Körper, Geist und Intensität
a_Neuigkeiten, Body, Extreme Dienstag, Juli 19th, 2011Der Ausdruck »Geist« wird im Folgenden für die eigene Innenwelt verwendet.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass Körper und Geist eng miteinander verbunden sind. Wenn wir uns schlecht fühlen und mit dieser Erfahrung identifiziert sind, drückt sich das körperlich aus. Diese Körperhaltung unterstützt wiederum unsere innere Haltung, und wir verlieren uns in einer Spirale des Negativen. Falls wir nicht wach sind und es vorher bemerken. Umgekehrt sind werden wir schlapp und müde, wenn wir unseren Körper, ein integraler Teil unserer Selbst, nicht richtig einsetzen.
Das gleiche gilt für zutiefst positive Gefühle und Gedanken: Werden wir von der Euphorie mitgerissen, so werden unsere Körper belebt und bewegt und wir vergessen unsere Zurückhaltung.
Eine Praxis der Stille (Meditation, stilles Gebet, o.ä.) schafft den nötigen inneren Raum, um nicht so sehr an unseren Gefühlen und Gedanken festzukleben und die Freude an der Lebendigkeit, am Leben selbst, zu sehen. Das ist die Praxis des Geists. Sie ist das Fundament eines ernsthaften spirituellen Wegs. Daneben gibt es die Praxis des Körpers; sie ist ebenso wichtig und nicht getrennt von der geistigen Praxis. Um mit Hingabe zu praktizieren brauchen wir eine klare Intention.
Intensität ist gelebte Intention
Yogis, Bergsteiger, Körpertherapeuten, Fussballer und alle anderen Menschen mit einer starken körperlichen Praxis kennen die tiefe Zufriedenheit und Weite nach einem besonders intensiven Training. Wenn wir unseren eigenen Widerstand überwinden, den Schmerz und die Angst spüren, die nötige Spannung halten, ohne zu verkrampfen und inmitten dieser zermürbenden Intensität nicht aufgeben, dann brechen wir durch: Wir erreichen das Ziel unseres Laufs, kommen aus der Yoga-Position, legen unsere Hanteln nieder und lassen alle Anspannung los. Wir haben uns ein Ziel gesetzt und haben mit klarem Geist und unglaublicher Anstrengung das scheinbar unmögliche erreicht: Wir haben unsere eigenen Limitationen durchbrochen. Wir haben uns selbst überwunden.
So können wir plötzlich erkennen, dass wir viel mehr sind als unser kleines Selbst mit seinen grossen Einschränkungen. Wir sind diese pure Lebensfreude, die sich in dieser Welt manifestieren möchte. Weil wir die extreme Intensität dieser Lebendigkeit, in all ihren Facetten, zugelassen haben, können wir selbst immer mehr zu dieser Lebendigkeit und Lebensfreude werden.
Darum die Frage an dich, liebe Leserin/lieber Leser: Wie ist deine Beziehung zu deinem Körper, und wie viel dieser Lebenskraft traust du dich in diesem Leben zu verkörpern?
Nils Solanki ist Mitbegründer des OpenMindJournal, Co-Host von Mann-Sein.ch und bietet unter dem Namen solanki.ch Dienstleistungen im Webdesign und -entwicklungsbereich an. Geboren 1988 in Dundee, Schottland, hat nach einem Austauschjahr in Japan mit 18 Jahren begonnen, sich mit den existenziellen Fragen des Daseins und Persönlichkeitsentwicklung zu befassen. 2007 stiess er auf die evolutionäre Spiritualität und begann kurz darauf in die Theorie und Praxis integraler Philosophie einzutauchen. Durch diesen Perspektivenwechsel begann er sich auch mit der physischen Gesundheit, insbesondere der Ernährung, auseinanderzusetzen. Er ist Evolutionär, kreativer Entrepreneur und interessiert sich sehr für die Entwicklung einer Kultur jenseits des Weltzentrischen.


















