<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:series="http://unfoldingneurons.com/"
	>

<channel>
	<title>OpenMindJournal &#187; Body</title>
	<atom:link href="http://www.openmindjournal.com/category/body/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.openmindjournal.com</link>
	<description>Das Online-Journal für Bewusstsein, Lebenspraxis und Change</description>
	<lastBuildDate>Thu, 17 May 2012 11:01:36 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>Gib niemals auf</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/05/09/gib-niemals-auf/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2012/05/09/gib-niemals-auf/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 May 2012 11:13:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Body]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=4860</guid>
		<description><![CDATA[Arthur’s inspirierende Transformation Arthur Boorman war ein 47-jähriger behinderter Veteran aus dem Golfkrieg, er hatte sein Leben praktisch aufgegeben. Als Fallschirmjäger haben die vielen Absprünge mit Rundkappenschirm seine Wirbelsäule und die Knie so beeinträchtigt. 15 Jahre lang sagten die Ärzte zu Arthur, er würde nie wieder ohne Hilfsmittel gehen können. Er nahm dies als gegeben hin. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Arthur’s inspirierende Transformation</h2>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/arthurs_transformation.png" rel="lightbox[4860]"><img class="alignright  wp-image-4863" style="margin-left: 10px;" title="Arthur’s Transformation" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/05/arthurs_transformation-300x168.png" alt="" width="200" height="112" /></a>Arthur Boorman war ein 47-jähriger behinderter Veteran aus dem Golfkrieg, er hatte sein Leben praktisch aufgegeben. Als Fallschirmjäger haben die vielen Absprünge mit Rundkappenschirm seine Wirbelsäule und die Knie so beeinträchtigt. 15 Jahre lang sagten die Ärzte zu Arthur, er würde nie wieder ohne Hilfsmittel gehen können. Er nahm dies als gegeben hin.</p>
<p>Da er nicht mehr richtig gehen oder gar laufen konnte, nahm er an Gewicht zu. Sportliche Übungen schienen unmöglich und auch die meisten Yogalehrer schickten ihn weg. Alle ausser einem; <a href="http://www.diamonddallaspage.com/" target="_blank" rel="external nofollow">Diamond Dallas Page</a> nahm sich seiner an und glaubte an Arthur’s Genesung.</p>
<p>Unter der Anleitung von DDP begann Arthur mit Yoga. Er fiel oft hin, doch nach schon kurzer Zeit nahm er einige Kilos ab und begann daran zu glauben, dass es funktioniert. Nach nur 6 Monaten hatte er 50 Kilo verloren und es war ihm möglich ohne Stöcke zu stehen und zu gehen. Sogar auf einem Bein, und er konnte laufen wie zuvor.</p>
<p>Die Ärzte hatten unrecht, es war möglich. Unterschätze nie, wozu du wirklich fähig bist, wenn du an dich selbst glaubst.</p>
<p>Gib niemals auf!</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/qX9FSZJu448?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2012/05/09/gib-niemals-auf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Freiheit für die Füße: natürliches Laufen durch Barfußschuhe</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/04/22/freiheit-fur-die-fuse-naturliches-laufen-durch-barfusschuhe/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2012/04/22/freiheit-fur-die-fuse-naturliches-laufen-durch-barfusschuhe/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 20:16:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Body]]></category>
		<category><![CDATA[Gesunderhaltung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=4757</guid>
		<description><![CDATA[Die Gesundheit der Füße aktiv fördern Leipzig (humannews) – Barfußschuhe wurden entwickelt, um das Barfußgehen mit Schuhen nachempfinden zu können. Zahlreiche Studien besagen, dass das Barfußgehen die Gesundheit der Füße und des gesamten Bewegungsapparats fördert. Und trotzdem werden allzu oft enge, wenig flexible Schuhe getragen, die den Füßen kaum Bewegungsfreiheit lassen. Dadurch werden die Füße [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Die Gesundheit der Füße aktiv fördern</h2>
<div id="attachment_4759" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/04/524597_web_R_by_Heike_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4757]"><img class=" wp-image-4759 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/04/524597_web_R_by_Heike_pixelio.de_-300x225.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Heike / pixelio.de</p></div>
<p>Leipzig (humannews) – Barfußschuhe wurden entwickelt, um das Barfußgehen mit Schuhen nachempfinden zu können. Zahlreiche Studien besagen, dass das Barfußgehen die Gesundheit der Füße und des gesamten Bewegungsapparats fördert. Und trotzdem werden allzu oft enge, wenig flexible Schuhe getragen, die den Füßen kaum Bewegungsfreiheit lassen. Dadurch werden die Füße nur passiv beansprucht. Die Folge können verkümmerte Muskeln und Gelenkbeschwerden sein.</p>
<h4>Die Vorteile von Barfußschuhen</h4>
<p>Barfußschuhe bieten dem Träger zahlreiche Vorteile. So werden durch das Tragen von Barfußschuhen die Muskeln der Unterschenkel und der Füße gekräftigt. Gelenkbeschwerden werden reduziert, und das allgemeine Wohlbefinden nimmt durch die Stimulation der Fußsohle zu. Wer Barfußschuhe trägt, kann auch seine Haltungsmuskeln stärken und beugt dadurch Rückenschmerzen vor. Das Laufen in Barfußschuhen fördert zudem die Durchblutung nicht nur in den Füßen sondern im gesamten Körper. Die Träger können das Barfußgehen nachempfinden, wobei die Füße jedoch vor spitzen Steinen, Schmutz, Nässe und Kälte geschützt sind.</p>
<h4>Der Barfußschuh liegt im Trend</h4>
<p>Während vor kurzem noch häufig zu hören war, dass Schuhe den Fuß stützen und vor allem beim Joggen für eine Dämpfung und Führung sorgen müssen, geht der Trend heute immer mehr zum natürlichen Laufgefühl. Der Fuß soll wieder seine volle Funktionsfähigkeit erhalten. Dank seiner geringen Sprengung unterstützt der Barfußschuh diesen Trend; das heißt, das Gefälle zwischen Vorfuß und Ferse ist bei ihm gar nicht oder nur minimal vorhanden.</p>
<h4>Das richtige Modell finden</h4>
<p>Barfußschuhe können im Alltag, in der Freizeit und auch beim Sport getragen werden. Wer von einem herkömmlichen Schuh wechselt, sollte den Füßen etwas Umgewöhnungszeit gönnen. Das gilt vor allem dann, wenn die neuen Barfußschuhe auch beim Sport und insbesondere beim Joggen getragen werden. Hier sollte man den Füßen Zeit lassen, denn Muskeln, Sehnen und Gelenke müssen nach und nach gekräftigt werden. Am besten wird dies erreicht, wenn die Barfußschuhe im Wechsel mit anderen Schuhen getragen werden. Dass die Umgewöhnung noch nicht ganz stattgefunden hat, merkt man beispielsweise an Ermüdungserscheinungen in den Füßen und Unterschenkeln. Die Umgewöhnungsphase kann bis zu einem halben Jahr dauern.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2012/04/22/freiheit-fur-die-fuse-naturliches-laufen-durch-barfusschuhe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Explosion von Freude und Glück im Herzen</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/03/20/explosion-von-freude-und-gluck-im-herzen/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2012/03/20/explosion-von-freude-und-gluck-im-herzen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 13:09:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Body]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=4632</guid>
		<description><![CDATA[Eine neue Art von Yoga aus Los Angeles schwappt nun auch nach Europa: Naam Yoga Naam Yoga ist eine neuartige Yogaform die insbesondere mit Klang, Handpositionen und Atem arbeitet. Jedoch auch der Körper wird gefordert und gefördert, aktiviert und durchlässig gemacht durch dynamische Übungen. Mit Einflüssen aus Kundalini Yoga (nach Pantanjali und Yogi Bajhan) und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Eine neue Art von Yoga aus Los Angeles schwappt nun auch nach Europa: Naam Yoga</em></strong></p>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/naam2.jpg" rel="lightbox[4632]"><img class="alignright  wp-image-4635" style="margin-left: 10px;" title="Naam Yoga Switzerland Zürich" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/naam2-300x202.jpg" alt="" width="200" /></a>Naam Yoga ist eine neuartige Yogaform die insbesondere mit Klang, Handpositionen und Atem arbeitet. Jedoch auch der Körper wird gefordert und gefördert, aktiviert und durchlässig gemacht durch dynamische Übungen. Mit Einflüssen aus Kundalini Yoga (nach Pantanjali und Yogi Bajhan) und der Universellen Kabbalah vereint es Ost und West. Es harmonisiert den Körper und das Gemüt und macht glücklich.</p>
