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	<title>OpenMindJournal &#187; Schule allg.</title>
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	<description>Das Online-Journal für Bewusstsein, Lebenspraxis und Change</description>
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		<title>Wie kann mensch Liebe lernen?</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 20:40:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
				<category><![CDATA[a_Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Schule allg.]]></category>

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		<description><![CDATA[Die »Liebesschule Potsdam« nimmt Jungen und Mädchen mit auf äußere und innere Reisen. E inmal im Jahr geht es mit der Liebesschule Potsdam hinaus in die Natur. Jungen und Mädchen zwischen elf und dreizehn Jahren machen eine Entdeckungsreise – zu sich selbst und zum anderen Geschlecht. Wir treffen uns am Potsdamer Bahnhof. Eltern und Kinder, manche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Die »Liebesschule Potsdam« nimmt Jungen und Mädchen mit auf äußere und innere Reisen.</h2>
<p><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/04/liebesschule_potsdam.jpg" rel="lightbox[4769]"><img class="alignright  wp-image-4772" style="margin-left: 10px;" title="Liebesschule Potsdam" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2012/04/liebesschule_potsdam-300x168.jpg" alt="" width="200" /></a>E inmal im Jahr geht es mit der Liebesschule Potsdam hinaus in die Natur. Jungen und Mädchen zwischen elf und dreizehn Jahren machen eine Entdeckungsreise – zu sich selbst und zum anderen Geschlecht.</p>
<p>Wir treffen uns am Potsdamer Bahnhof. Eltern und Kinder, manche haben ihre Geschwister mitgebracht. Die Stimmung ist freudig aufgeregt. Die meisten Mädchen und Jungen wollen los, haben ihre Rucksäcke auf dem Rücken. Manche brauchen noch ein wenig Zeit. Philipp steht mit dem Rücken im Arm seiner Mama. Für den Elfjährigen ist es das erste Mal, dass er so lange ohne sie sein wird. Sie hat für ihn einen Talisman mitgebracht, einen Ring an einem Lederband. Er hält ihn ganz fest in seiner Hand.<br />
Dann geht es los. Die Eltern winken uns nach. Lina dreht sich um und winkt zurück. Philipps Mama weint ein bisschen. Philipp läuft neben Andreas, seinem Lieblingslehrer, her.<br />
Vor den 25 Jungen und Mädchen liegen neun Tage Kanufahrt auf dem Fluss Obra in Polen. Es ist eine ganz besondere Reise: Es geht um die Liebe zur Natur und zum Leben, Liebe zu sich selbst, zu Freunden und zur Familie und zu all den Tieren, Dingen und Tätigkeiten, die den Mädchen und Jungen wichtig und heilig sind. Es geht um die Liebe zum eigenen, sich verändernden Körper, um Kontakt zum eigenen wie zum anderen Geschlecht und um das erste, zarte Interesse aneinander, das in diesem Alter zu keimen beginnt. Die Kinder gehen ihre ersten Schritte vom Mädchen zur Frau und vom Jungen zum Mann. Sie spüren, wie sie sich verändern. Das weckt in ihnen Wissensdurst, doch gleichzeitig fühlen sie sich unsicher, suchen nach Orientierung. Auch im Thema Liebe und Sexua­lität, das in diesem Alter oft zum Thema Nummer eins wird.<br />
All ihre Hoffnungen und Ängste können sie auf unserer gemeinsamen Reise teilen – ihre Glücksgefühle, aber auch die Enttäuschungen, die sie in der Pubertät erleben.</p>
<h4>Auf dem Weg ins Unbekannte</h4>
