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Bewusstes Handeln


Da ist ein Zitat, oder eine Weisheit, die ich vor einigen Jahren auf einem Bieruntersetzer las, die seit dem immer wieder in meinen Gedanken auftaucht und mich auf meiner Heldenreise begleitet. Ich erinnere mich, dass darunter ein Name stand, doch habe ich mir nicht gemerkt wer der Urheber dieser Aussage war.

»Du kannst machen was du willst,
du musst nur wissen was du tust.«

Man könnte auch sagen: “Du kannst machen was du willst, solange du weisst was du tust”, was eher den Weissheitsaspekt dieses Satzes ausdrückt. Wissen und Weissheit sind bekanntlich zwei unterschiedliche Dinge. Wissen heisst zum Beispiel, zu wissen wie ich etwas mache, Weisheit heisst, es zu tun. Und doch ist das Zitat für beides wahr. Weisheit ist für mich die Transzendenz des Wissens, eine nächste Stufe. Erst erfasse ich etwas verstandesmässig, und wenn sich dieses Wissen vertieft, wächst in mir die Weisheit, das gewonnene Wissen in Handlung umzusetzen und in der Welt zu verankern.

Für mich bedeutet dieses Zitat auch, die Bewusstheit dafür zu haben, was passiert, wenn ich eine Handlung ausübe. Bewusst zu sein bedeutet für mich, mir allem gewahr zu sein, was in diesem Moment in mir, um mich und durch mich geschieht. Was geht in meinem Geist, meinem Verstand, meinem Körper vor, wenn ich durch die Stadt laufe? Was passiert in diesem Moment in meiner näheren Umgebung, was tun die Menschen, die ich sehe, was drückt die Mimik und Gestik der Menschen aus, die mir begegnen? Welche physikalischen Vorgänge laufen ab, wenn ich bestimmte Handlungen setze, und welche mentalen oder psychologischen Auswirkung hat es bei mir und meinem Gegenüber, wenn ich etwas bestimmtes zu einem anderen Menschen sage?

Das sind Vorgänge die bei den meisten Menschen unbewusst ablaufen. Mache ich mir diese jedoch bewusst, ohne dass ich meinen Verstand dazu einsetze, dann erlebe ich die Welt als viel strahlender und lehrreicher. Es ist kein Nachdenken, was ich meine, sondern eher ein Fühlen, ein inneres Sehen, eben ein Wahrnehmen, von dem was ist.

Das was in diesem Moment, in diesem Augenblick, geschieht ist an sich leer, ohne Bewertung. Erst wenn ich meinen Verstand aktiviere um etwas zu verstehen, oder Unterscheidungen zu machen, gebe ich den Dingen und Situationen einen Wert. Alles ist an sich so wie es ist, nicht gut, nicht schlecht. Wir sind jedoch ständig dabei die Welt zu bewerten, was an sich auch nicht schlecht und nicht gut ist. Ohne ständige Bewertung könnten wir in dieser Welt wohl auch nicht lange überleben. Haben wir ein Leben in einer zivilisierten Gesellschaft, dann sind wir sogar darauf angewiesen, unsere Handlungen, die von Anderen, und Situationen und Vorgänge zu evaluieren und zu bewerten.

Werden wir uns dessen erstmals bewusst, dann ist es anfangs eher ein verstandesmässiges Wissen, das wir im Alltag anwenden und üben können. Mit der regelmässigen Praxis kommt irgendwann unweigerlich der Punkt, wo wir nicht mehr über unsere Taten nachdenken, und doch sind wir uns dessen voll bewusst, was wir machen, wie wir es machen, warum wir es machen und welche Auswirkungen es auf unsere direkte und indirekte Umwelt hat.

Somit kann ich irgendwann wirklich machen was ich will, ob aus eigenem Willen oder fremdbestimmt, und ich erlebe bewusst die Handlung als einen Akt der sichtbar, und oft auch spürbar, gemachten Liebe für die Welt und alle Lebewesen.


Heinz Robert Heinz Robert ist Mastermind und Mitbegründer von OpenMindJournal.com, einer der Hosts von Mann-Sein.ch, bietet als IntegralHero seine Dienste als Transformationsbegleiter an, und setzt sich stark für den Bewussten Kapitalismus und eine Globale und Weltspiritualität ein. Zudem ist er auch noch als Freelance Grafiker tätig. Geboren 1970 im niederösterreichischen Blumau-Neurisshof, südlich von Wien, lebt und arbeitet er nun seit Ende 2007 in Zürich. In den Jahren davor brachte ihn seine Heldenreise für je zwei Jahre nach Andalusien und Baden-Württemberg. Im Jahr 2000 begann er nach einem Moment des Erwachens mit buddhistischer Meditation und zwei Jahre später mit dem Studium der Integralen Philosophie und Praxis nach Ken Wilber. Er ist begeisterter 5-Rhythmen Tänzer, Yogi und hat immer wieder neue Ideen, wie die Welt ein besser Ort zum Leben wird. Lebenslanges Lernen, unaufhörliches Wachsen, sich entfalten und entwickeln, achtsame Kommunikation mit Anderen, sowie bewusstes Erleben der Umwelt und der Vorgänge in ihr, sieht er als seine Lebenspraxis.

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