<p>Eine Naam Yoga Stunde ist alles andere als <em>gewöhnliches</em> Yoga . Es wird geschüttelt, gesungen, auf Kommando gelacht, in echt gelacht, geklatscht, gehüpft, Yogaposen werden ausgeführt. Alles immer mit dem Ziel Gleichgewicht und Neutralität zu erschaffen, dass Geist und Körper aufatmen können vom Alltag. In dieser Neutralität erwacht die Intuition und plötzlich kann man die leisen Töne des Herzens erlauschen, um erfüllende Entscheidungen zu treffen im Leben, die unserer Wahrheit entsprechen.</p>
<p>Es ist empirisch erprobt, dass Naam Yoga klares Denken und Vitalität unterstützt, und einen ausgleichenden Einfluss auf das Nervensystem hat. Es vermindert chronischen und emotionalen Schmerz , Stress und Burnout können verhindert oder verbessert werden, Depression werden gelindert und neuroimmunendokrines Gleichgewicht wird hergestellt.</p>
<p>Das allerschönste, was durch die Arbeit mit dem Klang und Atem passiert, ist jedoch dass die Seele des Menschen sich an ihren Urgrund erinnert. Es erfüllt das Herz mit Frieden und Liebe, der Ort der in uns allen wohnt, den wir jedoch leider häufig im Alltagsstress vergessen.</p>
<p>Ja! Naam Yoga ist ein Schlüssel für ein erfülltes Leben und macht glücklich.</p>
<p>Der Yogi und universelle Kabbalist Dr. Joseph Michael Levry, der Gründer des Naam Yogas geht nun an die Öffentlichkeit. Bisher hat er immer die Lehren in den Vordergrund gestellt und nicht sich selbst. Er ist tief überzeugt, dass jetzt die Zeit gekommen ist, dass der Mensch sich an sein volles Potential erinnert und endlich aus dem Herzen lebt anstatt aus dem Kopf. Er kommt Ende März für ein dreitägiges Seminar nach Zürich mit dem Motto: <em>Liebe was du tust und tu was du liebst.</em> Dies ist eine der seltenen Möglichkeiten, ihn live in der Schweiz zu erleben!</p>
<p>Am Freitag, den 30. März, um 19h findet im Metropol in Zürich ein <em>Naam Yoga Meister Klasse</em> statt, unterrichtet von Dr Levry. Es wird mit über hundert TeilnehmerInnen gerechnet. Am Samstag und Sonntag, 31. März und 1. April folgt ein universelles Kabbalah Seminar. Der Fokus ist die praktische Anwendung der universellen Kabbalah im Business, und vermittelt Techniken und Inspirationen um die eigene Effizienz zu steigern, Stress zu reduzieren, Zufriedenheit mit der Arbeit zu erzielen und die wirtschaftlichen Auf und Abs mit Anmut und innerer Sicherheit zu erleben.</p>
<div id="attachment_4637" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/Naam-Yoga-Mexico.png" rel="lightbox[4632]"><img class=" wp-image-4637 " title="Naam Yoga Event in Mexico City" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/03/Naam-Yoga-Mexico-300x188.png" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">2000 Menschen erfüllen ihr Herz mit Liebe, Licht und Frieden</p></div>
<p>Naam Yoga ist übrigens nicht nur in LA populär, wo der Hauptsitz des Naam Yoga und das Research Center for Healing liegt. Insbesondere in Mexico berührt Naam Yoga tausende von Herzen. Am 13. November 2011 fand die grösste Yoga Klasse in der Geschichte in Mexiko City auf dem Zocalo statt. Über 12’000 Menschen wurden vom Gründer von Naam Yoga, Dr. Joseph Michael Levry, angeleitet. Rebeca Torres, Gründerin und Präsidentin von Naam Yoga Mexico sagt über dieses beispiellose Ereignis: “Es war wie eine <em>Explosion von Freude und Glück im Herzen</em> von Mexiko City. So viele Menschen sind zutiefst berührt und verändert durch dieses Ereignis. Naam mit Liebe, Frieden und Licht zu intonieren, kann das Schicksal unseres Landes verändern. Wir sind Dr. Levry, dem Gründer von Naam Yoga, dankbar, dass er so viele Menschen in Mexiko an Ihr Licht und Ihre Liebe erinnert. Und wir danken der Regierung von Mexiko, dass sie die Türen geöffnet hat, um dieses transformierende Ereignis zu ermöglichen”.</p>
<p>Obwohl wir uns hier im Westen um einiges schwerer tun unser Herz sprechen zu lassen und den Kopf mal an zweite Stelle zu tun, erreicht Naam Yoga nun immer mehr Menschen auch in der Schweiz.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2012/03/20/explosion-von-freude-und-gluck-im-herzen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Yoga gut für’s Herz</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/02/23/yoga-gut-furs-herz/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2012/02/23/yoga-gut-furs-herz/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 17:12:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Body]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=4524</guid>
		<description><![CDATA[Verbesserung der Lebensqualität für Herzpatienten Nachdem vor wenigen Wochen weltweit in einigen Medien über die Risiken von Yoga für den Körper berichtet wurde, gibt es nun eine aktuelle Studie, die dem Yoga zumindest für Herzpatienten ein positives Zeugnis ausstellt. Regelmässiges Üben von Asanas reduziert Angst und Deppression und födert das soziale und mentale Wohlbefinden. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Verbesserung der Lebensqualität für Herzpatienten</h2>
<div id="attachment_4527" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/196145_original_R_by_Bodo-Schmitt_pixelio.de_.jpg" rel="lightbox[4524]"><img class=" wp-image-4527 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/196145_original_R_by_Bodo-Schmitt_pixelio.de_-300x225.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bodo Schmitt / pixelio.de</p></div>
<p>Nachdem vor wenigen Wochen weltweit in einigen Medien über die Risiken von Yoga für den Körper berichtet wurde, gibt es nun eine aktuelle Studie, die dem Yoga zumindest für Herzpatienten ein positives Zeugnis ausstellt. Regelmässiges Üben von Asanas reduziert Angst und Deppression und födert das soziale und mentale Wohlbefinden.</p>
<p>Die Studie wurde von Dr. Dhanunjaya Lakkireddy am Universitätsspital in Kansas durchgeführt. 49 an Herzflimmern leidende Patienten wurden untersucht und nahmen erstmals an Yoga-Übungen teil. In den ersten drei Monaten wurden die Patienten im Rahmen ihrer üblichen Sportaktivitäten beobachtet, in den folgenden drei Monaten nahmen sie dreimal pro Woche an Yoga-Übungen unter Anleitung eines zertifizierten Lehrers teil und sollten zudem zu Hause mit einer DVD üben.</p>
<p>„Es zeigt sich, dass Yoga einen wesentlichen Einfluss auf die Regulierung des Herzschlags von Patienten hat und deren Lebensqualität generell verbessert“, so der Autor der Studie. Wie sich zeigte, führte das regelmässige Yoga zu einer deutlichen Reduzierung des unregelmässigen Herzschlags im Gegensatz zu den selbst vorgenommenen Übungen. Zudem zeigten die Aufzeichnungen der Patienten, dass durch die Übungen Angst– und Depressionszustände zurückgingen. Körperfunktion, das allgemeine Wohlbefinden, Vitalität, Sozialleben und mentale Gesundheit würden gefördert.</p>
<h4>Senkung des Entzündungsrisikos</h4>
<p>Eine weitere Studie  von Wissenschaftlern der Ohio State Universität in Columbus, die bereits im Jahr 2010 in der Fachzeitschrift »Psychosomatic Medicine« veröffentlicht wurde, stellt fest, dass Frauen, die regelmässig Yoga praktizieren, ein geringeres Entzündungsrisiko haben. Selbst bei Stress stieg der Wert weniger als bei einer Vergleichsgruppe bestehend aus Yoga-Anfängerinnen. Die Studie wurde in der Wissenschaftszeitschrift „Psychosomatic Medicine“ veröffentlicht.</p>
<p>IL-6 wird auch als Immunbotenstoff bezeichnet. Er ist ein wichtiger Teil des Entzündungsgeschehens und wird auch mit Herzkrankheiten, Schlaganfall, Diabetes und Gelenksentzündungen in Verbindung gebracht. „Die Reduktion von Entzündungen könnte kurz– und langfristig erhebliche Vorteile für die Gesundheit bringen“, so die Wissenschaftler.</p>
<p>Für ihre Studie untersuchten die Forscher 50 Frauen, ein Teil davon Yoga-Anfängerinnen, der andere Teil Yoga-Expertinnen, die wenigstens während der vergangenen zwei Jahre regelmäßig die Übungen praktizierten. Beide Gruppen wurden mehrfach mit schriftlichen Aufgaben, psychologischen Tests und dazwischen auch körperlichem Stress wie Kälte konfrontiert. Dabei wurden über Katheter laufend Blutuntersuchungen durchgeführt. Nach dem stressenden Programm sollten die Probandinnen eine Yoga-Übung machen, auf einem Laufband langsam gehen und auch langweilige Videos ansehen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2012/02/23/yoga-gut-furs-herz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Atme tief das leben ein</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/02/21/atme-tief-das-leben-ein/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2012/02/21/atme-tief-das-leben-ein/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 10:42:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Body]]></category>