<p>Mit dem Zug fahren wir nach Zbaszyn, einem Ort 150 Kilometer östlich von Frankfurt an der Oder. In Polen fühlen wir uns wie jedesmal sehr willkommen. Eine Frau spricht uns am Bahnhof an, fragt, woher wir kommen, und begleitet uns ein Stück. Wir wandern ungefähr drei Kilometer, bepackt mit unseren Rucksäcken. Alte Männer sitzen auf Bänken am Wegesrand, nicken und winken uns freundlich zu. Am See gibt es eine Art Freibad. Dort übernachten wir am ersten Tag auf einer überdachten Bühne. Schnell kommen unsere Mädchen und Jungen mit den einheimischen Kindern und Jugendlichen in Kontakt. Mit Händen und Füßen, polnischen und englischen Vokabeln tauschen sie sich aus. Wir haben Zeit zum Ankommen. Mädchen und Jungen tun das auf sehr unterschiedliche Weise. Die Jungen erkunden das Gelände und verabreden sich auf ein Fußball– oder Basketballspiel mit den polnischen Jungs. Die Mädchen richten sich häuslich ein. Schlafsäcke werden ausgerollt, Kuscheltiere gezeigt.<br />
Später baden und toben alle gemeinsam im Wasser. Abends gehen wir für die Woche einkaufen, denn ab morgen sind wir mit den Kanus unterwegs. Das bedeuet Schlafen im Wald und Kochen am Feuer. Kein Supermarkt, kein Strom, kein Dach über dem Kopf.</p>
<h4>Entdeckung ungewohnter Räume</h4>
<p>Acht Kanus liegen am Strand der Obra in der Morgensonne. Die Mädchen und Jungen verhandeln, wer mit wem im Boot paddeln wird. Lina steht mit ihren Freundinnen zusammen und berät sich. Philipp sitzt schon im Boot. Die Bootsmannschaften finden sich schnell. Es gibt Mädchen– und Jungenboote.<br />
Ab heute gibt es viele Aufgaben, die es gemeinsam zu meistern gilt. Alles Gepäck und Essen wasserdicht verstauen, 15 Kilometer paddeln, einen schönen Platz finden, Holz sammeln, Feuer machen, Trinkwasser besorgen, Essen auf dem Feuer kochen. Zu Hause werden die meisten alltäglichen Handgriffe für die Kinder erledigt, doch auf dieser Fahrt nehmen sie das Ruder selbst in die Hand, ­organisieren und gestalten ihr Zusammenleben eigenständig.<br />
Während der nächsten acht Tage sind wir in der Natur, entdecken ungewohnten Raum und erforschen Neuland. Hier in der wilderen Umgebung sind wir auch unserer inneren, seelischen Natur näher. Es ist eine Reise auf dem »Fluss des Lebens« – der schwankende Untergrund des Wassers steht manchmal für Unsicherheit und Ängste, kann aber auch die Erfahrung vermitteln, getragen zu sein und aus eigener Kraft voranzukommen. Sinnlich erleben wir die immer wiederkehrende Struktur von Wachstumsprozessen des Lebens: Aufbrechen – Suchen – Ankommen – Einrichten – Dasein – Beenden – Abbauen – Weiterziehen.<br />
Unter dem Motto: »Ich mag mich so, wie ich bin, und ich bin wertvoll. Aber wer bin ich eigentlich?« widmen sich die Mädchen und Jungen spielerisch verschiedenen Fragen: In welcher Situation bin ich ich selbst? Wie stark kann ich vertrauen? Wie nah kann und will ich andere an mich heranlassen? Mit verbundenen Augen führen sich die Kinder gegenseitig oder versuchen, sich blind zu erkennen. Sie lassen ihren Körper als Pendel nach hinten fallen und sich von den anderen auffangen, werden wie etwas sehr Wertvolles in die Höhe gehoben, gehen aufeinander zu, um herauszufinden, wo ihre Grenzen sind. Ganz glücklich sind sie nach dem Spiel, in dem sich ein Kind auf einen roten Samtthron setzt und anderen Kinder Fragen stellt wie: Was wäre ich, wenn ich ein Tier wäre? Eine Pflanze? Ein Auto? Eine Märchenfigur? Es sind schon Komplimente, als König, Elf, Malerin oder Seerose gesehen zu werden.</p>
<h4>Unter Mädchen, unter Jungs</h4>
