
12:35 Uhr — RednerInnen Teil 2 (Interviews mit 3 RednerInnen, je 10 Min.)<br />
13:10 Uhr — Schlussrunde (alle RednerInnen mit Moderation)<br />
13:30 Uhr — Zeremonie: Mein Wunsch für E!NE Welt<br />
14:00 Uhr — Ende</p>
<p>Die Veranstaltung ist politisch und konfessionell neutral. Organisatoren sind die Villa Unspunnen (<a href="http://www.villaunspunnen.ch" target="_blank" rel="external nofollow">www.villaunspunnen.ch</a>) und das Forum Neue Erde (<a href="http://www.forum-neue-erde.org" target="_blank" rel="external nofollow">www.forum-neue-erde.org</a>). Der Anlass ist als qualitativ hochstehende low-cost-Veranstaltung konzipiert. Wo immer möglich setzen die VeranstalterInnen auf freiwilliges Engagement für EINE Welt.<br />
Die dennoch anfallenden Ausgaben werden durch Spenden und grosszügige Gönnerbeiträge gedeckt.</p>
<p><a href="http://www.fuereinewelt.org" target="_blank" rel="external nofollow"><strong>www.fuereinewelt.org</strong></a></p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-2271-1'>U.a. mit: Antoinette Hunziker-Ebneter (CEO und Gründungspartnerin Forma Futura Invest AG); Markus Arbenz (Direktor Bioweltverband IFOAM); Karoline Buys (International Program Coordinator Children of the Earth); Anna Gamma (Geschäftsleiterin Lassalle-Institut); Andreas Weber, Philosoph und Biologe. Einleitung: Annette Kaiser (Spirituelle Leiterin Villa Unspunnen), Musikalischer Auftakt: Pudi Lehmann (www.pudilehmann.ch). <span class='footnotereverse'><a href="#fnref-2271-1">↩</a></span></li>
</ol>
</div>
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