		<category><![CDATA[Integral Hero]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=4515</guid>
		<description><![CDATA[Mehr Erwachtheit durch bewusstes Atmen Unser Atem ist die wichtigste Quelle lebensspendender Nährstoffe, erst danach kommen Wasser und feste Nahrungsmittel. Ohne Atmung und der wichtigen Sauerstoffzufuhr würden wir innerhalb von wenigen Minuten unser Leben aushauchen, falls wir dann noch die Kraft dazu haben. Die Atmung passiert bei den meisten Menschen mehr oder weniger unbewusst. Weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_2273.jpg" rel="lightbox[4515]"><img class="alignright  wp-image-4516" title="Weisse Weite" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/02/IMG_2273-300x224.jpg" alt="" width="200" /></a>Mehr Erwachtheit durch bewusstes Atmen</h2>
<p>Unser Atem ist die wichtigste Quelle lebensspendender Nährstoffe, erst danach kommen Wasser und feste Nahrungsmittel. Ohne Atmung und der wichtigen Sauerstoffzufuhr würden wir innerhalb von wenigen Minuten unser Leben aushauchen, falls wir dann noch die Kraft dazu haben.</p>
<p>Die Atmung passiert bei den meisten Menschen mehr oder weniger unbewusst. Weil die Luftzufuhr durch die Lunge so essenziell ist holt sich der Körper automatisch die Mindestmenge an Sauerstoff, die er zum Überleben braucht. Wir merken das oft, wenn wir laufen und die Atmung schneller wird oder wenn wir gähnen, weil das Gehirn zu wenig Sauerstoff hat.</p>
<p>Obwohl dies ein automatischer Vorgang ist, können wir diesen bewusst steuern, da die Atemmuskulatur, wie alle anderen Skelettmuskeln quergestreift ist und somit willkürlich kontrolliert werden kann. Mediziner nutzen dies manchmal als Therapie für die Verbesserung des körperlichen Wohlbefindens der Patienten, Sportler zur Leistungssteigerung und speziell ausgebildete Atemtherapeuten benutzen verschiede Atemtechniken um den Klienten etwa in veränderte Bewusstseinszustände zu versetzen.</p>
<h4>Im Hier und Jetzt</h4>
<p>Für mich ist bewusstes Atmen ein wichtiger Bestandteil meiner Integralen Lebenspraxis geworden. Mehr noch als die 3-Teil-Atmung aus dem Yoga, benutze ich vertiefte Ein– und Ausatmung durch die Nase um mich mit meiner Umwelt bewusster zu verbinden. Ist meine Aufmerksamkeit bei meiner Atmung, bin ich immer im Hier und Jetzt, ganz präsent und kann das Geschehen in mir und um mich herum aus einer erweiterten Perspektive wahrnehmen. Jeder Atemzug passier genau jetzt und kann nicht vorausgedacht oder wiederholt werden. Alles was geschieht nehme ich in seiner Soheit wahr und kann es einfach geschehen lassen oder darauf gezielter reagieren.</p>
<p>In manchen Situationen, wenn wir aus der Fassung gebracht werden und die Aufmerksamkeit auf anderes als auf unserer Atmung liegt, dann kann es schon mal passieren, dass die Reaktion nicht so ist, wie wir es uns tief im Inneren wünschen. Wir ärgern uns darüber oder müssen uns dafür sogar entschuldigen. Dies einfach wahrzunehmen und als Lektion auf dem Weg zu erkennen, ist eine gute Übung und macht uns den Wert der bewussten Atmung ersichtlich.</p>
<h4>Synchronisierte Innen– und Aussenwelt</h4>
<p>Die Atmung zu beobachten kann wirklich in jeder Situation unterstützen; bei einer Wanderung auf den Berg um die Schrittgeschwindigkeit an die Atmung anzupassen und nicht so schnell aus der Puste zu kommen, bei einem Vorstellungsgespräch um ruhig und locker zu bleiben, beim Umarmen eines geliebten Menschen um den anderen besser wahrnehmen und spüren zu können, u.v.m.. Egal was ich mache, bin ich bei meiner Atmung, bin ich bei mir, bin ich im Jetzt, bin ich in der Welt und somit auch mit dem Äusseren und dem Gegenüber verbunden. Jeder Mensch in meiner Nähe nimmt diese innere Ruhe bewusst oder unbewusst wahr und nach einer Weile synchronisiert sich meine Um– mit meiner Innenwelt.</p>
<p>Doch nicht nur das, auch meine Wahrnehmung erweitert sich, wenn ich die Dinge sehe wie sie sind. Komplexe Abläufe in meinem Leben werden nicht mehr als schwierig oder kompliziert empfunden und mehr Lösungen und Wege zeichnen sich in diesem Moment ab. Weil ich nicht mehr unwillkürlich reagiere, kann ich frei entscheiden welchen Weg ich gehen möchte. Ich erkenne mehr Wegweiser und Gelegenheiten den Verlauf des Lebens mitzubestimmen. Das Leben läuft dann nicht mehr an mir vorbei, ich bin mitten im Leben und kann jeden Augenblick geniessen.</p>
<p>Ich erkenne, dass der Atem mir nicht nur den zum Überleben notwendigen Sauerstoff gibt, sondern atme auch das Licht der Sonne und deren vitalisierende Energie ein. Das Licht strahlt in jede Zelle meines Körpers und macht mich voll und ganz.</p>
<p><em>Erstmals erschienen im Blog von <a href="http://integralhero.com/atme-tief-das-leben-ein/" target="_blank" rel="external nofollow">Integral Hero</a></em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2012/02/21/atme-tief-das-leben-ein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sportliche Chefs behandeln Mitarbeiter besser</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/01/27/sportliche-chefs-behandeln-mitarbeiter-besser/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2012/01/27/sportliche-chefs-behandeln-mitarbeiter-besser/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 01:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausdauertraining]]></category>
		<category><![CDATA[Body]]></category>
		<category><![CDATA[Gesunderhaltung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=4371</guid>
		<description><![CDATA[Ein bis zwei Tage Bewegung pro Woche senken Stresspegel Illinois/Wien (pte) — Betreiben Führungskräfte regelmäßig Sport, so lassen sie ihren Frust weniger stark an Mitarbeitern aus. Das hat James Burton von der Northern Illinois University gemeinsam mit seinem Team im Zuge einer Studie herausgefunden. »In der Steinzeit diente der Stress-Mechanismus zum Überleben. Es wurde viel Energie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Ein bis zwei Tage Bewegung pro Woche senken Stresspegel</h2>
<div id="attachment_4373" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/ap4ad71ff1ac79c_s.jpg" rel="lightbox[4371]"><img class=" wp-image-4373  " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/ap4ad71ff1ac79c_s-300x219.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / Blick vom Monte Baldo © chiaraa</p></div>
<p>Illinois/Wien (pte) — Betreiben Führungskräfte regelmäßig Sport, so lassen sie ihren Frust weniger stark an Mitarbeitern aus. Das hat James Burton von der <a href="http://niu.edu" target="_blank" rel="external nofollow">Northern Illinois University</a> gemeinsam mit seinem Team im Zuge einer Studie herausgefunden.</p>
<p>»In der Steinzeit diente der Stress-Mechanismus zum Überleben. Es wurde viel Energie aufgebaut, um schneller weglaufen zu können. Danach wurden die Stoffe wieder abgebaut. Heute sitzt der Homo sapiens im Büro und kann nicht weglaufen. Sport hilft da weiter«, erklärt Wirtschaftspsychologe <a href="http://lackner.kabas.at" target="_blank" rel="external nofollow">Alfred Lackner</a> gegenüber pressetext.</p>
<h4>Leistungssport nicht förderlich</h4>
<p>98 MBA-Studenten wurden zum Verhalten ihrer Chefs ihnen gegenüber befragt. Deren Vorgesetzte gaben Auskunft darüber, ob sie Sport betreiben. Aus den Untersuchungen ging hervor, dass sportliche Betätigung an ein oder zwei Tagen pro Woche ausreicht, um im Büro entspannter zu sein. Laut der Studie spielt es keine Rolle, welche Art von Sport betrieben wird.</p>
<p>»Durch den Sport können die durch Stress aufgebauten Stoffe besser abgebaut werden. Wichtig dabei ist, dass sich der Köper während der sportlichen Betätigung entspannt beziehungsweise regeneriert. Leistungssport wäre nicht förderlich, da der Körper wieder übermäßig beansprucht wird und so die Stoffe nicht abgebaut werden können«, erläutert Lackner.</p>
<h4>Gute Führungskräfte wissen sich zu benehmen</h4>
<p>Frustration im Job kann aus zwei Gründen entstehen. Entweder bewegt man sich in einem Umfeld, wo man nicht hingehört, oder die Arbeitsbedingungen sind nicht menschenfreundlich. »Ein Chef der seine Frustrationen an den Mitarbeitern auslässt, ist keine gute Führungskraft«, meint Lackner.</p>