<p>Nach so vielen gemeinsamen Spielen ist es an der Zeit, dass jede Gruppe für sich sein kann. Die Mädchen bleiben mit den Betreuerinnen für eine Mädchenzeit im Lager, die Jungen gehen mit den Betreuern zu einem geheimen »Männerplatz«. Ist das vielleicht ein archaischer Ausdruck, dass die Männer losziehen, während die Frauen das Lager hüten? In der getrennten Mädchen– und Jungenzeit erfahren die Kinder, wie es ist, unter sich zu sein – und das vor allem über sinnliches Erleben: bei Körpermalerei, gemeinsamem Singen und Tanzen, beim szenischen Spiel, beim Kämpfen, Massieren und in der »Dr.-Sommer-Runde« – einer Fragestunde, in der man alles über Liebe und Sex fragen kann. Es geht um das Erfahren der eigenen Stärke und Kraft und auch um schwache Momente, um Respekt für sich und für die anderen.<br />
Nach zwei Tagen machen sich die Jungen auf die Reise zurück zu den Mädchen. Bevor sie im Lager ankommen, treffen sich Abgesandte, um zu besprechen, wie die Wiederbegegnung gestaltet werden soll. Die Jungen sind wild bemalt, und manche stehen in ihren Kanus. Sie singen vom Wasser aus einen Rap, in dem der Name jedes Mädchens auftaucht. Ihnen ist die Freude und Aufregung anzusehen. Die Mädchen, bemalt als Nixen, Waldfeen und Avatare ziehen die Jungen in ihren Bann und empfangen sie an Land. Mit einer neuen Sensibilität, unbändiger Freude und auch ein bisschen Wehmut begegnen sie sich wieder. Abends am Feuer werden Geschichten der letzten Tage ausgetauscht. Manches bleibt geheim. Es wird gelacht, gesungen und erzählt. Viele Kinder sitzen aneinander gekuschelt und schauen in die Flammen. Lina sagt: »Irgendwie sind Mädchen und Jungen zusammen ein perfektes Team.«</p>
<h4>Gemeinsam gegen den Strom</h4>
<p>Am nächsten Tag paddeln wir ins Dorf, um für ein gemeinsames, abschließendes Festessen einzukaufen. Wir müssen gegen die Strömung paddeln, aber zusammen schaffen wir das. In einem Laden kaufen wir alles, was lecker aussieht: Obst, Gummibärchen, Hühner, polnische Wurst, Kekse, Gemüse … Später wird gemeinsam gekocht und gebrutzelt, ein Festplatz vorbereitet. Alle helfen mit und tragen etwas bei: Einige bringen Holz, würzen die Hühner, es wird geschnippelt, Tücher werden aufgehängt und Kerzen verteilt. Der Ton untereinander hat sich verändert. Er ist freundlicher, entspannter, aufeinander bezogen. Nach dem großen Festmahl paddeln wir mit Kerzen an den Booten unter einem grandiosen Sternenhimmel zur Mitte des Sees. Jetzt ist es still, irgendwie feierlich und unvergesslich.<br />
Am nächsten Morgen werden die Kanus gepackt, und es geht wieder Richtung Heimathafen. Noch eine Nacht schlafen wir unter den Sternen. Dann fahren wir wieder nach Hause, wo die Kinder mit einem liebevoll gestalteten Empfang am Bahnhof begrüßt werden. Lina rennt ihren Eltern entgegen, Philipp fällt seiner Mama in den Arm. Es gibt Erdbeertorte und ein großes Willkommensbuffet.<br />
Die Reise auf der Obra ist zu Ende – die innere Reise der Jungen und Mädchen zu sich selbst, zur Freundschaft und Liebe hat gerade erst begonnen und führt sie in neue, unbekannte Länder.</p>
<p><strong><em>Lust auf Wildnis, Lust auf Reisen zu sich selbst?<br />
</em></strong><em>www.wildnisschulepotsdam.de, www.mannepotsdam.de</em></p>
<p> </p>
<p>Dieser Artikel erschien erstmals im Magazin OYA anders denken, anders leben, <a href="http://www.oya-online.de/article/read/628-Wie_kann_mensch_Liebe_lernen_.html" target="_blank" rel="external nofollow">Ausgabe 13/2012</a></p>
