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Plädoyer für Meditation bei der Arbeit

Die Idee von Meditation am Arbeitsplatz klingt manchmal wie der Slogan zu einem kolossalen kosmischen Witz. Sie malt ein Bild von in Orange gekleideten Power-Börsenmaklern, die ihre Arbeit während Duftstäbchen im Hintergrund qualmen, oder von angepassten Buddhas am Handy, die sich mehr auf Mitgefühl als auf Profit fokussieren. Aber wenn wir auf die Realität der modernen Arbeitskultur schauen, könnte dies nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein.

Wenn die Praktiken der Meditation und der Achtsamkeit von den religiösen Assoziationen getrennt werden, die ihnen oft anlasten, haben diese sich bewehrt dabei zu helfen stärkere Teams zu bilden, Produktivität zu erhöhen und die Spannungen innerhalb des Büros zu reduzieren. Sie haben sich als sehr kraftvolle geschäftsfördernd bewehrt, die Menschen helfen sich auf ihre eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren, die Effektivität von Managern zu verbessern, und sie unterstützen die Bildung einer gesunden Firmenkultur in der die Unternehmen florieren. Am wichtigsten ist jedoch, egal ob Sie Geschäftsinhaber sind oder Angestellter, sie können die Art von Unternehmenskultur schaffen, in der sie tatsächlich arbeiten wollen.

Jeder Angestellte und jeder Geschäftsführer kommt mit einer komplexen Matrix aus Bildung, Fähigkeiten, Training und Gewohnheiten, die sie ins Büro mitbringen. Und doch machen sie alle, nachdem all die Forschung und Sorgfaltspflicht erledigt ist, ihre finalen Geschäftsentscheide auf Basis von zwei Faktoren – Angst vor Versagen und die Chance zu gewinnen. Dies sind die gleichen Überlebensfähigkeiten, die vor fast 40.000 Jahren in jedem Menschen fest verdrahtet sind. Die Angst gefressen zu werden und die Möglichkeit Futter nach Hause zu bringen, ist was schon unseren Vorfahren den Spass brachte sich einem Rascheln im Busch zu nähern oder sich lieber davon zu entfernen. Heute gibt es keine Sicherheit, auch nachdem alle Expertisen in Erwägung gezogene sind. Nochmal, Menschen gehen entweder vorwärts aufgrund einer Entscheidung oder töten eine Idee basierend auf die Angst gefeuert zu werden oder die Aussicht auf eine Beförderung. Und unglücklicherweise schliesst Angst meistens aus und die Menschen verstecken sich hinter der Sicherheit der selbsterschaffenen Silos.

Stell dir vor wie produktiv ein Team sein könnte, wenn sie nicht so besorgt um ihre eigenen Angelegenheiten wären, sondern die Interessen des Unternehmens vertreten? Denke daran was gemacht werden könnte, wenn sie lernen sich selbst von ihren alten Programmierungen zu trennen, und beginnen Entscheidungen treffen allein auf der Basis, welchen Verdienst eine Idee oder eine Möglichkeit für das Unternehmen hat. Die Antwort ist offensichtlich und ist exakt was die bewährten Praktiken der Meditation und Achtsamkeit für das Unternehmen bringen können.

Eine grossartige Studie zur Kraft von Meditation erschien 1983 nach dem R. W. Montgomery, dem Besitzer einer Chemiefabrik in Detroit, mit 52 seiner 100 Mitarbeiter – vom Manager bis zum Fliessbandarbeiter – Transzendentale Meditation durchführte. Es wurde ein Programm eingeführt, wo jeder 20 Minuten meditierte bevor er zur Arbeit kam und weitere 20 Minuten am Nachmittag während der Arbeitszeit.

Die Resultate sind gut aufgezeichnet. Nach drei Monaten gaben Angestellte an sie hätten mehr Energie und könnten besser mit Stress umgehen. Sie hatten auch weniger physische Beschwerden und niedriger Cholesterin-Werte. Über die nächsten drei Jahre verbesserten sich diese Ergebnisse und weiteten sich aus. Es wurde bestätigt, dass Fehlzeiten sich um 85% reduzierten, Produktivität um 120% anstiegt, Unfälle sanken um 70% und der Profit stieg um 520%.1

Tatsächlich gab es seit 1930 über 1500 getrennte Studien die sich mit Meditation und ihren Effekt auf die Praktizierenden befassen. Und das sind nur die ganz abgeschlossenen. Manche Statistiken zu Menschen die meditieren beinhalten Resultate wie:

  • Senkung des Herzschlages, der Atemfrequenz, des Blutdrucks und des Sauerstoffverbrauchs.
  • Ein reduziertes Gefühl von Ängstlichkeit und Nervosität, mit eine grösserem Gefühl von Unabhängigkeit und Selbstsicherheit.
  • 75% der Menschen die an Schlaflosigkeit leideten waren fähig innerhalb von 20 Minuten nach dem Zubettgehen zu schlafen, als sie ein tägliches Meditationsprogramm begannen.
  • Frauen mit PMS zeigten eine Verbesserung ihrer Symptome nach 5 Monaten täglicher Reflexion und Meditation.
  • Eine Reduzierung der Arterienwandstärke, was effektiv das Risiko eines Herzinfarktes verringert.
  • 60% Menschen mit Angstzuständen zeigten deutliche Verbesserungen ihres Angstlevels nach 6 – 9 Monaten täglicher Meditation.

So, sie fragen sich womöglich, was ist die Kehrseite der Schaffung einer Unternehmenskultur, wo Meditation die Norm ist und Zusammenarbeit den Konkurrenzkampf überwindet? So weit wie ich ihnen das sagen kann gibt es keine. Oh, ausser einer – die Überwindung dieser prähistorischen Angst vor Veränderung die deine 40.000 Jahre alte Programmierung mitsteuert.

Ist es in diesem Sinne nicht Zeit deinen Arbeitplatz um, sagen wir, 38.000 Jahre zu evolutionieren? Alles was du tun musst ist eine etwa 2000 Jahre alte Praxis namens Meditation in deine Routine einzubauen. Die Kultur wird sich selbst verändern.

Und ja, fühl dich frei die Roben und Räucherstäbchen zu Hause zu lassen.

Oh, und willkommen im 21st Jahrhundert.

Erstmalig erschienen im englischen Original auf MindBodyGreen.com. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors. Übersetzung von Heinz Robert.

  1. Fallstudie aus 1995, Jane E. Stevens, Artikel in der Los Angeles Times

Jeff Cannon ist der Autor des bald erscheinenden Buches The Simple Truth. Er war ein Fast-Track Entrepreneur mit einem Portfolio von erfolgreichen Unternehmen, der gemeinsam mit McGraw Hill zwei Bücher veröffentlichte, Dokumentationen produzierte und seine eigene PR-Agentur leitete. Dann kam Ende 2009 alles zu einem abrupten Halt. An diesem Tag wachte er nach einer zehnstündigen Operation im Krankenbett auf, bei der ihm sechs von sieben Gehinrtumore in seinem Scheitellappen entfernt wurden.
Als langjähriger Liebhaber von Kampfkünsten und Yoga, verbrachte Jeff die nächsten vier Monate damit sein Hirn dabei zu betrachten sich selbst neu zu starten. Von Träumen in Schwarz-Weiss bis Erwachen mit lebendigen Erinnerungsblitzen, bezeugte er seine Sinne und sein Körper kam langsam zurück auf die Spur. Er verbrachte das nächste Jahr mit der Anwendung seines Wissens von westlicher Wissenschaft und östlicher Philosophie für seine Genesung und seine Gesundheit. Er lernte aus erster Hand wie sein Gehirn fest verdrahtet ist, so wie vor 40.000 Jahren. Noch wichtiger lernte er wie es durch Meditation und Achtsamkeit reprogrammiert werden kann.
Heute hat er immer noch einen Tumor in seinem Kopf, der seit seinem Neubeginn magischerweise aufgehört hat zu wachsen. Er arbeitet derzeit mit Einzelnen und Gruppen mit einem Prozess persönlicher Evolution den er The Simple Truth nennt. Seine Mission ist andere durch seine erlernten Erfahrungen zu bekräftigen und befähigen ihre Einfache Wahrheit zu leben.
Blog: jeff-cannon.blogspot.com Twitter: @ASimpleTruth

1 Kommentar für “Plädoyer für Meditation bei der Arbeit”

  1. Noch besser und praktikabler für’s Berufsleben: »Achtsamkeit« in Form der
    Aufmerksamkeitseinstellung, die Chögyam Trungpa »Panoramabewusstheit»
    genannt hat.
    (s. dazu im OMJ
    http://www.openmindjournal.com/2011/09/25/achtsamkeit-eine-definition/ und
    das hier http://alturl.com/8jzft angekündigte Kompaktseminar zur Einführung
    in das »Achtsamkeits-Entwicklungs-Trainings« AET zur gezielten
    Verwirklichung dieser Bewusstseinshaltung.)

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