<p>Entspannung hilft, um gute Ideen zu entwickeln. In Stresssituationen ist der Wahrnehmungsfokus jedoch viel enger. Gerade in solchen Situationen fallen den Vorgesetzten nur die negativen Eigenschaften der Mitarbeiter auf, die dann zu Opfern werden. »Der Führungsjob ist nicht leicht. Der Stressfaktor bleibt konstant aufrecht. Gute Führungskräfte können allerdings damit leichter umgehen. Fußball am Sonntag kann ihnen helfen, am Montag ein besserer Chef zu sein«, so Lackner.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2012/01/27/sportliche-chefs-behandeln-mitarbeiter-besser/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Körperrhythmen sichtbar machen</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/01/23/korperrhythmen-sichtbar-machen/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2012/01/23/korperrhythmen-sichtbar-machen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 13:54:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alternativ-/Komplementärmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Body]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=4354</guid>
		<description><![CDATA[Seit einigen Jahren gibt es an der Ita Wegman Klinik einen Bereich Forschung. Einer der Hauptschwerpunkte ist Die Untersuchung verschiedenster Rhythmen. Dr. Daniel Krüerke, Leiter der Forschung an der Ita Wegman Klinik, berichtet von der Untersuchung des Herzrhythmus, einem der zentralen Themen. Um das Zusammenspiel unserer Organe in Bezug auf die rhythmischen Tätigkeiten zu verstehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Seit einigen Jahren gibt es an der Ita Wegman Klinik einen Bereich Forschung. Einer der Hauptschwerpunkte ist Die Untersuchung verschiedenster Rhythmen. Dr. Daniel Krüerke, Leiter der Forschung an der Ita Wegman Klinik, berichtet von der Untersuchung des Herzrhythmus, einem der zentralen Themen.</em></strong></p>
<div id="attachment_4355" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/ap4ae47cc0ba274_s.jpg" rel="lightbox[4354]"><img class=" wp-image-4355 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/ap4ae47cc0ba274_s-300x201.jpg" alt="" width="150" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / Auge © N N</p></div>
<p>Um das Zusammenspiel unserer Organe in Bezug auf die rhythmischen Tätigkeiten zu verstehen, kann das Bild eines „Orchesters“ hilfreich sein. Ähnlich den darin beteiligten Instrumenten scheinen unsere Organe in ihrer Tätigkeit Bezüge aufeinander zu haben, als würden sie gemeinsam „Melodien“ spielen und im gesunden Zustand ein harmonisches Gesamtgefüge mit einem grossen Toleranzbereich bilden.</p>
<p>Dabei scheint jedes Organ in seiner Dynamik eine Art „Resonanzraum“ zu besitzen, in dem sich sein eigener Rhythmus mit besonderer Kraft entfalten kann. Wenn die Organe in diesen „Resonanzräumen“ ineinandergreifen, sich gegenseitig beeinflussen, entstehen neue Rhythmusstrukturen, die den symphonischen Zusammenhalt im „Orchester“ zu gewährleisten scheinen. Die darin beteiligten „Mitspieler“ weisen nun ihrerseits in ihrem Zeitgeschehen ein komplexes Verhalten auf, welches sich nur durch die Einbettung in ein grösseres dynamisches Gefüge verstehen lässt.</p>
<p>Physiker denken bei so einer Beschreibung gern an „gekoppelte Systeme“. Im einfachsten Fall sind das zwei miteinander verbundene Schaukeln, die in einem ganz neuen Rhythmus schwingen können. „Gekoppelte Systeme“ schwingen entweder synchron oder in komplexen Rhythmen, oder sie verhalten sich chaotisch. Je nach einmal festgelegten Bedingungen spielt sich das System auf einen dieser Zustände ein.</p>
<p><strong>Attraktive dynamische Strukturen</strong></p>
<p>Die Zeitstrukturen rhythmischer Zustände können vielfältig sein. Sie lassen sich direkt oder auf Umwegen ineinander überführen. Sie weisen unterschiedliche Stabilitäten und Toleranzen gegenüber Störungen auf. Veränderungen der Komponenten können zur Folge haben, dass sich Toleranzbereiche verschieben, einengen oder erweitern, wodurch das System „therapierbar“ wird.</p>
<p>Solche Zeitmuster nennen Physiker „Attraktoren“, weil sie für das Gesamtsystem attraktive dynamische Strukturen darstellen, in welche es mehr oder weniger stark „hineingezogen“ wird. Attraktoren repräsentieren die Dynamik oder Zeitgestalt eines sich bewegenden Systems, meist in sehr vereinfachter Abbildung.</p>
<p><strong>Alles bewegt sich</strong></p>
<p>Das Orchester der Organe spielt nicht nach einer vollständig festgelegten Partitur. Das Bild von vielen Partituren, zwischen denen je nach Anforderung gewechselt werden darf und die sich unter der Beteiligung von Improvisationen verändern können, kommt dem Geschehen im Organismus näher. In unserem Organ-Orchester spielt alles und immer – mal lauter, mal leiser, mal rhythmischer, mal chaotischer, mal mit mehr oder weniger Bezug aufeinander. In jedem Fall bleibt alles in Bewegung. Aus Bewegung gehen wir hervor, wir befinden uns ständig in ihr und bleiben durch sie erhalten.</p>
<p>Herzschlag, Atmung und Pulswelle formen wohl die offensichtlichsten Rhythmen im „Jetzt“. Sind wir erregt, können sie sich in den Vordergrund der bewussten Wahrnehmung drängen. Das geschieht auch, wenn mit den Rhythmen etwas „nicht stimmt“. Herzrasen, Herzstolpern, Kurzatmigkeit, Beklemmungen sind Synonyme für wahrgenommene Störungen und beunruhigen uns mindestens genauso wie den Dirigenten, sobald eines der Instrumente „falsch“ spielt.</p>
<p><strong>Verhältnis von Atmung und Herzschlag</strong></p>
<p>Erinnern wir uns an körperliche Anstrengungen: einen Berg hoch laufen, Fahrradfahren, schwere Sachen tragen. Machen wir eine Pause, kommen wir aus der Anstrengung in die Ruhe, aber in uns bewegt sich weiterhin viel. Das Herz pocht stark und schnell, die Atmung ist vielleicht tiefer als sonst, aber sicher ebenfalls schneller, wir spüren den Puls in Kopf und Gliedern.</p>
<p>Fühlen wir uns hinein in diese innere Bewegung, dann können wir feststellen, wie sich der Herzschlag beim tiefen Einatmen leicht beschleunigt und beim Ausatmen verlangsamt – die atemsynchrone Schwankung der Herzfrequenz.</p>
<p>Wir können beobachten, wie Puls, Atmung, Blutdruckrhythmik insgesamt zur Ruhe kommen. Nehmen wir unsere Tätigkeit wieder auf, sprechen Herz, Atmung und Blutdruck sofort an. Sind wir gesund, reagieren sie variabel, passen sich an die physiologischen Erfordernisse und somit letztlich an unsere Bedürfnisse an. Wenn wir krank sind, erscheint diese Variabilität dagegen eingeschränkt, die Schwingungsfähigkeit in unserem Rhythmusgefüge ist reduziert.</p>
<p>Wir kennen auch die mentale Erregung: ein Auftritt, eine besondere Begegnung, grosse Freude, ein schwieriges Gespräch. Körperlich bewegen wir uns gar nicht oder kaum, trotzdem erfahren wir innere Erregung, ähnlich wie bei der körperlichen Anstrengung. Das Herz pocht, das Blut schiesst in den Kopf. Die Atmung kann anders sein als bei körperlichen Anstrengungen. Vielleicht stockt sie sogar.</p>
<p>Wir können an uns selbst feststellen, wie unser Herz mit unseren physischen und psychischen Bewegungen mitspielt und wie unterschiedlich sich dabei das Zusammenwirken von Atmung und Puls gestaltet. Hier wird deutlich, wie das Herz die Vorgänge in der Nerven-Sinnes-Tätigkeit, im Rhythmischen System und im Stoffwechsel-Gliedmassen-System wahrnimmt und auf Anforderungen und Zustandsänderungen reagiert, um das Zusammenspiel aller Organe weiterhin zu garantieren. Kann in einem Teil unseres Organismus die Herztätigkeit längere Zeit nicht adäquat eingreifen, kommt es zu entsprechenden Erkrankungen der betroffenen Organe und im schlimmsten Fall zum Infarkt.</p>
<p><strong>Die Ruhe des Atmens</strong></p>
<p>Der Herzrhythmus ist unabhängig von einer direkten, bewussten Beeinflussung. Aber es gibt Tricks, mit denen wir indirekt auf den Herzrhythmus wirken können. Bei mentaler Erregung funktionieren Praktiken wie „Gelassenheit“, „Relativieren“, „Perspektive ändern“ gut. Der oft gegebene Hinweis „jetzt erst einmal tief Luft holen“ weist uns in die Richtung einer leicht anwendbaren Möglichkeit: unserer Atmung. Wir können sie bewusst verändern, worüber wir auch andere Rhythmen, insbesondere die des Herzens beeinflussen.</p>
<p>Thich Nhat Hanh, ein praktizierender Zen-Meister, soll das so formuliert haben: „Wo du auch bist, du kannst immer achtsam atmen. Die Ruhe des Atmens bringt die Ruhe des Körpers und des Geistes mit sich.“ Die Eigenwahrnehmung und die daraus erfolgende Beurteilung, was unserem Organismus guttut und was nicht, ist entscheidend für die Vorbeugung von Krankheiten. Ansonsten können sich anhaltende Verschiebungen im Rhythmusgefüge etablieren. Damit gehen meist erhöhte Intoleranz und geringere Veränderungsmöglichkeiten (Variabilität) einher, sowohl hinsichtlich unseres physischen als auch des geistig-seelischen Tätigkeitsspektrums, bevor ernstzunehmende Beschwerden auftreten.</p>
<p>Leider entwickeln wir die notwendige Achtsamkeit oft erst dann, wenn uns echte Probleme plagen. Unsere Verpflichtungen und Ansprüche im alltäglichen Leben lassen uns vorauseilende Signale und Hinweise unseres eigenen Körpers oft überhören. Hier wird deutlich, dass das Ganze auch gesellschaftliche, berufliche und soziale Komponenten hat, an denen sich überaus nachhaltige therapeutische Massnahmen ergreifen lassen.</p>