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		<title>Computerspiele steigern Intelligenz von Kindern</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/11/16/computerspiele-steigern-intelligenz-von-kindern/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 23:03:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erhöhung des logischen Denkvermögens wissenschaftlich bestätigt Würzburg (pte) — Intelligenz lässt sich mit Hilfe von Computerspielen steigern. Das ergab eine Studie der Universität Würzburg. Mit einem Computerspiel wurde das logische Denkvermögen von Kindern gesteigert. »Der Computer war nur das Medium. Letztendlich ist es denkbar, dass man ohne Computer systematisch Vergleiche durchführt«, sagt Wolfgang Lenhard, wissenschaftlicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Erhöhung des logischen Denkvermögens wissenschaftlich bestätigt</h2>
<div id="attachment_3629" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/ap4d780d2656dc0_xs.jpg" rel="lightbox[3626]"><img class="size-medium wp-image-3629" title="Schulische Leistungen verbesserten sich" src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/11/ap4d780d2656dc0_xs-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: aboutpixel.de / konzentration © mr.nico</p></div>
<p>Würzburg (pte) — Intelligenz lässt sich mit Hilfe von Computerspielen steigern. Das ergab eine Studie der <a href="http://uni-wuerzburg.de" target="_blank" rel="external nofollow">Universität Würzburg</a>. Mit einem Computerspiel wurde das logische Denkvermögen von Kindern gesteigert. »Der Computer war nur das Medium. Letztendlich ist es denkbar, dass man ohne Computer systematisch Vergleiche durchführt«, sagt Wolfgang Lenhard, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie in Würzburg, gegenüber pressetext. Der Vorteil des Computers sei, dass er nicht unmittelbar mit Lernen assoziiert wird. Der Effekt der Intelligenzsteigerung fiel überraschend hoch aus.</p>
<h4>Lernen über Denktraining</h4>
<p>Die Forscher setzten das sogenannte Denktraining nach Klauer zur Steigerung des logischen Denkvermögens als Computerspiel ein. Bei diesem Training lernen Kinder, Merkmale von Objekten und Beziehungen zwischen Objekten systematisch miteinander zu vergleichen. Beispielsweise müssen sie entscheiden, zu welchem Gegenstand aus einer vorgegebenen Reihe — ein Roller, ein Schaukelpferd, ein Zug und ein Pferd — ein anderer Gegenstand — etwa ein Bobby-Car — am besten passt. In über 100 internationalen Studien an weit über 4.000 Kindern konnten Wissenschaftler bereits den Erfolg dieses Trainings nachweisen.</p>
<p>Kinder, die solche strategischen Vergleiche gelernt hatten, schnitten nicht nur in Intelligenztests besser ab. »Wir haben auch langfristige Effekte gesehen«, sagt Lenhard. Die Leistungen in der Schule fielen auf Dauer besser aus als vor dem Training. »Für die Umsetzung als Software haben wir das Training komplett überarbeitet, neu gestaltet und in eine typische Computerspielsituation eingekleidet«, erläutert der Wissenschaftler.</p>
<h4>Von 90 auf 101 IQ-Punkte</h4>
<p>In dem Computerspiel begeben sich Kinder auf die virtuelle Suche nach dem »blauen Diamanten der Weisheit«. Für die Untersuchungen wurden Kinder aus drei bayerischen Förderklassen in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe erhielt über einen Zeitraum von sechs Wochen systematische Förderung mit Denkspielen am Computer, die andere Gruppe nahm im selben Zeitraum am normalen Schulunterricht teil. Jeweils vor und nach dem Förderzeitraum maßen die Psychologen die Leistung im logischen Denken mit standardisierten Intelligenztests.</p>