<p><strong>Den Herzrhythmus mit geeigneten Instrumenten erforschen</strong></p>
<p>Die grossen Bemühungen in der Erforschung des Herzrhythmus sowie in der Entwicklung geeigneter Messinstrumente und Analyseverfahren sind getragen von der Überzeugung, aus charakteristischen Kenngrössen sowie deren Änderungen eine Beurteilung der autonomen Balance vornehmen und ein Abbild des Gesundheitszustandes eines Menschen erzeugen zu können.</p>
<p>Dadurch ergäbe sich auch eine exzellente Methode für Wirksamkeitsnachweise am individuellen Patienten. Die Resultate vieler hundert Publikationen sowie umfangreiche Erfahrungen aus der Sport– und Arbeitsmedizin sind sehr erfolgversprechend. Im klinischen Alltag wird die Beobachtung der Herzrhythmusvariabilität (HRV) bei der Untersuchung von fetalem Stress routinemässig bei der Entbindung genutzt.</p>
<p>Bei der Auswertung der HRV wird zwischen einer statistischen Analyse und einer Frequenzanalyse der Herzrate unterschieden. Erstere liefert Informationen über Schwankungen in der Herztätigkeit, letztere über Resonanzen und hervorgehobene Frequenzen in verschiedenen Aktivitätsbereichen, denen unterschiedliche Bedeutung zukommt. Beide zusammen ergänzen und unterstützen sich in ihren Aussagen über Variabilität, Stress, autonome Balance sowie Schwingungs– und Entspannungsfähigkeit.</p>
<div id="attachment_4356" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/863.jpg" rel="lightbox[4354]"><img class=" wp-image-4356  " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/863.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bild 1: Resultate der 24-Stunden-Messung</p></div>
<p>Bei einer 24h-EKG-Messung wurde der zeitliche Verlauf der Herzrate (HR – zweite Kurve von unten in Bild 1) bestimmt. Dieser kann eine Zusammensetzung vieler rhythmischer Änderungen sein. Eine Frequenzanalyse zeigt, welche Änderungen in ihr enthalten sind. Das Resultat sieht man in einem Spektrogramm. In ihm werden rhythmische Schwingungen in der HR durch Einfärbung sichtbar gemacht. Rötlich bedeutet, die HR schwingt in dieser Zeit mit der angegebenen Frequenz sehr regelmässig und kräftig. Über gelb, grün und blau nehmen die Regelmässigkeiten und Ausprägungen der Schwingungen immer weiter ab. In den dunkelblauen Bereichen schwingt die HR kaum oder gar nicht mehr. Je mehr ein Herz in einem strengen regelmässigen Takt oder auch in einer chaotischen Weise schlägt, desto dunkelblauer und weniger farbig wird das Spektrogramm. Je stärker die Herzrate durch Rhythmen gestaltet wird, desto bunter wird das Abbild. Mit zunehmendem Alter wird die Herzrate immer regelmässiger, die komplexen Rhythmen nehmen ab, und das Spektrogramm wird einfarbiger, blauer. Ein buntes Spektrogramm kann man somit als Ausdruck gesteigerter Vitalität verstehen.</p>
<p>Im Spektrogramm sehen wir nicht, wie schnell das Herz schlägt, sondern ob sich der Herzschlag regelmässig ändert und wie schnell diese Änderungen sind. Schnelle Rhythmen im Bereich von Sekunden werden im HF-Band abgebildet, HF steht für „High Frequency“, hohe Frequenzen, die darauf hindeuten, dass sich Atmung und Herzrhythmus synchronisieren. Das Rhythmische System schwingt dann kräftig und frei in seinem eigenen Resonanzraum.</p>
<p>Dieser Zustand findet seine deutlichste Ausprägung, wenn wir uns im tiefen traumlosen Schlaf befinden, dargestellt durch die rot-gelben Bereiche nach Mitternacht um circa 0,2 Hertz. Während dieser Zeit weist die Herzrate auch kaum noch Schwingungen im mittleren (LF – „Low Frequency) und langsamen (VLF – „Very Low Frequency“) Band, also im tieferen Frequenzbereich auf, die auf Regelmässigkeiten in der Durchblutung bzw. im Blutdruck hinweisen. In dem Spektrogramm sind diese drei Frequenzbereiche oder –bänder mit einer gestrichelten Linie gekennzeichnet. Wenn wir die Aktivität des LF-Bandes durch die Aktivität des HF-Bandes teilen, sehen wir schon, dass dieser Quotient während der Tiefschlafphase klein und ansonsten grösser sein wird. Der Logarithmus dieses Quotienten ergibt den Parameter lnQ, dargestellt in der grünen Kurve unter dem Spektrogramm. Je kleiner er wird, desto besser ist unsere Erholungsfähigkeit. In den Tiefschlafphasen, die für unsere Erholung entscheidend sind, kann er negativ werden. In ihnen wird von allen gesunden Menschen ein Rhythmus von vier Herzschlägen auf einen Atemzyklus angestrebt, zwei Herzschläge einatmen, zwei Herzschläge ausatmen. Dargestellt ist das in der untersten Kurve, dem Quotienten von Puls durch Atmung (QPA).</p>
<p>Professor Maximilian Moser von der Universität Graz ist mit seinen umfangreichen Arbeiten ein Pionier auf diesem Gebiet. Er prägte für das Spektrogramm der Herzrate auch den Begriff „Autochrones Bild“.</p>
<p><strong>Herzrhythmik und Musik</strong></p>
<p>Musik wird von vielen Menschen mehr oder weniger regelmässig erzeugt, auf jeden Fall aber von praktisch allen konsumiert. Sie kann uns vielseitig „mitnehmen“, in unterschiedliche Stimmungen „entführen“. Wir können sagen: Musik hat eine umfangreiche und starke Wirkung auf unser Befindlichkeitsspektrum. Umgekehrt ist Musizieren immer auch Ausdruck unserer inneren Rhythmen und Melodien von Wollen und Fühlen.</p>
<p>Durch die Musik können wir uns auf „Reisen“ begeben, mit ihr haben wir die Möglichkeit, gestalterisch in Geist, Körper und Seele einzugreifen und harmonisierend auf unser Rhythmusgefüge zu wirken. Es ist naheliegend, rezeptive und aktive musiktherapeutische Ansätze zu entwickeln, mit denen der Patient auf seine individuelle Problematik hin gezielt behandelt werden kann.</p>
<p>Die hier vorgestellten Beispielmessungen betreffen erste Untersuchungen der Musiktherapie an gesunden Probanden, in denen tiefschlafphasenähnliche Entspannungszustände auftreten können, die hierbei jedoch bewusst erlebt werden.</p>
<div id="attachment_4357" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/864.jpg" rel="lightbox[4354]"><img class=" wp-image-4357  " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/864.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bild 2: Musiktherapiemessung</p></div>
<p>Bei der in Bild 2 abgebildeten Musiktherapiemessung fallen zwei Bereiche besonders auf. Der Zeitraum, in dem der Proband auf dem Bauch liegt und die Therapeutin die TAO-Leier auf seinem Rücken spielt, erinnert an eine Tiefschlafphase. Der lnQ wird in dieser Zeit negativ, der Puls-Atem-Quotient geht auf vier. Ebenso wird bei der Chrotta (einem speziellen Streichinstrument, ähnlich einem Cello) unter den Füssen ein Entspannungszustand erreicht. Der Zeitraum, in dem der Proband aktiv das Alphorn spielt, weist kaum Atmungssynchronisation auf, dafür aber viel Durchblutungs– und Blutdruckrhythmik, die auch mit der körperlichen Anforderung zusammenhängen. Der lnQ-Parameter weist in diesem Zeitraum hohe Werte auf. Der QPA von acht und die starken Schwankungen in der Herzrate deuten auf eine tiefe und vergleichsweise langsame Atmung während dieser Übungen hin.</p>
<div id="attachment_4358" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/865.jpg" rel="lightbox[4354]"><img class=" wp-image-4358  " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/865.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Bild 3: Messung mit TAO-Klangbett Spektrogramm</p></div>
<p>Erste Messungen mit dem TAO-Klangbett (Bild 3) ergaben, dass sich während des Spiels (B) die Erholungsfähigkeit, auch im Vergleich zur Nachruhe, erhöht (grüne Kurve). In der Vorruhe ist die Erholungsfähigkeit schlecht ausgeprägt. Während der Klangbett-Anwendung (B) und in der Nachruhe (D) ist die Herzrate tiefer, der QPA um 4, und die Atmung ist mit dem Herzrhythmus synchronisiert. Interessant dabei ist, in der Bauchlage auf dem Klangbett © findet wieder verstärkt Blutdruckrhythmik statt, die in derselben Lage mit der TAO-Leier auf dem Rücken oft ganz wegfiel. Ob der Unterschied durch die Empfindung über den Bauch oder über den Rücken zustande kommt, ist noch zu untersuchen. Nach der Nachruhe spielte der Proband selbst auf den Saiten des TAO– Klangbetts (E). Dabei zeigt sich keine Synchronisation mit der Atmung, wohl aber mit dem Durchblutungs– und dem Blutdruckgeschehen, was sich während des daran anschliessenden Gesprächs noch einmal verstärkt (F).</p>
<p><strong>Erforschung des Herzrhythmus unterstützt Wirksamkeitsnachweise</strong></p>
<p>Die bisherigen Untersuchungen und vorläufigen Resultate deuten darauf hin, dass sich durch die Betrachtung des Herzrhythmusgeschehens während der individuellen Sitzung sowie über den gesamten Zeitraum der in unserem Umfeld angewandten Therapien Effekte beobachten lassen, die als klinisch relevante Wirksamkeitsnachweise interpretiert werden können.</p>
<p>Grundlage für diese Forschungsarbeiten bilden die Arbeiten von Gunther Hildebrandt sowie viele der im Umfeld von Dirk Cysarz, Peter van Leeuwen, Maximilian Moser und Dietrich von Bonin entstandenen Arbeiten, die sich unter anderem auch mit der Erforschung der therapeutischen Sprachgestaltung und der Eurythmietherapie auf diesem Gebiet befassen. In diesem Zusammenhang stehen auch die Ergebnisse der Herzrhythmusuntersuchungen in einer prospektiven Kohortenstudie zur Rhythmischen Massage mit dem Paracelsus-Spital Richterswil. Mit der Filderklinik ist auf der Grundlage der bisher an den beiden Kliniken durchgeführten Voruntersuchungen ein TAO-Klangbett-Projekt geplant. Die Forschung an der Ita Wegman Klinik wird vollständig durch Drittmittel, insbesondere durch die Weleda und durch private Spenden, finanziert.</p>
<p>Dieser Artikel erschien erstmalig im Magazin QUINTE, <a href="http://quinte.ch//default.aspx/NAV/143,480,486" target="_blank" rel="external nofollow">Ausgabe 31/ Winter 2011</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2012/01/23/korperrhythmen-sichtbar-machen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kino-Tipp: Der atmende Gott</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/01/23/kino-tipp-der-atmende-gott/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2012/01/23/kino-tipp-der-atmende-gott/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 13:36:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Body]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=4348</guid>
		<description><![CDATA[Reise zum Ursprung des modernen Yoga Berlin (humannews) – Durch das Jogging haben Turnschuhe ihren Eingang in die weltweite Alltagsmode gefunden; durch Yoga wurden fernöstliche Denkweisen im Westen salonfähig. Der Lifestylekonzern Nike kennt für seine Werbekampagnen des 21. Jahrhunderts nur noch zwei Archetypen des Großstädters: Joggende und Yoginis. Männer gehen laufen, Frauen machen Yoga? Doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Reise zum Ursprung des modernen Yoga</h2>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/Der-atmende-Gott.jpg" rel="lightbox[4348]"><img class="alignright  wp-image-4350" style="margin-left: 10px;" title="Der atmende Gott" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/Der-atmende-Gott-212x300.jpg" alt="" width="200" /></a>Berlin (humannews) – Durch das Jogging haben Turnschuhe ihren Eingang in die weltweite Alltagsmode gefunden; durch Yoga wurden fernöstliche Denkweisen im Westen salonfähig. Der Lifestylekonzern Nike kennt für seine Werbekampagnen des 21. Jahrhunderts nur noch zwei Archetypen des Großstädters: Joggende und Yoginis. Männer gehen laufen, Frauen machen Yoga? Doch was ist das eigentlich, was geschieht, während man das macht? Was ist Yoga? Ein urtümlicher Ritus? Indische Gymnastik? Eine Art Religion – oder doch eher exotisches Variété, im Irgendwo angesiedelt zwischen Schlangenmenschen und gepflegter Hyperventilation?</p>
<h4>Die Erfinder des modernen Yoga versammelt in einem Film</h4>
<p>Regisseur Jan Schmidt-Garre folgt, wie immer in seinen Filmen, seiner persönlichen Neugier und entdeckt, weil Wahrheit mit Wahrheit belohnt wird, Überraschendes. Auf authentischem Filmmaterial gedreht, in klassisch kadrierte und ausgeleuchtete Bilder gesetzt und komplett in Indien und für die Kinoleinwand produziert, öffnet sich der Blick auf ein ungewohntes, ungewöhnlich normales Indien, das jenseits bunter Holi-Feste und aschebestäubter Gurus eine ganz eigene Magie entfaltet. Schmidt-Garres Film ist eine Reise zu den Wurzeln des modernen Yoga, der noch im Indien des frühen zwanzigsten Jahrhunderts eine geringgeschätzte Form von Zirkus war: „Nur für Bescheuerte und Verklemmmte“, wie sich einer der Protagonisten bitter erinnert.</p>
<h4>Für die weltweite Yoga-Gemeinde und jeden philosophisch Interessierten</h4>
<p>Was Schmidt-Garre findet, ist der Zauber einer Alltagspraxis, deren mythische Verklärung uns hierzulande oft den Blick auf das unerzählt Wesentliche verstellt. „Der Atmende Gott“ ist dabei vor allem auch ein aufregendes Zeitdokument, das die maßgeblichen Erfinder des modernen Yoga vor einer Kamera vereint. Noch nie gezeigte historische Aufnahmen des Yoga-Urvaters Krishnamacharya, seines Schülers Pattabhi Jois, der während der Dreharbeiten starb, sowie des legendären Iyengar, der bereits Yehudi Menuhin die Lehren des Atmenden Gottes beibrachte.</p>
<p>Die Reise des Regisseurs, der selbst Yoga treibt und im Laufe des Films von den großen Alten unterrichtet wird, vollendet sich nach fünf Jahren Drehzeit vor einem spärlich beleuchteten Tempel für Eingeweihte. Hier zeigt man Schmidt-Garre, was zuvor vor den Augen des Westens verborgen gehalten wurde: das Götterbild Narasimhas, des atmenden Gottes. Angeblich war der Körper des Luftwesens zu mehreren Millionen Asanas bereit.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2012/01/23/kino-tipp-der-atmende-gott/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Blackbox erstellt Leichen-Avatare</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/01/22/blackbox-erstellt-leichen-avatare/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2012/01/22/blackbox-erstellt-leichen-avatare/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 11:34:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ableben]]></category>
		<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Body]]></category>
		<category><![CDATA[Schulmedizin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=4323</guid>
		<description><![CDATA[Virtuelles Sezieren erreicht Forensik und Universitäten Zürich/Bern/New York (pte) — Der Fortschritt der medizinischen Diagnostik und der 3D-Darstellung verändert den Arbeitsalltag von Forensikern, Chirurgen und Anatomieprofessoren. Zu den internationalen Vorreitern gehört Virtopsy, ein automatisiertes System zur Erstellung virtueller Autopsien, hinter dem Rechtsmediziner, Radiologen, Vermessungsingenieure und Informatiker aus Bern und Zürich stehen. Technisch kombiniert es Oberflächenscans, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Virtuelles Sezieren erreicht Forensik und Universitäten</h2>
<div id="attachment_4325" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/virtuelle-autopsie.jpeg" rel="lightbox[4323]"><img class=" wp-image-4325 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/virtuelle-autopsie.jpeg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">Virtuelle Autopsie: Erlaubt Schusswunden-Rekonstruktion (Foto: IRM Uni Bern)</p></div>
<p>Zürich/Bern/New York (pte) — Der Fortschritt der medizinischen Diagnostik und der 3D-Darstellung verändert den Arbeitsalltag von Forensikern, Chirurgen und Anatomieprofessoren. Zu den internationalen Vorreitern gehört <a href="http://virtopsy.com" target="_blank" rel="external nofollow">Virtopsy</a>, ein automatisiertes System zur Erstellung virtueller Autopsien, hinter dem Rechtsmediziner, Radiologen, Vermessungsingenieure und Informatiker aus Bern und Zürich stehen. Technisch kombiniert es Oberflächenscans, Schnittbilder aus Computertomographie oder Kernspin sowie demnächst auch Gewebeentnahmen, um Leichen oder lebende Menschen als virtuelle Avatare abzubilden.</p>
<h4>Körper von innen sehen</h4>
<p>Die virtuelle Darstellung erlaubt es, den Menschen von innen und außen aus jedem Winkel zu betrachten. Auch Verletzungen wie Brüche, Schusskanäle oder Fremdkörper sind so präzise darstell– und analysierbar. Da man dabei nicht mehr in den Körper eindringt, können etwa Luftblasen im Herz infolge einer durchgeschnittenen Schlagader dargestellt werden — Beweismittel, die bei der klassischen Obduktion immer entweichen. Erleichtert werden auch das Archivieren, das spätere Beurteilen oder das Einholen einer Zweitmeinung.</p>
<p>»Unsere Vision ist es, eine Art Blackbox zu erstellen, bei der die Leiche auf der einen Seite eingeführt wird und auf der anderen vollständig vermessen herauskommt«, erklärt Michael Thali, Leiter des Virtopsy-Teams. Künftig könnte es auch möglich sein, die Konzentrationen bestimmter Substanzen im Körper abzubilden, wie etwa die Heroinkonzentration im Kleinhirn zum Zeitpunkt des Todes. In ferner Zukunft liegt noch die Einbindung genetischer und molekularer Strukturen in dieses Gesamtbild.</p>
<h4>Google Earth des Körpers</h4>
<p>Die Verlagerung des Sezierens auf 3D-Körperbilder dürfte auch vor den Unis nicht Halt machen. An der New York <a href="http://med.nyu.edu" target="_blank" rel="external nofollow">University School of Medicine</a> benutzen Medizinstudenten im Anatomieunterricht 3D-Brillen und Computersteuerung, um durch verschiedene Schichten virtueller Körpermodelle zu navigieren. John Qualter, einer der bei diesem Projekt von <a href="http://biodigitalhuman.com" target="_blank" rel="external nofollow">Biodigital</a> beteiligten Bildungsinformatiker vergleicht das Konzept gegenüber der New York Times als »Google Earth für den menschlichen Körper«.</p>