<p>In dem kurzen Förderzeitraum gelang eine Steigerung des logischen Denkvermögens von im Schnitt 90 IQ-Punkten vor dem Training auf 101 Punkte danach. »Eine durchschnittliche Erhöhung um elf IQ-Punkte ist ein sehr großer Effekt«, unterstreicht Lenhard. Schließlich sei aus zahlreichen anderen Untersuchungen bekannt, dass Intelligenz eine sehr stabile Eigenschaft ist, die nur langsam verändert werden kann. Dass die Effekte so hoch ausfielen, führen die Forscher zumindest zum Teil auch auf die Computerspielsituation zurück.</p>
<p>»In dem Computerspiel verfolgen die Kinder ein virtuelles Ziel: Sie müssen den blauen Diamanten finden. Das hält ihre Motivation bis zum Ende des Trainings aufrecht«, verdeutlicht Lenhard. Auch die Tatsache, dass Computerspiele ständig Rückmeldung über den aktuellen Leistungsstand geben, trägt nach Meinung der Forscher zum Erfolg bei und lässt sich deshalb ideal dafür nutzen, um hohe Lerneffekte in diesem und auch in anderen Bereichen zu erzielen.</p>
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		<title>Pädagogenbildung am Scheideweg</title>
		<link>http://www.openmindjournal.com/2011/07/04/padagogenbildung-am-scheideweg/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 06:59:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz Robert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bildungsexperte: Politik muss jetzt entscheiden Wien (pte) — »Für die Ausbildung der Pädagogen schlägt die Stunde der Wahrheit. Die Politik muss jetzt klar Stellung beziehen, ob sie diese umgestalten will oder nicht.« Das betont Andreas Schnider, Leiter der Expertenrunde, die seit Jänner im Auftrag der Regierung Empfehlungen für die gesetzliche Verankerung der »PädagogInnenbildung NEU« erarbeitet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Bildungsexperte: Politik muss jetzt entscheiden</h2>
<div id="attachment_2136" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/07/ap4ad89caebce3e_small.jpg" rel="lightbox[2133]"><img class="size-medium wp-image-2136 " src="http://www.openmindjournal.com/wp-content/uploads/2011/07/ap4ad89caebce3e_small-300x201.jpg" alt="" width="200" height="134" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: aboutpixel.de / Einfach zuhören © Hanno Endres</p></div>
<p>Wien (pte) — »Für die Ausbildung der Pädagogen schlägt die Stunde der Wahrheit. Die Politik muss jetzt klar Stellung beziehen, ob sie diese umgestalten will oder nicht.« Das betont Andreas Schnider, Leiter der Expertenrunde, die seit Jänner im Auftrag der Regierung Empfehlungen für die gesetzliche Verankerung der »PädagogInnenbildung NEU« erarbeitet hat. Die Ergebnisse sind seit ihrer Bekanntgabe am Montag verstärkt in der öffentlichen Diskussion. Gegenüber pressetext erklärte Schnider anlässlich der gestrigen Präsentation des Buches »Zwischenrufer« die Hintergründe der Vorschläge.</p>
<h4>Aufwertung des Berufs</h4>
<p>»Über Institutions– und Parteigrenzen hinweg ist allen klar, dass der Status quo der Pädagogenausbildung nicht länger tragbar ist. Neue, einheitlichere Strukturen sind nötig, die jedoch weiter die Vielfalt erhalten und zur bestehenden Schul– und Bildungslandschaft passen müssen«, so Schnider. Die Vorbereitungsgruppe schlägt die Dreigliederung in Bakkalaureat, Masterstudium und Induktionsphase vor, wobei der Studierende selbst über Zeitpunkte entscheidet. »Die Pädagogik soll dadurch attraktiver werden und auch durchlässiger für Umsteiger, etwa zwischen Elementar– und Sekundärstufe oder Wirtschaft und Schule.«</p>