<h4>OP mit Roboter und 3D</h4>
<p>Ein Beispiel für die Entwicklung in der OP-Praxis in Spitälern liefert das Robotiksystem da Vinci Si von <a href="http://intuitivesurgical.com" target="_blank" rel="external nofollow">Intuitive Surgical</a>, das eine Verbesserung der minimal invasiven Chirurgie darstellt. Chirurgen sehen dabei die zu operierende Körperregion bereits vorab in 3D– und HD-Auflösung und steuern Roboterhände, die wiederum die Operation durchführen. Die Vorteile der Anwendungsform: Durch die Minimierung des Eindringens in den Körper sind der Blutverlust und die Infektionsanfälligkeit geringer, was gemeinsam mit der hohen Präzision der Darstellung bessere Ergebnisse bringen soll.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2012/01/22/blackbox-erstellt-leichen-avatare/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lebenstanz</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2012/01/01/lebenstanz/</link>
		<comments>http://www.openmindjournal.com/2012/01/01/lebenstanz/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 01:43:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Body]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.openmindjournal.com/?p=4219</guid>
		<description><![CDATA[Leben ist für die bald 90-jährige Anna Halprin Tanz. Und umgekehrt. Ihr Vermächtnis heisst Art/Life-Process. Daran liess sie zwei Tage lang schnuppern: 48 Stunden lernen über die Verbindung von Körper und Wesen. Was hat Malen mit Körper und Tanz zu tun, frage ich mich, und mein Blick in die Runde erkennt weitere stirnrunzelnde Wesen. Wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Leben ist für die bald 90-jährige <a href="http://www.annahalprin.org/about_bio.html" target="_blank" rel="external nofollow">Anna Halprin</a> Tanz. Und umgekehrt. Ihr Vermächtnis heisst Art/Life-Process. Daran liess sie zwei Tage lang schnuppern: 48 Stunden lernen über die Verbindung von Körper und Wesen.</em></p>
<div id="attachment_4225" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/dreamstime_xs_20592766.jpg" rel="lightbox[4219]"><img class=" wp-image-4225 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/01/dreamstime_xs_20592766-300x197.jpg" alt="" width="200" /></a><p class="wp-caption-text">© Yongnian Gui | Dreamstime.com</p></div>
<p>Was hat Malen mit Körper und Tanz zu tun, frage ich mich, und mein Blick in die Runde erkennt weitere stirnrunzelnde Wesen. Wir sollen unseren Körper zeichnen. Einfach so, wie er sich im Augenblick gerade anfühlt. Es gehe nicht darum, eine anatomisch schöne Zeichnung anzufertigen, sondern ohne zu überlegen draufloszuzeichnen und einfach zu vertrauen. Wir sollen uns auch bewusst machen, dass unser Körper nicht nur aus dem Gesicht besteht, das meistens gezeichnet wird. Wie steht es mit dem Rücken oder den Fusssohlen, fragt die Kursleiterin. Anna Halprins Stimme ist klar und unmissverständlich. Da spricht eine Frau, die ganz genau weiss, warum etwas so gemacht werden soll. Ihr geht es um nichts anderes als um die Schulung des Körperbewusstseins, die Erweiterung und Verfeinerung der Wahrnehmung unseres Körpers.</p>
<p>«Unglaublich! Die Frau, die da vor meinen Augen über die Bühne wirbelt oder mit einer fast unsichtbaren, feinen Bewegung des einen Arms ein Bild kreiert, ist weit über 80 Jahre jung. Jung, scheint mir der richtige Ausdruck zu sein dafür. Denn was Anna Halprin zeigt, nein, lebt, ist Lebenskunst, die Vermählung von Kunst und Leben.» Mit diesen Worten begann mein Artikel aus SPUREN 94 über den Film Breath Made Visible, der das Leben der Tanzpionierin Anna Halprin dokumentiert. Der Film des Schweizers Ruedi Gerber lief Mitte Januar in den Schweizer Kinos an und berührte so manchen Besucher. Als Ende letzten Jahres die Information bei uns auf der Redaktion eintraf, dass Anna Halprin nicht nur zur Premiere des Films in die Schweiz reise, sondern auch noch einen Zwei-Tages-Workshop leiten werde, war mein Entschluss klar: Da muss ich hin! Ich wollte die Chance nutzen und diese Frau, die mir durch den Film so nahe gekommen ist, erleben und mit eigenen Augen und vor allem mit dem Herzen aufnehmen, was sie so jung hält.</p>
<h4>Was ist Körper?</h4>
<p>Eine eisige Bise weht mir entgegen. Es sind zwar nur kurze fünf Minuten Fussweg vom Bahnhof Zürich-Oerlikon zur Dance-Academy, wo der Workshop stattfindet. Dennoch öffne ich mit klammen Fingern und kalten Ohren die Eingangstüre des Veranstaltungsortes. Der Empfang ist herzlich und schlicht, und schon bald stehe ich mit 75 weiteren Teilnehmern vor dem grossen Tanzsaal. In der Tür wird jeder Einzelne von Anna Halprin persönlich begrüsst. Sie wirkt klein und zierlich. Ihr Händedruck ist fein und klar. Ich stehe im grossen Saal, suche mir einen Platz für meine Siebensachen, und ohne grosses Aufwärmen geht es los. Ich habe keine Ahnung, was mich hier erwartet: Ob zwei Tage lang getanzt wird oder ob wir in einer Schnellbleiche den Art/Life-Process durchmachen – aus der Ausschreibung liess sich nichts herauslesen. Und das ist auch gut so. So kann ich mich unbelastet auf das Abenteuer einlassen. Bestimmt erging es nicht allen Teilnehmern so wie mir. Einige von ihnen stehen mitten im Art/Life-Process, andere absolvierten dieses Programm vor mehr als 20 Jahren. Es sind Kontakt-Improvisations-Profis hier, Tanz-, Körper– und Kunsttherapeuten, aber auch Menschen wie ich, die sich einfach gerne tänzerisch bewegen. Doch eigentlich sind alle wegen ihr gekommen: Anna Halprin, die uns jetzt vor sich versammelt und uns nochmals als Gruppe begrüsst.</p>
<p>Sie fordert uns auf, Papier und Farbstifte zu nehmen. Wir haben zum Zeichnen nicht allzu viel Zeit, mahnt sie weiter. Also machen wir uns mit Papier und Malkreide an die Arbeit. Mein Körperbild ist bunt geschwungen mit kruden Füssen und Händen, die irgendetwas umarmen. Der Mund ist offen, und undefinierte Laute fliessen aus ihm. Im Raum ist emsiges und ruhiges, konzentriertes Malen angesagt, bis der feine Klang von Annas Mundharmonika ertönt. Wir gewöhnen uns im Laufe der zwei Tage daran. Der erste, melodiöse Klang will uns sagen, dass wir noch eine Minute Zeit haben. Der zweite, eintönige und lange Ton bedeutet fertig lustig. Anna fordert uns nun auf, Schreibpapier und Stift zur Hand zu nehmen, unser Bild zu betrachten und dabei die folgenden drei Fragen zu beantworten. 1. Was sehe ich? 2. Was ist es? 3. Welche Gefühle entstehen dabei? Aus dieser Auflistung sollen wir von jedem Punkt ein Wort auswählen, das uns gerade passend erscheint, und daraus einen Satz formulieren, der mit «Ich bin …» beginnt. Dieser soll aufs Bild geschrieben werden. Nach zehn Minuten sind alle fertig. Bei mir steht: Ich bin Umarmung im Energiefluss und verbunden mit allem.</p>
<h4>In Bewegung</h4>
<p>Jeder sucht sich einen Partner, mit dem er das Bild tanzen wird. Neben mir sitzt Susanne, die aus Deutschland angereist ist und mit der ich die folgende Übung ausführen werde. Ich halte ihr gemaltes Bild neben mir hoch, und Susanne beginnt langsam, das erste Wort ihres Satzes in Bewegung zu bringen. Dabei soll sie fortwährend das Bild anschauen, sich mit ihm verbinden, herausschälen, was es sagen, zeigen will. Ich begleite sie, indem ich das Wort wiederhole oder sie sanft auffordere, es laut auszusprechen. Für Anna Halprin ist die Verbindung von Stimme im Tanz ausserordentlich wichtig. Der gesamte Körper resoniert, unterstützt und verstärkt die Bewegung und hilft, im Fluss zu bleiben. So erreichen wir tiefere Schichten und Gefühle, die damit erkennbar werden. Susanne tanzt ihr zweites, dann ihr drittes Wort, zum Schluss den ganzen Satz. Ihre Worte beleuchten eher die schwierigen Seiten, während meine eher die hellen Anteile beinhalten. Habe ich mich schon in der ersten Übung gedrückt vor dem Sich-nackt-Zeigen? Bevor ich ins Nachdenken komme, stoppt Anna mit der Harmonika die Übung. Wir sollen sofort rezyklieren, was auf Halprinisch heisst, dass ich Susanne mitteilen soll, was ich gesehen, wahrgenommen, gespürt habe während ihres Tanzes.</p>
<p>Auch sie teilt mit, was sie wahrgenommen hat. Dann wechseln wir die Rollen. Susanne hält mein Bild neben sich hoch, und ich beginne, mich zum Wort Umarmen zu bewegen. Ich stutze zuerst, da ich bemerke, dass sich dieses Umarmen nicht nur schön und positiv anfühlt. Umarmen kann auch ganz schön eng machen. Mit dem nächsten Wort ergeht es mir ähnlich. Der Energiefluss ist zwar toll, aber auch ausufernd. Ich gebe zu viel Energie her oder verliere mich. Ich erkenne plötzlich beide Seiten: Nachdem ich diese Erkenntnisse ins Bewusstsein habe einfliessen lassen, kann ich den ganzen Satz «Ich bin Umarmung im Energiefluss und verbunden mit allem» freier und auch harmonischer tanzen. Annas Mundharmonika bringt uns wieder zum Rezyklieren. Auch Susanne ist dieses Positiv/Negativ aufgefallen. Bei mir und bei sich. Und dass beide Anteile immer vorhanden sind. Erst jetzt bemerken wir die Gegensätzlichkeit unserer Aussagen. Auf ihrem Bild steht «Ich bin getrennt, nicht im Fluss und fühle mich nicht verbunden». Uns kam es wie ein Geschenk vor, gemeinsam diese erste Session ‘gemacht’ zu haben.</p>
<h4>Farben des Lebens</h4>
<p>Anna fordert uns nun auf, unsere Bilder an die Wände des Tanzsaals zu hängen. Was für eine Galerie! Wir nehmen uns Zeit, die einzelnen Körperwesen zu betrachten, einzutauchen in deren Ausdruck und den Satz, der auf jedem Bild zu lesen ist. So viel Fülle, Schönheit und auch Licht und Dunkelheit. Das berührt und verbindet. Ein Bild ist verkehrt herum aufgeklebt, so dass es unsichtbar bleibt – und zeigt dennoch einen Anteil, den wir alle auch kennen.</p>
<p>Wie stehen wir im Leben? Was ist die passende Körperhaltung? Wo ist das Zentrum des Körpers? Das sind die weiteren Fragen dieses Morgens. Wir widmen uns der Mitte unseres Körpers, die sich exakt zwischen dem Bauchnabel und dem Steissbein befindet. Anna selber hat früher immer wieder in Werken über chinesische Medizin von diesem Punkt gelesen. Erfahren hat sie ihn erst während eines wissenschaftlichen Drogenexperiments. Damals in den 60er Jahren wollten Wissenschaftler der Universität San Francisco wissen, wie Künstler unter dem Einfluss der Droge Meskalin ihrer Tätigkeit nachgehen. Nebst Schriftstellern, Malern und Schauspielern wurde Anna Halprin als Tänzerin angefragt. Sie nahm unter den wachsamen Augen der Wissenschaftler Meskalin ein und verspürte lange Zeit nichts. Nach ein paar Stunden schlug die Droge wie ein Blitz in ihr ein, und sie fiel der Länge nach auf den Boden. Das Erste, was sie unter dem Einfluss von Meskalin wahrnahm, war ein roter Punkt in ihrer Körpermitte, zwischen Bauchnabel und Steissbein. Tanzen wollte und konnte sie nicht, erinnert sich Anna Halprin mit einem Lächeln.</p>
<h4>Körperintelligenz</h4>
<p>Jeder Körper weiss, was er tun kann und was nicht. Wir sollen nicht jemanden oder etwas imitieren, empfiehlt uns Anna. Wenn man sie als Performance-Ikone und als Wegbereiterin des Postmodern-Dance bezeichnet, kann sie darüber nur lachen. Sie habe einfach immer getanzt und sich gefragt, wie sie ihr Leben tanzen könne: How do you dance your life?</p>
<p>In verschiedenen Partnerübungen erfahren wir viel über uns und unseren Körper. Das Gegenüber spiegelt mich und meine Körperwahrnehmung, unterstützt und ist einfach Zeuge meines Prozesses. Überhaupt erhält das Zeuge-Sein während der zwei Tage immer wieder einen wichtigen Platz, den ich gar nicht genug schätzen und würdigen kann. Als sich die Hälfte der Teilnehmer langsam am Boden bewegt, während die andere Hälfte rundum steht und «passiv aktiv» ist, indem sie schaut, wahrnimmt, wertfrei Zeuge wird, entsteht eine Verbundenheit. Da tauchen Gefühle auf, die vor dem Wechsel nicht wahrnehmbar gewesen sind. Eine wunderschöne Erfahrung. Und immer wieder mahnt uns Anna, nicht zu forcieren, dem Körper zu vertrauen, nicht etwas bewegen zu wollen, sondern abzuwarten, was der Körper von sich aus tun will. Am Ende des Tages bin ich erfüllt und auch müde, und ich bin erstaunt, dass ich keinen Hunger habe. Acht Stunden habe ich mich körperlich betätigt und kein Hunger? Wovon habe ich mich ernährt? Von der Energie im Raum? Klingt etwas abgedroschen. Von Annas Ausstrahlung? Hmmm. Ich staune und fahre satt heim.<br />
Nach einer Nacht voll wilder Träume beginnt der zweite Tag mit Polaritäten: Einatmen, ausatmen. Negativ, positiv. Aktiv, passiv. Ja, nein. Man könne jede Beziehung und damit meint Anna nicht nur die klassische Beziehung Mann/Frau, sondern auch die Beziehung zum Vorgesetzten, zu seinem Kind, zur Umwelt und so weiter in die beiden Pole aktiv und passiv einteilen.</p>
<p>Zu zweit üben wir dies. Der eine Partner führt, der andere lässt sich führen. Blind vertraue ich mich dem Übungspartner an. Erst langsam, mit der Zeit immer schneller werde ich durch den mit über 70 anderen Teilnehmern gefüllten Raum bewegt. Dann wechseln wir die Rollen. Wo fühle ich mich wohler, sicherer? Was ist anders? Wie tanze ich mein Leben?</p>
<p>Anna stoppt die Übung und fordert uns auf, nun beide aktiv zu werden, aber ohne Absicht. Wie fühlt es sich an, wenn beide führen wollen, beide die aktive Rolle einnehmen? Beide aktiv? Geht das überhaupt? Und wer lässt sich dann führen? Als sich der Verstand vom Denken und Fragen verabschiedet, beginnt ein wundersamer Tanz von Paaren, die durch den Raum gleiten. Unglaublich! Beide führen, beide sind aktiv, und in der entstehenden Achtsamkeit lösen sich Grenzen auf: aus zwei Körpern wird einer.</p>
<h4>Planetary Dance</h4>
<p>Anna Halprin, die Tanz, Leben, Heilung und Ritual zu einer nicht trennbaren Einheit verwoben hat, lädt uns zum Abschluss des Workshops ein, dieses kraftvolle Tanzritual des Planetary Dance kennenzulernen. Die Geschichte dieses Tanzes beginnt mit einer Tragödie, die sich zwischen 1979 und 1981 ereignete. Sechs Frauen wurden in dieser Zeit am Mount Tamalpais, wo Anna und ihr kürzlich verstorbener Mann Lawrence Halprin leben, in einer Serie von Bluttaten umgebracht. Während eines Workshops innerhalb der Gemeinschaft, in dem es um die Suche nach lebendigen Mythen und Ritualen ging, entstand der Wunsch, mit einem rituellen Tanz den Berg zu «reinigen». Innerhalb des mehrtägigen Rituals wurden auch die Wege um den Berg begangen, auf denen man die ermordeten Frauen aufgefunden hatte. Zur Überraschung aller Beteiligter wurde der Mörder wenige Tage nach Abschluss des Rituals verhaftet. Aus diesem einmaligen Ritual erwuchs die Absicht, jedes Jahr im Frühling am Mount Tamalpais zu tanzen. Heute wird der Planetary Dance in vielen Ländern rund um den Globus zur gleichen Zeit getanzt. Dabei tanzt man nicht für sich selbst, sondern für jemanden, der Heilung braucht, sei dies ein Mensch, ein Tier oder auch die ganze Erde.</p>
<p>Es wird ruhig im Tanzsaal. Wir knien in einem grossen Kreis. In der Mitte sitzen zwei Trommler, daneben steht Anna Halprin. Die Trommler schlagen einen gleichmässigen Rhythmus, und schon bald steht der erste Tänzer auf und sagt laut in die Runde, wofür er tanzen werde. Wobei das Wort tanzen für unsere Vorstellung nicht wirklich passt. Wir rennen im Rhythmus der Trommel im Kreis, einer nach dem anderen. Mit der Zeit kann man sich auf einen inneren Kreis bewegen, auf dem in der Gegenrichtung gerannt wird. Wer eine Pause einlegen möchte, geht in den innersten der drei Kreise und schreitet dort zum Klang der Trommeln. Wer das Gefühl hat, dass sein Tanz fertig ist, stellt sich zu den Trommlern und zu Anna in die Mitte und wartet dort einfach.<br />
75 Menschen rennen im Saal. Jeder für sich und gleichzeitig als ein einziger grosser Körper. Ich fliege durch den Raum und nehme ungeahnte Kräfte wahr, die mich nicht müde werden lassen. Ich staune, lache, renne und fühle mich wie ein Tropfen in einem endlosen Fluss.</p>
<p>Nach und nach kommen immer mehr Menschen ins Zentrum des Kreises und stehen dort einfach für sich still. Ich nehme die Menschen vor und neben mir wahr, höre noch immer rennende Füsse, die auf dem Holzboden gleichmässig auftreten, und in mir kehrt Stille ein. Auf Annas Zeichen hin verstummen die Trommeln, und alle kommen in der Mitte zusammen, gehen auf die Knie und lassen den Atem zur Ruhe kommen. Obwohl Anna kein Wort gesprochen hat, ist ihre Präsenz während des gesamten Rituals deutlich spürbar. Da ist Klarheit, Ausrichtung und Schönheit.</p>
<p>Man muss diese Frau ganz einfach bewundern, und als sie im Schlusskreis noch ein paar flinke Tanzschritte vollführt und sich auf ihre Weise bei uns bedankt, glaubt man, ein Wunder vor sich zu haben. Es ist mit Sicherheit die jüngste 90-Jährige, die wir alle je gesehen haben.</p>
<p>Dieser Artikel erschien erstmalig im Magazin Spuren,<a href="http://www.spuren.ch/archiv/archiv_comments/935_0_81_0_C/" target="_blank" rel="external nofollow"> Ausgabe 95</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.openmindjournal.com/2012/01/01/lebenstanz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	
	<div style="display: none;" id="wikipopFrame"><iframe id="theFrame" style="border: none;" name="theFrame" width="340" height="400" src=""></iframe></div>

</channel>
</rss>