<p>Die Aufwertung der Pädagogen nennt auch Christa Koenne, Mitglied der Vorbereitungsgruppe, als zentrales Ziel. »Gerade die Lehrer müssen sich mehr als Pädagogen identifizieren. Ihre Ausbildung ist heute derart zersplittert, dass sich Absolventen unterschiedlicher Institutionen kaum kennen und auch kaum schätzen. So wie es für Ärzte oder Juristen eine gemeinsame Ausbildung gibt, muss dies künftig auch für den Pädagogenberuf gelten«, so die Expertin vom Institut für Unterrichts– und Schulentwicklung der <a href="http://ius.uni-klu.ac.at" target="_blank" rel="external nofollow">Uni Klagenfurt</a>.</p>
<h4>Studium für den Kindergarten</h4>
<p>Alle Pädagogen sollen künftig an einer tertiären universitären Einrichtung ausgebildet werden — also auch jene im Elementarbereich der Null– bis Zwölfjährigen. Pädagoge für junge Kinder zu sein ist mindestens so anspruchsvoll wie bei Älteren, so das Credo Koennes. »Kinder im Kindergartenalter liefern nie dieselbe Konzentriertheit wie Ältere, zudem kann eine verletzende Pädagogik im frühen Alter die größten Schäden anrichten. Der Glaube vieler, junge Kinder würden ohnehin nur im Sand spielen, ist völlig falsch.« Angesichts dieser Unterschätzung sei auch der fast ausschließliche Einsatz von Frauen in der Frühpädagogik aus Gender-Sicht ein Problem.</p>
<p>Die Verknüpfung von Aus-, Fort– und Weiterbildung der Lehrer und mehr Eigenverantwortung älterer Schüler gehören zu den Zielen der Berichtsautoren. »Junge Erwachsene müssen das Selbst-Wollen gelehrt werden, denn Hausübungskontrolle alleine infantilisiert bloß«, betont Koenne. Angesichts des Wandels in der Arbeitswelt bräuchten Schüler mehr Vorbereitung auf Phasen der Arbeitslosigkeit, was etwa durch Schlüsselkompetenzen und Stärkung des Selbstwerts gelinge. Die heutige Identifikation allein über die bezahlte Arbeit führe hingegen zur Frustration.</p>
<h4>Wie ist wichtiger als Wo</h4>
<p>Während der Vorschlag allein Qualitätsmerkmale liefert, konzentriert sich die öffentliche Diskussion sehr darauf, wer dabei federführend sein soll — die Universitäten oder die Pädagogischen Hochschulen (PH). Aus Sicht Erwin Rauschers, Rektor der PH Niederösterreich http://www.ph-noe.ac.at , ist die Frage nach Änderungen bestehender Curricula falsch gestellt, da sie bloß zur Verteidigung von Einzelinteressen führt. »Außer Zweifel steht, dass traditionelle Unis ungleich mehr fachwissenschaftliche Expertise besitzen — jedoch auch, dass es niemand alleine schaffen wird. Die Frage der besten Lehrerbildung ist zuerst jene nach dem Wie und erst dann nach dem Wo.«</p>
<h4>Bund muss sich entscheiden</h4>
<p>Nach zwei Jahren Vorarbeit ist für die »PädagogInnenbildung NEU« die Phase der Meinungsbildung nun abgeschlossen, betont Schnider, denn mit allen beteiligten Seiten habe man Gespräche geführt. Nun sei die Politik am Zug. »Niederösterreich, Oberösterreich und Vorarlberg haben bereits zugestimmt und auch Kärnten hat das Modell »School of Education« an einer Universität politisch abgesegnet. Was nur noch aussteht, ist der Entscheid des Bundes zur gesetzlichen Ermöglichung der Umgestaltung.«</p>
<p>Aktueller Stand zu »PädagogInnenbildung NEU« unter <a href="http://www.bmukk.gv.at/lbneu" target="_blank" rel="external nofollow">http://www.bmukk.gv.at/lbneu</a></p>
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